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BACK TO THE FUTURE (3 Soundtracks) - Alan Silvestri


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THE BACK TO THE FUTURE TRILOGY

Komponist: Alan Silvestri

BACK TO THE FUTURE (1985)

Intrada Special Collection Vol. 116

Veröffentlichung: 23.11.2009

backtofuturevol116.jpg

Trackliste:

CD 1

1. Logo (00:20)

2. DeLorean Reveal (00:46)

3. Einstein Disintegrated (01:22)

4. '85 Twin Pines Mall (04:43)

5. Peabody Barn / Marty Ditches DeLorean (03:09)

6. '55 Town Square (01:18)

7. Lorraine's Bedroom (00:47)

8. Retrieve DeLorean (01:15)

9. 1,21 Jigowatts (01:37)

10. The Picture (01:09)

11. Picture Fades (00:17)

12. Skateboard Chase (01:39)

13. Marty's Letter (01:20)

14. George To The Rescue (Part 1) (00:50)

15. Marvin Be-Bop (02:25)

16. George To The Rescue (Part 2) (02:34)

17. Tension / The Kiss (01:33)

18. Goodnight Marty (01:31)

19. It's Been Educational / Clocktower (10:30)

20. Helicopter (00:19)

21. '85 Lone Pine Mall (03:46)

22. 4 x 4 (00:40)

23. Doc Returns (01:14)

24. Back To The Future (End Credits) (03:16)

CD 2 (THE CREATION OF A CLASSIC: ALTERNATE EARLY SESSIONS):

1. DeLorean Reveal (00:40)

2. Einstein Disintegrated (01:25)

3. Peabody Barn (02:17)

4. Marty Ditches DeLorean (01:56)

5. '55 Town Square 1 (Trumpet Open) (01:35)

6. '55 Town Square 2 (Trumpet Mute) (01:35)

7. Retrieve DeLorean (01:16)

8. 1,21 Jigowatts (01:36)

9. The Picture (01:08)

10. Skateboard Chase (01:40)

11. George To The Rescue (04:13)

12. Tension / The Kiss (01:42)

13. Clocktower (11:02)

14. '85 Lone Pine Mall (03:50)

15. Doc Returns (01:19)

16. Ling Ting Ring (Bonus Track - Unused Source Cue From The Scoring Sessions) (02:01)

Gesamtspieldauer: 1h:27min

BACK TO THE FUTURE II (1989)

Label: MCA Records MCAD-6361

Veröffentlichung: 1989

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Trackliste:

1. Main Title (02:21)

2. The Future (05:23)

3. Hoverboard Chase (02:49)

4. A Flying DeLorean? (04:31)

5. My Father! (02:04)

6. "Alternate 1985" (03:05)

7. If They Ever Did (03:58)

8. Pair O' Docs (01:27)

9. The Book (04:50)

10. Tunnel Chase (05:21)

11. Burn The Book (02:26)

12. Western Union (01:52)

13. End Title (04:38)

Gesamtspielzeit: 45 min

BACK TO THE FUTURE III (1990)

Label: Varese Sarabande VSD-5272

Veröffentlichung: Mai 1990

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Trackliste:

1. Main Title (03:05)

2. It's Clara (The Train Part II) (04:33)

3. Hill Valley (02:20)

4. The Hanging (01:40)

5. At First Sight (03:12)

6. Indians (01:10)

7. Goodbye Clara (02:57)

8. Doc Returns (02:50)

9. Point Of No Return (The Train Part III) (03:45)

10. The Future Isn't Written (03:35)

11. The Showdown (01:28)

12. Doc To The Rescue (00:51)

13. The Kiss (01:51)

14. We're Out Of Gas (01:15)

15. Wake Up Juice (01:11)

16. A Science Experiment? (The Train Part I) (03:05)

17. Doubleback (01:30) Composed by ZZ Top / Arranged by Alan Silvestri

18. End Credits (04:34)

Gesamtspielzeit: 45 min

REVIEW

Autor: Mephisto

1985 feierte der Film "Zurück in die Zukunft" seine Premiere und war dermaßen erfolgreich, dass man sich entschied, gleich einen zweiten Film zu drehen, obwohl das offene Ende des ersten Films nur ein Stilmittel war. Dieser zweite Film sollte neben einer Zeitreise in das Jahr 2015, in ein alternatives 1985, in das Jahr 1955 sowie in den Wilden Westen enthalten. Allerdings wäre der Film dann zu lang geworden, sodass man sich entschied, die Fortsetzung in zwei Filme aufzuteilen, von denen der letzte nahezu komplett in den Westen des 19ten Jahrhunderts verlagert wurde.

Die Handlung aller Filme basiert auf dem gleichem Prinzip: Der jugendliche Marty McFly reist stets mit Hilfe seines Freundes Dr. Emmett L. Brown und seines in eine Zeitmaschine umfunktionierten DeLorean aus dem Jahre 1985 in die Zukunft oder die Vergangenheit um irgendetwas, was ihn später betreffen würde, wieder gerade zu biegen. Alle Filme sind reizend gemacht und haben auch heute nichts von ihrem Charme verloren. Die Zukunftsvisionen sind niedlich und voller Idealismus (mittlerweile kann man mit Abfall fliegende Autos betreiben), der Konflikt der leicht angestaubt dargestellten 50er und der durch Marty vertretenen grellen 80er sind durch viele nette Details in Szene gesetzt ("So ein Unsinn, kein Mensch hat zwei Fernseher..."), allerdings wirken einige Aspekte der "Gegenwart" wie der pseudoharte Rock der Schülerband und die möchtegerncoolen Skateboardmanöver mittlerweile auch stark veraltet.

Von Einigen werden die 80er als das bisher letzte große Jahrzehnt der Filmmusik bezeichnet. Neben einer unglaublichen Anzahl an reinen Synthiegurken brachten Komponisten in dieser Zeit tatsächlich noch brillante Musiken hervor. Williams' "Star Wars Episode V - Das Imperium schlägt zurück" oder Goldsmiths "Poltergeist" sind nur Einige davon. Auch durchschnittliche Produktionen wurden oft mit großer Orchestermusik "aufgewertet" und auch unter diesen Kompositionen findet sich noch die eine oder andere filmmusikalische Perle. Für "Zurück in die Zukunft" wurde Alan Silvestri beauftragt, die Musik zu schreiben. Für den damals noch unbekannte Komponist war dieser Film ein Karrieresprungbrett. Silvestri bekam die Gelegenheit, mit einem zwar nicht allzu üppigen, aber ansehnlichen Orchestersatz zu arbeiten und nutzte das Potential der ihm zur Vefügung gestellten Musiker voll aus.

Für den ersten Film komponierte Silvestri ein Hauptthema sowie eine häufig für Dr. Brown eingesetzte Passage und diverse Actionmomente. Alle drei Elemente des ersten Films werden auch in die Fortsetzungen übernommen. Schon beim Hören des für den Vorspann arrangierten Hauptthemas merkt man, welche Vorbilder Silvestri für die Komposition seiner ersten "großen" Musik wählte: Das Blech und die synchopischen Einwürfe des Orchesters könnten so oder so ähnlich auch aus der Feder eines John Williams kommen, während besonders in den Actionpassagen mit dem rollenden Flügel und einige trockene Orchestrierungen eindeutig Jerry Goldsmith Pate gestanden hat. Auch er startete sein Hauptthema häufig mit den Blechbläsern und ließ es von den Violinen fortführen. Genau so macht es Silvestri mit seinem schmissigen Hauptthema, das einen riesigen Ohrwurmcharakter hat, ebenfalls. Nach einer zweifachen majestätischen Darbietung des B-Teils vom Blech über ewig rollende Beckenwirbel startet der A-Teil mit stark synchopierten Einwürfen des restlichen Orchesters, während der Paukist mit noch viel aufreibenden Rhythmen zu kämpfen hat.

Silvestri versteht es sehr gut, das Thema zu variieren, mal erklingt es als majestätische Fanfare, in den Actionpassagen wirft das Blech ein paar Fragmente ein, mal ertönt es als Triumphmusik, mal dezent in den Holzbläsern.

Die hauptsächlich von für Dr. Emmett L. Brown stehende Passage passt perfekt zum Charakter des stets zerstreuten Wissenschaftlers. Über einem stakkatierten Ostinato für die Holzbläser werfen Xylophon, Klavier, Streicher, Blech und nicht in das Ostinato einbezogene Holzbläser häufig Quinten oder Quarten. Dies geschieht rhythmisch oft mehr als vertrakt (über den genauen Aufbau dieser Passage wurde ja schonmal im Komponisten-Thread diskutiert) und verstärkt die aufgekratzten Ausführen Browns oft als Mickey-Mousing-Effekt.

Das furiose Finale, in denen sich wahrscheinlich jeder Zuschauer vor Angst, ob nun alles klappt, in die Sessellehne gekrallt hat, obwohl er doch tief im Innersten weiß, dass alles gut geht, wurde ebenfalls in bester william'scher Manier vertont. Spritziger als hier mit den unglaublich vielen Fragmenten des Hauptthemas, den nervösen Streichern ging es bei Silvestri kaum mehr zu, obwohl er auch heute noch Actionszenen mit deutlich über dem Standart liegender Musik unterlegt.

In diesen drei musikalischen Momenten, sowie dem schwelgerischen Streicherschmalz für den Kuss oder die Variationen über das Hauptthema, die für viel Abwechslung sorgen, merkt man, mit wie viel Elan und Mühe der junge Silvestri zu Werke ging. Umso mehr fällt auf, dass die Musik hin und wieder ein wenig auf der Stelle tritt und kompositorisch gerade noch als "robust" und "solide" bezeichnet werden kann. Besonders die Ankunft der Terroristen ist ein Paradebeispiel für Musik, die den Film zwar gut unterstützt, für sich gesehen aber wenig Substanz hat: über ein recht gewöhnlichen Rhythmus der kleinen Trommel, mit den Fagotten gedoppelten Schlägen der Pauke und der großen Trommel spielt das Orchester dreimal den gleichen Tritonus, bevor die ganze Musik einen Ganzton höher rückt, ohne das auch nur ansatzweise moduliert wurde. Nachdem die Musik so über eine Minute auf der Stelle tritt, spielt das das Blech ein paar lang gezogene Töne des Hauptthemas, fertig ist die Szenenuntermalung für zwei Minuten.

Doch in den rund 35 Minuten Musik des ersten Films sind solche Momente glücklicherweise in der Unterzahl, leider jedoch spürbar, sodass der Eindruck einer spritzigen und unterhalteneden Komposition nur mäßig getrübt werden. Insgsamt wurden elf Minuten des Scores in der Originalaufnahme veröffentlicht ( die sogenannte "Overtüre" ist ein Zusammenschnitt aus kleinen lyrischen Momenten und den letzten beiden Actionpassagen). Außerdem existiert eine Neuaufnahme unter John Debney, die in der Besetzung zwar aufgestockt wurde, im Tempo deutlich langsamer läuft.

Während der erste Film wirklich aus einem Guss ist, so wirkt der zweite deutlich hektisch, nahezu schon hyperaktiv mit seinen drei Zeitreisen. Schon alleine das Motiv der beiden Protagonisten, in die Zukunft zu reisen, ist ein wenig unlogisch: Warum müssen sie denn Martys Kindern, die noch nicht einmal geboren sind, aus der Patsche helfen? Hätte es nicht gereicht, wenn Marty sich aufgeschrieben hätte, was wann passiert, um seinen Sohn an genau dem Tag aufzuhalten, das Haus zu verlassen? Das hat doch mit dem Brief an den Doc im ersten Film auch geklappt.

Silvestri komponierte für diesen rasanten Film nahezu doppelt so viel Musik wie für den ersten, leider versäumte er es, wirklich Neues zu kreieren. Es existiert höchstens ein kleines Motiv für die alternative Gegenwart, welches zum Beispiel erklingt, als Marty das Grab seines Vaters entdeckt. Silvestri greift nun auch häufiger auf seine synchopische stakkato-Passage, die anfangs nur Dr. Brown zugeordnet war, variiert sie aber in nahezu keiner Form. Das Hauptthema wird auch nur so dargeboten, wie wir es aus dem erstem Film kennen. Die kleine verspielte Version für die Flöte, wenn Marty erwacht, die william'sche Fanfare für den Vorspann und all die anderen Variationen. Außerdem greift Silvestri durchschnittlich weniger auf sein Thema zurück als im ersten Film, besonders das zweite Drittel wird mit athmosphärischen Streicherteppichen und ein paar Orchesterausbrüchen bestritten. Zusätzlich wurde auch noch auf die wirklich uninspirierten Passagen des ersten Films zurück gegriffen und besonders diese langsame Marschversion mit den Tritoni wird in "A flying DeLorean" und "The Future" gnadenlos ausgeschlachtet. Erst gegen Ende nimmt die Musik wieder ein wenig Fahrt auf, erreicht aber bei weitem nicht das Tempo des Finales im ersten Film.

Da man aus dem ersten Film nicht allzu viel Material hat, lohnt es sich vielleicht für den einen oder anderen, sich diese Musik zu besorgen, da er hier viel Musik aus dem ersten Film 1:1 übernommen serviert bekommt. Die Klangqualität ist im zweiten Film auch besser, soweit ich das vom ersten Film und den 11 Minuten auf der CD zum ersten Teil beurteilen kann.

Im dritten Teil geht's wieder deutlich bergauf. Der Film ist wieder mehr aus einem Guss wie der erste Teil und bietet Silvestri mit seinem Western-Aspekt auch gute Gelegenheit, musikalisch etwas Neues und für den Film eigenständiges zu machen. Für diesen Film komponierte er auch gleich zwei neue musikalische Elemente: Ein Liebesthema für Doc und seine Freundin, deretwegen er am Ende sogar in der Vergangenheit bleibt und natürlich ein westernmäßiges Americana-Thema für die Umgebung. Dieses ist eine wundervoll schmissige Parodie auf den typischen Bernstein-Klang, auf den ja auch oft ernsthaft zurück gegriffen wurde. Vielleicht war s Silvestri ein bisschen unangenehm, so sehr Bernstein zu zitieren, jedenfalls macht er viel zu wenig Gebrauch von seinem wirklich gelungenem Thema. Umsomehr tritt das Liebesthema in den Fordergrund, eine nahezu komplette Darbietung des Hauptthemas findet man nur noch am Ende des Films und im Abspann. Eine schmissige zweiminütige Vorspannfassung existiert im dritten Teil leider nicht mehr. Allerdings hat hier die Action wieder schön an Tempo gewonnen. Besonders die Zugsequenz strotzt musikalisch nur so vor Vitalität und Gewalt. Auch hier kann man von Silvestri keine Wunder erwarten wie von einem Herrmann oder Goldsmith, allerdings geht er so geschickt mit seinen Ostinati, brutalen Schlägen des Orchesters und Themenfragmenten um, dass es Einen aus dem Sessel reißt. Hier zeigt er, was er mit einem Orchester (und die Besetzung stieg glücklicherweise von Film zu Film) alles anstellen kann und weist schon früh den Weg in Richtung "Die Mumie" oder "Van Helsing". Erwähnenswert natürlich auch die herrlich arrangierte Saloonmusik, von der sich das beste und stimmungsvollste Stück ebenfalls auf der CD findet. Ein reiner Western-Spaß.

Letzten Endes kann man nur hoffen, dass sich irgendwann einmal ein Label erbarmt und die Musik zu allen Filmen in einer netten 3-CD-Box veröffentlicht. Besonders zum ersten Film gibt es noch einiges nachzuholen. Die Musik zum zweiten Film wäre einfach mal interessant komplett zu haben und die Komposition zum dritten Teil könnte an bestimmten Stellen definitiv eine Erweiterung vertragen. Insgesamt lässt sich sagen, dass der Frischling Silvestri hier zwar noch nicht so reif komponierte wie später und seine Musik besonders im zweiten Teil einige kompositorische Grobheiten aufweist, allerdings einer wahren Kultfilmreihe einen würdigen Anstrich verpasst hat, der nun auch eine würdige Veröffentlichung erfahren sollte. Bei mir persönlich werden die 11 Minuten des ersten Teils sowie die Musik zum dritten Teil noch öfter laufen. Die CD zum zweiten Film allerdings wird noch ein bisschen auf's nächste Mal warten müssen.

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