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PFAD DER GEWALT (Originaltitel: THE QUICK AND THE DEAD)

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Seit ich die Sitcom "The Ranch" gesehen habe, ist meine Begeisterung für Sam Elliott wieder etwas gestiegen. Dann vor ein paar Wochen diesen alten TV-Film aus den 80er auf Prime entdeckt, der im Original genau wie der Sam Raimi-Film heißt. Dieser "Quick and the Dead" basiert auf einen Roman von einem gewissen Louis L'Amour basiert, dessen Name mir aber nichts sagt. Heute hatte ich die Lust, den mir mal anzuschauen.
Die Story des Films ist sehr einfach. Eine Familie kommt an einer fast verlassenen Siedlung vorbei, und erwecken da die Aufmerksamkeit von einer Ganovenbande, die dann auch sehr schnell zwei der Pferde von ihnen stiehlt. Dann taucht ein geheimnisvoller Fremde auf, welcher der Familie hilft. Der Vater kann die Pferde dank des Fremden wieder zurückholen, und beginnt daraufhin gleich die Flucht, denn die Ganoven sind nun hinter ihnen her. Während der Flucht ist der Fremde immer bei der Familie, und macht auch keinen Hehl daraus, dass er die Frau sehr schön findet, und auch die Frau scheint nicht ganz abgeneigt zu sein. Dazu erfahren sie, warum der Fremde wirklich in ihrer Nähe bleibt, denn mit einem der Ganoven, ein Halbblut, hat er noch eine Rechnung offen.
Mich erwartete ein klassischer Western, in dem Sam Elliott mich ein ganz kleines wenig an John Wayne erinnert. Charmant und voller Güte, aber auch sehr direkt, wenn ihm was gefällt. Die Rolle passt wirklich gut ihm, und er spielte sie auch sehr gut. Die anderen Schauspieler waren auch recht gut, besonders sah ich endlich auch mal Kate Capshaw in einer anderen Rolle als in der aus Indiana Jones, in dem sie ja die kreischende Sirene neben Indy war.
Die Inszenierung hat nun kein hohes Tempo, aber ehrlich.. gerade dadurch aber entwickelt sich der Charme des Films. Dazu habe ich auch sehr schnell eine gewisse Bindung zu dem Charakter Sam Elliott gefunden. Die restlichen Charaktere fand ich aber auch solide bis gut.
Was mir auch gefiel war der Score von Steve Dorff, der wohl bisher unveröffentlicht ist. Sie ist wirklich gut geworden, obwohl auch sie, wie auch der Film, eher ein gemächliches Tempo hat. Dazu hat sie ein schönes Thema und ist auch schön orchestral. Okay, ganz selten hört man mal einen kurzen Synthie-Effekt, aber die Stellen sind extrem selten.
Ja, man merkt, dass in dem Film viel Liebe steckt, und wirklich noch ein Western der ganz alten Schule ist, in dem es um mehr geht als um Schießereien. Gefiel mir wirklich gut.

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ROCKY

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Heute wundert es mich noch mehr als damals, dass Stallone nicht hier für den Oscar als bester Schauspieler bekommen hat.
Es ist wirklich toll, wie er diesen Charakter spielt, der beweist, dass es auch ausreicht, einfach nur das Herz am richtigen Fleck zu haben. Auch zeigt der Film, was für ein toller Autor Stallone ist, denn ehrlich... jeder Charakter ist sehr gut ausgearbeitet, und neben Rocky sieht man das vor allem an Adrian. Sie ist anfangs die Schüchterne, aber traut sich immer mehr, bis sie in einer Szene ihrem Bruder ins Gesicht schreit, dass sie eben keine Verliererin ist, wie er sie immer hinstellt. Wohl auch wegen Rocky, der ihr zeigt, dass sie eben keine schwache Person ist. Es braucht wohl öfters so Menschen, die einem zeigen, dass du ein wertvoller Mensch bist, wenn man es nicht selbst entdeckt.
Einer meiner Lieblingsszene ist übrigens die Szene, als Mickey bei Rocky auftaucht, und ihn überreden will, dass Rocky ihn als Manager einstellt. Wie er es so indirekt versucht, aber dann doch direkt fragt, und man dann sieht, wie hart es ihn getroffen hat, als Rocky nein zu ihm sagt.  Als dann Mickey niedergeschlagen geht, und Rocky ihm all die Sachen hinterherschreit und dann am Ende ihm hinterherläuft, und ihn doch an seiner Seite holt. Das ist wirklich großartig von beiden Schauspielern gespielt.
Hmm.. aber nun genug geschrieben. Zu Recht ein Meisterwerk! :)

 

ROCKY II

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Wunderbare Fortsetzung, welche nicht ganz unrealistisch zeigt, dass nach einem großen Kampf auch oft der große Fall kommt. Ansonsten passt alles wieder.. Inszenierung, welche dieses Mal mehr auf den Punkt ist, da man die Charaktere schon eingeführt hat und nur Apollo etwas mehr Tiefe gegeben hat. Den Endkampf empfand ich sogar besser in Szene gesetzt als im ersten Teil. Diese kurzen Zeitlupen-Momente waren toll getimt.
Dazu musste ich ziemlich grinsen, als Mickey und Rocky sich so kurz vor dem Einlauf in die Arena mal kurz über die Robe unterhalten haben, dass sie nun besser aussieht als die vom ersten Kampf. Auch als sie dann in der Ecke des Rings standen, und sich darüber recht locker unterhalten haben, dass wohl Apollo recht wütend sei. Klasse Chemie zwischen den beiden. Ja, natürlich waren auch alle Schauspieler wieder großartig und die Filmmusik empfand ich etwas besser als im ersten Teil, besonders dank der ruhigen Stücke.

Kleinen Kritikpunkt gab es zur Synchro. Jürgen Prochnow, der damals Stallone gesprochen hat, wirkte für mich dieses Mal teilweise seltsam gelangweilt. Besonders merkte man das an der Szene, als er Adrian am Krankenbett. Das wirkte so unglaubhaft gesprochen von ihm. Übrigens mir ist nie aufgefallen, dass er eine ähnliche Klangfarbe hat wie Thomas Danneberg, der nach Rocky II die Stammstimme von Stallone wurde. Musste da ein paar Mal darüber kurz rätseln, ob da nicht wirklich Danneberg gesprochen hat, aber ein Blick auf die deutsche Synchronkartei ergab, dass es immer Prochnow war, und dass Danneberg da nie nachsynchronisiert hatte. Aber durch dieses gelangweilte von Prochnow ist es vielleicht gut, dass das sein letzter Auftritt als Stimme von Rocky war.
Zum Abschluss muss ich sagen, dass ich persönlich den zweiten Teil auf eine Stufe mit dem ersten Film stellen würde. Einfach nur großartig.

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vor 31 Minuten schrieb horner1980:

Kleinen Kritikpunkt gab es zur Synchro. Jürgen Prochnow, der damals Stallone gesprochen hat, wirkte für mich dieses Mal teilweise seltsam gelangweilt. Besonders merkte man das an der Szene, als er Adrian am Krankenbett. Das wirkte so unglaubhaft gesprochen von ihm. Übrigens mir ist nie aufgefallen, dass er eine ähnliche Klangfarbe hat wie Thomas Danneberg, der nach Rocky II die Stammstimme von Stallone wurde. Musste da ein paar Mal darüber kurz rätseln, ob da nicht wirklich Danneberg gesprochen hat, aber ein Blick auf die deutsche Synchronkartei ergab, dass es immer Prochnow war, und dass Danneberg da nie nachsynchronisiert hatte. Aber durch dieses gelangweilte von Prochnow ist es vielleicht gut, dass das sein letzter Auftritt als Stimme von Rocky war.

ich hatte den film mal versucht auf blu-ray zu sehen. die synchro war eine katastrophe. langweilig gesprochen und die tonhöhe war da glaub ich auch noch falsch (zu tief). es war ein grauen und hat den film unansehbar gemacht. hatte nach 10 minuten oder so ausgemacht. auf original hatte ich keine lust und hab den film deshalb auch nicht mehr gesehen.

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Auf der DVD war der Ton in Ordnung, und es wirkte auch nicht falsch mit der Tonhöhe, und ich empfand nur Prochnow langweilig gesprochen. Alle anderen waren ähnlich klasse wie im ersten Teil. Aber ich habe gehört, das die BluRay in dem Fall nicht die beste Veröffentlichung der Filme ist, aber da ich eh nu einen DVD Player habe, hat mich das bisher nicht weiter interessiert.

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vor 8 Stunden schrieb Lars Potreck:

ich hatte den film mal versucht auf blu-ray zu sehen. die synchro war eine katastrophe. langweilig gesprochen und die tonhöhe war da glaub ich auch noch falsch (zu tief). es war ein grauen und hat den film unansehbar gemacht. hatte nach 10 minuten oder so ausgemacht. auf original hatte ich keine lust und hab den film deshalb auch nicht mehr gesehen.

Wo ist denn da das Problem, in so einem Fall im Original zu schauen? Blurays haben doch schöne, dezente Untertitel (falls benötigt), und keine fetten Pixelschriften wie bei DVDs...

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vor 16 Minuten schrieb Sebastian Schwittay:

Wo ist denn da das Problem, in so einem Fall im Original zu schauen? Blurays haben doch schöne, dezente Untertitel (falls benötigt), und keine fetten Pixelschriften wie bei DVDs...

es gab kein problem. der erste teil war ok, aber da ich boxfilmen nicht viel abgewinnen kann, war das bedürfnis den nachfolger zu schauen jetzt auch nicht so groß, schon gar nicht auf englisch. ich hatte schlicht keine lust.

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Gestern und heute war bei mir Batman-Zeit.


BATMAN FOREVER

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Herrlich unterhaltsame Comicverfilmung, welche in fast allen Bereichen überzeugt, denn als einzigen Minuspunkt würde ich Val Kilmer sehen, der sehr lustlos und ohne Ausstrahlung Bruce Wayne/Batman spielt. Ja, für mich eine klare Fehlbesetzung. Aber sonst gefällt mir immer noch alles an dem Film, selbst die Musik, obwohl die teilweise schon arg schräg daherkommt. Dafür hat sie aber ein wirklich tolles Hauptthema, was mir vielleicht sogar mehr gefällt als das von Danny Elfman zu den ersten zwei Filmen. Großes Lob geht hier auch an Tommy Lee Jones und Jim Carrey, welche einfach nur grandios in ihren Rollen aufgehen, auch wenn ich mal gelesen habe, dass diese Rolle nicht gerade die Lieblingsrolle von Jones war. Das merkte man ihm aber nicht an. Jap, toller Film.

BATMAN & ROBIN

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Was mir heute beim Schauen aufgefallen ist, dass er mich ab und zu an die Welt der klassischen Batman-Serie erinnert. Okay, außerdem ist mir wieder bewusst geworden, wie toll ich Alicia Silverstone in jeder ihrer Rollen finde. Ich mag sie einfach, und ja, ich war damals ein wenig in sie verknallt.
Was mir aber heute irgendwie besonders gefallen hat, war die Nebengeschichte um Alfred. Ich mag den Darsteller in dieser Rolle sehr gerne, und er ist auch neben Gordon die einzige Konstante in den vier Batman-Filmen. Er ist das Vertraute in den Filmen, zu dem man sehr gerne immer wieder zurückkehrt.
Die Szenen haben mich aber schon berührt, und war sehr angetan, wie Michael Gough das gespielt hat. Ich wäre am liebsten in den Fernseher gesprungen, und hätte an seinem Krankenbett gestanden, und seine Hand gehalten. Ja, er ist mein absoluter Lieblingsalfred.
Ach ja, und ich bin sehr froh, dass Val Kilmer nicht mehr dabei war. Zwar vollbringt Clooney hier auch keine wirkliche Großtat an Schauspielkunst, denn teilweise wirkt er in seiner Mimik in dieser Rolle etwas begrenzt, aber er ist wenigstens nicht so farblos, wie es Kilmer war.
Sehr gut fand ich Schwarzenegger als "Mr Freeze", während Uma Thurman als Poison Ivy mich nicht wirklich überzeugte. Okay, muss sie auch nicht, denn somit war die Bühne frei für Arnie, der mit coolen Sprüchen öfters den anderen die Show gestohlen hat.
Ja, der Film fühlte sich viel leichter an, und das tat ihm auch gut. Denke das ist auch einer der Gründe, warum ich mich an die alte Batman-Serie dabei erinnert habe. Teilweise hätte ich sogar das typische "Zack", Boing" bei den Kämpfen erwartet, und die typischen musikalischen Momente aus der Serie, wenn da ein Schlag gesessen hat.
Grandios fand ich natürlich auch wieder die Ausstattung, wie in jedem der vier Batman-Filme. Da steckte sehr viel gute Arbeit dahinter. Großartig war natürlich auch die Musik von Goldenthal, der auch ruhigere einfachere Momente dieses Mal für die Musik vorgefunden hat. Natürlich spreche ich hier auf die Musik für die Alfred- und Barbara-Szenen an, bzw sagen wir doch gleich den Familienszenen. Das ergab einen schönen Kontrast zu den epochalen musikalischen Szenen.
So, damit hab ich nun auch mal den Batman-Film gesehen, welcher den Ruf hat, der schlechteste Batman-Film aller Zeiten zu sein. Aber das soll mich ja nicht kümmern, was ein Film für ein Ruf hat. Solange er mir gefällt, ist alles gut.
  ;)

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vor einer Stunde schrieb horner1980:

Gestern und heute war bei mir Batman-Zeit.


BATMAN FOREVER

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Herrlich unterhaltsame Comicverfilmung, welche in fast allen Bereichen überzeugt, denn als einzigen Minuspunkt würde ich Val Kilmer sehen, der sehr lustlos und ohne Ausstrahlung Bruce Wayne/Batman spielt. Ja, für mich eine klare Fehlbesetzung. Aber sonst gefällt mir immer noch alles an dem Film, selbst die Musik, obwohl die teilweise schon arg schräg daherkommt. Dafür hat sie aber ein wirklich tolles Hauptthema, was mir vielleicht sogar mehr gefällt als das von Danny Elfman zu den ersten zwei Filmen. Großes Lob geht hier auch an Tommy Lee Jones und Jim Carrey, welche einfach nur grandios in ihren Rollen aufgehen, auch wenn ich mal gelesen habe, dass diese Rolle nicht gerade die Lieblingsrolle von Jones war. Das merkte man ihm aber nicht an.

Es lag weniger an der Rolle. Tommy Lee Jones konnte Jim Carrey einfach nicht ausstehen. Er fand seine ständige Rumhampelei furchtbar und konnte auch mit ihm als Menschen nichts anfangen. Tommy ist sogar zu Jim gegangen und hat ihm gesagt "I hate you". ;)

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vor 10 Minuten schrieb Alexander Grodzinski:

Es lag weniger an der Rolle. Tommy Lee Jones konnte Jim Carrey einfach nicht ausstehen. Er fand seine ständige Rumhampelei furchtbar und konnte auch mit ihm als Menschen nichts anfangen. Tommy ist sogar zu Jim gegangen und hat ihm gesagt "I hate you". ;)

Ah danke für die Erklärung.. Auf der Leinwand sah man davon aber nichts. Fand die agierten herrlich zusammen. Sind halt Profis :D

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LOVELESS - Andrei Swjaginzew

Seit LEVIATHAN ist Swjaginzew für mich einer der wichtigsten Filmemacher der Gegenwart. Die Filme, die ich von ihm kenne, sind kraftvolle, zutiefst tragische Panoramen der russischen Gesellschaft. Ließ sich LEVIATHAN noch als bildgewaltige Abrechnung mit Putins autokratischem System lesen, wirkt die Moskauer Gesellschaft in LOVELESS wie soziale Avantgarde, die den Westeuropäern um höchstens einen Schritt voraus ist.

Je weniger man vom Inhalt weiß, desto besser. Nur so viel: Ein Kind verschwindet, die staatliche Exekutive hält sich raus, private Organisationen übernehmen (das Polizei-Pendant zur "Tafel" sozusagen). Drumherum ein Abriß der Gesellschaft: die Mittelklasse, gefangen in Bullshit Jobs, die Abgehängten, gefangen in der Provinz, Menschen, die auf Smartphones starren, und der Winter kommt.

Swjaginzew macht da weiter, wo Haneke aufgehört hat. Sein Blick ist scharf und zugleich um einiges unterhaltsamer. Wie Haneke braucht Swjaginzew kein Endzeitszenario, um eine Dystopie zu erzählen. Die Gegenwart reicht aus.

 

CITY BY THE SEA - Michael Caton Jones

Middle of the road. Die Geschichte weist zu keiner Zeit über sich hinaus, was das Ganze eigentlich zum TV-Film macht, wären da nicht Robert DeNiro, James Franco und die aufwändige (aber konventionelle) Kameraarbeit.

 

LE PROFESSIONNEL - Georges Lautner

Belmondo-Klassiker, endlich mal gesehen. Überraschend gut gebautes Drehbuch, aber auch überraschend rassistisch & frauenfeindlich. Aber ok, Männerkino aus den 80ern, passt schon. Auf jeden Fall unterhaltsam und guter Morricone-Score.

 

THE SQUARE - Ruben Östlund

Satire, die einige große Fragen der Zeit anschneidet, ihr Ziel auch gut trifft, aber viel zu zahm und teilweise zerfasert ist. Hübsch beim Zuschauen, verblasst schnell.

 

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Pride + Prejudice + Zombies

Ich gehöre ja zu denen, die nicht gerade in die Luft springen, wenn es heißt.. es kommt ein neuer Zombiefilm. "The Walking Dead" hat sich schon sehr lange für mich totgelaufen und auch sonst finde ich dieses Genre mittlerweile so gut wie tot. Okay, ich hatte noch nie großes Interesse an den Filmen, aber manches wie "Zombieland" und auch "World War Z" gefiel mir dann schon.
Bei dem Film hier wurde ich hellhörig, weil Matt Smith alias "Der Doctor" mitspielte, und natürlich aufgrund der Grundidee. Eine der Liebesgeschichten überhaupt, und ich mag Liebesgeschichten mit diesem Genre zu vermischen. Ich bin ehrlich überrascht, wie gut das funktionierte. Der spannende, fast aussichtslose Kampf gegen die Zombies war zwar immer präsent, aber die Story um Liz und Mr Darcy war immer irgendwie im Vordergrund. Auch fand ich es sehr leicht, mit den Hauptdarstellern mitzufiebern. Der Spannung machte es auch nichts aus, dass manche Sachen arg vorausschaubar waren. Dazu war eine feine und leicht humorvolle Leichtigkeit im Film zu spüren. Wirklich ein großes Wunder, dass das alles so schön miteinander harmonisch wirkte.
Dem Film tat auch gut, dass sie nun nicht daraus aus waren, irgendwelche ekligen Zombiekills zu zeigen. Öfters geschah dies nämlich nicht im Sichtfeld der Kamera, und wenn man doch was zeigte, war das meistens eher schnell in der Bewegung passiert. Meiner Meinung nach hätten hier so Zombiekills, wie man sie aus "The Walking Dead" kennt, auch nicht gepasst. Das hätte viel für mich kaputt gemacht.
Zu den Darstellern kann man nicht viel sagen, außer dass sie durch die Bank sehr gut agierten. Ich kaufte ihnen die Rollen ab, die sie spielten. Ach ja, und Matt Smith hatte hier nur eine Nebenrolle, in welcher man ab und zu merkte, dass er mal der 11. Doctor war. Er spielte nämlich einen leicht trotteligen Charakter, in dem er auch ein wenig vom Verhalten des Doctors reinfließen lies, wenn auch nur die komödiantischen Momente. ;)
Die Musik von Fernando Velazquez war auch gelungen. Schön, wie er mit seinem orchestralen Score musikalisch die beiden Genres (Romantik und Actionhorror) miteinander verbunden hat.
Ja, das war wirklich ein sehr unterhaltsamer Genre-Mix.. und ich wünsche mir hier sogar auf eine Fortsetzung und anscheinend hat der Regisseur Burr Steers auch schon Ideen für einen weiteren Teil. Nun bleibt die Hoffnung, dass diese auch kommen wird.

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und die nächsten Rocky-Filme.. ich guck die gerade als Vorbereitung auf Creed 2, welcher Ende Januar bei uns im Kino anlaufen wird.

ROCKY 3

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Auch im dritten Teil schafft es die Rocky-Reihe, weiterhin gut zu bleiben, obwohl man zugeben muss, dass der Teil schon etwas schwächer war als die vorherigen Teile. Die Story um einen Boxer, der auch dank der Fehlentscheidungen von seinem Trainer die Ernsthaftigkeit am Sport und damit seinen Biss verloren hat, ist unterhaltsam inszeniert worden. Sehr starker Höhepunkt war der Dialog zwischen Adrian und Rocky am Strand, in dem beide Schauspieler glänzen konnten, ganz besonders Talia Shire.
Die Musik von Bill Conti war fast nur eher "Auto Pilot", außer einmal bei dem Tod von Mickey hat er meiner Meinung nach eins seiner schönsten Stücke von ihm zur Rocky-Reihe geschrieben. Ach ja, und endlich ist Thomas Danneberg die Stimme von Rocky, der weitaus mehr Emotionen reinbrachte als im zweiten Teil Jürgen Prochnow. Ja, hat wieder Spaß gemacht, den anzuschauen.

ROCKY 4

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Ja, Teil 4 ist schon spürbar schwächer als Teil 3, aber trotzdem finde ich ihn immer noch sehr unterhaltsam. Großes Lob geht hier an die guten Darsteller, allen voran wieder mal Stallone, Talia Shire und Burt Young. Sie machen hier einiges gut. Was ich auch gelungen fand, war die Musik von Vince DiCarlo. Obwohl hier ein anderer Komponist mit seinem Stil am Werk war, weil sich Stallone und Bill Conti vorher zerstritten hatten, spürt man immer den Rocky-Flair in der Musik. Das alles macht aus dem Film dann doch schlussendlich einen guten Film. Nun bin ich auf Rocky 5 gespannt, den ich immer als schlechtesten Film der Reihe in Erinnerung hatte, aber der mir doch gefallen hat. Mal schauen, wann ich diese Erinnerung wieder auffrischen kann.

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PETE'S DRAGON

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Ehrlich gesagt.. hätte ich es nicht mehr für möglich gehalten, dass Disney mal wieder einen so zu Herzen gehenden Familienfilm rausbringt, und das für ein Remake. Zuerst wiederholt man nicht einfach die Story aus dem Original, sondern übernimmt nur Elemente, und baut daraus einen ganz neuen Film. So zum Beispiel gibt es keine Musicalmomente, obwohl die guten Songs, und vor allem dieser so wunderschöne Score von Daniel Hart, eine durchaus präsente Rolle spielen. Überhaupt kann man sagen, dass ich hier den schönsten Disney-Score der letzten Jahre gehört habe.
Großes Lob geht auch an Oakes Fegley, der den Jungen Pete spielt. Beeindruckende Leistung mit so jungen Jahren. Ins Herzen geschlossen habe ich aber auch Bryce Dallas Howard und natürlich die Schauspiellegende Robert Redford.
Was ich auch ganz wunderbar fand.. klar der Drache wurde via CGI zum Leben erweckt, aber ehrlich waren hier zu keiner Sekunde die Effekte im Vordergrund, so nach dem Motto "Schaut mal, was wir können". Man spürte in jeder Szene, dass es hier um die Geschichte geht, und die Charaktere, welche sie erleben. Der Film hat eine Seele, und diese hab ich von Anfang an gespürt.
Also wenn man einen Beweis suchen müsste, dass Remakes auch was Gutes hervorbringen können, dann würde ich diesen Film nennen. Ich hoffe sehr, dass dieser nicht nur eine Ausnahme aus dem Hause Disney war, denn ich will ruhig ein wenig öfters solche Filme erleben, bei denen ich am Ende mit verweinten Augen da sitze und einfach nur glücklich bin, dass ich gerade so einen Film erleben durfte.

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MUCH ADO ABOUT NOTHING

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Anfangs wirkte es doch etwas befremdlich, Szenen aus dem Hier und Jetzt zu sehen und die Charaktere sprechen Dialoge von Shakespeare, aber man gewöhnte sich überraschend schnell daran. Joss Whedon nahm an den Dialogen, soweit ich das beurteilen kann, keinerlei Veränderung vor, sondern versuchte einfach im visuellen Stil etwas unterzubringen, wie zum Beispiel die eine oder andere lustige Szene, welche dann auch schon mal eher im Hintergrund passierte oder andere visuellen Momente, wie zum Beispiel Claudio im Pool mit einer Schnorchelmaske.
Bei all dem suchte er nicht den gleichen Weg, den damals Baz Luhrmann mit seiner epochalen Version von Romeo and Juliet gewählt hatte, sondern er setzt hier tatsächlich auf "Weniger ist mehr". Alle Szenen spielten in einem einzigen Haus, welches übrigens sein privates Haus war. Auch die Idee, den Film in Schwarz-Weiß zu filmen, war die richtige Entscheidung, denn somit gab er dem Film eine wunderbare Eleganz. Er verlies sich also komplett auf das Skript und seine Darsteller.
Diese waren so gut wie alle bekannt aus früheren Joss Whedon-Produktionen, darunter Sean Maher, Nathan Fillion (Firefly), Tom Lenk (Buffy) und Clark Gregg (Avengers), der den leider verhinderten Anthony Head (Giles aus "Buffy") ersetzte. Ja, sie alle meisterten durch die Bank ihre Rollen, und brachten sehr gekonnt diese Shakespeare-Dialoge vor.
In den Hautprollen sah man die großartigen Alexis Denisof und Amy Acker.. Hier muss ich einfach besonders Amy Acker hervorheben. Ich glaube, ich bin ewig dankbar, dass Joss Whedon sie entdeckte. Schon in ihren Minuten damals in der Serie "Angel" zeigte sie ihr so großartiges Schauspiel, was dann im Laufe der Serie noch um viele weitere Facetten bereichert wurde. Sie gehört zu den Schauspielern, bei denen ich nicht verstehe, dass sie keine große Karriere gemacht haben, denn meiner Meinung nach kann sie wahrhaftig jede Rolle meistern. Auch hier zeigt sie ihr Können zwischen den sehr humorvollen Szenen und den doch sehr ernsten, und bringt alle sehr glaubhaft rüber.

Die Musik von Joss Whedon, mit etwas Hilfe von Deborah Lurie, bestand, soweit ich das beurteilen kann, nur aus Streichern und Klavier, aber vertonte die Szenen passend. Auch die 2 Songs von ihm, welche neue Versionen der beiden Stücke aus dem Originaltheaterspiel von Shakespeare waren, fand ich sehr gelungen. Aber okay, das war ja für mich keine Überraschung, denn dass Joss Whedon musikalisch ebenfalls sehr begabt ist, zeigte er schon in der Musicalfolge von "Buffy".
Ja, nun habe ich den endlich auch gesehen, und auch der Film bestätigt meine Zuneigung für die Werke von Joss Whedon. Großartiger, und auch sehr lustiger Film, denn ich hab in letzter Zeit selten soviel gelacht bei einem Film wie bei diesem.

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WUNDER mit Julia Roberts, Jacob Tremblay, ...

Ein wunderschöner, emotionaler Film, der zeigt, dass man hinter einer Fassade blicken sollte um die wahre Schönheit zu entdecken. 

Sehr empfehlenswert!

9/10

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Gestern Gaspar Noe's neuen "Kracher" - Climax gesehen.

Wenn man sonst noch nichts von Noe gesehen hat (Enter The Void, Irreversible, Carne, Love) dann wird einen der Film hinsichtlich der langen Shots, ästhetischen Kreditgestaltung, dröhnenden Bangalter Beats und den wilden Kamerafahrten sicherlich in den Bann ziehen. 

Ich für meinen Teil habe mich bis zum Ende hin gespannt in den Kinositz gedrückt, mit dem Gedanken wann es doch endlich mit der Story losgeht, da war es auch schon vorbei.

Leider kommt dieser, als vermeintlicher Mindfuck vermarkteter Film, in keiner Weise an Vorgänger wie bereits genannte "Enter The Void" oder "Irreversible" ran.

 

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Kleine Ziege, sturer Bock

Story ist an sich nicht neu, und gab es in der Variante schon öfterst: Weil die Mutter ihrer Tochter erzählt, dass ihr Freund nun bei ihnen inkl. dessen zwei Söhne einziehen wird, wird diese trotzig und sagt ihr, dass sie endlich ihren Vater kennen lernen will. Dieser hat gar keine Ahnung, dass er ein 12jähriges Kind hat, und lebt sozusagen in einer anderen Welt als die beiden. Denn während die Mutter erfolgreich als Opernsängerin unterwegs ist, ist er jemand, der sich als Elvis Double über Wasser hält. Er erfährt aber genau zu dem Zeitpunkt von seiner Tochter, als er einen neuen Job bekommt, bei dem er eine Ziege nach Norwegen transportieren soll. So hat er also nicht nur eine Ziege an seiner Seite, sondern auch sein etwas zickiges Kind, von dessen Existenz er gar nichts wusste.
Wie gesagt.. wirklich neue Story ist das nicht, und klar, man weiß, wie die Geschichte endet,aber wenn diese so charmant erzählt wird, dann ist mir das persönlich mehr als nur egal. Hier stimmt einfach alles.. beginnend von den großartigen Schauspielern, allen voran natürlich Wotan Wilke Möhring als "Loser" mit dem Herz am richtigen Fleck und Sofia Bolotina als seine Tochter. Die Chemie zwischen den beiden ist einfach wunderbar. Diese Natürlichkeit, welche die beiden so ausstrahlen. Man könnte denken, die Rollen wurden nur für sie geschrieben. Klasse. Auch Julia Koschitz, welche ich schon aus dem Film "Hin und Weg" kenne, spielte ebenfalls ihre Rolle überzeugend. Übrigens "Hin und Weg" ist auch ein Film, den ich sehr gerne weiterempfehle. ;)
Natürlich auch gelungen ist die Filmmusik von Christoph Zirngibl, einer meiner liebsten deutschen Filmmusikkomponisten. In seinem so herrlichen Stil untermalt er die Szenen wirklich sehr passend, und gibt dem Film noch mehr von dieser Leichtigkeit und dem Charme, welche er eigentlich schon von Haus aus besitzt. Dazu hat er auch an so gut wie alle Songs mitgeschrieben, und war auch beim Arrangement der Elvis-Songs mit an Bord.
Ja, ein Road-Movie mit traumhaften Bildern, der unterhaltsam und auch gefühlvoll ist, und das ohne sich in irgendwelche Rührseligkeiten zu verlieren. Gefällt mir.

 

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Rocky V

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Auch nach dieser erneuten Sichtung muss ich immer noch sagen, dass ich den Teil mag. Irgendwie fühlt er sich auch wenig back to the Roots an, nachdem die anderen Teile davor immer recht großes Spektakel waren, geht dieser hier wieder den stilleren Weg. Warum das für mich funktioniert, liegt vor allem an Stallone. Man kauft ihm einfach diese Rolle 100% ab. Gut finde ich, dass sein Charakter wieder vermehrt die Züge annimmt wie aus den ersten Teilen. Teilweise wirkt er wieder wie der sympathische Verlierer aus genau diesen Teilen, und irgendwie auch verloren, nachdem man ihm das weggenommen hat, was ihn ausmacht. Einziges Manko ist die Musik.. hätte mir da weniger 90er Hip Hop Beats gewünscht bei manchen Szenen. Das funktionierte dann nur im Finale gut, als Bill Conti dann über diese Beats die Rocky-Fanfaren legte.
Ja, ein doch immer noch guter Teil, und irgendwie finde ich ihn sogar besser als Teil 3 und 4. Nun freue ich mich aber auf den nächsten Teil.

ROCKY BALBOA

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Ja, das ist mein absoluter Lieblings-Rocky-Teil. Ein Film, der weniger ein Box-Film ist, sondern ein Film über das Leben mit der einer Botschaft, welcher man gar nicht oft genug hören kann: Egal wie viele Schicksalsschläge du abbekommst, das Wichtigste ist immer, dass du wieder aufstehst.
Das Drehbuch ist meiner Meinung nach herausragend von Sylvester Stallone geschrieben, inkl. einiger großartigen Dialogen. Dazu auch noch die sehr gefühlvolle Musik von Bill Conti, der hier zwar nur bekanntes präsentiert, aber dieses sehr passend. Ja, ich bin Stallone sehr dankbar, der hier einer seiner besten schauspielerischen Leistungen zeigt, dass er seiner Figur doch noch ein würdiges, wenn auch "Gott sei Dank" nur vorläufiges Ende serviert.

 

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spider-man a new universe

der beste spider-man film.ein zum leben erwachtes comicheft das in allen punkten überzeugt und unfassbar stylisch ist.die musik passt im film hervorragend.unbedingt bis zum ende vom (megacoolen) abspann abwarten für zwerchfellmassage.in meiner top 3 der animationsfilme mit how to train your dragon und inside out.

10 von unendlich vielen spider-personen.

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Bei mir zuletzt im Player:

 

"ALPHA" (2018)
Filme über die sogenannte "Urzeit" oder "Steinzeit" - oder dem, was Hollywood-Autoren dafür halten - sind ein schwieriges Gebiet, wie bisherige Genre-Beiträge nahelegen: Bei zu viel Bemühen um Authentizität droht der Unterhaltungswert auf der Strecke zu bleiben ("Am Anfang war das Feuer"), bei zu viel Heldenepos verkommt der Film ggf. zur Conan-Karikatur (wie z.B. Roland Emmerichs 10.000 BC).
Für dieses Werk verschmolzen die Autoren das Genre mit dem des Tierfilms, um auf durchsichtige Weise mit ein wenig Disney-Kitsch die Herzen der Zuschauer zu gewinnen - was teilweise sogar gelingt - und verwandeln den Film in eine Art archetypische Fabel über die (spekulative) Entstehung der Freundschaft bzw. symbiotischen Beziehung zwischen Urzeit-Mensch und Wolf, aus dem in Laufe der Zivilisationsentwicklung der "beste Freund des Menschen", der domestizierte Hund, werden sollte.  
Die Handlung lässt sich schnell zusammenfassen: Ein Junge aus einem "Steinzeit-Stamm" - wobei während des ganzen Films unklar bleibt, ob es sich bei den Protagonisten eigentlich um Steinzeit-/Eiszeitmenschen, Indianer oder Eskimos handelt, denn es sind klar alle drei Elemente präsent - gespielt von Kodi Smit-McPhee (X-Men: Apocalypse), der seine Sache gut macht, aber vielleicht etwas zu grazil und zart für die Rolle gebaut ist, was der Film aber durchaus geschickt nutzt, um ihn als "Antihelden" aufzubauen, dem es schwer fällt, Tiere zu töten oder an der gemeinschaftlichen Jagd teilzunehmen, stürzt bei einer Treibjagd in eine Schlucht und wird für tot gehalten. Wird es ihm gelingen, zu seinem Stamm zurückzukehren?
Technisch machte der Film auf mich einen durchwachsenen Eindruck: Die CGI-animierten Tiere sehen teilweise entsetzlich unglaubwürdig aus, die CGI- und farbkorrigierten Landschaften sehen teilweise grossartig, teilweise fast surrealistisch aus, was aber beabsichtigt sein könnte, um den archetypischen Anspruch der Geschichte zu unterstreichen. Die Sequenzen zwischen dem Jungen und dem Wolf hingegen sind überaus gelungen, hier haben die Tiertrainer ganze Arbeit geleistet und auch die Balance zwischen gerade noch umschifftem Kitsch und herzerwärmenden Szenen weitgehend gehalten.
Fragen nach der "Realismus", Plausibilität und Glaubwürdigkeit sollte man hier aber nicht allzu oft stellen, der Film ist halt eine Fabel aus der Kategorie "Wie sich Hollywood-Autoren die Steinzeit vorstellen" und wenn man das akzeptieren kann, darf man ein durchaus herzerwärmendes, manchmal ein klein wenig kitschiges Tier-Urzeit-Abenteuer erleben. Für Weihnachten geeignet.
Meine Wertung: 7 von 10

"MOGLI" (2018)
Das "Dschungelbuch" (eigentlich eine Geschichten-Sammlung) des britischen Literatur-Nobelpreisträgers Rudyard Kipling gehört ja zweifellos zu den am häufigsten verfilmten Werken der Literaturgeschichte, vielleicht nur noch getoppt von Jules Vernes oder Alexandre Dumas, wobei ich nie verstanden habe, warum die animierte Kinderfilm Disney-Version eigentlich gemeinhin als die ultimativ gelungenste angesehen wird, denn mir ist nicht bekannt, dass Kipling sein Werk als Kinderbuch angelegt hätte.
Diese Version beschreitet jedenfalls einen völlig anderen Weg: düster, actiongeladen, telweise brutal, schockierend und dramatisch - für Kinder eindeutig weniger geeignet. Inszeniert von HdR-Gollum-Darsteller Andy Serkis, hält sich die Verfilmung dennoch an die bekannten Vorlagen, Figuren und  Plotelemente. Man merkt, dass Andy Serkis im Laufe seiner Karriere zum absoluten Experten für motion-capturing und deren Umsetzung in CGI geworden sein muss, denn gerade die Umsetzung der Emotionen in den Tierfiguren wirkt derartig glaubwürdig, teilweise so atemberaubend intensiv, dass man seinen Blick kaum abwenden kann. Wenn man an dem Film etwas kritisieren kann, dann die missratene Balance zwischen kindgerechten Inhalten und Brutalität. Es gibt "süsse" Figuren und Charaktere, die sich in ihrer Gestaltung eindeutig (auch) an ein jüngeres Publikum wenden, wozu aber die Dramatik und die Action in anderen Sequenzen nicht passen. Ein weiterer stilistischer Bruch vollzieht sich, wenn Mogli in das Menschendorf zurückkehrt. Die Verlangsamung und Änderungs des Tons passen nicht so recht zu dem Tempo, das der Film ansonsten hält und dem dramatischen Finale.
Das fällt bei einem erwachsenen Publikum viel weniger ins Gewicht, aber man sollte zur Kenntnis nehmen, dass es sich hier nicht unbedingt um einen Disney- "Familien"-Film handelt. In diesem Film werden auch Blut und Tod gezeigt.
(Ich habe leider die kommerziell erfolgreichere Verfilmung von 2016 von Jon Favreau mit der grossartigen Musik von John Debney noch nicht gesehen, aber das werde ich über Weihnachten noch nachholen - ich bin auf den Vergleich schon gespannt)
Auf eine so erwachsene Version dieses Stoffes habe ich jedenfalls schon lange gewartet und ich war insgesamt begeistert von dieser Verfilmung, daher gebe ich 8 von 10.  Für Weihnachten aber nur bedingt geeignet.

"FLORIDA ZÄHLT NACH" (2008)
...und nun noch zu etwas ganz anderem: eine auf wahren Gegebehnheiten basierende Polit-Posse mit Star-Besetzung aus der Prä-Trump-Ära, die auf äusserst unterhaltsame Weise dokumentiert, dass es mit der sogeannten Demokratie in den USA schon vor Trump nicht immer zu besten stand. Die Fakten sind bekannt: Die Präsidentschaftswahlen Bush. vs. Al Gore im Jahr 2000 gingen so knapp aus, dass mehrmalige Nachzählungen im Bundestaat Florida notwendig waren, um das Ergebnis zu ermitteln. Dabei offenbarten sich diverse skandalöse Verhältnisse, was das Prozedere zur Stimmabgabe angeht. Juristische Auseinandersetzungen folgten, bis Gore schliesslich aufgab und ein oberstes Gericht Bush zum Sieger erklärte.
Europäischen Zuschauern, die mit den politischen Verhältnissen in den USA nicht vertraut sind, kommen da aus dem Staunen und Kopfschütteln kaum noch heraus, wobei zur Überheblichkeit keine Veranlassung besteht, denn in unseren politischen Systemen gibt es sicher nicht weniger Defizite, nur sind diese anderer Art, bedingt durch andere historische Entwicklungen.
Stars wie Kevin Spacey, Tom Wilkinson, John Hurt, Denis Leary und vor allem Laura Dern überzeugen als authentische Figuren, nur ein wenig humoristisch überspitzt und ironisiert mit scharfzügigen Dialogen und Regisseur Jay Roach gelingt das Kunststück, trotz bekannten Ausgangs, was einen traditionellen Spannungsbogen ja weitgehend ausschliesst, den Zuschauer bei der Stange zu halten.
Meine Wertung: 8 von 10 - herrliche Polit-Posse über Amerika in der Vor-Trump-Ära. Für Weihnachten und in der Ära Trump erst recht geeignet.


Frohes Fest und guten Rutsch.
 

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Bei mir gab es heute diese beiden Filme.. einmal was eher unter dem Radar gelaufen ist, und einmal etwas, was Weihnachten als Thema hat. Dabei gerade jetzt bemerkt, dass beide Filme sogar eine Sache gemeinsam haben. Es sind beides Filme aus dem Jahr 2017. Zufälle gibt's... unglaublich :D

THE HERO

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Sam Elliott spielt hier einen alternden Schauspieler um die 70, der vor 40 Jahren mal einen großen Western namens "The Hero" gemacht hatte, der in Genrekreisen als einer der besten Western aller Zeiten gilt. Das war früher. Sein heutiges Leben beschränkt sich nur noch darauf, dass seine eindrucksvolle Stimme für Werbespots gebraucht wird. Dann erfährt er, dass er Krebs hat, und dabei merkt er aber, dass eigentlich zu müde ist, um dagegen zu kämpfen. Bei einer seiner Kiffer-Sessions bei einem alten Freund lernt er jedoch eine junge junge Frau kennen, welche ihm ein wenig mehr Frische bzw Leben einhaucht.
Das ist in etwa die Story dieses wirklich großartigen Films. Von Beginn an wird man dank Sam Elliott in den Film rein gezogen. Es fühlt sich so an, als ob er sich selbst spielt, denn es scheint so, als ob er Lee Hayden ist, dieser alternde Westernstar. Das merkt man in jeder Sekunde in dem Film. Nur dass Elliott immer noch gute Aufträge bekommt, wie eben diesen Film zum Beispiel. Aber hier zeigt er so gut wie in jeder Szene, warum er so ein guter Schauspieler ist. Hier darf er wieder seinen Charme versprühen, den man als Zuschauer nicht so schnell entkommen kann. Neben ihm, als die junge Frau sieht man Laura Prepon, und sie passt sich sehr gut seinem hohen Level an, denn sie besteht sehr gut neben Sam Elliott.
Der Film selbst hat ein sehr gemächliches Tempo, aber das passt, wie ich finde, sehr gut zur Geschichte. Der Film lässt sich Zeit, und das tut ihm gut. Das genügte mir, denn bei mir gab es diese Bindung gleich von Beginn an, so dass ich wissen wollte, was die Hauptfigur erlebt. Was ich auch gut fand, dass die Kamera konsequent bei der Hauptfigur blieb. Hier gibt es keine Nebenstorys.. es geht allein um Lee Hayden. Klar gibt es ein Klischee-Element in der Story, denn natürlich muss die Hauptfigur Probleme mit seiner Tochter haben, welche nicht mehr so recht was wissen will von ihrem Vater. Das wird zwar, wie auch die restlichen Momente des Films, schon mit einem nötigen Gefühl gezeigt, aber das geht zu keiner Sekunde ins Kitsch rüber. Der Film umschifft diese Momente sehr gut.
Die Musik von Keegan DeWitt besteht nur aus leichten Synthiesphären, und vereinzelte Instrumente wie Klavier und ich glaube ein paar Streicher. Das Ergebnis ist eine sehr ruhige, fast schon hypnotisierende Musik, welche zum richtigen Zeitpunkt mit dem Klavier für den emotionalen Punkt in der Musik sorgt. Im Film gefiel sie mir.. hatte was chilliges an sich die Musik.
Ja, ein wirklich sehr schöner Film mit einem grandiosen Sam Elliott und einer ebenso tollen Laura Prepon.

 

HEXE LILLI RETTET WEIHNACHTEN

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Was für ein schöner Familienfilm, wie es sich zu Weihnachten auch gehört. Herz, Humor, der bis auf einer Stelle nicht albern ist, und natürlich ganz viel Abenteuer und Fantasie... hier hat man alles drin. Bei den Darstellern überzeugen ganz besonders Hedda Erlebach (Hexe Lilli) und (Aleyna Hila Obid). Die Veteranen Jürgen Vogel und Anja Kling sind natürlich auch gut. ;)
Bei der Musik bin ich ehrlich gesagt sehr froh, dass ich den Score von Anne-Kathrin Dern schon vorher kannte, denn sonst hätte ich mich gar nicht auf den Film konzentrieren können. Der Grund ist ganz einfach: Anne-Kathrin komponierte hier einen wundervoll gefühlvollen orchestralen Score mit dem Herz auf dem richtigen Fleck. Ganz bestimmt einer der besten Weihnachtsscores der letzten Jahre.
Ja, ein wunderbarer Film für die ganze Familie.

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Nicht weihnachtlich, aber dafür mit viel Schnee:  YUKON (1981)

Trapper wird von Sergeant durch die kanadische Bergwelt gehetzt. Starker Abenteuerfilm in atemberaubender Kulisse. Mit kantigen Charakteren und einem wuchtigen, schroffen Score von Jerrold Immel von der Art wie sie heute nicht mehr gemacht werden.

https://www.youtube.com/watch?v=-eoj3GQkuJQ

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aquaman ist eine fleischgewordene samstag morgen zeichentrickserie.die handlung folgt bekannten pfaden,die dialoge sind simpel und man sollte sich nicht um logik sorgen machen.statt dessen erlebt man ein cooles mit etwas humor angereichert fantasyspektakel das mit jeder minute bombastischer wird und im finale sogar ALLE bisherigen superheldenfilme in punkto action übertrifft!! ultraspektakulär!! 

9.5 von 10 Fischstäbchen.

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vor 21 Minuten schrieb Grubdo:

...und im finale sogar ALLE bisherigen superheldenfilme in punkto action übertrifft!! ultraspektakulär!! 

Wird das nicht mittlerweile bei jedem zweiten Comic-Blockbuster gesagt? Die totale Inflation...

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