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Hi Leute!

Inspiriert durch die Diskussion über musikalische Themen in dem Topic über Zack Synders Superman, wollte ich gerne eine Diskussion beginne, wo wir mal einzelne Themen aus Filmen analysieren.

 

Ich mache mal den Anfang mit dem

.

 

Ich habe mal eine kleine Notenskizze erstellt (siehe Anhang).


Das Thema ist im 4/4 – Takt komponiert, in der C – Dur und mit den klassischen Akkorden der Tonart (C-, G-, F- Dur und a – Moll) kann jeder das Thema leicht
erspielen.


Das Thema besteht aus zwei Teilen:einem Hauptthema und einem weiteren Thema (Thema 2), das Jackman in das Stück eingearbeitet hat.

 

Zunächst stellen wir fest, dass das Hauptthema immer mit der gleichen Notensequenz beginnt: C – H – C – G (roter Kasten). Die letzten beiden Töne unterscheiden sich. Im
ersten Takt enden diese auf C – G (grüner Kasten). Diese Reihenfolge der Töne klammert sozusagen die Variationen davon: einmal einen Abstieg von D – C (blauer Kasten) und einmal genau den umgekehrten Effekt, also den Aufstieg von C – D (violetter Kasten).

 

Mit der Notenreihenfolge C – H – C – G (roter Kasten) reflektiert Jackman wunderbar die Grundstimmung, die in Ralph steckt: er möchte aufbrechen, er möchte nicht mehr der Böse der sein, er möchte etwas erleben, ein Held sein, er will auch einmal auf der Seite der Sieger stehen.


Das zweite Thema, das Jackman in das Stück einarbeitet (Thema 2) spiegelt hingegen Ralfs Abenteuer, seine Erlebnisse und das Heroische wieder, was er während des Filmes erlebt.

 

Gespielt wird das Stück von einem Syntheszizer, was wunderbar an dieser Stelle passt, weil es sich um ein Film über Computerspiele handelt und Jackman mit dem
Computerklang dem Rechnung trägt.

 

Insgesamt ein gelungenes Thema für Ralph von Henry Jackman. :-)

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Hey,

 

also erstmal vorweg ein großes Danke für die Idee und die erste Umsetzung - klasse!

 

Wenn erwünscht, hätte ich hier und da noch ein paar kleinere Verbesserungsvorschläge.

Das Thema ist im 4/4 – Takt komponiert, in der C – Dur und mit den klassischen Akkorden der Tonart (C-, G-, F- Dur und a – Moll) kann jeder das Thema leicht erspielen.

Vielleicht könnte man hier noch ergänzen, dass es im Original in H-Dur ist (zumindest in der Stelle auf die du dich glaub ich beziehst.)

 

Das Thema besteht aus [...] einem Hauptthema und einem weiteren Thema [...]

Manchmal ist in der Analyse der Begriff Thema (meiner Meinung nach) nicht klar differenziert. (Was ist denn "das Thema" was sich aus dem Hauptthema und einer Art Seitenthema zusammensetzt?)

 

Zunächst stellen wir fest, dass das Hauptthema immer mit der gleichen Notensequenz beginnt: C – H – C – G (roter Kasten). Die letzten beiden Töne unterscheiden sich. Im ersten Takt enden diese auf C – G (grüner Kasten). Diese Reihenfolge der Töne klammert sozusagen die Variationen davon: einmal einen Abstieg von D – C (blauer Kasten) und einmal genau den umgekehrten Effekt, also den Aufstieg von C – D (violetter Kasten).

Schön und anschaulich dargestellt mit den Kästen - danke dafür!

Der Rhythmus ist hier aber leider nicht ganz richtig (bin mir allerdings nicht sicher, ob du das villeicht auch nur zum Zweck der Vereinfachung gemacht hast?)

 

Mit der Notenreihenfolge C – H – C – G (roter Kasten) reflektiert Jackman wunderbar die Grundstimmung, die in Ralph steckt: er möchte aufbrechen, er möchte nicht mehr der Böse der sein, er möchte etwas erleben, ein Held sein, er will auch einmal auf der Seite der Sieger stehen.

Also ich persönlich hätte mir hier noch eine weiterführende Begründung gewünscht. (Warum ist gerade diese Tonfolge geeignet Ralphs Grundstimmung zu reflektieren?) Im Übrigen würde der Rhythmus die Aufbruchsstimmung durch die Synkopen auch verstärken (der Eigentliche wahrscheinlich noch mehr, als der von dir notierte, da er eine schärfere Punktierung enthält).


Das zweite Thema, das Jackman in das Stück einarbeitet (Thema 2) spiegelt hingegen Ralfs Abenteuer, seine Erlebnisse und das Heroische wieder, was er während des Filmes erlebt.

Hier hätte ich mir persönlich auch gerne eine genauere Begründung gewünscht (vor allem, da ich den Film nicht kenne).

 

 

Ich hoffe du bekommst die Kritik nicht in den falschen Hals... sollten nur ein paar Anregungen für die (hoffentlich) nächste Analyse sein. Ich find es toll, dass sich Leute die Mühe machen und sich wirklich hinsetzen, das raushören, Notenbeispiele erstellen und sich ernsthaft Gedanken machen - da steckt ja nun auch einiges an Arbeit dahinter. Hat mir auf jeden Fall gut gefallen deine Analyse und ich hoffe man findet in dem Thread bald noch weitere :)

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Ich weiß jetzt leider nicht, wie du mehrere Zitate aneinander gefügt hast, deswegen antworte ich mal so:

1. Ich glaube schon, dass das Originalthema in C - Dur ist. Wir haben damals gelernt, dass sich die Hauptthemen für Filme nicht wesentlich von Melodien für Popsongs unterscheiden. Es geht um die Ohrwurmqualität. Und C - Dur ist eine Standarttonart hierfür.

 

2. Kann es durch die digitale Nachberarbeitung von Musik um eine Verschiebung um einen Halbton bis Ganzton kommen. Wenn du H - Dur herausgehört hast, würde das ja passen.

 

3. Den Rhythmus des Stückes habe ich wirklich verändert, um es in meinem Notenbeispiel besser darstellen zu können.

 

4. Im Original enthält die Notierung wahrscheinlich wirklich Synkopen und zeigt damit besser Ralphs Aufbruchstimmung. Ich habe mir wie gesagt die Freiheit genommen, es möglichst anschaulich darzustellen. Es ist leider scheinbar doch nicht so gut geworden :-(.

 

Hier kannst du dir es aber auch nochmal in einer anderen Notation anhören, ist super gemacht, wie ich finde:

 

5. Das zweite Thema ist eigentlich als Ergänzung zum ersten Thema zu verstehen: Während im ersten Thema Ralphs Aufbruchstimmung signalisiert wird, unterstreicht das zweite Thema hingegen bereits, dass Ralph einige Träume sich erfüllen konnte. also das auf dem Wunsch des Aufbruches Realität geworden ist.

 

Ich hoffe, ich habe jetzt nichts vergessen. Danke für Lob und Kritik. :)

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Habe jetzt gerade wenig Zeit und deswegen nur mal ganz kurz reingehört, und der von dir verlinkte Cue steht tatsächlich in H-Dur - es wird natürlich im Verlauf des Stückes viel herummoduliert, aber Grundtonart ist H. Der Schluss des Stücks ist dann die unaufgelöste Dominante E.

 

Zum Charakter des Hauptthemas (bzw. eher Hauptmotiv): freudig-erregt würde ich es beschreiben, Aufbruchsstimmung könnte man auch hineininterpretieren - allerdings wäre eine aufsteigende Quinte, vielleicht noch in Verbindung mit einer Punktierung im Rhythmus, noch mehr Aufbruchs-mäßig. Finde ich irgendwie. ;)

 

Sehr cool übrigens, dass du musikanalytisch einsteigst, so muss das! :D

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