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Dunge_Onmaster

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Über Dunge_Onmaster

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    Male
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    Wuppertal

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  • Lieblingskomponist
    Jerry Goldsmith, Alan Silvestri, Michael Hoenig
  • Anzahl Soundtracks & Scores
    500+ (aber auch inkl. verschiedenster Game-Scores)

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  1. Gab vom Dlf vor ein paar Tagen übrigens einen kurzen, aber schönen Radio-Beitrag zu Jerrys Score: https://www.deutschlandfunkkultur.de/wiederentdeckte-filmmusik-zu-the-public-eye-der-soundtrack.2177.de.html?dram:article_id=500386 Hin und wieder schafft es das Genre Filmmusik dann doch auch noch, jenseits von Williams und Zimmer zur Oberfläche öffentlich-rechtlicher Feuilletons aufzutauchen.
  2. Mir gefällt das Album sehr gut und es unterscheidet sich für mich jedenfalls trotz derselben motivischen Grundlage auch signifikant von The Vanishing. Eine Jazz-Färbung ist zwar omnipräsent, aber interessanterweise anders als in seinen früheren 60er- und 70er-Crime-Scores eher unterschwellig, subtil brodelnd über die reduzierte Instrumentierung (Streicher, Solo-Holz, Klavier, drumsethafte Percussion und ganz ohne Blech), ternäre, synkopierte Rhythmik (oft mit binären, synthbetonten Passagen abwechselnd, vgl. Cue "After Hours") und hier und da mal eine angedeutete Blues-Skala in der Klarinette. Was hier bewusst fehlt, ist die für Jazz typische von Funktionstönen (Septen, Nonen etc.) triefende Harmonik zugunsten einer, ich nenn es mal, eher Score-typischen klassisch geprägten Harmonik vor allem im Raum c-Moll. Das Ergebnis ist ein für mich wunderbar mysteriös-düsterer Lounge-Sound, der die für das Genre Gangster-Crime obligatorische Coolness durch einen einzigartigen Mix aus klassischer Harmonik gewürzt mit einer wohldosierten Prise Jazz anreichert. Als Goldsmithsches Markenzeichen dürfen etwaige Mix-Meter-Passagen (4/4 + 7/8) und Synth-Effekte in eher spannungsgetriebenen Cues (z. B. "New Evidence") natürlich nicht fehlen. Das Hörerlebnis ist schon aufgrund der in jedem Cue verarbeiteten beiden Grund-Motive ziemlich homegen, was ich grundsätzlich für Hintergrundmusik z. B. zum Lesen/Arbeiten etc. nicht als Manko empfinde.
  3. Wird mir so mit Public Eye gehen. Laut USPS-Sendungsverfolgung bereits "zugeliefert" in Köln, obwohl ich da nicht wohne. Ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit beim zuständigen Zollamt gelandet. Da ich es nicht einsehe, zur "Verzollung" (d.h. höchstwahrscheinlich nur Abgabe der 2–3 Euro Einfuhrumsatzsteuer => Sachwert < 150 € = zollfrei) nach Köln-Wahn zu fahren, werd ich auch nochmal 28,50 € "Service"-Gebühr an DHL abdrücken müssen. Ne wirklich Leute, das war DEFINITIV das letzte Mal, dass ich eine CD im Nicht-EU-Ausland bestellt habe. Vermutlich auch das letzte Mal, dass ich irgendetwas anderes außerhalb der EU ohne entsprechende shopeigene Lieferverträge bestellt habe. Hatte dieselbe Situation vor einigen Wochen mit einem sehr speziellen Dell-Netzteil über Ebay. Letztlich stärkt man damit nur Marktriesen wie Amazon (selbst die Ebay-Verkäufer aus UK und US werden extreme Einbrüche verzeichnen) und natürlich auch den (illegalen) Download-Sektor. Gute Nacht.
  4. Also ich zieh da nicht mehr mit und viele andere auch nicht. Digital zu einem moderaten Preis wären solche Kurz-Alben absolut in Ordnung und ich würde auf jeden Fall zulangen. Aber als nicht mal zur Hälfte bespielter physischer Datenträger (plus lange Lieferzeit und jedesmal das Zoll-Risiko) kann mir sowas gestohlen bleiben. Denke nicht, dass sich diese undankbare Veröffentlichungspolitik auf lange Sicht für Intrada rentieren wird. So hält man seine Leute nicht bei der Stange.
  5. Definitiv, gerade diese Bemühungen wollte ich auch keinesfalls klein reden. Allerdings irritiert Intradas sehr spartanische Albumlänge in letzter Zeit dann doch ein wenig: Shamus und The Public Eye hätten wunderbar auf einer CD kombiniert werden können (schon aufgrund der direkt hintereinander liegenden Veröffentlichungszeitpunkte und auch stilistisch sind beide nicht allzu weit voneinander entfernt). Philip ist selbst passionierter Filmmusik-Fan und hat unglaublich viel Herzblut in sein Label gesteckt. Eine Schande, dass sich die Kleinen heutzutage kaum mehr halten können. Das senkt letztlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass großartige Scores obskurer B- bis C-Produktionen (wie hier im Falle dieser vier australischen TV-Cartoons) überhaupt jemals ausgekramt und der Öffentlichkeit in angemessener Qualität zugänglich gemacht werden.
  6. Die Leute hier scheinen wohl mehr an der x-ten Auflage eines Goldsmith-Scores interessiert zu sein, den jeder seit Jahrzehnten in der Sammlung hat, nur um ein paar wenige Minuten (teils Sekunden) neues Material zu bekommen als an musikalisch ebenso hochwertiger, bisher unveröffentlichter Filmmusik weniger bekannter Komponisten... Und das sage ich als glühender Goldsmith-Akolyt. Es mangelt hier und in anderen einschlägig bekannten Boards scheinbar am Willen, sich auf Neues einzulassen.
  7. Jetzt wo ich das Cover sehe, wundert es mich doch sehr, dass mir Mark Hamill in der Titelrolle gar nicht aufgefallen ist... Habe den Film 2018 zum ersten Mal gesehen und fand ihn gar nicht so übel. Man merkt allerdings deutlich, dass Schaffner mit mehr Budget geplant hatte und darunter vor allem das Production-Design sehr litt. Und auch beim Ensemble wurde leider an der absolut falschen Stelle gespart... Hm, so sehr ich den Score liebe und mich über neues Material freue, muss ich doch eingestehen, dass die Epic-Symphonic-Version definitiv die musikalisch besten Stücke des Scores enthält und insgesamt eine sehr runde Sache ist. Mir würde auf Anhieb jetzt nur "Bring Him Back" einfallen, das auf dieser Quasi-Compilation fehlt und ein wie ich finde ein schönes, ruhig-pastorales Arrangement des Richard-Themes zusammen mit der Fanfare liefert. Ansonsten fehlt dort nichts wirklich Substantielles.
  8. Vielen Dank für die Rückmeldung, Sebastian. Wenn ich mich nicht irre, hab ich damals sehr viele Rozsasche Sandalen- und Rüstungs-Scores gehört (King of Kings, El Cid, Ivanhoe etc.) und exponierte Quintparallelen hatten für mich schon immer einen ganz besonderen Charme, nicht nur für mittelalterliche Settings oder im Metal. Danke, ja das mit dem Klavier ist immer ein zweischneidiges Schwert. Für reine Klavierstücke komponier ich natürlich hauptsächlich am Instrument, aber für orchestrale Sachen kann das auch hinderlich sein, da man, wie du selbst sagst, eher zu gut "greifbarem" Material neigt, was den 1./2. Violinen im Divisi oder einer vierstimmigen Hörnergruppe natürlich herzlich egal ist. Trotzdem nutze ich das Klavier fast immer für die Basics, also Melodik und grundlegende Harmonik. Alles Weiteres entsteht dann aber im Notenprogramm. Während des Studiums war ich öfter gezwungen, mit Stift und Papier zu arbeiten, aber ich hab das immer irgendwie als Einschränkung empfunden, nicht nur weil strg+c nicht so gut funktioniert. Das Problem ist einfach, dass man sein Material nicht ohne größeren Aufwand bearbeiten und weiterverwenden kann. Skizzen in einem Notenprogramm lassen sich einfach als Midi oder Xml in einen Sequencer laden. Davon abgesehen hab ich eine recht ausgeprägte Sauklaue...
  9. Der Vollständigkeit halber und falls es nach all den Jahren (12 müssten es glaub ich sein... ) überhaupt noch jemanden interessiert: Ich habe es endlich geschafft, das etwas sperrige Original in ein etwas sanfteres, kleines Klavierstückchen zu transkribieren und einzuspielen. Vielleicht gefällt's ja dem ein oder anderen. Noten sowohl zur Partitur als auch zum Klavierarrangement sind verlinkt. LG Dustin
  10. Find ich schon sehr beeindruckend, mit was für einer Geschwindigkeit bei gleichzeitig (meist) hohen kompositorischen Standards in der Sparte gearbeitet wird. Wobei ich behaupten würde, dass vollbesetzte Action-Passagen in der reinen Kompositionsarbeit nicht notwendigerweise zeitaufwendiger sind als subtil abgestimmte, emotionale Cues in intimerer Besetzung. Vor allem nicht, wenn man digital copy-/pasten kann. Was mich sehr interessieren würde, ist,wie lang denn so die spätromantischen Vorreiter des symphonischen Hollywood-Sounds für vergleichbare Kompositionen gebraucht haben. Also Wagner beispielsweise für die Schlusstakte der Götterdämmerung.
  11. Tja, dann bin ich wohl einfach nur verdammt langsam... Ich brauche für Tutti-Passagen mindestens das Zehn- bis Zwanzigfache an Zeit. Aber es ist eben auch auch nicht mein täglich Brot.
  12. "So eine außergewöhnliche Arbeit ist es aber auch nicht 20-25 Minuten Musik für eine weitere Episode beizusteuern. " Du würdest dich wundern... Ich habe das früher auch total unterschätzt. Gerade die Orchestrierung frisst sehr viel Zeit, selbst MIT Notenprogramm. Klar, Broughton hat jahrzehntelange Erfahrung, aber mal eben nebenbei komponiert sich orchestrale Musik mit diesem Qualitätsstandard definitiv nicht.
  13. Ich bin ja bekanntermaßen nicht der größte Fanboy seines musikalischen Schaffens der letzten 20 Jahre, aber da kann ich ihm nur absolut beipflichten: Was zählt, ist in erster Linie die musikalische Vorstellungskraft und nicht so sehr die klangliche Umsetzung der daraus hervorgegangenen Ideen. Und für letztere sind Investitionen nun mal unumgänglich. Musik sollte nicht zu einem preis- und damit letztlich auch wertlosen Wegwerfprodukt verkommen. Dazu gehört eben auch, die Hersteller von Sample-Libraries und (deren) Studio-Musiker für ihre Arbeit zu bezahlen.
  14. Broughton ist fast 76 und eine Partitur für großes Orchester mit allen klangfarblichen und rhythmisch-harmonischen Nuancen (also nicht im "Stile" etwa Brian Tylers, wo das Holz durchgängig die Streicher doppelt) stellt tatsächlich eine Heidenarbeit dar. Vor allem wenn man selbst auch noch orchestriert; was wie ich finde schon Aufgabe des Komponisten selbst sein sollte. Deshalb auch allen Respekt an den Johnny, dass er für diese mit "Star Wars" betitelten Disney-Filmchen noch die Musik geschrieben hat.Williams ist nochmal 13 Jahre älter als Broughton und das verdient wirklich größte Anerkennung. Soweit ich weiß, notiert er nach wie vor ohne digitale Hilfsmittel (Notationsprogramme, DAW etc.). Das wird bei Broughton ähnlich sein.
  15. Ich nutze solche Limiter nicht gerne (gibt's ja auch als Plugins für alle gängigen Media-Player) und regel das lieber selbst etwa in Audacity mit dem Hüllkurven-Tool. So eine Art des Nach-Masterns ist schon ein bisschen Arbeit, aber letztlich ist mir die Musik das wert. Ich muss es pro Track ja auch nur einmal machen und hab die dann fest in verschiedenen Sammlungen (etwa sortiert nach "Sport", "Arbeit" etc.). Der zweite Punkt ist natürlich das angesprochene Zusammenschneiden. Für beides sind lokale Files unumgänglich. Aber klar, besagtes einschlägiges Online-Versandhaus ist aus Bequemlichkeitsgründen leider oft erste Wahl und eine schlechte Angewohnheit. Ich gelobe Besserung! Nicht nur aus Audio-Qualitätsgründen...
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