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Das wollt ich auch anmerken... MarSco, wir wissen nun inzwischen was du über MV/RCP & Co denkst... :) Aber ich denke schon, dass du es nicht böse meinst.

Klaro. Euch hab ich alle gern. Nur Rabin nicht. :D

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ich hab hier mal ein relativ altes interview mit rabin gefunden. darin spricht er über seine arbeit an Armageddon und Enemy Of The State sowie auch über die zusammenarbeit mit mark mancina und tony scott. ich finds immer interessant, wenn man über ältere projekte irgendwann doch noch immer etwas genaueres erfährt.

 

http://www.runmovies.eu/temp/index.php?option=com_content&view=article&id=336:trevor-rabin-on-scoring-armageddon-a-enemy-of-the-state-&catid=37:scoring-session

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trevor wird eine längere auszeit (ein paar jahre) vom filme vertonen nehmen. er hat sich von seinem management kraft-engel verabschiedet und geht mit rick wakeman und jon anderson demnächst auf längere tour. danach wird er wohl sein solo album fertigstellen. vielleicht gibts ja wenigsten mal paar unveröffentlichte sachen von ihm in der zeit...

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Ich den 90ern mochte ich seine Themes zu Armageddon und Deep Blue Sea. Der restliche Soundtrack war funktionell gut. Wenn man sich aber, im Beispiel von Armageddon, etwa Deep Impact anhört, weiß man, wer in Sachen Filmverständnis und Dramaturgie klar die Nase vorne hat. Für mich undenkbar, dass Rabin einen so verständnisvollen und tief interpretierten Score zu Deep Impact schreiben könnte. Der Film gewinnt durch seinen Soundtrack eine ganz eigene Dimension, die man ihn, von Drehbuch und Bildern her nicht zugetraut hätte. Das ist ganz große Klasse.

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vor 13 Stunden schrieb klendathu:

Ich den 90ern mochte ich seine Themes zu Armageddon und Deep Blue Sea. Der restliche Soundtrack war funktionell gut. Wenn man sich aber, im Beispiel von Armageddon, etwa Deep Impact anhört, weiß man, wer in Sachen Filmverständnis und Dramaturgie klar die Nase vorne hat. Für mich undenkbar, dass Rabin einen so verständnisvollen und tief interpretierten Score zu Deep Impact schreiben könnte. Der Film gewinnt durch seinen Soundtrack eine ganz eigene Dimension, die man ihn, von Drehbuch und Bildern her nicht zugetraut hätte. Das ist ganz große Klasse.

der film Armageddon benötigte aber auch alles andere als einen verständnisvollen und tief interpretierten score. Deep Impact mag von kompositorischer seite her besser sein als Armageddon, von funktioneller seite gibt es absolut keinen unterschied. und gegen die musik beim shuttle start in Armageddon kann Deep Impact einpacken. ;)

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Da dieser Thread noch etwas leer ist und es eventuell doch einige Trevor Rabin Fans gibt, wollte ich an dieser Stelle beginnen, seine Werke im Filmmusikbereich etwas näher vorzustellen. Viele seiner Soundtracks sind sicherlich schon bekannt, aber vielleicht ergibt sich ja dennoch eine Diskussion über den einen oder anderen Score. Da etliche seiner Arbeiten leider nicht offiziell vereröffentlicht wurden oder es nur 1 Scorestück auf das Album geschafft hat, werden die Besprechungen zu diesen Arbeiten etwas kürzer ausfallen.

Trevor komponierte seine erste Filmmusik im Jahr 1976 für den südafrikanischen FIlm Death of A Snowman. Bei dem Film war er Musical Director, hat die Musik jedoch zusammen mit Fransua Roos, Robert Schroder und Patric Van Blerk komponiert bzw. eingespielt. Wie der Stil der Musik ist kann ich leider nicht sagen. Ich bin aber sicher, das Gitarrenspiel wird vorkommen. :D

1989 kam Rabin dann mit Mark Mancina in Kontakt, den er für seine Solo Tour als Keyboarder engagierte. Ein Jahr später arbeiteten beide dann an dem Film Days of Thunder, den Hans Zimmer vertonte. Rabin hat den Gitarrenpart im Titelsong The Last Note of Freedom übernommen, den Zimmer und Billy Idol geschrieben haben und der von David Coverdale gesungen wurde. Ich denke Rabin kam zu diesem Song hinzu, weil Trevor Horn diesen produzierte und er und Rabin schon an dem YES Album 90125 zusammen arbeiteten.

1991 arbeiteten Rabin und Mark Mancina erneut zusammen. Zusammen schrieben sie für das YES Union Album den Song Miracle of Life. Dies war einer der 3 Songs, die Rabin für dieses Album beisteuerte. In Miracle of Life wie auch in den 2 anderen Songs kann man schon Rabins Gespür für eingängige Melodien erkennen, welches sich später auch in seinen Filmscores zeigt. Hier kann man den Song hören. Hat zwar noch nichts wirklich mit Filmmusik zu tun, aber wie gesagt seine Melodien, auch die der Songs in seinem letzten YES Album haben schon etwas Filmmusikcharakter.

 

Nachdem Talk 1994 veröffentlich wurde und die Band auf Tour war, verließ Rabin die Band um ins Filmmusikbusiness einzusteigen. Dank Mark Mancina konnte er auch schon an 2 Hollywoodfilmen mitarbeiten, Fair Game und Twister. Bei ersterem schrieb er zusätzliche Musik und bei Twister übernahm er in einigen Stücken das Gitarrenspiel.

Sein erster Solo Hollywoodfilm war dann der Steven Seagal Actionkracher Glimmer Man. Trevor hatte Seagal Gitarrenunterreicht gegeben und als Gefallen dafür durfte Trevor dann die Musik zum Film schreiben. Der Score ist komplett elektronisch und mit Gitarre eingespielt. Zum Film gibt es keine Scoreveröffentlichung (was jetzt auch nicht so tragisch ist ;) ), denn vieles im Score, vorallem die Actionszenen, ist simples Synthiegeschwurbel. Der Main Title sticht jedoch heraus, da dieser Rabins Gespür für ein prägnantes Motiv erkennen lässt, gespielt natürlich von der E-Gitarre.

 

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CON AIR

Auch wenn Glimmer Man noch ein recht unterdurchschnittlicher Score war, hat die Musik Aufmerksamkeit bei jemandem aus Jerry Bruckheimers Mitarbeiterstab geweckt. Bruckheimer gefiel zwar das Gehörte, jedoch wollte er für sein erstes Soloprojekt nach der Simpson/Bruckheimer Ära doch jemanden Erfahreneres. Die Wahl fiel dabei auf Mark Mancina, der ja schon für Simpson und Bruckheimer Bad Boys vertont hatte. Man entschied sich dabei jedoch, Rabin trotzdem mit ins Boot zu holen, was im Nachhinein auch nötig war, denn Mancina musste relativ früh die Produktion wieder verlassen, da die Arbeit an Speed 2 angegangen werden musste. Somit hat Rabin einen Großteil der Musik alleine geschrieben.

Es sollte ein Rock 'n' Roll Orchesterscore werden und Bruckheimer gefiel die Idee. Das Titelthema schrieben Mancina und Rabin zusammen. Ein sehr eingängiges heroisches Gitarrenthema, das letztendlich für Nicolas Cages' Figur steht. Im Titel The Discharge noch auf noble militärische orchestrale Weise gespielt, wird es für den Rest des Films hauptsächlich von der E-Gitarre gespielt, zumindest wenn es um Cages Figur geht. So zu hören im Stück Con Air Theme, aber auch in unter anderem in Battle in the Boneyard, Fire Truck Chase und weiteren. Seine Frau Trisha hat das gleiche Thema, jedoch wird es bei ihr von einer Akustik Gitarre etwas sanfter gespielt, so zu hören in dem Stück Trisha sowie am Ende von Fire Truck Chase. Für die Liebesbeziehung gibt es dann den Song How Do I  Live zu hören, der zweimal prominent im Film zu hören ist.

 

Die Actionmusik, die einen Großteil des Scores ausmacht, ist dann hauptsächlich Rockmusik, teils agressiv, teils aber auch sehr thematisch gehalten. Rabins Stammschlagzeuger Lou Molino III hat in diesen Stücken ordentlich zu tun. Treibende Rhythmen und das Con Air Theme sowie generell das rockige Gitarrenspiel sorgen für ordentlich Adrenalin, im Film wie auch beim bloßen hören. Das ganze mag keine kompositorische Großtat sein, aber im Film sehr effektiv und beim Solohören macht soviel geballte Power einfach Spaß.

 

In den Suspensepassagen hat das Giarrenspiel teiweise leichte Westernanleihen. So zu hören in Lerner Landing und auch Cons Check Out Lerner. Man hört den Sand durch die Boxen rauschen. ;)

Enden tut das recht gut zusammengestelte Album mit dem Stück Overture, welches den Gefängnisaufenthalt von Cages Figur untermalt. Der Anfang des Stückes ist aggressiv rockig mit schnellen synthrhythmen und untermalt den Kampf zwischen Cage und einem der Bargäste. Es geht dann in das Con AIr Theme über, welches hier eher in eine tragische richtung geht. Danach wird das Thema immer wiederholt und steigert sich von Wiederholung zu Wiederholung. Die Gitarre wechselt dabei von E-Gitarre zu Akkustikgitarre. Zwischendurch schwillt das Thema auch einmal an. Leider fehlt in dieser Overtüre ein kurzes Gitarrenmotiv, welches glaub ich für seine Tochter steht. Zumindest wird es gespielt, als er im Knast über seine Tochter spricht oder man sie sogar im Off hört. Dies sind dann solche Passagen, die mich immer aufhorchen lassen. Schade, dass es nicht mit drauf ist.

Ich persönlich finde den Score ausgezeichnet und nicht nur weil er von Rabin ist. Damals hab ich noch nicht so auf Komponisten geachtet. Der Stil passt perfekt zum Film, dass Hauptthema ist schön eingängig und wird ausreichend variiert und die Action rockt einfach. Ein Adrenalinscore pur. Wie sagt die Rückseite des Booklets so treffend...BUCKLE UP.

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deine hingabe in allen ehren, lars, aber mit trevor rabin kann ich absolut gar nix anfangen. von rabin gefällt mir absolut gar nix und seine musik ist für mich der exemplarische inbegriff seelenloser poporchestealer  „krawallerei“ und rabin der inbegriff des exemplarischen rcp‘lers. 

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deine hingabe in allen ehren, lars, aber mit trevor rabin kann ich absolut gar nix anfangen. von rabin gefällt mir absolut gar nix und seine musik ist für mich der exemplarische inbegriff seelenloser poporchestealer  „krawallerei“ und rabin der inbegriff des exemplarischen rcp‘lers. 


Jeder hat einen Lieblings Komponisten, und warum sollte man das nicht akzeptieren...
CON AIR mag ich sowohl als Film,als auch als Score...die Gitarren Version vom Thema als Cusack dem Cage sagt,er kenne seine Tochter,...verursacht bei mir immer wieder Gänsehaut...und der Song ist auch klasse

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Am 29.3.2017 um 09:22 schrieb Lars Potreck:

Deep Impact mag von kompositorischer seite her besser sein als Armageddon...

Es ging doch gar nicht ums Kompositorische, sondern einfach nur um Feingefühl (das was klendathu als Filmverständnis und Dramaturgie bezeichnet hat). Wieso wird hier ständig davon ausgegangen, dass Liebhaber anspruchsvoller Musik mit (übertrieben ausgedrückt) einem Taschenrechner vor der Musikanlage sitzen, um die "kompositorische Qualität" zu beurteilen? Was soll dieser Bullshit?

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Gast
Am 27.1.2018 um 19:44 schrieb bimbamdingdong:

deine hingabe in allen ehren, lars, aber mit trevor rabin kann ich absolut gar nix anfangen. von rabin gefällt mir absolut gar nix und seine musik ist für mich der exemplarische inbegriff seelenloser poporchestealer  „krawallerei“ und rabin der inbegriff des exemplarischen rcp‘lers. 

Merkwürdige Sicht, Seelenlosigkeit zu unterstellen, wo du doch offenkundig selbst zugibst, einfach nicht für diese Herangehensweise geschaffen zu sein, die poporchestral (wobei Pop auch ein merkwürdig schwammiger Begriff ist) wirkt.

 

vor 22 Stunden schrieb Sebastian Schwittay:

Es ging doch gar nicht ums Kompositorische, sondern einfach nur um Feingefühl (das was klendathu als Filmverständnis und Dramaturgie bezeichnet hat). Wieso wird hier ständig davon ausgegangen, dass Liebhaber anspruchsvoller Musik mit (übertrieben ausgedrückt) einem Taschenrechner vor der Musikanlage sitzen, um die "kompositorische Qualität" zu beurteilen? Was soll dieser Bullshit?

Ich glaube - mitunter - hängt das auch damit zusammen, dass es genügend "Liebhaber" gibt, die tatsächlich einen Stock im Arsch haben und ihre formal richtigen Hinweise wenig sachdienlich und hochnäsig trotzig an den Mann bringen. Wie gesagt. Mitunter.

 

Schöner Beitrag, Lars. Danke! :)
Mit ARMAGEDDON hat Rabin bei mir noch immer gepunktet. Wobei ich mich immer noch frage, ob Rabin irgendwie im Zusammenhang mit der Band "Boston" steht. Hatte immer das Gefühl, dass in ARMAGEDDON "bissl" was davon steckt:

 

Die YES-Sachen mag ich sowieso sehr gerne.

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vor 3 Stunden schrieb Sharp Dressed Man:

Ich glaube - mitunter - hängt das auch damit zusammen, dass es genügend "Liebhaber" gibt, die tatsächlich einen Stock im Arsch haben und ihre formal richtigen Hinweise wenig sachdienlich und hochnäsig trotzig an den Mann bringen. Wie gesagt. Mitunter.

Und das ist jetzt auf wen oder was genau bezogen?

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Gast
vor 6 Stunden schrieb Sebastian Schwittay:

Und das ist jetzt auf wen oder was genau bezogen?

Allgemein "Liebhaber (komplexer) Musik". Von mir aus auch Teile des klassischen Musikbetriebs. Hatte jetzt hier niemanden im Sinn, zumal ich mir die schon etwas zurückliegende Diskussion oben nicht noch einmal durchgelesen habe. Habe dein "Liebhaber" allgemein verstanden.

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vor 22 Stunden schrieb Sebastian Schwittay:

Wieso wird hier ständig davon ausgegangen, dass Liebhaber anspruchsvoller Musik mit (übertrieben ausgedrückt) einem Taschenrechner vor der Musikanlage sitzen, um die "kompositorische Qualität" zu beurteilen? Was soll dieser Bullshit?

niemand hat das so bzw. sinngemäß hier gedacht. und wie du das aus meinem halb zitierten beitrag rauslesen kannst ist mir ehrlich gesagt auch ein rätsel.

@

scorefan

ich finde die version auch sehr schön, weil ich das thema generell auch für sehr gelungen halte und es film auf unterschiedliche weise funktioniert. der song mag vielleicht etwas kitschig sein, aber er klingt auch heute noch schön und im film ist er wunderbar eingesetzt.

 

@bimbam

mit dem popcharakter in einigen seiner werke hast du sicherlich nicht unrecht. leider gibt es von vielen seiner musiken keine veröffentlichung. aber werke wie Remember The Titans, Whispers - An Elephant's Tale, Exorcist: The Beginning, The Great Raid und auch Flyboys haben kaum bis gar keinen Popcharakter. und ob dieser immer seelenlos ist, darüber kann man sicher auch noch diskutieren.

 

@Babis

ich wüsste jetzt erstmal nicht, dass rabin etwas mit dieser band zu tun hatte. das von dir gepostete stück enthält aber tatsächlich eine gitarrenpassagen, die im score im titel The Launch am Ende zu hören ist. Armageddon ist ja in den nächsten Tagen dran. vielleicht kann man da dann etwas näher drauf eingehen. :)

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Wieder einmal viel zu viel um alles zu lesen. ;)

Ich mag jedenfalls Rabins Musik auch sehr. Schade nur das er bei seinen neueren Werken die rockigen Elemente weg lässt.

Habe schon lange vor gehabt seine Yes sowie Solo Sachen mal genauer an zu hören. Bin bis jetzt noch nicht dazu gekommen. Es gibt einfach zu viel andere Sachen zu hören/sehen.

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vor 8 Stunden schrieb Sharp Dressed Man:

Hatte jetzt hier niemanden im Sinn [...] Habe dein "Liebhaber" allgemein verstanden.

Ich hatte damit eigentlich schon die Liebhaber anspruchsvoller Musik hier im Board gemeint. 

vor 7 Stunden schrieb Lars Potreck:

niemand hat das so bzw. sinngemäß hier gedacht. und wie du das aus meinem halb zitierten beitrag rauslesen kannst ist mir ehrlich gesagt auch ein rätsel.

Eins der größten Probleme, das auch nochmal (bzw. mal wieder) umfangreich diskutiert werden sollte (da es scheinbar alle zwei, drei Jahre völlig in Vergessenheit gerät, und sich keiner mehr an die Standpunkte des anderen erinnern kann...), ist die fehlende Bereitschaft, sich hier auf andere Perspektiven einzulassen, und sie in depth zu verstehen. Ich bin echt irgendwie müde, andauernd nur diese hohlen Phrasen à la "kompositorisch mag es besser sein" zu lesen, bei gleichzeitiger Offensichtlichkeit, dass die, die diese Phrasen gebrauchen, scheinbar gar nicht verstehen, was a ) kompositorisch besser überhaupt bedeutet, und dass b ) die kompositorische Qualität gar nicht das zentrale Qualitätsmerkmal einer Musik ist. Streicht doch mal das Wörtchen "kompositorisch" aus eurem Wortschatz - ich weiß, es wurde hier früher häufig benutzt, viel zu häufig sogar - und versucht, zu verstehen, was genau die Liebhaber eines, sagen wir, Jonny Greenwood an ihm wirklich besser finden als an Harry Gregson-Williams oder Trevor Rabin. Ein Tipp: es ist nicht unbedingt die kompositorische Qualität...

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Gast
vor 32 Minuten schrieb Sebastian Schwittay:

Ich hatte damit eigentlich schon die Liebhaber anspruchsvoller Musik hier im Board gemeint. 

Dann nevermind. :) Hier sind mir arrogante Schnösel ja schon länger (wenn nicht Jahre) nicht mehr aufgefallen.

vor 33 Minuten schrieb Sebastian Schwittay:

Eins der größten Probleme, das auch nochmal (bzw. mal wieder) umfangreich diskutiert werden sollte (da es scheinbar alle zwei, drei Jahre völlig in Vergessenheit gerät, und sich keiner mehr an die Standpunkte des anderen erinnern kann...), ist die fehlende Bereitschaft, sich hier auf andere Perspektiven einzulassen, und sie in depth zu verstehen. Ich bin echt irgendwie müde, andauernd nur diese hohlen Phrasen à la "kompositorisch mag es besser sein" zu lesen, bei gleichzeitiger Offensichtlichkeit, dass die, die diese Phrasen gebrauchen, scheinbar gar nicht verstehen, was a ) kompositorisch besser überhaupt bedeutet, und dass b ) die kompositorische Qualität gar nicht das zentrale Qualitätsmerkmal einer Musik ist. Streicht doch mal das Wörtchen "kompositorisch" aus eurem Wortschatz - ich weiß, es wurde hier früher häufig benutzt, viel zu häufig sogar - und versucht, zu verstehen, was genau die Liebhaber eines, sagen wir, Jonny Greenwood an ihm wirklich besser finden als an Harry Gregson-Williams oder Trevor Rabin. Ein Tipp: es ist nicht unbedingt die kompositorische Qualität...

Guter Punkt.
Fände ja später mal ganz interessant eine Diskussion dazu, ob es Formen in der Filmmusik gibt und wie sie sich aus den vorherigen Jahrhunderten ableiten, sich neue gebildet haben oder ob es eine Art anything goes gibt.
Und grundsätzlich die Frage, wie sich (Film-)Musik bewerten lässt und inwiefern das überhaupt notwendig ist.

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Danke erstmal Lars für diese ausführliche Einführung in sein Werk.

Mit YES wollte ich mich auch schon öfters, wegen ihm, mehr beschäftigen, aber hat sich bisher nie ergeben, deswegen danke für den Track, der da einen ersten Eindruck vermittelt.

Deine Beschreibung von GLIMMER MAN klingt ja wirklich nicht gerade einladend, dabei meine ich mal Teile des Scores irgendwo gehört zu haben, die ich dann gar nicht so übel fand, aber vielleicht verwechsle ich den auch mit einem anderen Score.
CON AIR ist da zweifellos erstmal, wer für diese Sorte Score zu haben, ist ausnahmslos zu empfehlen. So wie du das beschrieben hast, und was ich bisher nicht wusste, ist also schon mehr ein Score von Trevor Rabin als Mark Mancina?
Ich mag die Themen sehr und auch wie hier das Ganze orchestriert wurde. Da klingen natürlich die Bläser nicht mehr so natürlich, aber das ist dann eben der gewünschte Klang, und auch diesen kann man sich gut anhören. Und ja die Variation des Themas in der Ouvertüre höre ich auch immer wieder gerne. Werde mir den Film vielleicht sogar heute nochmals ansehen, da ich das schon lange nicht mehr getan habe, aber finde das auch so ein Score den Film perfekt unterstützt. Hätte er da wirklich noch eine andere Funktion haben können, die vielleicht ein handwerklich versierter Komponist schaffen hätte können?

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mein erstes YES album war das album TALK aus 94 und das letzte, an dem trevor beteiligt war. die melodien auf dem album sind schon sehr eingängig und teilweise episch. der titel I Am Waiting aus diesem album hat von der gitarrenmelodie schon leichtes Con Air feeling. eins meiner lieblingstsücke.

Glimmer Man hat sicherlich seine momente, wie der Opening Title z. bsp. aber vieles klingt noch sehr unbeholfen meiner meinung nach, vorallem in der action. hier mal das Opening. als ich den film zum ersten mal sah, fiel mir das motiv sofort auf.

wieviel genau von mancina in Con Air vorhanden ist, ist schwer zu sagen. er hat ja auch so seinen stil, der durchaus prägnant ist. ich finde es aber recht schwer ihn in diesem score zu identifizieren. eventuell die stücke Trisha und Overture. wenn überhaupt was dabei ist. das thema ist aber von beiden.

bezüglich der blechbläser hat trevor mal erzählt, dass bruckheimer es bevorzugt, diese separat aufzunehmen, für den fall, dass sie leiser oder lauter gemixt werden sollen bzw. sogar rausfliegen sollen. bei Con Air hat bruckheimer das sagen gehabt und weniger der regisseur simon west.

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Bei echtem Interesse hätte ja auch mal jemand anders einen eigenen Thread dafür aufmachen können. Oder meinen Beitrag zitiert, und in einem anderen, passenden Thread darauf geantwortet. 

Der Vorwurf der Dumpfheit und Schwerfälligkeit von Seiten Babis' war zwar etwas hart, aber was Wahres ist da schon dran...

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vor 14 Minuten schrieb Sebastian Schwittay:

Das Interesse, die oben beschriebene Problematik zu diskutieren, tendiert scheinbar gegen Null. Schade. 

die ausgangslage der problematik war, dass hier 2 scores verglichen wurden, die zwar erstmal thematisch durchaus gemeinsamkeiten haben, letztendlich jedoch völlig unterschiedliche filme sind. von Armageddon darauf zu schließen, dass rabin nicht so einen score wie horner für Deep Impact hätte schreiben können, finde ich recht gewagt. ein score wie Deep Impact wäre für Armageddon doch völlig verkehrt gewesen und anders herum natürlich genauso. rabin + co. zeigen in Armageddon genau das filmständnis und die dramaturgie, die für diesen film richtig ist, genauso wie es horner für Deep Impact perfekt hinbekommen hat. daher schrieb ich auch noch zusätzlich, dass horners musik im direkten vergleich halt im kompositorischen (damit meine ich den technisch handwerklichen) bereich der musik in Armageddon überlegen sein mag, aber meiner meinung nach nicht in filmverständnis und dramaturgie. diese beiden aspekte haben die komponisten für die jeweiligen filme perfekt hinbekommen. vielleicht war das damals etwas zu plump ausgedrückt.

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