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Angus Gunn

Straßenfeger: Deutsche TV-Klassiker und ihre Musik

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also mir fällt beim besten willen keine deutsche produktion aus den letzten 10 jahren ein, die mich vom hocker grissen hat. die krimis sind immer gleich, die komödien ebenfalls, dann ab und zu mal ein film über den ehemaligen osten und das wars. die franzosen machens auch nicht viel besser. immer die gleichen thriller, komödien und dramen. schaue aktuell auf netlfix einige koreanische serien. dramenmäßig haben die es ja voll drauf. realistisch, bodenständig und dabei immer packend. oder halt gleich ein kompletter genremix, aus mystery, krimi, drama und leichten comedy parts. sowas kriegen auch nur die hin und dabei jedes einzelne genre für sich überzeugend ergibt das trotzdem ein gelungenes ganzes. sowas sucht man ja in deutschland vergebens. dramen, krimis und thriller sind immer in grau und blau gehalten und immer schwingt eine deprimierende stimmung mit und die romantischen sachen gehen gleich ins schmonzettenhafte rüber. ab und zu reißts Cobra 11 nochmal raus. leider ist dort musikalisch auch nicht mehr viel überzeugend. bis ca. 2010 waren das wenigstens noch überzeugende media ventures kopien, aber heute auch nur noch gesichtsloser einheitsbrei.

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vor einer Stunde schrieb Lars Potreck:

also mir fällt beim besten willen keine deutsche produktion aus den letzten 10 jahren ein, die mich vom hocker grissen hat. die krimis sind immer gleich, die komödien ebenfalls, dann ab und zu mal ein film über den ehemaligen osten und das wars 

aber heute auch nur noch gesichtsloser einheitsbrei.

Genau das ist es. Die allgemein verächtliche Haltung gegenüber deutschen Produktionen, insbesondere des Fernsehens, haben wir nur der Entwicklung der letzten Jahre zu verdanken. Es ist sehr schade, dass dabei alles was älter ist, von den meißten Konsumenten nicht mehr wahrgenommen wird. Der Schauspieler Horst Frank hat kurz vor seinem Tod, Ende der 90er Jahre, noch ein Interview gegeben, in dem er bereits den qualitativen Niedergang deutscher Fernsehproduktionen beklagte. Und er meinte damals schon, die Leute seien im Laufe der Jahre systhematisch entwöhnt worden.

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Martin Böttcher:  KARA BEN NEMSI EFFENDI

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1973 wurde erstmals diese vom ZDF produzierte Karl-May-Serie ausgestrahlt. In 26 Episoden von jeweils rund 25 Minuten Länge werden die Orient-Reisen von Kurdistan über den Balkan bis zur finalen Konfrontation mit dem Schut filmisch aufgearbeitet. Und dies geschieht auf eine ebenso unterhaltsame wie spannende Art und Weise. Dabei unterscheidet sich Günter Gräwerts Regiestil grundlegend von den bekannten Kinoadaptionen. Vielmehr fühle ich mich in der Art der Umsetzung an die alten Karl-May-Hörspiel-Platten von "Europa" erinnert.

Obwohl in Bulgarien, Tunesien und dem spanischen Almeria gedreht, werden die Landschaften niemals plakativ in epischer Breite in den Mittelpunkt gestellt, sondern sind organischer Bestandteil der Handlung. Gräwert konzentriert sich auf die Charaktere, auf die ausgedehnten, amüsanten Dialoge zwischen Kara Ben Nemsi und seinem Begleiter Hadschi Halef Omar und die zum Teil skurrilen Nebenfiguren. Das gibt den Episoden eine beinahe kammerspielartige Atmosphäre, wobei aber auch die Aktions- und Suspense-Sequenzen mit viel Gespür für Stil und Timing inszeniert worden sind.

Karl-Michael Vogler und Heinz Schubert mögen erstmal eine ungewöhnliche Wahl für die Hauptrollen sein, doch stimmt die Chemie zwischen den beiden vom ersten Moment an perfekt. In Erinnerung bleiben auch die zahlreichen Nebenrollen wie Richard Lauffen als Mohammed Emin, Günter Lamprecht als Wirt oder auch Dieter Hallervordens einfältiger Statthalter.

Martin Böttcher ist mit seiner Musik ein ganz großer Wurf gelungen. Entsprechend der effektvoll entschlackten Inszenierung hat sich auch Böttcher von den schwelgerischen Streicherteppichen und den massigen Blechbläsern der Kinofilme verabschiedet und beschränkt sich auf ein kleines Ensemble, das mit einschmeichelnder Titelmelodie und knarziger E-Gitarre den Western-Scores von Morricone nahesteht. Wah-Wah-Läufe und exotische Percussionarrangements tragen ebenso zur Atmosphäre bei wie jene mechanisch-krachenden Akkorde, die z. B. auch der japanische Komponist Masaru Sato für Kurosawas "Sanjuro" einsetzte. Mit dem Abspann der letzten Episode ("Rih") klingt diese sehr stilvolle Serie mit einer wunderschönen, elegischen Mundharmonikaversion des Hauptthemas aus.

KARA BEN NEMSI EFFENDI ist gerade von Pidax erneut in einer Komplettedition herausgebracht worden. Wer es jedoch auf den Soundtrack abgesehen hat, der sollte nach der Erstauflage Ausschau halten, denn leider hat Pidax die Audio-CD mit der Musik nicht mehr mit an Bord. Oder halt nach dem alten Tarantula-Album.

 

 

 

 

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Ich habe da mal die Tarantula-CD von gehabt, bin aber mit diesem doch eher ungewöhnlichem Böttcher-Stil nie so richtig warm geworden...(bis auf das thema...)

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Am 18.7.2018 um 17:59 schrieb Mephisto:

Die filmische Darstellung von beschwerlichen Lebensumständen gestaltet sich ja gerne etwas zäh (siehe MEEK'S CUTOFF)...

Ist doch ein ganz großartiger Film. Aber ich erinnere mich, dass du Kelly Reichardt generell nicht so positiv gegenüberstehst...

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Am 8.8.2018 um 21:16 schrieb Angus Gunn:

Martin Böttcher:  KARA BEN NEMSI EFFENDI

Mit dem Abspann der letzten Episode ("Rih") klingt diese sehr stilvolle Serie mit einer wunderschönen, elegischen Mundharmonikaversion des Hauptthemas aus.

Ach, daher kommt die "Rih-Melodie". Ich kenne die nur aus dem "Wilder-Western-Heißer-Orient"-Box, wo sie als Bonus nach der vollständigen Musik zu "Der Schut" erklingt. Habe immer nicht verstanden, warumd das so vollkommen anders klingt...

vor 56 Minuten schrieb Sebastian Schwittay:

Ist doch ein ganz großartiger Film. Aber ich erinnere mich, dass du Kelly Reichardt generell nicht so positiv gegenüberstehst...

Das kann man so nicht sagen. In der Tat fand ich NIGHT MOVES nicht so sonderdlich tiefgründig, wie er scheinbar sein wollte (oder sollte?), ihre anderen Filme kenne ich nicht. Aber MEEK'S CUTOFF fand ich sehr beeindruckend. Nichts desto trotz ist die Darstellung beschwerlicher Lebensumstände in möglichst langen beklemmenden Einstellungen und Abschnitten, die ebenfalls mühsam und fordernd für's Publikum sind, ein durchaus adäquates Mittel. Aber ich gebe gerne zu, dass ich nicht immer in der Stimmung bin, diesen Ansatz stets zu begrüßen. Um einem Siedlertrek bei der anstrengenden Wanderung oder Bauern bei der Erschließung des Teufelsmoors zusehen zu können, muss ich selber eher ausgeruht und entspannt sein.

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vor 21 Stunden schrieb Mephisto:

Ach, daher kommt die "Rih-Melodie". Ich kenne die nur aus dem "Wilder-Western-Heißer-Orient"-Box, wo sie als Bonus nach der vollständigen Musik zu "Der Schut" erklingt.

Nein, die "Rih-Melodie" stammt nicht aus dieser Serie. Das Pferd Rih hat in KARA BEN NEMSI EFFENDI kein eigenes Thema, jedenfalls ist mir keines aufgefallen.

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HEINRICH FEISCHNER

Rasante, jazzige Big-Band-Nummern über den Vor- oder Abspanntiteln waren vor einigen Jahrzehnten für die Vertonung von TV-Serien oder -Spielfilmen sehr beliebt. Das klang meißt griffig und angemessen reißerisch, ließ aber in vielen Fällen eine eigenständige musikalische Identität vermissen, und im Rückblick klingen tatsächlich manche der damaligen Overtüren austauschbar.

Aber es gab auch Komponisten deren Arbeiten differenzierter und individueller gestalten waren. Einer dieser Komponisten ist der 1961 verstorbene Heinrich Feischner, der es verdient hätte, mal einen kleinen Schritt aus der Vergessenheit herauszutreten. Denn seine Filmmusiken habe ich bei meinen Streifzügen durch die deutsche TV-Geschichte als kleine Kunstwerke wahrgenommen, denen ich hier diesen Beitrag widmen möchte.

BEI ANRUF - MORD verfilmt das Drehbuch des Hitchcock-Klassikers mit deutschem Cast erneut. Wie zu der Zeit nicht unüblich, besteht der gesamte Score aus kaum mehr als der knapp zweiminütigen Abspannmusik, und der Komponist nutzt die Gelegenheit die unheilvollen Machenschaften rund um das Mordkomplott in schaurig-schönen Klängen noch einmal in Erinnerung zu rufen.

SCHRITTE IN DER NACHT ist ein düsteres Paranoia-Drama, das auf einer Geschichte von Robert Arthur (Urheber der "drei ???") beruht. Feischner kommentiert Erik Schumanns Irrwege durch nächtliche Gassen und eine feindselige Umwelt mit einer ruhigen, aber wirkungsvollen Jazzkomposition, bei der die Klarinette eine nervöse Attitüde ins Spiel bringt.

DER GEISTERZUG ist ein komödiantisches Krimi-Kammerspiel mit mildem Mystery-Touch. Nette Kaffee- und Kuchenunterhaltung, aber nicht mehr. Die stimmungsvolle Musik mit leicht burleskem Einschlag ist nach einer Minute schon wieder vorbei, und mehr kommt im ganzen Film auch nicht vor.

https://vimeo.com/284349367

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Ernst Brandner:  BLUT UND EHRE

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1982 wurde diese aufwendige, vierteilige Mini-Serie über den aufkommenden Nationalsozialismus produziert. Drei Familien, eine wohlhabend uns systemtreu, eine mit sozialdemokratischem Vater und eine jüdisch-stämmig, stehen im Mittelpunkt der Handlung. Die Söhne werden im Schulunterricht und in der Hitler-Jugend auf die neue Ideologie geeicht. Gegen seine Überzeugung fügt sich auch Vater Keller nach anfänglichem Wiederstand in das System und erlebt einen sozialen Aufstieg.

Die Konflikte die dabei untereinander, auch innerhalb der Familien, entstehen, werden von einer großartigen Schauspieler-Riege glaubhaft und sehr dramatisch umgesetzt. Auch die Besetzung der Kinder und Jugendlichen erweist sich dabei als absoluter Glücksgriff.

Ernst Brandners Filmmusik ist in den 80er Jahren als LP veröffentlicht worden. Die Musik ist von rein sinfonischer Struktur und enthält mit dem Hauptthema auch einen orchestral ummanteltes, glorifizierendes Marschmotiv. Tatsächlich ist die Art der Vertonung auffallend altmodisch. Wenn im Radio Wahlergebnisse verkündet werden, wird das von Brandner dramatisch-aufbrausend kommentiert, geküßt wird unter einem Himmel voller Geigen, und die erwähnten Märsche unternehmen keinerlei Versuch, auf die unheilvollen Seiten der Ereignisse aufmerksam zu machen. Wäre dieser Film in den 50er Jahren entstanden, so hätte man ihn wahrscheinlich auf diese Weise vertont, und das Hauptthema hätte auch jeden nationalsozialistischen Propagandastreifen veredeln können.

Die sinfonische Begleitung wird aber nicht überstrapaziert, und das Konzept, die Handlung nicht aus kritischer Distanz, sondern aus der Perspektive der damaligen Zeit zu betrachten, geht letzten Endes auf. Und das liegt freilich auch an den Kompositionen selber, die auf hohem Niveau auch ein großartiges Höralbum abgeben.

https://vimeo.com/284539954

 

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Peter Schirmann:  DAS JAHRHUNDERT DER CHIRURGEN

Diese nach Jürgen Thorwalds historisch korrekten Sachbuch-Bestsellern gedrehte Serie war 1972 erstmals in der ARD zu sehen. Berichtet wird in 19 in sich abgeschlossenen Folgen von bedeutenden Fortschritten in der Medizin im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Nicht immer erwartet die Protagonisten ein glückliches Ende. Die ersten schwerwiegenden Eingriffe bei Tumorentfernungen, der Kampf gegen das Kindbettfieber oder eine Blinddarmoperation - das alles war seinerzeit eine gefährliche Gratwanderung zwischen Leben und Tod und man kann wirklich froh sein in einer Zeit zu leben, in der ein Zahnarztbesuch so komfortabel verläuft wie heute.

Dies alles wird in den jeweils 25-minütigen Episoden unterhaltsam und sehr spannend vermittelt. Die historischen Settings wurden detailfreudig und aufwendig ausgestattet, und auch schauspielerisch wurde hier wirklich aus dem Vollen geschöpft. Ich kann mich nur erneut vor "Pidax" verneigen, diesen wertvollen Schatz deutscher Fernsehgeschichte gehoben zu haben, auch wenn von einem alten Magentband gemastert werden mußte, weshalb die Bildqualität bei empfindlichen Zeitgenossen wohl auf Ablehnung stoßen wird.

Der Komponist Peter Schirmann ist mir erstmals Mitte der 80er Jahre aufgefallen, als eine von Ihm vertonte Fassung des Stummfilm-Klassikers NOSFERATU ausgestrahlt wurde. DAS JAHRHUNDERT DER CHIRURGEN bekommt von ihm ein den epochalen Ereignissen angemessenes, würdevolles, orchestrales Thema zugedacht, das eine jede Folge stimmungsvoll einleitet und beendet.

Ich habe hier mal wieder eine kleine Collage zusammengeschnitten, bestehend aus Anfangs- und Schlußmusik, sowie einer kurzen Dialogsequenz aus DIE EHE DES FORSCHERS mit dem wunderbaren Erich Schellow in der Rolle des Robert Koch:

https://vimeo.com/285546847

 

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Am 12.8.2018 um 09:57 schrieb Angus Gunn:

Ernst Brandner:  BLUT UND EHRE

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1982 wurde diese aufwendige, vierteilige Mini-Serie über den aufkommenden Nationalsozialismus produziert. Drei Familien, eine wohlhabend uns systemtreu, eine mit sozialdemokratischem Vater und eine jüdisch-stämmig, stehen im Mittelpunkt der Handlung. Die Söhne werden im Schulunterricht und in der Hitler-Jugend auf die neue Ideologie geeicht. Gegen seine Überzeugung fügt sich auch Vater Keller nach anfänglichem Wiederstand in das System und erlebt einen sozialen Aufstieg.

Die Konflikte die dabei untereinander, auch innerhalb der Familien, entstehen, werden von einer großartigen Schauspieler-Riege glaubhaft und sehr dramatisch umgesetzt. Auch die Besetzung der Kinder und Jugendlichen erweist sich dabei als absoluter Glücksgriff.

Ernst Brandners Filmmusik ist in den 80er Jahren als LP veröffentlicht worden. Die Musik ist von rein sinfonischer Struktur und enthält mit dem Hauptthema auch einen orchestral ummanteltes, glorifizierendes Marschmotiv. Tatsächlich ist die Art der Vertonung auffallend altmodisch. Wenn im Radio Wahlergebnisse verkündet werden, wird das von Brandner dramatisch-aufbrausend kommentiert, geküßt wird unter einem Himmel voller Geigen, und die erwähnten Märsche unternehmen keinerlei Versuch, auf die unheilvollen Seiten der Ereignisse aufmerksam zu machen. Wäre dieser Film in den 50er Jahren entstanden, so hätte man ihn wahrscheinlich auf diese Weise vertont, und das Hauptthema hätte auch jeden nationalsozialistischen Propagandastreifen veredeln können.

Die sinfonische Begleitung wird aber nicht überstrapaziert, und das Konzept, die Handlung nicht aus kritischer Distanz, sondern aus der Perspektive der damaligen Zeit zu betrachten, geht letzten Endes auf. Und das liegt freilich auch an den Kompositionen selber, die auf hohem Niveau auch ein großartiges Höralbum abgeben.

https://vimeo.com/284539954

 

Ernst Brandner war mir bisher noch kein Begriff und seine Diskographie sieht ja leider sehr schmal aus, wobei mich "Blut und Ehre" ja stark interssiert. Aber ich habe mir geschworen, jetzt nicht auch noch mit dem Plattensammeln anzufangen...

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Kleiner Hinweis: Den LP-Schnitt von BLUT UND EHRE gibts auch als digitalen Download vom Rechteinhaber Filmkunst-Musikverlag in München:

https://www.amazon.de/Kino-Klassik-Besondere-Filmmusik-Blut/dp/B00Q9NHG5O/ref=sr_1_18?s=dmusic&ie=UTF8&qid=1534589404&sr=1-18&keywords=kino+klassik&refinements=p_n_format_browse-bin%3A180848031

Persönlich hat mir Brandners Westernmusik mit schönem Deguello-artigem Hauptthema zu CARLOS (1971) aber auf Platte besser gefallen, auch sein CHRISTOPH COLUMBUS von 1985 ist gar nicht schlecht (Brandner hat damals die deutsche Version der TV-Serie vertont, Riz Ortolani dagegen die italienische und beide Versionen erschienen auf LP).
Die frühere CARLOS-LP hat der Münchner Musikverlag ebenfalls digital zur Verfügung gestellt. Mit ganz schömem Knistern allerdings - also wohl direkt von der früheren Kummerfeldt-LP gezogen - wie ich das so höre:

https://www.amazon.de/Kino-Klassik-Besondere-Filmmusik-Carlos/dp/B003ISTWXM/ref=sr_1_19?s=dmusic&ie=UTF8&qid=1534589819&sr=1-19&keywords=kino+klassik&refinements=p_n_format_browse-bin%3A180848031

Von Brandner gibts auf CD auch noch einen sehr günstigen Sampler, den man unter seinem Namen nicht so leicht entdeckt. Nichts wirklich Zwingendes, abr ein ganz paar nette Themen (etwa die Titelmusik zum JÄGER VON FALL von 1974) sind dabei und auch zwei Tracks wiederum aus BLUT UND EHRE:

https://www.amazon.de/Schloss-Hubertus-die-Schönsten-Heimatfilm-Melodien-Brandner/dp/B000024ZF8

 

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vor 6 Stunden schrieb Stefan Schlegel:

auch sein CHRISTOPH COLUMBUS von 1985 ist gar nicht schlecht (Brandner hat damals die deutsche Version der TV-Serie vertont, Riz Ortolani dagegen die italienische und beide Versionen erschienen auf LP).

Stefan, wo Du gerade den Columbus erwähnst, da ist mir eine Sache nicht ganz klar. Auf der DVD ist nämlich in der deutschen Synchronfassung ebenfalls der Ortolani-Score zu hören. Nicht dass ich was dagegen hätte, aber es hat mich irritiert und ist mir bis heute ein Rätsel. Ist der denn überhaupt jemals mit der Brandner-Musik ausgestrahlt worden? Ich kann mich da leider nicht mehr erinnern, welche Musik der früher im Fernsehen hatte.

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Nein, leider kann ich da auch nicht weiterhelfen. Ich war zu der Zeit Mitte 80er ganz gewiß kein großer Fernsehserien-Kucker und habe Columbus auch damals nicht gesehen. Auf dem Back Cover der Brandner-LP steht allerdings "Im Auftrag des WDR" wie es auf der Discogs-Seite zu sehen ist:

https://www.discogs.com/de/Ernst-Brandner-Christoph-Columbus/release/10941266

Die Serie müßte folglich damals schon mit der Brandner-Musik gesendet worden sein.

Und auf der Amazon-Seite, wo es die DVD zu kaufen gibt, stehen merkwürdigerweise auch beide Komponistennamen - Ortolani und Brandner.
Man hätte ja sicher nicht die Aufnahme extra mit dem Graunke-Orchester gemacht, um dann die Musik doch nicht zu verwenden. Wäre recht bizarr.
Mir ist nur bekannt, daß die Serie in Deutschland erst ein Dreivierteljahr später als in Italien gezeigt wurde - nämlich an Weihnachten 1985. Es lag also schon eine recht lange Zeit dazwischen und unklar ist, wer da wohl überhaupt auf die Idee kam, den Ortolani-Score komplett zu ersetzen.

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vor 8 Stunden schrieb Stefan Schlegel:

"Im Auftrag des WDR"

Laut DVD-Booklet und Wikipedia fand die deutsche Erstaustrahlung in der ARD statt. Wenn die Brandner-Musik eine exklusive Sache vom WDR war, dann liegt hier eventuell der Hund begraben. Dann müßte es aber auch zwei Synchronfassungen geben, bei denen dann nur die die Musikspur ausgetauscht wurde. Wäre für mich im Moment die einzige Erklärung.

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Ich habe  gerade mal noch einen Freund gefragt, der sowohl die Brandner wie die Ortolani-LP früher hatte und auch die DVD besitzt. Leider zieht er gerade um und hat daher nicht Zeit genau nachzuschauen, aber er meinte, seiner Erinnerung nach würde die deutsche Fassung auf der DVD eher eine Mischung aus Brandner und Ortolani-Musik bieten und Brandners Name werde auch im Vor- oder Abspann genannt. Kann das sein?
Er will bis zum nächsten Wochenende nochmals in die DVD reinschauen und gibt mir dann auch nochmals Bescheid.
Bei Brandner ist ja an sich viel Solo-Gitarre mit dabei, von daher leicht von Ortolanis Originalmusik auseinander zu halten.

Einen zweiten Freund, der sich bei Brandner ein wenig auskennt, erreiche ich gerade telefonisch nicht, versuche es aber die Tage nochmals. Der weiß vielleicht auch noch was zu der Geschichte.

 

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Hab´s gerade mal selber überprüft und den ersten Teil quergeguckt. Ja, es ist tatsächlich eine Mischung aus beidem. Wobei die großen, wichtigen Musikpassagen (z.B. Vor- und Abspann, das Auslaufen der Schiffe) alle mit Ortolani vertont sind. Brandner bleibt da eher im Hintergrund. Seltsame Entscheidung, die da getroffen wurde. Ortolani wird im Vorspann als einziger Komponist genannt. Dies liegt aber wahrscheinlich daran, dass der englischsprachige Titel für die DVD genutzt wurde.

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Am 18.8.2018 um 13:02 schrieb Stefan Schlegel:

Kleiner Hinweis: Den LP-Schnitt von BLUT UND EHRE gibts auch als digitalen Download vom Rechteinhaber Filmkunst-Musikverlag in München:

https://www.amazon.de/Kino-Klassik-Besondere-Filmmusik-Blut/dp/B00Q9NHG5O/ref=sr_1_18?s=dmusic&ie=UTF8&qid=1534589404&sr=1-18&keywords=kino+klassik&refinements=p_n_format_browse-bin%3A180848031

Persönlich hat mir Brandners Westernmusik mit schönem Deguello-artigem Hauptthema zu CARLOS (1971) aber auf Platte besser gefallen, auch sein CHRISTOPH COLUMBUS von 1985 ist gar nicht schlecht (Brandner hat damals die deutsche Version der TV-Serie vertont, Riz Ortolani dagegen die italienische und beide Versionen erschienen auf LP).
Die frühere CARLOS-LP hat der Münchner Musikverlag ebenfalls digital zur Verfügung gestellt. Mit ganz schömem Knistern allerdings - also wohl direkt von der früheren Kummerfeldt-LP gezogen - wie ich das so höre:

https://www.amazon.de/Kino-Klassik-Besondere-Filmmusik-Carlos/dp/B003ISTWXM/ref=sr_1_19?s=dmusic&ie=UTF8&qid=1534589819&sr=1-19&keywords=kino+klassik&refinements=p_n_format_browse-bin%3A180848031

Von Brandner gibts auf CD auch noch einen sehr günstigen Sampler, den man unter seinem Namen nicht so leicht entdeckt. Nichts wirklich Zwingendes, abr ein ganz paar nette Themen (etwa die Titelmusik zum JÄGER VON FALL von 1974) sind dabei und auch zwei Tracks wiederum aus BLUT UND EHRE:

https://www.amazon.de/Schloss-Hubertus-die-Schönsten-Heimatfilm-Melodien-Brandner/dp/B000024ZF8

 

Die CD habe ich auch schon entdeckt und mit dem Gedanken gespielt, sie mir zuzulegen. Werde ich bei Zeiten dann mal mit dem Download tun (ist das auch ein LP-Rip? Bin gerade im Urlaub* und habe keine Hörmöglichkeit hier).

*daher pausiert auch gerade der Majewski

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