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vor 3 Stunden schrieb Sebastian Schwittay:

Danke! Weißt du, an welchen Stellen im Film die Bernstein-Stücke zu hören sind? Steht sicher auch im Intrada-Booklet, aber meine Sammlung steht im Haus meiner Eltern...

Laut Intrada-Booklet ist es Track 14 "Hotel Escape" und dann noch: "The second one appears after Natty and the wolf flee from the driver who tries to assault her."

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Am 17.10.2018 um 21:57 schrieb Sebastian Schwittay:

Frage an die Horner-Kenner: hört man dieses Motiv, im "Main Title" ab 5:26, hier tatsächlich zum ersten Mal, oder gibt es das sogar noch früher bei ihm?

WOLFEN müsste der Ursprung sein.

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THE JUDGE

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Wenn meine Tränen beschließen, dass sie, während ich einen Film schaue, gerne zum Einsatz kommen wollen, dann wird mir meist sehr nachhaltig bewusst, dass ich gerade einen wirklich besonderen Film mir anschaue. Genau das war gerade der Fall.
"Der Richter", wie der Film hier in Deutschland heißt, ist eine ganz wunderbar erzählte Geschichte um einen Vater und einem Sohn. Klar ist das alles nicht neu, aber darum geht es hier nicht. Es geht darum, wie sie erzählt wird.
Sehr gute inszenierte emotionale Szenen wechseln sich mit anderen ab, die sehr locker dargestellt sind, und einem sogar das eine oder andere Mal ein ehrlich gemeintes Schmunzeln auf das Gesicht zaubern. Dazu wird hier auch das Familiendrama sehr gut mit dem Geschehen im Gericht vermischt. Es fügt sich alles wirklich zu einer ganz tollen Geschichte zusammen, welche trotz einer Länge von ca. 140 Minuten zu keiner Sekunde langweilt. .

Einen Großteil des Lobes für den Films muss man auch den Darsteller zugestehen. Robert Downey Jr. spielt hier einer seiner besten Rollen überhaupt, meiner Meinung nach, und der große Robert Duvall zeigt auch eine grandiose Darstellung. Aber auch der Nebencast wie Vincent D'Onofrio, Jeremy Strong, Billy Bob Thornton und Vera Farmigo spielen ganz wunderbar. Selbst Emma Tremblay, welche die Tochter von Downey Jr. in dem Film darstellte, spielte eindrucksvoll.
Dann gibt es noch den Score von Thomas Newman. Der Komponist ist für mich einer der Größten überhaupt. Ähnlich wie James Horner schafft er es immer die richtige Musik für einen Film zu komponieren. Wenn man die Musik von Newman im Film hört, dann fügt sich das alles zusammen, als ob er jedesmal die Aufgabe hat, diese ganzen Elemente in einem Film zusammenzuführen. Ja, das schafft er auch hier auf wirklich eindrucksvolle Art und Weise. Dafür hat er wohl einen der schönsten Scores der letzten Jahre geschrieben, und das nicht nur, wenn es um die Werke von ihm allein geht. Man kann sagen: 100% Thomas Newman. Wer die Musik von ihm liebt, der wird auch diese Musik lieben, welche leider bis heute nicht auf CD erschienen ist.
Ja, es war richtig, heute die DVD einzulegen, und mir zum ersten Mal diesen Film anzuschauen, welche schon ziemlich lange in meinem Besitz ist. Bisher hatte ich nur keine Muse, sie auch mal in den Player zu legen.. na ja bis heute, und ich hab keine Sekunde davon bereut.

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WONDER WHEEL - Woody Allen

Ich mag den späten Woody Allen sehr, seine Dramödien, MATCH POINT, BLUE JASMINE, IRRATIONAL MAN... Nun also WONDER WHEEL, die antike Tragödie auf Coney Island, die eigentlich nur durch die künstliche Kulisse und die lässige Musik zur Komödie gerinnt. Sonst ist hier gar nichts lustig, dafür genau beobachtet, aufgebaut und wunderbar geschrieben. WONDER WHEEL ist dem Theater näher als dem Kino, Tennesee Williams oder Eugene O'Neill sind direkte Nachbarn. Das ist vielen Kinogehern vielleicht zu sperrig, anders lassen sich die Schelte, die der Film einstecken musste, nicht erklären. Für mich flacht Woody Allen jedenfalls nicht ab, im Gegenteil. WONDER WHEEL ist ein Meisterwerk - unversöhnlich, zutiefst pessimistisch, aussen bunt, innen schwarz. Wie Allen seine Themen immer wieder aufs Neue verdichtet, das lohnt sich nach wie vor, finde ich. Ach ja, Kate Winslet und James Belushi - ein großartiges Paar!

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Am 19.10.2018 um 14:05 schrieb Stefan Schlegel:

Laut Intrada-Booklet ist es Track 14 "Hotel Escape" und dann noch: "The second one appears after Natty and the wolf flee from the driver who tries to assault her."

Danke!

Am 19.10.2018 um 17:22 schrieb Max Liebermann:

WOLFEN müsste der Ursprung sein.

Ja, an den dachte ich auch... wenngleich in WOLFEN ja auch noch Material aus THE HAND inkorporiert wurde, den ich leider gar nicht mehr im Ohr habe. 

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Am 20.10.2018 um 21:58 schrieb Max Liebermann:

WONDER WHEEL - Woody Allen

Der hat mir auch sehr gefallen. Woody Allen ist schon seit Jahren der einzige Regisseur dessen aktuelle Filme ich mir regelmäßig anschaue, und wenn´s eben geht, dann im Kino. Dort sitzt auch in der Regel ein angenehmes Publikum, das weiß, wie man sich im Kino benehmen sollte.

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vor 18 Stunden schrieb Angus Gunn:

Woody Allen ist schon seit Jahren der einzige Regisseur dessen aktuelle Filme ich mir regelmäßig anschaue...

Sonst nichts? Keinen Polanski, Anderson, Eastwood, Van Sant, Leigh, Almodóvar...? Die Beschränkung auf Allen wäre mir - als einzigen Vertreter des Gegenwartskinos - schon etwas zu trist. ;)

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vor 2 Stunden schrieb Sebastian Schwittay:

Sonst nichts? Keinen Polanski, Anderson, Eastwood, Van Sant, Leigh, Almodóvar...?

Höchstens sporadisch. Am Gegenwartskino zieht mich kaum noch etwas an.

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Am 25.10.2018 um 14:07 schrieb Angus Gunn:

Höchstens sporadisch. Am Gegenwartskino zieht mich kaum noch etwas an.

Kann ich zum Teil verstehen. Aber hier und da gibt es immer noch sehr gute Filme, genuine Stimmen, die auch was zu sagen haben. Ich freue mich z. B. auf jeden neuen Film von Kelly Reichardt oder von P. T. Anderson oder Todd Solondz. Auch Woody Allen erfindet sich zum Teil ja neu, seine Filme werden abstrakter, von der Komödie bleibt nur die Fassade stehen. Scheint aber nur wenigen aufzufallen.

Eastwood ist mir zu konservativ, Almodóvar zu eitel, Polanski zu müde. Bräsig sind sie irgendwie alle. Ich weiß, das wird auch Woody Allen vorgeworfen, aber seine Geschichten sprechen mich noch immer an.

Oft hat die jüngere Generation das Problem, sich mit irgendwelchen Ideologien arrangieren zu müssen. Entweder der Ideologie des Marktes oder den Gender-Diversity-Migrations-Agenden, vor lauter Müssen-Wollen wird dann inhaltlich und ästhetisch Belangloses abgeliefert. Ich hoffe ja, das gibt sich mal wieder.
 

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Am 24.10.2018 um 11:54 schrieb Sebastian Schwittay:

Danke!

Ja, an den dachte ich auch... wenngleich in WOLFEN ja auch noch Material aus THE HAND inkorporiert wurde, den ich leider gar nicht mehr im Ohr habe. 

In den atmosphärischen Teilen wirkt THE HAND wie eine Vorstudie zu WOLFEN, ALIENS usw. (inklusive Echolot), aber die schlagwerkgetriebene Action ist noch nicht dabei.

Ansonsten hat WOLFEN ja auch einen Teil seiner Wurzeln in HUMANOIDS FROM THE DEEP, siehe Charles-Ives-Motiv.

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CONSPIRACY THEORY
 
Das ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme mit Mel Gibson, der hier meiner Meinung nach einer seiner besten Leistungen zeigt, und das obwohl der Jerry Fletcher-Charakter beleibe nicht einfach ist. Den ganzen Wahnsinn, Paranoia, Selbstzweifel bringt Gibson einfach perfekt rüber, und wirkt dabei so liebenswürdig. Das ist einfach großartig, aber auch Julia Roberts ist hier für mich in einer ihrer besten Rollen zu sehen, denn auch sie bringt ihren Charakter sehr glaubhaft rüber. Ansonsten.. obwohl ich den Film bestimmt schon 20 Mal oder mehr gesehen habe, fesselt mich an den Fernseher, und entlockt mir immer noch die eine oder andere Träne.
Ja, mein absoluter Lieblingsfilm von Regisseur Richard Donner, für den ich einfach nur "Geronimo" empfinde.

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MR. AND MRS. BRIDGE - James Ivory

Die frühen James-Ivory-Filme gehören für mich zum Langweiligsten, was das Kino zu bieten hat, ich kann mir nicht helfen. Zugleich bin ich ein glühender Fan von allem, was Ivory seit ROOM WITH A VIEW geschaffen hat. Er ist der Meister der epischen Kinoerzählung, und "episch" darf hier wörtlich genommen werden. Ivory und seine ständige Autorin Ruth Prawer Jhabvala ignorieren die gängigen Drehbuch-Schemata, um ihren Sittengemälden allen Raum geben zu können, den sie brauchen. Höhepunkt des Oeuvres ist sicherlich die Auferstehung der Viktorianischen Klassengesellschaft in HOWARD'S END, aber auch MR. AND MRS. BRIDGE kann sich sehen lassen. Hier erfahren eine Ehe und mit ihr die USA der 30er Jahre eine Vivisektion. Paul Newman und Joanne Woodward spielen das in die Jahre gekommene Paar, das sich eisern an die eigenen Haltungen und Illusionen klammert, während die Welt sich weiterdreht. Letztlich liegt darin auch das Zeitlose der Geschichte. Einmal heißt es sinngemäß: Das Leben vergeht und erschafft sich doch immer wieder in blühender Schönheit neu. Ganz großes Kino mit phantastischen Schauspielern und feinem Humor. Vor allem: Kino für Erwachsene.

Ach ja: Score wie immer vom Haus- und Hofkomponisten Richard Robbins, der ja auch nicht zu verachten ist.

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LIFE (Netflix)

LIFE ist eine koreanische dramaserie, in der es um die alltägliche arbeit und machtspiele in einem staatlichen krankenhaus geht, welches jedoch auch zu einem der größten konzerne des landes gehört. ausgangspunkt ist dabei der tod des direktors des krankenhauses sowie die einsetzung eines vorstandsmitglieds (managers) aus dem wirschaftsbereichs des konzerns, der vorher nichst mit medizin zu tun hatte. es geht um umstrukturierungen des krankenhauses, um die neubesetzung des direktoren postens und um ganz allgemeine alltägliche abläufe und herausforderungen in einem koreanischen krankenhaus. die figuren und ihre darsteller sind alle glaubhaft gespielt und ausgezeichnet ausgewählt, vorallem der manager ragt da heraus. die einblicke in die strukturen sowie gesellschaftlichen anforderungen in korea sind sehr interessant erzählt. hier werden reale gesellschaftliche probleme mit fiktiven handlungssträngen sehr gut vermischt und daraus eine sehr spannende dramaserie kreiert. die 16 folgen á ca. 60-70 min gehen vorbei wie im flug. wirklich tolle serie. 10/10 punkte

Operation RED SEA

Operation RED SEA ist ein chinesischer action-kriegsfilm im stile von Black Hawk Down und Lone Survivor. es geht um die rettung von chinesischen bürgern aus einem fiktiven arabischen staat sowie die vereitelung eines terroristischen anschlags. der einstieg des films ist etwas schwerfällig, da die vorstellung der vielen figuren doch etwas unübersichtlich ist. zu anfang sind die soldaten wirklich schwer zu unterscheiden und das merken der namen war zu mindest für mich auch nicht machbar. das legt sich zum glück im laufe des films etwas. zu anfang gibt es auch eine gehörige portion pathos, welches sich glücklicherweise nicht durch den ganzen film zieht, zumindest nicht in dem ausmaße.

was jedoch von anfang stimmt, ist die action. der film ist ein brett von actionfilm, welcher wirklich eindrucksvoll inszeniert ist. die chinesen fahren hier alles auf. das kriegsszenario ist wirklich intensiv dargestellt. blutige sauber choreographierte schießereien, zahlreiche explosionen mit entsprechenden auswirkungen auf die menschen, panzeraction, sniperaction und auch einige wenige nahkämpfe sorgen für sehr viel spannung. der film hat sich die FSK 18 redlich verdient. das ganze ist auch bierernst erzählt. meiner meinung nach zum glück, denn witze und dümme sprüche wären wirklich fehl am platz.

ebenso positiv zu erwähnen ist elliot leungs filmmusik, die ein gelungener mix aus orchester und elektronik ist. auf pathos wird in der musik zu 99% verzichtet, jedoch auch auf ein prägnantes hauptthema. leung verwendet eher hier und da mal kleinere motive, vorallem in den ruhigeren passagen. die action wird von rythmischer elektronik und militärischer orchesterinstrumnierung dominiert. die elektronik ist dabei durchaus abwechslungsreich gehalten, wenn auch durchgehend konventionell. die ruhigen passen sind emotional und eindringlich ohne kitschig rüberzukommen. ich war von dem score positiv überrascht.

wer auf brachiale top choreographierte kriegsaction steht und dem etwas pathos und propaganda nichts ausmachen, dürfte mit dem film seinen spaß haben. denn trotz der wenig originellen handlung sowie dünnen charakterzeichnung ist der film in der 2. hälfte sogar noch richtig spannend geraten. 08/10 punkte.

 

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Am 27.10.2018 um 17:37 schrieb Max Liebermann:

Eastwood ist mir zu konservativ

Was den emotionalen Impact anbelangt, jedoch einer der - und vielleicht auch einer der letzten - ganz Großen. Und eben auch keiner, der sich den von dir kritisierten Gender-Diversity-Migrations-Agenden verschrieben hat.

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vor 2 Stunden schrieb Sebastian Schwittay:

Was den emotionalen Impact anbelangt, jedoch einer der - und vielleicht auch einer der letzten - ganz Großen. Und eben auch keiner, der sich den von dir kritisierten Gender-Diversity-Migrations-Agenden verschrieben hat.

Das stimmt natürlich. Wobei der emotionale Impact von Filmen wie SULLY oder AMERICAN SNIPER komplett an mir vorbeigeht. Darüber hinaus sind mir viele seiner Arbeiten auch zu konventionell runtergekurbelt. Bei HEREAFTER hat sich sogar der Drehbuchautor Peter Morgan beschwert, dass sein Buch viel zu früh, ohne jede Überarbeitung, in Produktion ging. Mir persönlich ist das zu viel Fließband.

...sagt ein Woody-Allen-Fan, I know.

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THE SUGARLAND EXPRESS (Steven Spielberg, USA 1974)

Vor kurzem das erste Mal auf dem Karacho-Actionfilmfestival in Nürnberg gesehen. Spielbergs Kinodebüt ist auch gleich einer seiner besten Filme des Jahrzehnts. Die Flucht des Loser-Pärchens Clovis und Lou Jean (William Atherton & Goldie Hawn) vor der Polizei, quer durchs ländliche Texas, nutzt Spielberg zu einer teils komischen, teils aber auch furchtbar schmerzhaften Reflektion über das konservative Amerika. Die Protagonisten werden konfrontiert mit einem System der Missgunst gegenüber sozial Benachteiligten, mit sadistischen Polizisten, die sich nur Gedanken darüber machen, wie sie den Flüchtigen am effektivsten mit dem Scharfschützengewehr ins Rückenmark treffen, und gegen eine schießwütige Bürgerwehr, die der Polizei ungefragt zur Seite springt. Spielbergs ambivalenter Blick, der sein weiteres Schaffen ausnahmslos prägen wird, ist hier schon voll ausgeprägt: naive Verklärung und entsetzliches Trauma gehen Hand in Hand. In einer der abgründigsten Szenen hört der von den Protagonisten entführte Polizist eine über Funk übermittelte, hasserfüllte Nachricht von Lou Jeans Vater, die die gut gelaunte junge Frau nur knapp verpasst, weil sie auf der Toilette war: sie taugt nichts, so ihr Vater, und wenn ihm jemand ein Gewehr in die Hand drücken würde, würde er sie sofort erschießen. Der Polizist erzählt Lou Jean nichts von der Nachricht, er bittet sie sogar, den Polizeifunk abzuschalten - und auch als Zuschauer möchte man die Erniedrigung eigentlich nur überhören, und die beiden Protagonisten ihren Traum vom besseren Leben weiter träumen lassen.

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Gerade eben schrieb Max Liebermann:

Das stimmt natürlich. Wobei der emotionale Impact von Filmen wie SULLY oder AMERICAN SNIPER komplett an mir vorbeigeht.

Wow, echt? Bei SULLY hab ich geheult. War mein schönster Weihnachts-Kinobesuch der letzten Jahre.

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Gerade eben schrieb Sebastian Schwittay:

Wow, echt? Bei SULLY hab ich geheult. War mein schönster Weihnachts-Kinobesuch der letzten Jahre.

Hm. Vielleicht bin ich nicht Manns genug für solche Filme.

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THE COMMUTER

Ich mag ja Liam Neeson unglaublich gerne, und da war es nur eine Frage der Zeit, bis ich mir auch mal "The Commuter" genehmigen würde.
Die Story an sich ist nicht gerade originell, und man weiß in etwa was passieren wird, aber sie ist schön auf dem Punkt gebracht, und verliert sich dadurch nicht in unnötige Nebenhandlungen. Dazu hat sie auch ein gutes Tempo. Genau daraus bezieht sie auch die Spannung.
Lob bekommt der Film von mir auch für die kurze Einleitung.. sozusagen die Ablauf in der Früh für die Hauptfigur, welchen man immer wieder wiederholte, aber das zu verschiedenen Jahreszeiten, und mit kleinen Veränderungen in den Unterhaltungen zwischen der Familie. Das ergab sehr schnell auch einen guten Einblick in den Charakter. Dadurch fand ich schnell eine Bindung zu Michael, der Hauptfigur.
Gut, wenn man bestimmt danach suchte, würde man wohl zigfache Logiklöcher in der Story finden, aber ehrlich hab ich nicht danach gesucht. Ich habe einfach nur den Film genossen. Okay.. okay, nur einmal musste ich gegen Ende mal schmunzeln, als die Hauptfigur durch einen gewaltigen Ruck dem Tode entkam, aber fand ich nicht so schlimm, eher amüsant.
Die Darsteller gefielen mir in ihren Rollen, darunter besonders Liam Neeson, der den 60jährigen Ex-Cop für mich schon überzeugend darstellte.
Die gute Musik von Roque Baños kannte ich ja schon vor dem Film, denn hatte sie für die Cinema Musica besprochen, und vor ein paar Monaten war sie außerdem mal mein "Geheimtipp des Monats" in meiner Sendung war. Nun im Film fand ich sie sehr passend eingesetzt, nur bei den Actionszenen wirkte sie für mich zu leise. Da hätte man meiner Meinung nach mit ein klein wenig mehr Lautstärke bei der Musik noch etwas mehr Schwung für diese Szenen rausholen können. Wenigstens war das tolle Pianothema gut hörbar, und auch schön, dass der Film einen Abspann mit der Filmmusik bekam.
So, damit wäre auch dieser Film mit Neeson abgehakt, und bestimmt werde ich den irgendwann wieder mal anschauen, denn ich fand den schon sehr unterhaltsam.

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STUNTS (Mark L. Lester, USA 1977)

Eine Stuntman-Truppe fällt Mann für Mann einer Verschwörung zum Opfer - immer wieder werden Gerätschaften manipuliert, Sicherungsseile angeritzt, und andere tödliche Hinterlistigkeiten verübt. Der nicht besonders actionreiche Actionfilm vom PHANTOM KOMMANDO- und FEUERTEUFEL-Regisseur Mark L. Lester lässt sich sehr empathisch auf die schwierige Lebens- und Arbeitssituation der Stuntmen ein, und erzählt im Kern eher eine Meta-Geschichte über Hollywood und sein System der Hierarchie und Ausbeutung. Die etwas hemdsärmelig zusammengeschusterte Dramaturgie des Films hat mich anfangs gestört, je länger ich über den Film nachdenke, desto eher kann ich sie aber als Ausdruck der sympathisch-zupackenden "Let's Do It"-Mentalität der Protagonisten akzeptieren - Lester ist einfach voll drin im Mikrokosmos, den er porträtiert, und lässt ihn durch die äußere Form seines Films atmen. Schön auch der frühe Score von Michael Kamen (sein zweiter Spielfilm), der zwischen poppig-folkigen Arrangements auch einige schöne orchestrale Miniaturen zu Gehör bringt, die harmonisch bereits THE DEAD ZONE und HIGHLANDER vorausahnen lassen.

 

DISTURBING BEHAVIOR (David Nutter, USA 1998)

Ziemlich deprimierende Alptraumvision über Gehirnwäsche-induzierten Faschismus an einer High-School. Hat insgesamt mehr Profil und Kante als manch glatter Kevin-Williamson/Dimension-High-School-Horrorfilm aus der gleichen Zeit (THE FACULTY, TEACHING MRS. TINGLE, etc.).

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vor 1 Stunde schrieb Sebastian Schwittay:

DISTURBING BEHAVIOR (David Nutter, USA 1998)

Ziemlich deprimierende Alptraumvision über Gehirnwäsche-induzierten Faschismus an einer High-School. Hat insgesamt mehr Profil und Kante als manch glatter Kevin-Williamson/Dimension-High-School-Horrorfilm aus der gleichen Zeit (THE FACULTY, TEACHING MRS. TINGLE, etc.).

Regisseur David Nutter hat auch die ersten beiden Folgen von Chris Carters Serie MILLENNIUM inszeniert. Wohl auch deshalb durfte Mark Snow DISTURBING BEHAVIOR vertonen, denn so viele Ausflüge ins Kino hat Snow ja leider nicht gemacht.

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Der Snow-Score hatte seine Momente... allerdings frage ich mich bei seiner Musik immer, wo sich seine großen Vorbilder (Goldsmith, nicht sogar auch Goldenthal?) verstecken. Von der kunstmusikalischen Tradition, an die diese beiden Komponisten anschließen, höre ich bei Snow höchstens Spurenelemente, aber selbst dafür braucht man schon etwas Fantasie.

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vor 2 Stunden schrieb Sebastian Schwittay:

Der Snow-Score hatte seine Momente... allerdings frage ich mich bei seiner Musik immer, wo sich seine großen Vorbilder (Goldsmith, nicht sogar auch Goldenthal?) verstecken. Von der kunstmusikalischen Tradition, an die diese beiden Komponisten anschließen, höre ich bei Snow höchstens Spurenelemente, aber selbst dafür braucht man schon etwas Fantasie.

Die findet man wohl eher in seinen orchestralen Scores. Bei seinen elektronischen Scores geht es ihm tatsächlich mehr um das Erzeugen von Stimmungen und das Erschaffen neuer Klänge. Zumindest das hat er ja mit Goldsmith gemein. ;) Snow benutzt seit Mitte der 80er ein Synclavier. Mit diesem Instrument kann man nicht nur echte Instrumente aufnehmen und sampeln, sondern auch selbst neue Klänge erschaffen. Und das hat Snow ja recht eindrucksvoll bei seinen Akte-X-Musiken gemacht. Vor allem die ersten drei Staffeln der Serie sind musikalisch, auf Vorgabe von Chris Carter, der keine melodisch-symphonische Musik wollte, mehr ein Klangkosmos, den Snow da erschaffen hat, während er in den späteren Staffeln wesentlich melodischer und thematischer zu Werke ging. Und Klassik-Zitate gibt es in seiner Musik auch immer wieder, sowohl bei Akte X, als auch bei MillenniuM. Da hört man dann weitere Snow-Vorbilder wie Mahler, Händel oder auch Bach und Tschaikowski.

Goldenthal gehört wohl eher nicht zu seinen Vorbildern, kann mich zumindest nicht entsinnen, dass er den man erwähnt hat in dem Zusammenhang. Aber durch Goldsmiths PLANET OF THE APES kam Snow erst auf die Idee, Filmmusik zu machen. Und in einer netten Anekdote, die er damals beim Cinema-World-Interview erzählt hat, ging er darauf ein, dass er das Glück hatte, Bernard Herrmann bei den Aufnahmen zu TAXI DRIVER im Studio zu besuchen. Er konnte sich sogar kurz mit ihm unterhalten, wobei Herrmann ihm dann abgeraten hat, für's TV zu arbeiten. Das wäre "crap". ;)

Auf die Frage, warum er nicht mehr für's Kino gemacht hat, meinte er nur, dass er eben nicht das Glück hatte, da jemanden zu kennen, durch den er den Fuß in die Tür bekommen hätte. Aber er schwärmt immer wieder von seiner Zusammenarbeit mit Alain Resnais, dessen letzte vier Filme Snow ja vertont hat. Das wäre so mit die schönste Erfahrung in seiner Karriere gewesen und er fand es schade, dass die Zusammenarbeit nicht länger andauerte. 

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