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John Carpenter - Terror takes shape


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Der Film ist eher schwach.

Anstatt die gelungenen Filme, CARRIE und SHINING zu remaken würde es hier tatsächlich Sinn machen noch einen Versuch zu starten.

 

Mit diesem Werk begann Carpenters Abstieg, von dem er sich bis heute nicht mehr erhohlt hat.

 

Nein Danke.

Auf Bluray habe ich inzwischen alle Filme. die ich von Carpenter brauche.

Warte höchstens noch auf eine verbesserte Fassung der Klapperschlange.

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Für mich ist CHRISTINE auch sein schwächstes 80er-Werk, sowohl filmisch, als auch musikalisch. Aber sein Abstieg begann dann doch erst später, denn nach CHRISTINE kamen immerhin noch PRINCE OF DARKNESS und THEY LIVE, vom launigen BIG TROUBLE IN LITTLE CHINA mal abgesehen. STARMAN ist auch nicht soo schlecht, aber ich fand den irgendwie recht spannungsarm. Nach THEY LIVE folgte eine lange Pause bis 1992 und MEMOIRS OF AN INVISIBLE MAN, der war dann richtig schwach und alles danach, bis auf IN THE MOUTH OF MADNESS im Grunde ebenfalls nicht mehr so herausragend.

 

Alan Howarth treibt immerhin diese ganzen Expandierungen voran, was ich gut finde. ;) Er arbeitet auch noch an kompletten Fassungen von HALLOWEEN 5 und HALLOWEEN 6.

 

Ich habe Carpenter auch komplett auf DVD, das reicht mir eigentlich. Auf Blu-ray habe ich bisher nur THE THING, HALLOWEEN und THE WARD, wenn es mal Blu-rays von THEY LIVE, PRINCE OF DARKNESS und IN THE MOUHT OF MADNESS gibt, werde ich mir die auch holen, das war es dann aber.

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Der Film ist eher schwach.

Anstatt die gelungenen Filme, CARRIE und SHINING zu remaken würde es hier tatsächlich Sinn machen noch einen Versuch zu starten.

SHINING hat ja Stephen King selbst neu verfilmen lassen, mit ihm als Autor und Produzent, da King mit dem Kubrick-Film bekanntermaßen sehr unzufrieden war und ist.

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  • 1 Monat später...
  • 3 Wochen später...

John Carpenters DIE FÜRSTEN DER DUNKELHEIT ist nach Neuprüfung nicht mehr indiziert und nun ab 16 Jahren freigegeben. Das bedeutet hoffentlich, dass in absehbarer Zeit der Film endlich in HD veröffentlicht wird.

 

prince_of_darkness2(1).jpg

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  • 1 Monat später...

John Carpenters DIE FÜRSTEN DER DUNKELHEIT ist nach Neuprüfung nicht mehr indiziert und nun ab 16 Jahren freigegeben. Das bedeutet hoffentlich, dass in absehbarer Zeit der Film endlich in HD veröffentlicht wird.

 

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Zumindest in den USA wird es am 24.09. soweit sein, dann erscheint PRINCE OF DARKNESS als Collector´s Edition auf Blu-ray und auch noch mal auf DVD.

 

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THEY LIVE! gibt es in den USA übrigens auch schon auf Blu-ray, mit einem sehr martialischen Cover ;)

 

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Zumindest in den USA wird es am 24.09. soweit sein, dann erscheint PRINCE OF DARKNESS als Collector´s Edition auf Blu-ray und auch noch mal auf DVD.

 

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THEY LIVE! gibt es in den USA übrigens auch schon auf Blu-ray, mit einem sehr martialischen Cover ;)

 

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Die Göttin steht ja auf solche Cover! Nur Roddy Piper [http://de.wikipedia.org/wiki/Roddy_Piper] is' a bisserl too young gezeichnet! ;)

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Schöne Cover.

Das Prince of Darkness Motiv würde auch ein schickes Poster abgeben. Erfreulich wäre es auch wenn die Filme in dieser Aufmachung auch hier bei uns erscheinen würden.

Leider sind die Blu-rays Region-A-codiert, sonst würde ich da sofort zuschlagen. ;) Aber ich hoffe, dass hierzulande nach der Indexstreichung des Filmes sich auch etwas tut.

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  • 1 Monat später...

Pünktlich zu Halloween wird am 25. Oktober Carpenters bester Film der 90er, "Die Mächte des Wahnsinns", auf Blu-ray erscheinen. Die alte DVD ist preislich relativ hoch angesiedelt, sie hat allerdings nur die deutsche Tonspur und das Bild ist nicht anamorph codiert, was, je nach Fernseher, zu leicht verzerrten Darstellungen führen kann. Dieses Problem sollte die BD nicht mehr haben.

 

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Also meine kanadische DVD von In The Mouth Of Madness ist anamorph, 2.35:1 und hat 'nen schönen Audiokommentar. ;) Die DVD ist sogar zweiseitig. Für Vollbild-Gucker gibt es auf der anderen Seite den Film nämlich nochmal in 4:3. :)Oh no! Not the Carpenters!

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Also meine kanadische DVD von In The Mouth Of Madness ist anamorph, 2.35:1 und hat 'nen schönen Audiokommentar. ;) Die DVD ist sogar zweiseitig. 

Meine auch. ;) Aber es ist doch schöner, alles auf einer Disc zu haben und das auch noch in HD. Bleibt nur abzuwarten, ob das Bonusmaterial, welches auf der deutschen DVD ja ein anderes ist, es auch auf die BD schafft. Der Audiokommentar von Carpenter und Kameramann Gary B. Kibbe war auf der deutschen DVD ja nicht enthalten, dafür ein B-Roll und Interviews, die so wiederum nicht auf der US- bzw kanadischen DVD enthalten sind, wenn ich mich nicht irre.

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  • 6 Monate später...
  • 2 Wochen später...

also CSONGOR! stampf! THE FOG ist einer der besten Gruselfilme schlechthin... hast nicht bis zum Schluss geschaut? wie kannst du!!! Baut sich langsam alles auf um sich in einem echt grandiosen 15min Showdown zu entladen... die Szene im Leuchtturm ist echt der Hammer... grossartig einfach alles, mit toller Schlusspointe! Echter Klassiker...

THE FOG gehört zwar auch nicht in meine Carpenter-Top-5, aber so schlecht, wie er hier geredet wird, ist er bei weitem nicht. Die Kameraarbeit von Dean Cundey beispielsweise ist wieder hervorragend und auch die Atmosphäre, die der Film bis zum Schluss aufbaut, weiss zu gefallen. Insgesamt leidet der Film vielleicht etwas an seiner Inkonsitenz, aber es gibt dennoch einzelne Szenen, die schon sehr gelungen sind. Ich würde ja gerne mal die ursprüngliche Fassung davon sehen wollen. Carpenter schnitt den Film nach dem ersten Rough Cut stark um, knapp dreissig Prozent wurden neu gedreht und einen neuen Score bekam der Film auch verpasst. In dem Buch "Prince of Darkness" redet Carpenter auch etwas ausführlicher darüber, auf der Wiki steht dazu folgendes:

After viewing a rough cut of the film, Carpenter was dissatisfied with the results. Recalling the experience, Carpenter commented "It was terrible. I had a movie that didn't work, and I knew it in my heart".[4] Carpenter subsequently added the prologue with Mr. Machen (John Houseman) telling ghost stories to fascinated children by a campfire (Houseman played a similar role in the opening of the 1981 film Ghost Story). Carpenter added several other new scenes and re-shot others in order to make the film more comprehensible, more frightening, and gorier. Carpenter and Debra Hill have said the necessity of a re-shoot became especially clear to them after they realized that The Fog would have to compete with horror films that had high gore content.[5] Approximately one-third of the finished film is the newer footage.

 

Roger Ebert sagte damals über THE FOG:

"This isn't a great movie, but it does show great promise from Carpenter."

 

Und das "Lexikon des internationalen Films" schreibt:

„Ein technisch virtuoser, effektvoll inszenierter Horrorfilm mit suggestiver Musik, der – sehr gekonnt – eine Atmosphäre der Angst und des Schreckens verbreitet.“

 

Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. ;)

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Ja Roman, der Film hat sich wirklich langsam aufgebaut, sehr sehr langsam :D ... aber ich fand die dünne Geschichte schon sehr albern und wenn ein Film nach fast einer Stunde immer noch nicht zünden will, dann hat es wenig Sinn es weiter zu forcieren. Hab ihn mal im Fernsehen aufgenommen, aber nach meiner Sichtung gleich wieder gelöscht.

Zu der Zeit und natürlich auch davor gab es genug andere Horrorfilme die gezeigt haben wie man es richtig macht.

Die Atmosphäre hat bei mir weder Angst noch Schrecken verbreitet ... es waren eher Langeweile und Müdigkeit :)

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Ja Roman, der Film hat sich wirklich langsam aufgebaut, sehr sehr langsam :D ... aber ich fand die dünne Geschichte schon sehr albern und wenn ein Film nach fast einer Stunde immer noch nicht zünden will, dann hat es wenig Sinn es weiter zu forcieren. Hab ihn mal im Fernsehen aufgenommen, aber nach meiner Sichtung gleich wieder gelöscht.

Zu der Zeit und natürlich auch davor gab es genug andere Horrorfilme die gezeigt haben wie man es richtig macht.

Die Atmosphäre hat bei mir weder Angst noch Schrecken verbreitet ... es waren eher Langeweile und Müdigkeit :)

So ist das eben mit der unterschiedlichen Wahrnehmung. ;) Angst mit einem Film zu erzeugen ist sehr schwierig, da nicht jeder vor den gleichen Dingen Angst hat und vor allem in der heutigen Welt die meisten Leute schon so abgeklärt sind, dass vor allem Filme, die weniger auf Schauwerte denn auf suggestive Spannung setzen, meist als Langweiler abgetan werden. Aber das war ja eigentlich immer so, schon in den 70ern dürften sich viele Leute bei Horrorfilmen aus den 50ern gelangweilt haben, wo man damals noch fingernägelkauend im Kino saß. Ich kenne auch viele Leute, die beispielsweise JAWS lächerlich und langweilig finden und sich jedes Mal beömmeln, wenn der "Gummi-Hai" auftaucht.

 

Das ist natürlich auch eine Generationenfrage, vierzig Jahre alte Effekte locken heute niemanden mehr hinterm Ofen hervor, der mit TRANSFORMERS und Co. aufwächst. Was ich immer interessant dabei finde, ist, dass diese Oberflächlichkeiten so stark wirken, dass die Leute den ganzen Film schlecht finden. Unabhängig vom Inhalt und den Effekten ist JAWS handwerklich schon sehr gut gemacht, auch im Hinblick auf die Zeit, in der er entstand und das kann man eigentlich nicht so einfach übergehen.

 

Und so sehe ich das bei Carpenter auch. Ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen und sagen, dass damals zu dieser Zeit im Independent-Horrorfilm-Bereich es kaum einen Film gab, der es handwerklich mit den Carpenter-Filmen aufnehmen konnte, völlig unabhängig vom Inhalt. Dass es bessere Filme als THE FOG damals gab, ist unbestritten, aber wenn ich mir als Vergleich Filme ansehe, die damals von den anderen, aufstrebenden Regisseuren in diesem Genre gemacht wurden (Craven, Hooper, Romero, Cunningham), dann sind da zwar welche dabei, die mich mehr gefesselt haben als THE FOG oder auch HALLOWEEN, aber handwerklich sah ich die nie auf einer Augenhöhe mit den Carpenter-Filmen. Das fängt bei der Inszenierung an, geht über die Kameraarbeit, bis hin zum Schnitt.

 

Dass Carpenter seine Low-Budget-Filme im Breitwandformat gedreht hat, trägt natürlich viel dazu bei und mit Dean Cundey hatte er einen Kameramann, der dieses Format auch sehr gut zu nutzen wusste. Mit Cundey arbeitete Carpenter von HALLOWEEN 1978 bis BIG TROUBLE IN LITTLE CHINA 1986 zusammen (Cundey war sogar der Kameramann bei den von Carpenter produzierten ersten beiden Fortsetzungen von HALLOWEEN und später Spielbergs Kameramann bei HOOK und JURASSIC PARK, sowie bei den Back-to-the-Future-Filmen). Handwerklich kann man Carpenter bei THE FOG eigentlich wenig vorwerfen, wie ich finde, es ist eher das etwas schwächelnde Drehbuch (welches er natürlich mitgeschrieben hat) und die Inkonsistenz des Filmes, der toll inszenierte Szenen hat, aber auch einige Durchhänger, weshalb er als Ganzes nicht so funktioniert wie andere Filme von ihm aus dieser Schaffenszeit.

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Die besten Horror-Filme aus den 70'ern-80'ern sind für mich eindeutig an erster Stelle

 

THE EXORCIST - EXTENDED CUT ... den habe ich erst vor wenigen Jahren gesehen und finde kein Film hat eine so dichte Atmoshpäre aufbauen können seither.

 

an zweiter Stelle

 

POLTERGEIST ... großartige Geschichte, Schnitt, Kamera und Musik! Der hat kein bisschen von seinem Glanz verloren ... (wenn JAWS als Horrorfilm gezählt wird, kommt der natürlich an zweiter Stelle und POLTERGEIST an dritter)

 

an dritter Stelle würde ich wohl

 

THE OMEN 2 nennen.

 

OMEN 1 hat gute Momente, zeigt aber auch deutliche Längen ... OMEN 3 hat neben 1 den besten Score den Maestro je für ein Horrorfilm komponiert hat, der Film ist auch nicht schlecht, aber eine Glanzleistung ist es halt nicht ... CHUCKY DIE MÖRDERPUPPE hat mir auch sehr gut gefallen, da macht man sich in die Hosen weil man nicht weiß wann diese Puppe wieder mit einem Messer in der Hand auftaucht :D haha ... CARRIE war ziemlich angsteinflößend, wenn ich mich recht erinnere. ist schon lange her, dass ich den gesehen habe, ein zweites mal brauche ich den nicht hehe ...  Eigentlich gehört wohl ALIEN auch mehr in die Kategorie Horror als Sci-Fi :)

 

THE FOG ist bereits der zweite Carpenter-Film der mich enttäuscht hat, nach THE THING. Ich kann denen absolut Nichts abgewinnen.


Ich mag die Arbeiten von Dean Cundey sehr ... finde es wirklich schade, dass Spielberg zu Kaminsky gewechselt hat und nicht mehr mit Dean Cundey arbeitet.

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Ein schlampig inszeniertes B-Movie wie DAMIEN: OMEN II würde noch nicht mal ich über Carpenters THE FOG stellen wollen. ;)

Aber Alex, was die inszenatorische Meisterschaft in Horrorfilmen der 70er Jahre betrifft, gibt es einige Filme und Filmschaffende, die Carpenter noch weit überlegen waren. Nicolas Roegs DON'T LOOK NOW ist da wohl das beste Beispiel. Allein, was Schnitt, Farbgestaltung und die suggestive Kameraführung hier leisten, ist künstlerisch wirklich erstklassig, so gut war Carpenter mit seinem traditionell-rustikalen Filmhandwerk nie.

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Die besten Horror-Filme aus den 70'ern-80'ern sind für mich eindeutig an erster Stelle

 

THE EXORCIST - EXTENDED CUT ... den habe ich erst vor wenigen Jahren gesehen und finde kein Film hat eine so dichte Atmoshpäre aufbauen können seither.

 

an zweiter Stelle

 

POLTERGEIST ... großartige Geschichte, Schnitt, Kamera und Musik! Der hat kein bisschen von seinem Glanz verloren.

 

an dritter Stelle würde ich wohl

 

THE OMEN 2 nennen.

 

OMEN 1 hat gute Momente, zeigt aber auch deutliche Längen ... OMEN 3 hat neben 1 den besten Score den Maestro je für ein Horrorfilm komponiert hat, der Film ist auch nicht schlecht, aber eine Glanzleistung ist es halt nicht. CHUCKY DIE MÖRDERPUPPE hat mir auch sehr gut gefallen, da macht man sich in die Hosen weil man nicht weiß wann diese Puppe wieder mit einem Messer in der Hand auftaucht :D haha ...  Eigentlich gehört wohl ALIEN auch mehr in die Kategorie Horror als Sci-Fi :)

 

THE FOG ist bereits der zweite Carpenter-Film der mich enttäuscht hat, nach THE THING. Ich kann denen absolut Nichts abgewinnen.

Ich mag die Arbeiten von Dean Cundey sehr ... finde es wirklich schade, dass Spielberg zu Kaminsky gewechselt hat und nicht mehr mit Dean Cundey arbeitet.

Bei THE EXORCIST scheiden sich ebenso die Geister. Die einen finden den auch heute noch super gruselig, für andere ist der gähnend langweilig. Ich stehe da so ein bisschen dazwischen, fand den nicht schlecht, aber nun auch nicht den gruseligsten Film, den ich je gesehen habe. POLTERGEIST finde ich auch heute noch super, selbst effekttechnisch ist der gut gealtert, wie ich finde. Die OMEN-Reihe ist bei mir dann wieder eher so "na ja, ok", den zweiten Teil mag ich eher wegen Lance Henriksen. ;)

 

Das sind aber eben auch alles Studio-Filme und keine Independent-Produktionen, wie es eben die Filme von Carpenter und Co. damals waren. Dass man mit mehr Geld sich auch (vermeintlich) bessere Kameraleute, Ausstatter, Effekte, Schauspieler etc. leisten kann, ist völlig klar, aber auch unfair, das direkt zu vergleichen. Und manche Filme, wie beispielsweise Hoopers TEXAS CHAINSAW MASSACRE, leben ja auch gerade von ihrem dreckigen, nicht perfekten Look. Und eben innerhalb dieses Gebietes nimmt Carpenter schon eine Sonderstellung ein, da seine Filme sich von ähnlichen Produktionen jener Zeit (wie Cravens HILLS HAVE EYES oder auch Lustigs MANIAC) einfach durch eine handwerkliche Versiertheit abheben, wodurch alleine vom Look her seine Filme durchaus mit teureren Studioproduktionen zu dieser Zeit mithalten können.

 

Es ist wohl eher Carpenters Inszenierungsstil, den einige nicht mögen. Ja, seine Filme bauen sich oft sehr langsam auf, mit langen Einstellungen und wenigen Schnitten. Da kann ich verstehen, dass einige Leute das eher langweilig finden und Filme vorziehen, die einfach flotter inszeniert sind. Mich persönlich hat das nie gestört, im Gegenteil, das ist ein Punkt, warum ich seine Filme so mag. Von daher glaube ich nicht, Csongor, dass du einen Carpenter-Film finden wirst, der dir gefällt. ;) Vielleicht versuchst du es mal mit IN THE MOUTH OF MADNESS, den mag sogar Sebastian. :D

Ein schlampig inszeniertes B-Movie wie DAMIEN: OMEN II würde noch nicht mal ich über Carpenters THE FOG stellen wollen. ;)

Aber Alex, was die inszenatorische Meisterschaft in Horrorfilmen der 70er Jahre betrifft, gibt es doch einige Filme und Filmschaffende, die Carpenter noch weit überlegen waren. Nicolas Roegs DON'T LOOK NOW ist da wohl das beste Beispiel.

Roeg würde ich nun aber auch nicht in eine Reihe mit Carpenter, Craven und Co. stellen. Natürlich gab es bessere Regisseure als Carpenter auch im Horrorbereich damals (habe ich ja auch nicht kategorisch ausgeschlossen), aber Carpenter, oder auch Craven und Hooper, sehe ich eher als "geradlinige" Horrorregisseure, während Roeg mit DON´T LOOK NOW sowohl inhaltlich, als auch inszenatorisch einen komplexeren Film gemacht hat. Ich habe auch bewusst Cronenberg nicht genannt, den ich ebenfalls nicht in dieser Reihe sehe, da seine Filme einfach ausgefallener sind und waren, während Carpenter und Co. doch eher inhaltlich einfach gestrickte Filme gemacht haben, die erst durch die Art, wie sie gemacht wurden, etwas ausgefallener wurden. Ein gutes Beispiel ist für mich da auch Raimis EVIL DEAD, der trotz einem Nichts an Handlung und sehr wenig Geld alleine durch seine Inszenierung hervorsticht aus der Masse ähnlicher Low-Budget-Filme zur damaligen Zeit.

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Am Wochenende posteten verschiedene Leute (wie Daniel Schweiger) auf Facebook einen Artikel von Michael-Myers.net. Darin schrieb ein entrüsteter Fan über einen vermeintlichen Ausraster Carpenters bei der Monster-Mania 20. Im Grunde geht es darum, dass Carpenter bei einer dieser Frage-&-Antwort-Geschichten einem Fan aus dem Publikum, der durchaus etwas stichelnd eine Frage stellte, ein simples "F**k off" antwortete. Zu dem verlinkten Artikel entstanden dann Diskussionen darum, ob Carpenter das "darf" oder ob der Fan es nicht anders verdient hat und Carpenter genau richtig gehandelt hat, bzw allgemein eine Diskussion darum, was Fans dürfen und was man sich als Filmschaffender gefallen lassen muss. 

 

Dass HALLOWEEN nie Carpenters Lieblingsfilm war, daraus hat er keinen Hehl gemacht. Aber es ist nun mal sein kommerziell erfolgreichster und auf diesen Cons wird er nun mal auch hauptsächlich darauf angesprochen. Wenn man aber 30 Jahre lang immer wieder die gleichen Fragen dazu beantworten muss, die man auch in diversen Büchern lang und breit schon beantwortet hat, kann das schon sehr nervig werden. Und Carpenter ist nun mal jemand, der keinen auf "everybody´s Darling" macht und sagt, was er denkt.

 

In dieser Diskussion kam auch immer wieder auf, Carpenter wirke bei diesen Veranstaltungen kühl und distanziert und beantworte die Fragen nur sehr knapp oder manchmal auch nur mit einem Nicken oder Kopfschütteln. Da ist auch tatsächlich was dran, was ich aber ebenso darauf zurück führe, dass ihm immer wieder die gleichen Fragen gestellt werden. Dazu kommt noch, dass Carpenter, um es mal metaphorisch auszudrücken, einfach nicht mehr wirklich "brennt" für dieses Geschäft. Das merkt man an seinen Filmen seit den 90ern und eben auch an seinen Aussagen bzw seinem Verhalten bei solchen öffentlichen Veranstaltungen. Etwas ähnliches sagt er auch in dem Buch "John Carpenter - The Prince of Darkness". Angesprochen darauf, dass die Inszenierung von THE FOG, wie die lange Sequenz, als Adrienne Barbeau zu ihrem Leuchtturm läuft, nicht einer gewissen Romantik entbehrt, meinte Carpenter, dass das tatsächlich damals so gewesen sei. Mittlerweile würde er so etwas aber nicht mehr machen, da ihm die Romantik zu gewissen Teilen abhanden gekommen ist, weil ihn die Erfahrungen als Filmemacher und allgemein im Leben einfach zynischer haben werden lassen. Das merkt man eben auch, wenn man ihn so beobachtet und ihm so zuhört. Was natürlich nicht heisst, dass Carpenter jetzt ein griesgrämiger Kotzbrocken geworden ist, im Gegenteil, aber er weiss eben auch, dass er es nicht jedem recht machen muss und auch mal ein "F**k off" an jemanden angebracht ist.

 

Natürlich hat er nicht nur gute Filme gemacht, das weiss er auch selbst, aber kein Filmemacher steht ja morgens auf und sagt sich "So, diesen Film fahre ich jetzt mal so richtig gegen die Wand!". Für ihn waren es eben bestimmte Entscheidungen, die er getroffen hat, die er für richtig hielt, die er heute vielleicht nicht mehr so treffen würde. Aber damals erschien ihm das richtig und daher verteidigt er auch Filme wie GHOSTS OF MARS oder ESCAPE FROM L.A.. Und genau das schien auch der Reibungspunkt zu sein, als ein Fan nachbohrte und ihn Sachen fragte, die er eigentlich schon beantwortet hatte. 

 

Die Resonanz zu diesem Artikel war zumindest in den meisten Fällen Pro-Carpenter, wobei natürlich auch die Frage aufgeworfen wurde, ob man sich seinen Fans gegenüber in der Öffentlichkeit so verhalten darf. Aber wie gesagt, man muss sich nicht alles gefallen lassen, auch nicht von den Fans.

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Am Wochenende posteten verschiedene Leute (wie Daniel Schweiger) auf Facebook einen Artikel von Michael-Myers.net. Darin schrieb ein entrüsteter Fan über einen vermeintlichen Ausraster Carpenters bei der Monster-Mania 20. Im Grunde geht es darum, dass Carpenter bei einer dieser Frage-&-Antwort-Geschichten einem Fan aus dem Publikum, der durchaus etwas stichelnd eine Frage stellte, ein simples "F**k off" antwortete. Zu dem verlinkten Artikel entstanden dann Diskussionen darum, ob Carpenter das "darf" oder ob der Fan es nicht anders verdient hat und Carpenter genau richtig gehandelt hat, bzw allgemein eine Diskussion darum, was Fans dürfen und was man sich als Filmschaffender gefallen lassen muss. 

 

Dass HALLOWEEN nie Carpenters Lieblingsfilm war, daraus hat er keinen Hehl gemacht. Aber es ist nun mal sein kommerziell erfolgreichster und auf diesen Cons wird er nun mal auch hauptsächlich darauf angesprochen. Wenn man aber 30 Jahre lang immer wieder die gleichen Fragen dazu beantworten muss, die man auch in diversen Büchern lang und breit schon beantwortet hat, kann das schon sehr nervig werden. Und Carpenter ist nun mal jemand, der keinen auf "everybody´s Darling" macht und sagt, was er denkt.

 

In dieser Diskussion kam auch immer wieder auf, Carpenter wirke bei diesen Veranstaltungen kühl und distanziert und beantworte die Fragen nur sehr knapp oder manchmal auch nur mit einem Nicken oder Kopfschütteln. Da ist auch tatsächlich was dran, was ich aber ebenso darauf zurück führe, dass ihm immer wieder die gleichen Fragen gestellt werden. Dazu kommt noch, dass Carpenter, um es mal metaphorisch auszudrücken, einfach nicht mehr wirklich "brennt" für dieses Geschäft. Das merkt man an seinen Filmen seit den 90ern und eben auch an seinen Aussagen bzw seinem Verhalten bei solchen öffentlichen Veranstaltungen. Etwas ähnliches sagt er auch in dem Buch "John Carpenter - The Prince of Darkness". Angesprochen darauf, dass die Inszenierung von THE FOG, wie die lange Sequenz, als Adrienne Barbeau zu ihrem Leuchtturm läuft, nicht einer gewissen Romantik entbehrt, meinte Carpenter, dass das tatsächlich damals so gewesen sei. Mittlerweile würde er so etwas aber nicht mehr machen, da ihm die Romantik zu gewissen Teilen abhanden gekommen ist, weil ihn die Erfahrungen als Filmemacher und allgemein im Leben einfach zynischer haben werden lassen. Das merkt man eben auch, wenn man ihn so beobachtet und ihm so zuhört. Was natürlich nicht heisst, dass Carpenter jetzt ein griesgrämiger Kotzbrocken geworden ist, im Gegenteil, aber er weiss eben auch, dass er es nicht jedem recht machen muss und auch mal ein "F**k off" an jemanden angebracht ist.

 

Natürlich hat er nicht nur gute Filme gemacht, das weiss er auch selbst, aber kein Filmemacher steht ja morgens auf und sagt sich "So, diesen Film fahre ich jetzt mal so richtig gegen die Wand!". Für ihn waren es eben bestimmte Entscheidungen, die er getroffen hat, die er für richtig hielt, die er heute vielleicht nicht mehr so treffen würde. Aber damals erschien ihm das richtig und daher verteidigt er auch Filme wie GHOSTS OF MARS oder ESCAPE FROM L.A.. Und genau das schien auch der Reibungspunkt zu sein, als ein Fan nachbohrte und ihn Sachen fragte, die er eigentlich schon beantwortet hatte. 

 

Die Resonanz zu diesem Artikel war zumindest in den meisten Fällen Pro-Carpenter, wobei natürlich auch die Frage aufgeworfen wurde, ob man sich seinen Fans gegenüber in der Öffentlichkeit so verhalten darf. Aber wie gesagt, man muss sich nicht alles gefallen lassen, auch nicht von den Fans.

 

Interessant. Handelt es sich dabei um den Vorfall ab Minute 6:00? http://www.michael-myers.net/john-carpenter-tells-fan-to-fk-off-at-monster-mania-20/

Wenn ja, dann hat das doch alles Hand und Fuß. Der Frager stellt provokativ, der Antworter antwortet provokativ.

 

Ich bin ja jemand, der durchaus für eine angenehme und gentleman-like Diskussionskultur ist, aber das hier würde ich mal wieder unter ferner liefen einordnen. Es ist aber auch interessant, was heute allgemein als "Ausraster" deklariert wird.

Darüber hinaus kann ich dem nichts abgewinnen, dass sogenannte "Fans" einen besonderen Anspruch geltend machen könnten, aus dem das Subjekt der Begierde nun zu einem besonderen Verhalten gezwungen sein müsste.

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Wenn ja, dann hat das doch alles Hand und Fuß. Der Frager stellt provokativ, der Antworter antwortet provokativ.

 

Ich bin ja jemand, der durchaus für eine angenehme und gentleman-like Diskussionskultur ist, aber das hier würde ich mal wieder unter ferner liefen einordnen. Es ist aber auch interessant, was heute allgemein als "Ausraster" deklariert wird.

Darüber hinaus kann ich dem nichts abgewinnen, dass sogenannte "Fans" einen besonderen Anspruch geltend machen könnten, aus dem das Subjekt der Begierde nun zu einem besonderen Verhalten gezwungen sein müsste.

Genau um diese Szene handelt es sich. Schlimm finde ich das auch nicht, der Frager hat sich das im Grunde selbst zuzuschreiben. Falls man es nicht richtig versteht, er fragt, welcher Film die größere Enttäuschung war, GHOSTS OF MARS oder ESCAPE FROM L.A., woraufhin John "Keiner von beiden." antwortet. Daraufhin schiebt der Frager nach, dass ESCAPE FROM NEW YORK ein toller Film ist und was zur Hölle bei ESCAPE FROM L.A. passiert ist, was John zu seinem "F**ck you", inklusive Finger veranlasst. Carpenter hat einen eigenen Sinn für Humor und normalerweise wäre so eine "Beleidigung" aus seinem Mund nicht so gemeint (Frank Darabont hat ein signiertes Foto von sich und Carpenter in seinem Büro hängen, auf das Carpenter "Go f**ck yourself" geschrieben hat), aber in seinem Gesicht lässt sich ablesen, dass er schon etwas angefressen war. In diesem Clip sieht man ihn etwas besser:

 

 

Ich finde eben auch, dass manche Fans ihre Idole ein wenig zu sehr als "Eigentum" betrachten, die immer und überall für die Fans da sein müssen und freundlich Autogramme geben und Fotos mit sich machen lassen müssen. Und wenn derjenige dann bestimmt sagt, dass er das momentan eben nicht will, dann wird er gleich als arrogant abgetan und es folgen Sätze wie "Also bisher war ich ja ein großer Fan, aber jetzt mag ich ihn nicht mehr". So ähnlich erscheint mir auch dieser Artikel, weshalb er wohl von einigen geteilt wurde, die das eben auch so sehen, dass Fans keinen Anspruch auf einen stets verfügbaren und gut gelaunten Promi haben. Zumal wenn ein nicht weniger provokatives Verhalten seitens der Fans vorausgegangen ist. 

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