FÜr welche Filmversion schreibt ein Komponist Musik???
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| | #1 |
| Alter Forumshase Registriert seit: 04.06.2006
Beiträge: 3.184
| Ich habe da mal wieder eine Frage! Und zwar, es gibt ja des öfteren mehrere Versionen einen FIlms, Kinoversion, Extended Version und dann noch Director's Cut. Aber für welche Version schreibt denn ein Komponist nun die Musik? Wenn er z.B. für den Director's Cut schreibt und dann ein teil einer Szene rausgekürzt wird, dann muss er dass ja wieder umschreiben. Oder schreibt er später wieder neue Musik für die längeren Szenen? Wäre nett wenn ihr mir diese Fragen beantworten könntet, MfG, Ludwig "Oh bliss! Bliss and heaven! Oh, it was gorgeousness and gorgeousity made flesh. It was like a bird of rarest-spun heaven metal or like silvery wine flowing in a spaceship, gravity all nonsense now. As I slooshied, I knew such lovely pictures!" www.filmmusikwelt.de >>>How To Train Your Dragon (Powell) |
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| | #2 | |
| singende SQL-Kartoffel | Zitat:
Wenn dann im Nachhinein ein Director's Cut erscheint, so kann es vorkommen, dass der eigentliche Komponist neue Musik schreibt oder aber ein anderer Komponist Musik für die neuen Szenen schreibt. @SoundtrackBoard | @FilmmusicDB | |
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| | #3 |
| Alter Forumshase Registriert seit: 04.06.2006
Beiträge: 3.184
| Danke! "Oh bliss! Bliss and heaven! Oh, it was gorgeousness and gorgeousity made flesh. It was like a bird of rarest-spun heaven metal or like silvery wine flowing in a spaceship, gravity all nonsense now. As I slooshied, I knew such lovely pictures!" www.filmmusikwelt.de >>>How To Train Your Dragon (Powell) |
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| | #4 | |
| Alter Forumshase Registriert seit: 13.02.2006
Beiträge: 5.970
| Ergänzend ist noch zu sagen, dass viele filme im nachhinein noch einmal während des schnitts gekürzt werden bzw. in großen teilen ganz umgeschnitten werden. Cutter haben heutzutage einen sehr großen, kreativen einfluss denn es sind die Cutter welche das letzte wort über den schnitt haben und nicht, wie oft fälschlich angenommen, der regisseur. Daraus können probleme entstehen und das betrifft dann oftmals auch den komponisten. Da der schnitt heutzutage immer später vorgenommen wird ist es im normalfall eigentlich fast unmöglich für einen komponisten noch sessions einzuplanen um eventuell kurzfristige änderungen noch aufzunehmen. Dann kommt der music editor ins spiel und versucht aus bereits aufgenommenem score-material einen ersatz für die geänderten szenen zu erarbeiten bzw. manche stücke werden völlig rausgelassen. Womit diese aussage: Zitat:
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| | #5 |
| Fies-gemeiner Kritiker ;) | Einen Einfluß auf den fertigen Film haben im Regelfall meistens nur die Produzenten, Cutter machen da nichts gegen den Willen eines Regisseurs, was bei BigMacGyver ein bisschen so klang- was natürlich nicht heißt, dass sie enorm viel kreative Entscheidungen treffen können. |
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| | #6 |
| Der frühe Vogel, der den Wurm fängt! | Hier kommen wir zur Score Rejection Problematik! Ein schönes Beispiel ist da Timeline! Richard Donner schneidet den Film und beauftragt Jerry Goldsmith die Musik zu schreiben. Dieser schreibt die Musik! Donner schneidet den Film um, Goldsmith schreibt großenteils neue Musik. Testvorführung des Films. Schnitt und/oder Musik funktionieren noch nicht (laut Testpublikum!)! Schnitt wird geändert, Goldsmith will, kann oder darf nicht mehr komponieren! Score Rejected! Außerdem liegt hier ein Missverständnis vor: Der sogenannte Final Cut liegt meist weder bei Regisseur noch beim Cutter sondern meist beim Studio bzw. den Produzenten! Und eben diese Produzenten verlassen sich mehr auf ein wild zusammengewürfeltes Testpublikum als auf die Erfahrung und die Vision des Regisseurs! His chameleon adaptability was a prerequisite to longevity and success in Hollywood. We used to call him Gorgeous. He was the golden boy, a beautiful presence. His music had a freshness, and he had a freshness. John Williams on Jerry Goldsmith |
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| | #7 |
| Alter Forumshase Registriert seit: 13.02.2006
Beiträge: 5.970
| Ich meinte mit meiner aussage auch, dass in Hollywood das studio den cutter stellt und dieser damit die entscheidungsdominanz gegenüber dem regisseur bekommt. Der cutter (also in wirklichkeit das studio) hat damit enormen einfluss auf den verlauf der post-pro. |
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| | #8 |
| Alter Forumshase Registriert seit: 04.06.2006
Beiträge: 3.184
| Ich muss ja mal sagen, ganz schön umständlich... Aber nochmals dankefür die vielen Antworten "Oh bliss! Bliss and heaven! Oh, it was gorgeousness and gorgeousity made flesh. It was like a bird of rarest-spun heaven metal or like silvery wine flowing in a spaceship, gravity all nonsense now. As I slooshied, I knew such lovely pictures!" www.filmmusikwelt.de >>>How To Train Your Dragon (Powell) |
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| | #9 |
| Registrierter Benutzer Registriert seit: 14.05.2006
Beiträge: 311
Richtiger Name: Pierré
| Das beste Beispiel wie es perfekt laufen kann, ist unterdessen John Ottman. Der schneidet und komponiert meistens den Film in einem Zug. Die Musik hat von allen Künsten den tiefsten Einfluß auf das Gemüt. Ein Gesetzgeber sollte sie deshalb am meisten unterstützen. Napoleon I. |
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| | #10 |
| Fies-gemeiner Kritiker ;) | Naja, ob das immer so perfekt läuft? Ottman selber hat in einem Interview über Superman Returns gesagt, dass er dann spät in der Postproduktion gemerkt hat, dass eine Szene noch nicht funktioniert, und er dann mehrere Tage diiese Szene umschneiden musste, während die Musik (obwohl die Zeit drängte) liegen blieb. |
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| | #11 | |
| Der frühe Vogel, der den Wurm fängt! | Zitat:
His chameleon adaptability was a prerequisite to longevity and success in Hollywood. We used to call him Gorgeous. He was the golden boy, a beautiful presence. His music had a freshness, and he had a freshness. John Williams on Jerry Goldsmith | |
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