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vor 18 Minuten schrieb ronin1975:

Ich will auch einfach mal wieder was Anderes als ewig dasselbe Superheldending... es reicht wirklich langsam.

AMEN! Habe mir daher momentan nur THE FAVOURITE und BROTHERS AND SISTERS vorgemerkt.

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Eigentlich ja auch selbstverständlich...

Allerdings würde ich auch schon noch ein bisschen mehr vom aktuellen Kino mitnehmen, als nur eiskaltes Kunstkino wie THE FAVOURITE. Spannendes gibt es ja gerade einiges: DER GOLDENE HANDSCHUH von Akin, VOX LUX von Brady Corbet, VICE von Adam McKay, sowie aus dem letzten Jahr einen ganzen Haufen guter Horrorfilme (HEREDITARY, SUSPIRIA, MANDY).

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eiskaltes Kunstkino? Fand den irre lustig und einfach saugut in jeder hinsicht

Goldene Handschuh is als Buch ja super, aber als Film frag ich mich schon warum man sich DAS ansehen möchte... 

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Naja, Lanthimos steht ja nun eher für hochartifizielles Konzeptkino in der Tradition Kubricks (oder auch: Stylerkino) - quasi die Antithese zu einem empathischen, in seinen Mitteln eher bescheidenen (Genre-)Kino, das über klassische Figurenerzählung funktioniert. Diese Form des Filmemachens ist ja heutzutage schon fast ausgestorben, und wird höchstens noch von alten Haudegen wie Clint Eastwood kultiviert...

A propos: THE MULE ist aktuell natürlich auch noch sehr sehenswert, @Mephisto.

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Über den Eastwood habe ich natürlich auch nachgedacht, Horrorfilme interessieren mich einfach nicht, ebenso Kriegsfilme. Da mache ich nur ganz selten Ausnahmen.

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GLASS (M. Night Shyamalan)

Anders als beim doch sehr straighten Serienkiller-/Psychothriller SPLIT kommt hier wieder die Shyamalan-typische Ambivalenz, das Schwanken zwischen sehr gegensätzlichen Genre- und Inszenierungsmodi zum Tragen: zunächst gibt sich GLASS als recht deprimierender Psychiatrie-Film, bricht dann aber immer mehr auf, und öffnet sich der spielerischen Naivität, die bereits märchenhafte Shyamalan-Stoffe wie LADY IN THE WATER oder THE VILLAGE geprägt hat. Als ein sich entwickelndes, mehrere dramaturgische Stadien durchlaufendes Filmwerk bereitete mir GLASS damit weitaus mehr Freude als der steife, unbewegliche Vorgängerfilm, den ich in seinem monomodalen Charakter eher als ein obligatorisches Vorwort zu GLASS, weniger jedoch als überzeugend eigenständigen Film betrachten würde.

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Heute zwei sehr unterschiedliche Filme geguckt.

R.I.P.D

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Ich hatte ja schon vorher mitbekommen, dass der Film sehr große Ähnlichkeit mit den Men In Black-Filmen haben soll, und ja, das kann ich auch nun bestätigen. Die Story ist eigentlich nur eine Variation des ersten MIB-Films, aber das machte mir so gar nichts aus. Ich mag nämlich die MIB-Filme, und so hatte ich auch hier meinen Spaß. Die Darsteller, allen voran Jeff Bridges und Mary-Louise Parker, hatten sichtbar ihren Spaß. Was ich dazu auch gut fand, dass die Story auf den Punkt erzählt wird. Hier wird nicht lange auf irgendwas herumgeritten, sondern es kommt recht zügig zum Finale. Dadurch entwickelte der Film eine Kurzweiligkeit, die ihm sehr gut tut. Großes Plus ist auch die Musik von Christophe Beck, welche zwar ein wirklich prägnantes Thema vermissen lies, aber trotz allem sehr cool klang. Gefiel mir.
Das alles zusammen ergibt einen wirklich unterhaltsamen Film, den ich bestimmt nicht zum letzten Mal gesehen habe.

 

FRUITVALE STATION

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Manchmal ist es nicht einfach, einen Film zu beschreiben. Hab ich so einen Fall, dann schaue ich im Internet nach und blicke auf deren Meinungen.
Die für mich passende Beschreibung für diesen Film war "Ein würdiges Memento für ein sinnlos verschwendetes Leben". Genau das war es. Besser hätte ich das auch nicht schreiben können.
Hier geht es um die wahre Geschichte von Oscar Grant III, der in Silvesternacht 2008/2009 von einem Polizisten ohne Grund erschossen wurde. Das kam heraus, weil viele Zeugen diesen Vorfall mit ihrem Handy gefilmt haben. Mit genau einem dieser Handyvideos beginnt der Film, bevor er beginnt die letzten 24 Stunden von Grant zu erzählen.
Natürlich geht es hier um das schwierige Thema Rassismus, aber Ryan Coogler (Creed, Black Panther) erzählt diese Geschichte sehr ehrlich und lebensnah... also sie wirkt auf mich echt, als wäre es genau so passiert, und beweist mir, dass es nicht immer das große Drama braucht, um sich so einem Thema zu widmen. Dabei zeigt der Film eben, dass es eben solche Probleme gibt, aber gleichzeitig zeigt er auch die Toleranz. Das ist, wie ich finde, wirklich ganz toll gemacht.

Ich bin nicht nur von dem Regisseur sehr beeindruckt, sondern auch von Michael B. Jordan, der Stammschauspieler von Ryan Coogler. Er, und eigentlich auch der restliche Cast um Octavia Spencer, die hier als Grants Mutter zu sehen war, und Melonie Diaz, welche Grants Freundin spielte, spielen ihre Rollen wirklich großartig, und geben mit ihren Darstellungen genau das, was die Charaktere auch benötigen.
Ebenfalls schwer zu schreiben ist die Musik. Manchmal brodelt sie etwas im Hintergrund, aber tritt ein klein wenig aus dem Schatten, wenn es um die schönen Momente an diesem letzten Tag geht. Ich finde, dass Ludwig Göransson hier mit dem eher ruhigen Synthie-Score den richtigen Ansatz gefunden hat, in dem er die Musik auf das Nötigste beschränkt hat. Obwohl der Score nämlich sehr einfach gehalten ist, hat er im Film eine sehr starke Wirkung. Ich denke mir, dass er auch außerhalb des Films mir gefallen wird.
Also jetzt kenne ich auch das wirklich eindrucksvolle Regiedebüt von Ryan Coogler. Ich bin schon sehr gespannt, was da in Zukunft von ihm noch kommen wird. Glaube als nächstes kommt ein Drama, natürlich erneut mit Michael B. Jordan und der Musik von Ludwig Göransson. Ich freue mich sehr darauf.

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ANGEL - STRAßE OHNE ENDE  (Neil Jordan)

Auch wenn mich nicht jeder seiner Filme überzeugt, so ist Neil Jordan doch zweifellos ein sehr interessanter Regisseur. Sein Erstlingswerk ANGEL habe ich irgendwann mal in den 80er Jahren bei einer Fernsehausstrahlung gesehen. Damals habe ich ihn als sehr sperrig empfunden, aber die außerordentlich dichte Atmosphäre hatte mich dennoch beeindruckt.

Heute nun, über 30 Jahre später, sehe ich den Film mit reiferen Augen und bin sehr beeindruckt. Ein Tanzlokal wird von einer Gruppe maskierter Gangster überfallen. Der Saxophonist Danny wird Zeuge zweier Morde und macht sich mit einer erbeuteten Maschinenpistole daran, die Täter aufzuspüren und hinzurichten. Was ein handfester Rache-Thriller hätte werden können, entpuppt sich als nüchterne Reflexion über Gewalt und ihre Auswirkungen, eingelullt in spärliche Saxophon-Improvisationen. Auf seiner fatalen Reise wird Danny mit anderen, ähnlich resignativen Schicksalen konfrontiert. Eine Frau nutzt die Gelegenheit, sich mit seiner Waffe vor seinen Augen selber zu erschießen. Starkes Kriminaldrama, das wenig Wert auf äußerliche Spannungseffekte legt, dafür umso mehr mit seiner fast schon nihilistischen Stimmung glänzt.

 

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THE FINAL COUNTDOWN

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Zuerst mal das eher Schlechte in dem Film: Meiner Meinung nach gibt es hier etwas zu viele Sequenzen, in denen die Flugzeuge auf dem Flugzeugträger landeten. Das machte gefühlt etwa 1/3 des Films aus. Das ist zwar schön anzusehen, aber war doch recht auffällig. Eventuell war das ein Kompromiss, weil man auf einen echten Flugzeugträger drehen durfte. ;)
Abseits dieser "Werbung" für die Navy gab es gute Schauspieler, allen voran Martin Sheen und Kirk Douglas. Die Story war spannend und interessant, trotz des sehr vorausschaubaren Twist am Ende des Films. Die Musik von John Scott war im Film gut, persönlich gefiel sie mir aber nur das Hauptthema, was auch gut in einen Western gepasst hätte. Ja, irgendwie hätte das auch gut in einer Westernszene mit reitenden Cowboys und der weiten Prärie gepasst. 
Aber ja, ich glaube, ich hab den Film irgendwann schon mal gesehen, aber ganz genau weiß ich es nicht. Ich weiß nur genau, dass er mir heute gefallen hat.

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2 Filme auf Netflix

CHiPS

Als ich damals den Trailer sah, sagte ich zu mir, den Quatch schaust du ganz sicher nicht. Da der Film aber nun aktuell auf Netflix läuft und ich Bock auf nen Quatchfilm hatte, hab ich ihn einfach mal angeschaut. Und was soll ich sagen, er gefiel mir überraschenderweise.

Storymäßig orientiert man sich an der Serie und auch die Figuren sind übernommen worden. Und diese sind wirklich gut besetzt und kommen sympathisch rüber. Motorradaction gibt es hier genug und die kann sich sehen lassen. Rasant, spektakulär, handgemacht und mit einigen Härten versehen. Hinzu kommt ein gelungenen Filmscore, der sich stilistisch auch an der Serie orientiert, aber etwas aufgemotzt wurde. Schön auch, dass das Serienthema häufig eingebaut wurde. Der Humor war überwiegend Schwänze/Ärsche Humor, aber glücklicherweise nur in wenigen Szenen vorhanden. Dann aber auch voll drauf. Es hat dem Film nicht geschadet, nötig wäre er aber ganz sicher nicht gewesen, denn der Film punktet mit seinen Figuren, Darstellern, einer grundsoliden Story und sehr ordentlicher Action völlig ausreichend. Kann man durchaus schauen den Film.

 

Danach hab ich mich noch etlichen Jahren nochmal an folgenden Film gewagt.

Jurassic Park

Ich muss zugeben, er gefiel mir damals schon nicht und das hat sich auch nach erneuter Sichtung nicht geändert. Der Film fängt dabei ganz solide an. Sympathsiche Darsteller, nettes Setting, atmosphärische Filmmusik sowie auch noch heute sehr überzeugende Effekte, digital wie handgemacht.

Nach etwas über 1 h war für mich der Ofen dann aber aus. Das Verhalten der Figuren, der an unpassenden Stellen gesetzte Humor sowie die nervigen, oberschlauen Kinder haben es mir dann leider versaut. Ein Film der seine Spannung überwiegend aus dem dämlichen Verhalten seiner Figuren zieht, ist leider zu keinem Zeitpunkt spannend. Dazu dieser konstruierte Plot. Da kommen natürlich alle schlimmen Zufälle zusammen, damit der Schlamassel überhaupt losgehen kann. Sowas hält mich einfach nicht bei der Stange.

Mal schauen wie die neuen Teile sind. Bei Erstsichtung gefiel mir Jurassic World zwar auch nicht wirklich, aber ich versuchs einfach nochmal.

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Gestern gab es ein Terence Hill-Doppelfeature bei mir.

RENEGADE

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Puh.. keine Ahnung, wie lange ich den schon nicht mehr gesehen habe, jedoch hat er nichts von seiner Qualität eingebüßt. Er ist immer noch sehr lustig, hat ein gutes Tempo und natürlich tolle Darsteller. Die Chemie zwischen Terence Hill und seinen, leider verstorbenen Sohn Ross Hill ist grandios. Da stimmt einfach alles. Was ich bei der Story gut finde, dass sie auch ruhigere Szenen hat, und dass hier trotz aller gut getimten Komikszenen versucht wird, eine Geschichte zu erzählen. Das Finale ist toll inszeniert, als enthüllt wird, wer da eigentlich dahinter steckt, und dann die Motorradgangs auftauchen. Das Musikstück von Mauro Paoluzzi, was ich da hörte, gefällt mir wirklich gut. aber auch die sind zwei ruhigere Tracks, welche die tragischeren ruhigeren Momenten untermalten, gefielen mir. Nur einmal fand ich die Filmmusik etwas "billig", als zum ersten Mal der Truck auftauchte. Sonst passte die Musik, welche auch aus guten Songs bestand, eigentlich immer. Ja, mein Lieblings-Solo-Film mit Terence Hill macht immer noch jede Menge Spaß.

IL MIO NOME È THOMAS

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Ein sehr ruhiger Film über einen Mann, der einfach in der Wüste Spaniens ein Buch lesen will, und dabei sich selbst wieder finden. dafür braucht er diese Einsamkeit. Auf der Reise in die Wüste lernt er die Tramperin Lucia kennen, die Unruhe in seine gewünschte Ruhe bringt. Mit der Zeit scheint er sich daran zu gewöhnen, und nimmt sie mit auf seine Mission. Dabei entsteht zwischen den beiden eine ungewöhnliche, aber enge Freundschaft.
Ich mag die Regiearbeiten von Hill, sei es seine Interpretation von Don Camillo oder auch Lucky Luke, und ja selbst die Troublemaker gefielen mir. "My Name is Thomas", wie er eigentlich heißt, macht da keine Ausnahme. Der Film ist zwar anders, trotz kleiner Momente, die an seine alten Filme erinnern: Karotten (Renegade), eine Pfanne, der Drehort Almeria (Dort wurde der erste Film gedreht, in dem Hill und Spencer die Hauptdarsteller waren) und eine Kneipenprügelei, welche doch gelungen war. Das sind aber die Ausnahmen, ansonsten bewegt sich der Film eher in Richtung Drama, in dem es irgendwie um den Sinn des Lebens geht, und ich finde, dass Hill das sehr gut hinbekommt. Klar, er könnte noch mehr in die Tiefe gehen, aber ich meine, dass es ausreichend ist. So harmonieren das Ganze auch besser mit den raren leicht humorvollen Szenen.
Terence Hill spielt seine Rolle gut. Anfangs etwas unnahbar und knurrig, aber immer höflich und hilfsbereit: Er bringt es gut rüber, dass sein Charakter eigentlich alleine sein möchte, was sich aber mit der Zeit dann ändert. Überzeugend fand ich auch Veronica Bitto (Lucia), die sehr gut mit Hill harmoniert.
Die Musik von Hills Stammkomponist Pino Donaggio gefiel mir auch. Meist war sie eher ruhig und gefühlvoll, versuchte ab und zu auch ganz leichte Westernelemente einzubauen. Der tolle Titelsong inkl. des Pfeifens vom legendären, vor zwei Jahrem verstorbenen Alessandro Alessandroni (bekannt aus vielen Morricone-Western) wurde von Franco Micalizzi geschrieben, und hat Ähnlichkeit mit Micalizzis Titelsong für "Die rechte und die linke Hand des Teufels" gefiel mir auch, obwohl er im Film nur als Instrumentalversion (Inkl. des Pfeifens) vorkam. Die Version mit Gesang gibt es ja zum Kaufen, aber ich hoffe mal sehr, dass hier auch der Score von Donaggio veröffentlicht wird.
Ja, das war nun das Wunschprojekt von Terence Hill, an dem er seit mehr als 10 Jahren gearbeitet hat. Für mich ein gelungener Film, der mich wirklich berührt hat und auch den einen oder anderen nostalgischen Moment inne hatte. Ja, gefiel mir wirklich sehr.

 

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Tod am Mississippi (1974)

Lange vor MISSISSIPI BURNING behandelt diese in schwarz-weiß gedrehte DDR-Produktion die Ereignisse um die drei Bürgerrechtler Goodman, Chaney und Schwerner, die 1964 vom Ku-Klux-Klan ermordert wurden. Im Gegensatz zur amerikanischen Verfilmung, die sich auf die FBI-Polizisten konzentriert und deren Ermittlungsarbeiten stark dramatisiert, neigt TOD AM MISSISSIPPI eher zur dokumentarischen Sachlichkeit und packt einiges an Fakten in eine fast schon zu kurze Laufzeit. Das amerikanische Südstaaten-Setting ist auch dank eingeschnittener Dokumentaraufnahmen von Rassenunruhen, Städten, Flughäfen ganz gut getroffen. Insgesamt nicht gänzlich überzeugend, aber doch ein sehr interessantes Fundstück. Der Film endet mit Tom Paxtons großartiger Folk-Ballade Goodman and Schwerner and Chaney:

https://www.youtube.com/watch?v=gCHjV4IodY4

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Heute beendet:

STAR TREK: DISCOVERY
Staffel 2

Ich ging mit niedrigen Erwartungen in die zweite Staffel, da die erste nur bedingt für mich funktionierte, und erst in der zweiten Hälfte etwas mehr überzeugte. Es gab dann doch viele Elemente, die mich nur schwer an dem Geschehen fesseln konnte, und leider muss ich sagen, dass das größte Problem auch in der zweiten Staffel präsent war: Der Hauptcharakter Michael Burnham, nicht überzeugend gespielt von Sonequa Martin-Green. Sie wirkte zwar etwas besser, und weit aus weniger nervig, und in kleinen Momenten etwas sympathisch, aber sobald es darum ging, dass sie Emotionen übermitteln musste, versagte sie komplett. Da kam so rein gar nichts bei mir rüber. Na ja jedoch gut, dass es, wie in der ersten Staffel, genug Charaktere gab, die diesen Job für sie dann übernahmen, also mich an die Geschichte zu fesseln. Saru, Tilly und auch Kaptain Pike. Pike ist eh der große Gewinn bzw Anson Mount. Er spielte den legendären Kaptain mit sehr viel Spielfreude, und "Gott sei Dank" haben die Macher der Serie ihn nicht unnötig verkompliziert, sondern gaben ihm einen recht lockeren Charakter. Ethan Peck als Spock machte seine Sachen auch recht gut, aber da fehlte mir schon die Präsenz eines Leonard Nimoy, und irgendwie fühlte sich sein Charakter auch nicht sehr nach Spock an. Wenigstens sah er mit Bart ganz gut aus. Schade, dass er ihn in der letzten Szene wieder abrasierte, aber es musste ja sein.
Warum die zweite Staffel aber bei mir mehr funktionierte, ist recht einfach erzählt. In mehr als der Hälfte der Folgen wirkte die Serie so, als ob sie ein "Abenteuer der Woche"-Konzept hätte. Zwar werden sie wegen der episodenübergreifenden Story zu diesen Abenteuern gelockt, aber da waren einzelne in sich abgeschlossene Geschichten eingebaut, die sich wirklich nach Star Trek angefühlt haben.
Die Geschichte an sich fühlte sich auch etwas interessanter an, obwohl man im Grunde nur die Vernichtung des Universums verhindern musste. Der Aufbau war aber doch ganz gut gemacht, und lies mich dranbleiben. Nur die große Schlacht am Ende hätte ich nicht gebraucht. Da fragt man sich echt mal, ob die auch mal eine Staffel machen, die ohne eine riesige Schlacht im Weltraum auskommt. Gerade bei Star Trek sollte das doch möglich sein. ;)
Weiteres Plus: Die immer noch seltsam aussehenden Klingonen sprechen endlich nur noch in ganz wenigen Szenen klingonisch, auch sie bis auf 1-2 Folgen keine wirklich große Rolle mehr in der Geschichte spielten. Nur leider blieb ihnen das Nuscheln ihnen auch in der verständlicheren Sprache.
Die Musik von Jeff Russa war eher ein "naja". Für mich persönlich nahm die Musik in manchen Szenen, besonders in den schnelleren Szenen, viel von der Intensivität heraus, und so büßten diese dann auch etwas Spannung ein. Schlimm fand ich auch, dass der Score in manchen Szenen diese epische Chorschiene fuhr. Es war zwar gerade noch okay, aber da fehlte nicht mehr viel, damit die Szene dadurch ins Lächerliche gezogen würde. Wenigstens baute er sein nicht so gutes 08/15-Thema immer wieder in den Score ein, und versuchte so ein wenig thematisch zu bleiben.
Ja, also die zweite Staffel überzeugte mich schon mehr. Ich bin gespannt, ob die dritte Staffel den Kurs weiter behält, um sich für mich noch mehr nach Star Trek anzufühlen.

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So, im Juni geht´s zum Bergwandern nach Südtirol. Kann´s kaum erwarten und habe gestern schonmal zur Einstimmung einen DVD-Abend mit zwei Klassikern des Heimat- und Bergfilmgenres gemacht.

DER BERG RUFT (1938)

Zwei konkurrierende Bergsteiger-Teams, angeführt vom Italiener Carrel und dem Engländer Whymper, versuchen sich an der Erstbesteigung des Matterhorns. Filmtechnisch ist das atemberaubend und auch die Dramaturgie hat Luis Trenker im Griff. Er inszeniert sich selber (in der Rolle des Carrel) gerne in heldenhafter Pose, und am Ende siegt der kameradschaftliche Geist zweier Sonderlinge über den spottenden Pöbel. (Eine Haltung, mit der sich Trenker den Unmut des Propagandaministeriums einhandelte, schließlich brauchte man willige Mitläufer, und keine freidenkenden Individualisten). Der Score von Giuseppe Becce trägt in seinem Überschwang fast schon etwas zu dick auf und stellt Trenker ein meist von Hörnern intoniertes, alpines Heldenthema an die Seite, weiß aber auch den mächtigen Berg mit wagnerischen Akzenten zu charakterisieren. "Geierwally" Heidemarie Hatheyer in ihrem Leinwanddebüt. Ein ganz großer Klassiker, in jeder Hinsicht.

DER LAUFENDE BERG (1941)

Weniger bekannt, aber nicht weniger sehenswert ist diese Ganghofer-Verfilmung von Produzent Peter Ostermayr, der sich in den folgenden Jahren noch zahlreichen weiteren Ganghofer-Romanen annehmen würde. Ständige Erdrutsche bedrohen eine Dorfgemeinschaft am Fuße eines mächtigen Berges. Im Kampf gegen den Unbill der Natur treten die persönlichen Differenzen und Rivalitäten zurück (weswegen DER LAUFENDE BERG vor den Augen der Propaganda-Abteilung wahrscheinlich für bessere Stimmung gesorgt haben dürfte). Erfreulich unkitschig, mit einigen beeindruckend inszenierten Erdrutsch-Szenen, mindestens einem wirklich halsbrecherischen Stunt, etwas Volkstümelei und natürlich großartiger Landschaft. U.a. mit "Siegfried" Paul Richter und Gustl Gstettenbaur. Sehr ansehnliches Werk aus der goldenen Ära des Heimatfilms über dessen geringe Bekanntheit man sich wundern muß.

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@Lars PotreckDas hat mich alles damals schon an JURASSIC PARK gestört... die Story selber ist halt toll, aber irgendwie funktionierte der Film nie für mich. Dass der T Rex noch dazu alle am Ende rettet find ich auch superblöd... merkt ja keiner, dass das Vieh da angetrampelt kommt... ursprünglich war da ja ein Fight ala ALIENS mit nem Gabelstapler ohne TRex geplant. Aber naja, Spielberg hatte an dem Punkt wohl auch schon keine Lust mehr und war SCHINDLERS LISTE drehen... 

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vor 13 Stunden schrieb Angus Gunn:

So, im Juni geht´s zum Bergwandern nach Südtirol. Kann´s kaum erwarten und habe gestern schonmal zur Einstimmung einen DVD-Abend mit zwei Klassikern des Heimat- und Bergfilmgenres gemacht.

DER BERG RUFT (1938)

Zwei konkurrierende Bergsteiger-Teams, angeführt vom Italiener Carrel und dem Engländer Whymper, versuchen sich an der Erstbesteigung des Matterhorns. Filmtechnisch ist das atemberaubend und auch die Dramaturgie hat Luis Trenker im Griff. Er inszeniert sich selber (in der Rolle des Carrel) gerne in heldenhafter Pose, und am Ende siegt der kameradschaftliche Geist zweier Sonderlinge über den spottenden Pöbel. (Eine Haltung, mit der sich Trenker den Unmut des Propagandaministeriums einhandelte, schließlich brauchte man willige Mitläufer, und keine freidenkenden Individualisten). Der Score von Giuseppe Becce trägt in seinem Überschwang fast schon etwas zu dick auf und stellt Trenker ein meist von Hörnern intoniertes, alpines Heldenthema an die Seite, weiß aber auch den mächtigen Berg mit wagnerischen Akzenten zu charakterisieren. "Geierwally" Heidemarie Hatheyer in ihrem Leinwanddebüt. Ein ganz großer Klassiker, in jeder Hinsicht.

DER LAUFENDE BERG (1941)

Weniger bekannt, aber nicht weniger sehenswert ist diese Ganghofer-Verfilmung von Produzent Peter Ostermayr, der sich in den folgenden Jahren noch zahlreichen weiteren Ganghofer-Romanen annehmen würde. Ständige Erdrutsche bedrohen eine Dorfgemeinschaft am Fuße eines mächtigen Berges. Im Kampf gegen den Unbill der Natur treten die persönlichen Differenzen und Rivalitäten zurück (weswegen DER LAUFENDE BERG vor den Augen der Propaganda-Abteilung wahrscheinlich für bessere Stimmung gesorgt haben dürfte). Erfreulich unkitschig, mit einigen beeindruckend inszenierten Erdrutsch-Szenen, mindestens einem wirklich halsbrecherischen Stunt, etwas Volkstümelei und natürlich großartiger Landschaft. U.a. mit "Siegfried" Paul Richter und Gustl Gstettenbaur. Sehr ansehnliches Werk aus der goldenen Ära des Heimatfilms über dessen geringe Bekanntheit man sich wundern muß.

Danke für diese Ausführungen! Allerdings laufen unsere Vorlieben anscheinend auch hier ein bisschen auseinander, denn als Norddeutscher konnte ich mit diesen volkstümelnden Berg-Heimatfilmen immer ziemlich wenig anfangen. Von Peter Ostermeyer habe ich mich verzweifelt durch die ALM AN DER GRENZE gegähnt, DIE MARTINSKLAUSE fand ich da nur bedingt unterhaltsamer.

Aber schön, dass Du DIE GEIERWALLY mit Hatheyer ansprichst, der Film hat mich in seiner Schonungslosigkeit doch umgehauen: "Wer mir den Tod vor die Füße legt, den heirate ich." Auch die VIA-MALA-Vertonung mit einer großartigen Haentzschel-Musik gehört zu den Ausnahmen, die die Regel bestätigen.

Zählt man die NS-Zeit wirklich schon zur "Goldenen Ära" des Heimatfilms? Ich hatte damit ja immer diese revisionistischen Schinken aus den 1950er-Jahren in Verbindung gebracht.

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AVENGERS ENDGAME... leider wieder einer der schlechteren Marvel, big letdown nach Infinty War. Mächtig overhyped und die Fans sind einfach geblendet vom "oh das is jetzt der letzte Teil!"... ich erinnere ehrlich gesagt schon mehr als 2/3 des Films nicht mehr und sehe keinen Grund, dass ich mir den jemals wieder ansehe. Da hatte wirklich keine Szene einen Wiederholungswert, noch eine emotionale Wirkung wirklich. Da helfen auch gelegentliche hübsche Momente nichts mehr, weil alles so elendig lang ist und man irgendwann keine Lust mehr hat. Wünschte mir eigentlich die ganze Zeit ich würd Infinity War stattdessen schauen... haha... kein Totalausfall, aber auch einfach nichts Besonderes... die Luft is einfach raus bei den Dingern und das dauernde "grösser, weiter, mehr" führte nun endgültig dazu, dass alles möglich ist und dadurch nichts mehr bedrohlich ist, keine Spannung mehr da und die Logik tierisch auf der Strecke bleibt.

Etwas das INFINITY WAR genial damit ausgeglichen hat, dass es emotional war. Selbst wenn das hier nun versucht wird, hab ich das halt alles schon in IW und da auch besser gesehen... 

die ganze Reihe endete leider nicht mit dem erhofften Knaller, sondern nach ihrem Verfalldatum... schade.

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vor 2 Minuten schrieb ronin1975:

Da helfen auch gelegentliche hübsche Momente nichts mehr, weil alles so elendig lang ist und man irgendwann keine Lust mehr hat.

Tjaha, von wegen "Film wird immer schneller." Da sind diese Marvel-Endlos-Epen ihrer zeitlichen Kaugummizähigkeit immer mein liebstes Gegenargument. Curtiz' ROBIN HOOD verschenkt dafür keine Sekunde seiner 90 Minuten.

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generell finde ich 3h schwierig. Nur wenige Filme schaffen das wirklich einen so lange bei der Stange zu halten...

egal wie gut, bei den meisten Filmen stellt sich dann doch Ermüdung ein...und alles über 3h geht überhaupt nicht. 

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vor 42 Minuten schrieb ronin1975:

generell finde ich 3h schwierig. Nur wenige Filme schaffen das wirklich einen so lange bei der Stange zu halten...

egal wie gut, bei den meisten Filmen stellt sich dann doch Ermüdung ein...und alles über 3h geht überhaupt nicht. 

;)

Zitat

Satanstango (Originaltitel: Sátántangó) ist ein Spielfilm des ungarischen Regisseurs Béla Tarr aus dem Jahr 1994.

Der in Schwarzweiß gedrehte Film basiert auf dem gleichnamigen Roman des Autors László Krasznahorkai. Mit einer Laufzeit von 450 Minuten gilt er als einer der längsten Kinofilme aller Zeiten.

 

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vor einer Stunde schrieb TheRealNeo:

Als ob die Marvel Filme immer die 2h überschreiten. ;)

Es geht ja auch darum, was innerhalb der 2 Stunden alles passiert. Und da waren für mich die meisten Marvel- und DC-Filme wahnsinnig uninteressant, die Endschlacht in AVENGERS fand ich beispielsweise unglaublich langweilig, egal, wie viel da in (und durch) die Luft flog. Ich habe nichts gegen lange und alngsam erzählte Filme, aber die Marvel-Filme sind und wollen etwas anderes sein als THE ASSASSINATION OF JESSE JAMES.

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Es geht mir ja nicht um richtig oder falsch, es geht mir nur um ein stimmiges Erzähltempo. Und wenn Schaueffekte dermaßen ausgewalzt werden wie in den Marvel-Filmen, dann interessieren sie mich nicht mehr. Und was helfen dann Schauwerte, wenn sie nicht das tun, was sie sollen: beeindrucken und umhauen? In SPARTACUS gibt es auch zig Massenszenen und mehrere Schlachtsequenzen, aber die sind so dosiert, dass man immer nicht übersättigt wird - ich jedenfalls nicht. Selbst DER UNTERGANG DES RÖMISCHEN REICHES ist für mich beeindruckender als jeder Marvel-Film, den ich gesehen habe, aber das sind zugegebenermaßen auch nicht so viele. Das liegt aber eben daran, dass mich nach SPIDERMAN 1&2, die ich von den Ausführungen ausnehmen möchte, kein Marvel-Film aus eben genannten Gründen mehr überzeugt hat.

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vor 13 Minuten schrieb Mephisto:

Es geht mir ja nicht um richtig oder falsch, es geht mir nur um ein stimmiges Erzähltempo. Und wenn Schaueffekte dermaßen ausgewalzt werden wie in den Marvel-Filmen, dann interessieren sie mich nicht mehr. Und was helfen dann Schauwerte, wenn sie nicht das tun, was sie sollen: beeindrucken und umhauen? In SPARTACUS gibt es auch zig Massenszenen und mehrere Schlachtsequenzen, aber die sind so dosiert, dass man immer nicht übersättigt wird - ich jedenfalls nicht. Selbst DER UNTERGANG DES RÖMISCHEN REICHES ist für mich beeindruckender als jeder Marvel-Film, den ich gesehen habe, aber das sind zugegebenermaßen auch nicht so viele. Das liegt aber eben daran, dass mich nach SPIDERMAN 1&2, die ich von den Ausführungen ausnehmen möchte, kein Marvel-Film aus eben genannten Gründen mehr überzeugt hat.

das problem der schauwerte in den marvelfilmen z.bsp bezüglich der action ist ja auch, dass es keine schauwerte sind. sinnloses 0815 choreographiertes gekloppe mit dummen witzchen an den unpassendsten stellen. Black Widow und Captain America kommen dabei noch am besten weg. der rest vollführt einfach stinklangweilige sachen, was auf dauer dann auch noch eintönig ist. Infinity War fand ich sehr gut, weil alles ausbalanciert war, obwohl ich die anzahl der protagonisten auch schon zuviel fand. Endgame schau ich mir tatsächlich nur aus komplettierungsgründen an. wie das ganze ausgeht ist mir völlig wuppe. Das Überlängenproblem haben aber nicht nur marvelfilme. Die Pirates Filme oder auch Bad Boys II z.bsp. haben das gleiche problem.

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