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Markus Metzler

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  1. Hallo Mike, ja, wir haben´s hier mit dem Essen. (-: Aber Vergleiche helfen manchmal ganz gut, wenn man etwas verdeutlichen will. Um bei dem Beispiel Essen zu bleiben: Mir persönlich ist es egal, ob ich in einem Luxusrestaurant bin oder in einem kleinen Dönerladen. Wenn ich merke, dass etwas mit dem Essen nicht stimmt, werde ich dies kommunizieren (sofern es sich nicht um eine Kleinigkeit handelt), ganz egal wo ich mich befinde. Dass Quartet Records ein kleines Label ist, ist mir klar und ich möchte ihm auf keinen Fall schaden. Zudem hat mir Quartet Records schon sehr viel Freude mit anderen Veröffentlichungen bereitet und auch wegen dem Aufwand und dem Risiko, die sie mit den beiden Herrmann-Einspielungen eingegangen sind, bin ich dem Label sehr dankbar. Man sieht ja, dass sie alles gut machen wollten (echter Moog, professionelle Sängerin, etc.), das alles bedeutet für mich jedoch nicht, dass ich meine Enttäuschung über das Resultat nicht kommunizieren darf. ZITAT: Stell Dir vor, Du hast den ganzen Tag in der Küche gestanden und Deinen Gästen ein üppiges Essen bereitet und dann fängt einer am Tisch an, ausführlich in Breitwand darzulegen, welche Fehler Du bei der Zubereitung gemacht hast. Ich denke, das würde auch Dir dreist und respektlos vorkommen ZITAT-ENDE Wenn ich diesen Vergleich auf Quartet Records anwende, dann müsste dieses Label für die Liebhaber von Bernard Herrmanns Musik die Musik irgendwo online stellen (z.B. auf YouTube). Das machen ja auch zahlreiche Musikliebhaber und auch Musiker, die Videos oder Aufnahmen ins Internet posten, in denen man sieht, wie sie die betreffende Musik aufführen. Hier geht es tatsächlich darum die Musik mit anderen zu teilen und das würde dem entsprechen, wenn ich andere bekoche, um ihnen eine Freude zu machen. Oft sind die Darbietungen dieser Musik auf YouTube nicht gut und fehlerhaft, aber es wäre albern sich darüber auszulassen, denn hier zählt ja lediglich die GESTE etwas mit anderen zu teilen, das einem selbst Freude bereitet. Genauso ist es, wenn mir ein kleines Kind ein Bild malt, dann freue ich mich sehr darüber, ganz egal, ob das Bild nun schön geworden ist oder nicht. Jemand hat auf YouTube sogar die komplette Musik zu „Endless Night“ per MIDI aufgenommen, da sind aber so viele Fehler drin, dass ich mir das nicht anhören konnte. Dennoch finde ich das okay, wenn jemand seine Musik mit anderen teilen möchte, dann kann sie auch fehlerhaft sein, denn es zählt die Geste. Wenn ich also von jemandem bekocht werde und das Essen ist nicht ganz so gut, freue ich mich allein deswegen darüber, dass jemand sich die Mühe gemacht hat, mir Essen zu kochen. Etwas anderes ist es jedoch, wenn ich Essen kommerziell anbiete, zum Beispiel als Catering-Service. Und indem Quartet-Records die Einspielung von „Endless Night“ offiziell auf den Markt gebracht hat, so dass sie jeder kaufen kann, ist das für mich so, als würde ich bei einem Catering-Service Essen ordern – um wieder einmal beim Vergleich mit dem Essen zu bleiben. Wenn dann das Essen fehlerhaft ist (z.B. Schweinebraten statt Rinderbraten, beim Salat fehlt Essig und Öl, die Kartoffeln sind versalzen etc.) dann nehme ich mir das Recht heraus dies auch zu kommunizieren. Die „Endless Night“-Einspielung wurde kommerziell auf den Markt gebracht und ich denke, dass die Verantwortlichen damit davon ausgehen müssen, dass man sich darüber äußert; und unter Umständen dann auch so, dass es nicht ihren Erwartungen entspricht. Sie haben mit ihrer kommerziellen Veröffentlichung auch dahingehend die Verantwortung, dass damit weitere Veröffentlichungen des gleichen Scores weniger wahrscheinlich werden; wenn ich also stillschweigend über Fehler hinweg sehe habe ich die Befürchtung, dass weitere Veröffentlichungen ähnlich fehlerhaft werden könnten. Viele Grüße, Markus
  2. ZITAT:Ich hätte auch ein paar Fragen, an Markus: Was hat Dich eigentlich bewogen, die Neueinspielung so penibel auf Fehler anhand der Partitur zu überprüfen? Hattest Du da einen Anfangsverdacht? Was war die Motivation?ZITAT-ENDE Ich hatte bereits bei der Veröffentlichung von „Bride wore black“ geschrieben, dass ich keine Freude an dieser CD-Einspielung habe, da sie dazu für mich zu fehlerhaft ist und habe daraufhin eine Kritik verfasst, die allerdings wesentlich kürzer war. Daraufhin gab es Unterstellungen („Du schreibst das nur als Reaktion darauf, weil dich QR nicht mit ins Boot geholt hat“ und ähnliches). Da meine Kritik nicht auf einer sachlichen Ebene diskutiert wurde sondern man statt dessen emotional darauf reagierte befürchtete ich, dass die Neueinspielung von „Endless Night“ mich in ähnlicher Weise enttäuschen würde (denn wenn nachweisliche Kritikpunkte nicht ernst genommen werden, ändert sich nichts), hoffte aber auf das Beste. Leider war aber diese Einspielung genauso fehlerhaft (mit „fehlerhaft“ meine ich keinesfalls die Interpretation, denn die ist bei „Endless Night“ okay, ich meine Dinge wie falsche Noten, falsche Instrumente, fehlende Instrumente [in solistischen Stellen] etc.). Um nun nicht wieder als „Miesepeter“ oder „Spielverderber“ dazustehen, beschloss ich diesmal meine Kritik möglichst genau zu machen, so dass jeder der dies möchte überprüfen kann, ob meine Behauptungen stimmen oder nicht. Ich kann nachvollziehen, dass man meine Kritik als penibel und überzogen bezeichnet, denn ich war hinterher selbst über den Umfang überrascht. Ich hatte aber bereits schon an anderer Stelle die Überlegung angestellt woran es liegen kann, dass eine auf Rechtschreibfehler korrigierte Seite vollkommen rot ist, vor lauter Korrekturen. Liegt das an dem Lektor, der mit seinen Korrekturen übertrieben hat, oder liegt das an demjenigen, der die ganzen Fehler gemacht hat? Meine Kritik an der Einspielung zu „Endless Night“ wird leider meistens auch aus einer falschen Perspektive gesehen, nämlich der, dass ich darauf aus bin Quartet Records zu schaden, oder dass ich neidisch auf den Dirigenten bin etc. Wie soll ich aber sachlich begründen weshalb ich keinen Gefallen an dieser Aufnahme finden kann, ohne dass es zu solchen Unterstellungen kommt? Wahrscheinlich nur, indem ich mich gar nicht äußere und es der allgemeinen Mehrheit überlasse sich zu äußern, welche diese Aufnahme gut findet. Ich finde es aber wichtig, dass ALLE Auffassungen Gehör finden, auch solche, die nicht dem allgemeinen Stimmungsbild entsprechen. Mir liegt nichts daran das Team von Quartet Records schlecht zu machen, so hätte ich auch jede andere Aufnahme kritisiert, die derart viele Fehler enthält; mir geht es lediglich um die Musik. Wenn eine Aufnahme nachweislich Fehler enthält und dies kaum jemanden stört, besteht die Gefahr, dass auch in Zukunft Fehler gemacht werden, die vermieden werden hätten können. ZITAT:Und die zweite Frage: Wenn Du die Partitur nicht gehabt hättest, wären Dir die Fehler auch aufgefallen (z.B. weil es falsch klingt)? Anders, ketzerisch und sicher überzogen gefragt: "Sind die meisten Fehler nicht vernachlässigbar, solange das Endergebnis immer noch musikalisch Sinn macht, auch wenn es nicht die exakten Noten Herrmanns sind?ZITAT-ENDE Ich bin mir sicher, dass die meisten Leute einfach deswegen die Fehler nicht hören, weil sie keinen (guten) Vergleich haben. Wenn es bei einem bekannten Musikstück plötzlich Fehler gibt, fällt das viel eher auf. Von der Musik zu „Endless Night“ gibt es aber leider nur diese eine Aufnahme und den originalen Soundtrack, der aber nur zusammen mit dem Film zu hören ist, also mit Geräuschen und Dialog, weshalb man ihn stellenweise nicht so gut hören kann. Bei meiner Kritik bin ich NICHT so vorgegangen, dass ich Note für Note in Herrmanns Original mit der Neueinspielung verglichen habe, dies wäre viel zu viel Aufwand gewesen, sondern ich habe mich auf die Stellen konzentriert, die mir beim Hören der Neueinspielung aufgefallen- oder verdächtig erschienen sind. Da gab es Stellen, bei denen mir sofort klar war, dass die nicht stimmen können, und es gab andere Stellen, die sich komisch anhörten, so dass ich dann nochmals in der Partitur nachgeschaut hatte, ob es sich dabei um einen Fehler gehandelt hat. Insofern sind mir diese Stellen schon aufgefallen. Es ist eine gute Frage, inwieweit Fehler zu vernachlässigen sind, wenn sie nicht auffallen. Ich hatte dazu ja schon einmal einen Vergleich gemacht: Ist es okay, wenn Leute in einem Restaurant Fertigessen serviert bekommen, solange diese es nicht merken? Ich kann was eine fehlerlose Aufnahme anbelangt natürlich nur von mir ausgehen, das mag jeder anders sehen: Als beruflicher Musiker und Musikliebhaber der zahlreiche Tonträger besitzt habe ich an die Aufnahmen von Bernard Herrmanns Musik den gleichen Anspruch, wie er für die anderen Aufnahmen im klassischen Repertoire gilt. Dort ist es Standard, dass sich Kritik immer nur auf die Interpretation bezieht, weil die Aufnahmen (was die korrekte Wiedergabe anbelangt) fehlerlos sind. Dort kommt es äußerst selten vor (und meistens bei Aufzeichnungen von Live-Konzerten), dass sich Fehler einschleichen. Ich könnte Fehler in den beiden Herrmann-Einspielungen von Quartet-Records „verschmerzen“, wenn es sich um Ausnahmen handelt, bei diesen Einspielungen ist es aber leider die Regel, dass Fehler vorkommen. Wer diese Äußerung als überzogen betrachtet, den bitte ich meine Rezension zu lesen. Ich für mich selbst gesprochen erwarte, dass Aufnahmen von sinfonischer Filmmusik (und generell von sämtlicher Musik) fehlerlos sind, sofern es sich um vermeidbare Fehler handelt. Dies war auch bei den Einspielungen von Filmmusik, die ich kenne, bisher der Fall gewesen und es gab für mich nie einen Grund eine längere Kritik zu schreiben. Es kam immer mal vor, dass ein Ton unsauber gespielt wurde oder falsch war, aber dies war für mich immer noch im Toleranzbereich. Quartet Records hat aber mit den beiden Herrmann-Einspielungen neue „Maßstäbe“ gesetzt, was das Spielen von falschen Noten, Akkorden Instrumenten etc. betrifft und es macht mir Angst, dass dies die meisten Leute nicht nur nicht merken oder sich nicht daran stören, sondern dass die anderen Leute, die auf diese zahlreichen Fehler in der Aufnahme hinweisen, als „Nerd“, „Wichtigtuer“ oder „Spinner“ dargestellt werden. Ich bin nicht nur im musikalischen Bereich tätig, sondern ich liebe Musik und habe ein tiefes Bedürfnis nach Musik (es tut mir geradezu körperlich weh, wegen des Lockdowns nicht in ein Konzert gehen zu können), daher habe ich auch einen gewissen Qualitätsanspruch und ich hoffe sehr, dass es auch in Zukunft Neueinspielungen von Filmmusik geben wird, die eine ähnliche Qualität haben, wie dies Leute wie William Stromberg, Charles Gerhardt, Bruce Broughton etc. in der Vergangenheit gezeigt haben. ZITAT: Bei Filmmusik ist es mit der Exaktheit ja ohnehin so eine Sache: Manchmal gibt es bei den Einspielungen ja Last-Minute-Änderungen, die gar nicht in der Partitur stehen, so dass Filmverson und Partitur auseinanderlaufen. Bei Herrmann vielleicht weniger, ansonsten sind aber viele solcher Beispiele überliefert.ZITAT-ENDE Klar, nicht immer sind die Vorlagen so klar 1:1 auf eine Aufnahme übertragbar, wie das bei Herrmann der Fall ist. Oft muss man Kompromisse machen und selbst bei Herrmann kann man darüber streiten ob Takte, die für den originalen Soundtrack gestrichen worden sind, auch in einer Neueinspielung gestrichen werden sollen. Diesbezüglich gibt es kein richtig oder falsch.
  3. Ich weiß nicht, was damit gemeint wird, wenn man von einem Manuskript spricht; bei dem was ich habe handelt es sich um eine originale Kopie von Herrmanns handschriftlicher Partitur, die ihm selbst als Grundlage für seine Einspielung gedient hat. Deswegen gehe ich einmal sehr stark davon aus, dass auch Quartet Records für die Einspielung auf diese Partitur zurück gegriffen hat (auf was sollten sie auch sonst zurück greifen). Möglicherweise wurden mehrere Kopien von dieser Partitur angefertigt, wobei dann versehentlich der "Farewell-Track" mit kopiert wurde, was die Partitur selbst anbelangt, gibt es da sicher nur diese eine Fassung. Im Booklet wird auch geschrieben, dass es eine "Score-Reconstruction" gegeben habe; dabei ist sicher das Abschreiben des Scores mit einem Notationsprogramm gemeint, denn rekonstruieren muss man bei "Endless Night" überhaupt nichts, da die originale Partitur komplett vorliegt. Herrmann war schlau genug seine Filmpartituren nach den jeweiligen Einspielungen sofort an sich zu nehmen und nicht dem Studio zu überlassen, deswegen sind sie auch (bis auf ganz wenige Ausnahmen) alle erhalten.
  4. Zitat: Nehmen wir doch mal eine so auf mehreren Ebenen mißglückte Einspielung wie Intradas SPELLBOUND. Bist Du oder Bill Wrobel da etwa mit der Rozsa-Originalpartitur zur Hand dahergekommen und habt Ihr Euch da in der Art penibelst mokiert wie es jetzt bei ENDLESS NIGHT oder davor schon bei BRIDE WORE BLACK der Fall war? ZITAT-ENDE Ich selbst bin auch kein Fan der Spellbound-Aufnahme, aber meine Kritik dazu wäre überwiegend auf die Interpretation bezogen und was die betrifft ist das in erster Linie eigene Meinung, während es sich bei meiner Rezension überwiegend um Fakten handelt. Wären diese ganzen Fehler nicht, wäre die Interpretation sogar gut; ich würde hier und da vielleicht noch einige Tempoanweisungen von Herrmann befolgen (rallentandi etc.) aber ansonsten wäre das eine schöne Aufnahme geworden. Deswegen ist es ja so schade, dass die ganzen Fehler bei der Aufnahme nicht bemerkt worden sind. Ich habe kein Problem damit, wenn man sich als Hörer nicht an diesen Fehlern stört oder diese nicht wahrnimmt. Ich bin mir aber sicher: Würde diese Einspielung nach den gleichen Gesichtspunkten beurteilt werden, wie dies mit Aufnahmen klassischer Musik getan wird, dann würde diese Aufnahme ziemlich schlecht abschneiden. Bernard Herrmann selbst machte ja keinen Unterschied zwischen seiner Film- und Konzertmusik und ich bin sicher, dass er die Einspielung seiner Musik unter den gleichen strengen Gesichtspunkten gesehen hätte, dafür gibt es ja genug Beispiele in seiner Biografie, die zeigen, wie viel Wert er auf die korrekte Wiedergabe von Musik legte. Er selbst war als Dirigent kein Perfektionist und er lies hier und da auch mal einen Kiekser durchgehen, ich kann mich aber nicht erinnern unter seinem Dirigat falsche Noten gehört zu haben. Ehrlichkeit war ihm immer wichtiger als Höflichkeit, weswegen er viele Menschen vor den Kopf gestoßen hat und ich kann mir seine Reaktion gut vorstellen, wenn man ihm die CD mit seiner Musik von "Endless Night" vorgespielt hätte... Ich habe nicht gezählt wie viele Musikaufnahmen ich besitze, sicher sind es über tausend Einspielungen, jedoch handelt es sich bei der Einspielung von "Bride Wore Black" und "Endless Night" um die Einspielungen, die mit Abstand die meisten Fehler haben (und noch einmal, damit meine ich NICHT die Interpretation, sondern Fehler, bei denen es sich um Tatsachen handelt). Ich habe in meiner CD-Sammlung auch viele Einspielungen, die mir nicht gefallen, dies liegt in erster Linie aber daran, dass mir die Interpretation (Tempowahl, Dynamik, Spielweise etc.) nicht gefällt, was aber das Spielen von falschen Noten, Auslassen von wichtigen Instrumenten, falschen Rhythmen, falschen Instrumenten usw. anbelangt, kenne ich nur die beiden Herrmann-Einspielungen, die derart fehlerhaft sind. Sonst hätte ich mich zu anderen Aufnahmen in ähnlicher Weise geäußert! Ich weiß, dass ich mich mit diesen Äußerungen bei vielen unbeliebt mache, aber wer meint ich würde hier Blödsinn schreiben, den bitte ich meine Kritik zu lesen. Sollte er dort etwas finden, was nicht den Tatsachen entspricht, dann kann er dies gerne hier posten. Denn über die Fakten dieser Aufnahme an sich zu sprechen finde ich viel sinnvoller, als sich über Sachen zu äußern, welche lediglich Auffassungssachen sind. Ist es nun "kleinkariert" in meiner Kritik auf die Fehler hinzuweisen, ist Ansichtssache, bin ich ein Nerd oder Wichtigtuer, weil ich die Aufnahme nicht günstig bespreche ohne selbst etwas besseres präsentieren zu können, ist Ansichtssache, kann man sich über die neue CD erfreuen, auch wenn sie Fehler enthält, ist Ansichtssache etc.... Über all diese Punkte habe ich mich nun ausführlich geäußert und sehe eigentlich keine Notwendigkeit mehr dies weiter zu tun, weil ich mich dann im Kreis drehen würde. Die einen denken so, die anderen so... Deswegen möchte ich mich hier in Zukunft lieber zu Dingen äußern, bei denen es etwas bringt, sich darüber auszutauschen. Wir alle haben unsere Standpunkte und dieses Forum hat nicht den Zweck andere zu missionieren.
  5. Vielen lieben Dank für die Antworten! Stefan, zu einigen deinen Anmerkungen möchte ich mich noch äußern. Die finde ich übrigens alle sehr gut, weil man sich darüber austauschen kann (auch weil sie die Musik oder Einspielung an sich betreffen.) ZITAT: Es mag durchaus sein, daß sich der Kopist vertan und stattdessen ein "solo" gelesen hat, aber trotzdem hört sich die Einspielung nach wie vor einwandfrei nach Herrmann an. ZITAT-ENDE Klar klingt es trotzdem nach Herrmann. Wenn die Restauration des Films „Vertigo“ bewirkt hätte, dass der Wagen von Madeline plötzlich dunkelblau statt olivegrün ist, könnte man dann trotzdem noch erkennen dass es „Vertigo“ ist, genauso würde man auch „Mona Lisa“ mit blonden Haaren noch als „Mona Lisa“ identifizieren können. ZITAT: Die Frage ist, ob man es in diesem vehementen Ausmaß machen muß, wie es Du und noch mehr Bill Wrobel getan haben. ZITAT-ENDE Da gibt es womöglich kein „richtig“ oder „falsch“, denn das kommt auf den Einzelnen an. Mich selbst stören diese Fehler sehr, deswegen bitte ich, dass man es respektiert, wenn ich mich darüber äußere. Ich respektiere aber auch, wenn es andere gibt, die sich nicht so an diesen Fehlern stören und sich an der Einspielung erfreuen können. Wahrscheinlich klafft die Schere inwieweit man sich an Fehlern stört deswegen so weit auseinander, weil Filmmusik ein breites Spektrum an Interessenten erfasst: Da gibt es einmal ganz normale Musikliebhaber, denen die Fehler vielleicht nicht egal sind, die aber dennoch Freude an der Musik haben. Dann gibt es Musiker, die an eine Aufnahme von Filmmusik den gleichen Anspruch haben, wie an eine Aufnahme von klassischer Musik. Dann gibt es die reinen Filmliebhaber und Filmmusiksammler, die nicht unbedingt musikalisch sein müssen und sich schon allein deshalb freuen, weil sie sich eine neue Filmmusik-CD in ihre Sammlung stellen können. Dementsprechend verschieden sind die Ansprüche und Erwartungen, die man an eine Aufnahme hat. Wenn jemand zufrieden mit der Einspielung ist und dies öffentlich äußert, sollte man das akzeptieren, wenn jemand damit nicht zufrieden ist und dies öffentlich äußert, sollte man das auch akzeptieren. ZITAT: Es ist bei Filmmusik-Neueinspielungen zudem schon öfter so so gewesen, daß man mal ein Instrument durch ein anderes ersetzt oder sogar bestimmte Sektionen manchmal aufgestockt hat, weil sie im Orignal ein bißchen zu dünn waren. Haben Morgan/Stromberg bei einigen ihrer Aufnahmen (z.B. Steiner) so gemacht und in den Booklets erläutert, daß sie da vom Original etwas abweichen. ZITAT-ENDE Dagegen habe ich auch nichts, denn bei den betreffenden Scores handelt es sich ja sowieso nicht um eine originale Instrumentierung, denn die haben andere vorgenommen, als der Komponist. Bernard Herrmann war da eine Ausnahmeerscheinung, da er alles was er komponiert hat (bis auf den Song von „Portrait of Jennie“) selbst auch instrumentiert hat, was man auch hört, da er so gut instrumentieren konnte, dass seine Kompositionen dazu in jeder Musikhochschule zu Unterrichtszwecken verwendet werden könnten. ZITAT: Es ist das Engagement von Quartet zu respektieren, diese Musik überhaupt mal einzuspielen, und das gewaltige Budget dafür aufzubringen. Keines der anderen Filmmusik-Labels hatte sich ja bisher da überhaupt dran gewagt. ZITAT-ENDE Absolut! Ich finde Quartet-Records hervorragend und habe schon sehr oft Einspielungen von diesem Label gekauft, die ich (bis auf die Herrmann-Einspielungen) alle gut finde. Wie ich in meiner Kritik schon geschrieben habe, bin ich Quartet-Records sehr dankbar für ihren ungeheuren Aufwand weitere Scores von Herrmann auf den Markt zu bringen. Dies ändert aber nichts daran, dass ich von dem Ergebnis der Einspielung sehr enttäuscht bin. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. ZITAT: zumal Quartet mit Neuaufnahmen erst angefangen und noch nicht die Erfahrung hat wie manch andere Label ZITAT-ENDE Ich frage mich gerade, inwieweit die ganzen Fehler dieser Aufnahme etwas damit zu tun haben, dass Quartet-Records neu auf dem Markt ist. Diese Fehler sind dadurch entstanden, dass der Dirigent diese offensichtlich nicht bemerkt und korrigiert hat. Die künstlerische Gesamtverantwortung liegt bei ihm und hätte es Quartet-Records schon lange gegeben, wären unter Fernando Velazquez die gleichen Fehler entstanden. Das erfahrenste Label kann eine fehlerhafte Aufnahme nicht verhindern, wenn die Fehler bei einer Aufnahme nicht bemerkt und korrigiert werden. ZITAT: Allerdings ist Bill Wrobel, der schon gleich die Hörclips kritisiert hatte, doch deutlich bekannter und allein die Tatsache, daß er sogar seine selbst gebastelten Videos an Quartet nach Spanien geschickt hat, was ich absolut unmöglich fand, das hat nun wirklich Auswirkungen - denn José Benitez hat ja bekannt gegeben, daß ihm das so auf den Nerv ging, daß er keine weiteren Neueinspielungen mehr machen möchte. ZITAT-ENDE Ich werde gelegentlich mit Bill Wrobel in einen Topf geworfen, dabei agiert er vollkommen unabhängig von mir und dass er seine Videos nach Spanien geschickt hat ist mir neu. Wenn ich ein Produzent wäre, würde ich eine so wichtige Entscheidung, ob ich mit meinen Projekten weiter mache aber keinesfalls von den Kritiken einzelner Leute abhängig machen. Wenn es danach geht, dürfte dann gar nichts mehr veröffentlicht werden, denn wenn ein Produkt eine bestimmte Anzahl von Leuten erreicht ist es ganz normal, dass es immer Leute gibt, die ihre Unzufriedenheit äußern. Es ist äußerst selten, dass ein Produkt ALLE gut finden, das sieht man ja auch, wenn man die Rezensionen bei Amazon sieht. Solange eine Neueinspielung nicht durchweg schlecht beurteilt wird, kann ich deshalb nicht nachvollziehen, wenn man sich von ungünstigen Kritiken abschrecken lässt. Ich würde mir jedoch wünschen, dass man als Produzent Kritiken, die Fakten präsentieren, auf ihre Gültigkeit hin überprüft und ggf. Schlüsse für eine weiteres Projekt daraus zieht. Was Bernard Herrmann betrifft frage ich mich jedoch, welches weitere Projekt für Jose Benitez in Frage gekommen war. Denn was Bernard Herrmann anbelangt sind wir in der glücklichen Lage, dass inzwischen sämtliche Filmscores entweder neu eingespielt wurden oder als originaler Soundtrack erhältlich sind. Die einzige Ausnahme ist „Man who knew too much“, die aber bei einem anderen Dirigenten/Label in Planung ist und „Devil und Daniel Webster“, dessen interessanteste Musik jedoch schon eingespielt wurde, weswegen damals schon William Stromberg den Rückzieher gemacht- und statt dessen den „Neretva“-Score aufgenommen hat.
  6. Vielen Dank für eure Kommentare! Stefan, eigentlich ist es so, dass die Fehlerwahrscheinlichkeit in klassischer Musik größer ist, als bei Filmmusik. Das gilt natürlich nicht für zeitgenössische Musik, aber wenn man sich zum Beispiel die Partituren von Beethoven anschaut, ist es überhaupt ein Wunder, dass die Musik so gut entziffert werden konnte; und damals gab es noch keine Tonträger, so dass man nicht in der Lage ist zu hören, wie die Musik zur Zeit des Komponisten gespielt wurde. Bei Filmmusik jedoch ist der Vorteil, dass ich mir den Soundtrack anhören kann (selbst wenn der nur mit Dialog und Geräuschen vorhanden ist) und damit eine Referenz habe, sollte ich das eine oder andere nicht so gut lesen können. Deswegen kann ich ja nicht verstehen, warum es so viele vermeidbare Fehler in der Einspielung von „Endless Night“ gibt. Um nur ein Beispiel zu nennen: In der Partitur des cues „Devotion“ steht überhaupt nichts darin, dass nach einigen Takten nur die Solo-Violine spielen soll. Es sollen ALLE ersten Violinen spielen und wenn man sich aus welchen Gründen auch immer unsicher darüber war, hätte man sich ja die entsprechende Stelle im Film anhören können. Herrmanns Handschrift in der „Endless Night“-Partitur finde ich übrigens gut zu lesen, man muss nicht viel entschlüsseln, um die Musik korrekt umzusetzen. Stefan, ich gebe dir recht, dass man viele Fehler nicht bemerkt, aber das liegt meiner Meinung nicht daran, dass sie so unbedeutend sind, sondern daran, dass es keinen Vergleich zu einer anderen, richtig eingespielten Aufnahme gibt. Würden tatsächlich einmal die originalen Bänder von „Endless Night“ auftauchen, würden diese Abweichungen viel eher auffallen. Ich weiß auch nicht, ob man Fehler, Mängel oder Unzulänglichkeiten nur deswegen tolerieren kann, weil man sie nicht bemerkt. Dann könnte ich eigentlich auch argumentieren, dass es okay ist, wenn Leute in einem Restaurant Fertiggerichte bekommen, wenn sie das nicht bemerken. Ich denke entscheidend ist, dass die Qualität eine andere sein wird, wenn Sachen richtig gemacht werden und oft bemerkt man dies nur, wenn man einen Vergleich hat. Um bei dem Beispiel von Lebensmitteln zu bleiben: Ich dachte immer ich wüsste wie Bananen schmecken, bis ich dann eine frisch gepflückte Banane auf Teneriffa gegessen habe. Was die Musik anbelangt: Wenn man keinen richtigen Vergleich hat, ist es leicht eine fehlerhafte Einspielung auf den Markt zu bringen, aber dies rechtfertigt nicht, dass man Fehler toleriert. Glücklicherweise ist die Regel ja immer noch die, dass die bisherigen Einspielungen von Filmmusik gut bis sehr gut waren, was die korrekte Wiedergabe anbelangt. Gerade die Aufnahmen aus den letzten Jahren, die ich kenne, sind fehlerlos. Dies gilt leider aber nicht für die Herrmann-Einspielungen von Quartet-Records; und um einen gewissen Qualitätsstandard zu erhalten, finde ich es notwendig, wenn man öffentlich macht, falls etwas nachweislich voller Fehler ist. Mir ist schon klar, dass ich mich dabei angreifbar mache und die "Arschkarte" gezogen habe. Da macht sich Quartet-Records die Mühe einen seltenen Score einzuspielen und geht die damit verbundenen Risiken ein, engagiert eine professionelle Sopranistin und sogar einen echten Moog und dann kommt so ein „Nerd“ und Wichtigtuer daher und verfasst einen Artikel, in dem er sehr penibel auf jede Unzulänglichkeit eingeht. Mir ist klar, dass ich mich damit nicht beliebt mache, erst recht nicht, wenn man meinen Artikel gar nicht richtig liest und der Meinung ist, ich würde übertreiben und aus einer Fliege einen Elefanten machen. Wenn man sich aber die Mühe macht den Artikel zu lesen, weiß ich nicht, ob man dann sagen kann, ich würde übertreiben. Wenn ein Text auf Rechtschreibfehler hin verbessert wird und dieser ist anschließend mehr rot als weiß vor lauter markierter Fehler, dann hängt das doch mit der Anzahl an gefundenen Fehlern zusammen und nicht damit, dass der Lektor übertreibt. Dann ist mir klar, dass ich auch dadurch anecke, dass man meine Kritik von der falschen Perspektive her sieht. Ich kann mir vorstellen, dass viele denken ich wolle das Quartet-Records Team so richtig in die Pfanne hauen, es ihnen heimzahlen, weil ich nicht selbst als Dirigent engagiert wurde (was absolut nicht stimmt, aber immer wieder behauptet wird) und dass ich schadenfroh sei. Wenn man das aus diesem Blickwinkel sieht, kann ich nachvollziehen, weshalb man sich unter Umständen über mich ärgert. Tatsache ist aber, dass ich so gerne Quartet-Records und Fernando Velazquez feiern würde, weil sie eine tolle Aufnahme gemacht haben, denn mir geht es ausschließlich um die Musik. Ich würde mich so gerne an der Musik erfreuen können, was mir aber leider nicht möglich ist, weil ich so viele Fehler höre. Insofern ist es ein Problem: Wie kann ich meine ehrliche Kritik an einer Einspielung äußern, wenn diese nicht günstig ausfällt, OHNE dass man mir in Folge davon dann Negativität oder Wichtigtuerei unterstellt. Vermutlich nur, indem ich dann gar keine Kritik verfasse und dahin geht ja auch das, was Mike geschrieben hat. Demnach dürften dann nur Besprechungen verfasst werden, die günstig sind, oder der allgemeinen Meinung entsprechen, ansonsten wird man sofort in eine Schublade gesteckt: „Nerd“, „Besserwisser“. Das fände ich dann persönlich sehr einseitig. Ich glaube Kritiken gibt es schon so lange es Menschen gibt und bin mir sicher, dass schon die ersten Menschen bei ihren Höhlenmalereien Kritik erfahren haben. Und wir wollen uns ja auch in den anderen widerspiegeln und ein Feedback bekommen. Insofern bin ich der Meinung, dass man sich darauf einstellen muss, dass es (nicht nur positive) Kritik gibt, sobald man etwas öffentlich macht; und erst recht, wenn man etwas kommerziell auf den Markt bringt. Und meiner Meinung nach ist es dann ein Zeichen von Reife, wie man mit einer Kritik umgeht: Ich kann sie ignorieren oder bewusst wahrnehmen, aber trotzdem mein Ding machen, ich kann aus einer Kritik lernen, oder ich kann die Lust verlieren mit etwas weiterzumachen, wenn die Kritik negativ ausfällt. Was meine Kritik an der „Endless Night“-Einspielung betrifft: Natürlich übernehme ich dafür die Verantwortung, bin mir aber sicher, dass die keine (großen) Auswirkungen haben wird, denn das ist nur eine Kritik von vielen und die überwiegende Mehrheit findet die Einspielung doch gelungen. Ich bin auch zu unbedeutend, als dass man meine Kritik ernst nehmen wird. Falls ich jedoch auf dem Gebiet Filmmusik bekannt wäre, würde ich meine Kritik nicht öffentlich äußern.
  7. Hallo, ich erwarte keinesfalls, dass man meiner Kritik zustimmt und respektiere es wenn einem die Aufnahme gefällt, dennoch möchte ich gerne zu einigen Anmerkungen Stellung beziehen: ZITAT: Wer ist eigentlich Markus Metzler? Ein Kritiker, der selber keine Kritik abkann? Bei FSM hat er das auch gepostet und seinen Account wenige Stunden später, nach dem ersten Gegenwind, löschen lassen. Oh Mann....! ZITAT-ENDE Wie ich schon in meiner Kritik geschrieben habe bin ich vollkommen unbedeutend, ich wollte lediglich die Neuaufnahme von „Endless Night“ besprechen. Mit Kritik kann ich sehr wohl umgehen, dass ich mich bei FSM nicht dazu äußere liegt einfach daran, dass man mich dort wohl entfernt hat, was ich bedrückend finde. Es geht dabei gar nicht um mich oder meine Kritik, sondern generell um die Frage ob man es sich nicht zu leicht macht, wenn man einfach Leute blockiert oder entfernt, die eine Meinung äußern, die nicht dem Großteil entspricht. Für mich selbst gesprochen fände ich es äußerst schade, wenn ich mich nicht mit Leuten austauschen kann, die anders denken als ich selbst, weil sie blockiert oder entfernt wurden. Ich möchte auch nochmals betonen, dass ich in meiner Kritik in erster Linie Fakten präsentiere und mich mit meiner eigenen Meinung zurückgehalten habe. ZITAT: Das ist natürlich schon eine unglaublich detaillierte und ausführliche Analyse, aber mir im Prinzip dann doch etwas zu pedantisch. Das geht für mich denn schon etwas sehr in Richtung Detailfanatismus. ZITAT-ENDE Meine Kritik ist sehr lang geworden (länger als ich ursprünglich gedacht habe), aber als ich mich kritisch über die „Bride wore black“-Aufnahme geäußert hatte, wurde mir vorgeworfen, ich würde Unsinn schreiben, deswegen war es mir wichtig dieses Mal möglichst genau vorzugehen. Das ist übrigens im Bereich der klassischen Musik so üblich, denn wenn dort eine Aufnahme erscheint, die fehlerhaft ist, wird das auch dementsprechend besprochen. Das kann man dann natürlich pedantisch finden oder als Detailfanatismus bezeichnen, je nachdem, wie man das definiert. Soll man bei dieser Veröffentlichung nur ein Auge zudrücken, weil es Filmmusik ist? Bernard Herrmann jedenfalls hat keinen Unterschied gemacht zwischen seiner Film- und Konzertmusik. Es mag sein, dass man viele Fehler in dieser Aufnahme nicht hört, wenn man die Noten nicht kennt oder einem der originale Soundtrack nicht so präsent ist. Und es mag sein, dass man sich dennoch über diese Einspielung freuen kann. Das respektiere ich auch. Ich jedoch habe leider gleich gehört, dass die Einspielung voller Fehler ist und kann mich deswegen nicht daran freuen. Ich wünschte es wäre anders! ZITAT: Mich würde ja interessieren, ob es denn eine Neuaufnahme klassischer Filmmusik gibt, die dem Anspruch von Herrrn Metzler gerecht wird. ZITAT-ENDE Fast alle Aufnahmen von klassischer Filmmusik, die ich kenne, finde ich gut bis sehr gut. Es gibt nur sehr, sehr wenige Aufnahmen die mich enttäuscht haben. Was die Filmmusik von Bernard Herrmann betrifft war ich über die Neueinspielung von „Torn Curtain“ (Joel McNeely) enttäuscht, weil die einen verwaschenen Klang hat und (wie ihr euch denken könnt) die Neueinspielung von „Bride wore black“ und „Endless Night“ hat mich wegen den vielen Fehlern enttäuscht. Andere Aufnahmen, wie zum Beispiel die Neueinspielungen von „Marnie“ oder „Twilight Zone“ haben auch ihre Fehler, aber dort sind die Fehler die Ausnahme – bei den Herrmann-Einspielungen von Quartet-Records handelt es sich bei den Fehlern leider um die Regel, deswegen ist meine Kritik ja auch so lang geworden. ZITAT: Besser eine Einspielung mit kleinen Fehlern, als gar keine, würde ich sagen. ZITAT-ENDE Das hängt natürlich davon ab, welchen Anspruch man an eine Veröffentlichung hat. Wenn ich mir eine CD kaufe, welche die Musik von Mahler oder Beethoven enthält, erwarte ich schon, dass die Musik fehlerfrei eingespielt wurde (was die korrekte Wiedergabe von Noten anbelangt; über die Interpretation kann man immer geteilter Meinung sein). Ich persönlich habe diesen Qualitätsanspruch auch an Einspielungen von klassischer Filmmusik. Falls es sich natürlich um eine Ersteinspielung handelt, kann ich verstehen, wenn sich dort Fehler einschleichen, bei der Neueinspielung von „Endless Night“ gibt es jedoch so viele Fehler (meiner Meinung nach vermeidbare Fehler), dass ich leider nicht mehr in der Lage bin, mich über die Einspielung zu freuen. ZITAT: Nerds, die in ihrer eigenen Welt leben, kompositorischen nichts nennenswertes auf die Kette bringen und sich dann über die Arbeiten anderer, die dies nachweislich können mokieren...ZITAT-ENDE Frage an dich: Darf man sich nur dann ein Urteil über ein Essen erlauben, wenn man selbst kochen kann? Wenn ich selbst keine Fliesen verlegen kann, steht es mir dann nicht zu den Fliesenleger zu kritisieren, wenn ich sehe, dass die Fliesen uneben verlegt worden sind? Und darf ich nur dann meine Kritik über eine Musikaufnahme kund tun, wenn ich auch beruflich Kritiker bin? Und falls ich mir ein Urteil über eine Komposition erlaube, darf ich das nur dann tun, wenn ich selbst beruflich Komponist bin? ZITAT: Vielleicht ärgert sich da jemand, dass ausgerechnet ein Spanier sich an einem amerikanischen Klassiker "vergreift". ZITAT-ENDE Meinst du das tatsächlich ernst? Darf ich demnach nur Kritik an amerikanischen Dirigenten äußern, wenn sie amerikanische Musik aufführen, weil ich ansonsten rassistisch bin? Das ist so typisch Deutsch: Man steckt die Leute sofort in eine Schublade. Wer die Maßnahmen gegen Corona kritisch sieht, ist sofort ein Verschwörungstheoretiker, wer sich Sorgen über zu viele Zuwanderer macht ist ein Nazi und wer einen spanischen Dirigenten kritisiert, der einen amerikanischen Komponisten dirigiert, ist ein Rassist. Ich hoffe, dass du das nicht ernst gemeint hast.
  8. Hallo, ich habe zu der neuen Veröffentlichung von Bernard Herrmann´s "Endless Night" (von Quartet Records) eine Kritik geschrieben (auf Englisch), die länger geworden ist, als ursprünglich geplant. Wer Interesse hat sie zu lesen, kann dies gerne tun. Ihr findet sie in der pdf-Datei. Viele Grüße, Markus ENDLESS NIGHT Quartet Records cd Review [Metzler] finale (1).pdf
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