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Sebastian Schwittay

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Über Sebastian Schwittay

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    alter Forumshase

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  • Website URL
    oddandexcluded.wordpress.com
  • ICQ
    326327659

Profile Information

  • Geschlecht
    Male
  • Wohnort
    bei Heidelberg / Mainz
  • Interests
    Filmmusik, Film, klassische Musik (v.a. des 20. Jahrhunderts), Kunst und Kultur, Geschichte, Architektur

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  • Lieblingskomponist
    Elliot Goldenthal, Jerry Goldsmith, Christopher Gordon, Jonny Greenwood, Alex North, David Shire, Leonard Rosenman, Michael Kamen, Marco Beltrami
  • Anzahl Soundtracks & Scores
    ca. 800

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  1. Gerade noch zwei mal angehört. Hab mir folgendes rausgepickt, was wirklich roten Faden hat, und sich halbwegs als musikalische Erzählung durchhören lässt: Le Mans 66 (5:42) Driving in the Rain (1:52) Walk the Track (1:57) Chasing Bandini (3:14) Team Player (3:20) Ist letztlich auch nicht viel mehr, als auf dem Song-Album drauf ist. (Gerade in den Tracks 4-12 versandet es völlig im Easy Listening, das wird vermutlich auch im Film eher im Hintergrund ablaufen.)
  2. @Max Liebermann, danke, hätte ich nicht treffender formulieren können. Leider Code A. Aber vielleicht wird das Master dann auch für eine britische oder gar deutsche VÖ verwendet.
  3. Muss man ja auch nicht zwanghaft drauf achten. Aber hier geht das Fehlen solcher Strukturen einher mit fehlender musikalischer Erzählung und Dramatisierung. Bei vielen der beiläufigen, kurzen Rock-Tracks frage ich mich, ob sie dem Film mehr geben als irgendein beliebiges Stück Source Music, das im Hintergrund läuft. Würde mich echt freuen, wenn von Beltrami mal wieder so etwas wie KNOWING kommen würde... ein Score, der den Film wirklich miterzählt und ihm enormen dramatischen Input gegeben hat. Score und Film waren allerdings schon 2009 ziemlich aus der Zeit gefallen...
  4. Dafür, dass es laut Beltrami "der beste Film war, den er je vertont hat", setzt der Score musikalisch nicht gerade die größten Statements. Über kurze, stylishe Momentaufnahmen kommen die meist 1- bis 2-minütigen Jazz/Rock-Miniaturen selten hinaus. Ein dramatischer Score, in dem sich musikalisch irgendwas tut bzw. entwickelt, ist das jedenfalls nicht. Der erste Track reicht als Mini-Suite fast aus - vielleicht noch ein, zwei weitere Tracks ("Driving in the Rain"), aber das war's. Schade, aber mittlerweile kann man wohl selbst bei den Mangold-Projekten keine erzählerischen Musikansätze mehr erwarten... LOGAN ging ja tendenziell auch schon ins Sounddesign-haft-Sphärische, war aber immerhin thematisch-motivisch noch sehr intelligent entwickelt.
  5. In eineinhalb Stunden dann wohl schon auf Spotify, oder? Dürfte neben dem Williams der letzte Score dieses Jahr sein, in den ich noch Hoffnungen lege. Wäre wirklich schön, wenn das was wird, bislang war der Jahrgang echt wenig erbaulich...
  6. Doch, ich verstehe das. Ich finde es nur schade, dass diese Leute heutzutage den Markt diktieren. Kaum eine aktuelle Filmmusik kommt heutzutage noch in Form eines schön gemachten, gut fließenden Albumschnitts heraus - nur noch randvolle 79-Minüter (oder noch viel mehr, siehe BLACK PANTHER oder GODZILLA: KING OF MONSTERS). Mich verprellt das, und es führt dazu, dass ich mir kaum noch aktuelle Filmmusik anhöre. Einfach weil ich keine Lust habe, mich durch diese lieblos präsentierten Massen zu wühlen. Gegen Studienausgaben älterer Scores, die Komplett- und Albumfassung nebeneinander präsentieren, habe ich per se überhaupt nichts. Trotzdem sind Musik und Film unterschiedliche Kunstformen mit unterschiedlichen formalen und ästhetischen Gestaltungsprinzipien. Es ist entweder reines Glück, oder einem herausragenden Musikkonzept geschuldet, wenn eine komplette Filmmusik, die als eigenständiges Werk, losgelöst vom Film gehört wird (und nicht als reines Film-Souvenir!) gut funktioniert. Beispiele dafür wären Goldsmiths ALIEN oder Norths CLEOPATRA. Da arbeitet sich die Musik durchgehend voran und jeder Track ist ein Baustein dieser Entwicklung. Bei THE LAST BOY SCOUT von Kamen oder SPEED 2 von Mancina (um zwei La-La Land-Komplettpräsentationen zu nennen, die ich kürzlich wieder gehört habe, und die ich in dieser Form sehr zäh und dramaturgisch unbefriedigend finde) ist so etwas nicht der Fall. Die brauchen den formalen Schliff unbedingt. Als Extra sicher gerne, aber die 40-minütige Auswahl auf dem Album enthält in der Tat die formal und kompositorisch besten Tracks des Scores. Ich hatte nie ein großes Bedürfnis, den wuseligen, eher bild- und schnittbezogenen "Nightclub Brawl" auf CD zu hören, ebenso wenig essentiell war für mich der kurze "British Relief" oder das Trommel-Underscoring auf der Brücke. Für all das gibt es meisterhaft durchkomponierte Stücke wie "Slalom On Mt. Humol" oder auch die "Fast Streets of Shanghai" (oder eben die Ritualmusik in "Temple of Doom", die in ihrer knackigen Steigerung strukturell auch runder ist als das eher begleitend-hintergründige Getrommel auf der Brücke). Ich habe beim Filmmusikhören eben selten den genauen Ablauf eines Films im Kopf (wenn ich überhaupt an ihn denke...), sondern ich konzentriere mich rein auf die Musik, ihre Instrumentierung, ihre Strukturen und Klangfarben. Ich erinnere mich, dass ich mich als 12-Jähriger auch geärgert habe, dass die Soundtrack-CDs von EVENT HORIZON und IN DREAMS ganz anders strukturiert waren als die Musik im Film (keine chronologische Sequenzierung, teilweise andere Instrumentierungen, etc.), aber ich habe das dann sehr schnell als Pluspunkt begriffen, da es die Musik bereichert, ihr noch mehr Farbe und Struktur gegeben hat. Im Falle von EVENT HORIZON ergaben sich gerade aus den Überlagerungen von Kamens Orchester-Attacken mit den Elektro-Rhythmen Orbitals extrem spannende und vielschichtige Reibungen, die man so gar nicht im Film hört. In IN DREAMS fehlen im Film sämtliche Saxophon-Overdubs, etwa in "Rubber Room Stomp". Und mein Lieblingstrack des Scores, "Appellatron", ist überhaupt nicht im Film... Wie gesagt: immer gerne, wenn auch der Albumschnitt dabei ist (am besten ohne neues Mastering, wenn die alten Alben klanglich schon optimal waren).
  7. Bisher wurden 38 Scores nominiert: AD ASTRA, Max Richter, Lorne Balfe ADULTS IN THE ROOM, Alexandre Desplat ALADDIN, Alan Menken ALL IS TRUE, Patrick Doyle ANNO 1800, Dynamedion AVENGERS: ENDGAME, Alan Silvestri BUNUEL IN THE LABYRINTH OF THE TURTLES, Arturo Cardelús CAPTAIN MARVEL, Pinar Toprak CHILD'S PLAY, Bear McCreary CLIFFS OF FREEDOM, George Kallis DUMBO, Danny Elfman FAST & FURIOUS PRESENTS: HOBBS & SHAW, Tyler Bates GODZILLA: KING OF MONSTERS, Bear McCreary HARRIET, Terence Blanchard A HIDDEN LIFE, James Newton Howard HOW TO TRAIN YOUR DRAGON 3: THE HIDDEN WORLD, John Powell IT: CHAPTER TWO, Benjamin Wallfisch J'ACCUSE, Alexandre Desplat JUDY, Gabriel Yared THE KING, Nicholas Britell THE LIGHTHOUSE, Mark Korven THE MANDALORIAN, Ludwig Göransson MASQUERADE HOTEL, Naoki Sato MIDSOMMAR, Bobby Krlic MRS. LOWRY AND SON, Craig Armstrong OUR PLANET, Steven Price THE PROFESSOR AND THE MADMAN, Bear McCreary RIM OF THE WORLD, Bear McCreary SHAZAM!, Benjamin Wallfisch SORDO, Carlos M. Jara SPIDER-MAN FAR FROM HOME, Michael Giacchino TOLKIEN, Thomas Newman TOY STORY 4, Randy Newman TRAUMFABRIK, Philipp Noll US, Michael Abels THE WANDERING EARTH, Roc Chen WONDER PARK, Steven Price WORKERS & RESOURCES: SOVIET REPUBLIC, Rotem Hecht -------------------------------------------------------------------- Die Nominierungsphase endet am 31. Januar 2020. Bitte immer folgendermaßen nominieren: FILMTITEL, Komponist Also Filmtitel in Großbuchstaben, dann ein Komma und dann den Namen des Komponisten in normaler Schrift.
  8. Ja, das Sounddesign geht in die Richtung, aber sonst höre ich da wenig Gemeinsamkeiten, vor allem da Beltrami in den instrumentalen Anteilen viel musikalischer (will heißen: erzählerischer, strukturierter) gestaltet als Göransson. Abgesehen von einigen Passagen in "You Are a Mandalorian" ist das leider wieder ziemliche Soundtapete. (Ok, der letzte Track ist auch noch recht hübsch...)
  9. Damit hast du ja schon die wenigen Ausnahmen beisammen, die ich meinte - zumindest von La-La Land. (Wobei ich PLANET OF THE APES auch nicht unbedingt als Beispiel für "gegen den Trend" anführen würde, ist es doch sowohl Wiederveröffentlichung als auch Franchise.) Warum du allerdings meinst, ich würde ARCHER oder BRIDE OF FRANKENSTEIN wegen mangelndem "musikalischen Wert" runterreden wollen, verstehe ich - als Goldsmith- und durchaus auch Waxman-Enthusiast - nicht ganz. Ich bekomme die Verbindung "kurariertes musikalisches Programm" - "lieblos" nicht zusammen, sorry. Die Albumschnitte von Williams und Konsorten gehen ja nicht auf Faulheit oder Nachlässigkeit zurück, sondern sind Ergebnis dramaturgischer und formaler Überlegungen, in die durchaus Mühen investiert wurden. Lieblos und nachlässig ist doch viel eher, eine Recording Session gänzlich unbearbeitet, als rohen Block auf CD zu präsentieren, oder? Ähnlich schwer nachvollziehen kann ich deine Kritik an Konzertarrangements (musikalische Form ist also nervig, really?), wie auch an Albumschnitten wie dem zu TEMPLE OF DOOM - runder und voller Highlights geht es ja kaum. Diese ganze Argumentation geht halt wirklich nur noch vom Film aus - leider auch typisch für diese Entwicklung hin zur reinen Fankultur. Der Retro-Kult gerade in Bezug auf Marken ist schon sehr verbreitet in jüngeren Fankreisen, würde ich behaupten. Erst recht bei Franchises wie Bond, MISSION IMPOSSIBLE oder PLANET OF THE APES, die noch heute fortgesetzt werden. ________________________________________ Ich spekuliere für den Black Friday übrigens mal auf eine erweiterte Fassung von LICENCE TO KILL (30 Jahre, außerdem kommt im April der neue Bond). Eine Neuauflage von Varèses THE MATRIX-Expandierung wäre auch denkbar, wenn Varèse die Rechte hergibt - wird dieses Jahr 20, außerdem hätte La-La Land dann alle drei Titel im Katalog.
  10. Die Williams-Scores waren auf den jeweiligen Alben allesamt herausragend gut präsentiert (wie fast immer bei Williams' Albumkonzeptionen). Und von einem eher mäßigen Arnold-Bond wie THE WORLD IS NOT ENOUGH brauche ich ehrlich gesagt nicht mal die 68 (!) Minuten des alten Albums... Von den populären Titeln schien mir allein das DRACULA-Set ein interessanter Zugewinn zu sein (welches ich mir allerdings auch nicht geholt habe, da ich mir das als Nicht-Kilar-Fan eh nur alle paar Schaltjahr mal anhören würde...). Man merkt halt, wie mittlerweile überall die letzten Tropfen rausgepresst werden, und man sich voll und ganz auf die U-30-Nerds eingeschossen hat, die tendenziell eh alles kaufen, was mit Franchises zu tun hat, auch wenn es die x-te Version ist. In der Hinsicht war La-La Land für mich aber schon immer ein reines Fan- und Nerd-Label - das filmmusikkulturelle Pendant zur Comic-Con, wenn man so will. Natürlich sind Intrada, Varèse und Co. irgendwann auf den Zug aufgesprungen, denn offenbar lässt sich heute nur noch mit dieser Zielgruppe wirtschaften. Die Filmmusikkultur entwickelt sich leider wieder zurück zu Merchandising und Souvenir, der historisch ausgerichtete Sammler wird - bis auf wenige Ausnahmen - gar nicht mehr angesprochen. Die Monopolisierung der Unterhaltungsindustrie durch Franchise-Produzenten hat an dieser Entwicklung natürlich massiven Anteil.
  11. In vielen, wenn nicht gar den meisten Fällen bewahrheiten sich solche Gerüchte aber. Ich find's auch sehr schade, fand die Wahl nicht uninteressant. Alles besser als die triste David-Arnold-Safeness (und auch Newman brauche ich ehrlich gesagt nicht noch einmal...). Die Reihe braucht jeden frischen Windstoß, den sie kriegen kann.
  12. Das Spielerisch-Experimentelle ist ja auch beileibe keine aktuelle Entwicklung. Nicht unbeträchtliche Teile großer Mainstream-Studio-Musiken wie ALIEN³ sind vor 30 Jahren nach dem gleichen Prinzip entstanden.
  13. Wo denn geklaut? Die Motive in MINORITY REPORT sind ja alle sehr kleinteilig und kurz - eigentlich logisch, dass das alles schon mal irgendwo so ähnlich oder womöglich sogar identisch gemacht wurde... Kommt ja bei dem Score auch mehr auf die Verarbeitung an, nicht so sehr auf Motive oder Themen in Reinform (wie es eher bei traditionell-leitmotivischen Scores der Fall ist).
  14. Künstlerisch am produktivsten wäre sicher mal eine Kollaboration zweier Komponisten - frage mich, wieso so etwas kaum in Betracht gezogen wird. Mica Levi und Daniel Pemberton, das wäre doch z.B. eine ergiebige Kombo, die - aus Produzentensicht - sowohl die Traditionsfans als auch die Kunst-Hipster befriedigen könnte.
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