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Hallo zusammen, neben dem allseits bekannten James Bond Theme hat John Barry der Bond-Reihe noch ein weiteres ziemlich eingängiges Thema spendiert, das auch in späteren Filmen immer wieder aufgegriffen wurde; meist um Actionszenen zu vertonen. Ursprünglich als „007 takes the Lektor“ betitelt (später einfach 007 Theme oder nur 007 genannt), wurde es bereits für den zweiten Bond-Film – From Russia With Love – verwendet. Charakteristisch für das Stück ist die Verschränkung zweier gegenläufiger Rhythmen (als sog. Hemiole): ein synkopierter Bassrhythmus in 4/4 gegen jeweils sieben kurze Akzente in darüber liegenden Stimmen, die quasi in die „Lücken“ zwischen den Bassnoten spielen. Die darüber liegende heroische Horn-Linie wirkt dadurch rhythmisch wie als 6/8 notiert, was dem ganzen etwas Western-Feeling verpasst. Elmer Bernsteins Magnificent Seven (drei Jahre zuvor veröffentlicht) lassen grüßen. Ich weiß, klingt alles kompliziert, ist aber als Hörerlebnis super eingängig und, typisch für Barry, irgendwie auch ziemlich poppig... Das ganze zieht sich dann als Ostinato mit den stets selben beiden Akkorden (E- und H-Dur) durch ganze Stück und das war's eigentlich auch schon. In dieser Einfachheit liegt die Genialität. Aufgrund der drei oben beschrieben Elemente (zwei gegeneinander läufige Rhythmus-Sektionen und darüber die Melodie) bietet sich das 007 Theme aus meiner Sicht perfekt für eine Vierhand-Klavierbearbeitung an, was ich dann auch so mit einer ehemaligen Schülerin umgesetzt habe. Viel Spaß! LG Dustin
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Hallo zusammen, Jerry Goldsmith war eigentlich nicht unbedingt dafür bekannt, seine Scores im Sinne der Leitmotiv-Technik zu komponieren. Für das Mittelalter-Adventure „Lionheart“ von 1987 machte er allerdings eine Ausnahme und lieferte ein symphonisches, fast wagnerianisches Feuerwerk ab, das vor farbenfrohen Motiven und Themen nur so strotzt. Aus diesem Score stammt auch eines meiner absoluten Lieblingsstücke; nicht nur im Genre Filmmusik, sondern generell: der Cue „King Richard“, der zum Abschluss des Films über den End Credits läuft. Das Grundmotiv – Quint aufwärts, gr. Sekund abwärts – durchzieht den gesamten Score und bildet auch die Keimzelle für dieses Stück. Faszinierend finde ich die melodische Prägnanz, da das 16-taktige Hauptthema hier insgesamt dreimal wiederholt wird und durch mehrere geschickt platzierte Modulationen (Bb => Ab => Eb => D => Eb) trotzdem interessant und frisch gehalten wird ohne viel dekoratives Beiwerk. Da ich nirgendwo eine Klavierfassung gefunden habe, musste ich selbst ran. Wie den meisten auffallen dürfte spiele ich als kurze Intro die ebenfalls von Goldsmith komponierte Universel-Studios-Fanfare... sowohl Tonart (Es-Dur) als auch musikalischer Gestus (Quarten und Quinten als die zentralen Intervalle) haben einfach gut gepasst... einen inhaltlichen Bezug gibt es natürlich nicht. Der Film wurde von Orion Pictures produziert. Viel Spaß!
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