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Luke
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[emoji15][emoji33]Alles nur noch virtuell. Nichts mehr, was man anfassen kann. Seufzt

 

Das halte ich für ein Gerücht. Wer gerne rituell seine Musik genießen möchte, kann das ja auch weiterhin tun.

Die Spannweite von CD zu Stream ist jedenfalls wesentlich geringer als CD zu Konzert, wo die eigentliche Musik in ihrer vollen physischen haptischen Art zu erleben ist. Von daher hat die CD ja selbst schon fleißig am Trend mitgewerkelt. Ich hoffe doch sehr, dass die CD nicht ausstirbt und stelle mir da ein on Demand Verfahren als Nische vor, was ich in mehrfacher Hinsicht als sinnvoller erachte. Aber ich weiß in Ermangelung von Wissen nicht, wie es da mit der Qualität aussieht.

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Aber so von der Tabelle scheint es immer mehr Richtung Streamen zu gehen und das macht mir dann schon extreme Sorgen. Denn vom Musik streamen verdienen die Komponisten mal so gut wie gar nichts. Da Spotify und Co gar nicht daran denken, die Urheber der Musik fair auszubezahlen. Vom mistigen YouTube wollen wir gar nicht mal reden.. Klar auch mit dem Verkauf einer CD machen unsere Komponisten heutzutage eher ein Verlustgeschäft als ein Gewinn, jedoch daran ist auch das Hörverhalten von heute Schuld. Es gibt einige, die kaufen sich keine Musik mehr weil sie entweder auf YouTube zu finden ist, auf Spotify oder irgendwo illegal zum runterladen gibt, wo es mir vorkommt, dass das immer mehr Leute werden, die das tun.

Was das Streamen angeht, da gab es mal ein gutes Beispiel... Taylor Swift und auch Adele haben mal ihre Musik aus Spotify rausgenommen und schwups waren beide mit ihren neuen Alben auf Platz 1 der Albumcharts. Grund dafür ist ganz einfach. Um die Musik zu hören, mussten die Leute nun die CDs oder das digitale Release kaufen.

 

 

Alles nur noch virtuell. Nichts mehr, was man anfassen kann. Seufzt

 

Ich weiß, was Luke meint. Es geht darum, etwas in der Hand zu haben. Zum Beispiel ein Booklet, in dem man ein wenig rumschmökern kann oder das Gefühl, die CD in den Player zu legen und dann auf Play zu klicken.

Dazu ist das "Das ist meins"-Gefühl bei einer CD oder einer Platte viel größer als bei Dateien auf dem Rechner. Ich schau zum Beispiel sehr gerne auf meine knapp 600 Filmmusik-CDs (weiß .. das ist relativ wenig im Vergleich zu anderen hier ;) ) und jedesmal kommt da eine große Zufriedenheit auf. Ich bin stolz auf meine Sammlung und schaue gerne zu, wie sie immer weiter wächst.

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Ich weiß, was Luke meint. Es geht darum, etwas in der Hand zu haben. Zum Beispiel ein Booklet, in dem man ein wenig rumschmökern kann oder das Gefühl, die CD in den Player zu legen und dann auf Play zu klicken.

Dazu ist das "Das ist meins"-Gefühl bei einer CD oder einer Platte viel größer als bei Dateien auf dem Rechner. Ich schau zum Beispiel sehr gerne auf meine knapp 600 Filmmusik-CDs (weiß .. das ist relativ wenig im Vergleich zu anderen hier ;) ) und jedesmal kommt da eine große Zufriedenheit auf. Ich bin stolz auf meine Sammlung und schaue gerne zu, wie sie immer weiter wächst.

 

In deed, Oliver, in deed.

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Aber so von der Tabelle scheint es immer mehr Richtung Streamen zu gehen und das macht mir dann schon extreme Sorgen. Denn vom Musik streamen verdienen die Komponisten mal so gut wie gar nichts. Da Spotify und Co gar nicht daran denken, die Urheber der Musik fair auszubezahlen. Vom mistigen YouTube wollen wir gar nicht mal reden.. Klar auch mit dem Verkauf einer CD machen unsere Komponisten heutzutage eher ein Verlustgeschäft als ein Gewinn, jedoch daran ist auch das Hörverhalten von heute Schuld. Es gibt einige, die kaufen sich keine Musik mehr weil sie entweder auf YouTube zu finden ist, auf Spotify oder irgendwo illegal zum runterladen gibt, wo es mir vorkommt, dass das immer mehr Leute werden, die das tun. Da gab es mal ein gutes Beispiel... Taylor Swift und auch Adele haben mal ihre Musik aus Spotify rausgenommen und schwups waren beide mit ihren neuen Alben auf Platz 1 der Albumcharts. Grund dafür ist ganz einfach. Um die Musik zu hören, mussten die Leute nun die CDs oder das digitale Release kaufen.

 

Aber genau das ist ja der Punkt. Wer ernsthaft an einer Reform des Musikmarktes und der fairen Entlohnung der Künstler interessiert ist, der muss weit über den Tellerrand von CD und Streaming hinausschauen. Selbst bei guten Verkäufen ist es immer noch nur ein Bruchteil, der von den Verkäufen der Musik leben kann. Schon zu Hochzeiten der CD konnte der größte der Teil der Musiker nicht davon leben. Streaming schafft hier kein Problem, dass es nicht an anderer Stelle schon gab. Aber die modernen Techniken erlauben umso mehr dezentrale direkte Vermarktungen und darin liegt eine Chance verborgen, die nur noch genutzt werden muss. Wie so oft müssen aber alle mit anpacken.

Und CD ist ja nicht CD. Wenn ich mir ne CD gebraucht kaufe, kann sich der Künstler da kein Ei drauf pellen.

 

Ich weiß, was Luke meint. Es geht darum, etwas in der Hand zu haben. Zum Beispiel ein Booklet, in dem man ein wenig rumschmökern kann oder das Gefühl, die CD in den Player zu legen und dann auf Play zu klicken.

 

Ich weiß auch, was er meint. Und das soll ja auch jedem bleiben, wenn er es mag. Nichtsdestrotrotz ist das 1. keine Frage von Streaming vs. CD und 2. auch ohne CD möglich.

 

"Das ist meins"-Gefühl

 

Ich bin sehr froh darüber, dass ich dieses Gefühl längst nicht mehr habe oder haben muss. Auch wenn ich natürlich den ästhetischen Charme und die zumindest partiellen praktischen Vorzüge einer gut sortierten Bibliothek zu schätzen weiß. :-)

 

Ich für meinen Teil habe, seit ich streame, wesentlich mehr Geld an den Künstler gebracht. Und zwar weil ich streame. Statt gebrauchter CDs habe ich Konzerte besucht oder unmittelbar Künstler unterstützt. Mehr Streaming, weniger Geld an den Künstler ist, da bin ich mir anhand gekannter Faktoren sicher, nur eine Milchmädchenrechnung, die ein System unterstützt, das eigentlich gar nicht wirklich funktioniert. Den haptischen Aspekt verstehe ich, aber die Qualität und das ästhetische Hörerlebnis mitsamt Wohlfühlritual hängt in erster Linie nicht von der CD ab, sondern eben von der Ritualisierung, die man ja auch in Teilen und gänzlich anders vollziehen könnte. Wer seine Handlungen auf billig trimmt, dem geht ohnehin Lebensqualität verloren.

Aber wie gesagt: Ich hoffe doch sehr, dass Freunde der heimischen Musikbibliothek auch in Zukunft auf ihre Kosten kommen können. Nur eben in einem stark verbesserten und reformierten System.

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Musik ist die ultimativ ephemere Kunstform, da lässt sich eigentlich gar nix anfassen. Höchstens die Partitur. Und wenn man den physischen Eindruck der Musik, also das akustische Erlebnis des echten, direkt erzeugten Schalls sucht, sollte man ins Konzert gehen. In der Ära der CD/LP gab es nicht mehr "Musik zum Anfassen" als heute.

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Aber so von der Tabelle scheint es immer mehr Richtung Streamen zu gehen und das macht mir dann schon extreme Sorgen. Denn vom Musik streamen verdienen die Komponisten mal so gut wie gar nichts. Da Spotify und Co gar nicht daran denken, die Urheber der Musik fair auszubezahlen. Vom mistigen YouTube wollen wir gar nicht mal reden.. Klar auch mit dem Verkauf einer CD machen unsere Komponisten heutzutage eher ein Verlustgeschäft als ein Gewinn, jedoch daran ist auch das Hörverhalten von heute Schuld. Es gibt einige, die kaufen sich keine Musik mehr weil sie entweder auf YouTube zu finden ist, auf Spotify oder irgendwo illegal zum runterladen gibt, wo es mir vorkommt, dass das immer mehr Leute werden, die das tun.

 

Da Spotify nicht daran denkt, gerecht zu bezahlen? Welcher Betrag ist denn pro Streaming gerecht? Wer entscheidet darüber, ob dieser Betrag gerecht ist? Läuft es nicht so, dass Spotify den Vertrag in erster Linie mit dem Label macht? In den Augen des Labels muss dieser Betrag also gerecht genug sein, um den Song bereit zu stellen. Wäre dem nicht so, steht es ihm ja auch frei, diesen nicht fürs Streaming freizugeben. ;)

 

Und wieso "miestiges" YouTube? Meines Wissens gehen die nicht pro-aktiv dagegen vor, dass Songs ohne Erlaubnis hochgeladen werden, löschen sie aber, sobald sie gemeldet werden. Das ist in meinen Augen völlig in Ordnung. Ansonsten? Weil sie sich mit der GEMA nicht einigen können? Hier haben beide Seiten ihre (berechtigten) Forderungen. Und gerade hier zeigt sich doch, dass auch die "Gegenseite" ihre Macht ausspielen und die Freigabe verweigern kann? ;)

 

Dass immer mehr Leute illegale Quellen für ihre Musik nutzen sollen nehme ich ganz anders wahr. In meinem persönlichen Umfeld z.B. sind viele gerade durch Spotify komplett(!) vom Runterladen weg!

 

Was das Streamen angeht, da gab es mal ein gutes Beispiel... Taylor Swift und auch Adele haben mal ihre Musik aus Spotify rausgenommen und schwups waren beide mit ihren neuen Alben auf Platz 1 der Albumcharts. Grund dafür ist ganz einfach. Um die Musik zu hören, mussten die Leute nun die CDs oder das digitale Release kaufen.

 

Die deutschen Albumcharts beziehen die Werte beim Streaming so weit ich weiß mittlerweile auch mit ein. Das Ergebnis wäre also mittlerweile vielleicht(!) auch ein anderes. Dass die CDs aber auf Platz 1 steigen, ist dennoch keine Verwunderung wert und auch kein stichhaltiges Argument gegen Streaming, was ja ohnehin eine persönliche Einstellungssache ist.

 

Ich weiß, was Luke meint. Es geht darum, etwas in der Hand zu haben. Zum Beispiel ein Booklet, in dem man ein wenig rumschmökern kann oder das Gefühl, die CD in den Player zu legen und dann auf Play zu klicken.

Dazu ist das "Das ist meins"-Gefühl bei einer CD oder einer Platte viel größer als bei Dateien auf dem Rechner. Ich schau zum Beispiel sehr gerne auf meine knapp 600 Filmmusik-CDs (weiß .. das ist relativ wenig im Vergleich zu anderen hier  ;) ) und jedesmal kommt da eine große Zufriedenheit auf. Ich bin stolz auf meine Sammlung und schaue gerne zu, wie sie immer weiter wächst.

 

Was gemeint war, ist sicherlich sofort klar. ;) Beim Streaming hast du das Booklet nicht dabei, das ist klar. Das ist dem User beim Streamen allerdings auch im Vorfeld bewusst und er hat sich dagegen entschieden.

 

Ich nutze sowohl CD-Käufe als auch Streaming. Die CDs landen allerdings nur für ein paar Minuten im Rechner, um anschließend als FLAC gesichert zu werden. Danach stehen sie nur noch im Regal rum, da ich auf die Musik vom zentralen Netzwerkspeicher von überall abrufen kann. Natürlich ist die Sammlung nett anzusehen, allerdings wäre es im Prinzip sogar auch möglich, gänzlich auf den Kauf zu verzichten. Nur möchte ich meine Musik besitzen und nicht nur mieten, deshalb kommen die CDs, die mich tatsächlich mehr als nur zwei Mal begleiten auch auf CD ins Regal...

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Da Spotify nicht daran denkt, gerecht zu bezahlen? Welcher Betrag ist denn pro Streaming gerecht? Wer entscheidet darüber, ob dieser Betrag gerecht ist? Läuft es nicht so, dass Spotify den Vertrag in erster Linie mit dem Label macht? In den Augen des Labels muss dieser Betrag also gerecht genug sein, um den Song bereit zu stellen. wäre dem nicht so, steht es ihm ja auch frei, diesen nicht fürs Streaming freizugeben. ;)

Es wäre gerechter, mehr zu zahlen als aktuell (soviel ich aus erster Hand weiß) 0.001 Cent pro Klick, die sie aktuell an die Urheber zahlen.. gerade bei den Filmmusikkomponisten ist das doch ein echter Facepalm. Keine Ahnung ob du diese Summe gerecht findest?

 

Und wieso "miestiges" YouTube? Meines Wissens gehen die nicht pro-aktiv dagegen vor, dass Songs ohne Erlaubnis hochgeladen werden, löschen sie aber, sobald sie gemeldet werden. Das ist in meinen Augen völlig in Ordnung. Ansonsten? Weil sie sich mit der GEMA nicht einigen können? Hier haben beide Seiten ihre (berechtigten) Forderungen. Und gerade hier zeigt sich doch, dass auch die "Gegenseite" ihre Macht ausspielen und die Freigabe verweigern kann? ;)

 

 

YouTube will am liebsten rein gar nichts an die Urheber der Musik zahlen. Dazu sperren sie auch gerne Videos einfach aus dem Zufallsprinzip oder glaubt du echt, jemand würde ein Video melden, was auf dem offiziellen Künstleraccount zu finden ist? Dazu wurden auch schon Videos gesperrt, wo gar keine Musik zu hören ist. Aber trotzdem schiebt YouTube immer noch, obwohl es ihnen gerichtlich verboten wurde, den schwarzen Peter der GEMA zu. Dazu ist YouTube nicht das arme Schwein, wie sie sich hinstellen wollen. Dahinter steckt enorm enorm viel Geld. Jedoch sie sind einfach zu geizig.

Ich hab durchs Reden mit einigen Komponisten sehr viel Einblick in diese Materie bekommen. Mir wurde auch abseits der CINEMA WORLD-Interviews erzählt, was da Sache ist. In UK wurde derjenige, der den aktuell laufenden Vertrag mit YouTube gemacht hat, gleich am nächsten Tag gefeuert. Daher schaut man imAusland sehr gespannt auf die Entwicklungen ob die GEMA schlussendlich doch eine faire Auszahlung erwirkt.

 

 

Dass immer mehr Leute illegale Quellen für ihre Musik nutzen sollen nehme ich ganz anders wahr. In meinem persönlichen Umfeld z.B. sind viele gerade durch Spotify komplett(!) vom Runterladen weg!

 

Glückwunsch.. ich kenne hier niemanden in meinem Umfeld hier, der Musik kauft. Ich war mal in einer Arbeitsmaßnahme und weder die Chefetage noch die 30 Mitarbeiter haben dort für ihre Musik was bezahlt. Laden sich diese entweder von YouTube oder von illegalen Seiten. Ich werde sogar komisch angeschaut, weil ich für Musik Geld ausgebe. Dasselbe gilt übrigens auch für Filme..

 

 

 

Ich hab nichts gegen Spotify.. viele nutzen da ja wirklich als "mal ins Album reinhören", wozu es auch mal gedacht war.

Aber wenn ich zum Beispiel lese, wie sich tausende von Leute freuen, dass die Beatles endlich auf Spotify zu hören sind, dann stimmt das mich nachdenklich. Besonders wenn darunter sogenannte Fans der Gruppe sind, die normalerweise doch eh die Musik entweder als CD oder als digitaler Release in ihrer Sammlung haben sollte.

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Es wäre gerechter, mehr zu zahlen als aktuell (soviel ich aus erster Hand weiß) 0.001 Cent pro Klick, die sie aktuell an die Urheber zahlen.. gerade bei den Filmmusikkomponisten ist das doch ein echter Facepalm. Keine Ahnung ob du diese Summe gerecht findest?

 

Ich(!) habe keinerlei Ahnung, was gerecht ist für einen Klick. So leid es mir auch erst mal tut: Als Künstler hat man nicht per sé ein hohes und/oder geregeltes Einkommen. Sonst müsste auch allen anderen Selbstständigen ein Grundgehalt zu stehen, das ist nun mal das Los eines Nicht-Angestellten. Und das ist letztlich der Punkt, der mich bei "fairer Bezahlung" immer stutzig macht. Natürlich bin auch ich für eine faire Entlohnung für die Mühen. Allerdings steht es doch dennoch jedem Künstler frei, sich gegen das Modell Streaming zu entscheiden?

 

Wie viel bekommt der Urheber für den Kauf einer CD, die 10 Euro kostet?

Worauf möchte ich hinaus: Es ist ein ganz einfacher Term, mit dem wir ermitteln können, ab wie viel Durchläufen einer CD sich das Streaming für den Künstler mehr rechnet, als ein CD-Kauf... ;)

 

Zynisch, aber wahr.

 

YouTube will am liebsten rein gar nichts an die Urheber der Musik zahlen. Dazu sperren sie auch gerne Videos einfach aus dem Zufallsprinzip oder glaubt du echt, jemand würde ein Video melden, was auf dem offiziellen Künstleraccount zu finden ist? Dazu wurden auch schon Videos gesperrt, wo gar keine Musik zu hören ist. Aber trotzdem schiebt YouTube immer noch, obwohl es ihnen gerichtlich verboten wurde, den schwarzen Peter der GEMA zu. Dazu ist YouTube nicht das arme Schwein, wie sie sich hinstellen wollen. Dahinter steckt enorm enorm viel Geld. Jedoch sie sind einfach zu geizig.

Ich hab durchs Reden mit einigen Komponisten sehr viel Einblick in diese Materie bekommen. Mir wurde auch abseits der CINEMA WORLD-Interviews erzählt, was da Sache ist. In UK wurde derjenige, der den aktuell laufenden Vertrag mit YouTube gemacht hat, gleich am nächsten Tag gefeuert. Daher schaut man imAusland sehr gespannt auf die Entwicklungen ob die GEMA schlussendlich doch eine faire Auszahlung erwirkt.

 

Da geht es sicherlich um eine Menge Geld. Allerdings ist auch Google kein Wohltäter an die Menschheit und stellt einfach zum Vergnügen jeden Tag ein paar Terabyte Festplattenkapazität zur Verfügung. Es mag sicherlich nicht ganz einfach sein und es sind sicherlich beide(!) Seiten extrem sturr, allerdings ist es ebenso ungerechtfertigt, allein Google (bzw. YouTube, Google hat ja seinen eigenen Streaming-Dienst, bei dem man sich offenbar einigen konnte) die Schuld in die Schuhe zu schieben.

 

Glückwunsch.. ich kenne hier niemanden in meinem Umfeld hier, der Musik kauft. Ich war mal in einer Arbeitsmaßnahme und weder die Chefetage noch die 30 Mitarbeiter haben dort für ihre Musik was bezahlt. Laden sich diese entweder von YouTube oder von illegalen Seiten. Ich werde sogar komisch angeschaut, weil ich für Musik Geld ausgebe. Dasselbe gilt übrigens auch für Filme..

 

Bei mir die Kollegen zahlen allesamt für ihre Musik und Filme. Zwar vorrangig Streaming, aber es ist nichts illegales dabei.

Das gilt übrigens auch bei Freunden aus dem Studium.

 

Ich hab nichts gegen Spotify.. viele nutzen da ja wirklich als "mal ins Album reinhören", wozu es auch mal gedacht war.

Aber wenn ich zum Beispiel lese, wie sich tausende von Leute freuen, dass die Beatles endlich auf Spotify zu hören sind, dann stimmt das mich nachdenklich. Besonders wenn darunter sogenannte Fans der Gruppe sind, die normalerweise doch eh die Musik entweder als CD oder als digitaler Release in ihrer Sammlung haben sollte.

 

Spotify wollte und will nur dafür da sein, um nur mal kurz reinzuhören? Das ist mir neu und ehrlich gesagt ist Spotify viel mehr dafür ausgelegt, dauerhaft Ersatz für CD-Käufe zu sein?! ;)

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Da geht es sicherlich um eine Menge Geld. Allerdings ist auch Google kein Wohltäter an die Menschheit und stellt einfach zum Vergnügen jeden Tag ein paar Terabyte Festplattenkapazität zur Verfügung. Es mag sicherlich nicht ganz einfach sein und es sind sicherlich beide(!) Seiten extrem sturr, allerdings ist es ebenso ungerechtfertigt, allein Google (bzw. YouTube, Google hat ja seinen eigenen Streaming-Dienst, bei dem man sich offenbar einigen konnte) die Schuld in die Schuhe zu schieben.

Wie kann es dann sein, dass sich andere wie Dailymotion und MyVideo mit der GEMA geeinigt haben?

Besonders Dailymotion hat weitaus weniger Einnahmen als Youtube bzw Google

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Wie kann es dann sein, dass sich andere wie Dailymotion und MyVideo mit der GEMA geeinigt haben?

Besonders Dailymotion hat weitaus weniger Einnahmen als Youtube bzw Google

 

Einfach, weil es bei einem Vertrag zwei Seiten gibt. Der eine bietet etwas, der andere möchte etwas. Man trifft sich erst, wenn beide zufrieden sind. Da ist erst zunächst auch erst mal völlig egal, was überhaupt die Verhandlungssache ist. ;)

 

Bei dailymotion würde ich darüber hinaus auch eine deutlich geringere Reichweite vermuten? Es kann auch durchaus der Gedanke dahinter stecken, dass man dem großen Konkurrenten so die Nutzer abziehen und damit die Einnahmen steigern möchte... ;)

 

Versteh(t) mich auch bitte nicht falsch. Ich streame nicht, nur um alles zu haben und wenig auszugeben (ich bin seit Jahren Premiumkunde bei Spotfiy) oder einfach aus Gehässigkeit, weil da (bis zum Stream x ;)) wenig(er) beim Künstler ankommt.

Allerdings habe ich in den letzten Beiträgen doch den Eindruck gehabt, dass gerade letzteres die Motivation sei, zu streamen. Es ist auch nicht mehr weit bis zum "Kulturbanause", weil man kein Booklet in den Händen halten möchte oder keine CD-Regale aufstellen möchte. :):D

 

Wenn es um die Vergütung der Künstler geht, müsste man den Flohmarkt-Bereich hier ja eigentlich auch dicht machen. ;)

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  • 2 Wochen später...
Gast Stefan Jania

Es wäre gerechter, mehr zu zahlen als aktuell (soviel ich aus erster Hand weiß) 0.001 Cent pro Klick, die sie aktuell an die Urheber zahlen.. gerade bei den Filmmusikkomponisten ist das doch ein echter Facepalm. Keine Ahnung ob du diese Summe gerecht findest?

 

YouTube will am liebsten rein gar nichts an die Urheber der Musik zahlen.

 

Oliver, hier musst Du Dir aber auch selber einmal an die eigene Nase fassen. Du postest auf Deiner James Horner Fan-Seite im beinahe täglichen Abstand Links zu YouTube-Videos mit Horner Musik, für die die Rechteinhaber absolut nichts erhalten, weil's illegal ist. Auch wenn die Summen bei Spotify per Klick noch so gering sind: es zahlt sich aus. Sonst würde das niemand machen. Und alles ist legal. ;)

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  • 3 Wochen später...
Gast Stefan Jania

Wer es nicht mitbekommen hat: vor ein paar Tagen hat nicht nur Helene Fischer einen Echo-Award erhalten, sondern auch Spotify - als "Partner des Jahres". ;) Freut mich.

 

Es ist eine gute Tradition, dass am Vorabend der großen Verleihung die ersten ECHOs des Jahres verliehen werden", sagt BVMI-Vorstandsvorsitzender Prof. Dieter Gorny. "Mit diesen Auszeichnungen wollen wir als Bundesverband diejenigen besonders herausstellen, die richtungsweisende Beiträge zur Kommunikation zwischen Künstlern und ihrer Arbeit einerseits und dem Publikum andererseits geleistet haben. Dazu zählen neben neuen spannenden Formen im Bereich der klassischen Medien auch maßgebliche innovative Aktivitäten im Vertriebssektor."

Dass Spotify mit einem Echo ausgezeichnet wurde, trage den veränderten Rahmenbedingungen des Musikmarkts Rechnung, erklärt der BVMI in einer Pressemitteilung. Seit Ende Januar 2016 werden Premium-Streams in die Ermittlung der deutschen Album-Charts berücksichtigt. Die Single-Charts werden schon seit längerem mithilfe von Streaming ermittelt. 2015 hat sich der deutsche Streaming-Markt in puncto Einnahmen beinahe verdoppelt und Streaming macht fast 14 Prozent der Gesamteinnahmen auf dem deutschen Tonträgermarkt aus.

Spotify als Marktführer sowohl weltweit als auch in Deutschland trägt maßgeblich zum Erfolg des Streaming-Sektors bei, wie der BVMI erklärt: "Der schwedische Anbieter hat sich im Bereich der Online-Vertriebswege als wichtiger Impulsgeber erwiesen, der die enorme Dynamik vor allem im Streaming-Geschäft maßgeblich vorantreibt." Den Preis nahm Stefan Zilch, Spotify-Geschäftsführer GSA, entgegen.

Quelle

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Hier ein Artikel über die aktuellen Umsätze der Musikindustrie und ein etwas älterer Artikel darüber was Spotify alles tun muss um mit einem Label wie Sony ins Geschäft zu kommen.

 

Da Streaming noch in den Kinderschuhen steckt sind die Erlöse im Gegensatz zu den CD Verkäufen natürlich gering. Es ist aber ab zu sehen das wohl Download Musik ausstirbt und sich Streaming und physikalische Datenträger den Markt teilen. Das die Musikindustrie bei der aktuellen Entwicklung meckert statt die Chance zu nutzen den illegalen Downloads und Streams legale alternativen zu bieten ist schon fast frech. Mit der MP3 und dem Internet sind die goldenen Zeiten der Branche nun mal vorbei. CD Verkaufe sind oft nur noch Promo für die Konzerte. Dort wird jetzt das Große Geld gemacht.

 

Der zweite Artikel zeigt auch schön das die Erlöse aus Streaming gar nicht so gering sind wenn auch in Form von Werbeflächen oder Firmenanteilen. Das die Künstler teilweise sehr wenig für einen Stream bekommen hängt mit ihrem Label-Vertrag zusammen. Dort wird vom Label fest gelegt wie viel sie für einen Stream bekommen. Genauso wie für den Verkauf einer CD usw.

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Der zweite Artikel zeigt auch schön das die Erlöse aus Streaming gar nicht so gering sind wenn auch in Form von Werbeflächen oder Firmenanteilen. Das die Künstler teilweise sehr wenig für einen Stream bekommen hängt mit ihrem Label-Vertrag zusammen. Dort wird vom Label fest gelegt wie viel sie für einen Stream bekommen. Genauso wie für den Verkauf einer CD usw.

 

Und genau das ist es doch, was in den Diskussion immer gerne unter den Tisch fällt: Nicht die Plattformen wie Spotify sind Schuld daran, dass die Künstler nichts verdienen sondern die Verträge, die die Künstler mit den Labeln haben. Die Hürden zur Selbstvermarktung sind mittlerweile so niedrig, dass es für viele sicherlich nicht mal mehr ein Label braucht um Zugang zum Markt zu bekommen (in diesem Fall Streaming und Download). Gleiches gilt ja auch für Schriftsteller, die ihre Bücher für kleines Geld bei Amazon im Selbstverlag anbieten.

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