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Dunge_Onmaster

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  1. Und mit knapp zweieinhalb Stunden zumindest quantitativ bestens ausgestattet... Die oben verlinkte Suite, die er scheinbar nur für die diesjährige Comic-Con arrangiert hat, fehlt allerdings, was ich persönlich sehr enttäuschend finde. Wäre für mich DAS Highlight des Albums gewesen.
  2. Ich schätze, die paar Takte Bombastchor an Anfang und Ende stammen aus Shores Main Theme. Viel interessanter finde ich allerdings McCrearys energiegeladenes Konzertarrangement seiner beiden Charakter-Themen, vor allem im Falle von Galadriel mit diesem marschartigen Streicher-Ostinato zu Beginn: starkes Thema mit großem Wiedererkennungswert, das Lust auf mehr macht. Wobei die zumindest in der zweiten Hälfte etwas prätentiöse Sologeige schon unangenehme Assoziationen an Zimmer-Konzerte auslöst und schon fast ein bisschen nervt, wenn sie – musikalisch sinnlos – gegen das ganze Orchester anzuspielen versucht. Aber das war als Showeffekt vermutlich Vorgabe von ganz oben. Immerhin ist die gute Dame hier etwas weniger leicht bekleidet als sonst bei solchen Anlässen. Ob das jetzt besser oder schlechter ist, muss jeder selbst entscheiden...
  3. Ganz ehrlich, find ich gar nicht. War auch erst skeptisch, aber McCreary schafft es immer wieder (zuletzt auch bei He-Man), sich mit musikalisch geschickten Kniffen über die in diesem Genre leider sehr von stupide stampfender Trailermusik geprägten Klischees hinwegzusetzen und trotzdem noch den vermutlich wenig inspirierten Erwartungen der Produktionsleitung zu genügen: Im Falle von "Galadriel" mit einem wirklich starken, abwechslungsreich harmonisierten Thema und bei "Sauron" u. a. durch eine komplexe, weil ständig in der Betonung wechselnde 7/8-Figur. So einen Spagat muss man erstmal hinbekommen. Das ist für mich mehr als Zimmer, Holkenborg und Bergersen selbst im Dreierpack je zustande bringen könnten.
  4. Gestern eingetrudelt: Zwei stilistisch ziemlich abwechslungsreiche Compilation-Alben aus dem Hause Dragon's Domain Records. Die Joel Goldsmith Collection Vol. 2 konzentriert auf drei weniger bekannte B-Produktionen aus den späteren 90ern. Bis auf einige wenige drüber gemischte Session-Musiker sind Stealth Fighter (hier leider nur das Main Theme, da der Rest des Scores von Alex Wilkinson geschrieben wurde) und Rattled vollsynthetisch. Ist nicht jedermanns Sache, aber da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie viel Herzblut man als Komponist in die samplebasierte Realisierung seiner Musik stecken muss, um ein solch überzeugendes Ergebnis zu bekommen, höre ich hin und wieder auch sehr gerne mehr oder weniger reine Synthie-Scores. Highlight des Albums sind aber definitiv die Ausschnitte aus Joels Musik für die kurzlebige TV-Serie Hawkeye. Hier stand ihm ein mittelgroßes Session-Orchester mit vielen für das Indianer-Setting typischen Ethno-Zusätzen zur Verfügung. Das verspielt-synkopische Main Theme schimmert in den meisten Cues immer wieder mal in interessanten neuen Instrumentierungen durch und gibt dem Ganzen einen roten Faden. TV-Musik auf höchstem Niveau! Schade eigentlich, dass sich die Produzenten für dieses Release sich nicht einfach auf Hawkeye fokussiert und stattdessen nur gut 17 Minuten auf die CD gepresst haben. Hier hätte ich gerne mehr gehört. Bruce Broughtons The Boy Who Could Fly beinhaltet hauptsächlich die Neuaufnahme seines hier wohl nur allzu gut bekannten Scores aus demselben Jahr des Film-Release' (1986) mit der Sinfonia of London. Tolle, herzerwärmende Musik mit einem Touch des für Broughton typischen verspieltem Hollywood-Heroismus' (s. "In the Air"). Als Gimmick – und um das Album voll zu bekommen – wurden noch einige weitere Neueinspielungen (teilweise live) zu berühmten Broughton-Themes quer durch seine Karriere dazu gepackt. Dabei handelt es sich nicht um extra für dieses Album erstellte Neuaufnahmen, sondern um von Dragon's Domain scheinbar relativ willkürlich kompilierte aus den letzten 10-20 Jahren. Bis auf die in "We'll Be Back" (Silverado) ein bisschen strauchelnden Trompeten des Midland Odessa Symphony Orchestras (zugegeben: live unfassbar schwere Figuren in dieser Tonhöhe) tolle Arrangements und Interpretationen; in Track 11 sogar mit Bruce selbst am Klavier.
  5. Momentan definitiv kein Einzelfall. War bei mir ziemlich genauso: Joel Goldsmith Collection Vol. 2 zusammen mit Broughtons Boy Who Could Fly am 09. April bestellt und erstmal absolut gar nichts gehört von Buysoundtrax außer der Bestätigung über den Zahlungseingang. Hatte das Päckchen schon abgeschrieben, weil ich dachte, es wär verloren auf halber Strecke gegangen oder mal wieder beim Zoll gelandet wie letztes Jahr gleich zweimal passiert. Ein Grund, warum ich es seitdem, wenn irgendwie möglich, tunlichst vermeide, aus dem Nicht-EU-Ausland zu bestellen. Gestern (25.05.) kamen die CDs dann aber doch noch völlig überraschend an und entgegen meiner Erwartung auch ohne nachzuzahlende Zollgebühren. Dafür aber mal wieder mit teilweise zerbrochenem Case. Ist ja heutzutage schon fast ein Standard-Feature.
  6. Diese alternierenden Taktwechsel im Action-Scoring speziell der 80er und 90er haben's mir irgendwie angetan. Kann mich daran nicht satt hören... Ein einfallsloses 5/4-Gedröhne à la Dark Knight Rises klingt schon nach einigen Takten ausgelutscht und erschreckend vorhersehbar. Die eben nicht ganz regelmäßigen, leicht stockenden, aber trotzdem immer noch klar fokussierten Betonungen vom Capricorn-Main-Title halten das Metrum auch über mehrere Minuten frisch. Goldsmith hat für diese Art der Rhythmisierung in den späten 70ern/frühen 80ern die Blaupause geliefert, was dann zweifellos auch Inspiration war Poledouris' berühmtes Mixed-Meter-Ostinato in "Anvil of Crom": konstanter Wechsel von 12/8 und 10/8, prominente Pauken-Akzente, ausgehaltene Oktav-Parallelen im Blech etc. Die Grundidee dafür ist aber in jedem Falle ganz klar auf niemand Geringeren als Igor Stranwinsky zurückzuführen (Le sacre du printemps, Oedipus Rex etc.). Wenn auch da meist einfach viel zu komplex, als dass die ausgeklügelte Struktur vom Rezipienten beim alleinigen Hören direkt erfasst werden könnte; mir eingeschlossen. Filmmusik ist im Vergleich zu Konzert-Musik strukturell viel "griffiger"... Das macht für mich insbesondere bei solchen Sachen hier den Reiz aus.
  7. Echt interessant! Vielen Dank für's Notieren und Teilen, Sebastian.
  8. Grundsätzlich ein wirklich tolles Projekt, auch wenn beide Scores leider viel zu viele viel zu kurze Cues beinhalten, die sich musikalisch dadurch praktisch gar nicht entfalten können. Da stellt sich wirklich die Frage, ob es für eine Albenzusammenstellung nicht sinnvoller wäre, sich etwas vom chronologischen Filmschnitt zu entfernen und zumindest die kürzesten Stücke zusammenzuschneiden oder besser noch im Falle einer Neuaufnahme – wie eben hier der Fall – Mini-Cues schon im Arrangement miteinander zu koppeln; z. B. über ausgehaltene Flächen in den Bässen/Celli, Becken-/Trommelwirbel etc. Die dadurch gewonnene Zeit auf dem Album beziehungsweise während der Sessions hätten man dann nutzen können, um etwa für The Man eine kleine Konzert-Suite der wichtigsten Themen möglicherweise inklusive Violinen, die ja von Goldsmith (bewusst) ausgespart wurden, als Bonustrack draufzupacken. Hätte ich interessanter gefunden als die ganzen "authentischen" Mini-Cues, die ich mir bestenfalls einmal anhören werde. Höhepunkt ist für mich eindeutig das für Goldsmith später stilbildend gewordene rhythmisch äußerst komplexe und für die Zeit (1957!!) überraschend aggressive Ostinato in "The Fight" aus The Black Patch. Eindrucksvoll ist auch das leicht irisch angehauchte, elegische Liebesthema, das sich in "Love Reunited" mit viel Harfeneinsatz voll entfaltet. Generell klingt Patch bemerkenswert modern und wüsste ich es nicht besser, hätte ich den Score beim ersten Hören eher in den späten 70ern eingeordnet. Jerry war seiner Zeit also schon zum Start seiner Karriere meilenweit voraus... Klare Empfehlung, nicht nur für Goldsmith-Fanboys!
  9. Zugegeben: interessante Sachen dabei, aber es wäre schön, wenn Sie das von Anfang an auch einfach als separaten Download ohne quasi erzwungene CD-Bestellung anbieten würden. Durch die neuen Zoll-Bestimmungen (und den Brexit) musste ich schon öfter deutlich draufzahlen, obwohl mir die Plastikhülle im Regel, deren Inhalt ich heutzutage bestenfalls noch als Frisbee verwenden würde, ziemlich schnuppe ist.
  10. Da ich über PM nach Noten gefragt wurde: Hal Leonard hat mein Arrangement lizenziert und bietet es jetzt über Sheetmusic Direct an. https://www.sheetmusicdirect.com/en-US/se/ID_No/686157/Product.aspx Sorry, auf den Preis hatte ich leider keinen Einfluss. Hätte es am liebsten ähnlich wie bei Bandcamp mit "name your price" eingestellt. Wie auch immer, vielleicht will sich ja mal der ein oder andere dran versuchen.
  11. Wäre schön, wenn sie den Score wenigstens digital (also als Download, Streaming bring mir nichts) veröffentlichen würden. Letztlich geht es mir um die Musik, nicht den physischen Datenträger. Wenn ich wirklich was auf CD brauche, brenn ich es mir.
  12. Danke für's Teilen und freut mich echt sehr, dass es sich eurer Einschätzung nach auch natürlich anhört. Das war mir tatsächlich sehr wichtig.
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