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  1. Gestern
  2. Es geht ja auch nicht darum, dass es bei RCP keine Komponisten gibt, die rein vom Handwerk her gesehen auch etwas schreiben könnten, was nicht nach RCP Blockbustersound klingt. Frühere RCP Mitglieder wie John Powell, Harry Gregson Williams oder eben Benjamin Wallfisch sind Beispiele dafür. Es gibt ja auch Scores aus dem Hause RCP, die nicht nach RCP klingen. The Holiday, Simpsons: The Movie und viele andere. Aber es geht hier vor allem um den Zimmer RCP Blockbustersound, der musikalisch immer in eine gewisse Richtung geht(Interstellar weicht davon klanglich etwas ab, aber letztendlich auch als Zimmer Score zu erkennen) Liegt vor allem daran, dass die Regisseure immer das Gleiche wollen und Zimmer und Konsorten damit am meisten Geld verdienen können.
  3. Irgendwie hat hier in dem ganzen Thread noch keiner daran gedacht, dass Wallfisch mehrere Jahre für Dario Marianelli als Orchestrator gearbeitet hat - da hat er jedenfalls sicherlich keine RCP-Stilismen angeeignet. Außerdem schreibt der Mann meines Wissens nach auch Konzertwerke, kann mich jedenfalls erinnern, dass der mal vor einigen Jahren ein Nicht-Soundtrack-Konzert hier in Hamburg gegeben hat - war allerdings nicht dabei damals.
  4. Das Problem bei der ganzen RCP (/Media Ventures) Geschichte ist in gewissem Sinne Zimmer selbst: Zimmer kam ja Ende der 80er Jahre nach Hollywood und etablierte einen eigenen Stil der sich mehr an Pop-Manirismen als dem klassisch-romatischen Filmscoring anlehnte. Das war neu, frisch und gut und macht mir auch heute noch Spaß anzuhören. Dann kam die Media Ventures Idee, durch die er andere Komponisten die Chance gab in Hollywood Fuß zu fassen. Das klingt auch gut! Allerdings wollten mehr und mehr Filmemacher den Zimmer-Sound und so mussten die Komponisten, die ihre ersten Sporen beim Unterstützen Zimmers bei dessen Scores verdient hatten, dessen Stil umsetzen. Und wenn das einmal funktioniert hat, dann wird wieder danach gefragt! John Powell (einer der wenigen die einen ausgeprägten eigenen Stil entwickelt haben) hat mal über seinen Bourne Identity Score gesagt, dass er diesen nicht besonders Interessant zu komponieren fand und den Stil auch nicht sonderlich mag, aber immer und immer wieder danach gefragt wurde. Den Rest macht das Film-Business mit den immer knapperen Zeitfenstern in denen die von den RCP-Komponisten zumeist verwendete Herangehensweise einfach schneller umzusetzen ist als ein durchkomponierter Score als Goldsmith oder Williams. Am Besten funktioniert das mit einer Reihe anderer RCP-Arbeitsdrohnen die den Stil adaptieren. In keinem anderen Umfeld kann man diese Entwicklung so deutlich erkennen wie bei RCP und der Vorgängerfirma Media Ventures und deshalb kann man meiner Meinung nach hier guten Gewissens vom RCP-Sound sprechen. Bei Apple-Produkten kann man ja auch vom Apple-Design sprechen obwohl vielleicht ein Google-Pixel Phone ganz ähnlich aussieht.
  5. Nein. Der Score interessiert hier niemanden..
  6. Gibt's hier auch Infos und Eindrücke zum Score im Topic?
  7. Ergo deshalb ja. Warum wurde dieser Sound dort präsent? Genau, weil der große Bruder Hollywood es vorgemacht hat. Gehört ja zum traurigen Niedergang deutschen Fernsehens (und auch mancher Filme), dass lange Zeit anstatt eigene Akzente zu setzen, lieber schlecht "großes" Kino kopiert wurde.
  8. blockbuster sound würd ich den rcp sound, den man eh eigentlich nur auf die actionfilme beziehen kann, auch nicht nennen. diese rcp actionmusik hat ja auch in fernsehserien einzug gehalten. das ging 1996 ja schon mit Cobra 11 los. zimmer selbst hat das weiter vorangetrieben in Die Motorradcops.... etc.
  9. Es ging doch hier nicht um des Kaisers Bart anno Knips, sondern genau darum, was den modernen (entstanden ca. 1994-1995, verstärkt ab 'Fluch der Karibik', komplett durchgeschlagen seit 'Batman Begins') Sound im US-Mainstream-Kino auszeichnet. Und das sind eben doch ganz ganz viele Scores, die diese Manierismen übernehmen. Was angesichts der Simpelhaftigkeit der Vorlagen auch nur minimale Variationsbreite zulässt und meiner Meinung nach sind auch Desplats exponierte Minimalismen zumindest in der Form, wie sie z. B. in Potter 7 auftauchen, ganz klar davon abgeleitet ('Obliviate'/ 'Statues'). Es komponiert sich ja auch tatsächlich schneller so, allerdings ist das Problem gerade bei bewegter Musik, dass das Verharren in minimalistischen Strukturen, die im Medium Film auch noch naturgerecht keine längeren Bögen spannen können, da es ja zumeist auch noch verhältnismäßig kurz getaktete Sequenzen sind, und deshalb wird's halt ab 30 Filmen irgendwann öde. Man kann innerhalb dieser selbstgewählten Beschränkung nur bedingt Dynamik, Abwechslung oder Überraschung (das schon gar nicht) einbringen. Dafür müsste schon mehr passieren als ein simpler Taktwechsel (abgesehen davon: auch für Musiker muss das tödlich langweilig sein).
  10. Noch was Schönes: Amy MacDonald -Under Stars (Ltd.Boxset) CD+DVD
  11. Das sind keine Ausnahmen, das waren jahrzehnte lang die Regel ... irgendwann, in wenigen Jahren wird diese Art von Scores wie Du sie bestens beschrieben hast, endlich wieder außer "Mode" sein und hoffentlich wieder etwas mehr Abwechslung und musikalische Tiefe in den Blockbuster-Bereich einkehren.
  12. Ausnahmen bestätigen die Regel. Außerdem zitierst du einige, die eben doch so klingen (in Grundzügen ganz klar auch 'Avatar', der letzte Potter, 'Doctor Strange' erhebt sich da auch nicht groß drüber). Nimm dir mal lieber die zig Dutzend aus den letzten 10 Jahren, die eben doch so klingen. Oder haben wir das alles nur geträumt?
  13. Danke. Dann werde ich da auch mal tätig werden.
  14. Hätte ich nicht besser beschreiben können. Man kann in den meisten Fällen einer solchen Art von Blockbustermusik auch eine sehr ähnliche Instrumentierung erkennen. Meistens keine Holzbläser(außer ethnischen),viel tiefes Blech(Posaunen, Tuba, Cimbasso)+ Hörner, abundzu mal Trompeten + Streicher. Und dann natürlich ethnische Percussion(Taiko Drums, diverse afrikanischen und mittelöstliche Trommeln) und nicht zu vergessen viel arpeggierte elektronischen Elemente, von Synth Bässen über Synth Flächen. Wenn ich den Auftrag bekomme was zimmriges zu schreiben, verwende ich meist diese Instrumentierung wobei ich auch noch Holzbläser hinzufüge. Bei der Harmonik und Melodik versuche ich aber immer etwas oldschooliges miteinzubringen, sprich nicht nur einfache Popharmonien sondern auch mal sept,- und NonAkkorde, verminderte Akkorde etc.
  15. Blockbuster-Sound ist das keineswegs, denn der Begriff Blockbuster ist mit JAWS und STAR WARS aufgekommen und so klingen diese Scores nun wirklich nicht. Es gibt viele Blockbuster (zB TITANIC, AVATAR, HARRY POTTER, TWILIGHT, STAR TREK, DOCTOR STRANGE, FANTASTIC BEASTS, weiterhin STAR WARS usw. usw.) die absolut nicht so klingen wie eben der Sound den die Media Ventures / RCP Fabrik generiert hat und von vielen anderen (mehr oder weniger) zwangsbedingt übernommen worden ist.
  16. Habe ich bei CD Japan bestellt....
  17. UNSER SENDEPLAN FÜR DIE KOMMENDE WOCHE 20.02.2017 12:00 bis 14:00 EINFACH NUR FILMMUSIK 14:00 bis 16:00 TIERISCHE KISTE: EINFACH NUR GROSSE ECHSEN (Jede Sendung ist eine Wiederholung vom 15. Februar 2017) 22.02.2017 18:00 bis 20:00 EINFACH NUR FILMMUSIK (Inkl Geheimtipp des Monats: Jerry Goldsmith - A PATCH OF BLUE) 20:00 bis 22:00 EPIC EMPIRE 5 JAHRES SPECIAL (Fredies grosse FANDOM-LIEBEN von 1994 bis heute) 25.02.2017 20:00 bis 00:00 EPIC EMPIRE SPECIAL XXL GEBURTSTAGSSENDUNG (Wiederholung vom 18. Februar 2017)
  18. Ganz wunderbare Musik, die ich mir auch noch zulegen muss, sehr empfehlenswert! Wo hast du denn die CD gekauft? Über CDJapan oder gibt's da noch einen Geheimtipp?
  19. Von einem Philip Glass Stil habe ich jetzt noch nichts gehört. Von Minimal Music natürlich schon. Und hier zeigt sich ziemlich perfekt, dass man mit solchen Begriffen eben nicht immer nach Belieben umher werfen kann. Und zwar nach eigenem Bekunden von Herrn Glass. http://www.tagesspiegel.de/kultur/gespraech-mit-philip-glass-warum-soll-ich-klingen-wie-die-alten/19324102.html Bei der Zuordnung von Werken und Einordnung von Komponisten können allgemeine Begriffe eben auch in die Irre führen. Bei Glass im großen Maße. Daher ist Philip Glass Sound eben alles andere als so eindeutig, wie man es gerne hätte. In die gleiche Falle kann man eben auch regelmäßig bei RCP treten, was eben nicht alles RCP ist und nicht alles, was irgendwie in die Richtung ähnlich klingt ist RCP. ... oder sich zumindest dem Sujet des Films anpasst und mal von musikalischer Langeweile abgesehen immerhin nicht vollkommen beliebig austauschbar wäre. Das klingt doch schon eher annehmbar und trifft die Sache wohl auch eher. Damit kann man auch wesentlich schöner einen Rundumschlag machen, der alle Banausen (RCP und nicht RCP) dieser Ästhetik trifft. Wobei - das Thema hatten wir ja auch zuletzt mal - es auch häufig die Actionmusik ist, die irgendwie fade wie trockener Hundekuchen schmeckt und gerade hier die fehlende Dynamik so offen zu Tage tritt. Es ist schon merkwürdig, wenn ein James Newton Howard oder Daniel Hart bei einer Jahresabstimmung so viele Stimmen abbekommt, während ein Robinson Crusoe von Djawadi gänzlich leer ausgeht. Da scheint mir eben eine Vorauswahl anhand von fälschlichen Gattungsbegriffen am Werke zu sein.
  20. Ich frag mal nach, woran es liegt, dass da noch nichts auf der Homepage vermerkt ist. Bzgl des Heftes.. da sind wir nun in der Endphase. Es sind nur noch Kleinigkeiten, dann geht es in den Druck. Wenn es mehr Infos gibt, dann sagen wir euch Bescheid.
  21. Am Ende kann man es reduzieren auf die genannten Charakteristiken, vordergründige, monotone ebenmetrige und simplifizierte Rhythmik, die selten gebrochen wird (geschweige denn interessant) und ebenso simple (Pop-) Akkordfolgen, die motivisch oder thematisch darüber gesetzt werden. Das alles noch sehr vordergründig ausgesteuert, schön viel Bass und wenig intrinische musikalische Qualität - und das kann ein entsprechend geschulter Komponist dann doch meistens leisten, zumindest Timbre, Instrumentenführung, Harmonik so zu manipulieren, dass es wenigstens punktuell interessant wird. Das ist ja seit spätestens 2006 keine RCP-eigene Abteilung mehr, da es eben bei fast allen anderen kommerzorientierten Filmprodukten durchschlägt. Insofern würde ich den Begriff 'Blockbuster-Sound' vorschlagen.
  22. : Cliff Eidelman - A SIMPLE TWIST OF FATE (1994) Ein kleiner, in meinen Ohren sehr feiner, wenn auch harmloser Mitt-90er-Eidelman-Score. Der tut niemandem weh, weiß aber durch ein wunderschönes, intensives Thema und leicht folkig gebrochener Melancholie zu gefallen. Nach vielen Jahren wieder mal gehört... und immer noch ein kleiner Liebling aus dem Oeuvre des guten Cliff.
  23. Ein guter Monat später: nix ist passiert. Nichts auf der Webseite (dort aktuellste News vom 27.10.2016) und anscheinend ist das Heft sogar noch nicht einmal im Druck, sonst hättest Du schon geschrieben. Schade, schade, schade...
  24. Es gibt ja zum Beispiel den berühmten Philip Glass-Still, der ja bekanntermaßen ein Vertreter von Minimal-Music ist und wie er selber sagt repetitive Musik komponiert. Viele seiner Werke klingen ähnlich, vom Stil und Ästhetik her aber nicht gleich und sicher nicht uninteressant sind! Ganz im Gegenteil, denn er weiss genau wie er sich innerhalb seines eigenen Musikstils bewegen muss um nicht auf der gleichen Stelle zu treten. Viele haben mehr oder weniger erfolgreich versucht diesen Stil zu kopieren und deren Werke würden wir ja auch mit "klingt wie Philip Glass" oder "Philip Glass-Sound" betiteln.
  25. Aber genau darauf will ich ja hinaus. Lasst uns doch mal gemeinsam (vllt. in einem separaten Thread - ich sehe schon, wer am lautesten danach schreit, wird ihn eröffnen müssen ) schauen, was eigentlich an diesem Begriff dran ist, wie er sich aufrecht erhalten lässt und ob die Charakterisierung tatsächlich immer so zutreffend sind. Scheinbar haben viele ein Gefühl zu diesem Sound/Stil, aber bei genauerer Betrachtung lässt sich das nicht immer aufrecht erhalten. Warum nicht mal um der Sache und des Spaßes wegen der Sache auf den Grund gehen und verschiedene Thesen dazu unter die Lupe nehmen? Bei der Langweile stimme ich ja vielleicht noch zu, bei der Monotonie allerdings weniger. Viermal derselbe Ton in Folge ist schlichtweg monotoner als vier verschiedene Töne in Folge. Bzw. sind vier gleichklingende Scores in Folge nun einmal monotoner, als wenn sie starke unterschiedliche Charakteristiken aufweisen würden. Das muss per se aber natürlich noch nichts darüber aussagen, wie ein Score empfunden wird oder welche Qualität er tatsächlich aufweist.
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