Sergej Prokofiev - Sinfonie 5
#1
Geschrieben 30.08.2011 - 16:09 Uhr
In den kommenden Tagen werde ich noch zwei kurze Ausschnitte aus dem ersten Satz der gleichen Sinfonie reinstellen.
Csongor
#2
Geschrieben 30.08.2011 - 22:51 Uhr
Welche Aufnahme gefällt Euch am besten und warum?
Csongor
#3
Geschrieben 30.08.2011 - 22:55 Uhr
Also ich bevorzuge Gergiev, sowohl interpretatorisch als auch klangtechnisch. Ist auch die Einspielung, die ich habe, in der Prokofieff-Sinfonien-Box von Philips.
#4
Geschrieben 30.08.2011 - 22:57 Uhr
#5
Geschrieben 30.08.2011 - 23:03 Uhr
Von den Einspielungen, besonders bei dem Anfang des 2. Satzes, bevorzuge ich eindeutig Ashkenazy, denn da kann man jedes Instrument wunderbar heraushören. Die Interpretation ist prezise und kraftvoll. Dicht gefolgt wird er von Weller dessen Interpretation auch schön stark ist, nur etwas schade finde ich, dass das Klavier im zweiten Satz nicht gut genug zu hören ist. Gergiev ist auch ganz gut, jedoch etwas zu schnell, kommt für meinen Geschmack nicht an die beiden anderen heran.
Csongor
#6
Geschrieben 31.08.2011 - 09:56 Uhr
#7
Geschrieben 31.08.2011 - 20:10 Uhr
Ab 2:45 werden wohl einige illusorische Seifenblasen zerplatzen...
#8
Geschrieben 31.08.2011 - 22:05 Uhr
Aber ist das nicht eine herrliche Musik die da Prokofiev komponiert hat? Das ist Filmmusik (auch wenn es keine ist) auf höchstem Niveau!
Csongor
#9
Geschrieben 31.08.2011 - 22:36 Uhr
#10
Geschrieben 31.08.2011 - 23:50 Uhr
Zu dem Stück, das Sebastian gepostet hat: Diese ersten Töne, vor allem diese "schnellen Streicher", erinnern mich an das ein oder andere RCP-Stück. Ich glaube, es war etwas aus Robin Hood, von Streitenfeld. Doch nur diese Töne. Zudem erinnert es - ab 2:45 - etwas an E.T. Wo es Mr. Williams noch verwendet hat, wüsste ich nun allerdings auch nicht. So viel kenne ich von ihm noch nicht auswendig.
Ansonsten gefallen mir die hier gehörten Stücke allesamt sehr gut. Welches mir nun aber besser gefällt, könnte ich nun allerdings auf Anhieb nicht sagen, genausowenig, was genau mir daran gefällt.
"Mein Komponist ist besser als deiner" ;)
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"If he doesn't inspire you, I don't think you are a good film composer"
- John Frizzell über Jerry Goldsmith -
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"Es ist Liebe -> es ist Seele -> es ist Musik"
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USS.Cinema World (incl. "Einfach nur Filmmusik")
Mittwoch ab 18 Uhr
auf Radio Zoom
#11
#12
Geschrieben 01.09.2011 - 10:41 Uhr
#13
Geschrieben 01.09.2011 - 11:12 Uhr
Mephisto sagte am 01.09.2011 - 10:41 Uhr:
Danke, Gerrit
Ich weiß, hab in der "Golden Age"-Sendung auch bisschen aufgepasst *zu Sebastian lins*
Und is ja nich so, dass ich bisher der Klassik gänzlich abgeneigt war/bin. Immerhin kann ich Mozart von Beethoven unterscheiden
Scherz beiseite. Ich bin zum Beispiel großer Fan von Vivaldis "Vier Jahreszeiten" (da besonders den Winter), Smetanas "Moldau", mag Bach, Mozart und Orffs "Carmina Burana". Nur mit Opern kannst du mich jagen. Der Gesang bereitet mir ernsthafte Kopfweh, auch wenn es da die Ausnahme gibt, dass ich die Baccarole aus Jaques Offenbachs "Hoffmanns Erzählungen" sehr mag (seit sie halt für den Film "Das Leben ist schön" verwendet wurde).
Hat Musik eine schöne Melodie, dann mag ich sie, unerheblich, welchem Genre sie angehört
"Mein Komponist ist besser als deiner" ;)
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#14
Geschrieben 01.09.2011 - 11:35 Uhr
Csongor
#15 Guest_Babis_*
Geschrieben 01.09.2011 - 12:37 Uhr
Sebastian Schwittay sagte am 31.08.2011 - 20:10 Uhr:
Ne ne, das nicht. Viel eher kommt einfach noch eine Komponente zum großen Puzzle dazu, welches sich nach wie vor aber prächtig anhört.
Laubwoelfin sagte am 01.09.2011 - 11:12 Uhr:
Oper ist für mich auch noch ein sehr weites Feld der Unbekannten. Ich schrecke auch vor vielen Stücken und Aufnahmen zurück, weil es mir oft einfach quäckig und schrill rüberkommt. Aber ich habe doch feststellen müssen, wie hoch das musikalische Niveau einiger Opern ist und darüber hinaus einige sehr einzigartige musikalische Passagen besitzen, wenn man sich den Gesang wegdenken würde. Den Gesang besser zu verstehen (also vom Hörgefühl her), kann man, in dem man das gesamte Stück aufnimmt und den Inhalt.
Hier ein Beispiel aus Verdis IL TROVATORE
Ab Minute 1:25 ist die gespielte Musik vom allerfeinsten und klingt sehr modern. Könnte in ein modernes Drama passen.
Allerdings beginnt mein Lieblingsteil ab 6:16 (das DI QUELLA PIRA). Schön aufdrehen und sich umschmeißen lassen von der Wucht, die dieses Stück entfaltet.
(Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, ich würde mich mit Opern auskennen. Sind bis dato nur ganz sporadisch ein paar wenige).
#16
Geschrieben 01.09.2011 - 12:57 Uhr
#17
#18
Geschrieben 01.09.2011 - 16:06 Uhr
Mephisto sagte am 01.09.2011 - 12:57 Uhr:
Ich bin auch kein allzu großer Opern-Fan, aber meine Lieblings-Oper ist auch ein expressionistsches Werk: Dmitri Schostakowitschs Oper "Lady Macbeth von Mzensk", für die er fast eingelocht wurde. Stalin hat die dissonante, brutale Oper sehr missfallen, in der russischen Zeitung Prawda schrieb er über das Werk einen Artikel mit dem Titel "Chaos statt Musik".
Es geht um die unglücklich verheiratete Katerina Ismailowa, die mit dem Arbeiter Sergeij fremdgeht und dann gemeinsam mit Sergeij ihren tyrannischen Ehemann tötet.
Hier mal ein Ausschnitt, die verhängnisvolle Sexszene zwischen Kateria und Sergeij:
In Schostakowitschs Oper wird diese Sex-Szene zur regelrechten Fick-Szene: die Musik ist vulgär, brutal, dissonant, provokant und anstößig. Die Streicher schreien, die Bläser quietschen - so versaut und ungezügelt, wie man sich das Ganze eben vorstellt. Eine Musik, die 1934 jedes Tabu in der Sowjetunion brach und zu den mutigsten, wichtigsten und mitreißendsten Werken der Opern-Literatur zählt.
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