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Seit letzten Samstag habe ich mir was vorgenommen. Ich gucke jeden Samstag nur Filme, die ich auf DVD habe, aber schon lange nicht mehr gesehen habe.

Letzte Woche war es

THE FRIGHTENERS

Zuerst wollte ich mir den Directors Cut anschauen, aber als ich merkte, dass dieser keine deutsche Sprachausgabe hatte, wurde es dann doch die Kinoversion. Ja, wie ich den Film in Erinnerung hatte, machte er mir ganz viel Spaß. Der Humor war an den richtigen Stellen, genauso wie die leichten Gruselmomente. Sogar Spannung war vorhanden, und auch die teils herrlich schrĂ€gen Charaktere (allen voran der von Jeffrey Combs war total irre) passten sehr gut in den Film. Von allen Darstellern geht hier mein Lob an Michael J. Fox, der hier wunderbar den Spagat zwischen den Comedy-Szenen und den ernsteren Momenten schaffte. Gut, ab und zu erkannte ich in ihm Marty McFly, aber auch das passte gut zu seinem Charakter.
Die Musik von Danny Elfman war zwar in seinem typischen Burton-Stil, aber trotzdem extrem unterhaltsam und mitreißend. Ich finde, dass sie eins der grĂ¶ĂŸten der vielen Pluspunkte des Films war. Gehört meiner Meinung nach zu seinen besten flotteren Scores. Die CD muss unbedingt mal in meine Sammlung.
Der Film bereitete mir von Anfang bis zum Ende ein großes VergnĂŒgen.

Heute war es dann dieser Film:

INTIMACY

Ich glaube, das war nun das zweite Mal, dass ich den Film gesehen habe. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht mehr, wie ich damals auf ihn gekommen bin.
Story ist im Grunde schnell erzÀhlt: Ein Mann und eine Frau treffen sich jeden Mittwoch zum Sex. Dabei reden sie kaum ein Wort miteinander. Sie kennen nicht mal den Namen des anderen. Eines Tages, nachdem sie wieder bei ihm war, verfolgt er sie, und dringt dabei in ihr Leben ein, und freundet sich, ohne dass sie es mitbekommt, mit ihrem Mann an.

Der Film lebt von den beiden Schauspielern Mark Rylance, der mittlerweise sowas wie ein Lieblingsschauspieler von Steven Spielberg wurde und Kerry Fox, die hier eine unglaublich starke Leistung abliefern. Es wirkt nicht nur so, dass sie diese Charaktere spielen, nein, es wirkt so, als ob sie die Charaktere sind. Ihre gebrochenen Seelen sind spĂŒrbar, auch die Lust, die sie aufeinander haben ist fĂŒr mich als Zuschauer fĂŒhlbar.
Im Grunde geht es hier aber nicht um die sehr freizĂŒgigen Sexszenen, bei denen ich ĂŒberrrascht bin, dass das der Film nur ab 16 ist. Nein, es geht um zwei gebrochene Seelen, die in den gemeinsamen intimen Momenten ihre Probleme, ihre Sorgen ablegen. Obwohl, wenn man diese Szenen sieht, dann sieht man auch das jeweilige Zögern, bevor sie der Leidenschaft freien Lauf lassen. Das ist so interessant. Als ob beide Angst haben, ihren Alltag abzulegen, um sich einfach nur dem Moment hinzugeben. Damit fĂŒhle ich mich als Zuschauer auch nicht wie ein Voyeur, denn es geht selbst bei den Sexszenen nicht um die Sexszenen, wie gerade geschrieben, sondern um viel mehr. Da ist so viel in den Körperreaktionen zu lesen. Das ist einfach nur genial.
Ich fand es auch interessant, dass ich als Zuschauer erst sein Leben außerhalb der Treffen kennen lerne, und mit ihm auch die Tatsache, dass die unbekannte Frau, mit der er sich einmal in der Woche trifft, verheiratet ist und einen Sohn hat. Erst in der zweiten HĂ€lfte des Films wechselt es sich, und plötzlich sehen wir ihr Leben aus ihrer Sicht. Diese Trennung ist fĂŒr mich richtig gewesen. Warum kann ich aber nicht sagen. Es wirkt dadurch intimer, weil wir erst sie aus seiner Sicht kennen gelernt hat, bevor es zu ihrer Sicht wechselt. Der Wechsel ist ĂŒbrigens brilliant. Er verfolgt sie wieder, und dann verliert er sie. Sie kommt aus einem GeschĂ€ft raus, und entdeckt ihn, der nach ihr sucht. Dann dreht sie den Spieß um, und verfolgt ihn mit einem amĂŒsierten LĂ€cheln, was aber dann vergeht, als sie sieht, dass er ins Lokal geht, in dem sie ihre TheaterstĂŒcke vortrĂ€gt, und wo ihr Mann öfters seine freie Zeit verbringt. Ihr Mann wird ĂŒbrigens hervorragend von Timothy Spall gespielt.
Die Musik von Éric Neveux ist nicht groß im Vordergrund, aber das muss bzw das soll sie auch nicht. Dadurch unterstĂŒtzt sie den Film umso mehr.
Ja, ein wirklich großartiger Film abseits der großen Blockbuster.

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DAS LICHT AM ENDE DER WELT

Captain Moriz (Fernando Rey) ist LeuchtturmwĂ€rter auf einer einsamen Insel, die eines Tages von Piraten ĂŒberfallen wird. Moriz und sein Gehilfe Felipe werden von ihnen getötet. Nur der ebenfalls hier arbeitende Denton (Kirk Douglas) ĂŒberlebt und sucht Zuflucht in einer Felsenhöhle. Die Piraten nehmen den Turm in Beschlag und leiten Schiffe mit falschen Leuchtfeuern auf Untiefen, um sie auszuplĂŒndern. Denton steht nun allein der blutrĂŒnstigen Horde und ihres AnfĂŒhrers Kongre (Brynner) gegenĂŒber.

Ein Film von sehr eigener AtmosphĂ€re. Nihilistisch, auffallend wortkarg und bisweilen Ă€ußerst brutal. Der Italo-Western hat hier ganz klar seine Spuren hinterlassen. Die Piraten sind keine aufrichtigen Raubeine wie noch in seeligen Errol-Flynn-Zeiten, sondern hinterhĂ€ltige, sadistische Mörder ohne eine Spur von Moral. Kongre hat als einziger einen offenbar kultivierten Hintergrund, hat Sklavenhandel betrieben und haßt Amerikaner. Mehr erfahren wir nicht ĂŒber ihn oder seine Motivationen, was das ganze Szenario umso diffuser und bedrohlicher macht.
Dieser Film war frĂŒher Teil unseres heimischen 35-mm-Archivs, und hat mich seinerzeit in jungen Jahren ob seiner bedrĂŒckenden Stimmung, der archaischen Landschaft und der betrĂ€chtlichen Grausamkeiten (obwohl die drastischsten Gewaltspitzen in der deutschen Kinofassung gar nicht enthalten waren) sehr beeindruckt aber auch verstört. Das war etwas, was man bei den Namen Kirk Douglas oder Jules Verne (auf dessen Vorlage dieser Film beruht) nicht erwartet hatte.

DAS LICHT AM ENDE DER WELT ist gerade bei Pidax erstmals ungeschnitten als deutsche DVD erschienen. Ungewöhnlich und sehenswert, aber er wird vielleicht nicht jedem gefallen. Das Hauptthema von Piero Piccioni lief auf Papas Beerdigung.

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Trapped in Paradies (Schneesturm im Paradies)

War das schön, den mal wieder zu sehen. Eine Story mit großartigen Humor und ganz viel Herz, gepaart mit wunderbaren teils herzensguten, teils abgedrehten Charakteren.
Diese sind portratiert von sehr guten Darstellern. Nicolas Cage, hier das erste Mal mit der so perfekt auf ihn passenden Synchronstimme von Martin Keßler, in einer seiner fĂŒr mich besten Rollen, aber auch Dana Carvay und Jon Lovitz fĂŒllen ihren Rollen komplett mit Leben. Richtig toll fand ich Richard Jenkins als FBI-Agent, der sichtlich genervt von dem Einsatz in dem kleinen StĂ€dtchen Paradise ist. Die Musik von Robert Folk ist vielleicht meine Lieblingssmusik von ihm. Wunderbar wie er musikalisch die Genres Gangsterkomödie und Weihnachtsfilm zusammenfĂŒhrt. An einer Stelle packt er sogar etwas Westernsound aus. Ja, der Score macht echt jede Menge Spaß, aber ist auch an den richtigen Stellen schön gefĂŒhlvoll.
Wie schon anfangs erwĂ€hnt: Das hat Spaß gemacht, den mal wieder zu sehen, und wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen sein.

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THREE GIRLS (2017)

Puh, harter Stoff, den ich mir wahrscheinlich aus reinem VergnĂŒgen kein zweites Mal anschauen werde.

Eine dreiteilige Mini-Serie, die den Missbrauchskandal von Rotherham filmisch aufarbeitet. Etwa 1400 einheimische MĂ€dchen aus sozial schwachen VerhĂ€ltnissen wurden in Mittelengland Opfer pakistanischer Einwanderer-Clans. Hat jeder mitbekommen, deswegen spare ich mir an dieser Stelle weitere Details. Anhand dreier Einzelschicksale beleuchtet der Film vor allem das nĂ€here Umfeld der MĂ€dchen und sucht nach einer ErklĂ€rung, wie es sein konnte, dass diese Machenschaften ĂŒber mehr als 15 Jahre hinweg ohne Konsequenzen geblieben sind. Die Antwort besteht in einer komplexen Mischung aus Ignoranz (man glaubt den Opfern nicht, bezichtigt sie sogar der freiwilligen Prostitution), sozialem DuckmĂ€usertum und idealistischer Borniertheit.

Mehrfach preisgekrönt, sehr eindringlich, glaubhaft und realitĂ€tsnah.  Ein Ă€ußerst wichtiger Film, der im O-Ton auf Dailymotion zu finden ist. Eine synchronisierte Fernsehausstrahlung gab es bisher lediglich auf ARTE, dabei mĂŒĂŸte sowas mindestens zweimal im Jahr zur besten Sendezeit bei den Öffentlich-rechtlichen laufen. Aber da kannste lange warten.

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DrachenzÀhmen 3:

lÀuft in Japan immer noch nicht, hab mir also aus Australien die Bluray mitgenommen.

hatte leider nicht den erwarteten emotionalen Payoff, irgendwie war die Story zu dĂŒnn. FĂŒr einen Animationsfilm aber erstaunlich dialoglastig und erwachsen. Funktioniert immer dann aber am Besten in den vielen und langen dialogfreien Szenen, grossartiges rein visuell erzĂ€hltes Kino, dazu hervorragend gescored.

Die Animation ist unfassbar toll und muss man eigentlich auf der grossen Leinwand sehen.

insgesamt der schwÀchste der 3, aber immer noch ein schöner Film. Und die Macher wissen auch, wann man aufhören muss. Schönes Ende zu einer tollen Filmreihe.

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Der nÀchste Film aus meiner Samstagfilmreihe: "Ich hab ihn auf DVD, aber schon lange nicht mehr gesehen".

Single White Female

Das war mal einer meiner absoluten Lieblings-Psychothriller, jedoch dann geriet er in Vergessenheit bei mir. Ja, bis er mir heute beim Durchschauen meiner DVDs fĂŒr meinen heutigen Samstagfilm wieder auffiel. Gut, ich hatte kurz ĂŒberlegt, einen der anderen zwei Filme (Panic Room & Identity) in der "3 movie collector's pack"-Box, bei der er dabei ist, mir anzuschauen, aber es wurde dann doch "Weiblich, ledig, jung sucht ...".
Irgendwie war es gut, dass ich den Film so extrem lange nicht mehr gesehen habe, denn so war wieder etwas mehr von der Spannung bzw auch im Finale die IntensivitĂ€t zu spĂŒren. Damals, noch als VHS-Kassette, sah ich ihn mindestens einmal im Jahr, und da verlor er dann mit der Zeit schon etwas von seiner IntensivitĂ€t.
Was mir damals wie auch heute immer noch so gut gefiel, dass der Film trotz der Vorhersehbarkeit nichts von seiner Wirkung verliert. Der erneute Zusammenbruch von dem Charakter, der so brillant von Jennifer Jason Leigh gespielt wird, zu verfolgen, ist wirklich immer noch reizvoll. Das liegt aber vor allem an Leigh, weniger an der Figurenbeschreibung. Diese Sehnsucht nach einer neuen Zwillingsschwester wird von Leigh sehr glaubhaft ĂŒbermittelt, und auch der Wahnsinn, der dann Einzug erhĂ€lt, als ihr grĂ¶ĂŸter Wunsch dann doch wieder immer mehr zerbrökelt, nehme ich ihr komplett ab. Dazu zeigt sie aber auch sehr gut die SchwĂ€che ihres Charakters. Das ist wirklich sehr beeindruckend zu verfolgen. Ja, irgendwie, obwohl ich wusste, in welche Richtung sich das entwickelte, hatte ich sogar Mitleid mit ihr, als ihr klar wurde, dass ihr Traum nicht erfĂŒllt wird.
Bridget Fonda hatte da mit ihrer Rolle als Opfer den weitaus leichteren Part, aber ich finde, dass sie das auch sehr gut meisterte. Man leidet auch mit ihr mit, und damit hat sie alles erfĂŒllt, was ich von ihrer Leistung zu erwarten habe. Ihre Leistung ist nĂ€mlich genauso wichtig wie die des Gegenparts, und wenn sie diese nicht bringt, dann fehlt dem Film etwas.
Der restliche Cast spielt auch gut, und irgendwie finde ich es etwas witzig, dass gerade der Arschloch-Charakter von dem wunderbaren Stephen Tobolowsky kurz als Held seinen Moment hat.
Beim Score von Howard Shore glaube ich, dass er hier versuchte, musikalisch die GefĂŒhle der Charaktere einzufangen, als das zu vertonen, was man eh sah. Teilweise wirkte dadurch die Musik eher wie die zu einem Drama als zu einem Psychothriller. Nur im Finale drĂŒckte er dann ein klein wenig mehr auf die Tube, als er dort sogar fĂŒr nen Moment die Percussions in die Musik einbaute. Im Film hatte das keine schlechte Wirkung, aber ich denke außerhalb des Films wĂŒrde die Musik fĂŒr mich eher nicht funktionieren.
Okay, den Status "einer meiner absoluten Lieblings-Psychothriller" hat er nun nicht mehr, aber ich finde ihn immer noch sehr gelungen. Irgendwann werde ich dann auch mal einen meiner anderen Filme aus dem frĂŒheren Status wieder sehen: "Cape Fear" von Martin Scorsese. Den mochte ich sogar noch mehr als diesen hier. Irgendwann ist da bestimmt auch ein "Re-Watch" angesagt, aber dafĂŒr brauch ich den erst einmal auf DVD, um das zu machen.
Ich bin schon sehr gespannt, was dann nÀchste Woche in meiner Samstagfilmreihe bei mir im Player landet.

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SINGLE WHITE FEMALE hĂ€lt sich schon ewig in meiner Shore-Top-5. Sehr dramatische Musik mit beeindruckenden AusbrĂŒchen - fĂŒr Shore-VerhĂ€ltnisse ist hier echt viel los. 

Äußerst schade, dass noch nie eine Note von der Musik veröffentlicht wurde. Außer einer Promo-CD, die mir ein Filmmusikfreund Anfang der 2000er gebrannt hat, gab es da nie was. 

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vor 10 Stunden schrieb Sebastian Schwittay:

SINGLE WHITE FEMALE hĂ€lt sich schon ewig in meiner Shore-Top-5. Sehr dramatische Musik mit beeindruckenden AusbrĂŒchen - fĂŒr Shore-VerhĂ€ltnisse ist hier echt viel los. 

Äußerst schade, dass noch nie eine Note von der Musik veröffentlicht wurde. Außer einer Promo-CD, die mir ein Filmmusikfreund Anfang der 2000er gebrannt hat, gab es da nie was. 

Dann hoffe ich mal fĂŒr dich, dass eine Veröffentlichung doch noch geschieht.
Mich persönlich hat die Musik zwar im Film ĂŒberzeugt, aber mir fehlt was, damit mein Interesse an der Musik außerhalb des Films steigen wĂŒrde. Kann nicht genau sagen was es ist. Kann sein, dass mir persönlich da zu wenig in der Musik passiert, obwohl das, wie du ja schon auf FB geschrieben hast, auch daran liegen könnte, dass die Konturen in der Musik man erst außerhalb des Films erkennen kann. Vielleicht wird sie ja mal veröffentlicht, dann kann ich mal ein Ohr riskieren.
Ach ja, extrem schrecklich fand ich den Song bei den End Credits, der hat so rein gar nicht in die Endstimmung reingepasst. Da hĂ€tte ich mir lieber Shores Musik ĂŒber die Credits gewĂŒnscht. So wurde ich komplett aus der AtmosphĂ€re des Films rausgerissen. Wer da auf die Idee kam, den Song einzusetzen, der hat seinen Job verfehlt.

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BAD GIRLS

Den Film habe ich nun wirklich schon sehr lange nicht mehr gesehen. Ich hatte ihn auch nicht in meiner Sammlung, und die DVD hatte ich erst letztes Jahr oder so gekauft. Nun in einem GesprĂ€ch mit Thomas Nofz am Mittwoch kam ich auf die Idee, den heute wieder anzuschauen. Der Grund fĂŒr das GesprĂ€ch war ĂŒbrigens eine wunderbare Anekdote ĂŒber die Scoring Sessions des Scores, der anders als der Film immer prĂ€senter bei mir wurde. Er wurde sogar zu einem meiner Lieblingsscores von Jerry Goldsmith, und auch das werden viele bestimmt nicht verstehen. :D
Hier ĂŒbrigens die Anekdote, welche Gary Kester auf Facebook geschrieben hat:

Zitat

I was in the room when Josh's Death was recorded. Jerry altered it on the fly, making changes over the mic while the relevant parts of the orchestra updated their scores in pencil. After the final take director Jonathan Kaplan exclaimed "It doesn't get f*****g better than that".

Tja, daher landete der Film heute in meinem Player.
Von der ersten Sekunde hatte mich der Film wieder. Ich konnte mich an viele der Szenen wieder erinnern, wusste also auch, was gleich geschah. Es wirkte nicht so, als ob ich den jahrelang nicht mehr gesehen habe. Trotz diesem "Ich weiß, was gleich passiert" war der Film fĂŒr mich immer noch mitreißend, was vor allem an dem sehr klassischen Westernstil lag, aber auch an den vier tollen Schauspielerinnen Madeline Stowe, Mary Stuart Masterson, Drew Barrymore und Andie MacDowell. Ein weiterer Grund war James Russo als charismatischer Bösewicht. Der fĂŒllte seine Rolle wirklich sehr gut aus.
NatĂŒrlich war der Score von Jerry Goldsmith ebenso einer der Sachen, die den Film fĂŒr mich so gut machten. Angefangen von dem fantastischen Hauptthema, welches er einmal ruhig, aber auch als flottes Westernthema eingebaut hatte. Auch die Percussion oder die wunderbaren BlĂ€ser in den flotten Cues waren großartig. Ja, Jerrys letzter Westernscore wurde ein richtig guter, meiner Meinung nach.
Gut, die Story war nun nicht gerade die Originellste, aber das passte sehr gut zu dem Film. LĂ€cherlich fand ich nur eine kleine Sache, dass man das Ableben von Josh kurz aus seinem eigenen Blick gesehen hat. Das wirkte nicht sooo gut, aber das war auch etwas, ĂŒber das ich hinwegsehen konnte. Dauerte ja nur ein paar Sekunden. Ja, ich mag den Film immer noch sehr. Mal schauen, wieviele Jahrzehnte es nun wieder dauern wird, bis ich ihn mir mal wieder anschaue. :D

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Ich kann auch nicht verstehen, warum BAD GIRLS als Score so schlecht bei allen weg kommt - das Hauptthema geht ins Ohr - auch wenn es nach billigen Sync-Clavier klingt,
"The Hanging" ist ein klassischer Action-Cue, der das Hauptthema geschickt mit verarbeitet...

 

was will man mehr?

Den Film hab ich allerdings immer noch nicht gesehen - vielleicht wirkt der Score anschließend noch mal besser...;-)

 

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STÜRME ÜBER DEM MONTBLANC (1930)

Hannes (Sepp Rist) beaufsichtigt eine Wetterstation auf dem Gipfel des Montblanc. Per Morsetelegrafie werden die aktuellen Wetterdaten dem Astronomen Armstrong ĂŒbermittelt, in dessen Tochter Hella (Riefenstahl) er sich spĂ€ter verliebt. Nach einer bitteren EnttĂ€uschung beschließt Hannes noch eine weitere Saison auf der Station zu bleiben. Doch bei einem Unwetter erfrieren seine HĂ€nde, das Feuer erlischt und ein Abstieg ist wegen der tiefen Gletscherspalten unmöglich.

Ein wuchtiges Bergdrama, bei dem man sich mehrmals verwundert fragen muß, wie solche Szenen damals realisiert wurden. Die Apparratur der Wetterstation wirkt, vor allem angesichts der Herstellungszeit des Films, wie ein StĂŒck jules-verneÂŽscher Utopie inmitten der archaischen Umgebung. Ein Effekt, der von der Filmmusik (Paul Dessau) an diesen Stellen noch gefördert wird. FĂŒr die Realistion der Flug- und Luftaufnahmen war der berĂŒhmte Kunstflieger Ernst Udet verantwortlich, der sich hier auch selber spielt.

Optisch atemberaubend, und nicht nur filmhistorisch spannend und hochinteressant. Ein frĂŒher Tonfilm, inszeniert in der Ästhetik und der Bildsprache des Stummfilms.

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DAS FEUERSCHIFF (1985)

Nach Siegfried Lenz: Vor der KĂŒste von Norfolk kommt es es auf einem Feuerschiff zu Auseinandersetzungen zwischen der Besatzung und drei flĂŒchtigen Kriminellen. Endlich gibt es diese fast vergessene Verfilmung als DVD zu erwerben. Es ist eine amerikanische Produktion, doch wird DAS FEUERSCHIFF vom Fluidum des europĂ€ischen Kinos beatmet, was wohl in erster Linie dem polnischen Regisseur Jerzy Skolimowski zu verdanken ist. Er inszeniert in kĂŒhlen, realistischen und meist neblig-dunklen Bildern. Fast schon zu ĂŒberzeichnet gibt Robert Duvall den AnfĂŒhrer der Verbrecher als homosexuellen, blasierten Geck. Sein direkter Gegenspieler ist Klaus Maria Brandauer als prinzipientreuer, pazifistischer KapitĂ€n. Zwei MĂ€nner von gĂ€nzlich unterschiedlichem Charakter, doch mit Ă€hnlicher Intelligenz, fĂŒr die viel auf dem Spiel steht. Ein Sturm zieht auf, und in der klaustrophobischen Enge des Schiffes steuert der Film auf ein dramatisches Finale zu.

Ein starkes, spannendes Kriminaldrama, und eine gelungene Literaturverfilmung mit behutsam eingesetzter, stimmungsvoller Filmmusik (Stanley Myers). Und eine vernachlÀssigte Perle des 80er-Jahre-Kinos.

 

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Ich hab irgendwie letzte Woche vergessen, meinen Samstagsfilm hier zu posten.

Romeo Must Die

Das war frĂŒher mal einer meiner liebsten Actionfilme, und ehrlich gesagt frag ich mich gerade, warum das so war. Die Action wirkt doch in manchen Kampfszenen sehr gekĂŒnstelt. Ich hab deutlich gemerkt, dass die an Seilen hingen, da die Bewegungen sehr unnatĂŒrlich wirkten.
Das alles bedeutet aber nicht, dass mir der Film nicht mehr gefĂ€llt, denn das ist nicht der Fall. Ich mag die einfach gehaltene Story und die Chemie zwischen Jet Li und Aaliyah, einer so brillianten SĂ€ngerin und soliden Schauspielerin, die viel zu frĂŒh von uns gegangen ist. Gut fand ich auch die Bösen, die eine gute Portion Charisma ausstrahlten, hier vor allem Isaiah Washington, den ich aus "Grey's Anatomy" kenne.
Mir taugte auch der Mix aus ernsten und lockeren Szenen. Das war schon harmonisch.
In Sachen Musik fand ich die R&B-Songs sehr gut gewĂ€hlt, wĂ€hrend aber der Score von Stanley Clarke nur in den ruhigen Momenten ĂŒberzeugen konnte. Ich vermute in den Kampfszenen war dann Timbaland, der als Co-Komponist genannt wird, am Werk, und diese Musik empfand ich eher als störend. Die Musik ging nicht wirklich auf die Szenen ein, sondern erinnerte mich an die Musikuntermalung bei den Kung-Fu-Spielen wie Dead or Alive. Da bin ich besseres gewohnt von einem der besten R&B-Produzenten.
Fazit ist dann schnell erzĂ€hlt: Immer noch ein sehr unterhaltsamer Film, der nur in einigen Kampfsmomenten dank der meiner Meinung nach schlecht ausgefĂŒhrten Seilentechnik fĂŒr etwas KopfschĂŒtteln sorgt.

Gestern gab es dann auch was mit Seilen:

Crouching Tiger, Hidden Dragon

Ich muss ja zugeben, dass Zhang Ziyi sich damals schon ein wenig in mein Herz gespielt hat, besonders nach ihrer Leistung in "Memoirs of a Geisha". Sie ist nĂ€mlich nicht nur eine wirklich ĂŒberragende Schauspielerin, sondern hat auch eine ganz besondere Ausstrahlung.
Sie trĂ€gt auch fĂŒr mich diesen Film hier, und ist meiner Meinung nach der Hauptcharakter in "Tiger & Dragon". Chow Yun Fat und Michelle Yeoh, die hier beweist, was fĂŒr eine großartige Schauspielerin sie sein kann, wirken eher als Nebendarsteller. Wenigstens kommt mir das so vor.
Bei der Story fehlt mir etwas mehr die Tiefe. Klar geht es hier um die Position in der Gesellschaft und um die Tradition, die etwas zerbrökelt, aber das hĂ€tte meiner Meinung nach ruhig noch mehr vertieft gehört. FĂŒr mich eher im Vordergrund ist die Geschichte, dass Li Mu Bai die sehr talentierte Yu Jiao als seine SchĂŒlern haben will, was aber gegen die Regeln der alten Kunst ist und die zwei Liebesgeschichten, und hier vor allem die von Yu Jiao und Luo Xiao. Da ich aber Liebesgeschichten mag, hat mich das weniger gestört.
Meiner Meinung kommt die Story zu plötzlich zum Finale und damit zum Ende, welches mich irgendwie unbefriedigend zurĂŒcklĂ€sst. Ich hĂ€tte nun kein Happy End gebraucht, obwohl das schon schön gewesen wĂ€re, aber die Geschichte ging einfach zu schnell zu Ende.
Die Kampfszenen sind klar eindrucksvoll, auch wenn es fĂŒr mich etwas zu viel "fliegen" ist, Somit verliert dieses Element irgendwann etwas von seiner Besonderheit.
In Sachen Aussehen hat der Film schon ab und zu etwas sehr altes an sich. Er wirkt dadurch viel Àlter als er es eigentlich ist.
Die Musik von Tan Dunn untermalt den Film ganz gut, auch wenn er manchmal mit seiner Musik etwas das Tempo der Szenen drosselt, aber das kann auch Absicht gewesen sein, um auch in Verfolgungs- und Kampfszenen die Poesie der Chereographie zu untermalen.
Gar nicht fĂŒr mich geht der Song am Ende. Der ist fĂŒr mich viel zu gefĂŒhlsbetont. Mancher wĂŒrde da sagen "schnulzig". Da wĂ€re wohl weniger mehr gewesen, aber okay.. bei den End Credits stört sowas ja weniger. Da ist ein "mute" einfacher als mitten im Film.
Trotz der kritischen Anmerkungen gefĂ€llt mir der Film immer noch, auch wenn sagen muss, dass er mir frĂŒher mehr gefallen hat.

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John Wick 3: 

ach naja, wie bei beiden davor mehr erwartet. Sehr stylish, aber wenig Inhalt.

Die Action war streckenweise ermĂŒdend eintönig, diese endlosen Ballereien...

Super war der Messerfight am Anfang, so schmerzhaft wie lustig, auch wie er einen mit nem Buch umbringt (auauauaua)... die Bike Chase war so derbe von Villainess geklaut, dass ich mich daran nich erfreuen konnte, zumal hier alles CGI, bei Villainess echt... was soll sowas dann eigentlich?

Die Fights mit der Gang aus The Raid wertens nochmal kurz auf vor Schluss und einige nette Spielereien mit Glas und Spiegeln, aber das hÀtt man alles auch in 80 statt in 130min erzÀhlen können.

Die Àtzende Halle Berry hÀtt man komplett streichen können, nur ihre Hunde mit ihrem Dog Fu waren cool.

nun denn, Potenzial is immer da, wird aber fĂŒr nen Minimalplot und Überstyle geopfert.

Der schickste, aber schlechteste Wick Film...

 

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JOKER

Da es gestern regnete wie sau und ich ne Freikarte hatte dachte ich mir warum nicht, Film hatte mich nicht sonderlich interessiert, aber Joaquin Phoenix is immer wert zu sehen. Kritiken sind teilweise ja wirklich super, aber viele auch nicht. Im Durchschnitt grad bei 58 Prozent, was jetzt wirklich nichts Besonderes ist.

Anyway... 

GrundsĂ€tzlich fand ich das alles ja im Voraus schon wirklich albern, dass da so ein Hype drum gemacht wird, wo der Regisseur ja selber sagte, dass der Film NICHTS mit DC zu tun haben wird, man aber anders eine Charakterstudie ĂŒber einen Geisteskranken nicht mehr produziert bekommt heute. Also flugs den Titel JOKER draufgeklatscht, ein paar Namen (Gotham City, Thomas Wayne, Arkham Asylum) eingebaut und schon hats geklappt mit dem Hype und die ĂŒblichen Comicfans rennen in einen Film, den sie sich sonst nie anschauen wĂŒrden.

Jetzt davon mal abgesehen: Ich fand den Film durchaus packend, toll gefilmt, toll gespielt, tolles Sounddesign, tolle Ausstattung... dafĂŒr gibts alles sicher Oscarnoms... die Musik passte, aber ausser ein paar langsamen Cellostreichern mit gefĂŒhlt 2 Noten war da ja nicht viel mehr... die war aber sowas von laut aufgedreht, dass einem die Ohren bluteten... eine Oscarnom wĂŒrde mich auch hier nicht wundern... so ein sounddesignartiger Score wird ja doch auch immer nominiert in den letzten Jahren. FĂŒr die QualitĂ€t der Musik allerdings wĂ€re eine Nominierung aber es nicht wert.

Die Story fand ich dagegen etwas langweilig, oder besser gesagt eintönig... wenig ĂŒberraschend bis auf 1-2 Twists... den ersten hab ich mir allerdings schon gedacht, das fĂ€ngt der Film aber immer wieder geschickt auf bis der Twist dann kommt... bin mir sicher ein paar haut das richtig von den Socken.

Trotzdem verlÀuft es gradlining und nur bergab haha... das ist toll inszeniert und gespielt und gefiel mir gut, auch wenn man so manche Storyentwicklung wohl so hinnehmen muss. 

Kurioserweise erinnerte mich Phoenix dann als er der Joker ist im letzten Drittel an Michael Jackson, irgendwie sah er so aus und spielte auch so 🙂

Anyway, das Ganze mĂŒndet in einem Ende, das fĂŒr mich dann allen Comicfans den Mittelfinger zeigt und viel Stoff fĂŒr GesprĂ€che bietet. Mehr will ich dazu gar nicht sagen. Ich fands gut.

Sehenswert, aber nun auch kein Meilenstein ala Scorsese oder so... letztlich doch nur 3 von 5 Sternen von mir.

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DRAGGED ACROSS CONCRETE (S. Craig Zahler, USA 2019)

Schon vor einigen Monaten gesehen, aber da das m.E. der bislang wohl stĂ€rkste Film des Jahres ist, und man Zahler nicht genug loben und pushen kann, möchte ich nochmal drauf aufmerksam machen: Zahlers drittes Werk - nach BONE TOMAHAWK und BRAWL IN CELL BLOCK 99 - ist erneut ein harter, unbequemer MĂ€nnerfilm, dem im Vorfeld aus verklemmten Kreisen vielfach reaktionĂ€res Gedankengut und Rassismus unterstellt wurde - was natĂŒrlich völliger Humbug ist. Es geht um die beiden Cops Ridgeman (Mel Gibson) und Lurasetti (Vince Vaughn), die wegen ĂŒbergriffigem Verhalten vom Dienst suspendiert wurden und nun auf eigene Faust gegen eine Gruppe extrem brutaler Drogengangster vorgehen. Die beiden Cops sind waschechte right-wing-Traditionalisten, Verfechter von konservativem bis reaktionĂ€rem Gedankengut, sehen sich als Opfer einer politischen korrekten und verweichlicht-multikulturellen Gesellschaft - Zahler jedoch zeigt diese beiden Figuren nur, ohne sich in der Form der Inszenierung auf ihre Seite zu stellen. Das wird besonders im großartigen Schnitt des Films deutlich, der sachlich und kĂŒhl zwischen der Storyline der beiden Cops, und der des Afroamerikaners Henry (Tory Kittles) hin und her schneidet, eines am Rande der Gesellschaft stehenden Kleinkriminellen, der fĂŒr die Drogengangster arbeitet, um seine Familie zu ernĂ€hren. 

Im rund einstĂŒndigen (!) Showdown lĂ€sst Zahler dann beide Storylines zusammenlaufen und wiegt beide Welten gegeneinander auf. Ein BankĂŒberfall durch die Gangster (bei der eine unbeteiligte, aber in einem rund 10-minĂŒtigen Einschub emotional sehr intensiv vorgestellte Figur grausam zu Tode kommt) und die anschließende Verfolgung zu einem alten Lagerhaus durch die beiden Cops bilden den Hintergrund, vor dem sich dieses schwer ertrĂ€gliche Finale abspielt. Eine intensivere filmische Zuspitzung habe ich jedenfalls seit einigen Jahren nicht mehr im aktuellen Kino gesehen - wirklich großartig, wenn auch in seiner extremen GewalttĂ€tigkeit schwere bis schwerste Kost. 

Fazit: Zahlers literarischster Film to date, außerdem sein bislang wohl strukturalistischster. Der Film zeigt, welche enormen Potenziale noch im klassischen ErzĂ€hlkino liegen, wenn es sich ganz auf die Macht der Montage und der dramatischen Struktur stĂŒtzt. Ein Meisterwerk des zeitgenössischen US-Polizeifilms - und endgĂŒltiger Beweis dafĂŒr, dass Zahler der neue Stern am Himmel des amerikanischen Genrekinos ist, der die 'Großen Alten' Siegel, Aldrich und Hill beerben könnte. :)

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MONEY MOVERS (Bruce Beresford, Australien 1978)

Noch ein harter MĂ€nnerfilm: die Mitarbeiter eines australischen Geldtransport-Unternehmens und diverse Polizisten versuchen, sich die Ladung eines Transporters unter den Nagel zu reißen, und schlagen sich darĂŒber die Köpfe ein. Beresford zeichnet ein zutiefst frustriertes Australien der ausgehenden 70er Jahre und eine grausame MĂ€nnergesellschaft, in der Geld und Gewalt die einzigen kommunikativen Codes sind. Als Filmmusik dazu: BartĂłks Musik fĂŒr Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta. Welch wunderliche BlĂŒten das Exploitation-Kino doch manchmal treibt...

 

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THE CHALLENGE (John Frankenheimer, USA 1982) und PROPHECY (John Frankenheimer, USA 1979)

Mir unbegreiflich, warum diese beiden wundervollen Filme immer als Beispiele fĂŒr den "schwĂ€cheren Frankenheimer" herangezogen werden. THE CHALLENGE ist einer der wĂŒtendsten, energetischsten Filme des Regisseurs, der - Àhnlich wie 52 PICK-UP - auf höchst idiosynkratische Weise die Bedrohung mit dem Grotesken und VulgĂ€ren vermischt (v.a. wĂ€hrend der ersten Verfolgungsjagd, nachdem Scott Glenn in Japan angekommen ist). PROPHECY dagegen wird immer wieder auf das billig aussehende BĂ€renmonster reduziert, dabei ĂŒbersieht man, wie mustergĂŒltig Frankenheimer die Spannungsschraube anzieht, das Monster den grĂ¶ĂŸten Teil des Films ĂŒber gar nicht zeigt, aber dann schließlich, wenn es auftaucht, beim Zuschauer ein echtes PanikgefĂŒhl auszulösen vermag. Vor allem die Isolation in den weiten nordamerikanischen WĂ€ldern inszeniert Frankenheimer formidabel - ebenso die Angst, einer völlig freidrehenden Natur gegenĂŒberzustehen, der durch Mutation keine formalen Grenzen mehr gesetzt sind, und die (im Grunde) jede nur erdenkliche Gestalt annehmen kann. Ein wirklich unheimlicher Film!

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Hm Prophecy find ich wirklich ergötzlich albern. Die Schlafsackszene is nen Trash-Klassiker. Bryan Singer und Bryan Fuller haben die mal grossartig geremaked im Piloten der nicht realisierten Munsters-Serie. Könnt ich mich immer wieder wegwiehern.

Der Schlussschocker is auch nur grottig.

Die Story geht ja noch, aber man mag gar nich glauben wer da alles dran gearbeitet hat... đŸ€Ł

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