Ach, ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich ihn das erste Mal gesehen habe! Ich war in genau der gleichen Stimmung wie du: einerseits habe ich über die unerträglichen Dialoge und diese Anschlussfehler geflucht, die einen völlig aus dem Film reißen, andererseits war ich von der Technik total beeindruckt. Das ist doch das klassische Michael-Bay-Paradoxon, oder? Man weiß, dass es totaler Quatsch ist, aber man kann einfach nicht wegsehen, weil es visuell so geleckt ist.
Der Score von Balfe ist wirklich das, was das ganze Chaos zusammenhält. In 13 Hours hat er ja eher eine bedrückende Stimmung aufgebaut, aber hier folgt er diesem rasenden Tempo perfekt. Übrigens, was du übers Fahrradfahren sagst: Ich habe den Score noch nie beim Sport gehört, aber jetzt, wo du es erwähnst – diese Synthie-Percussions müssen einen echt gut pushen. Kurz gesagt: Es bleibt so ein „Schuldvergnügen“-Film: Man meckert, man kritisiert, aber am Ende hat man ihn trotzdem im Kopf.