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Geheimtipp-Komponisten


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19 Antworten in diesem Thema

#1 Thomas Nofz

    Filmmusikalischer Gaumenkitzler

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Geschrieben 25.03.2008 - 09:50 Uhr

Hallo liebe Filmmusikfans!

John Williams, Bernard Herrmann, James Newton Howard, Miklós Rózsa, Alan Silvestri, Jerry Goldsmith, Hans Zimmer... jeder kennt diese und weitere sehr populären Filmkomponisten bzw. weiß, was man sich unter ihrer Musik vorzustellen hat. Doch was ist mit den Score-Schöpfern, die ein wenig abseits des Spotlights des Faninteresses stehen und AUCH gute bis sehr gute Filmmusik schreiben? Filmmusik, die es qualitativ oftmals mit den Werken der "großen Namen" aufnehmen kann .. und diese hin und wieder sogar überflügelt.

Dieser Thread soll nun jenen Komponisten gewidmet sein, die unter Filmscore-Fans als Geheimtipps gehandelt werden; er soll Lust machen, Interesse wecken, mal etwas vom gängigen Weg abzukommen, um etwas Neues und vielleicht Überraschendes/Unerwartetes zu entdecken.
Filmmusik ist ein wunderbares, weites Feld... und wer immer auch einen Insider-Tipp parat hat bzw. meint, dieser oder jener Komponist kommt in den Forumsdiskussionen unberechtigterweise viel zu kurz, ist sehr herzlich eingeladen, ihn oder sie hier in diesem Thread vorzustellen, samt einigen lohnenswerten CD-Empfehlungen.
Nur keine Scheu, auf geht´s... nehmt eure geheimen Lieblinge an der Hand und stuppst sie ein wenig mehr ins Rampenlicht! ;)

Während sich dieser Thread anhand von kleinen Komponisten-Porträts filmmusikalischen Nebenwegen nähern soll, gibt es in der Forumsmottenkiste ein ganz verwandtes Thema, welches sich mehr mit einzelnen, eher unbekannten CDs beschäftigt: Geheimtipp-Thread. Viel Spaß beim Stöbern! ;)
"The good thing about movie music is that oftentimes you defeat those fears about schedules looming and everyone´s arrogant sense of excellence, and it teaches you something basic about your nature."
- Thomas Newman

#2 Thomas Nofz

    Filmmusikalischer Gaumenkitzler

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Geschrieben 25.03.2008 - 10:53 Uhr

Colin Towns

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Colin Towns gilt bereits seit 1977 (während er noch für Ex-Deep-Purple Ian Gillan als Keyboarder und Songschreiber tätig war), als einer der besten und versiertesten Komponisten der britischen Film(musik)landschaft. Damals schrieb er für FULL CIRCLE - THE HAUNTING OF JULIA (ebenfalls als CD erhältlich) einen sphärischen, bewegenden und für ein Debüt höchst eindrucksvollen Score, der viele weitere Engagements bei Film und Fernsehen nach sich zog.
Towns Stärke liegt in der Beherrschung und Umsetzung vieler verschiedener Musikrichtungen und -stile. Er komponierte sogar einige Konzertwerke, etwa ein "Concerto for Solo Trumpet & String Orchestra" oder "1930 Cityscape", die beide auf der oben erwähnten FULL CIRCLE-CD zu finden sind.
Im Herzen eigentlich ein großer Fan des Jazz, ist Towns bereits seit vielen Jahren Kopf der Formation "The Mask Orchestra", mit der er etliche Jazz-Orchester-Fusion-Alben aufgenommen und darauffolgend sehr erfolgreiche Tourneen absolviert hat.

Zu seinen empfehlenswerten Soundtrack-Veröffentlichungen zähle ich:


THE PUPPET MASTERS (1993)

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Towns Musik zu diesem klassischen B-Monster-Movie (nach einer Erzählung von Robert Heinlein) ist eine wilde Mischung aus elektronischen Elementen und einem 80-köpfigen Orchester, die ein wahrlich fesselndes und ungewöhnliches Hörerlebnis bietet. Wo immer es möglich ist, streut Towns kleine, ruhige Klanginseln ein... doch dauert es nicht lang, bis diese von der Wucht des Orchesters samt der Synthie-Knappen hinfortgeschwemmt werden. Einige orchestrale Passagen haben durchaus improvisatorischen Charakter, so daß man sich bei dieser musikalischen Monsterhatz nie ganz sicher sein kann, was als nächstes passiert. Definitiv ein Score, der seinem Film notenweit überlegen ist.


THE BUCCANEERS (1995)

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Anmerkungen zu dieser bezaubernden Musik sind hier zu finden.


THE WOLVES OF WILLOUGHBY CHASE (1988)

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Für diesen auf´s jugendliche Publikum ausgelegten Fantasyfilm komponierte Towns einen stimmungsvollen, märchenhaft anmutenden Score... Musik für "Kinder" jeden Alters in der Tradition von Peter und der Wolf und Der Nussknacker. Verträumt nostalgisches ("Main Theme") mischt sich mit Verspieltem, abgelöst durch dramatischere Passagen, jedoch stets in ein melodisches Gewand gekleidet und mit thematischem Reichtum ausstaffiert.
Auffällig ist die Liebe zum Detail in der Orchestrierung, die den im Film auftretenden Charakteren eine persönliche Note verleiht. Highlight-Track ist sicherlich "The Ski Sledge", ein packendes Stück Musik, das ein wenig an Mussorgsky´s Night on the Bald Mountain erinnern, nur, daß bei Towns über den bedrohlichen, verschneiten Berghängen die zwinkernden Sterne aus der Walt-Disney-Märchenschmiede funkeln.


DOC MARTIN (2004)

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Infos zur Musik zu dieser (in Großbritannien äußerst populären TV-Serie) finden sich hier.




... und zum guten Schluß:

LES RIVIÉRES POURPRES 2 - LES ANGES DE L´APOCALYPSE

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Wo Bruno Coulais´ Score zum ersten PURPURNEN-FLÜSSE-Film mehr klangmalerisch angehaucht war und eine unbehagliche Atmosphäre schuf, durfte Towns sich bei der Vertonung des Sequels einmal so richtig austoben und holt alles aus seinem Schwere-Geschütze-Schuppen, was er nur finden konnte. Der Score ist - mit wenigen Ausnahmen - eine krachende musikalische Tour de Force, die mit einigen dissonanten bis beinahe kakophonischen Passagen aufwartet. Keine leichte Kost, aber der Komponist läßt das Notengewitter niemals aus dem Ruder laufen. Wieder einmal zeigt Towns seine ungeheure Wandlungsfähigkeit und sein Können. Wer rasante, packende, dunkel-düstere Actionkost mag, ist auf dem kleinen Floß, daS sich wacker durch die purpurnen Fluten pflügt, genau richtig aufgehoben.
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- Thomas Newman

#3 Siddl

    Musikalischer Irrer

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Geschrieben 25.03.2008 - 11:28 Uhr

Hmm

Christopher Gunning ist für mich jemand, den keiner kennt. Angefangen hab ich vor einigen Wochen mit Firelight den mir ein guter Freund empfohlen hat.
Angehängte Datei  Firelight_FILMCD198.jpg (29,97K)
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Dann gibts da noch Daniel Pemberton, der durch seine Musik zum Spiel The Movies unglaublich vielseitige Musik ablieferte für mich interessant wurde.
Prehistoric Park könnte ich gerade empfehlen...
Angehängte Datei  Prehistoric_park_1812.jpg (18,95K)
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Unter den Deutschen ist mir letztens Darius Zahir mit seinem Score zu Otto - Der Katastrofenfilm aufgefallen. Fand ich recht gut. Vielleicht gibt es mehr von ihm.
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Und naja, William Ross dürfte einigen doch schon eher bekannt sein. Hin und wieder mal mit Klischees überzogen, kann er aber auch sehr gute Sachen zauber, die einen wiederum verzaubern können. My Dog Skip, für alle die an Simon Birch nicht mehr ran kommen ;)
Angehängte Datei  My_dog_skip_VSD302066106.jpg (33,59K)
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"The Music Business is a cruel and shallow money trench, a long plastic hallway where thieves and pimps run free, and good men die like dogs. There's also a negative side."

#4 Grubdo

    Der Mann aus Stuhl

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Geschrieben 26.03.2008 - 01:10 Uhr

ich werf hier mal den namen roque banos ein, der wie michael giacchino noch nicht ganze 10 jahre filmmusik schreibt und sich in jedem genre heimisch fühlt, von fantasy zu thrillern, romanzen, dramen, komödien...alles sehr überzeugende thematisch starke wundervoll emotionale symphonische filmmusik.der mann ist erst 40 oder so und hat hofentlich eine rosige ukuft vor sich.sein output ist auf jedenfall beiindruckend und immer qualitativ hochwertig.
Kommentar auf Worstpreviews.com;

"Lindsay Lohan has been approached for a major role in Zack Snyders Superman that is not Lois Lane"

"Well, someone has to play the Kryptonite"

#5 Thomas Nofz

    Filmmusikalischer Gaumenkitzler

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Geschrieben 26.03.2008 - 01:24 Uhr

Adrian Johnston

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Der in Schottland geborene Komponist begann seine musikalische Laufbahn als Mitglied der Popkombo The Waterboys, die sich 1983 gründete. Unter den Fittichen von Brit-Kultregisseur Michael Winterbottom begann Johnston 1996, erste Filmmusiken zu schreiben (darunter sein beeindruckendes Erstlingswerk JUDE) und hat sich seitdem zu einem der gefragtesten und produktivsten Komponisten der jungen Generation gemausert. Sein Bekanntheitsgrad ist bislang leider größtenteils auf die britische Insel beschränkt, wo er bspw. mit seiner Musik zum Expeditionsdrama SHACKLETON 2002 den Emmy gewann, oder für seine bewegenden Arbeiten zu THE LOST PRINCE, PERFECT STRANGERS und TIPPING THE VELVET wohlverdiente BAFTA-Nominierungen einheimste.
Johnstons stilistische Bandbreite ist breitgefächert, von Dramen wie WELCOME TO SARAJEVO über Period Movies (jüngst BECOMING JANE) bis hin zu pfiffigen Komödien á la KINKY BOOTS. Besonders ausgeprägt aber scheint sein Gespür für eingängige und oft berührende Themen zu sein, die vor allem im Gewand einer Soloinstrument-Interpretation (z.B. Johnstons Lieblingsinstrument, dem Cello) ihre volle Magie entfalten.

GIDEON´S DAUGHTER / FRIENDS AND CROCODILES (2005)



In typisch britischer Bescheidenheit ist auf der Rückseite des Albums folgendes vermerkt:
"Building on the successes of Shooting the Past, Perfect Strangers and the Emmy Award nominated THE LOST PRINCE come their most ambitious, colourful and epic soundtracks to date. (...) Adrian Johnston has written two exceptionally memorable scores for these films bursting with haunting themes and exquisite lyricism."
Dem ist wahrlich nichts mehr hinzuzufügen. Wer zutiefst emotionale, aber unsentimentale (sprich: gute, bombastbefreite) Filmmusik mag, der kann mit diesem wundervollen Album nichts falsch machen. Great stuff!



JUDE (1996)



Mein erster Johnston (anno dazumal)... und immer noch ein berückend-intensives Hörerlebnis. Allein dieses kratzige, melancholische Intro "Crows", bei dem man vor dem inneren Auge förmlich die titelgebenden Krähen auf dem frostigen, nebelverhangenen Novemberfeldern sehen kann... wunderbar.
Kaum zu glauben, dass es sich bei JUDE um Johnstons Debütscore handelt. Als wäre die Musik von einem "alten Hasen" komponiert, verschmelzen moderne Klangsprache und der grazile musikalische Gestus der Klassik zu einer homogenen, zutiefst intensiven Einheit, die den Hörer gebannt und beeindruckt zurückläßt.



THE LOST PRINCE (2003)



Ich weiß, ich werfe gleich mit Superlativen um mich wie die Blumenmädchen mit Rosenblüten vor dem Hochzeitspaar... aber, das was ich von Johnston bisher an BBC-Filmmusiken gehört habe, war jedesmal großartig. THE LOST PRINCE nun ist... tja... schlicht und ergreifend phänomenal.
Jedoch nicht auf einer pompös-großorchestralen oder sonstwie sich in den Vordergrund drängenden Art und Weise, sondern vielmehr auf einer ganz besonders emotional-bewegenden Ebene. Jeder Track ist wie eine kleine wunderbare Welt für sich... wie zarte Rosenblätter (um den obigen floralen Vergleich aufzugreifen), denen man dabei zuschaut, wie sie sich von einer sanften warmen Brise getragen in Zeitlupe rückwärts zu einer herrlichen Rosenblüte zusammenfügen. Jeder, der nicht völlig abgestumpft ist, wird nach dem Genuß von Titeln wie "A Proper Household For A Prince" oder "Never Was A Child Like Him" (und ich könnte noch viele weitere aufzählen) dieser Musik Johnstons verfallen... oder sagen wir mal anders: sich in sie verlieben.
Ein einmaliges, berührendes, wärmendes, ver- und bezauberndes Hörerlebnis. Das ist die Magie von Filmmusik...



ALL THE KING´S MEN (1999)

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Im Film geht es um das ominöse "Veschwinden" einer britischen Kompanie in Gallipolli während des 1. Weltkrieges 1915. In Johnstons Musik sind jedoch keinerlei Verweise auf den militärischen Aspekt zu finden, und das ist auch gut so. Vielmehr ist sie berückend poetisch, ergreifend intensiv, elegisch... und vor allem zum Ende hin spürt man, wie sich langsam Gänsehaut auf den Armen bildet. Wieder einmal großartige Johnston-TV-Movie-Musik aus dem Hause BBC, wohl DIE erste Adresse für talentierte, aufstrebende Komponisten in Großbritannien.



PERFECT STRANGERS (2001)

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Und erneut Musik aus der BBC-Talentschmiede, die vor allem in den letzten Jahren wohl sehr auf die Qualität der Kompositionen achtet, die ihre Produktionen schmücken. Das hört und spürt man auch bei dem hier vorliegenden Album (welches als Bonus außerdem 13 Tracks aus SHOOTING THE PAST enthält).
Subtil, gefühlvoll, minimalistisch, aber gleichzeitig ungemein intensiv, mit zerbrechlichen Cello-, Violinen- und perlenden Piano-Soli... nimmt man all das zusammen, läßt sich der Musik ein gewisser Nyman-Touch nicht absprechen, und doch ist Johnstons Handschrift deutlich erkennbar, und genau die läßt vor allem den Scoreanteil zu PERFECT STRANGERS zu einem angenehmen und berührenden Hörerlebnis werden.


BECOMING JANE (2007)



Johnston, der schon mit JUDE unter Beweis stellte, dass er ein Händchen für die atmosphärisch stimmige Vertonung von sogenannten Period Films besitzt, enttäuscht seine Fans auch mit BECOMING JANE nicht. Der Film schildert das Leben von Jane Austen, bevor sie berühmt wurde, und Johnstons Score malt mit wunderschönen, fließenden Bewegungen das musikalische Bild einer lebenslustigen, verträumten und ein wenig scheuen jungen Frau.
Als ihre "Stimme" erkor der Komponist das Klavier, welches natürlich das Instrument des ausgehenden 18. Jahrhundert war und somit als "Transportmittel" ihrer Gefühle dient. Um die pointierten Auftritte des Pianos ranken sich herrliche Solo-Tupfer von Harfe, Flöte und Violine ("The Rose Garden") sowie teils tänzerisch-beschwingte, teils forsch-drängende Passagen, die die Lebensfreude der Protagonistin wunderbar einfangen.
Dies ist Musik, bei der man oft das Gefühl hat, die Zeit würde stehenbleiben... Klänge, die zum Innehalten verführen und die dazu einladen, noch einmal und noch einmal zu lauschen, neue Nuancen und Facetten herauszuhören. Niveauvoller Genuß, der Muße verlangt... und belohnt.
"The good thing about movie music is that oftentimes you defeat those fears about schedules looming and everyone´s arrogant sense of excellence, and it teaches you something basic about your nature."
- Thomas Newman

#6 Guest_Prinz_*

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Geschrieben 07.04.2008 - 20:17 Uhr

Adolph Deutsch




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Mit dem Golden Age verbinden die meisten Hörer Namen wie Steiner, Waxman, Rozsa oder Alfred Newman, wenn jemand heutzutage überhaupt noch was mit dem Golden Age anfangen kann.



Adolph Deutsch,lebte von 1897 - 1980. Ein besonderes Augenmal seiner Person war die Körpergröße von "nur" 1,68 m.



Sicherlich findet man den Namen Deutsch nicht in der Sammlung eines jeden Filmmusikfans aber dennoch kann ich ein Beschäftigung mit der Musik dieses Mannes durchaus wärmstens empfehlen. Das Golden Age bestand nämlich nicht nur aus Newman und Steiner ;). Wobei ich bei Steiner erwähnen darf, dass Deutsch an dessen Partitur zu "Vom Winde verweht" mit an der Orchestrierung arbeitete.



Als Einstieg empfehle ich folgenden Score-CD, den man für gerade mal 6 Euro bei Amazon ergattern kann. Eine wirklich tolle CD mit Musik von Deutsch, der übrigens aus England und nicht aus Deutschland stammte :applaus:.







#7 peter-anselm

    James Thatcher - Fan

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Geschrieben 07.04.2008 - 21:37 Uhr

Meister Seth sagte:

Adolph Deutsch




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Mit dem Golden Age verbinden die meisten Hörer Namen wie Steiner, Waxman, Rozsa oder Alfred Newman, wenn jemand heutzutage überhaupt noch was mit dem Golden Age anfangen kann.



Adolph Deutsch,lebte von 1897 - 1980. Ein besonderes Augenmal seiner Person war die Körpergröße von "nur" 1,68 m.



Sicherlich findet man den Namen Deutsch nicht in der Sammlung eines jeden Filmmusikfans aber dennoch kann ich ein Beschäftigung mit der Musik dieses Mannes durchaus wärmstens empfehlen. Das Golden Age bestand nämlich nicht nur aus Newman und Steiner ;). Wobei ich bei Steiner erwähnen darf, dass Deutsch an dessen Partitur zu "Vom Winde verweht" mit an der Orchestrierung arbeitete.



Als Einstieg empfehle ich folgenden Score-CD, den man für gerade mal 6 Euro bei Amazon ergattern kann. Eine wirklich tolle CD mit Musik von Deutsch, der übrigens aus England und nicht aus Deutschland stammte :applaus:.







Seine Beiträge zu "Some like it hot" und Wilders "Appartement" sollten auch nicht unerwähnt bleiben

#8 Guest_Prinz_*

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Geschrieben 09.04.2008 - 13:44 Uhr

peter-anselm sagte:

Seine Beiträge zu "Some like it hot" und Wilders "Appartement" sollten auch nicht unerwähnt bleiben


Richtig aber es gibt immer so viel was man bei einem Komponisten in der Kategorie eines Deutsch empfehlen kann. Ich habe nur auf diesen Sampler verwiesen weil er sich zum Einstieg meiner Ansicht nach am Besten eignet:);) - vor allem auch für den Preis!

#9 Thomas Nofz

    Filmmusikalischer Gaumenkitzler

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Geschrieben 27.04.2008 - 13:33 Uhr

Sam Cardon

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Stellen wir uns vor, wir sitzen in der Dunkelheit gebannt vor der riesigen Leinwand eines IMAX-Theaters. Atemberaubende Bilder von majestätischen Walen erscheinen vor unseren Augen, von steilen Felsklippen und mysteriösen Schluchten, von Männern im ewigen Packeis, märchenhaften, millionenschweren Palästen, ungezähmter Wildnis oder den wüstenflirrenden Umrissen der ägyptischen Pyramiden.
Worte sind manchmal zu klein, um das Grandiose all der visuellen Eindrücke beschreiben zu können... und so muß die Musik zum großen Teil diese Aufgabe übernehmen. Sam Cardon ist ein Meister darin, die Wunder dieser Erde und fesselnde historische Ereignisse in Noten zu bündeln und diese durch ein großes Orchester oder passendes ethnisches Instrumentarium zum Leben zu erwecken.
Der Utah geborene und lebende Cardon vertonte bislang 9 IMAX-Filme (einige werden weiter unten vorgestellt), betreute diverse Dokumentarfilmprojekte als Musikproduzent und ist nebenbei als recht erfolgreicher, sprich: Emmy-ausgezeichneter Jazz-New-Age-Komponist tätig. Desweiteren schrieb er 1988 ganze drei Stunden Musik für die Olympischen Winterspiele in Calgary und blieb dem Sport auch in seinem Heimat-US-Bundesstaat Utah treu, als er nämlich die Musik für die Abschlußzeremonie der Olympischen Winterspiele in Salt Lake City 2002 komponierte.

Leider gibt es im Internet nicht sehr viele Informationsquellen zu Cardon, und auch seine Webpage ist unglücklicherweise nicht mehr verfügbar, bzw. der Link führt zu der virtuellen Visitenkarte eines US-Floristenbetriebs. :D :D
Dennoch gibt es eine tolle Möglichkeit, in die Highlights aus dem Schaffen des Komponisten hineinzuhorchen, und zwar bei i-Tunes. Dort sind sämtliche der nachfolgend aufgeführten Empfehlungen mit an- und entsprechenden Audioclips (einfach die Tracks doppelklicken) vertreten und geben einen sehr guten Einblick in die Klangwelten Sam Cardons.

Hier der Link: Sam Cardon auf iTunes


Generell ist jedes seiner IMAX- oder Filmmusikalben empfehlenswert, vor allem für diejenigen, denen auch George Fentons BBC-Scores THE BLUE PLANET, DEEP BLUE und PLANET EARTH gefallen haben. Besonders hervorheben möchte ich aber gern folgende Veröffentlichungen:

WHALES

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Faszinierende, überwiegend orchestrale Musik, die das Leben und die Wanderungen der Meereskolosse begleitet. Anspieltipps: "Hawaii/Dolphins", "Mother and Calf Theme", "Power Games" und "Alaska".


SHACKLETON´S ARCTIC ADVENTURE (leider ist ein CD-Coverpic nicht aufzutreiben)

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Cardon begleitet die dramatischen Ereignisse um Ernest Shackletons Arktis-Expedition mit einer packenden Musik, die sowohl das Abenteuer, als auch das Drama, die Ängste und Hoffungen der Eismeerforscher widerspiegelt. Anspieltipps: "Opening Titles", "The Endurance Is Trapped", "Hope & Survival" und "Finale".


ZION CANYON: THE TREASURE OF THE GODS

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Zion National Park, Utah, USA. Einer Indianerlegende nach ist dieses Fleckchen Erde "das Zentrum der Welt". Die Landschaft ist einmalig und atemberaubend. Cardons Musik auch. Wenn nur ein einziger Track das Geld für dieses Alben wert wäre, dann ist es "Zion by Air", ein zehnminütiger, gigantischer Gänsehauttitel, der seinesgleichen sucht. Aber auch "The Journey" oder "The Immigrant" machen Appetit auf mehr. :)


MYSTERIES OF EGYPT

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Passend zum Thema schraubt Cardon hier die orchestralen Elemente etwas zurück und entführt den Hörer mittels farbenfrohem, ethnischem Kolorit in die Zeit der Sphinx und Pharaonen. Soloist an der berühmten Ney-Flöte ist übrigens Omar Faruk Tekbilek, der bereits bei Graeme Revells THE CROW mitwirkte.
Anspieltipps: "The Nile - Source of Life", "Valley of the Kings", "Splendours Reclaimed by the Desert" und "Myteries of Egypt Theme".


HEARST CASTLE - BUILDING THE DREAM

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Das Hearst Castle ist nach Disneyland die meistbesuchte Touristenattraktion in Kalifornien. Erbaut vom millionenschweren Zeitungsverleger William Randolph Hearst, thront es auf einem Hügel über dem brandenden Pazifischen Ozean und ist sozusagen das "Neuschwanstein der USA". Der IMAX-Film und Cardons Musik veranschaulichen auf mitreißende Weise, wie der Traum von diesem Märchenschloß Wirklichkeit wurde. Anspieltipps: "Tour of the Continent", "Miss Julia Morgan, Architect", "Starlets and Moguls", "Closing Credits".


Zum Abschluß noch eine dicke Empfehlung für Cardons jüngstes Filmmusik-Album,

THE WORK AND THE GLORY

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... ein epischer Vollblut-Score, der einen von der ersten Minute an gefangen nimmt und beinahe atemlos zurückläßt. Mehr soll zu dieser CD auch gar nicht gesagt werden: einfach ein bißchen in die Tracks hineinlauschen und erahnen, was einen da erwartet. :P

Die meisten der vorgestellten Soundtracks sind zu annehmbaren Preisen (im Falle von WHALES oder MYSTERIES OF EGYPT sogar zu sehr günstigen Preisen!) leider nur bei AMAZON.COM zu erwerben. Zum HEARST-CASTLE-Album gibt es noch einen zusätzlichen Link, da diese CD nicht in der gelisteten Übersicht auftaucht: BUILDING THE DREAM http://www.amazon.co...9290666&sr=1-1.

Und nun - wer mag - viel Spaß mit Sam Cardon! :)
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- Thomas Newman

#10 Darkdream

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Geschrieben 30.06.2008 - 21:55 Uhr

Ich wollte dieses wunderbare Thema mal wieder aus der Versenkung holen - zumal ich jetzt demnächst bei Roque Banos hineinschnuppern werde und ich schon riesig darauf gespannt bin :eek: .

#11 Guest_FilmmusikOnkel_*

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Geschrieben 01.07.2008 - 19:12 Uhr

Mist. Jetzt wollte ich grade Sam Cardon und sein tolles IMAX_WHALES nennen, jetzt ist er hier schon genannt. :)
Grandios grandios, der WHALES Score.

Wolves of Willoughby von Colin Towns ist auch sehr schön.

Nun weiß nicht ob Geheimtipp oder nicht, aber mir gefällt die Musik von Christopher Gordon sehr, vor allem seine symphonischen Passagen in SIDNEY.
Ein ungarischer Freund von mir, der seit vierzig Jahren in Sidney, Australien lebt hat mir mal was von Gordon mitgebracht, mit dem er persönlich seit Jahren befreundet ist, auch Gordons anderen Arbeiten wie dieser U-Boot-Film waren sehr schön.

#12 scorefun

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Geschrieben 16.07.2008 - 22:06 Uhr

Wer auf bomabstisches Orchester-Spektakel steht, sollte sich mal nach Naoki Sato
umschauen. Seine Scores zu LORELEI / UMIZARU (mehrere Teile) sind einfach gigantisch, die beiden ALben ALWAYS/ALWAYS 2 herrlich romantisch...und das Hauptthema aus FIRE BOY haut mich einfach nur um...

#13 Siddl

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Geschrieben 16.07.2008 - 22:21 Uhr

Danke für die Tips...da kam mir doch einer bekannt vor bei laleyenda :)
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#14 neoda

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Geschrieben 25.07.2008 - 14:47 Uhr

Was ist mit Tyler Bates?

Ich denk mal seit 300 dürfte er doch als Geheimtipp gelten oder? :konfused:

Wobei, wenn ich mir die Liste im Wiki anschaue, dann macht er meistens nur die Musik zu Horrorfilmen.

#15 Darkdream

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Geschrieben 26.07.2008 - 10:06 Uhr

neoda sagte:

Was ist mit Tyler Bates?

Ich denk mal seit 300 dürfte er doch als Geheimtipp gelten oder? :konfused:

Wobei, wenn ich mir die Liste im Wiki anschaue, dann macht er meistens nur die Musik zu Horrorfilmen.


Ist der nicht ein bisschen zu bekannt dafür? Mal davon abgesehen scheint ja 300 stellenweise ein heftiger Rip-Off zu sein und Hr. Bates nicht ganz unumstritten zu sein *grübel*

Bearbeitet von Darkdream, 26.07.2008 - 10:09 Uhr.


#16 neoda

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Geschrieben 27.07.2008 - 10:13 Uhr

Darkdream sagte:

Ist der nicht ein bisschen zu bekannt dafür? Mal davon abgesehen scheint ja 300 stellenweise ein heftiger Rip-Off zu sein und Hr. Bates nicht ganz unumstritten zu sein *grübel*

Also mir gefällt der Stil von ihm. Bekannt ist er, aber so lange ist er noch nicht im "Geschäft" und es klingt gut.

#17 Darkdream

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Geschrieben 28.07.2008 - 06:39 Uhr

neoda sagte:

Also mir gefällt der Stil von ihm. Bekannt ist er, aber so lange ist er noch nicht im "Geschäft" und es klingt gut.


Hier gehts aber um Komponisten die auch unter Filmmusikfans sonderlich bekannt sind, somit scheidet Bates m.E. aus :)

#18 Guest_Prinz_*

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Geschrieben 28.07.2008 - 20:58 Uhr

@ Thomas Nofz: Adrian Johnson ist doch aber ein sehr bekannter Name.

Es ist ohnehin etws schwierig finde ich. Denn sicherlich gab es im Golden Age in der Nischenwelt viele Komponisten die sehr gut gearbeitet habe, aber nicht an Giganten wie Steiner und co. herankamen und die man heute nicht mehr kennt.
Oder nehmen wir mal B-Movies: Christopher Young oder Jerry Goldsmith haben für diese widerlichen Filme klasse Musik geschrieben. Sicherlich gibt es dort auch den einen oder anderen Namen, der uns nur nie zu Gehör kommt :).

#19 ssaimen

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Geschrieben 28.12.2010 - 11:22 Uhr

Als Neuling in diesem Forum taste ich mich mal vorsichtig ran ^^

Ich kann euch nur meinen persönlichen Lieblingskomponisten empfehlen.

<<< ROLFE KENT

Hier sind meine Favoriten:

1. SIDEWAYS

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Die Kunst besteht nicht primär in der Musik. Dererlei Jazz Musik gibt es sicherlich zahlreich. Die Tatsache allerdings, dass man mit jedem Song auf der CD eine solch zauberhafte Filmszene verbindet, an die man sich einfach sehr gerne erinnert, macht die CD wirklich zum absoluten Muss!

Empfehlenswert ist natürlich auch der Film, der einer der zauberhaftesten Filme der letzten Jahre ist.

Und wenn man dann nach dem Schauen des Films die CD einlegt, dazu eine Flasche Wein öffnet, dann kann man diese CD einfach nur lieben!

2. Up in the Air

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3. Männer die auf Ziegen starren

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Es ist eine Kunst die Genialität des Drehbuches von Männer die auf Ziegen starren so mit Musik in Verbindung zu bringen, dass fast eine neue Art der Heldenmelodie entsteht!!! Meine Lieblingsmusik

4. Die Hochzeits-Crasher

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5. Dexter

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6. Reign over me

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Eine sehr düstere und traurige Musik passend zum Film.
Aber manchmal brauct es halt kein komplettes Orchester :applaus:



Im Allgemeinen bleibt Rolfe Kent seinem Stil in allen Filmen eher treu, wie andere Komponisten auch. Jedoch ist seine entspannende Musik einfach immer ein Genuss und hilft dem Hörer noch mehr in einen Film einzutauchen.
Seine Musik hat immer eine gewisse Lockerheit und ist an und für sich nie langweilig!


Seine Website: Rolfe Kent - Composer - Home Page

#20 Thomas Nofz

    Filmmusikalischer Gaumenkitzler

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Geschrieben 28.12.2010 - 20:37 Uhr

Danke für diesen schönen und informativen Beitrag, ssaimen!

Herzlich willkommen hier im Soundtrack Board! :applaus:
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- Thomas Newman





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