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Alexander Grodzinski

Angelo Badalamenti - The Sound of Lynch

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Angelo Badalamenti
Geboren: 22.03.1937 in New York

 

 

Ein weiterer meiner Lieblingskomponisten, der eher im "Untergrund" agiert und einer breiteren Öffentlichkeit wohl nicht so geläufig ist. Badalamenti steigerte seine Bekanntheit durch die Zusammenarbeit mit David Lynch, für den er erstmals 1986 tätig wurde und dessen Film "Blue Velvet" vertonte. Seitdem ist Badalamenti David Lynchs Mann für die Musik, dies beinhaltet sowohl die Filme, als auch TV-Serien wie Twin Peaks und die Internet-Kurzfilme von Lynch. Doch auch abseits von Lynch hat Badalamenti einige sehr interessante Scores geschrieben, seine Werke reichen von Komödien, über Dramen, Thrillern bis hin zu Horrorfilmen, dabei ist der prägnante Personalstil Badalamentis immer herauszuhören, egal, ob er einen komplett synthetischen oder einen orchestralen Score schreibt. Seine "Spezialität", die träumerisch-schwebenden Streicher/Synthies wurden zum Markenzeichen der David-Lynch-Filme, in Kombination mit sehr jazzigen Stücken, denen der 50er-Jahre-Fan Lynch immer mal wieder seine eigenen "schrägen" Kompositionen gegenüber stellt.

Hier ist eine Liste der Werke von Angelo Badalamenti, ich habe die Scores, die ich von ihm besitze, mit Fettschrift herausgehoben:


The Wicker Man (2006)
Fahrenheit (2005) (VG)
Dark Water (2005)
Dominion: Prequel to the Exorcist (2005)
Un long dimanche de fiançailles (2004)
Frankenstein (2004) (TV) (theme)
"Fortid til salg" (2004) TV Series
NaPolA (2004)
Evilenko (2004)
Push (2004)
Indoor Fireworks (2003)
"Liaisons dangereuses, Les" (2003) (mini) TV Series
Undefeated (2003) (TV) (fight music)
Resistance (2003)
Son frère (2003) (theme song "Sleep")
Cabin Fever (2002)
Auto Focus (2002)
Lathe of Heaven (2002) (TV)
Adversaire, L' (2002)
Darkened Room (2002)
Secretary (2002)
Rabbits (2002)
Suspended Animation (2001)
Valomanden (2001) (TV)
Cet amour-là (2001)
Mulholland Dr. (2001)
Julie Johnson (2001)
A Piece of Eden (2000)
The Beach (2000/I)
Story of a Bad Boy (1999)
Forever Mine (1999)
Holy Smoke (1999)
The Straight Story (1999)
Arlington Road (1999)
"Cracker" (1997) TV Series
The Blood Oranges (1997)
The last Don (TV-Series) (1997)
Lost Highway (1997)
"Profiler" (1996) TV Series (main title theme: 1996-1998)
The City of Lost Children (1995)
Witch Hunt (1994) (TV)
"Inside the Actors Studio" (1994) TV Series
"Hotel Room" (1993) TV Series
Naked in New York (1993)
"On the Air" (1992) TV Series
Twin Peaks: Fire Walk with Me (1992)
"Twin Peaks" (1990-1991)
Wild at Heart (1990)
Industrial Symphony No. 1: The Dream of the Broken Hearted (1990) (TV)
The Comfort of Strangers (1990)
Wait Until Spring, Bandini (1989)
Christmas Vacation (1989)
Parents (1989) (orchestral music)
Weeds (1987)
Tough Guys Don't Dance (1987)
A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors (1987)
Blue Velvet (1986)
Law and Disorder (1974) (as Andy Badale)
Gordon's War (1973) (as Andy Badale)

Zusätzlich zu Filmen komponiert Badalamenti auch immer wieder Musik für andere Künstler. Mit David Lynch zusammen "entdeckte" er 1986 die Sängerin Julee Cruise, die auf dem Score zu "Blue Velvet" den Song "Mysteries of Love" singt, der Text stammt von David Lynch. Julee Cruise tauchte auch in der Serie "Twin Peaks" und dem Kinofilm "Twin Peaks - Fire walk with me" als Nachtclubsängerin wieder auf, die Songs finden sich nicht nur auf den Soundtrack-Alben, sondern auch auf zwei seperaten Alben von Julee Cruise wieder, die Badalamenti und Lynch 1989 und 1991 für sie produzierten.
 

 

 

 

 

 


Aber auch für Marianne Faithfull, die den Song auf dem "Stadt der verlorenen Kinder"-Soundtrack sang, komponierte Badalamenti Musik, welche auf dem Album "A secret life" zu hören ist:

 

 

 

 

 


Mehr Infos gibt es auf seiner Homepage Angelo Badalamenti

 

 

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Ich habe nicht viel von ihm, nur Twin Peaks, A Very Long Engagement (aka Un long dimanche de fiançailles) und Mullholland Drive, wobei mir die alle wirklich gut gefallen. Auch wenn ich gerne mal den Eindruck habe, dass er von Zimmers "Thin Red Line" sehr angetan ist ;).

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Auch wenn ich gerne mal den Eindruck habe, dass er von Zimmers "Thin Red Line" sehr angetan ist ;).

Oder umgekehrt...;)...meinst du den Klang oder die Themen? Diesen Sound hat Badalamenti seit Anfang der 90er verstärkt eingesetzt, auch mit Frauen-Vokalisen, wo siehst du denn Ähnlichkeiten? ;)

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Oder umgekehrt...;)...meinst du den Klang oder die Themen? Diesen Sound hat Badalamenti seit Anfang der 90er verstärkt eingesetzt, auch mit Frauen-Vokalisen, wo siehst du denn Ähnlichkeiten? ;)

Mullholland Drive (der Track mit dem Love-Theme im zweiten Abschnitt des Films), AVLE Track 1... :applaus:

Btw, vöööööllig auszuschließen, dass Zimmer den Stil von dort hat. Ich bin MV/RCP-Fan ;) . Sayarin sollte mal ein Wörtchen mit dir reden, also wirklich...

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Mullholland Drive (der Track mit dem Love-Theme im zweiten Abschnitt des Films), AVLE Track 1... ;)

Btw, vöööööllig auszuschließen, dass Zimmer den Stil von dort hat. Ich bin MV/RCP-Fan ;) . Sayarin sollte mal ein Wörtchen mit dir reden, also wirklich...

So war das ja nicht gemeint, ich war doch nur neugierig...;)...dass ihr Leute euch auch immer gleich so aufregt...:applaus:...da muss ich nochmal mein Ohr genauer hinhalten, obwohl der Track ja von David Lynch co-komponiert wurde, vielleicht ist er ja der "Übeltäter"...:applaus:

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So war das ja nicht gemeint, ich war doch nur neugierig...;)...dass ihr Leute euch auch immer gleich so aufregt...:applaus:...da muss ich nochmal mein Ohr genauer hinhalten, obwohl der Track ja von David Lynch co-komponiert wurde, vielleicht ist er ja der "Übeltäter"...;)

Jaja... ;)

Als vom AVLE Regisseur (Jean-Pierre Jeunet oder so, kA... - und vor allem zu faul zum Nachschauen) weiß ich, dass er sich davor irgendwann mit Zimmer mal getroffen hat und beide wohl die Werke des anderen sehr gut fanden. Temp-Track-Orientierung ist da nicht auszuschließen.

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Jaja... ;)

Als vom AVLE Regisseur (Jean-Pierre Jeunet oder so, kA... - und vor allem zu faul zum Nachschauen) weiß ich, dass er sich davor irgendwann mit Zimmer mal getroffen hat und beide wohl die Werke des anderen sehr gut fanden. Temp-Track-Orientierung ist da nicht auszuschließen.

Jean-Pierre Jeunet ist richtig, Badalamenti arbeitete mit ihm schon bei "Stadt der verlorenen Kinder" zusammen, obwohl ich zugeben muss, daß mich AVLE stellenweise eher an Wagners Parsifal erinnert, also nicht unbedingt die Melodien, aber der Stil. Tja, was wäre die (Filmmusik-)Welt ohne Temp-Tracks...und Zimmer war Jeunet wohl zu teuer, aber er hätte sich doch auch einen der anderen Komponisten holen können, die an TTRL mitgearbeitet haben, also Badelt, Powell oder Rona...;)

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Bei AVLE war es eigentlich so, dass mir vor allem Mathildes Thema sehr gefallen hat. Die Ausschnitte auf der Webseite etc. waren eigentlich dann auch der Grund, dass ich mir die CD dazu bestellt habe ;).

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Stimmt, der Score ist wirklich sehr schön, wenngleich auch das offensichtliche Vorbild für Badalamenti und Zimmer die Parsifal-Overtüre von Wagner war, zumindest, was die Untermalung der Kriegsszenen anbetrifft. Das und die Tatsache, dass ähnliche Notenfolgen wie in dem Love Theme aus Mulholland Drive, welches dem Journey-to-the-line-Thema ähnelt, bereits in Twin Peaks (Laura Palmer´s Theme) und Lost Highway (Fred´s World) von Badalamenti auftauchen, lassen mich noch einmal galant über die Ähnlichkeit der beiden Melodien hinwegsehen...;)...es ist wohl eine Mischung aus klassischer Inspiration (Wagner), eigener Inspiration (Twin Peaks, Lost Highway) und fremder Inspiration (Journey to the line), ich glaube, damit können wir leben...;)

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Ich habe gestern ein paar neuere Sachen von Angelo Badalamenti anhören dürfen und muss sagen dass mir seine synthetischen Klangteppiche besonders gut gefallen, da sie einen zum schaudern, träumen oder einfach entspannen einladen. Ich mag diesen warmen Sound, in dem man zu versinken glaubt.

;)

Werd mich in näherer Zeit mal ein bisschen intensiver mit Badalamentis Spätwerk auseinandersetzen ;)!

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Stimmt, der Score ist wirklich sehr schön, wenngleich auch das offensichtliche Vorbild für Badalamenti und Zimmer die Parsifal-Overtüre von Wagner war, zumindest, was die Untermalung der Kriegsszenen anbetrifft. Das und die Tatsache, dass ähnliche Notenfolgen wie in dem Love Theme aus Mulholland Drive, welches dem Journey-to-the-line-Thema ähnelt, bereits in Twin Peaks (Laura Palmer´s Theme) und Lost Highway (Fred´s World) von Badalamenti auftauchen, lassen mich noch einmal galant über die Ähnlichkeit der beiden Melodien hinwegsehen...;)...es ist wohl eine Mischung aus klassischer Inspiration (Wagner), eigener Inspiration (Twin Peaks, Lost Highway) und fremder Inspiration (Journey to the line),

Da werde ich gleich nochmal reinhören; Lost Highway habe ich auch, hatte ich vergessen, da da ja nur wenig von Badalamenti drauf ist ;) .

Kennst du Normand Corbells Score zu Napola? Da kommt als Hauptthema eines von Badalamenti aus AVLE (ausnahmsweise aber mit Credit).

ich glaube, damit können wir leben...;)

Moment, erstmal die Überreste meines Weltbildes zusammenkratzen... :applaus:

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Kennst du Normand Corbells Score zu Napola? Da kommt als Hauptthema eines von Badalamenti aus AVLE (ausnahmsweise aber mit Credit).

Nein, den kenne ich leider nicht, aber da Napola im selben Jahr entstand wie AVLE und laut IMDB-Liste auch Badalamenti zuzuordnen ist, kann das schon sein...;)...ich nehme mal an, daß das der Napola ist, den du meinst, oder gibt es noch einen anderen?

Bei Laura Palmer´s Thema meine ich den Schluss, man muss es sich natürlich langsamer gespielt vorstellen, dann kommen gegen Ende des Themas im Grunde fast genau diese drei prägnanten Noten aus "Journey to the Line", aber das ist wohl mehr als haarspalterisch, sagen wir einfach, daß Badalamenti sich bei der Untermalung der Kriegsszenen in AVLE von der Klassik und der jüngeren Filmmusik-Geschichte inspirieren liess oder lassen musste...;)

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Ich habe zwar bisher nich den kompletten Score zu "Evilenko" gehört, aber alleine das Stück "The End of a Madman" zieht einen so in die dunklen Abgründen, dass man wahrlich nur schwer davon los kommt. Warmer, gruseliger Synthie-sound gepaart mit der tollen Stimme der Cranberries Sängerin, freu mich schon darauf den Rest des Scores zu hören *verschmitzt zu Alex zurück schielen* ;)

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Hi!

Wenn ich mir so Deine Liste ansehe, Alexander, fällt mir auf, dass ich doch auch so einige Scheiben von dem guten Mann habe. ;)

Und mir seine Musik und sein Stil sehr gefällt.

Grade AVLE (meine zuletzt getätigter Badalamenti-Kauf) finde ich sehr schön und episch.

Aber auch Arlington Road, Strait Story oder die Twin Peaks Soundtracks sagen mir äusserst zu.

Hach, hier kann man garnicht so schnell rauskramen und wieder anhören, wie ihr gute Komponisten aus dem Schrank zerrt. ;)

LG

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So, werde dann auch hier mal einige Höreindrücke seiner Scores posten (ihr seid natürlich eingeladen, dies ebenfalls zu tun...;) )

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;) Angelo Badalamenti - Evilenko

Ein Score, der wahrlich unter die Haut geht, ich komme schon den ganzen Abend nicht davon los. Die wahre Geschichte von Evilenko, der in Russland mehr als 50 Kinder getötet und gegessen hat, deutet eigentlich eher auf einen Thriller-Score hin, aber Badalamenti untermalt den Film zwar düster, aber eher traurig als "schrecklich". Dolores O´Reardon, die Sängerin der Cranberries, übernahm die Vokalisen, besonders bei ihrem fast schon geflüsterten "Angels go to heaven", welches in Badalamentis Musik eingewebt ist, läuft mir ein Schauer über den Rücken. Der Track "The End of a Madman" deutet ja auf die Ergreifung bzw den Tod von Evilenko hin, aber die Musik vermittelt ein Gefühl der Traurigkeit, so als ob sie nicht nur um die Kinder "weint", sondern auch um die Seele von Evilenko. Ich hatte diesbezüglich schon ein interessantes Gespräch...;)...*zu Danny schielt* Ein wirklich toller Score, der den Hörer in seinen Bann zieht und auch nach dem letzten Track erstmal nicht mehr losläßt.

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Hehe, Julee Cruise sieht da ja noch relativ "normal" aus, aber der Herr Andy Badale erinnert mehr an Mafia-Boss und Lynch... Alt-Hippie oder sowas ;) .

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Hehe, Julee Cruise sieht da ja noch relativ "normal" aus, aber der Herr Andy Badale erinnert mehr an Mafia-Boss und Lynch... Alt-Hippie oder sowas ;) .

Es ist kaum zu glauben, aber bei David Lynch sind sogar seine Haare faszinierend...;)...in Mulholland Drive darf Badalamenti ja sowas Ähnliches wie einen Mafia-Boss spielen, nämlich einen Filmproduzenten...;)

David Lynch

5eb30ad0.jpg

david_lynch.jpg

Aber auch Lynchs Kunstwerke haben sowas "Anderes" an sich...:applaus: :

David%20Lynch%20-%20%20Eat%20My%20Fear.jpg

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So, poste es auch mal hier: [ame=http://www.youtube.com/watch?v=JLVH4BXlPc4]YouTube - Room to Dream scene[/ame]

Dieser Clip könnte ein kurzer Ausschnitt aus David Lynchs neuem Film INLAND EMPIRE sein, da in der Beschreibung der von Lynch herausgegebenen DVD "Room to dream" von einem "recent project" Lynchs die Rede ist und INLAND EMPIRE auf DV gedreht wurde. Am Ende gibt es einen "Song", der von Badalamentis Score stammen könnte...

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Booth and the Bad Angel

01. I Believe

02. The Dance Of The Bad Angels

03. Hit Parade

04. Fall In Love With Me

05. Old Ways

06. Life Gets Better

07. Heart

08. Rising

09. Butterfly´s Dream

10. Stranger

11. Hands In The Rain

Ein weiterer Ausflug von Badalamenti in die Welt der Pop-Musik, besonderes Augenmerk sollte hier auch einmal auf das Cover der CD, sowie den ironischen Titel geworfen werden...:rolleyes:

Tim Booth, Sänger der Band "James", wurde einmal gefragt, mit wem er am liebsten einmal zusammenarbeiten würde und er nannte Angelo Badalamenti. Das Ergebnis ist dieses Album, welches 1996 veröffentlicht wurde. Fans von Badalamentis träumerisch-geisterhaften Melodien, als auch den Leuten, die schon die beiden Badalamenti-Julee-Cruise-Platten ihr Eigen nennen dürfen, sei dieses Album ans Herz gelegt.

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01. Twin Peaks Theme

02. Laura Palmer's Theme

03. Audrey's Dance

04. The Nightingale

05. Freshly Squeezed

06. The Bookhouse Boys

07. Into The Night

08. Night Life In Twin Peaks

09. Dance Of The Dream Man

10. Love Theme From Twin Peaks

11. Falling

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1. Theme From Twin Peaks Fire Walk With Me

2. The Pine Float

3. Sycamore Trees

4. Don't Do Anything (I Wouldn't Do)

5. A Real Indication

6. Questions In A World Of Blue

7. The Pink Room

8. The Black Dog Runs At Night

9. Best Friends

10. Moving Through Time

11. Montage From Twin Peaks: Girl Talk/Birds in Hell/Laura Palmer´s Theme/Falling

12. The Voice Of Love

Wohl Badalamentis bekannteste Arbeiten, die Musik zur TV-Serie Twin Peaks, der 1992 noch der Kinofilm "Fire walk with me" folgte. Die Musik ist größtenteils sehr jazzig, nur zwischendurch schimmern Badalamentis Synthie-Flächen hindurch, die später zum Merkmal der David-Lynch-Filme werden sollten. Julee Cruise, die in der Serie eine Nachtclubsängerin spielt, haucht dem Twin-Peaks-Thema in der Song-Version "Falling" noch zusätzlich träumerisches Flair ein, auch die anderen Songs, The Nightingale, Into the Night und Questions in a world of blue verzaubern den Hörer ganz und gar.

Für den Kinofilm komponierte Badalamenti neue Themen, die aber alle in dem jazzigen Stil der Serie blieben, einige davon, The Voice of Love, Theme from Twin Peaks Fire walks with me, dienten als Grundlage für Julee-Cruise-Songs auf ihrem zweiten Album "The Voice of Love". Sehr schräg sind die beiden "Spoken-Word"-Performances von Badalamenti auf A real Indication und The Black Dog runs at night. Mit The Pink Room findet auch ein von David Lynch komponiertes Stück den Weg auf das Album. Ein ebenfalls sehr bemerkenswertes Stück ist das von Jimmy Scott gesungene Sycamore Trees, dieses Stück geht wahrlich unter die Haut und passt sich der "gespenstischen" Stimmung des Ortes Twin Peaks perfekt an.

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Dieser Clip könnte ein kurzer Ausschnitt aus David Lynchs neuem Film INLAND EMPIRE sein, da in der Beschreibung der von Lynch herausgegebenen DVD "Room to dream" von einem "recent project" Lynchs die Rede ist und INLAND EMPIRE auf DV gedreht wurde. Am Ende gibt es einen "Song", der von Badalamentis Score stammen könnte...

Könnte durchaus sein, zumal einige der Darsteller, die in diesem Clip zu sehen sind, auch im INLAND EMPIRE-Cast auftauchen. Allerdings habe ich hier und da auch gehört, dass es sich nur um ein kleines Internet-DV-Projekt handeln könnte (für Lynchs Homepage vielleicht). Auf der ROOM TO DREAM-DVD wird leider auch nicht verraten, ob die Szene Teil von INLAND EMPIRE sein wird...

Übrigens, hier eins der ersten Bilder aus dem Film (für Mini-DV erstaunlich scharfes, sauberes Bild):

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Was Badalamentis Musik betrifft: Ich kenne bis auf einige Ausnahmen nur seine Scores zu den Lynch-Filmen - im Film ausgesprochen wirkungsvoll und atmosphärisch, auf CD hör´ ich mir, mal abgesehen von BLUE VELVET und dem wunderschönen THE STRAIGHT STORY, aber nur selten einen dieser Scores an. Bei MULHOLLAND DRIVE, LOST HIGHWAY und WILD AT HEART stehen dann sowieso eher die Songs im dramaturgischen Vordergrund.

PS: Ist sonst noch jemand der Meinung, dass der Albumschnitt beim LOST HIGHWAY-Soundtrack total misslungen ist?

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PS: Ist sonst noch jemand der Meinung, dass der Albumschnitt beim LOST HIGHWAY-Soundtrack total misslungen ist?

Im Bezug auf was? Zuwenig Score? Auf jeden Fall...:rolleyes:...aber auch die "Wirkung" verschiedener Stücke wird für meinen Geschmack dadurch etwas abgeschwächt, daß z. B. nach einem schwebend-spährischen Score-Track von Badalamenti, der den Hörer gerade hinfortgetragen hat, die Idylle durch "Kracher" wie Rammstein und Marylin Manson jäh zerstört wird. Oder spielst du eher dadrauf an, daß einige Tracks ziemlich schroff enden bzw beendet werden, um für den nächsten Song Platz zu machen?

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Ja, die holprigen Übergänge zwischen den einzelnen, sehr verschiedenen Stücken und der dadurch entstehende, extreme Eklektizismus sind sehr irritierend. Außerdem sind die meisten "Score"-Tracks gar nicht im Film zu hören. Und die Passagen des Scores, die im Film zu hören sind, fehlen hingegen auf der CD wieder. Schon ein sehr komisches Album.

Ach ja, und noch eine Frage: Stammt die orchestrale, modernistisch-dissonante Musik, die während der düsteren Sex-Szene zwischen Fred und René zu hören ist, ebenfalls von Badalamenti oder ist das was anderes? Die pulsierende Flächigkeit erinnert ein wenig an Penderecki bzw. Ligeti... Wäre ja nicht das erste Mal, dass Lynch Auszüge aus Werken dieser beiden Herren verwendet (siehe WILD AT HEART). Lynch ist selbst großer Fan von Pendereckis Musik.

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