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Gast Steffen S.

Jerry Goldsmith

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Gast Lareneg

Ich habe in den letzten Tagen zwei Mal "The 13th Warrior" gehört und bin gerade irgendwie zu faul um das Bild hier rein zu kopieren. Zwei Mal hören ist nicht gerade viel, trotzdem schreibe ich schon einmal meinen jetzigen Eindruck nieder.

Den Film hatte ich ja schon mehrmals vorher gesehen und dort fand ich die Musik in Ordnung jedoch nicht prägend für die Filmathmosphäre und auch ersetzbar. Ich hatte ja schon einmal geschrieben, dass mir das bei den meisten Filmen mit Goldsmiths Musik so geht, wobei ich Legende hier als Außnahme sehen würde. Denn dort hat, so finde ich, Goldsmith super Filmmusik abgeliefert.

Okay, ich wollte ja eigentlich etwas zu dem "13th Warrior"-Score schreiben. Also gut, ich finde die Musik, den Film mal ignorierend recht gut. Kein Meisterwerk aber schön anzuhören. Mir wird das Hauptthema vielleicht etwas zu oft wiederholt, aber das ist nicht besonders relevant.

Jetzt zum Negativen. Irgendwie geht es mir bei 13thW wie mit "Lord Of The Rings". Schöne Musik, durchaus etwas eigenes, aber und das ist das Problem, es ist nicht wirklich etwas, was noch nicht dagewesen wäre. Es klingt, als hätte sich der jeweilige Komponist Sachen anderer Komponisten geschickt zusammengeschnitten, dazu auch eigene Themen erstellt, nur leider nichts abgeliefert, dass ein vollkommen eigenen Stil hat wie z.B. Star Wars.

Ich glaube ich drücke mich mal wieder etwas ungeschickt aus, so das keiner versteht, was ich wirklich sagen will. Leider weiß ich nicht, wie ich es anders darstellen soll.

Übrigens habe ich heute auch noch mal "Hard Contact" gehört und es gefällt mir um einiges besser als früher. Im direkten Vergleich würde ich wahrscheinlich sogar "First Contact" etwas besser einschätzen als "13th Warrior". Wenn da nur nicht diese beiden blöden Rock-Stücke wären.

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Jetzt zum Negativen. Irgendwie geht es mir bei 13thW wie mit "Lord Of The Rings". Schöne Musik, durchaus etwas eigenes, aber und das ist das Problem, es ist nicht wirklich etwas, was noch nicht dagewesen wäre. Es klingt, als hätte sich der jeweilige Komponist Sachen anderer Komponisten geschickt zusammengeschnitten, dazu auch eigene Themen erstellt, nur leider nichts abgeliefert, dass ein vollkommen eigenen Stil hat wie z.B. Star Wars.

Ich glaube ich drücke mich mal wieder etwas ungeschickt aus, so das keiner versteht, was ich wirklich sagen will. Leider weiß ich nicht, wie ich es anders darstellen soll.

Ich glaube, ich weiss, was du meinst. Aber das mit Star Wars und eigener Stil ist wirklich etwas ungeschickt ausgedrückt, da dieser Williams-Stil ebenfalls auf Klassik-Komponisten zurückgeht, also auch nicht von Williams so erfunden wurde, diese Art von klassischer Musik gab es bereits lange vor Williams, siehe Strawinsky...;). Es wurde ja schon oft angesprochen, daß Goldsmith in den letzten Jahren seines Schaffens sich mehr auf Altbewährtes, allerdings SEIN Altbewährtes, verlassen hat, als wirklich neue Impulse zu geben. Der 13te Krieger fällt auch darunter, wobei dieser vom Unterhaltungwert her doch schon in der obersten Liga angesiedelt werden sollte, ebenfalls handelt es sich um einen "Ersatzscore", da Graeme Revells Musik für den Film nicht verwendet wurde, aber das nur am Rande. Da du natürlich nicht mit Goldsmiths Schaffen der frühen Jahre vertraut bist, kannst du garnicht einschätzen, wie viele Komponisten von Goldsmith "gelernt" haben und ihn in ihren Scores bis heute noch zitieren. Nicht Goldsmith baut Elemente anderer Komponisten zusammen, es ist eher umgekehrt, andere Komponisten zitieren Goldsmith, nicht nur ihn, aber doch auch. Wenn du einmal in sein früheres Schaffen vorgedrungen bist, dann wirst du das auch feststellen, Goldsmith zitiert im Grunde nur sich selbst und "modernisierte" notgedrungen seinen Stil, um auch in den 90ern noch mit "dabei" sein zu können, obwohl er sich nie so angebiedert hat, wie manch anderer und trotzdem noch einflussreiche Scores geschrieben hat, wie TOTAL RECALL oder BASIC INSTINCT. Auch hier darfst du nicht den Fehler machen und sagen "das ist nicht so bekannt, deswegen nicht einflussreich", viele einflussreiche Scores sind einer breiten Masse eher unbekannt, aber dennoch ist ihr Einfluss innerhalb der Filmmusik bis heute spürbar, dazu zählen auch viele Goldsmith-Scores. Und was die Austauschbarkeit angeht: Ich würde sagen, daß heute 90% der Scores für Hollywoodfilme austauschbar sind, es gibt nur ganz wenige, die wirklich so tief mit dem Film verwurzelt sind, dass das Eine ohne das Andere nicht vollständig ist, auch viele Williams-Musiken sind austauschbar, ich erwähne das nur nochmal, weil du diese Austauschbarkeit anscheinend am liebsten bei Goldsmith festmachst, warum auch immer, Zimmer, Williams, JNH, Horner usw ergeht es da nicht anders, das ist jetzt kein "Goldsmith-Phänomen". Der 13te Krieger stellt für mich den perfekten Einstieg für einen "Neuling" in die Welt Goldsmiths dar, vorallem, wenn dieser Neuling aus der Zimmer-/MV-Ecke kommt, denn beim 13ten Krieger bekommen sie nicht nur heroische Themen, sondern auch krachende Schlachtenmusik auf die Ohren. Ich hoffe, du wirst dich trotzdem weiter zurückarbeiten und vielleicht sogar mal Goldsmith-Scores aus den 60ern und 70ern einlegen, aber wie gesagt, sie sind mit seinen Scores aus den späten 80ern bis zuletzt fast nicht zu vergleichen, sprich, wenn du 13th Warrior und FIRST CONTACT kennst, heisst das nicht, daß du damit Goldsmith "kennst", dafür war seine Bandbreite viel zu groß, aber eben so Mitte der 80er begann Goldsmith, sich eher zurückzulehnen und den anderen das Feld zu überlassen, was Innovationen betrifft und dies hat er im Grunde bis zu seinem Tod auch nicht mehr groß geändert, mal abgesehen von solchen Perlen wie TOTAL RECALL und BASIC INSTINCT, die dennoch zeigten, daß Jerry immernoch locker mithalten konnte, wenn er wollte...:cool:

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Gast Stephan Eicke
Wenn du natürlich ausgerechnet die "schlechtesten" herausziehst...:D...Fateless *gähn*, Mission to Mars *schnarch* :cool: , du magst Morricone lieber, ich den Jerry...;)...und sage HOLLOW MAN, LOONEY TOONES, THE SUM OF ALL FEARS, MULAN, THE 13TH WARRIOR, FIRST KNIGHT, etc...:applaus:...aber wie gesagt, alles Geschmackssache...

Nee nee nee- THE 13TH WARRIOR und MULAN, HOLLOW MAN, FIST KNIGHT THE MUMMY sind doch Goldis beste Spätwerke... :applaus:

Wie is das denn mit U-TURN? Ich hab da mal 30 sek Tracks gehört, die haben mir nicht so gefallen, aber darauf kann man ja kein Urteil gründen... ist der empfehlenswert?

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Ich glaube, ich weiss, was du meinst. Aber das mit Star Wars und eigener Stil ist wirklich etwas ungeschickt ausgedrückt, da dieser Williams-Stil ebenfalls auf Klassik-Komponisten zurückgeht, also auch nicht von Williams so erfunden wurde, diese Art von klassischer Musik gab es bereits lange vor Williams, siehe Strawinsky.... Es wurde ja schon oft angesprochen, daß Goldsmith in den letzten Jahren seines Schaffens sich mehr auf Altbewährtes, allerdings SEIN Altbewährtes, verlassen hat, als wirklich neue Impulse zu geben. Der 13te Krieger fällt auch darunter, wobei dieser vom Unterhaltungwert her doch schon in der obersten Liga angesiedelt werden sollte, ebenfalls handelt es sich um einen "Ersatzscore", da Graeme Revells Musik für den Film nicht verwendet wurde, aber das nur am Rande. Da du natürlich nicht mit Goldsmiths Schaffen der frühen Jahre vertraut bist, kannst du garnicht einschätzen, wie viele Komponisten von Goldsmith "gelernt" haben und ihn in ihren Scores bis heute noch zitieren. Nicht Goldsmith baut Elemente anderer Komponisten zusammen, es ist eher umgekehrt, andere Komponisten zitieren Goldsmith, nicht nur ihn, aber doch auch. Wenn du einmal in sein früheres Schaffen vorgedrungen bist, dann wirst du das auch feststellen, Goldsmith zitiert im Grunde nur sich selbst und "modernisierte" notgedrungen seinen Stil, um auch in den 90ern noch mit "dabei" sein zu können, obwohl er sich nie so angebiedert hat, wie manch anderer und trotzdem noch einflussreiche Scores geschrieben hat, wie TOTAL RECALL oder BASIC INSTINCT. Auch hier darfst du nicht den Fehler machen und sagen "das ist nicht so bekannt, deswegen nicht einflussreich", viele einflussreiche Scores sind einer breiten Masse eher unbekannt, aber dennoch ist ihr Einfluss innerhalb der Filmmusik bis heute spürbar, dazu zählen auch viele Goldsmith-Scores. Und was die Austauschbarkeit angeht: Ich würde sagen, daß heute 90% der Scores für Hollywoodfilme austauschbar sind, es gibt nur ganz wenige, die wirklich so tief mit dem Film verwurzelt sind, dass das Eine ohne das Andere nicht vollständig ist, auch viele Williams-Musiken sind austauschbar, ich erwähne das nur nochmal, weil du diese Austauschbarkeit anscheinend am liebsten bei Goldsmith festmachst, warum auch immer, Zimmer, Williams, JNH, Horner usw ergeht es da nicht anders, das ist jetzt kein "Goldsmith-Phänomen". Der 13te Krieger stellt für mich den perfekten Einstieg für einen "Neuling" in die Welt Goldsmiths dar, vorallem, wenn dieser Neuling aus der Zimmer-/MV-Ecke kommt, denn beim 13ten Krieger bekommen sie nicht nur heroische Themen, sondern auch krachende Schlachtenmusik auf die Ohren. Ich hoffe, du wirst dich trotzdem weiter zurückarbeiten und vielleicht sogar mal Goldsmith-Scores aus den 60ern und 70ern einlegen, aber wie gesagt, sie sind mit seinen Scores aus den späten 80ern bis zuletzt fast nicht zu vergleichen, sprich, wenn du 13th Warrior und FIRST CONTACT kennst, heisst das nicht, daß du damit Goldsmith "kennst", dafür war seine Bandbreite viel zu groß, aber eben so Mitte der 80er begann Goldsmith, sich eher zurückzulehnen und den anderen das Feld zu überlassen, was Innovationen betrifft und dies hat er im Grunde bis zu seinem Tod auch nicht mehr groß geändert, mal abgesehen von solchen Perlen wie TOTAL RECALL und BASIC INSTINCT, die dennoch zeigten, daß Jerry immernoch locker mithalten konnte, wenn er wollte...

Wow!!!Was höre ich da???Der 13.Krieger ist der perfekte Einstieg für einen Neuling in die Welt von Jerry Goldsmith???Danke Alexander, so komme ich doch noch sehr spät zu meinem Recht.(Nichtganzernstgemeintesgemeinesgrinsen)

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Wow!!!Was höre ich da???Der 13.Krieger ist der perfekte Einstieg für einen Neuling in die Welt von Jerry Goldsmith???Danke Alexander, so komme ich doch noch sehr spät zu meinem Recht.(Nichtganzernstgemeintesgemeinesgrinsen)

Jupp, würde ich so sagen, zumindest für eine bestimmte Geschmacks-Gruppe...:cool:

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Gast Lareneg
Aber das mit Star Wars und eigener Stil ist wirklich etwas ungeschickt ausgedrückt, da dieser Williams-Stil ebenfalls auf Klassik-Komponisten zurückgeht, also auch nicht von Williams so erfunden wurde, diese Art von klassischer Musik gab es bereits lange vor Williams, siehe Strawinsky...:cool:.

Das ist mir durchaus bewusst, da ich ja gerade, was Klassische Musik angeht die Sachen höre, an denen sich John Williams orientiert hat. Mir geht es nicht einmal unbedingt darum, dass die Musik was neues ist, sondern was sie für den Film bedeutet. Ich weiß auch nicht genau, wie ich das formulieren soll, vielleicht, weil ich selbst nicht so ganz genau weiß, was ich meine. Und die Goldsmith-Scores, die ich kenne, an sich gefallen mir ja ganz gut. Nur halt nicht in der Kombination mit dem Film.

Es wurde ja schon oft angesprochen, daß Goldsmith in den letzten Jahren seines Schaffens sich mehr auf Altbewährtes, allerdings SEIN Altbewährtes, verlassen hat, als wirklich neue Impulse zu geben.

Da ich nur erst andere Sachen gehört habe, kommt es mir anders vor. Wobei das natürlich kein Vorwurf an Goldsmith sein darf.

Wenn du einmal in sein früheres Schaffen vorgedrungen bist, dann wirst du das auch feststellen, Goldsmith zitiert im Grunde nur sich selbst und "modernisierte" notgedrungen seinen Stil, um auch in den 90ern noch mit "dabei" sein zu können, obwohl er sich nie so angebiedert hat, wie manch anderer und trotzdem noch einflussreiche Scores geschrieben hat, wie TOTAL RECALL oder BASIC INSTINCT.

Total Recall interessiert mich derzeitig von Goldsmith auch am meisten. Lohnt es sich eigentlich die längere Version davon zu kaufen, oder reicht die alte, kürzere auch vollkommen aus?

Auch hier darfst du nicht den Fehler machen und sagen "das ist nicht so bekannt, deswegen nicht einflussreich", viele einflussreiche Scores sind einer breiten Masse eher unbekannt, aber dennoch ist ihr Einfluss innerhalb der Filmmusik bis heute spürbar

Da mir von John Williams gerade die eher unbekannten Scores sehr gut gefallen, werde ich diesen Fehler sicher nicht noch einmal machen.

Und was die Austauschbarkeit angeht: Ich würde sagen, daß heute 90% der Scores für Hollywoodfilme austauschbar sind, es gibt nur ganz wenige, die wirklich so tief mit dem Film verwurzelt sind, dass das Eine ohne das Andere nicht vollständig ist, auch viele Williams-Musiken sind austauschbar, ich erwähne das nur nochmal, weil du diese Austauschbarkeit anscheinend am liebsten bei Goldsmith festmachst, warum auch immer, Zimmer, Williams, JNH, Horner usw ergeht es da nicht anders, das ist jetzt kein "Goldsmith-Phänomen".

Da hast du wahrscheinlich recht mit. Mir persönlich geht es allerdings so, dass viel der Williams-Scores und Gladiator gerade nicht austauschbar sind, wärend ich Goldsmiths Musik bis auf Legende nie prägend für den Film fand. Aber auch hier kommt es vielleicht größtenteils auf den Geschmack an.

Ich hoffe, du wirst dich trotzdem weiter zurückarbeiten und vielleicht sogar mal Goldsmith-Scores aus den 60ern und 70ern einlegen, aber wie gesagt, sie sind mit seinen Scores aus den späten 80ern bis zuletzt fast nicht zu vergleichen,

Irgendwann werde ich bestimmt mal ein paar von den Sachen hören. Aber derzeitig gibt es einfach noch zu viele andere Sachen die mich interessieren.

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Total Recall interessiert mich derzeitig von Goldsmith auch am meisten. Lohnt es sich eigentlich die längere Version davon zu kaufen, oder reicht die alte, kürzere auch vollkommen aus?

Sagen wir mal so, auf der normalen Varese befinden sich die wichtigsten Passagen aus dem Film, auf der Deluxe Edition tauchen dafür noch einige sehr interessante Underscoring-Tracks auf, die einmal mehr das verdeutlichen, was ich als "individuelle Stimme" in einem Score bezeichne, es ist zwar Goldsmith, wie man ihn teilweise schon kennt, aber genau diese "Stimme" gehört nur dem Film TOTAL RECALL und sonst keinem anderen und ich spreche hier nicht von einem Thema oder einer Melodie, sondern eher von Atmosphäre, aber das ist schwer zu beschreiben, man muss es selbst hören bzw fühlen, ausserdem befinden sich die Tracks auf der Deluxe Edition in chronologischer Filmreihenfolge und ein sehr schönes und informatives Booklet gibt es noch dazu, also würde ich eher zur Deluxe Edition raten.

Da hast du wahrscheinlich recht mit. Mir persönlich geht es allerdings so, dass viel der Williams-Scores und Gladiator gerade nicht austauschbar sind, wärend ich Goldsmiths Musik bis auf Legende nie prägend für den Film fand. Aber auch hier kommt es vielleicht größtenteils auf den Geschmack an.

Erstens das und zweitens kommt es auch immer auf den Film an, ich sprach ja nicht von allen Williams- bzw. Zimmer-Scores, einige sind wirklich untrennbar mit dem Film verbunden, aber das ist bei Goldsmith auch der Fall, es sind nicht alle, aber das sind sie bei keinem Komponisten, da jeder seinen speziellen Stil hat und dieser auch innerhalb der eigenen Musik durchaus durch ähnliches vom selben Komponisten austauschbar ist, mir ging es nur darum festzustellen, daß mindestens soviele Goldsmith-Musiken untrennbar mit dem Film verbunden sind, prägend für den Film sind, wie bei Williams oder Zimmer.

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Gast Sima

@AINM

Ich muss sagen, dass viele dazu neigen, die sehr guten Star Wars Filme mit sehr guter Musik (auch unterstützend) als beste Filmmusik anzusehen. Sicher ist das ein ein wenig eingeengter Blickwinkel.

Zu Goldsmiths "Total Recall": So innovativ war er auf dem Action Gebiet, allerdings ziehe ich ihm immer noch andere Goldsmiths vor. Es ist eben Action, und was sollte er anderes schreiben. Ansprechende Krachermusik. Also keine Garantie beim Kauf der erweiterten Version. Das kommt hier auf deinen Geschmack an. Hat sich Goldsmith leicht zugänglich gezeigt, konzentriere ich mich trotzdem auf seine älteren Scores, die mir mehr Innovation als bspw. Basic Instinct zeigen.

Das begründet sich damit, das ich der Ansicht bin, die meisten Gebiete des Films sind filmmusikalisch und auch angesichts des Genres des Films erschöpft. Ich ziehe einen Hitchcock oder bspw. "Chinatown", "Spiel mir das Lied vom Tod" nicht zuletzt wegen der Filmmusik neueren Actionkrachern vor.

Ein "Unbreakable-Genre" ist noch nicht so aufgelutscht, dass es uninteressant sein könnte. Also noch ein wenig Lichtblick, Ausnahmen ...

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Zu Goldsmiths "Total Recall": So innovativ war er auf dem Action Gebiet, allerdings ziehe ich ihm immer noch andere Goldsmiths vor. Es ist eben Action, und was sollte er anderes schreiben. Ansprechende Krachermusik. Also keine Garantie beim Kauf der erweiterten Version. Das kommt hier auf deinen Geschmack an. Hat sich Goldsmith leicht zugänglich gezeigt, konzentriere ich mich trotzdem auf seine älteren Scores, die mir mehr Innovation als bspw. Basic Instinct zeigen.

Immerhin hatte TOTAL RECALL einen grossen Einfluss auf die Action-Musik der 90er, genauso wie BASIC INSTINCT das bis heute im Thrillergenre hat, daß die Musik jetzt bahnbrechend neu gewesen wäre, habe ich auch nicht behauptet, aber sie zeigte doch, daß Jerry auch dann immernoch durchaus in der Lage war, bestimmte "Eckpunkte" in verschiedenen Genres zu setzen, wenngleich seine Musik aus dieser Zeit mit seinen vielen Perlen der 60er und 70er nicht mehr vergleichbar ist, wie du schon schriebst, Goldsmiths Musik wurde im Lauf der Jahrzehnte "zugänglicher", was ich ja bereits schon vorher erwähnte. Aber ich denke eben dabei auch immer daran, daß ich es hier mit einem Neuling zu tun habe, der gerade erst anfängt, die Welt der Filmmusik zu entdecken und als "Start" eben die populäre Ecke mit Zimmer und Williams gewählt hat, weil ihm diese am meisten zusagt. Mit dem Gedanken im Hinterkopf würde ich ihm auf jeden Fall erstmal die "einfacheren" Jerrys empfehlen, die sich eben hauptsächlich in den 80er und 90er Jahren finden, um ihm einen Einstieg zu geben und ihn nicht gleich mit Sachen wie Planet der Affen oder The illustrated man zu verschrecken, damit er sich womöglich erstmal ganz von Goldsmith abwendet. Bei mir lief es genauso ab, TOTAL RECALL war zufälligerweise mein erster Goldsmith-Score und auch ich habe erstmal die 80er und 90er Jahre von Jerry abgedeckt, bevor ich mich weiter zurückwagte.

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mh...--->

Hab ehrlich gesagt bis jetzt von ihm nur The Mummy, The 13th Warrior, Star Trek I, The First Knight & Alien gehört. Ich mag ihn sehr. Ich finde, man merkt auch wann es ein Jerry Score is oder nich (wie bei Johnny), aber um mehr über ihn zu schreiben, kenn ich seine Werke noch zu wenig... :cool:

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Gast Stephan Eicke
Deswegen habe ich sie ja auch aufgeführt...:cool:

...weil geigergroup THE MUMMY und THE 13TH WARRIOR in eine Reihe stellte mit ALONG CAME A SPIDER- einem wirklich schwachen Soundtrack... deswegen fragte ich mich, ob er meint, dass die beiden Soundtracks nur Durchschnitt oder schwach waren.

Gibts von RED SONJA ne Club CD?? Ich hatte nur den Film gesehen- soweit ich weiß, gabs RED SONJA mal auf LP für nur 10 Euro bei booklooker.de , den hab ich mir aber leider durch die Lappen gehen lassen. Ich hab aber das Hauptthema aufm PC. Ich kanns dir ja mal schicken (is auch nich illegal) ;)

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Gast iLLumination

Den Film hatte ich ja schon mehrmals vorher gesehen und dort fand ich die Musik in Ordnung jedoch nicht prägend für die Filmathmosphäre und auch ersetzbar. Ich hatte ja schon einmal geschrieben, dass mir das bei den meisten Filmen mit Goldsmiths Musik so geht, wobei ich Legende hier als Außnahme sehen würde. Denn dort hat, so finde ich, Goldsmith super Filmmusik abgeliefert.

nur leider hat goldsmith wohl extrem viele unersetzbare scores geschrieben und das zu mehreren genres. da brauch man nur mal kurz in patton, planet of the apes und alien reinzuhören, um das zu erkennen

zugegeben, 13th warrior ist ein goldsmith-standard-score. donnoch bleibt er auf hohem niveau. mir ist vor allem in diesen standard-scores, wie the mummy, air force one und 13th warrior, goldsmiths rythmisches geschick aufgefallen. bei 13th warrior wäre hier besonders "the fire dragon" erwähnenswert. mit "the fire dragon" kann amn übrigens sehr nett den angriff auf den todesstern in episode6 unterlegen. also goldsmiths musik ist selten ersetzbar, wenn dann ersetzt sie andere musik :D

oder das star trek9 thema passt wie die faust aufs auge, wenn am anfang von forrest gump die feder durch die gegend fliegt

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Da geht er hin zu ALONG COME A SPIDER, THE MUMMY und THE LAST CASTLE...

Hilfe! Erbarmen!!!

THE MUMMY? Tomaten auf den Ohren?

Und übrigens: Goldsmith ist in seinem Spätwerk nicht schlechter geworden, sein Kompositionsstil hat sich nur verändert. Seine "schlechte" Phase hatte er Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger, aber die letzten 10 Jahre in seinem Schaffen waren komplett frei von Gurken à la CRIMINAL LAW oder NOT WITHOUT MY DAUGHTER.

Ich kenne von Morricone nicht viel, aber wenn ich mir Spät-Goldsmiths wie HOLLOW MAN, THE MUMMY oder LOONEY TUNES anhöre, muss ich sagen, dass diese Filmmusiken selbst den von vielen als besten Morricone-Score angesehenen UNCE UPON A TIME IN THE WEST kompositorisch und handwerklich locker einstecken.

So, und jetzt belege uns bitte nochmal, was an THE MUMMY schlecht sein soll, denn ohne vernünftige Argumentation klingt das vor dir Geschriebene wirklich nur nach den undifferenzierten Äußerungen eines Fans.

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Gast suizoscore
THE MUMMY? Tomaten auf den Ohren?

Und übrigens: Goldsmith ist in seinem Spätwerk nicht schlechter geworden, sein Kompositionsstil hat sich nur verändert. [...]

So, am besten stellst du dich jetzt vor einen Spiegel und sagst das noch mal gaaaanz LAUT.

[...]Ich kenne von Morricone nicht viel [...]

Das überrascht mich gar nicht.

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Seine "schlechte" Phase hatte er Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger, aber die letzten 10 Jahre in seinem Schaffen waren komplett frei von Gurken à la CRIMINAL LAW oder NOT WITHOUT MY DAUGHTER.

Da könnte ich dir zustimmen - mit der Ausnahme 1990 (Total Recall, Gremlins 2 und Russia House). Diese Scores sind sicher alles andere als schlecht oder gar durchschnittlich.

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So, am besten stellst du dich jetzt vor einen Spiegel und sagst das noch mal gaaaanz LAUT.

Mach ich. Und zwischenzeitlich gehst du mal auf Folgendes ein, was du (überraschenderweise...) bis jetzt vermieden hast:

"So, und jetzt belege uns bitte nochmal, was an THE MUMMY schlecht sein soll, denn ohne vernünftige Argumentation klingt das vor dir Geschriebene wirklich nur nach den undifferenzierten Äußerungen eines Fans."

Mal sehen, ob es dir gelingt.

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Da könnte ich dir zustimmen - mit der Ausnahme 1990 (Total Recall, Gremlins 2 und Russia House). Diese Scores sind sicher alles andere als schlecht oder gar durchschnittlich.

Stimmt natürlich. BASIC INSTINCT, STAR TREK V und THE BURBS könnte man da auch noch hinzufügen. Deswegen ja auch die "schlechte" Phase in Anführungszeichen - denn selbst da gab es zwischendurch immer mal wieder hervorragende Scores.

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Gast suizoscore
"So, und jetzt belege uns bitte nochmal, was an THE MUMMY schlecht sein soll, denn ohne vernünftige Argumentation klingt das vor dir Geschriebene wirklich nur nach den undifferenzierten Äußerungen eines Fans."

Mal sehen, ob es dir gelingt.

Nein, darauf habe ich keine Lust. Nicht bei der Sorte von Musik. Die ist mir zu schlecht.* Gehört auch nicht in einen Morricone-Thread.

____________

*Goldsmith hat mit THE MUMMY Mist gebaut. Er wusste es selbst am besten. Mir ist ausserdem schlicht unbegreiflich, dass er sich bei einem so bescheuerten Spielfilm hat anheuern lassen und nicht vorzeitig ausstieg.

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Nein, darauf habe ich keine Lust. Nicht bei der Sorte von Musik. Die ist mir zu schlecht.* Gehört auch nicht in einen Morricone-Thread.

____________

*Goldsmith hat mit THE MUMMY Mist gebaut. Er wusste es selbst am besten. Mir ist ausserdem schlicht unbegreiflich, dass er sich bei einem so bescheuerten Spielfilm hat anheuern lassen und nicht vorzeitig ausstieg.

Ich finde es schon lustig, daß hier immer so auf Goldsmiths Spätwerk herumgehackt wird, aber wenn dann mal ein konkreter Punkt verlangt wird, warum z. B. The MUMMY so schlecht ist, natürlich immer vor dem Hintergrund des eigenen Geschmacks, dann kommt ein lapidares "Nö, keine Lust"...:D...besonders überzeugend ist das auch nicht...;)

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Gast suizoscore
Ich finde es schon lustig, daß hier immer so auf Goldsmiths Spätwerk herumgehackt wird, aber wenn dann mal ein konkreter Punkt verlangt wird, warum z. B. The MUMMY so schlecht ist, natürlich immer vor dem Hintergrund des eigenen Geschmacks, dann kommt ein lapidares "Nö, keine Lust"...:D...besonders überzeugend ist das auch nicht...;)

Es geht auch nicht darum zu überzeugen. Wer daran hängt, wird sich schwerlich auch mit triftigen Argumenten von seiner Vorliebe abbringen lassen.

Das Problem mit schlechten Werken ist immer das gleiche. Der Kritiker stellt fest, dass eines nicht gut ist. Nun muss er fundierte Argumente auffharen, um diese Einsicht zu untermauern. Sonst droht die Gefahr, das ihm keiner glaubt. Bei einer starken Filmmusik, ist dieser Arbeitsprozess etwas, dass wohl jeder gerne in Kauf nimmt. Aber hier? Ich mag mich nicht, heute, am 23. Juli, damit beschäftigen. Sorry, liegt nicht drin.

Aber ich hab was für euch. Da war schon einer, der niederschrieb, was ich kaum besser hätte sagen können (die Hervorhebungen sind von mir), und er war auch zu faul, um ins Detail zu gehen:

May, the 4th 1999 - release date for a film-music-historical more significant score. And then there came 'The Mummy' as well.

I want to salute Stephen Sommers, one of the few current Hollywood-directors, who consider filmmaking as a higher task. Movies like 'Deep Rising' and 'The Mummy' don´t make it too hard for us to identify him as a true visioneer. And he´s the man who knows what Jerry Goldsmith has to work on to display his true talents - totally overloaded, cheesy crap-movies. The quality of these films will make it inevitable that the Sommers-Goldsmith collaboration will become the most important combination of directing and musical genius ever produced by the American film industry... ...most likely.

Musically the energy of films like 'The Mummy' has at least one big advantage - Goldsmith writes his torpedo-action. As before in 'Deep Rising' this `Dead-Pharaos-Hunt´ is an absolutely mad rush. For the ones being familiar with the tentacle-movie´s music the 'Imhotep' theme with its scary horror feel will have a familiar sound. The score offers some more themes and a plenty of great moments but a detailed description of each one would bore you and me. There is a quite clumsy adventure-march, an epic love theme, different action themes... ...it´s a big toy-box with something for every child. All bright and loud and comme il faut absolutely nerve-corroding for involuntary force-receivers. So if you´ve a serious heart condition better leave the CD in the store. All others: swarm out and save you a copy.

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Es geht ja auch nicht darum, jemanden, der den Score mag, davon zu überzeugen, daß er schlecht ist (in deinen Augen), sondern ganz einfach um einen Grund, WARUM er für dich so schlecht ist, also deine ganz eigene, persönliche Meinung. Der zitierte Artikel ist zwar ganz schön, erinnert mich aber an einen anderen Artikel, in dem John Barry ziemlich heruntergemacht wird, siehe "Was ist mit John Barry los?"-Thread, was wiederrum beweist, daß es Leute gibt, die auch auf solche Artikel nichts geben, siehe deine Reaktion darauf...:D...wie gesagt, ich will hier keinen Streit vom Zaun brechen, du magst den Score nicht, andere mögen ihn sehr, aber einfach etwas herunterzumachen mit dem Grund "Das ist schlecht" ohne weitere Begründung, kann schon mal irritierend wirken.

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Gast suizoscore
Es geht ja auch nicht darum, jemanden, der den Score mag, davon zu überzeugen, daß er schlecht ist (in deinen Augen), sondern ganz einfach um einen Grund, WARUM er für dich so schlecht ist, also deine ganz eigene, persönliche Meinung. Der zitierte Artikel ist zwar ganz schön, erinnert mich aber an einen anderen Artikel, in dem John Barry ziemlich heruntergemacht wird, siehe "Was ist mit John Barry los?"-Thread, was wiederrum beweist, daß es Leute gibt, die auch auf solche Artikel nichts geben, siehe deine Reaktion darauf...:D...wie gesagt, ich will hier keinen Streit vom Zaun brechen, du magst den Score nicht, andere mögen ihn sehr, aber einfach etwas herunterzumachen mit dem Grund "Das ist schlecht" ohne weitere Begründung, kann schon mal irritierend wirken.

Nimm mal an, ich hätte oben zitierten Goldsmith-Mummy-Artikel tatsächlich verfasst (was aber nicht der Fall ist). Dann gibt mal darauf eine Antwort, ohne auf eine andere Kritik (Barry) zu verweisen. Von mir aus mit einem anderen Zitat...

Ich habe zwischenzeitlich im Internet rumgestöbert und mit Schrecken festgestellt, wie fast unisono populär dieser Schrottscore ist.

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Gast Sayarin

Eigentlich wollt ich mich hier nicht einmischen, aber muss denn schon wieder so eine Wendung wie "Schrottscore" fallen? :demut: Sehr fair ist das gegenüber Fans ganz und garnicht... Du findest es ja auch nicht besonders nett, wenn deine favorisierten Komponisten bzw. ihre Werke "beschimpft" werden(siehe "Was ist mit John Barry los?" :D).

Aber die Diskussion hatten wir auch schon zu genüge... ;)

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