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Seit letzten Samstag habe ich mir was vorgenommen. Ich gucke jeden Samstag nur Filme, die ich auf DVD habe, aber schon lange nicht mehr gesehen habe.

Letzte Woche war es

THE FRIGHTENERS

Zuerst wollte ich mir den Directors Cut anschauen, aber als ich merkte, dass dieser keine deutsche Sprachausgabe hatte, wurde es dann doch die Kinoversion. Ja, wie ich den Film in Erinnerung hatte, machte er mir ganz viel Spaß. Der Humor war an den richtigen Stellen, genauso wie die leichten Gruselmomente. Sogar Spannung war vorhanden, und auch die teils herrlich schrĂ€gen Charaktere (allen voran der von Jeffrey Combs war total irre) passten sehr gut in den Film. Von allen Darstellern geht hier mein Lob an Michael J. Fox, der hier wunderbar den Spagat zwischen den Comedy-Szenen und den ernsteren Momenten schaffte. Gut, ab und zu erkannte ich in ihm Marty McFly, aber auch das passte gut zu seinem Charakter.
Die Musik von Danny Elfman war zwar in seinem typischen Burton-Stil, aber trotzdem extrem unterhaltsam und mitreißend. Ich finde, dass sie eins der grĂ¶ĂŸten der vielen Pluspunkte des Films war. Gehört meiner Meinung nach zu seinen besten flotteren Scores. Die CD muss unbedingt mal in meine Sammlung.
Der Film bereitete mir von Anfang bis zum Ende ein großes VergnĂŒgen.

Heute war es dann dieser Film:

INTIMACY

Ich glaube, das war nun das zweite Mal, dass ich den Film gesehen habe. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht mehr, wie ich damals auf ihn gekommen bin.
Story ist im Grunde schnell erzÀhlt: Ein Mann und eine Frau treffen sich jeden Mittwoch zum Sex. Dabei reden sie kaum ein Wort miteinander. Sie kennen nicht mal den Namen des anderen. Eines Tages, nachdem sie wieder bei ihm war, verfolgt er sie, und dringt dabei in ihr Leben ein, und freundet sich, ohne dass sie es mitbekommt, mit ihrem Mann an.

Der Film lebt von den beiden Schauspielern Mark Rylance, der mittlerweise sowas wie ein Lieblingsschauspieler von Steven Spielberg wurde und Kerry Fox, die hier eine unglaublich starke Leistung abliefern. Es wirkt nicht nur so, dass sie diese Charaktere spielen, nein, es wirkt so, als ob sie die Charaktere sind. Ihre gebrochenen Seelen sind spĂŒrbar, auch die Lust, die sie aufeinander haben ist fĂŒr mich als Zuschauer fĂŒhlbar.
Im Grunde geht es hier aber nicht um die sehr freizĂŒgigen Sexszenen, bei denen ich ĂŒberrrascht bin, dass das der Film nur ab 16 ist. Nein, es geht um zwei gebrochene Seelen, die in den gemeinsamen intimen Momenten ihre Probleme, ihre Sorgen ablegen. Obwohl, wenn man diese Szenen sieht, dann sieht man auch das jeweilige Zögern, bevor sie der Leidenschaft freien Lauf lassen. Das ist so interessant. Als ob beide Angst haben, ihren Alltag abzulegen, um sich einfach nur dem Moment hinzugeben. Damit fĂŒhle ich mich als Zuschauer auch nicht wie ein Voyeur, denn es geht selbst bei den Sexszenen nicht um die Sexszenen, wie gerade geschrieben, sondern um viel mehr. Da ist so viel in den Körperreaktionen zu lesen. Das ist einfach nur genial.
Ich fand es auch interessant, dass ich als Zuschauer erst sein Leben außerhalb der Treffen kennen lerne, und mit ihm auch die Tatsache, dass die unbekannte Frau, mit der er sich einmal in der Woche trifft, verheiratet ist und einen Sohn hat. Erst in der zweiten HĂ€lfte des Films wechselt es sich, und plötzlich sehen wir ihr Leben aus ihrer Sicht. Diese Trennung ist fĂŒr mich richtig gewesen. Warum kann ich aber nicht sagen. Es wirkt dadurch intimer, weil wir erst sie aus seiner Sicht kennen gelernt hat, bevor es zu ihrer Sicht wechselt. Der Wechsel ist ĂŒbrigens brilliant. Er verfolgt sie wieder, und dann verliert er sie. Sie kommt aus einem GeschĂ€ft raus, und entdeckt ihn, der nach ihr sucht. Dann dreht sie den Spieß um, und verfolgt ihn mit einem amĂŒsierten LĂ€cheln, was aber dann vergeht, als sie sieht, dass er ins Lokal geht, in dem sie ihre TheaterstĂŒcke vortrĂ€gt, und wo ihr Mann öfters seine freie Zeit verbringt. Ihr Mann wird ĂŒbrigens hervorragend von Timothy Spall gespielt.
Die Musik von Éric Neveux ist nicht groß im Vordergrund, aber das muss bzw das soll sie auch nicht. Dadurch unterstĂŒtzt sie den Film umso mehr.
Ja, ein wirklich großartiger Film abseits der großen Blockbuster.

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DAS LICHT AM ENDE DER WELT

Captain Moriz (Fernando Rey) ist LeuchtturmwĂ€rter auf einer einsamen Insel, die eines Tages von Piraten ĂŒberfallen wird. Moriz und sein Gehilfe Felipe werden von ihnen getötet. Nur der ebenfalls hier arbeitende Denton (Kirk Douglas) ĂŒberlebt und sucht Zuflucht in einer Felsenhöhle. Die Piraten nehmen den Turm in Beschlag und leiten Schiffe mit falschen Leuchtfeuern auf Untiefen, um sie auszuplĂŒndern. Denton steht nun allein der blutrĂŒnstigen Horde und ihres AnfĂŒhrers Kongre (Brynner) gegenĂŒber.

Ein Film von sehr eigener AtmosphĂ€re. Nihilistisch, auffallend wortkarg und bisweilen Ă€ußerst brutal. Der Italo-Western hat hier ganz klar seine Spuren hinterlassen. Die Piraten sind keine aufrichtigen Raubeine wie noch in seeligen Errol-Flynn-Zeiten, sondern hinterhĂ€ltige, sadistische Mörder ohne eine Spur von Moral. Kongre hat als einziger einen offenbar kultivierten Hintergrund, hat Sklavenhandel betrieben und haßt Amerikaner. Mehr erfahren wir nicht ĂŒber ihn oder seine Motivationen, was das ganze Szenario umso diffuser und bedrohlicher macht.
Dieser Film war frĂŒher Teil unseres heimischen 35-mm-Archivs, und hat mich seinerzeit in jungen Jahren ob seiner bedrĂŒckenden Stimmung, der archaischen Landschaft und der betrĂ€chtlichen Grausamkeiten (obwohl die drastischsten Gewaltspitzen in der deutschen Kinofassung gar nicht enthalten waren) sehr beeindruckt aber auch verstört. Das war etwas, was man bei den Namen Kirk Douglas oder Jules Verne (auf dessen Vorlage dieser Film beruht) nicht erwartet hatte.

DAS LICHT AM ENDE DER WELT ist gerade bei Pidax erstmals ungeschnitten als deutsche DVD erschienen. Ungewöhnlich und sehenswert, aber er wird vielleicht nicht jedem gefallen. Das Hauptthema von Piero Piccioni lief auf Papas Beerdigung.

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Trapped in Paradies (Schneesturm im Paradies)

War das schön, den mal wieder zu sehen. Eine Story mit großartigen Humor und ganz viel Herz, gepaart mit wunderbaren teils herzensguten, teils abgedrehten Charakteren.
Diese sind portratiert von sehr guten Darstellern. Nicolas Cage, hier das erste Mal mit der so perfekt auf ihn passenden Synchronstimme von Martin Keßler, in einer seiner fĂŒr mich besten Rollen, aber auch Dana Carvay und Jon Lovitz fĂŒllen ihren Rollen komplett mit Leben. Richtig toll fand ich Richard Jenkins als FBI-Agent, der sichtlich genervt von dem Einsatz in dem kleinen StĂ€dtchen Paradise ist. Die Musik von Robert Folk ist vielleicht meine Lieblingssmusik von ihm. Wunderbar wie er musikalisch die Genres Gangsterkomödie und Weihnachtsfilm zusammenfĂŒhrt. An einer Stelle packt er sogar etwas Westernsound aus. Ja, der Score macht echt jede Menge Spaß, aber ist auch an den richtigen Stellen schön gefĂŒhlvoll.
Wie schon anfangs erwĂ€hnt: Das hat Spaß gemacht, den mal wieder zu sehen, und wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen sein.

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