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Seitdem das alles einer rein technischen Brillanz gewichen ist, die in den Dienst von sehr mäßigen Geschichten tritt, ist oft nur noch der meist adelnde Williams-Score ein Grund, dem Filmemacher Spielberg zu folgen.

Und so brilliant ist die Technik bei Spielberg auch nicht (mehr): Sowohl WAR OF THE WORLDS wie MINORITY REPORT hatten zuletzt eine reichlich konventionelle Bild- und Effektgestaltung.

Und auch erzählerisch schwächelt der Steven immer öfter: MUNICH hatte so eine wichtige Geschichte und ein paar wunderbare Momente, aber wie Spielberg als Stellvertreter seines Multiplex-Publikums durch Europa stolpert (und wirklich kein Klischee auslässt) und seiner Hauptfigur diese sülzigen Rückblenden/Traumbilder mitgibt, nee, dafür hätten sie dem Regisseur in den Sechzigern in Los Angeles mindestens ein Mörder-Wedgie verpasst oder einen Satz Backpfeifen. ;)

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Ohne den Trailer gesehen zu haben, diese Beschreibung macht mir große Lust auf den Film. Denke, der könnte mir gefallen. Kitsch, Patheismus und die Erwähnung des schönen "War Horse"...

(2 Minuten später)

Nun doch den Trailer gesehn und.. yep, bleib dabei: Der Film könnte mir gefallen. Mag solche Geschichtsfilme, finde diese Zeit zu der er spielt, recht interessant. Wird wohl im Kino geguggt. Wohl auch schon wegen Williams' Musik :).

Täusche ich mich, oder spricht aus diesem Beitrag wieder eine gewisse Feindseligkeit gegenüber meiner Meinung? Es tut mir ja wirklich leid, dass ich die große Kunst des Spielberg'schen Pathos (SCHINDLER´S LISTE, AMISTAD, WAR HORSE, und wohl auch LINCOLN) nicht zu schätzen weiß, und stattdessen eher düstere, realistischere Spielbergs wie MUNICH (im historischen Film) oder MINORITY REPORT (im rein fiktionalen Film) bevorzuge. Für mich erwächst große Emotion eben nicht aus hemmungslosem Schmalz, sondern eher aus reflektierter Annäherung an einen Stoff, die auch mal mit den Konventionen des alten Hollywood bricht. Das kann Spielberg auch (siehe eben zuletzt MUNICH), aber auf seine alten Tage scheint er sich nicht mehr in diese Richtung verausgaben zu wollen. Schade.

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Täusche ich mich, oder spricht aus diesem Beitrag wieder eine gewisse Feindseligkeit gegenüber meiner Meinung? Es tut mir ja wirklich leid, dass ich die große Kunst des Spielberg'schen Pathos (SCHINDLER´S LISTE, AMISTAD, WAR HORSE, und wohl auch LINCOLN) nicht zu schätzen weiß, und stattdessen eher düstere, realistischere Spielbergs wie MUNICH (im historischen Film) oder MINORITY REPORT (im rein fiktionalen Film) bevorzuge. Für mich erwächst große Emotion eben nicht aus hemmungslosem Schmalz, sondern eher aus reflektierter Annäherung an einen Stoff, die auch mal mit den Konventionen des alten Hollywood bricht. Das kann Spielberg auch (siehe eben zuletzt MUNICH), aber auf seine alten Tage scheint er sich nicht mehr in diese Richtung verausgaben zu wollen. Schade.

Du täuschst dich. Und leid tun muss es dir nicht, also allein von mir aus gesehen. Finde ich nicht gut, dass einem die eigenen Vorlieben oder Abneigungen leid tun müssen. Den Fehler habe ich oft genug gemacht, mich für Sachen entschuldigt, die mir nicht gefielen, war fast schon dabei, mich für das zu entschuldigen, was mir gefiel, mich zu rechtfertigen für meinen Geschmack. Irgendwann hätte ich mich noch für meine Existenz entschuldigt..

Das oben war für mich einfach eine kleine Steilvorlage... Es juckte in den Fingern, ich konnte nicht widerstehen und es war NICHT böse gemeint :rose:

Ich gelobe Besserung und verspreche, so etwas in der Art nicht mehr zu tun :).

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Du täuschst dich. Und leid tun muss es dir nicht, also allein von mir aus gesehen. Finde ich nicht gut, dass einem die eigenen Vorlieben oder Abneigungen leid tun müssen. Den Fehler habe ich oft genug gemacht, mich für Sachen entschuldigt, die mir nicht gefielen, war fast schon dabei, mich für das zu entschuldigen, was mir gefiel, mich zu rechtfertigen für meinen Geschmack. Irgendwann hätte ich mich noch für meine Existenz entschuldigt..

Das oben war für mich einfach eine kleine Steilvorlage... Es juckte in den Fingern, ich konnte nicht widerstehen und es war NICHT böse gemeint :rose:

Ich gelobe Besserung und verspreche, so etwas in der Art nicht mehr zu tun :).

Gut, Anne, dann hatte ich das wohl in den falschen Hals gekriegt. :)

Aber Markus, wieso Spielberg-Bashing? Die Kritiker waren ja bisher (zumindest hier in diesem Thread) ziemlich in der Minderzahl.

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Spielbergbashing, der neue Trendsport!

selber Schuld.

Er dreht doch nun aber wirklich seit Jahren einen mittelmäßigen Film nach dem nächsten.

Die sind nie richtig schlecht aber es gab Zeiten, da war Spielberg ein Garant für das Beste was es im Mainstream-Kino zu sehen gab.

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Naja, MUNICH und WAR OF THE WORLDS waren schon noch wirklich starke Filme, also sooo lange ist es jetzt auch nicht her... obwohl, 2005, auch schon wieder sieben Jahre.

Sicher, Filme wie WAR HORSE sind nicht schlecht, sie wirken aber in ihrer Postkarten-Ästhetik und hemmungslosen Gefühlsbetontheit irgendwie künstlich und seltsam unecht. Beim früheren Spielberg (etwa bis in die 90er) lässt sich sowas interessanterweise gar nicht bis kaum beobachten, erst seit SCHINDLER´S LISTE und AMISTAD fällt das stark auf. Ich würde ja von vorzeitiger Altersmilde sprechen, wären da nicht zwischendurch immer mal wieder hochinteressante, grimmige Filme wie MINORITY REPORT, WAR OF THE WORLDS und MUNICH...

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selber Schuld.

Er dreht doch nun aber wirklich seit Jahren einen mittelmäßigen Film nach dem nächsten.

Die sind nie richtig schlecht aber es gab Zeiten, da war Spielberg ein Garant für das Beste was es im Mainstream-Kino zu sehen gab.

Ey, der is immer noch besser als Bay.... :D

Also, wie ich das sehe, sticht ein Spielberg immer noch deutlich aus dem heraus, was heute so im "Mainstream-Kino" über die Leinwände flimmert.

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Nicht neu. Und nicht unverdient, wenn man ehrlich ist.

Behandelt jeden Menschen nach seinem Verdienst, und wer ist vor Schlägen sicher?

Da gäbe es andere Kandidaten die ein anständiges bashing verdienen würden :-) - Spielberg ist nicht der beste Regisseur aller Zeiten aber sicher einer der besten Handwerker und diese Fähigkeit wird oft unter den Tisch gekehrt.

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Also, wie ich das sehe, sticht ein Spielberg immer noch deutlich aus dem heraus, was heute so im "Mainstream-Kino" über die Leinwände flimmert.

Für mich tut er das eben genau nicht mehr.

Das ist ja das schlimme daran!

An seinen Filmen interessiert mich nur noch der Beitrag den John Williams leistet. Und das ist immer noch sehr gut.

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Naja, MUNICH und WAR OF THE WORLDS waren schon noch wirklich starke Filme, also sooo lange ist es jetzt auch nicht her... obwohl, 2005, auch schon wieder sieben Jahre.

Wenn man sich etwas mit seinem Werk beschäftigt könnte man herausfinden das er seit dem genannten wirklich großartigen München genau DREI Filme gemacht hat, wovon zwei deutlich unter seinen Fähigkeiten liegen.

Es ist also nicht so das er 10 Filme versemmelt hat.

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Spielberg ist nicht der beste Regisseur aller Zeiten aber sicher einer der besten Handwerker und diese Fähigkeit wird oft unter den Tisch gekehrt.

Auch die goldenen Zeiten des Spielberg'schen Edel-Handwerks sind schon länger her, selbst da war das oft nicht Kunst, sondern Kunstgewerbe. Ich gönne jedem seine Freude an Spielberg-Filmen, aber seit ca. JURASSIC PARK und SCHINDLER'S LISTE hat er für mich meist nur noch auf der Stelle getreten.

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Also auf der Habenseite stehen bei Spielberg wirklich großartige Filme wie Jaws, Minority Report, Empire of the Sun, Schindler´s List, München oder Jurassic Park - diese Tatsache sollte nicht geleugnet werden. Soviele aktive Regisseure gibts dann auch wieder nicht die ähnliches aufweisen können.

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Also auf der Habenseite stehen bei Spielberg wirklich großartige Filme wie Jaws, Minority Report, Schindler´s List, München oder Jurassic Park - diese Tatsache sollte nicht geleugnet werden. Soviele aktive Regisseure gibts dann auch wieder nicht die ähnliches aufweisen können.

Das leugnet doch auch hier niemand.

Im Gegenteil, es wird ständig auf seine vergangenen Großtaten hingewiesen. An denen muß er sich nun messen lassen.

Von Leuten wie z.B. Michael Bay erwartet doch niemand wirklich tolle Filme, weil sie bewiesen haben das sie dazu eben nicht fähig sind.

Bei Spielberg wissen wir aber das er es eigentlich besser konnte. Das macht es ja so traurig.

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Also auf der Habenseite stehen bei Spielberg wirklich großartige Filme wie Jaws, Minority Report, Empire of the Sun, Schindler´s List, München oder Jurassic Park - diese Tatsache sollte nicht geleugnet werden. Soviele aktive Regisseure gibts dann auch wieder nicht die ähnliches aufweisen können.

Ein typisches Board-Statement, klingt schlau, bis man nachdenkt. Beispiele gefällig? Ridley Scott (THE DUELLISTS, ALIEN, BLADE RUNNER, THELMA & LOUISE, GLADIATOR, BLACK HAWK DOWN), Martin Scorsese (MEAN STREETS, TAXI DRIVER, KING OF COMEDY, AFTER HOURS, LAST TEMPTATION OF CHRIST, GOODFELLAS), David Cronenberg (SCANNERS, VIDEODROME, NAKED LUNCH, DEAD RINGERS, HISTORY OF VIOLENCE), soll ich weitermachen???

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Ein typisches Board-Statement, klingt schlau, bis man nachdenkt. Beispiele gefällig? Ridley Scott (THE DUELLISTS, ALIEN, BLADE RUNNER, THELMA & LOUISE, GLADIATOR, BLACK HAWK DOWN), Martin Scorsese (MEAN STREETS, TAXI DRIVER, KING OF COMEDY, AFTER HOURS, LAST TEMPTATION OF CHRIST, GOODFELLAS), David Cronenberg (SCANNERS, VIDEODROME, NAKED LUNCH, DEAD RINGERS, HISTORY OF VIOLENCE), soll ich weitermachen???

Man sollte Markus aber zugute halten das er meinte, es gäbe nicht allzuviele Regisseure mit ähnlich guten Filmen.

Er sagte nicht es gäbe keinen.

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Kann es vielleicht auch daran liegen, dass Spielbergs Filme nicht mehr dieses Naiv-Unschuldige an sich haben, das seine alten Filme ausgezeichnet hat, diese Faszination fürs Medium ausstrahlen? Alles andere ist doch Jammern auf hohem Niveau. In Sachen Inszenierung ist der Mann einfach virtuos, da ist es erst mal zweitrangig, ob das Kunsthandwerk ist - das war es bei Filmen, die gefallen wollten und Milliarden einspielten schon immer. Handwerklich sind seine Filme heute besser denn je, aber ich habe immer das Gefühl, dass sie seltsam abgeklärt und auch hohl geworden sind.

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Ein typisches Board-Statement, klingt schlau, bis man nachdenkt. Beispiele gefällig? Ridley Scott (THE DUELLISTS, ALIEN, BLADE RUNNER, THELMA & LOUISE, GLADIATOR, BLACK HAWK DOWN), Martin Scorsese (MEAN STREETS, TAXI DRIVER, KING OF COMEDY, AFTER HOURS, LAST TEMPTATION OF CHRIST, GOODFELLAS), David Cronenberg (SCANNERS, VIDEODROME, NAKED LUNCH, DEAD RINGERS, HISTORY OF VIOLENCE), soll ich weitermachen???

Da muss ich Souchak beipflichten - viele Regisseure haben ein beachtliches Oeuvre an sehr guten bis großartigen Filmen vorzuweisen, das ist kein Alleinstellungsmerkmal von Spielberg. Und wenn ich mal David Lynch heranziehen darf: der hat bis auf DUNE noch gar keinen schwachen Film gemacht. ;)

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Und wenn ich mal David Lynch heranziehen darf: der hat bis auf DUNE noch gar keinen schwachen Film gemacht. ;)

Ansichtssache und auf der anderen Seite ist sein Output viel geringer.;)

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Zumal Spielberg und Lynch nicht gerade die gleiche Art Regisseur sind... ;) Einer hat das Blockbusterkino mitbegründet, der andere ist eher in der Nische daheim...

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Ein typisches Board-Statement, klingt schlau, bis man nachdenkt. Beispiele gefällig? Ridley Scott (THE DUELLISTS, ALIEN, BLADE RUNNER, THELMA & LOUISE, GLADIATOR, BLACK HAWK DOWN), Martin Scorsese (MEAN STREETS, TAXI DRIVER, KING OF COMEDY, AFTER HOURS, LAST TEMPTATION OF CHRIST, GOODFELLAS), David Cronenberg (SCANNERS, VIDEODROME, NAKED LUNCH, DEAD RINGERS, HISTORY OF VIOLENCE), soll ich weitermachen???

Na supa! Gladiator ja genau ! Es gibt einige lebende Regisseure die großartige Filme gemacht haben dazu zähle ich bestimmte einen Scorsese, Cronenberg, Lynch, Polanski oder DePalma (mit abstrichen) - Scott da haben wir schon diskutiert.

Also wenn man nicht nur ein bisschen nachdenkt sondern auch mein Post liest dann wird man bemerken das ich gesagt habe das es nicht so viele gibt. Spielberg gehört zu der Riege, da er wirklich einer wenn nicht der Mirbegründer des Blockbusterkino war - Jaws war zumindest der erste "echte".

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