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horner1980

Sacred Bones Records: John Carpenter - HALLOWEEN (Sequel)

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Aufgrund einer glücklichen Fügung konnte ich das Album schon hören. ;) Im Grunde ist die Musik so, wie ich es mir gedacht habe. Es tauchen fast alle alten Motive wieder auf (nur das "Myers House" konnte ich nicht raushören), verpackt in den aktuellen Sound Carpenters. Auch "Laurie's Theme" klingt etwas anders. Es ist anders arrangiert und der zweite Teil des Themas ist anders. Gefällt mir aber sehr gut. Und es gibt tatsächlich neue Themen/Motive. In "Prison Montage" beispielsweise gibt es ein neues Carpenter-typisches Piano-Motiv. Etwas befremdlich finde ich die beiden "Action"-Stücke "Michael Kills" und "Michael Kills Again". Dort herrscht schräger Industrial-Sound vor, der mich eher an die Musiken Tyler Bates zu den Rob-Zombie-Filmen denken lässt.

In "The Shape Kills" kommt dann zum ersten Mal das "Shape Stalks"-Motiv vor, allerdings etwas aufgepimpt. ;) "Laurie Sees The Shape" ist ein schönes, sphärisches Carpenter-Stück, in dem auch wieder dieser Stinger aus "Michael Kills Judith", beziehungsweise "The Shape Returns" zu hören ist. "The Shape Hunts Allyson" erinnert mich ein wenig an das Stück aus THE FOG, als die beiden Hauptfiguren zum ersten Mal Father Malone besuchen. Auch da gibt es ein Sample zu hören, welches ein wenig wie ein Cembalo klingt. "The Shape Burns" ist dann für Carpenter-Verhältnisse ein episches Finale. :D Und "Halloween Triumphant" ist dann die 2.0-Version des Titelthemas, in welchem dann auch Dave Davies an der Gitarre zu hören ist.

Was insgesamt auffällt: Einige der Stücke sind gerade mal um die eine Minute lang, die meisten zwischen zwei und drei Minuten. Der letzte Track ist mit siebeneinhalb Minuten dann auch der längste Track, könnte die Abspannmusik sein. So ein richtiger neuer Carpenter-Kracher ist nach dem ersten Hören leider nicht dabei, aber es ist toll, die alten Themen und neue Variationen davon vom Chef persönlich zu hören.

Auf YouTube hat auch schon jemand das ganze Album hochgeladen. Das dürfte Sacred Bones sicherlich nicht gefallen, die offizielle Veröffentlichung ist erst in zwei Wochen.

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Wie ich weiter oben schon geschrieben habe, gefallen mir mehrere Stücke recht gut. Aber bei jedem neuen Durchlauf mag ich die Musik mehr. Schon alleine beim ersten Track "Intro" bekomme ich Gänsehaut, wenn diese tiefe Klangfläche kommt und darüber dann Carpenters "eerie" Synthies erklingen. :D Insgesamt finde ich das Album zwar nicht ganz so stark wie einige andere seiner Scores (wäre interessant gewesen, wie es geklungen hätte, wenn Alan Howarth wieder für das Programming verantwortlich gewesen wäre), aber Carpenter hat sich dennoch nicht einfach auf den alten Themen ausgeruht, sondern einen frischen Eintrag in die Filmreihe geschaffen, der anders ist als seine Musiken zu den ersten drei Filmen (die an sich ja schon recht unterschiedlich sind, besonders HALLOWEEN III).

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Gott war der Film furchtbar... da fällt mir echt nichts Gutes zu ein, ausser dass der Score ganz gut war. Streckenweise auch sehr sparsam eingesetzt. Das Stück mit der Egitarre fand ich gut, das hätts gern mehr haben können.

Und jetzt hat dieser Mist auch noch Rekorde gebrochen und wir kriegen schon wieder nen Sequel garantiert. Das Ende war sowieso schon eine Unverfrorenheit... da lob ich mir Rob Zombies Film, der wenn schon nichts anderes die ganze Sache immerhin neu und anders gemacht hat. Da fand ich Michael auch wirklich gruselig in seiner Brutalität... hier war der doch echt lame. 

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Muß ich leider bestätigen... - Hatte gestern das Vergnügen, im Double Feature Carpenters Original (40th Anniversary) und danach den Neuen zu sehen. Nun, der erste Film war tatsächlich ein Vergnügen, zum einen zu erleben wie der im Kino wirkt (damals durfte ich noch nicht, erst bei Teil 2 war ich alt genug ;) ), zum anderen die Klasse des Aufbaus, des Schnitts, der Musik und der Bilder zu genießen! Was sich dann leider nach der Pause sehr ungünstig auf den neuen Halloween auswirkte. Einige nette Zitate und Anspielungen waren zwar dabei, doch das rettet den Film halt auch nicht, wenn das Drehbuch so gar nichts hergibt. Die Charaktere wirkten furchtbar blass, die Handlung war sowas von vorhersehbar und manchmal zum Haare raufen, und am schlimmsten: keine Spannung! Selbst die Musik, die noch wirklich das Beste war und die ich mir seit der YouTube-Veröffentlichung oft und gerne anhöre, wirkte oft seltsam lahm bzw. schlecht eingesetzt, grade auch im direkten Vergleich zum Original. - Schade!! Da hat der Trailer und die Nachricht von Carpenters Mitwirkung als Komponist (sowie Produzent, zusammen mit u.a. Jamie Lee Curtis) mehr versprochen als das Filmchen letztlich zu halten im Stande war.

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wer sind eigentlich diese Akkads? Haben die je andere Filme als die Halloweens gemacht? Da läuteten ehrlich gesagt schon die Alarmglocken als deren Namen im Vorspann erschienen... kann man sich wirklich komplett sparen den Schrott...

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vor 46 Minuten schrieb ronin1975:

wer sind eigentlich diese Akkads? Haben die je andere Filme als die Halloweens gemacht? Da läuteten ehrlich gesagt schon die Alarmglocken als deren Namen im Vorspann erschienen... kann man sich wirklich komplett sparen den Schrott...

Moustapha Akkad hat in den 70ern die Filme Mohammad, Messenger of God und Omar Mukhtar – Lion of the Desert als Regisseur und Produzent gemacht. 1978 produzierte er dann Halloween und danach hat er tatsächlich nichts anderes mehr gemacht, als die Halloween-Filme zu produzieren. Er ist 2005 bei einem Bombenanschlag auf das Hyatt-Hotel in Amman so schwer verletzt worden, dass er kurz darauf starb. Auch seine Tochter kam bei dem Anschlag um. Malek Akkad ist sein Sohn, der nun eben die Produzentenrolle übernommen hat. Die Akkads halten, soweit ich weiß, die Rechte an der Halloween-Reihe, deshalb müssen die in den Credits erwähnt werden.

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Am 21.10.2018 um 14:22 schrieb ronin1975:

Gott war der Film furchtbar... da fällt mir echt nichts Gutes zu ein, ausser dass der Score ganz gut war. Streckenweise auch sehr sparsam eingesetzt. Das Stück mit der Egitarre fand ich gut, das hätts gern mehr haben können.

Und jetzt hat dieser Mist auch noch Rekorde gebrochen und wir kriegen schon wieder nen Sequel garantiert. Das Ende war sowieso schon eine Unverfrorenheit... da lob ich mir Rob Zombies Film, der wenn schon nichts anderes die ganze Sache immerhin neu und anders gemacht hat. Da fand ich Michael auch wirklich gruselig in seiner Brutalität... hier war der doch echt lame. 

Mich hat der Film etwas zwiegespalten zurückgelassen. Da sind schon gute Ideen drin, die aber so ziemlich alle verpuffen. Wo ich aber widersprechen würde, ist, dass Rob Zombie seinen ersten Film neu und anders gemacht hat. Außer der unoriginellen Hintergrundgeschichte erzählt er eigentlich Punkt für Punkt und teils sogar Einstellung für Einstellung den Carpenter-Film nach. Sein zweiter Film ist dann tatsächlich etwas anderes, aber eben nicht sonderlich gut angekommen. Und brutal fand ich Michael im neuen Film auch, vor allem im Vergleich zum Carpenter-Film. Denn das darf man ja nicht außer Acht lassen, die anderen Filme sind ja nie passiert. ;) In Carpenters Film geht Michael nun auch nicht sonderlich brutal vor, er ersticht jemanden oder stranguliert ihn und das auch recht unblutig. Da sind die Morde im neuen Film schon ein anderes Kaliber und gehen tatsächlich mehr in die Rob-Zombie-Richtung. Aber wir haben es hier mit dem Carpenter-Myers aus dem ersten Film zu tun und nicht mit Zombies zweieinhalb Meter großem Koloss, der durch Wände und Türen geht. Von daher fand ich das nicht schlimm, dass die Morde nicht so übertrieben waren wie in den Filmen zuvor, denn das waren sie bei Carpenter auch nicht.

Alles weitere zum Film habe ich hier mal rausgelassen. ;)

The Night SHE stayed home – HALLOWEEN (2018)

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finde schon, dass Zombies Film einen anderen Look und Stimmung hatte... ob man die gut fand ist eine andere Frage, aber mir gefiel das zumindest als etwas "Anderes" wie brutal und unaufhaltsam Myers da war (und ihm sogar mal ein Opfer entkommt, bis zum zweiten Teil haha)...

an dem hier kann ich wie gesagt gar nichts Positives finden ey... ich bin aber auch einfach wohl zu alt für solche stupiden Slasher Filme mit gesichtlosem, stummen Killer.

 

Interessante ausführliche Kritik aber... dass diesmal Laurie gar nicht seine Schwester sein soll ist mir ehrlich gesagt entgangen, bzw. das war so Gang und Gäbe in den anderen Filmen, dass man das einfach wieder so annimmt. Im Grunde aber auch völlig latte... macht so einen Killer ja noch motivationsloser und das Finale total irrelevant ja irgendwie... ach nee, was ein Zufall, dass er wieder bei ihr landet... das macht doch alles noch sinnloser als es eh schon ist. Michael auch immer wieder als DAS BÖSE hinzustellen fand ich auch schon immer ziemlich bescheuert und Laurie war so One-Note und auch nicht wirklich toll gespielt (Jamie sollte dann doch lieber Comedy machen), dass mir das echt abging und ich nicht ernst nehmen konnte. Ellen Ripley ist Laurie halt nicht... man hätt auch einfach ans andere Ende von den USA ziehen können und hätt sich keine Sorgen mehr machen brauchen. 

 

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vor 5 Stunden schrieb ronin1975:

finde schon, dass Zombies Film einen anderen Look und Stimmung hatte... ob man die gut fand ist eine andere Frage, aber mir gefiel das zumindest als etwas "Anderes" wie brutal und unaufhaltsam Myers da war (und ihm sogar mal ein Opfer entkommt, bis zum zweiten Teil haha)...

an dem hier kann ich wie gesagt gar nichts Positives finden ey... ich bin aber auch einfach wohl zu alt für solche stupiden Slasher Filme mit gesichtlosem, stummen Killer.

 

Interessante ausführliche Kritik aber... dass diesmal Laurie gar nicht seine Schwester sein soll ist mir ehrlich gesagt entgangen, bzw. das war so Gang und Gäbe in den anderen Filmen, dass man das einfach wieder so annimmt. Im Grunde aber auch völlig latte... macht so einen Killer ja noch motivationsloser und das Finale total irrelevant ja irgendwie... ach nee, was ein Zufall, dass er wieder bei ihr landet... das macht doch alles noch sinnloser als es eh schon ist. Michael auch immer wieder als DAS BÖSE hinzustellen fand ich auch schon immer ziemlich bescheuert und Laurie war so One-Note und auch nicht wirklich toll gespielt (Jamie sollte dann doch lieber Comedy machen), dass mir das echt abging und ich nicht ernst nehmen konnte. Ellen Ripley ist Laurie halt nicht... man hätt auch einfach ans andere Ende von den USA ziehen können und hätt sich keine Sorgen mehr machen brauchen. 

 

Na ja, in Zombies Film war Myers eher Jason Vorhees. ;) Aber wie gesagt, der neue Film orientiert sich an Carpenters Version von Michael Myers und der war nun mal kein muskelbepackter Hüne, den man schon alleine durch sein Gewicht und seine Größe von Weitem kommen sah und hörte. Und dass Laurie nicht Michaels Schwester ist, sagen sie doch sogar im Film. Wenn dir das schon entgangen ist, kann man sich auch fragen, wie viel von dem Film du überhaupt mitbekommen hast. :D Und Myers entkommt in den alten Filmen ja auch immer wieder ein Opfer: Laurie. Sowohl im ersten, im zweiten, wie auch im siebten Film. Später dann auch Jamie und einige andere Teens. Das ist also auch kein Novum der Zombie-Filme.

Michael hat keine Motivation, das stimmt. Das war auch der Sinn hinter Carpenters Myers. Das macht ihn als Killer eben so unberechenbar, weil er keinen Plan verfolgt oder rational seine Morde plant. Er ist einfach eine Killermaschine, der alles tötet, was ihm in den Weg kommt. Wie Dr. Loomis eben im ersten Film sagt, dass bei Michael keine Vernunft oder auch nur ein rudimentärer Sinn für Richtig oder Falsch, Gut oder Böse übrig ist. "I've met this six year old child with this blank, pale, emotionless face. And the blackest eyes, the devil's eyes. I've spent six years trying to reach him and then another seven years to keep him locked up, because I realized what was living behind this boy's eyes was purely and simply evil." Das ist Michael Myers im ersten Film. Als dann im zweiten Teil eingeführt wurde, dass Laurie seine Schwester ist, wurde er, auch in den folgenden Filmen, eben zum Muss-meine-Familie-töten-Killer. Carpenter selbst war ja auch nicht sonderlich begeistert vom Zombie-Film und meinte auch, dass diese ganze Hintergrundgeschichte das Geheimnisvolle aus der Figur nimmt. Wörtlich sagte er "I don't care about that. He's supposed to be a force of nature, almost supernatural. And he was too big, it wasn't normal."

Ich selbst finde die Zombie-Filme nun nicht ganz so übel wie viele andere, meine aber auch, dass es die Hintergrundgeschichte nicht gebraucht hätte, zumal die einfach klischeehaft und unorignell ist. Und mit der Größe und der Unaufhaltsamkeit von Myers folgte Zombie im Grunde dem Trend, den alle Remakes der alten Slasher-Filme gegangen sind. Sei es die Michael-Bay-Remakes von TEXAS CHAINSAW MASSACRE und FRIDAY THE 13TH oder auch neue Sachen wie HATCHET, der Killer muss nun immer ein zweieinhalb Meter Hüne sein, der seinen Opfern problemlos die Gliedmaßen abreissen kann. Sonst scheint es scheinbar nicht gruselig zu sein. Ich finde es aber viel spannender, wenn du einen Killer hast, der auch in einer Menschenmenge untertauchen und plötzlich hinter dir auftauchen kann. Eben einen Killer, den du nicht kommen siehst und den auch verschlossene Türen nicht aufhalten. Aber nicht, weil er diese einfach krachend zertrümmert, sondern eben weil er lautlos trotzdem in dein Haus eindringen kann, ohne dass du weißt, wie er das gemacht hat.

Dass Michael tatsächlich nur durch einen ziemlich doofen Twist am Ende wieder bei Laurie landet, ist ein Schwachunkt des neuen Films. Die Idee, dass er nicht ihr Bruder ist und er auch sonst keine Motivation hat, wen er nun tötet, macht Lauries Figur im Film erst so interessant. Denn sie ist ja davon überzeugt, dass er ihretwegen zurückkommen wird und nur darauf wartet, sie zu jagen. Sie ist besessen von Michael und hat dadurch ihr ganzes Leben ruiniert. Aber Michael selbst weiß vermutlich gar nicht mehr, wer sie ist. Wäre er durch den Twist nicht zu ihr gekommen, sie hätten sich wohl nicht mehr getroffen, da Michael sie nicht aktiv verfolgt hat. Klar hätte Laurie einfach wegziehen können, aber sie war eben so besessen von Michael, dass sie auf ihn gewartet hat, um ihn zu töten. Das sagt sie ja auch selbst im Film. Sie hat 40 Jahre gewartet, weil sie dachte, mit dem Tod von Michael würde sie ihren Frieden finden. Aber in diesen 40 Jahren hat sie ihr eigenes Leben mit diesem Gedanken zerstört. Das finde ich eine der guten Ideen im Film, diese Psychologie der Angst und was sie aus einem Menschen machen kann. Aber sie wird eben, wie viele andere gute Ideen, nicht wirklich bis zuende gedacht, sondern zugunsten generischer Slasher-Szenen geopfert.

Och, Jamie Lee macht das schon recht ordentlich als Laurie. Klar ist Laurie nun kein sonderlich vielschichtiger Charakter, zumindest im ersten Film nicht. Aber dafür, dass es ihre erste Rolle war, machte sie ihre Sache schon ganz gut. Was der Carpenter-Film auch gut hinbekommt, sind eben die Teenager. In vielen dieser Filmen sind die Teenager so, wie die Drehbuchautoren denken, dass Teenager sind. Aber Debra Hill, die hauptsächlich für die Charaktere und Dialoge der Teenager verantwortlich war, während Carpenter sich eher um Loomis und den Sheriff gekümmert hat, hat es geschafft, dass sich die Teenager im Film echt anfühlen. Es sind keine tiefgründigen Gespräche und keine vielschichtigen Charaktere, das stimmt, aber so sind viele Teenager nun mal. Und es gibt ja durchaus Unterschiede zwischen Laurie, die eher schüchtern und zurückhaltend ist, und ihren Freundinnen, die vor allem sexuell wesentlich aktiver sind. Das begründete ja auch eines der Klischees in Horrorfilmen, dass die Jungfrau am Ende überlebt. Sex im Horrorfilm ist tödlich. ;)

Lauries Figur ist im neuen Film wesentlich vielschichtiger als im alten Film. Aber es wird daraus eben nicht wirklich was gemacht. Sie ist nicht Ripley, das stimmt auch, zum Glück nicht. Denn es war auch meine große Befürchtung, dass Laurie nun ebenfalls eine trainierte Kampfmaschine ist, die mit allerlei Waffen und vielleicht sogar noch Kampfsportarten gegen Michael antritt. Aber sie ist eine gebrochene Figur, deren Angst sie 40 Jahre lang beherrscht hat und die nun glaubt, mit dem Tod von Michael würde das alles verschwinden. Selbst wenn es so wäre, sie hat 40 Jahre ihres Lebens verschwendet und das ist die Tragik ihrer Figur. Aber wie gesagt, der neue Film macht daraus einfach nicht viel.

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Ich habe mir die Tage den ersten HALLOWEEN Film angesehen ... ach herrje, was habe ich mir da bloß gedacht meine Zeit in sowas zu investieren? :D 

Den Hype um diesen Film kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Die Musik (das selbe Thema unverändert ein Dutzend Mal!), das Drehbuch (Charakterzeichnung) und die Inszenierung waren sehr bescheiden, um es gelinde auszudrücken. 

Aber wenigstens hat der Film für einen Lacher gesorgt, als am Ende Michael einfach aufsteht und verschwindet, nachdem er eine Nadel in den Hals gestochen bekommt, danach mit einem großen Küchenmesser erstochen wird, ein halbes Dutzend Kugeln aus nächster Nähe abbekommt und er aus dem ersten Stock fällt! :P 

Damit ist das Thema HALLOWEEN für mich auch gleich abgehandelt. :staun: 

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vor 1 Stunde schrieb Csongor:

Ich habe mir die Tage den ersten HALLOWEEN Film angesehen ... ach herrje, was habe ich mir da bloß gedacht meine Zeit in sowas zu investieren? :D 

Den Hype um diesen Film kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Die Musik (das selbe Thema unverändert ein Dutzend Mal!), das Drehbuch (Charakterzeichnung) und die Inszenierung waren sehr bescheiden, um es gelinde auszudrücken.

Den großen Kult um Carpenters Original habe ich auch nie nachvollziehen können. Inszenatorisch ist der Film zwar recht elaboriert und clever gemacht (die subjektiven Kamerafahrten, das subtile Erzeugen von Stimmungen), aber im Menschlichen dagegen völlig oberflächlich und austauschbar. Der Film hat schlicht kein Drama, er ist kalt, technisch - schon fast autistisch. Auf einer Meta-Ebene ist das vielleicht ganz interessant - quasi als Ausdruck von Myers' "Persönlichkeit" - , aber darüber hinaus gab mir das noch nie viel. Und die Musik fand ich auch schon immer enervierend simpel, auch wenn es, wie gesagt, als Ausdruck von Myers stoisch-autistischer Art vielleicht auf einer rein intellektuellen Ebene Sinn ergibt. Aber was bringt das intellektuelle Konzept schon, wenn es musikalisch völlig leb- und ausdruckslos ist...

Im Bereich Slasher-Film gibt es insgesamt wirklich Lohnenswerteres als HALLOWEEN... Gerade Bob Clarks Proto-Slasher BLACK CHRISTMAS von 1974 ist Carpenters Film in Sachen Figurenzeichnung und Psychologie meilenweit überlegen, während er ihm im Technischen absolut ebenbürtig ist. Aber die Filmkanons setzen eben ihre Herrschaft durch...

vor 2 Stunden schrieb Csongor:

Damit ist das Thema HALLOWEEN für mich auch gleich abgehandelt. :staun: 

HALLOWEEN III solltest du aber nochmal eine Chance geben. Und, von den Myers-Fortsetzungen, HALLOWEEN H20. Ansonsten ist die Reihe leider deutlich trister als etwa das NIGHTMARE-Franchise...

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vor 14 Stunden schrieb Csongor:

Ich habe mir die Tage den ersten HALLOWEEN Film angesehen ... ach herrje, was habe ich mir da bloß gedacht meine Zeit in sowas zu investieren? :D 

Den Hype um diesen Film kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Die Musik (das selbe Thema unverändert ein Dutzend Mal!), das Drehbuch (Charakterzeichnung) und die Inszenierung waren sehr bescheiden, um es gelinde auszudrücken. 

Über das Drehbuch kann man sich streiten, aber die Inszenierung bescheiden zu nennen zeugt nicht gerade von großem Verständnis für Inszenierungen. Man muss den Film nicht mögen, aber seine handwerklichen Stärken sollte man schon anerkennen. Was Carpenter hier mit minimalen Mitteln auf die Beine stellt, ist schon recht beachtlich und beeinflusste das Genre auch nicht umsonst nachhaltig. Dazu kommt Dean Cundeys tolle Kameraarbeit, die im Low-Budget-Bereich damals ebenfalls ihresgleichen suchte. Aus heutiger Sicht ist der Film natürlich nur eine Anhäufung von Klischees und uninteressanter Figuren. Viele dieser Klischees hat der Film aber nun mal begründet. Natürlich hat sich in den letzten 40 Jahren seit dem ersten HALLOWEEN viel getan. Wäre ja schlimm, wenn nicht. Und dass Michael auch nach Messerstichen und Kugeln immer noch aufsteht, passt ja im Kontext des Filmes dazu, dass Michael kein Mensch mehr ist, wie es Dr. Loomis ja auch sagt, sondern das personifizierte Böse. Und wenn du das in solchen Filmen schon unrealistisch und lachhaft findest, dann müssen dir bei so ziemlich jedem Horror-, Fantasy- oder Sci-Fi-Film die Haare zu Berge stehen. ;) Dann schau auch auf keinen Fall einen der FRIDAY-Filme, denn Jason kommt auch nach Erhängen, Ertränken, Erschossen und sogar nachdem er in die Luft gejagt wurde in seine Einzelteile wieder zurück. Freddy in den NIGHTMARE-Filmen ja auch. ;)

Die Musikstücke wiederholen sich ständig im Film, das ist richtig. Das liegt daran, dass Carpenter diese in ein, zwei Tagen improvisierte und runterspielte, da er sich das Aufnahmestudio nicht länger leisten konnte. Der Film kostete gerade mal 300.000 Dollar. Also hat er die Handvoll Aufnahmen, die er auch nicht auf den Film komponiert hat, genommen und eben über den Film gelegt, wo er meinte, dass es passt. Deshalb macht das 20th Anniversary Soundtrack-Album von Varese eigentlich keinen Sinn, da es die gleichen Stücke immer nur wiederholt. Schon das alte 1983er-Album ist da sehr redundant. Hätte man nur die jeweiligen Stücke genommen, die Carpenter eingespielt hat, wäre das Album allerdings recht kurz geworden.

In meiner persönlichen Carpenter-Top-Five taucht HALLOWEEN auch nicht auf. Er hat danach bessere Filme gemacht und selbst seinen ASSAULT, der vor HALLOWEEN kam, setze ich noch davor. Aber aus filmhistorischer Sicht sehe ich mir seinen HALLOWEEN immer mal wieder gern an. Auch musikalisch gibt es weitaus interessantere Carpenter-Scores, die er dann allerdings auch nicht innerhalb von zwei Tagen schnell improvisieren musste. ;)

Ich würde auch zustimmen, dass die NIGHTMARE-Reihe mit Abstand die interessanteste Reihe der 80er-Jahre-Slasher ist. Da ist zwar auch nicht alles Gold, was glänzt, aber die Filme versuchen zumindest, dem Thema immer wieder etwas Neues abzugewinnen. An zweiter Stelle sehe ich die HALLOWEEN-Reihe, nicht weit davon weg die FRIDAY-Reihe, die allerdings in ihren Filmen noch wiederkäuender ist als die Filme um Michael Myers. HELLRAISER und TEXAS CHAiNSAW MASSACRE würde ich da mal außen vor lassen, da von beiden Serien in den 80ern nur einer, beziehungsweise zwei Filme erschienen sind.

HALLOWEEN III habe ich gestern erst wieder gesehen und fand ihn wieder toll. Wieder hat Dean Cundey tolle Arbeit geleistet, die Geschichte ist spooky und abgedreht, was eine tolle Kombination ergibt. Und die beklemmende Atmosphäre hat schon was von INVASION OF THE BODY SNATCHERS, auf den das Ende ja auch anspielt.

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Ich finde auch, dass die Kameraarbeit bei Halloween ganz ausgezeichnet ist, und schon alleine deshalb bereitet es mir Vergnügen, ihn anzuschauen. Es gibt einige Aufnahmen, die auch prima als Fotografien funktionieren würden, beispielsweise als Donald Pleasance einen stehengelassenen Truck am Strassenrand findet. Mir gefällt sowas sehr. In The Fog gibt es auch sehr viel stimmungsvolle "Exposition" Aufnahmen, auch The Fog finde ich nicht sonderlich gruselig oder schockierend, aber schön anzuschauen ist der Film allemal und von einer Bildästhetik, die es so heute kaum mehr gibt.

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vor einer Stunde schrieb Poldi:

Ich finde auch, dass die Kameraarbeit bei Halloween ganz ausgezeichnet ist, und schon alleine deshalb bereitet es mir Vergnügen, ihn anzuschauen. Es gibt einige Aufnahmen, die auch prima als Fotografien funktionieren würden, beispielsweise als Donald Pleasance einen stehengelassenen Truck am Strassenrand findet. Mir gefällt sowas sehr. In The Fog gibt es auch sehr viel stimmungsvolle "Exposition" Aufnahmen, auch The Fog finde ich nicht sonderlich gruselig oder schockierend, aber schön anzuschauen ist der Film allemal und von einer Bildästhetik, die es so heute kaum mehr gibt.

So ist es. Ich finde HALLOWEEN oder THE FOG nun auch nicht wirklich gruselig, das geht mir aber bei den meisten Horrorfilmen so. Dennoch ist es mein liebstes Genre. ;) Aber vor allem THE FOG hat so eine unglaublich tolle Atmosphäre, für die Dean Cundeys Kameraarbeit ein wichtiger Faktor ist. Oder man sehe sich nur mal Carpenters THE THING an. Der Film sieht auch heute noch toll aus, auch sowas wird heute in dieser Art eigentlich gar nicht mehr gemacht. Und auch hier zeigt sich Carpenter als Meister im Auflösen einer Szene.

Nach Dean Cundey wurde Gary B. Kibbe Carpenters neuer Kameramann. Ihr erster gemeinsamer Film war PRINCE OF DARKNESS 1987 und Kibbe scheint sich da Einiges von Cundey abgeschaut zu haben, denn auch der Film, ebenfalls eine Low-Budget-Produktion, sieht heute noch toll aus. Da gibt es Studiofilme aus der Zeit, die bei weitem nicht so gut aussehen.

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ich finde da interpretierst du viel zu viel in den neuen wie auch in den alten Halloween Film... so oder so, das wär alles schön und gut wenn der neue Film spannend wäre. Aber das ist er halt auch nicht... deswegen hab ich wahrscheinlich auch bei div. Dialogen auf Durchzug geschaltet. Ich bins auch leid diese "Ach die anderen Teile gab es gar nicht" und erst recht, wenn einem dann nichts Gutes dazu einfällt.

Der Schluss ausserdem war ja wohl nen Witz... das kann ja sowas von beliebig blöde fortgesetzt werden... also wirklich... 

Die Nightmare Filme sind auf jeden Fall die besten Slasher von damals... allein weil die FX Leute und Autoren sich echt Ausleben konnten und Robert Englund seinen Spass dabei hatte. Die Friday Filme sind echt ziemlich stumpf und handwerklich selten überzeugend. Da ist Halloween denen an sich etwas voraus, aber zu grossem Anspruch muss man die auch wirklich nicht erheben.

Am ehesten schau ich mir von denen H20 an... auch wenn der recht untypisch ist. Die Szene an der Gittertür ist aber wirklich grossartig ausgedacht 🙂

 

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vor 29 Minuten schrieb ronin1975:

ich finde da interpretierst du viel zu viel in den neuen wie auch in den alten Halloween Film... 🙂

Finde ich eigentlich nicht, da ich ja nur das wiedergebe, was die Figuren im Film sagen. ;) Und ich habe weder den alten, noch den neuen HALLOWEEN zum großen Anspruch erhoben. Beim neuen Film habe ich nur wiedergegeben, was die Figur von Laurie darin darstellen könnte, wenn man sich mehr dafür interessiert hätte. Und das ist nicht hineininterpretiert, sondern ergibt sich ganz logisch aus der Geschichte und der Figur. Es wird im Film nur eben nichts damit gemacht. Und das finde ich schade. Den neuen HALLOWEEN finde ich sehr durchwachsen. Er fängt gut an und auch das Finale fand ich noch ganz schick, bis auf das Ende. Dazwischen ist er auch nicht mehr als ein generischer Slasher. Und es gibt darin eigentlich nichts, was man in den anderen Teilen nicht auch schon gesehen hat.

Der alte HALLOWEEN will nicht mehr sein als ein Slasher. Und dieser Formel folgt er ja auch in recht simpler Weise. Was den Film aber eben heraushebt aus der Menge der Slasher-Filme ist nun mal das Handwerk, das dahinter steckt. Man vergleiche HALLOWEEN nur mal mit den kurz darauf entstandenen Filmen FRIDAY THE 13TH und PROM NIGHT. Wer dann noch meint, HALLOWEEN sei in Inszenierung, Schnitt und Kamera nicht besser als diese Filme, dem ist wohl nicht mehr zu helfen. ;)

HALLOWEEN H20 fand ich ehrlich gesagt auch nie so wirklich dolle. Der ist kompetent gemacht, schwimmt mir aber zu sehr auf der damaligen SCREAM-Teenie-Welle mit.

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