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TheRealNeo

Varese Sarabande: The Matrix (The Deluxe Edition) - Don Davis

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Bereits ja 2008 erschienen. Mittlerweile haben ja auch die Sequels ihre Expandierungsbehandlung erhalten.
Der Film feiert ja zurzeit sein 20-jähriges Jubiläum...Wie schätzt ihr den Score in der Rückschau ein? Irgendwie scheint mehr, dass er bahnbrechend aufgenommen wurde, aber generell die Filmmusik nicht so sehr beeinflusst hat und auch Don Davis nicht zum Star wurde/gefragter. Täusche ich mich da? Wollte er s vielleicht nicht?

Und ist der Film mehr wegen seiner Technomusik bekannt?

Fragen, Fragen, Fragen... ;)

Bin gespannt. :)

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Ja, ich denke die Songs hatten mehr Einfluß auf den Mainstream als Don Davis Musik.

Den 30 Minüter habe ich auch noch irgendwo rumfliegen, da fehlen mir aber zu viele gute Sachen der Deluxe Edition.

Generell empfinde ich die Scores von Davis als ok, mehr aber auch nicht.
Erst in Revolutions kommt mal sowas wie ein gutes Thema.

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Ja schlimm eigentlich wie alle immer denken in den Filmen gibts nur Techno. 

Wenn mans mal ehrlich zusammenrechnet sinds nur 4-5min in Discoszenen.

Davis kann halt nich gross was Anderes, das is evtl sein Problem. Und dazu soll er ‚schwierig‘ sein... kein Wunder, dass er mit den Wachowskis dann nicht mehr zusammenarbeitete.

Ich finde dennoch seine Trilogie ist ein Meilenstein, neben Star Wars und LOTR eins der absoluten Meisterwerke im SF Kino.

Ein lustiges Ding gibts im zweiten Teil: Es flattert ja mal ne Zeitung in ner dunklen Gasse vorbei. Genau wie im ersten. Und genau dieselbe Musik (nur so asiatisches Schlagzeug) ertönt für die 2 Sekunden... da hat die Matrix wieder Rechenleistung gespart und sich wiederholt 🤣🤣🤣

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vor 11 Stunden schrieb TheRealNeo:

Irgendwie scheint mehr, dass er bahnbrechend aufgenommen wurde, aber generell die Filmmusik nicht so sehr beeinflusst hat...

Ich sehe THE MATRIX eher als Höhe- bzw. Endpunkt einer Entwicklung, wie ich sie vor einigen Monaten schon hier beschrieben hatte. Die Krönung einer modernistischen Tendenz, die in den Joel-Silver-Produktionen der 90er Jahre öfter durch Michael Kamen und Elliot Goldenthal vertreten war, bzw. von diesen beiden auch im Mainstream etabliert wurde. Das reicht von DIE HARD 2, über DEMOLITION MAN und andere Goldenthal-Scores, bishin zu Frizzell (Teile von DANTE'S PEAK) und eben Davis, der als Orchestrator von Anfang an in diesem Dunstkreis gewirkt hat. 

Im neuen Jahrtausend hat sich das dann alles schnell verflüchtigt, im Angesicht von Zimmers GLADIATOR und der steigenden Popularität ethnisch-minimaler Tendenzen à la Thomas Newman. Viel Einfluss hatte THE MATRIX tatsächlich nicht mehr - was aber nicht an der Musik selbst, sondern an der sich ändernden Ästhetik in der Zeit nach 9/11 lag. 

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vor 47 Minuten schrieb TheRealNeo:

Also gibt es auch einen klaren Schnitt zwischen beispielsweise Hans Zimmer vor und nach 9/11?

würde ich nicht sagen. zimmer hatte erst ab Batman Begins seinen sound gewechselt. ab mitte der neunziger bis 2005 war zimmer bekannt für bombast und eingängige power anthems.

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vor einer Stunde schrieb TheRealNeo:

Also gibt es auch einen klaren Schnitt zwischen beispielsweise Hans Zimmer vor und nach 9/11?

Nein, aber sein ethnisch orientierter Stil à la GLADIATOR wurde - ebenso wie der sphärische Stil Thomas Newmans - nach 2001 immer populärer. Ich erkläre mir diesen Trend, der mit den Oscar-Gewinnen für Gustavo Santaolalla 2005/2006 seinen Höhepunkt fand, mit einem gesteigerten Bedürfnis nach Ruhe, Reflektion und Kontemplation im Kino. Das Selbstbewusst-Exaltierte, wie es die 90er prägte, war nach der weltpolitischen Krisenerfahrung von 9/11 ziemlich schlagartig "out", selbst im Genre- und Blockbuster-Kino. Siehe Zimmer (BLACK HAWK DOWN, TEARS OF THE SUN, LAST SAMURAI), siehe Goldenthal (der nach 2001 mit S.W.A.T. nur noch einen einzigen, sehr "gedrückt"-melancholischen Genre-Score geschrieben hat), siehe Horner, der ab 2002 auch gefühlt immer leiser und sphärischer wurde (WINDTALKERS, BEYOND BORDERS, THE MISSING)...

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Aber kann das nicht auch...Zufall sein?

Denn ein PIRATES OF THE CARRIBEAN ist ja wiederum weniger sphärischer. 

Ich stimme dir zu, dass natürlich die Komponisten mit den Filmen arbeiten mussten, die produziert wurden und da gab es nach 9/11 einiges zu bedenken und Veränderungen zu beobachten, aber das dies auch die Filmmusik in ihrem Gesamtbild beeinflusst haben soll, finde ich nicht. 

Ein Danny Elfman vertonte ja dann einen SPIDER-MAN auch nicht anders, zum Beispiel. 

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THE MATRIX ist ein großer Meilenstein der Kinogeschichte ... sowohl Film als auch Musik. Don Davis hat einen besonders interessanten und ausgereiften Score komponiert und die Filmemacher haben ihn lassen. Es war ein Risiko, doch das Endergebnis ist vom Publikum überraschend gut aufgenommen worden. Heutzutage würde sich ein Produktionsunternehmen hüten solch ein Risiko einzugehen ... zumindest die Kinofilm-Produzenten.

Interessantere Ansätze findet man in der heutigen Zeit schon eher im Serien-Bereich ... was schauspielerische Leistungen angeht, da denke ich an Little Big Lies oder auch gewagtere Drehbücher und manchmal sogar Soundtracks. 

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glaube auch nicht, dass eine Musik wie Matrix heute noch durchgewunken würde. Bleibt abzuwarten, ob es wirklich ein Reboot geben wird (Matrix Rebooted? haha)... und was die dann für Scores haben und von wem. Davis wird sicher nicht mehr angerufen (und hätte evtl. auch kein Interesse?).

Ich hoffe das bleibt alles nur eine Drohung, letztlich waren Teil 2 und 3 so grottig, da will doch auch nicht wirklich mehr irgendwer ein Sequel oder Reboot von sehen oder? Stilistisch haben die Filme sich leider auch überlebt, so prägend sie damals auch waren. Heute findet man den Look doch eher ulkig... (ein paar grossartige Kameramomente find ich dennoch immer wieder umwerfend komponiert). Letztlich ist nur Davis' Musik aber echt zeitlos geblieben... die Songs gehen sogar auch noch in Ordnung finde ich... 

und auch wenn 2 und 3 wirklich grottige Filme sind, so sind deren Scores auch immer noch umwerfend. Gehören sicher zu meinen meistgehörtesten Scores.

Die Aufnahmen der Scores müssen echt anstrengend gewesen sein.

 

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Ich habe die Musik der drei Matrix-Filmen immer noch auf meinem MP3-Player. Bzw sie wurden auf automatisch auf neuere MP3-Player synchronisiert. Höre sie heute noch gerne. Vom ersten Score höre ich sehr gerne die Musik aus der Hotelszene und die des kompletten finalen Aktes beginnend mit dem Kampf zwischen Neo und Agent Smith. Bin froh, dass diese auf der Deluxe berücksichtigt wurde. Hingegen die Film Version des Cues Hotel Ambush ist immer noch die Version von der isolierten Filmmusikspur von der DVD.... die DVD selbst hab ich nicht mal mehr :D 

Irgendwie fehlen mir heutzutage solche Scores. Kann aber nicht in Worte fassen was es ausmacht. Aber gebe dir ronin recht, definitiv noch immer hörenswert heutzutage. Selbst die Songs. Was mich erstaunt ist, dass ich selbst die Remixes bzw. die Orchester vs Synthi-Cues heute immer noch höre - Beispiel Mona Lisa Overdrive.

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Ich geben Dir vollkommen Recht. Ich habe da auch ein paar Stücke auf meiner Playlist und "Mona Lisa Overdrive" gehört sicher dazu. Mein absolutes Lieblingsstück ist das End-Credits-Stück von Don Davis und Juno Reactor "Navras". Höre ich mir heute genau so gerne an wie damals.  

Wie heißt das Musik-Stück aus der Hotelszene? Die müsste ich mir mal genauer anhören. 

 

Am 3.7.2019 um 08:30 schrieb ronin1975:

und auch wenn 2 und 3 wirklich grottige Filme sind, so sind deren Scores auch immer noch umwerfend. Gehören sicher zu meinen meistgehörtesten Scores.

Die Aufnahmen der Scores müssen echt anstrengend gewesen sein.

 

Zwar kommen der zweite und dritte Teil der Filme nicht an den ersten heran, aber ich mochte die immer gerne. ;) 

Die Aufnahmen waren sehr anstrengend. Einer der Musiker hat mir mal erzählt wie schwer sie alle schuften mussten, es war eine der größten Herausforderungen die sie je meistern mussten. 

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Don Davis sagt übrigens im Booklett von THE MATRIX REVOLUTIONS selbst, dass ihm immer gesagt wird wie einflussreich seine Musik gewesen sein soll, aber er hat dies in der Filmmusikwelt im Anschluss nicht wirklich selbst feststellen können.

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Finde auch nicht, dass irgendwer in irgendeiner Art die Musik dann kopierte. In SPEED RACER kann man das vielleicht noch am Ehesten hören...

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Am 1.7.2019 um 18:40 schrieb TheRealNeo:

Aber kann das nicht auch...Zufall sein?

Mit dieser Einstellung wird natürlich jede Art von historischer Forschung sinnlos. ;) 

Elfman hat SPIDER-MAN übrigens durchaus anders vertont als noch die Superhelden-Stoffe der 80er und 90er. Die thematische Arbeit ist verschleierter (viele meinen ja heute noch, dass der Score gar kein richtiges Thema hätte), der Tonfall ist bedeckter und ernsthafter.

Und zu PIRATES: klar, der reine Eskapismus war natürlich nie ganz ausgestorben. 

vor 3 Stunden schrieb Csongor:

Die Aufnahmen waren sehr anstrengend. Einer der Musiker hat mir mal erzählt wie schwer sie alle schuften mussten, es war eine der größten Herausforderungen die sie je meistern mussten. 

Dürfte sicher zum Diffizilsten gehört haben, was den Hollywood-Musikern in den 90ern so vorgesetzt wurde. Zusammen mit einigen Goldenthal-Eskapaden wie SPHERE ("Terror Adagio"...). Diese minimalistischen Stressmusiken mit ihren dauernd verschobenen Akzenten verlangen ein Höchstmaß an Konzentration, insbesondere wenn es auch noch voller Dissonanzen und Cluster ist. 

Wer's noch nicht kennt, die Blaupause für Davis' MATRIX-Konzept (und ja, solche Adams-Einflüsse gab es in der Hollywood-Filmmusik außer bei Davis und Goldenthal nur selten): 

 

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vor 20 Stunden schrieb TheRealNeo:

SPIDER-MAN ernsthafter als BATMAN?

Kannst du dieses ernsthaftere und bedecktere vielleicht an Hör-Beispielen festmachen? :)

Uff, ist das nicht relativ offensichtlich? Wie gesagt: die thematische Arbeit ist unscheinbarer (im SPIDER-MAN-Main Title erklingt das Thema in voller Gestalt erst bei 1:47, nachdem es sich aus diversen, minimalen Ostinato-Figuren und Motivstücken herausgeschält hat, während in BATMAN die Hörner sofort (ab 0:01) ganz plakativ mit dem Hauptthema in Reinform einsteigen), die Musik hat - genau wie der Film - einen eher wenig eskapistischen Coming-of-Age-Charakter, es gibt keine ironisierenden Zirkusmusik-Elemente mehr, etc., etc. 

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ich hab die scores relativ spät schätzen gelernt. stilistisch war die musik schon von anfang an prägnant, hab dem aber erstmal nicht weiter beachtung geschenkt. ich bin dann aber durch einen anderen score wieder an die Matrix scores erinnert worden. und zwar durch bt's musik zum film Stealth. das stück Henry's Death, welches mir sehr gefällt, hat irgendwie erinnerungen an die Matrix musiken geweckt. daher hab ich mich dann doch nochmal an die scores gewagt und die dann auf einmal für toll befunden.

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