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Alexander Grodzinski

Themen der Filmmusik – The X-Files Chronicles

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Die Wahrheit ist da draußen...und sie wird enthüllt...

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Am 10. September um 20 Uhr ist es soweit, das große Cinema-World-Special über Mark Snows Musik zu den X-Akten findet statt. In den Tiefen des Pentagon-Archivs, verborgen vor neugierigen Augen, schlummerten die Bänder mit Snows Musik für viele Jahre. Viele Hürden mussten genommen werden und so mancher wollte die Wahrheit weiterhin verschleiern, doch den Agenten von La-La-Land ist durch ihren unermüdlichen Einsatz das gelungen, was niemand mehr für möglich gehalten hätte. Und so erblickte ein 4-CD-Box-Set mit Mark Snows Musik das Licht der Welt, doch das ist nicht alles, auch brisante Informationen zur Musik und den Verantwortlichen, wie Mark Snow und Chris Carter, kamen ans Tageslicht.

All das präsentieren wir euch in einer kompakten Sendung, an der auch ich freundlicherweise konzeptionell mitarbeiten durfte. Begleitet uns auf einer Reise zu den unheimlichen Fällen des FBI, einer Reise zu den Sternen, in das Unterbewusstsein, aber auch zu den abgeschiedensten Orten der Erde und werdet Zeuge ausserirdischen Lebens, von genetisch mutierten Killern und uralten Ritualen und Flüchen.

Also, seid bereit, der Tag steht fest und vergesst eines nicht: Vertraut niemandem...ausser uns... ;)

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Ich werde mein Bestes geben, dieses Geheimnis mit euch zu lüften... ich werd es auch keinem Außenstehenden weitertragen....

....außer zu Werbezwecken für die CINEMA WORLD. :D

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Wir haben hier geheime Informationen für euch! Unter Einsatz seines Lebens spielte Alex sie uns zu. Das muss gewürdigt werden, sodass ihr nun auch die mysteriöse Verschwörung lesen könnt.

Aber vorsicht: Wenn ihr die Serie noch nicht ganz kennt, lesen auf eigenes Risiko ;)

Sendung beginnt natürlich mit dem X-Files-Theme, Track 01 CD 01.

Mit dieser Musik begann 1993 ein weltweites Phänomen. "Die unheimlichen Fälle des FBI", so der

deutsche Untertitel für die Serie Akte X, beschäftigten die Agenten Fox Mulder und Dana Scully neun Jahre und ebenso viele Staffeln lang, dazu gesellten sich bis heute zwei Kinofilme. Die Serie ist die Kreation von Chris Carter, der in den 90er Jahren ebenfalls noch die Serien "MillenniuM", "Harsh Realm" und das Akte-X-Spin-off "The Lone Gunmen" auf den Bildschirm brachte. Als Vorbild diente Carter die Serie "Kolchak - The Night Stalker" aus den frühen 70er Jahren, in der ein Reporter, gespielt von Darren McGavin, seltsamen und mysteriösen Fällen nachgeht. Aus Liebe zu und wohl auch aus Verehrung dieser Serie wollte Chris Carter Darren McGavin für die X-Akten gewinnen, er sollte dort in seiner Rolle als Kolchak wieder auftauchen, wenn auch nicht permanent, doch McGavin lehnte ab. Er erklärte sich aber dazu bereit, eine kleine Rolle als FBI-Agent Arthur Dales zu übernehmen, welche er dann in den Folgen "Travelers" und "Agua Mala" ausfüllte, wo er auch augenzwinkernd als "Vater der X-Akten" bezeichnet wird, außerdem übernahm er noch die Rolle von Henry Black, Frank Blacks Vater, in der MillenniuM-Episode "The Midnight of the Century".

Musikalisch gesehen wollte Carter keine aufwändig produzierte Orchestermusik für die Serie, die Musik sollte roh und auf den Punkt sein. Auftritt Mark Snow.

Musik aus der ersten Folge "Pilot"

Das waren nun drei Stücke aus dem Piloten, der ersten Folge der X-Akten.

Mark Snow, der eigentlich Martin Fulterman heißt, wurde am 26. August 1946 in Brooklyn, New York, geboren. Er studierte vier Jahre lang an der High School of Music & Art in New York, wo er auch Michael Kamen kennenlernte und sich mit ihm anfreundete. Zusammen spielten sie im "New York Rock ´n Roll Ensemble", einer Band, die Rockmusik mit klassischer Musik verband, Kamen wurde dann später ebenfalls als Komponist für Film und Fernsehen bekannt. Die Initialzündung für Mark Snow kam durch Jerry Goldsmiths Musik zu "Planet der Affen". Als er den Film zum ersten Mal sah, fiel ihm die Musik auf und überrascht davon, dass man einem Komponisten so etwas "erlaubte" für einen Film zu schreiben, beschloss Snow ebenfalls Musik fürs Kino und Fernsehen zu schreiben. So schrieb er Musik für Serien wie "Starsky & Hutch", "T.J. Hooker" und "Hart to Hart". Mitte der 80er dann besorgte Snow sich ein Synclavier, womit seine Musik dann auch elektronischer wurde, was ihn Anfang der 90er zu den X-Akten führte.

Musik aus der Episode "Squeeze"

Das war ein Paradebeispiel für Snows düstere Klanglandschaften, die vor allem in den ersten drei Staffeln der X-Akten Verwendung fanden. Die Folge heißt "Squeeze", in ihr jagen Mulder und Scully Eugene Victor Tooms, einen genetisch mutierten Killer, dem es möglich ist, seine Gliedmaßen derartig zu strecken, dass er selbst durch kleinste Öffnungen hindurch gleiten kann.

Chris Carter gab Snow einige CDs mit Hinweisen wie "Hier gefällt mir der Gesang gut, hier das Schlagzeug, hier die Gitarre" und Snow komponierte insgesamt vier Themen, die ok waren, aber Carter wollte etwas anderes. Das weltweit bekannte Thema entstand dann durch Zufall, als Mark Snow seinen Ellbogen auf das Keyboard sinken ließ. Er hatte eine Echo Maschine, die auf einen bestimmten Rhythmus eingestellt war und als er auf die Tasten kam, ergab das ein "Daba da dum", welches durch die Echo Maschine immer wieder wiederholt wurde. Snow fand, dass sich das gut anhörte, dazu legte er ein paar Synthie-Streicher und Percussion darüber. Als er dann das Thema spielte, suchte er nach einem geeigneten Sound dafür und entdeckte einen Pfeif-Ton, welchen er dann auch verwendete. Am Ende des zweiten Kinofilms, als das Thema wieder auftaucht, ist dieses Mal ein richtiges Pfeifen zu hören, welches von Mark Snows Frau stammt.

X-Files Theme in der kurzen Variante, CD2 Track 01.

Laut Mark Snow gab es immer mal wieder leichte Reibereien mit den Sound-Effects-Leuten, da Chris Carter häufig die Anweisung gab, Snows Musik lauter und die Geräusche leiser abzumischen. Die Musik der X-Akten fristete lange ein Schattendasein. 1996, auf dem Höhepunkt der Serie, erschien das X-Files-Thema als Single und wurde vor allem in Europa ein großer Hit, in Frankreich schaffte es die Single sogar auf Platz 1. Später im selben Jahr erschien dann das Album "The Truth and the Light", welches ausgewählte Musikstücke aus den ersten drei Staffeln beinhaltete. Das Album war allerdings nicht direkt als Soundtrack-Album konzipiert, sondern sollte durch Dialoge aus der Serie, welche in der Musik zu hören sind, einen narrativen Charakter erhalten, außerdem gehen die Stücke ineinander über. 1999 dann erschien der Sampler "The Snow Files", welcher Musiken von Mark Snow aus Serien und Filmen hauptsächlich der 90er Jahre enthielt. Darunter befindet sich auch eine 32-minütige Suite mit Musik der X-Akten, die für die Suite teilweise bearbeitet wurde. So ist beispielsweise im letzten Abschnitt der Suite, beim Stück vom Ende der Episode "Jose Chung´s From Outer Space", ein Chor zu hören, der im ursprünglichen Stück in der Serie nicht zu hören war.

Abgesehen von dieser Suite und eben dem mit Dialogen durchsetzten Album "The Truth and the Light" gab es keine Veröffentlichung der Musik aus der Serie. 2008 dann erwähnte Mark Snow in einem Interview, dass La-La-Land-Records an einer X-Files-Box mit vier CDs arbeitet. Dieses Statement brachte La-La-Land erst mal in kleine Schwierigkeiten, da nun praktisch die Katze aus dem Sack war und die Fans nun natürlich wissen wollten, wann die Box denn endlich erscheint. Nach vielen Verschiebungen erschien

die Box dann endlich im Mai diesen Jahres, limitiert auf 3000 Stück und es soll nicht die letzte Box sein, La-La-Land arbeitet bereits an einer zweiten Box, die 2012 erscheinen soll.

Musik aus "Roland"

Das war Musik aus der Episode "Roland", welche bereits teilweise sowohl auf dem Album "The Truth and the Light", als auch in der Suite enthalten war. Das Thema für Roland, welches Snow hier als Piano-Begleitung spielt, tauchte später noch einmal auf und zwar in der MillenniuM-Episode "Blood Relatives". Da es auch dort um einen Einzelgänger geht, wie Roland einer ist, könnte man das Stück auch als "Einzelgänger-Thema" von Snow bezeichnen.

"The Erlenmeyer Flask" ist das Finale der ersten Staffel. Darin gibt Deep Throat, Mulders Informant, diesem Hinweise über ein Projekt der Regierung, in welchem außerirdisches DNA an Versuchspatienten getestet wird. Das Stück "The Wells Brain" begleitet Scully, als sie in einem Labor einen eingefrorenen Alien-Embryo findet. Scully bringt den Embryo zu Deep Throat, der diesen gegen Mulder eintauschen will, der gefangen gehalten wird. Beim Austausch wird Deep Throat erschossen und seine letzten Worte geben das Credo der Serie vor, "Trust no one.".

Musik aus "The Erlenmeyer Flask"

Kleine, grüne Männchen tauchen nun auf, "Little Green Men" ist die erste Folge der zweiten Staffel, in der Mulder und Scully, nachdem am Ende der ersten Staffel die X-Akten geschlossen wurden, trotzdem weiter ermitteln. Mulder findet sich in einer Hütte in Puerto Rico wieder, in der allerlei technisches Equipment steht, welches Signale aus dem All aufzeichnen soll. Während Mulder die Hütte durchsucht, erwachen die Geräte plötzlich zum Leben und ein helles Licht außerhalb der Hütte blendet Mulder.

Musik aus "Little Green Men"

Hinab in die Untiefen von New Jersey begleitet uns die Episode "The Host". In der dortigen Kanalisation verschwinden Arbeiter auf mysteriöse Weise. Mulder und Scully entdecken eine genetische Mutation, den "Flukeman", ein menschenähnliches Wesen, welches dort lebt. Im Kostüm des Flukeman steckt übrigens Darin Morgan, der Bruder von Glen Morgan, einem der Produzenten der X-Akten und später auch von "MillenniuM". Darin Morgen schrieb darüber hinaus die eher satirisch-ironischen Folgen der X-Akten wie "Humbug", "Clyde Bruckman´s Final Response", "War of the Coprophages" und "Jose Chung´s From outer Space", bei "MillenniuM" schrieb und inszenierte er die Folgen "Jose Chung´s Doomsday Defense" und "Somehow, Satan got behind me". Musikalisch steigt Mark Snow für diese Episode ebenfalls wieder hinab in die düstere Unterwelt.

Musik aus "The Host"

Mit "One Breath" folgt nun ein weiteres musikalisches Highlight der frühen Staffeln der X-Akten. Scully wurde entführt und taucht in dieser Folge wieder auf, liegt allerdings in einem Koma. Mulder versucht verzweifelt, ein Heilmittel für sie zu finden. Im ersten Stück erfährt Mulder, dass Scully wieder aufgetaucht ist. Diese findet sich in ihrem Unterbewusstsein in einem Ruderboot auf einem See wieder, an dessen Steg ihr verstorbener Vater steht, um ihr Lebewohl zu sagen, was mit dem zweiten Stück "Uniforms" unterlegt ist.

Scullys Zustand verschlechtert sich, Mulder sitzt an ihrem Bett und lässt die Männer davonkommen, die für Scullys Zustand verantwortlich sein könnten, um bei ihr zu sein in diesen vielleicht letzten Minuten ihres Lebens. Doch Scully erwacht aus ihrem Koma und erkundigt sich nach Schwester Owens, die ihr in ihrem Koma half, die Brücke zum Leben aufrecht zu erhalten, nur um zu erfahren, dass es keine Schwester Owens in diesem Krankenhaus gibt.

Musik aus "One Breath"

In "Anasazi" reist Mulder in ein Reservat der Navajo Indianer in New Mexcio, wo er einen Eisenbahnwagen voller Alien-Leichen findet. Das erste Stück untermal die Trauer Mulders um seinen Vater, der vom Attentäter Alex Krycek kaltblütig erschossen wurde. Während des zweiten Stückes, "Mercy Wound", entdeckt Scully, dass die Trinkwasserversorgung zu Mulders Apartment angezapft und Drogen dem Wasser beigemischt wurden, die Aggressionen und Paranoia hervorrufen. Mulder will daraufhin Krycek ermorden, Scully hält ihn jedoch davon ab. Am Ende der Episode, die auch gleichzeitig das Finale der zweiten Staffel ist, sehen wir Mulder in dem Eisenbahnwagen voller Alien-Leichen, als der Wagen plötzlich von Soldaten verschlossen und in Brand gesteckt wird.

Musik aus "Anasazi"

Mit der nun folgenden Episode "Nisei" sind wir musikalisch in der dritten Staffel angekommen. In dieser Folge geht es um ein Videoband, welches Mulder zugespielt wird. Darauf zu sehen sind japanische Wissenschaftler bei der Autopsie eines Alien-Körpers, das Alles könnte mit Scullys Entführung zu tun haben. Das Stück untermalt die Szene, als die Wissenschaftler die Autopsie gerade durchführen, dann aber plötzlich von einer Soldaten-Einheit niedergeschossen werden. Das Piano-Thema ist dem aus der Episode "One Breath" sehr ähnlich, es verbindet also auch musikalisch die Sorge von Mulder um Scully mit der Autopsie.

Musik aus "Nisei"

Die Episode "731" ist die Fortsetzung von "Nisei". In dieser Folge gelangt Mulder an Bord eines Zuges, in dem der Körper des Alien transportiert wird. Aber er ist nicht alleine, ein Auftragskiller der Regierung ist ebenfalls an Bord und will den Körper zerstören. In dem ersten Stück "Graves" findet Scully ein Massengrab, in dem Versuchsopfer der Alien-Mensch-Hybrid-Versuche liegen. Das 12-minütige "Derailed" untermalt den Showdown im Zug zwischen Mulder und dem Killer. Beide werden im Wagon mit dem Alien eingesperrt, als eine Quarantäne ausgelöst wird, während eine Bombe tickt, die der Killer angebracht hat, um den Körper und alle Beweise zu vernichten. Dieses Stück ist eines der längsten Stücke, die Snow für die Show geschrieben hat und das längste Stück auf dem Set.

Musik aus "731"

Die "Piper Maru" ist ein französisches Bergungsschiff, welches tief am Grunde des Ozeans ein abgestürztes Flugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg findet. Im Flugzeug befindet sich zum Erschrecken des untersuchenden Tauchers ein Mensch. Als der Taucher wieder auf die "Piper Maru" zurückkehrt, ist sein Taucheranzug mit einer schwarzen Flüssigkeit bedeckt. Damit wird das "schwarze Öl", die Lebensessenz der Aliens in die Serie eingeführt. Das "schwarze Öl" ist ein außerirdischer Virus, der durch die Körperöffnungen in seinen Wirt eindringt und diesen dann kontrollieren kann. Kleine Anekdote am Rande: Piper Maru ist der Name von Gillian Andersons erster Tochter, der Chris Carter so gut gefiel, dass er ihn in die Serie übernahm. Der Name tauchte ebenfalls in dem Film "Alien VS Predator" wieder auf, der Eisbrecher dort trug ebenfalls den Namen "Piper Maru", was wohl eine Hommage an die X-Files-Episode sein soll.

Musik aus "Piper Maru"

Mit "Jose Chung´s From Outer Space" kommen wir nun zu der einzigen Darin-Morgan-Episode, die musikalisch auf der Box vertreten ist. Der Schriftsteller Jose Chung interviewt Dana Scully für sein Buch "From Outer Space" , in dem es um eine Alien-Entführung geht. Im Laufe der Episode wird die Geschichte von verschiedenen Personen erzählt und jedes Mal anders, was Chung zu dem Schluss bringt, dass es nie nur eine Wahrheit geben kann. Die Episode trägt sehr satirische Züge, in ihr haben seltsame Wesen wie Lord Kinbote ebenso Platz, wie Mulders kurzer spitzer "Ah"-Schrei, als er im Wald eine Alien-Leiche entdeckt. Am Ende aber, wie bei allen Darin-Morgan-Folgen, gibt es kein abschließendes Gelächter, die Folge endet auch dieses Mal eher nachdenklich mit einem Monolog von Jose Chung, in dem er anmerkt, dass wir zwar im Universum vielleicht nicht alleine sein mögen, aber hier auf der Erde sind wir alle auf unsere eigene Weise alleine. Untermalt wird der Monolog vom zweiten Stück, "Closure", welches mit einem kurzen Statement des X-Files-Themas endet und damit auch die Episode abschließt.

Musik aus "Jose Chung´s From Outer Space"

Reinkarnation ist das Thema der folgenden Episode, "The Field where I died". Mulder und Scully untersuchen die Machenschaften eines Kultes, der einen Massenselbstmord plant. Der Track "Dim Memories" untermalt die erste Szene der Episode, als Mulder auf einem Feld steht und aus dem Off ein Gedicht rezitiert, während er einige alte Fotografien aus dem 18. Jahrhundert in der Hand hält. Am Ende der Episode sehen wir die Szene noch einmal, dieses Mal aber mit dem Wissen, dass Mulder auf einem der alten Fotos zu sehen ist, in einem früheren Leben. Wir hören nun auch Mark Snows Chöre in diesem Stück, die die Veränderungen, die seine Musik im Laufe der ersten drei Staffeln durchgemacht hat, nochmal unterstreichen.

Seine Musik ist in der vierten Staffel, aus dem diese Folge stammt, bei weitem nicht mehr so stark mit puren Ambient-Klangflächen durchzogen wie früher, seine Musik ist mit der Serie gewachsen, wie es Snow einmal selbst ausdrückte.

Musik aus "The Field where I died"

Der Raucher oder wie Mulder ihn auch nennt, der Krebskandidat, steht im Mittelpunkt der Folge "Musings of a Cigarette Smoking Man". Er ist einer der Hauptfiguren in der Verschwörung der Regierung, die Folge zeigt seinen Aufstieg. Der Track "Extra-Ordinary Men" begleitet den Raucher als jungen Mann bei der US-Army, wo er von General Francis als einer der außergewöhnlichen Männer ausgewählt wird, welche die Geschichte verändern werden. Sein erster Auftrag: Die Ermordung John F. Kennedys. Fünf Jahre später ist der Raucher bereits weiter aufgestiegen, er trifft sich mit dem FBI-Chef J. Edgar Hoover und bespricht mit diesem das Attentat auf Martin Luther King, das er selbst erledigen will, da er Respekt vor dem Mann hat.

Das Stück "Respect" begleitet den Raucher dann auch bei seinen Vorbereitungen auf das Attentat. Er hat wieder einmal unbemerkt die Welt verändert.

Musik aus "Musings of a Cigarette-Smoking Man"

Mit seiner Musik zur nun folgenden Episode "Paper Hearts" verschaffte sich Mark Snow eine Emmy-Nominierung. Durch einen Traum wird Mulder zur vergrabenen Leiche eines Mädchens geführt. Den Täter hatte Mulder bereits vor Jahren geschnappt, dieser behauptete, nicht Aliens, sondern er habe Mulders Schwester Samantha entführt. "El Camino" untermalt die Szene, als Scully bei einer Autopsie des Mädchens feststellt, dass sie schon lange vor den Morden des Serienkillers gestorben ist. Sie finden das Auto des Killers, einen weißen El Camino, in dem seine zwanzig Jahre alten Trophäen liegen: 16 Herzen, die der Mörder aus den Pyjamas seiner Opfer herausgeschnitten hat. "Watergate Heart" markiert das Ende der Episode, als sich herausstellt, dass die Aussage des Mörders, Mulders Schwester ebenfalls getötet zu haben, eine Lüge sein könnte. Mulder betrachtet daraufhin die beiden übrig gebliebenen Stoffherzen, nicht wissend, ob eines davon vielleicht seiner Schwester gehören könnte.

Musik aus "Paper Hearts"

"Kaddish", das aramäische Wort für "heilig", bezeichnet ein Gebet aus der jüdischen Religion. In dieser Folge untersuchen Mulder und Scully Mordfälle, die angeblich von einer Sagengestalt der jüdischen Folklore, dem Golem, verübt wurden. In "Spirit Wedding" kommt es zum Showdown zwischen Mulder und dem Golem, der, wie sich herausstellt, das Opfer einer anti-semitischen Gang war und durch das Gebet seiner Verlobten in der Gestalt des Golem zurückkehrte, um sich zu rächen. Am Ende wiederruft seine Verlobte dann den Zauber und der Golem zerfällt zu Staub.

Musik aus "Kaddish"

Mit "Post-Modern Prometheus" befinden wir uns mittlerweile in der fünften Staffel der Serie. Die ganz in schwarz-weiß gedrehte Episode ist eine Frankenstein-Hommage, inklusive mit Fackeln und Mistgabeln bewaffneter Dörfler und Cher. ;). Ihre Version von "The Sun ain´t gonna shine anymore" erklingt am Anfang der Episode, als eine missgebildete Gestalt das Haus einer einsamen Frau mit einer Art Zirkuszelt überdeckt.

Mark Snow übernahm die Zirkus-Komponente in seine Musik und schrieb ein Thema, welches am ehesten an die frühe Musik eines Danny Elfman erinnert. "Post-Modern Posse" ist der Showdown der Folge, als die Dörfler das Monster töten wollen, welches von Mulder und Scully beschützt wird. Das Monster erzählt dann, dass es niemals jemandem Schaden zufügen, sondern nur das wollte, was für viele hier selbstverständlich ist: Jemanden, der ihn liebt. Während des Monologs baut Snow in seine Musik ein Zitat von Tschaikowski aus dessen "1812"-Overtüre ein. Das gleiche Zitat ist übrigens auch in der "MillenniuM"-Folge "Lamentation" zu hören.

Musik aus "Post-Modern Prometheus"

"Emily" ist die Fortsetzung der Episode "Christmas Carol". Scully findet heraus, dass während ihrer Entführung ihre Eizellen benutzt wurden, um einen Alien-Mensch-Hybriden zu schaffen, die kleine Emily könnte das Resultat sein. Scully will Emily vor den Händen der Verschwörer beschützen und so verzichtet sie in einem Krankenhaus auf lebensverlängernde Maßnahmen für Emily, die daraufhin stirbt. Beim Gedenkgottesdienst erzählt ihr Mulder dann, dass alle Hinweise auf die Existenz von Emily vernichtet wurden, außer ihrer Leiche. Scully öffnet daraufhin den Sarg und findet darin nur Sandsäcke und die Kette, die sie Emily geschenkt hatte. Am Ende des Stückes "Little Box of Sand" sitzt Scully dann alleine in der Kirche und denkt an Emily, die praktisch ihre Tochter hätte sein können.

Musik aus "Emily"

Mit "The End" endet die fünfte Staffel der Serie. Gibson Praise hat in dieser Folge seinen ersten Auftritt, ein Junge, der biologisch halb Alien sein könnte und von Mulder und Scully vor den Verschwörern beschützt wird. Das Stück "Closure" stammt aus der letzten Szene der Folge, als der Raucher in Mulders Büro die X-Akten durchsucht, die Akte von Mulders Schwester Samantha mitnimmt und schließlich Mulders Büro und damit die X-Akten in Brand steckt. Am Ende des Stückes gibt es eine Variation des X-Files-Themas, als Mulder und Scully sprachlos in den verbrannten Überresten von Mulders Büro stehen.

Musik aus "The End"

Das Bermuda-Dreieck war schon oft der Stoff für die ungewöhnlichsten Geschichten, nun ist es sogar eine X-Akte. In der Folge "Triangle" befindet sich Mulder an Board der Queen Mary im Jahre 1939, kurz bevor diese im Bermuda-Dreieck verschwand. Das besondere an dieser Episode ist der Inszenierungsstil, da Chris Carter in Hitchcock-Manier die ganze Folge ohne sichtbaren Schnitt drehen wollte. So gibt es lange Einstellungen und Kamerafahrten, wie auch während des Stückes "Quest for Swath", als die Lone Gunmen Scully darüber informieren, dass Mulder im südlichen Atlantik verschwunden ist und Scully verzweifelt versucht, von ihren Kollegen und Vorgesetzten beim FBI Hilfe zu bekommen. Die Kamera folgt Scully durch das halbe FBI-Gebäude, es wurde komplett in einer Einstellung ohne Schnitt gedreht. Dieser Track ist leider der einzige, der aus dieser Episode seinen Weg auf das Set gefunden hat, viele Fans wünschen sich mehr Musik aus "Triangle", die als ein Fan-Favorit gilt, auf dem zweiten Set, alleine schon wegen der ungewöhnlichen Herangehensweise Snows an die Musik, die stark vom Jazz geprägt ist.

Musik aus "Triangle"

Eine Body-Switch-Komödie gibt es nun bei den X-Akten. In der Doppelfolge "Dreamland" tauschen Mulder und der Chef der berüchtigten Area 51, Morris Fletcher, unfreiwillig die Körper. Mark Snow benutzt das Piano, um die Bedrohung für Mulder zu verdeutlichen, während die Oboe sein ungewöhnliches Abenteuer im Körper Fletchers begleitet.

Musik aus "Dreamland"

Mulder und Scully im Spukhaus, das ist "How the Ghosts stole Christmas". Am Weihnachtsabend untersuchen Mulder und Scully ein altes Haus, in dem es spuken soll. Sie begegnen einem älteren Paar, die Geister, die durch geschickte Manipulation einsame Seelen in den Selbstmord treiben wollen. Mark Snow zieht hier alle Register typischer Spukhausmusik. Das Stück "House Organ/Irrational Fear" eröffnet die Episode mit einer düsteren Orgel, um dann in ein Cembalo-Thema überzugehen, welches Snow dann im zweiten Stück "Fair Warning" variiert und mit seinen Synthie-Streichern spielt. Am Ende, nachdem Mulder und Scully den Geistern entkommen sind, sitzen sie in Mulders Wohnung, reden über die Ereignisse und ihre Einsamkeit, die sich die Geister zunutze machen wollten, bevor sie gemeinsam ihre Weihnachtsgeschenke öffnen.

Musik aus "How the Ghosts stole Christmas"

Der Zweiteiler "Two Fathers/One Son" bringt die Geschichte um die Alien-Verschwörer in der mittlerweile sechsten Staffel der X-Akten zu einem Ende und enthüllt das doppelte Spiel des Rauchers. In "The Patriarch" erzählt der Raucher von den Geheimnissen, von den Plänen, die er mit der Regierung gemacht hat, die Verschwörung mit den Aliens, die unseren Planeten kolonisieren wollen und die Züchtung eines Alien-Mensch-Hybriden. Mark Snow untermalt die Szene mit düsteren Streichern und gibt seinem Monolog damit noch stärkere Wirkung. "Train Tune" ist ein weiteres Highlight in Snows düsterem Actionscoring. Es ist zu hören im Showdown des Zweiteilers, als sich die Verschwörer mit den Aliens treffen und von den außerirdischen Rebellen, die gegen die Erschaffung von Alien-Mensch-Hybriden sind, umgebracht werden. Nur der Raucher, der das Projekt verraten hat, entkommt. Snow benutzt flirrende Streicherfiguren und unterschiedliche Percussion-Sounds, um das Ende der Verschwörer auch musikalisch zu einem Höhepunkt zu machen.

Musik aus "Two Fathers" und "One Son"

Die siebte Staffel markierte einige Veränderungen. Nachdem die Verschwörung und damit der größte Handlungsfaden der ersten sechs Jahre Akte X aufgelöst wurde und den Produzenten auch nicht klar war, ob die siebte nicht vielleicht auch die letzte Staffel der Serie sein könnte, entschied man sich, manche andere alte Geschichte zu einem Abschluss zu bringen, wie die Auflösung, was mit Mulders Schwester wirklich geschehen ist.

In der Doppelfolge "The Sixth Extinction" befindet sich Scully in Afrika, um Mulder zu helfen, der am Ende der sechsten Staffel mit dem "schwarzen Öl" infiziert wurde. Der Track "Sea of Blood" zeigt Scully an einem afrikanischen Strand, wo Ausgrabungsarbeiten stattfinden, nachdem dort Hinweise auf ein außerirdisches Raumschiff gefunden wurden. Das Wasser beginnt plötzlich zu kochen und sich rot zu färben. Snow untermalt die Szene mit seinen düsteren Streichern, fügt aber noch Vocal-Samples hinzu, die das afrikanische Setting musikalisch wiederspiegeln. Eine weitere Besonderheit des Stückes ist ein kurzer Ausschnitt aus Snows Musik für den ersten Kinofilm, der hier eingebaut wurde und eine tiefe Streicher-Variation des X-Files-Themas enthält. "The Martyr" untermalt die letzte Szene der Doppelfolge, als Scully den genesenen Mulder im Krankenhaus besucht und beide sich über ihr Leben und ihre Verluste auf der Suche nach der Wahrheit unterhalten. Am Ende der Szene küssen sich Mulder und Scully zum ersten Mal. Snow beginnt das Stück mit einer sanften Piano-Melodie und geht dann zu einem warmen Streicherstück über, welches er durch den Einsatz eines Chores verstärkt.

Musik aus "The Sixth Extinction"

Ein fast schon historisches Zusammentreffen markiert die Folge "Millennium". Nachdem Chris Carters Serie "MillenniuM" nach der dritten Staffel, aber vor dem Jahrtausendwechsel endete, entschloss man sich, die Serie innerhalb der X-Akten zu einem Ende zu führen. Kurz vor dem 31. Dezember 1999 begehen vier ehemalige FBI-Agenten Selbstmord, ihre Leichen verschwinden spurlos. Alle vier waren Mitglieder der MillenniuM-Gruppe, einer Organisation, die bis in höchste Regierungsämter reicht. Mulder und Scully suchen daraufhin Frank Black, der sich mittlerweile in einem Sanatorium befindet, auf, um ihn um Mithilfe bei dem Fall zu bitten. Frank Black wird natürlich wieder dargestellt von Lance Henriksen. Mark Snow holt für diese Episode wieder seine Solo-Violine heraus, die bei seiner Musik für die Serie "MillenniuM" zur musikalischen Stimme Frank Blacks und seinem Kampf gegen das Böse wurde. So ist sie zum ersten Mal zu hören, als Mulder und Scully Frank Black gegenüberstehen, sie spielt den Anfang des MillenniuM-Themas und ist auch im weiteren Verlauf des Gesprächs zwischen Frank Black und Mulder und Scully zu hören. Snows düstere Klanglandschaften setzen ein, als ein Polizist auf einer nächtlichen Landstraße einen Mann antrifft, der offensichtlich eine Reifenpanne hat. Im Gepäck hat der Mann allerdings eine der vier Leichen, die plötzlich lebendig wird und den Polizisten tötet. "The End of the Crusade" markiert das Ende der Folge und damit auch das Ende des Kreuzzuges, den Frank Black geführt hat. In einem Krankenhaus verabschiedet er sich von Mulder und Scully, die im Fernsehen den Jahreswechsel zum Jahr 2000 beobachten. Mark Snow baut das traditionelle "Auld Lang Syne" in seine Musik ein, das Stück endet mit einem kurzen Piano-Statement des X-Files-Themas.

Musik aus "Millennium"

"All Things" ist die einzige X-Files-Episode, die von Gillian Anderson geschrieben und inszeniert wurde, David Duchovny hat da einige Writer-Credits mehr auf seiner Liste. In der Folge reflektiert Scully viel über sich selbst, die Wege, die sie in ihrem Leben eingeschlagen hat und welche Auswirkungen das auf ihre Zukunft hat. Für die Episode arbeitete sie eng mit Mark Snow zusammen, im Stück "Waterson" trifft Scully im Krankenhaus zufällig einen alten Bekannten wieder, mit dem sie einst eine Affäre hatte. Das Piepen des Herzmonitors wird ersetzt durch ein sanftes Glockenspiel in Snows Musik, nur eines von vielen Beispielen für das vielschichtige Sound Design, welches Snow für die Episode geschaffen hat.

Musik aus "All Things"

In "Hollywood A.D." soll ein Film über die ungelösten Fälle des FBI gedreht werden, Mulder und Scully werden unfreiwillig zur Vorlage der Hauptfiguren. Diese wieder eher absurd-komische Episode wurde von David Duchovny inszeniert. Musikalisch darf sich Mark Snow hier wieder austoben. Für "Dancing Bones" komponierte Snow seine Version des "Skeleton Dance", als Mulder und sein Film-Ich unter einer

Kathedrale Nachforschungen anstellen und dabei auf Knochen stoßen, die sich selbst wieder zu einem Skelett zusammenfügen und anfangen zu tanzen. Snow setzt hierfür Orgel, Xylophon und Kastagnetten ein. Die Hollywood-Magie, das wollte Snow wohl mit dem Track "Hollywood" zum Ausdruck bringen. Als Mulder und Scully nach Hollywood zum Filmset kommen, begleitet sie Snow mit einer treibenden Streichermelodie, der Chor unterstreicht nochmal die Magie des Filmemachens. "The Kiss" ist dann das Happy-Hollywood-Ende der Folge und des in der Folge gedrehten Filmes, den sich Scully und Mulder in einem Kino ansehen. Snow fährt hierfür schmachtende Streicher auf.

Musik aus "Hollywood A.D."

Musikalisch ist die siebte Staffel damit abgeschlossen. Am Ende der Staffel verschwindet Mulder, er wird mit anderen Entführungsopfern vor den Augen von Assistent Director Skinner in einem Waldgebiet von einem Raumschiff mitgenommen. Der Beginn der achten Staffel markiert wiederum große Veränderungen innerhalb der Serie. Special Agent John Doggett, gespielt von Robert Patrick, der damit beauftragt wird, Mulder zu finden, wird ebenfalls ein fester Bestandteil der "neuen" X-Akten, wie auch seine Partnerin Monica Reyes, gespielt von Annabeth Gish. Von vielen Fans als Ersatz von Mulder und Scully gesehen und deshalb abgelehnt, hauchten die neuen Figuren der Serie dennoch neues Leben ein. Für den Verlust von Mulder und die Suche nach ihm, verpasste Snow Scully ein Thema, für das er die Sängerin Nicci Sill verpflichtete. Den Text, den sie singt, sollte man laut Mark Snow nicht gleich verstehen, die Worte sollten mehr nur zu Erahnen sein, es sind die Worte "We are near". Das Stück taucht in der Doppelfolge "Within/Without" zum Start der achten Staffel mehrmals auf.

Musik aus "Within"

Im weiteren Verlauf der Doppelfolge taucht auch Gibson Praise wieder auf, der Junge, der halb Mensch, halb außerirdisch ist. Begleitet von einem weiteren aufregenden Actiontrack, "Hide & Seek", kämpft Scully gegen den außerirdischen Kopfgeldjäger, der Gibson Praise töten soll. Ein kurzes Statement des X-Files-Themas durch die Hörner markiert Doggett als neues Mitglied der X-Akten.

Musik aus "Without"

Der Track "Starspeak" aus "This is not happening" ist eine instrumentale Version von Scullys Thema. Die Folge befindet sich bereits in der Mitte der achten Staffel, die Abwesenheit von David Duchovny als Mulder verstärkt die Sorge, die Scully empfindet. In "Hidden Truths/Big Happening" hören wir zu Beginn ein weiteres Thema für Scully, als sie eine Chance sieht, Mulder zu finden. Eine UFO-Sekte liest wieder aufgetauchte Entführungsopfer auf, um ihnen zu helfen, Jeremiah, ihr Anführer ist eine Art Wunderheiler. Als Doggett und seine Männer dann nachts im Waldgebiet um das Anwesen der Sekte herum Mulders Leiche finden, sieht Scully nur einen Ausweg: Sie muss zu Jeremiah. Doch bevor sie zu ihm gelangen kann, sieht sie ein UFO, welches sich über dem Anwesen der Sekte bewegt und Jeremiah mit sich nimmt. Es gibt eine kurze Variation des X-Files-Themas mit Chor, als Scully Mulders Leiche sieht, der Chor begleitet Scully, als sie zum Anwesen der Sekte rennt. Das Raumschiff taucht auf und das am Anfang bereits erklungene Thema wird von Snow zu einem fast schon Hans-Zimmer-mäßigen Marsch ausgebaut, bevor es auf einer Solo-Trompete gespielt endet, als Scully entdeckt, dass Jeremiah, Mulders einzige Hoffnung, verschwunden ist.

Musik aus "This is not happening"

Die achte Staffel veränderte auch zum ersten Mal den Vorspann der Serie, der bis dahin immer gleich geblieben war, David Duchovny verschwand erst mal aus dem Vorspann und machte für Robert Patrick Platz. Für die neunte Staffel wurde der Vorspann komplett neu produziert, nicht nur, dass nun auch Annabeth Gish und Assistant Director Walter Skinner Mitch Pileggi hin und wieder bereits im Vorspann auftauchten, auch Mark Snow überarbeitete sein Thema. Er fügte einen stärkeren Percussion-Hit am Anfang des Themas hinzu und änderte Sounds im Hintergrund.

X-Files Theme, CD 4 Track 01.

Dem Akte-X-Spin-off "The Lone Gunmen" war leider keine lange Lebensdauer gewährt. Nach nur 13 Folgen wurde die Serie um die drei Nerds, die Mulder und Scully immer wieder helfen, eingestellt, allerdings ohne richtiges Ende, da die Episode "All about Yves" mit einem Cliffhanger endete. Ähnlich wie bei "MillenniuM" wollte man auch hier die X-Akten nutzen, um eine andere Serie zum Abschluss zu bringen. Das geschah dann gegen Ende der neunten Staffel mit der Folge "Jump the Shark". Den Track "Triangle" eröffnet Snow mit einem kurzen Statement seines Lone-Gunmen-Themas, welches er für das Spin-off komponierte. Das "Lone Gunmen Requiem" ist das Finale der Episode, als die Gunmen einen Mann verfolgen, der einen tödlichen Virus in sich trägt. Das Ende der Folge spielt auf dem Arlington Friedhof, dem großen Friedhof für die gefallenen Soldaten der Weltkriege. Scully reflektiert über die Gunmen und was sie getan haben, ohne, dass es wohl je jemand erfahren wird. Als die Kamera langsam nach oben hin wegfährt ertönt ein letztes Mal das Lone-Gunmen-Thema auf einer einsamen Solo-Trompete.

Musik aus "Jump the Shark"

Mulder hatte die Suche nach seiner Schwester, also gab man Agent Doggett ebenfalls eine Aufgabe. Sein kleiner Sohn wurde vor Jahren ermordet, der Täter wurde nie gefasst und bereits während der achten Staffel wird Doggett oft mit dem Tod seines Sohnes konfrontiert. In der neunten Staffel nun wollte man auch diese Nebenhandlung auflösen. Doggett erfährt am Ende der Folge endlich seine Erlösung und verstreut zusammen mit seiner Ex-Frau die Asche ihres gemeinsamen Sohnes ins Meer. Mark Snow komponierte für diese Szene ein herzzerreißendes Stück, welches auch musikalisch die Erlösung Doggetts von seiner Suche bringt.

Musik aus "Release"

"The Truth", die Wahrheit. Nach neun Jahren steuert die Serie damit auf ihr Ende zu. Alte Feinde und Freunde tauchen wieder auf, aber es werden längst nicht alle Fragen beantwortet. Der große Showdown findet statt in der Wüste von New Mexico. Ohne zu viel verraten zu wollen beinhaltet er Mulder, Scully, Doggett und Reyes, zwei schwarze Helikopter, einen alten Bekannten und eine erschreckende Enthüllung. Musikalisch zieht Snow am Ende nochmal alle Register, sein Actionscoring ist scharfkantig wie nie zuvor in der Serie, mit brodelnden Chören und viel Schlagwerk untermalt er die Geschehnisse in der Wüste. Die letzte Szene spielt sich allerdings nicht in der Wüste ab. In ihr breitet Snow einen melancholischen Teppich aus und lässt das Phänomen Akte X nach neun Jahren sanft und mit einer Tonartänderung des X-Files-Themas von Moll nach Dur hoffnungsvoll ausklingen.

Musik aus "The Truth"

Damit sind wir fast am Ende der Sondersendung, aber, um es mal mit Otto zu sagen "Einen hab ich noch". Neben den X-Akten komponierte Snow ebenfalls die Musik für die anderen Chris-Carter-Serien. Für "MillenniuM" drang er noch tiefer in die düsteren Abgründe der menschlichen Seele ein, als er es bei den X-Akten getan hatte. Als Leitinstrument wählte Snow eine Violine, die nicht nur in den Main Titles präsent ist, sondern im Verlauf der ganzen Serie als die Stimme Frank Blacks und seinen unnachgiebigen Kampf gegen das Böse in Erscheinung tritt. La-La-Land-Records veröffentlichte bereits 2008 eine limitierte Doppel-CD mit der Musik von Mark Snow aus der Serie, die aber mittlerweile ausverkauft ist. Ich habe drei Stücke daraus ausgewählt, eines aus jeder Staffel, die die Aspekte der Angst, aber auch der Hoffnung innerhalb der Serie zum Ausdruck bringen.

MillenniuM; CD 1 Track 6, CD 2 Track 3 und CD 2 Track 15.

Zum Schluss bedanke ich mich bei euch allen für das Interesse und hoffe, ihr habt bis hierhin durchgehalten und es war auch einigermaßen kurzweilig. Ein großes Dankeschön geht auch an Anne und Oli, die diese Sendung erst für mich möglich gemacht haben und natürlich auch ein großes Dankeschön an La-La-Land, die uns freundlicherweise die Erlaubnis gaben, die Musik von der Box für die Sendung zu verwenden. Vielleicht habt ihr durch die Sendung Lust auf die X-Akten bekommen, sei es auf die Musik oder die ganze Serie, beides ist, wie die Wahrheit, irgendwo dort draußen.

X-Files Theme lange Version, CD 4 Track 24.

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