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Sebastian Schwittay

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Über Sebastian Schwittay

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    oddandexcluded.wordpress.com
  • ICQ
    326327659

Profile Information

  • Geschlecht
    Male
  • Wohnort
    bei Heidelberg / Mainz
  • Interests
    Filmmusik, Film, klassische Musik (v.a. des 20. Jahrhunderts), Kunst und Kultur, Geschichte, Architektur

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  • Lieblingskomponist
    Elliot Goldenthal, Jerry Goldsmith, Christopher Gordon, Jonny Greenwood, Alex North, David Shire, Leonard Rosenman, Michael Kamen, Marco Beltrami
  • Anzahl Soundtracks & Scores
    ca. 800

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  1. Wie schon in der letztjährigen Abstimmung sind auch dieses Mal wieder 6 statt 5 Scores in die Finalrunde gelangt. JEDER EINE STIMME. Die Abstimmung endet kommenden Freitag, 21. Februar, 23:59 Uhr. Ich hoffe, es hat wieder Spaß gemacht - bis zum nächsten Jahr.
  2. Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob ich den Film überhaupt je ganz gesehen hatte. Erinnert habe ich mich an die finale Luftschiff-Sequenz und die Zerstörung des "LAND"-Abschnitts des Hollywood Sign - möglicherweise als Kind oder Jugendlicher mal im Fernsehen gesehen. 1917 (Sam Mendes, USA 2019) Mendes' stilbewusstes Weltkriegs-Abenteuer ist am besten, wenn eher wenig passiert: die ersten 20 Minuten in den Schützengräben, das angespannte Warten der Soldaten in den Einbuchtungen der Lehmwände, der abgeklärte Humor, der mit dem Leben schon abgeschlossen hat. Später die trügerische Stille auf dem verlassenen Hof, bevor man beiläufig Zeuge einer Luftschlacht wird. Sensationalistisch und effektgeil dagegen, wenn die hinter den Protagonisten her schleichende Kamera an jedem verwesten Schädel hängen bleibt und jedes Geisterbahn-Detail der Oscar-geilen Ausstattung einfangen will. Referentiell und kopierfreudig in einer der (zugegebenermaßen) emotionalsten und körperlich unangenehmsten Szenen des Films, die eine Sequenz aus Spielbergs SAVING PRIVATE RYAN mustergültig neu auflegt. Und am Ende leider auch ganz der digitalen Blockbuster-Ästhetik verpflichtet, wenn bei eskalierenden Fußjagden in den stylish erleuchteten Ruinen einer Kleinstadt virtuos und comic-book-like in die Vertikale inszeniert wird - und Thomas Newmans überschätzter Score dazu smooth und zeitgemäß aus den Boxen wummert. Trotz alledem ist 1917 spannend und unterhaltsam, und als nette Kriegs-Exploitation prima goutierbar (anspruchsvolles Kino ist 1917 nämlich nicht, auch wenn die Oscars - und jene, deren Rezeption sich von der behaupteten Erhabenheit dieser Veranstaltung leiten lässt - anderes suggerieren mögen). Ich hätte ihn am liebsten in einem miefigen Bahnhofskino gesehen, mit prolligen Typen neben mir, die im Suff die Leinwand anbrüllen - und nicht im Rahmen einer wertigen Filmmuseums-Veranstaltung, wo sich ein schniekes, Weißwein-schlürfendes Bildungsbürgertum am Vorabend der Oscars seine monatliche Dosis Geschichtsschwere abholt. Aber man kann nicht alles haben. Am Ende heißt es nochmal tapfer sein, und ein erhebendes, verzweifelt nach Filmpreisen schreiendes Schlussbild herunterwürgen. Aber das bekommt man dann auch noch hin.
  3. Ich suche auch mal was - und zwar genannte Goldsmith-Intrada von 2015, die ich damals leider verpasst habe. Vielleicht hat sie ja jemand abzugeben. OVP präferiert.
  4. Mag noch jemand den Gleichstand zwischen US und MIDSOMMAR auflösen? Dann würden genau fünf weiterkommen.
  5. Danke für den Tipp, hatte ich selber noch gar nicht auf dem Schirm. Klingt äußerst spannend. EARTHQUAKE (Mark Robson, USA 1974) Nach THE POSEIDON ADVENTURE - den ich schwerfällig und eher uninteressant fand - nun weiter im 70er-Katastrophenfilm-Text: John Williams vertont diesen Genre-Vertreter noch kleinteiliger und frickelig-modernistischer als das Poseidon-Abenteuer, und meidet bis auf die Vorspannmusik konsequent jede größere musikalische Geste. Da haben selbst Goldsmiths Zugänge zum Katastrophen-Kino tendenziell mehr romantischen 'scope'. Auch filmisch ist Mark Robsons Desaster-Szenario ein seltsames, unrhythmisches und anti-klimaktisches Unikum, das erst nach einer guten Stunde in die Vollen geht, und schließlich kurz und schmerzlos in der schmucklosen Nichtigkeit eines Abwasserkanals verendet. Ein Film, den man gerne auf die Couch bitten, und ihm seine tiefschürfende Verschrobenheit ins Bewusstsein holen möchte - denn an Intention möchte ich bei den vielen Eigensinnigkeiten dieses Films nicht glauben. LIFE OF BRIAN (Terry Jones, GB 1979) Monty-Python-Entjungferung. Humor ist natürlich etwas höchst Subjektives, aber ich habe das Gefühl, dass LIFE OF BRIAN als 30- bis 40-minütige Sketch-Zusammenstellung besser funktioniert hätte als als 95-minütiger Spielfilm. Vielleicht fehlt meiner Rezeption einfach das nostalgische Fundament - echte Begeisterung konnte sich jedenfalls nicht einstellen, und im Gedächtnis wird mir der Film nur wegen einzelner, guter Gags, nicht jedoch aufgrund einer kohärenten und stimmigen Filmerfahrung bleiben. THE ROCKETEER (Joe Johnston, USA 1991) Ernüchternde Wiederentdeckung von Disneys Superhelden-Period-Piece. Die anonyme und glatte Inszenierung verschenkt wahnsinnig viel Potenzial, auch James Horners naiv vor sich hin dudelnder Score hält den Film beständig im Superfiziellen - und Disneys Bedenken, die Hauptfigur vielleicht doch mit einem bekannteren und charismatischeren Darsteller zu besetzen, waren am Ende durchaus berechtigt. Hier ist leider fast jeder filmische Aspekt so charakterschwach und unverfänglich, dass man sich fragt, wie einem Anti-Auteur wie Johnston danach so etwas (relativ) Spielfreudiges und Bissiges wie JUMANJI gelingen konnte. Am Ende bleibt ein hübsches Art-déco-Abziehbildchen, ein kantenloser Fan-Favorite (vor allem in Kreisen von Filmmusikliebhabern), für den ich ganze drei Anläufe brauchte, um ihn zu Ende zu schauen.
  6. Genau 10 Scores haben es in die dritte Runde geschafft - jeder Score mit mindestens 7 Stimmen. An den Verhältnissen in der Spitzengruppe hat sich im Vergleich zu Runde 1 nichts Wesentliches geändert. Von den Oscar-nominierten Scores haben es nur zwei in die Top 10 geschafft: Williams und Newmans 1917. (MARRIAGE STORY hat schon die erste Runde nicht überlebt, JOKER und LITTLE WOMEN sind nun auch draußen.) BITTE WÄHLT HIER NUN EURE 5 FAVORITEN - bitte möglichst alle Stimmen ausnutzen! Die dritte Runde endet kommenden Montag, 17. Februar, 23:59 Uhr.
  7. Jetzt hab' ich selber völlig vergessen, abzustimmen... Immerhin kommen so jetzt genau 10 Scores weiter.
  8. Wenn ich mir einen eher konventionellen Actionfilm wie S.W.A.T. ansehe, ist das auch nicht das filmische Terrain, das unbedingt nach elaborierten Konzepten verlangt. Und trotzdem ist eine komplexe Musik drin, die auch nicht stört. Ich denke schon, dass man als Komponist diesen Spagat zwischen Funktionalität und Anspruch hinbekommt, ohne dass Regisseur oder Produzenten angesichts "zu viel Kunst" die Nase rümpfen. Ist halt wie beim Schmuggeln: falsch deklarieren, und durch damit.
  9. Och naja, wenn das neue Material so vor musikalischer Gestaltungsfreude strotzt wie im Falle der neuen Konzertfassungen, dann reicht das dicke. Aber den Rest sollte man eben auch nicht aus den Augen verlieren.
  10. Mit objektiven Perspektiven darf sich nur schmücken, wer auch tatsächlich alle künstlerisch ausdrucksstärksten Scores des Jahres honoriert, und nicht die Hälfte davon unter den Tisch fallen lässt, liebes SilvestriGirl.
  11. Eigentlich hätte wirklich Mica Levi für JACKIE gewinnen müssen. Die ist nicht nur eine Frau, sondern auch noch queer/alternativ. Hätte man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Und der bessere Score wär's auch gewesen.
  12. Das Langsame wurde in meiner Bubble gerade als interessant und spannend hervorgehoben - sich anschmiegend an den gechillten Genre-Klassizismus der 60er und 70er. Bin gespannt auf nächste Woche.
  13. Nach einigem Hin und Her konnte der Film doch noch mal losgeeist werden für die Vorführung nächste Woche. Man hat bei Disney wohl eingesehen, dass der Film einfach noch zu aktuell ist, um ihn gänzlich einzumotten. Trotzdem unschöne Entwicklung. Sowas wie DIE HARD oder TITANIC retrospektiv im Kino kann man wohl auf längere Sicht vergessen - sofern es nicht von Disney selbst anlässlich eines großen Jubiläums o.ä. organisiert wird.
  14. Verglichen mit den recht plumpen Anarcho-Anwandlungen und dem Incel-Kuschelkurs von JOKER macht sich PARASITE schon weitaus komplexere Gedanken über die Kluft zwischen Prekarait und Superreichen, und allgemein über den Zustand der spätkapitalistischen Gesellschaft. Und ästhetisch ist er sowieso geiler. JOJO RABBIT habe ich noch nicht gesehen, aber irgendwie habe ich auf eine quirky Indiewood-Nazi-Verballhornung gerade so viel Lust wie auf eine Wurzelbehandlung... insbesondere nach Besprechungen wie der hier. Naja, wenn man "passt perfekt" so definiert, dass sich die Musik einfach passiv unter die Bilder legen, und alle Szenen gleich vertonen soll, ohne dramaturgisch zu differenzieren - dann ok.
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