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Übrigens sind die YouTube Videos zwar die Stücke aus dem Score, jedoch wurden sie nicht in der Original-Geschwindigkeit hochgeladen. Die wurden absichtlich langsamer abgespielt, damit sie einer Sperrung entgehen können. Daher nicht anhand der YouTube-Videos über die Musik urteilen.

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Die Musik wird von den Fans derzeit offenbar allgemein recht verhalten aufgenommen. Die Action-Passagen seien austauschbar heißt es, die neuen Themen nicht memorabel genug und Williams ausgebrannt. Das ist schon ein überraschendes Urteil, welches ich so nicht erwartet hätte. Vermutlich sind aber eher überzogene/falsche Erwartungen und ein vorschnelles Urteil Schuld, denn eine abfallende kompositorische Qualität kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Klar, der musikalische Rahmen für Star Wars ist hinlänglich abgesteckt und Williams erfindet sich hier auch nicht neu (warum sollte er auch?). Insofern kann man die neue Musik natürlich berechtigterweise als langweilig oder redundant empfinden. Davon abgesehen ist "The Force Awakens" exzellent durchkomponiert und durchaus mit prägnanten thematischen Einfällen gesegnet. "Rey's Theme" ist ein wenig an Williams jazzigen Themen in Tintin/Catch me if you can angelehnt und etwas subtiler als man bei Star Wars erwarten würde, wird aber reizvoll variiert und gewinnt mit jedem Hördurchgang an Charme dazu. Das zweite markante neue Thema ist der "March of the Resistance" ein Williams-typischer Marsch, der in Williams Oeuvre natürlich zahllose Vorbilder hat, aber dennoch gut ins Ohr geht. Dazu gibt es ein paar kleinere Spannungsmotive, die aber etwas unscheinbarer sind. Wie man auch immer die Sache sieht: Thematisch blass geht jedenfalls anders. Die angeblich generischen Action-Stücke sind motivisch gut gedrungen - auch wenn man das stilistisch natürlich schon rauf und runter im Williamschen Werk gehört hat. Austauschbar ist dennoch ein aus meiner Sicht viel zu hartes Urteil. Unterm Strich steht für mich eine sehr unterhaltsame, gut komponierte Filmmusik - kein Meisterwerk (das auch nicht zu erwarten war), aber auch alles andere als eine Enttäuschung. Den Zacken aus der Krone hat einer in einem US-Forum geschlagen: "The Force Awakens" sei eine große Enttäuschung, dafür aber "Jupiter Ascending" die beste Filmmusik des Jahres...

ein anderer komponist hätte den musikalischen rahmen eventuell neu bzw. anders abstecken können. z.bsp. mit einem anderen sound. hat bei harry potter ja auch geklappt und bei clone wars ebenfalls. kompositorische qualität reicht bei einer so langen filmreihe nicht mehr aus, denn das wird schnell langweilig. die alten themen fallen nicht auf, weil sie so bekannt sind, sondern weil sie so prägnant sind und charakter haben. das merkt man auch bei diesem album. die neuen themen sind nicht fade komponiert, sie sind fade im ausdruck. die ganze musik klingt nach gut komponierter routine. bei 7 filmen wird routine aber langweilig und belanglos. im film funktioniert das bestimmt super, aber weshalb man sich dieses album kaufen sollte, wenn man schon die 6 vorgänger hat, kann ich nicht sagen.

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Bitte beachtet wirklich die Warnung von horner1980!!! Die angegeben Youtubelinks enthalten Stücke, die um einiges verlangsamt wurden. Finger weg davon!!

 

Den March of Restistance musste ich mir jetzt aber einfach als kleinen Teaser geben. Natürlich in Originalgeschwindigkeit.

Ich finde ihn großartig! Das Thema geht sofort ins Ohr. Nach einer Minute singt man es schon mit. Die Orchestrierung ist, wie könnte es auch anders sein, sehr sauber und solide. Majestätisch, dramatisch - typisch Williams eben. Aber genau das will ich ja hören! Erinnert etwas an das Nazi-Thema aus Indiana Jones. Auch harmonisch weiß das Stück sehr zu gefallen. Zum Beispiel lässt mir das kleine Schmakerl bei 00:23 ein tief erfülltes "Ahhhh..." entweichen. Leider verliert das Stück über die Dauer etwas an Kraft. Die Variationen sind eher leichte Kost und man wartet die ganze Zeit nur drauf, wieder das geile Thema vom Anfang zu hören. Aber vieleicht finden sich in den anderen Tracks ja noch ein paar hübsche Variationen. Der Schluss haut mich dann mal wieder vom Hocker. Die Blechbläser und Streicher überbieten sich hier gegenseitig in ihrem Kampf um die Vorherrschaft in Williams prachtvollen Schlussakkorden. Dieses Stück macht auf jeden fall Lust auf mehr und erfüllt mich sofort wieder mit dem so sehr vermissten, typischen Star Wars Feeling. Herrlich!

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... hat bei harry potter ja auch geklappt ...

 

"Hat geklappt" ist wohl bei Harry Potter ein dehnbarer Begriff ... ja die anderen Komponisten haben auch etwas komponiert (Doyle sogar eine interessante Version auf den Tisch gelegt) aber keiner der Nachfolgekompositionen kam auch nur Ansatzweise an die großartigen Themen und die ausgeklügelte Komposition von Williams' ersten 3 Potter-Scores heran!

 

Bezüglich Star Wars VII muss ich mich noch bis morgen in Geduld üben ... :D ... Gibt es viel Chor zu hören? 

 

... damals hat mir das Album von Episode I auf Anhieb auch nicht gefallen, als ich dann die 2-CD-Version gehört habe bin ich zum Fan geworden ... Episode II hat mir gleich sehr gut gefallen, nicht zuletzt wegen dem Love-Theme :D ... Bei Episode III war ich über den Musikschnitt auf dem Album entsetzt, das Hauptthema wurde nicht ganz ausgespielt, es wurde noch während es gespielt wurde abrupt auf ein Action-Stück geschnitten, das war leider ein Fehlgriff vom Maestro oder seinem Music-Editor, sonst gefällt mir das Album ziemlich gut. Hier würde ich eine Doppel-CD mit der Filmversion der Eröffnungsmusik sehr begrüßen ... Bei Episode II hatten wir alles Essentielle auf dem 76 Min.-Album bereits bestens präsentiert bekommen. 

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"Hat geklappt" ist wohl bei Harry Potter ein dehnbarer Begriff ... ja die anderen Komponisten haben auch etwas komponiert (Doyle sogar eine interessante Version auf den Tisch gelegt) aber keiner der Nachfolgekompositionen kam auch nur Ansatzweise an die großartigen Themen und die ausgeklügelte Komposition von Williams' ersten 3 Potter-Scores heran!

doyles und hoopers themen konnten locker mit den williams themen mithalten. desplat hat ja dann eher die subtilere schiene gefahren. und auch seine themen, wie auch die von doyle und hooper, sind ausdrucksstärker als die themen, die williams nun zum siebten star wars teil abgeliefert hat. und ob williams ausgeklügelter komponiert als alle 3 komponisten zusammen ist doch nur nur zweitrangig, wenn nicht sogar drittrangig. doyle, hooper und desplat haben jeweils einen neuen eigenständigen sound dem von williams kreierten harry potter sound hinzu gefügt und trotzdem ist die reihe musikalisch in sich stimmig. star wars hat 7 filme lang einen einzigen sound, der nur aufgrund der themen abwechslung und sowas wie neuartigkeit aufkommen ließ. ohne die themen würden sich die scores kaum von einander unterscheiden. bei 6 filmen würde es schnell langweilig werden. teil 7 fügt dem franchise nichts hinzu. ein weiterer technisch gekonnt komponierter williams score, diesmal nur mit blassen themen und einem weiteren typischen williams marsch sowie einer portion harry potter magie und jerry goldsmithanleihen in der action. solide routine. aber seit wann geben wir uns damit zufrieden?

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Ach. Die YT Clips sind zu langsam?!

Ich hatte mich irgendwie auch schon gewundert

Im Film kam das anders rüber.

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Gast

doyles und hoopers themen konnten locker mit den williams themen mithalten. desplat hat ja dann eher die subtilere schiene gefahren. und auch seine themen, wie auch die von doyle und hooper, sind ausdrucksstärker als die themen, die williams nun zum siebten star wars teil abgeliefert hat. und ob williams ausgeklügelter komponiert als alle 3 komponisten zusammen ist doch nur nur zweitrangig, wenn nicht sogar drittrangig. 

 

Also für mich nicht. Ich kann nur für mich sprechen, aber das Ausgeklügelte bei Williams ist ja in meinen Ohren gerade auch die gekonnte Motivarbeit in allen seinen Tracks. Er versteht es anzudeuten, zu steigern, zu dramatisieren und selbst aus wenig Material viel zu machen. Für mich bestand die Magie bei Williams schon immer in den Zwischentönen, den kurzen Aufblitzern, die auch viele seine Actiontracks für mich sehr interessant machen. Aber ich mag eh viel Klein-Klein in Musik (Weshalb ich mich beispielsweise auch sehr für Planet of the Apes erwärme). Aber gut, das ist natürlich Geschmack.

Für mich sind die Potter Scores auch Williams Standard.

 

Würde mich gerne zum Thema äußern, aber da muss sich die Welt leider noch ein paar Tage auf mein fundiges Urteil gedulden. ;-)

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doyles und hoopers themen konnten locker mit den williams themen mithalten. desplat hat ja dann eher die subtilere schiene gefahren. und auch seine themen, wie auch die von doyle und hooper, sind ausdrucksstärker als die themen, die williams nun zum siebten star wars teil abgeliefert hat. und ob williams ausgeklügelter komponiert als alle 3 komponisten zusammen ist doch nur nur zweitrangig, wenn nicht sogar drittrangig. doyle, hooper und desplat haben jeweils einen neuen eigenständigen sound dem von williams kreierten harry potter sound hinzu gefügt und trotzdem ist die reihe musikalisch in sich stimmig. star wars hat 7 filme lang einen einzigen sound, der nur aufgrund der themen abwechslung und sowas wie neuartigkeit aufkommen ließ. ohne die themen würden sich die scores kaum von einander unterscheiden. bei 6 filmen würde es schnell langweilig werden. teil 7 fügt dem franchise nichts hinzu. ein weiterer technisch gekonnt komponierter williams score, diesmal nur mit blassen themen und einem weiteren typischen williams marsch sowie einer portion harry potter magie und jerry goldsmithanleihen in der action. solide routine. aber seit wann geben wir uns damit zufrieden?

 

Also ich persöhnlich bin heil froh, dass es 7 Star Wars Filme lang einen einzigen Sound gibt, der nur durch neue Themen aufgelockert wird. Das ist bei Der Herr der Ringe auch so. Filmreihen durch die sich die Musik wie ein roter Faden zieht sind in meinen Ohren besonders stark. Wenn ich diesen Soundtrack höre, stellt sich sofort das "AHHHHH - Star Wars! - Gefühl" ein. Das habe ich bei Harry Potter nur, wenn das Hedwigs Theme in den Filmen ertönt. Einen roten Faden gibt es sonst in den Musiken nicht. Kann es ja auch gar nicht - bei 3 verschiedenen Komponisten.

Da ist es mir lieber, wenn ein Stil durchgezogen und einer ganzen Filmreihe damit musikalische Identität verliehen wird. Abgesehen davon stimme ich Babis zu: Bei Williams ist mir noch nie langweilig geworden. Zu bunt ist seine Orchestrierung, zu zahlreich die kleinen Details und zu einprägsam seine Themen. Ich habe keine Ahnung wie man hier etwas "neues" erwarten konnte. Der Ruf nach "Neuem" nervt mich sowieso tierisch.

Wer Star Wars hören will, der bekommt einen typischen Williams. Und verdammt nochmal: Das ist auch gut so!!!! :D

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Der Ruf nach "Neuem" nervt mich sowieso tierisch.

Finde ich sehr schade, dass gerade du als Komponist eine so innovationsfeindliche Einstellung an den Tag legst. Gerade Künstler sollten doch eigentlich am aufgeschlossensten sein und interessiert an einem möglichst breiten, vielgestaltigen Spektrum künstlerischer Ausdrucksweisen.

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Finde ich sehr schade, dass gerade du als Komponist eine so innovationsfeindliche Einstellung an den Tag legst. Gerade Künstler sollten doch eigentlich am aufgeschlossensten sein und interessiert an einem möglichst breiten, vielgestaltigen Spektrum künstlerischer Ausdrucksweisen.

Dafür ist noch genug Zeit, wenn Williams in Rente gegangen ist. :-)

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es wird doch aber interessant ob man bei den Spinoffs auf "jeder soll nen Stil haben wie er mag" oder auch auf "Williams Sound" setzt... gemessen daran, dass Williams' Stil kaum mehr wer drauf hat (da blieben eigentlich nur Desplat, Giacchino, Arnold und Ottman wag ich mal zu behaupten), bezweifle ich dass der Williams Sound bleiben wird... das wird fürchte ich eher in Richtung Marvel laufen (Streicher auf, Streicher ab... kurzes Themenstatement am Ende des Films).

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es wird doch aber interessant ob man bei den Spinoffs auf "jeder soll nen Stil haben wie er mag" oder auch auf "Williams Sound" setzt... gemessen daran, dass Williams' Stil kaum mehr wer drauf hat (da blieben eigentlich nur Desplat, Giacchino, Arnold und Ottman wag ich mal zu behaupten), bezweifle ich dass der Williams Sound bleiben wird... das wird fürchte ich eher in Richtung Marvel laufen (Streicher auf, Streicher ab... kurzes Themenstatement am Ende des Films).

 

Desplat traue ich da noch am meisten zu, bin auch sehr auf den Spin-Off Film gespannt und was er da so draus machen wird.

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Nathan Johnson könnte ich mir ja für Episode VIII sehr gut vorstellen (und fände die Wahl bei Rian Johnson als Regisseur auch nicht abwegig). Ein ganz anderer Stil abseits des Mainstreams, der Star Wars sehr gut stehen könnte.

Was nicht heißen soll, dass ich mit Williams' Beitrag zu Episode VII unzufrieden wäre. Ich glaube, jeder hat mit seinem Score bekommen, was er erwartet hat - schlechte Vorahnungen wurden ebenso wie Vorfreude bestätigt.

Ich konnte leider im Cinemagnum in Nürnberg gestern die Musik nicht genießen, die (neuen und groß beworbenen) Boxen waren entweder viel zu laut eingestellt oder ich war in meinem Leben bisher zu selten in der Disco und habe noch ein einigermaßen sensibles Gehör. Jedenfalls war das für mich nur noch ein einziger Krach, der mir das Erlebnis ordentlich vermiest hat.

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Also ich persöhnlich bin heil froh, dass es 7 Star Wars Filme lang einen einzigen Sound gibt, der nur durch neue Themen aufgelockert wird. Das ist bei Der Herr der Ringe auch so. Filmreihen durch die sich die Musik wie ein roter Faden zieht sind in meinen Ohren besonders stark. Wenn ich diesen Soundtrack höre, stellt sich sofort das "AHHHHH - Star Wars! - Gefühl" ein. Das habe ich bei Harry Potter nur, wenn das Hedwigs Theme in den Filmen ertönt. Einen roten Faden gibt es sonst in den Musiken nicht. Kann es ja auch gar nicht - bei 3 verschiedenen Komponisten.

Da ist es mir lieber, wenn ein Stil durchgezogen und einer ganzen Filmreihe damit musikalische Identität verliehen wird. Abgesehen davon stimme ich Babis zu: Bei Williams ist mir noch nie langweilig geworden. Zu bunt ist seine Orchestrierung, zu zahlreich die kleinen Details und zu einprägsam seine Themen. Ich habe keine Ahnung wie man hier etwas "neues" erwarten konnte. Der Ruf nach "Neuem" nervt mich sowieso tierisch.

Wer Star Wars hören will, der bekommt einen typischen Williams. Und verdammt nochmal: Das ist auch gut so!!!! :D

 

Also mich nervt's mittlerweile auch.

 

Klar würde man sich freuen, wenn's ein unübertroffenes Meisterwerk würde/wäre - aber mal ehrlich: vollbringt Ihr auch jeden Tag auf der Arbeit Höchstleistungen?? Sicherlich nicht.

 

Der Mann ist 83 - da dürfte es dann auch mal etwas ruhiger werden oder eben kein zweites Empire Strikes Back. 

 

Immer dieses Geschrei nach Meisterwerken. Man sollte die Kirche einfach mal im Dorf lassen und letztlich kann ich mir bei Williams kaum vorstellen, dass da mal was kommt was unterste Schublade wäre!?!

 

Man sollte sich einfach freuen, dass Williams in der Lage war den siebten Teil zu machen und sich freuen, dass seine Musik auch noch in aktuellen Kinoproduktionen ertönt. 

 

Eigentlich muss das reichen - vor allem wenn man wie er quasi ein halbes Jahrhundert komponiert und das auf so weitgehend hohem Niveau!

 

Gruß

 

Jens

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Also mich nervt's mittlerweile auch.

 

Klar würde man sich freuen, wenn's ein unübertroffenes Meisterwerk würde/wäre - aber mal ehrlich: vollbringt Ihr auch jeden Tag auf der Arbeit Höchstleistungen?? Sicherlich nicht.

 

Der Mann ist 83 - da dürfte es dann auch mal etwas ruhiger werden oder eben kein zweites Empire Strikes Back. 

 

Immer dieses Geschrei nach Meisterwerken. Man sollte die Kirche einfach mal im Dorf lassen und letztlich kann ich mir bei Williams kaum vorstellen, dass da mal was kommt was unterste Schublade wäre!?!

 

Man sollte sich einfach freuen, dass Williams in der Lage war den siebten Teil zu machen und sich freuen, dass seine Musik auch noch in aktuellen Kinoproduktionen ertönt. 

 

Eigentlich muss das reichen - vor allem wenn man wie er quasi ein halbes Jahrhundert komponiert und das auf so weitgehend hohem Niveau!

 

Gruß

 

Jens

 

Schon richtig, aber "neu/frisch/originell" ist ja eigentlich eine andere Eigenschaftenecke als "Meisterwerk". Ich denke auch, dass Williams da schon selbst den Anspruch hat, was verschiedene Themen in seinen Arbeiten angeht, macht ihm ja auch so schnell niemand etwas vor.

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Also nachdem ich es auf Arbeit dreimal hab durchlaufen lassen ist mein anfängliches Achselzucken durchaus einem soliden, wenn auch nicht weltbewegendem Daumen hoch gewichen.

 

Dass dieser Score kein zweites ESB ist, liegt aber weniger an Williams sicherlich nicht mehr auf Hochtouren fahrender Abenteuerlust, sondern wird, wie an Präzedenzfällen der letzten Jahre ersichtlich werdend, eher von der weniger musikfreundlichen Machart moderner Blockbuster bestimmt.

 

Insgesamt sind es eben nicht die idiomatisch schlankeren neuen Themen und Einfälle, die mich kaltgelassen haben, sondern eher die wie Fremdkörper hineingewerkelten romantischen Themen aus der "guten alten zeit": das will alles nur bedingt zusammen passen und wirkt dann mitunter eben auch etwas hilflos, wenn sich plötzlich Straussianische Fortissimos in übersichtlich orchestrierte, teils minimalistische Orchestrationskonstrukte ergießen, frei nach dem Motto "reim dir oder ich freß dich". Insgesamt vielleicht nicht der krönende Karriereabschluss, den sich mancher gewünscht hätte, aber sicher auch kein schlaffer Book Thief.

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Finde ich sehr schade, dass gerade du als Komponist eine so innovationsfeindliche Einstellung an den Tag legst. Gerade Künstler sollten doch eigentlich am aufgeschlossensten sein und interessiert an einem möglichst breiten, vielgestaltigen Spektrum künstlerischer Ausdrucksweisen.

Bin selber Komponist und habe gerade ein Werk für symphonisches Blasorchester fertiggestellt. Ist eher traditionell/gemäßigt modern, habe aber im schnellen Teil des Werks u.a. mit Polytonalität experimentiert und auch mal den einen oder anderen Cluster eingesetzt. Das ist keine neue Musik, aber eben auch nicht vollkommen altbacken. Warum erzähle ich das alles? Weil ich der Meinung bin, dass man als Komponist natürlich aufgeschlossen sein sollte, was die verschiedenen Stilistiken, Techniken und Klangwelten angeht. Aber nur bis zu einem gewissen Grad. Dennoch bin ich eher ein Traditionalist was sowohl meine Hörgewohnheiten als auch meine Kompositionen angeht. Zu meinen Hörgewohnheiten als Beispiel Hellraiser von Christopher Young. Ich höre eigentlich nur die melodischen Teile aus dem Score, weil die musique Concrète Teile nix für mich sind. Passen wie die Faust aufs Auge im Film und sind auch supereffektiv. Klanglich auch spannend, aber nix was ich mir zum puren Hörgenuss anhören würde. Ich finde nicht, dass man als zeitgenössischer Komponist heutzutage in einem Stil komponieren muss, der vollkommen atonal ist und in manchen Fällen die Grenze der Lächerlichkeit überschreitet (das Hurz Syndrom). Das was viele zeitgenössische Komponisten heutzutage schreiben, schreiben sie für ein Publikum, dass eigentlich auch nur aus Komponisten besteht. Das heißt im Umkehrschluss nicht, dass man sich an einen Massengeschmack anpassen muss(sonst würde heute vieles neu komponiertes nach Bach, Beethoven oder Schubert klingen), aber völlig abgehobene "Geräuschmusik" will halte ich mittlerweile auch ausgelutscht.  Dissonant und rhythmisch spannend ja, aber immer noch anhörbar.   BVB Fans Anmerkung bezog sich ja auch auf die Star Wars Soundtracks und da muss ich sagen da möchte ich auch großsymphonische Scores hören, einfach weil dieser Stil meiner Meinung nach  zu dieser Art von Film passt. Wenn jetzt Darren Aronofsky auf die Idee kommen sollte einen Art House Star Wars zu machen würde vielleicht ein anderes Klangkonzept dazu passen. Solange aber die Star Wars Filme Swashbuckler im Weltraum sind bin ich vollkommen zufrieden, dass die Scores Williamesque bleiben. Den neuen Score werde ich heute abend im Kino zusammen mit den Soundeffekten "geniesen". Morgen sollte die CD kommen. Dann kann auch was über den Score sagen.

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es wird doch aber interessant ob man bei den Spinoffs auf "jeder soll nen Stil haben wie er mag" oder auch auf "Williams Sound" setzt... gemessen daran, dass Williams' Stil kaum mehr wer drauf hat (da blieben eigentlich nur Desplat, Giacchino, Arnold und Ottman wag ich mal zu behaupten), bezweifle ich dass der Williams Sound bleiben wird... das wird fürchte ich eher in Richtung Marvel laufen (Streicher auf, Streicher ab... kurzes Themenstatement am Ende des Films).

 

 

Am Besten hat den Williams-Sound ja Joel McNeely drauf, siehe SHADOWS OF THE EMPIRE.

Leider wird McNeely den B-Film-Geruch nicht los. Halte ihn für schwer unterschätzt, eine eigene Sprache hat der Mann nämlich, wenn er darf.

 

(Und er hat beste Kontakte zu Disney!)

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Ich finde, man sollte die Kirche doch im Dorf lassen. Einen neuen Sound zu fordern ist schön und gut, geht aber doch an der Realität der Filmproduktion völlig vorbei. Der neue Film orientiert sich - nach allem was ich gehört habe - offenbar visuell als auch inhaltlich stark an der Ur-Trilogie. Das setzt gleichzeitig einen festen stilistischen Rahmen für die Musik. Williams erlaubt sich hier und da ja durchaus Freiheiten (die E-Gitarre in Ep. II  oder das jazzige Rey-Thema im neuen Film), aber völlig ungebunden ist er da ganz gewiss nicht. Wer da eine andere Art Filmmusik fordert, muss auch einen ganz anderen Film als Vorlage fordern.

 

Der Vergleich mit Harry Potter hinkt gewaltig. Die Musiken verändern sich im "Sound" nicht nur durch den Wechsel der Komponisten, sondern auch, weil die Filme erwachsener und düsterer werden. Man sieht das ja schon an der Williamschen dritten Musik, die merklich zurückhaltender gehalten ist als die Nussknacker-Sinfonik von Teil 1 und 2. Doyle, Hooper & Desplat setzten diesen Weg dann fort. Ob nun aber die fernsehhaft etwas biederen Vertonungen von Hooper und die beiden Routine-Desplats wirklich neuartiger/frischer sind als die Williams-Musiken sei davon abgesehen mal dahingestellt. Gerade die Musik zum achten Film von Desplat ist für mich völlig gesichtslos und austauschbar geraten. So richtig hängen geblieben ist übrigens in meinen Ohren ab Teil 5 auch kein thematischer Einfall mehr...

 

Gruss,

Mike

 

ein anderer komponist hätte den musikalischen rahmen eventuell neu bzw. anders abstecken können. z.bsp. mit einem anderen sound. hat bei harry potter ja auch geklappt und bei clone wars ebenfalls. kompositorische qualität reicht bei einer so langen filmreihe nicht mehr aus, denn das wird schnell langweilig. die alten themen fallen nicht auf, weil sie so bekannt sind, sondern weil sie so prägnant sind und charakter haben. das merkt man auch bei diesem album. die neuen themen sind nicht fade komponiert, sie sind fade im ausdruck. die ganze musik klingt nach gut komponierter routine. bei 7 filmen wird routine aber langweilig und belanglos. im film funktioniert das bestimmt super, aber weshalb man sich dieses album kaufen sollte, wenn man schon die 6 vorgänger hat, kann ich nicht sagen.

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Also nachdem ich es auf Arbeit dreimal hab durchlaufen lassen ist mein anfängliches Achselzucken durchaus einem soliden, wenn auch nicht weltbewegendem Daumen hoch gewichen.

 

Dass dieser Score kein zweites ESB ist, liegt aber weniger an Williams sicherlich nicht mehr auf Hochtouren fahrender Abenteuerlust, sondern wird, wie an Präzedenzfällen der letzten Jahre ersichtlich werdend, eher von der weniger musikfreundlichen Machart moderner Blockbuster bestimmt.

 

Insgesamt sind es eben nicht die idiomatisch schlankeren neuen Themen und Einfälle, die mich kaltgelassen haben, sondern eher die wie Fremdkörper hineingewerkelten romantischen Themen aus der "guten alten zeit": das will alles nur bedingt zusammen passen und wirkt dann mitunter eben auch etwas hilflos, wenn sich plötzlich Straussianische Fortissimos in übersichtlich orchestrierte, teils minimalistische Orchestrationskonstrukte ergießen, frei nach dem Motto "reim dir oder ich freß dich". Insgesamt vielleicht nicht der krönende Karriereabschluss, den sich mancher gewünscht hätte, aber sicher auch kein schlaffer Book Thief.

Dem schließe ich mich an. Nach mehrmaligen Durchläufen fallen dann schon die neuen Themen auf, die doch recht gut anhörbar sind. Nur leider eben zu dezent. Am Besten ist noch das Thema von Rey auszuhören.

Also, meine Meinung nach dem ersten Durchhören muss ich dann doch etwas ändern. Ein schöner Score, kein Meisterwerk, aber auch kein Ausfall ...

Werde mir dann morgen die CD doch kaufen.

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hatte nicht wer gefragt ob viel Chor vorkommt? Find den Post grad nicht... also ein Chorstück ala E1 oder E3 gibts nicht. Snokes Thema wird überwiegend vom Chor getragen, aber das is recht subtil.

 

@Jim Rian Johnson mag schon sein, dann braucht der aber viel Hilfe von Orchestrierern... bezweifle, dass von Teil 7 auf Teil 8 auf einmal der Stil geändert wird. Wenn er noch kann und will wird Williams auch sicher Teil 8 machen.

 

Nur bei den Spinoffs geh ich mal von anderen Leuten durchweg aus.

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Ich meine hier im Forum in einem Zitat von Lawrence Kasdan gelesen zu haben, dass der 8. Teil von Rian Johnson sehr eigenständig sein soll. Insofern würds dann vielleicht doch passen. Kann aber natürlich auch PR-Blabla gewesen sein.

Und über Williams würde ich mich auch sehr freuen, aber ich denke, dessen Tage als SW-Komponist (und besonders Wille) sind angezählt.

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Ich meine hier im Forum in einem Zitat von Lawrence Kasdan gelesen zu haben, dass der 8. Teil von Rian Johnson sehr eigenständig sein soll. Insofern würds dann vielleicht doch passen. Kann aber natürlich auch PR-Blabla gewesen sein.

Und über Williams würde ich mich auch sehr freuen, aber ich denke, dessen Tage als SW-Komponist (und besonders Wille) sind angezählt.

 

Aber ich denke nicht, dass nun mit dem nächsten normalen Star Wars-Film plötzlich ein total anderer Stil daherkommt. Disney und Co wollten nicht umsonst wieder John Williams für den neuen Star Wars-Film haben. Ich glaube, es kann gut sein.. egal wer die nächsten Filme machen darf.. der muss sich an Williams-Stil anpassen und ich bin mir auch sicher.. dass auch die weiteren Teile (Spinoffs mal ausgeschlossen) mit dem ganz normalen Star Wars-Thema beginnen werden. Denn auch sowas könnte Fans vergraulen und denke, das würde auch Fans vergraulen, wenn ihre Musik nicht nach Star Wars klingt.

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Eine Tendenz, wie sich das Universum musikalisch in Zukunft entwickeln kann, wird sich mit der Komponistenwahl für das erste Spin-Off zeigen. Wenn sich in den Spin-Offs eine Williams-ferne Herangehensweise etabliert, halte ich sie auch für die Hauptfilme für möglich. Aber das ist zugegenermaßen viel Spekulation und soll uns nicht die Freude am Moment nehmen. :)

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hatte nicht wer gefragt ob viel Chor vorkommt? Find den Post grad nicht... also ein Chorstück ala E1 oder E3 gibts nicht. Snokes Thema wird überwiegend vom Chor getragen, aber das is recht subtil.

 

Das war ich, danke für die Antwort :) ... Ich muss mir doch gleich wieder SW III anhören :D haha ... morgen ist dann eeeeendlich SW VII drann. :P ... wie schön, dass es noch einen weiteren John Williams Star Wars Score zu kaufen gibt! Wer hätte das, 2005 noch für möglich gehalten? Bin schon sehr gespannt.

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