Sayarin

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    etwas bei 100 oder so...
  1. Hab den Film nun gesehen. Hier mal die Musik-Eindrücke: Actionpassagen: kaum präsent oder aussagekräftig, ging eh im Kawoom unter. Das übliche Percussion- und Computer- Gefetzte. Ruhige/"epische" Momente: angenehmes, neues Maintheme (siehe auch Hörprobe oben). Alte Elemente kamen im zweiten Teil des Film wieder wie z.B. Arrival to Earth oder das Autobot-Theme aus Teil 1. Sehr GoT-lastig. Allgemein RCP in Reinstform. Hat bei mir schon für Stimmung gesorgt. Film allgemein: uff. Großes "Uff". Mehr dazu später im Film-Thread wenn ich meine Kritik verfasst habe.
  2. Auch gerade gehört. Holla. Nicht schlecht! Auch wenn bekannte "Bausteine" benutzt worden sind... das Thema hat etwas. Bin echt gespannt. Schau mir den Film heute nachmittag schon an. Allerdings ohne große Erwartungen. Bericht folgt.
  3. Die Musik ist echt der Hammer. Kenne das Spiel und es war immer wieder ein Gänsehautmoment wenn meine Lieblingstitel aufgetaucht sind. Es ist echt klasse wie sehr sich die Spielemusik weiterentwickelt hat. Filmreif.
  4. Neues vom Score. Naja... naja. Nicht besonders repräsentativ. Hoffe dass da noch mehr kommt.
  5. Der Bowie-Song ist cool. Da stell ich mir vor dass er gut reinpasst. Bob Marley... kann man sich wohl nur überraschen lassen. Der letzte Titel wird bestimmt der Abspann- Song.
  6. Hab mir den Score nun auch schon mehrfach angehört...und meine Meinung schwankt zwischen "Juhuu der alte RCP Stil ist wieder da!!" und "es bleibt nichts hängen". Die ersten zwei Drittel des Scores dümpeln etwas belanglos vor sich hin. Das Orchester wurde wieder glattgebügelt á la "The Rock" oder "Armageddon", es will für mich nichts so recht auf den Punkt kommen. Allerdings ändert sich das im letzten Drittel. Zwar gibt es da auch nichts Neues, aber die alte RCP-Epic zeigt dann doch mal ihr besseres Gesicht. "Treasure" ist ein tolles Highlight. Was mir gefällt dass recht viel von Teil 3, meinem Favoriten der POTC-Reihe, wieder benutzt worden ist. Bin mal gespannt wie es im Film wirkt.
  7. Na dann hau ich mal meinen derzeitigen Favoriten ins Rennen... GUARDIANS OF THE GALAXY VOL 2, Tyler Bates
  8. Ich durfte am 24.05. in Leipzig dabei sein. Und habe mal eine Kritik verfasst. Viel Spaß beim Lesen! Der Name „Hans Zimmer“ ist wohl einer der Bekanntesten überhaupt wenn es um Filmmusik geht. Immer wieder fällt auf dass selbst Leute, die sonst nichts mit der Soundtrack- Welt zu tun haben, diesen Namen kennen und gegebenenfalls anerkennend pfeiffen. So war es mehr als klar, dass Zimmers – nun schon zweite Welttournee – wieder Jung und Alt in Massen anzog. Und am 24. Mai durfte ich zu diesen Massen gehören und endlich einen meiner größten musikalischen Wegbegleiter on stage erleben. Die Arena Leipzig war mit ihren ca 12.000 Plätzen bis auf wenige Ausnahmen ausverkauft und dennoch verliefen Einlass und das Platzfinden unkompliziert. Kompliment an das Personal & Service, welches freundlich und geduldig die vielen Menschen abfertigte. Die Essens- und Getränkepreise waren natürlich Messepreise, aber 3,50 Euro für ein 0,4 Pils gingen dann doch noch in Ordnung. Auch ein Merch- Stand war aufgebaut, welcher Konzerterinnerungen verkaufte. Ich hatte meinen Platz ziemlich weit vorne. Siebte Reihe, mittig; die Aussicht auf die Bühne war schon vor dem Konzert bombastisch mit ihren Synthieaufbauten, sämtlichen Gitarren und Percussion. Man ahnte quasi schon die Wucht, die auf einen zukommen sollte. Um 20:15 war es endlich soweit. Mit einer Viertelstunde Verspätung, die dem hohen Verkehrsaufkommen rund um die Arena geschuldet war, betrat Hans endlich mit seinen ersten MusikerInnen der Band die Bühne und begann mit einem Medley aus „Driving Miss Daisy“, „Sherlock Holmes“ und „Madagascar“ an Klavier und Banjo zu rocken und brachte das Publikum sofort auf seine Seite. Währenddessen hob sich auch der Vorhang und präsentierte das kleine Orchester sowie den 17köpfigen Chor, welche dann zum ersten Mal ihre gesamte Pracht bei den darauffolgenden Stücken aus „Crimson Tide“ und „Angels and Demons“ zeigten. Das fast dreistündige Konzert war natürlich mit Zimmers bekanntesten Werken reich bestückt. Höhepunkte waren unter anderem „Gladiator“ mit Czarina Russel, welche Lisa Gerrads Solo-Part wunderbar performte sowie der Ausflug zu den „Pirates of the Caribbean“, wo Cellistin Tina Guo mit ihrem Können im Vordergrund stand, sowie Klassiker aus „Thin Red Line“, „The Lion King“ mit Sänger Lebo M, welcher auch schon den Soundtrack mit seiner prägnanten Stimme prägte und auch der krachig-, metallische Superhelden- Part. Das Publikum nickte und summte zum Teil mit; bei ruhigen und epischen Stellen konnte man die Ehrfurcht und Ergriffenheit direkt spüren. Ich selber musste gerade bei „Crimson Tide“ und „Gladiator“ heftig schlucken, gehören diese beiden Scores zu meinen ewigen Lieblingen und das live zu erleben berührte mich persönlich sehr. Nichtsdestotrotz wäre ich gerne immer wieder von meinem Platz aufgestanden um wie bei einem Metalkonzert abzurocken oder zumindest mitzuwippen. Hans selber führte souverän und locker durch das gesamte Konzert. Seine größtenteils deutschen Ansagen ließen kaum erahnen, dass er schon ewig in den USA lebt. Er plauderte frei von der Leber weg und erzählte dem Publikum kleine Anekdoten und machte des Öfteren Spaß mit seinen Musikmusikern (welche natürlich kein Wort verstanden, was immer wieder für Lacher sorgte). Einen großen Gänsehaut-Moment gab es im zweiten Teil des Konzerts, wo Hans vor dem Batman-Part über seine Empfindungen zum Tod Heath Ledgers und dem Kinoanschlag bei „Dark Knight rises“ erzählte. Dazu widmete er den „Interstellar“ Teil den Opfern des Anschlags von Manchester, welcher damals gerade mal ein paar wenige Tage zurücklag. Das gab sofort weitere Sympathie- Punkte für Zimmer, welcher gerade bei dem Part sehr authentisch und keinesfalls arrogant oder abgehoben herüberkam. Pluspunkte gibt es auch für die Bühnenshow. Man beschränkte sich auf eine Licht- und Videoshow ohne großen Schnickschnack oder gar Filmszenen im Hintergrund. Die Musiker standen die ganze Zeit im Vordergrund. Zwar waren die vereinzelten Stroboblitz- Einsätze bei den „harten“ Ecken ab und zu anstrengend, aber das trübte das Gesamtbild keinesfalls. Der Einsatz von Lichtkegeln und einfacher, aber aussagekräftiger Videoprojektion verschmolz mit der Musik zu einer wunderbaren Einheit. Der Sound sollte dann aber im Laufe des Konzerts leider das Sorgenkind werden. Es ist natürlich eine große Herausforderung, eine Band, Solomusiker, Orchester und Chor ausgeglichen abzumischen und auch die mäßige Akustik der Arena Leipzig schluckte viel an musikalischen Feinheiten. Durch die große Präsenz der Rockband gingen immer wieder die Streicher des Orchesters unter; die Blechfraktion konnte sich gut durchsetzen, der Chor wurde wohl auch synthetisch bzw an den Synthie- Tasten verstärkt (wie wohl auch einige andere Orchesterparts). Zumindest kam es mir so vor. Die ruhigen Musikstücke sowie die Parts ohne volle Band waren wohl soundtechnisch das Beste. Sehr laut wurde es dann während des schon angesprochenen krachigen Superhelden-Parts. „Dark Knight“ war nur noch ein künstliches Bass- Gerummse, welches nur noch die E-Gitarren durchließ und durch sämtliche Ohren und Mägen vibrierte. Die Tiefen waren da defintiv zu heftig aufgedreht. Dazu war „Amazing Spiderman 2“ ein Metalkonzert der Superlative, was nur noch aus Gitarren- und Basssound bestand. Ich bin laute Konzerte gewöhnt, aber viele Leute um mich herum fühlten sich sichtlich unwohl dank der extrem lauten Rockwand aus mehreren E-Gitarren und zwei E-Bässen. Die Show war imposant, aber dennoch trübte das einen der geplanten Höhepunkte. Erträglicher wurde es dann wieder bei „Interstellar“ und der „Inception“- Zugabe, welche dann auch das Konzert beschloss. Hans und seine MusikerInnen wurde mit minutenlangen Applaus und Standing-Ovations gefeiert. Trotz des Soundproblems, was ja wohl auch schon bei früheren Konzerten seiner Tour ein Problem darstellte, war es ein episch- gelungener und unterhaltsamer Abend. Musikauswahl war für die breite Masse sehr gut zusammengestellt, die Moderation top. Für mich ging ein großer Traum in Erfüllung; Hans Zimmer ist und bleibt für mich eine Ikone, welcher mit unter vielen Fans umstrittenen, aber dennoch wegweisenden Mitteln die Filmmusik erfrischte. Und er hat seinen Platz neben John Williams, Jerry Goldsmith und James Horner. Und wird ihn wohl immer behalten.
  9. Ja, das kommt hin. Es ist echt so ewig her.
  10. Hier mal etwas Aktuelles von mir. Ist ja schon ne Weile her...
  11. Und so gehen die Geschmäcker auseinander. Ist doch auch vollkommen in Ordnung, schrieb ja am Anfang dass es vielen inzwischen zu extrem wird und ich das auch etwas nachvollziehen kann. Man darf kein Arthouse erwarten, es soll ja eher lockerere Kost sein und einfach nur unterhalten. Und das mag ich halt.
  12. Das wird ein langer Post... ich hoffe ihr verzeiht mir das, weil es z.T. um Herzensangelegenheiten geht. Es ist auch meine persönliche Meinung und ich hoffe, ihr versteht dass ich nicht verallgemeinern möchte. Prolog: Das Marvel Cinematic Universe ist umstritten. Viele lieben es, vielen ist es "too much". Ich kann es verstehen dass einige angenervt sind, wenn pro Jahr 2-3 Filme rausgehauen werden, eine Serienflut via Netflix überschwappt und es den Eindruck erweckt, als ob da eine Masche herunter geleiert wird. Es gibt natürlich austauschbarere Filme innerhalb der Reihe, aber Streifen wie z.B. "Winter Soldier" mit seiner Thriller-Mentalität, "Ant-Man" mit seiner locker-flockigen Art oder die beiden Guardians-Teile, die mal eine poppig-humoristische Note reinbrachten (zu Teil 2 komm ich hier auch noch) sowie "Civil War" mit der Betrachtung ernster Konflike stechen immer wieder hervor. Und trotz Schwäche fühle ich mich immer wieder gut unterhalten. Ich mag den "Masterplan", wenn die Filme in irgendeiner Form ineinander greifen und auf einen Showdown hinarbeiten. Ich liebe das MCU, Auch wenns schwächere Ecken gibt. Das schon einmal dazu. Captain America: Civil War Okay, hab ihn schon mehrfach gesehen (u.a. 3 x im Kino), aber heute war für einen guten Freund bei mir seine Erstsichtung wo ich mitgeschaut habe, deswegen hier noch einmal eine Einschätzung. Nach mehrfacher Sichtung fällt einem auch mehr auf. Die Avengers (bis auf Thor und Hulk) verzoffen sich und treten gegeneinander an. Verbal wie auch physisch. Eigentlich eine einfache Formel: aus Freuden werden Feinde, auch wenn man es nicht wahrhaben mag und hofft, dass sich alle wieder vertragen. Das wird wohl gezwungenermaßen im nächsten Avengers-Teil passieren (wie auch immer), der 2018 in unseren Kinos anläuft. Ein schwelender Konflikt, der schon zigfach in Filmen verarbeitet wurde. Doch dieses Mal ist es etwas Anderes.Ein eigentlich eingeschworendes Team muss sich zwischen Unterjochung der Regierung oder Freiheit mit der Konsequenz, dass sie nicht mehr anerkannt werden, entscheiden. Denn die Helden müssen sich mit den Konsequenzen ihrer Weltenrettung auseinandersetzen. Neben dem Triumph über das Böse kamen viele Menschen zu Tode oder zu Schaden, weswegen die Regierung den Avengers ihr autonomes Handeln verbieten und unter ihre Fittiche stellen möchte.Steve Rogers alias Captain America ist damit nicht einverstanden, wogegen Tony Stark alias Iron Man das Abkommen unterschreiben mag. Ein Anschlag auf eine Konferenz, die angeblich auf Steves alten Freund und Widersacher in "Winter Soldier", Bucky Barnes zugeschrieben wird, heizt die ganze Problematik noch mehr an. Rogers glaubt an die Unschuld seines alten Freundes, während Tony versucht, seine Vergangenheit mit der Zustimmung des Abkommens reinzuwaschen. Es ist eigentlich ein interessantes Thema, welches angesprochen wurde. "Wie weit dürfen Superhelden gehen?" In Avengers 1 und 2 sowie anderen MCU-Filmen mit Avengers-Mitgliedern sah man ja immer eine Menge Zerstörung. Jetzt werden die "Helden" mit den Konsequenzen konfrontiert, die Diskussionen und Spaltung hervorbringen.Viele Superhelden/Action-Filme ignorieren dieses Thema, deswegen fand ich es mal erfrischend, mal diese Konflikte zu verfolgen. Die Motive der beiden Hauptgegner Steve und Tony sind nachvollziehbar, ich fühlte mit beiden Parteien mit. Und auch die Geschichte von Bucky Barnes war ein wesentlcher Bestandteil der Story; weitere "Nebenhelden" wie Falcon, War Machine, Vision und Scarlet Witch bekamen gut Screentime. Action gibt es natürlich genug; allerdings war sie nie überpräsent oder unpassend. Viel Handlung gab es zwischen den Charakteren und ihren Motiven. Ein Highlight ist der Kampf, der auf dem Flughafen Leipzig-Halle gedreht wurde sowie das Ende, welches eine unangenehme Überraschung für einen der Protagonisten bereithält. Diese Szene hat bei mir einen sehr starken emotionalen Einfluss gehabt. Humor kommt trotz des ernsten Untertons nicht zu kurz; die typischen "Battle-Sprüche" lockern auf und kamen bis auf ein, zwei Szenen nie ungelegen. Highlights sind natürlich die Auftritte vom neuen Spider-Man und Ant-Man. Zemo als "Bösewicht" war okay, nicht hervorragend, aber auch nicht so schwach wie ein Malekith (Thor 2) oder Ronan (ja, ich als GotG Fan geb das zu. ). Sein Ziel war etwas berechenbar und dennoch wirkungsvoll umgesetzt. Gut fand ich auch, dass am Ende nicht unbedingt wieder die alte Heldenformel "Gut siegt über Böse" verwendet wurde. Die Musik fand ich okay. Gut orchestriert, aber etwas blass. Jackman hat sich bemüht, das Silvestri-Feeling wieder aufleben zu lassen und z.T. gelingt ihm das auch, aber bis auf die Kampfszene am Flughafen und eine der Endmusiken blieb mir nichts im Ohr. Es waren wieder einmal die dramatischen Elemente, die hängenblieben. Der Rest war hörbar, dümpelt aber ein wenig vor sich hin. Desweiteren fand ich Visions Part etwas mau. Er wirkte immer wieder wie ein gezwungener "Vernunft-Part", der eigentlich Kräfte besitzt, die jenseits von Gut und Böse sind (er trägt einen Infinity-Stein in sich). Fazit: Für MCU-Fans ein gelungenes Fest an einem 3/4 Avengers-Film, der auch innerhalb des "Masterplans" noch eine Rolle spielen wird. Mir hat CW gefallen, er war unterhaltsam, Action, Drama, Humor wurden gut platziert, welche auch durch ein paar wenige Schwächen führten. Für Leute, die sich den Film "nur mal so anschauen" wollen wird es schwieriger, da Vorwissen aus u.a. Avengers 1 und 2 sowie Winter Soldier gebraucht wird. Nicht umsonst ist es der dritte Teil von "Captain America", welcher fest verwurzelt ist im Avengers- und MCU-Masterplan. CW ist ein Film, der eine nicht unbedingt voraussehbare und dennoch gut verstehende Handlung hat, von der typischen Avengers/MCU-Action und auch humoristischen Ecken lebt sowie den Konflikt der Parteien gut beleuchtet. Kommen wir nun zu meinem aktuellen MCU- Abenteuer...Zweitsichtung im Kino war letzen Dienstag und eine Drittsichtung ist für morgen geplant... Guardians of the Galaxy Vol. 2 Im Jahr 2014 erblickte eine bis dato (außerhalb der Comic-Fan-Ecke) völlig unbekannte Heldentruppe das Licht der Leinwand und eroberte das Herz vieler Kinogänger. Auch derer, die sonst mit dem MCU nichts anfangen konnten. Der erste "Guardians of the Galaxy" war etwas völlig Neues im Superhelden-Universum. Eine bekloppte, vorbelastete und dennoch supersympatische Truppe, die sich gezwungenermaßen zusammenschließen musste, um am Ende einen wahnsinnigen Bösewicht zu besiegen. Der Einsatz von 70er und 80er Songs, das Star Wars- ähnliche bunte Space-Opera-Feeling sowie der flotte Humor waren ein Rezept für einen der erfolgreichsten Filme des MCU. Und man fragte sich danach: kann das ein zweiter Teil toppen? Captain America hats schon einmal bewiesen. Teil 2 gilt als einer der besten Filme des MCU, dich gefolgt von Teil 3. Eine eher seltene Angelegenheit, dass Fortsetzungen die Vorgänger toppen. Und ja... Vol. 2 ist auch für mich so ein Fall. Die Handlung ist recht einfach: die Guardians sind auf der Flucht und werden von einem mysteriösen Mann namens "Ego" gerettet, der sich als Peter Quills (Star-Lords) Vater ausgibt, Er führt einen Teil der Truppe auf seinen Planeten, wo viele Geheimnisse auf sie warten, welche sich dann später als eher unschön herausstellen. Nebenher werden alle Charaktere mehr oder weniger mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und müssen sich mit einigen persönlichen und generellen Konflikten herumschlagen. Wo soll ich anfangen. Die Handlung ist wie gesagt einfach und auch teilweise sehr vorausschaubar. Doch dieses Manko macht das ganze Drumherum wieder wett. Ich muss z.B. auf Mad Max: Fury Road verweisen, wo eine simple Handlung durch die Cinematografie und die Interaktionen einfach nur wegradiert worden ist. Punkt 1: Natürlich machen die Guardians ihr unglaublicher Humor aus. Und der war einfach nur grandios. Dieses Aufziehen und die Situationskomik; es wurden Dinge gebracht, die jedermann in einer Szene im Kopf hatte und nie dachte, dass Dies ausgesprochen wurde; die Frotzeleien und Streitgespräche sowie viele Aktionen waren Dinge, die einfach nur der Brüller waren. Den Lacher-Bonus hatten Drax u.a. mit Mantis sowie Baby Groot intus (der natürlich nen heftigen Cutie-Bonus hat), auch Quill und Rocket Racoon sowie die Ravagers hatten wieder ihre Momente. Ich habe im Kino geheult vor Lachen, und das ist mir seit GotG 1 nicht mehr passiert. Und es ist kein stumpfer Humor á la Ted. Man merkt immer wieder dass die GotG-Truppe Typen wie du und ich sind, die gerne sagen was sie denken und dem Kinozuschauer die Assoziation des Witzes sofort mit einer deftigen, aber sympatischen Energie um die Ohren hauen. Die Charaktere blühten in Teil 2 einfach nur auf. Punkt 2: Ich habe im Vornherein Kritiken gelesen, welche die extreme Emotionalität des Films hervorhebt. Ich konnte es erst nicht glauben. Zwar gabs auch in GotG 1 einige gefühlvolle Elemente (der Anfang!), aber dass das noch getoppt werden kann hätte ich mir nie vorgestellt. GotG 2 beschäftigt sich sehr mit dem Begriff "Familie". Ist nichts Neues im MCU oder Disney (denen ja die Marvel Studios gehören), aber diese eigentlich lustige und verrückte Truppe mal in solchen Problematiken zu sehen ging mir doch etwas ans Herz. Im Kino habe ich wirklich mitgelitten. Peter und sein Vater. Gamora und Nebula. Rocket und Yondu. Und das Ende von Vol 2 gehört definitiv zu den emotionalsten Momenten des MCU. Wahnsinnig episch und dramatisch umgesetzt. Das Schöne ist auch: James Gunn scheut sich nicht, seinen Helden auch mal echte Gefühle zeigen zu lassen. Neben all dem Humor sah man dann gerade im zweiten Teil intensive Empfindungen und dann auch Tränen. Punkt 3: Das ist natürlich die Musik. Teil 1 lebte ja vorallendingen von Peter Quills "Awesome Mix 1", Pop und Rock aus den 70/80er Jahren. Und es war klar, dass es auch einen "Awesome Mix 2" geben wird (Ende Teil 1) und der ist auch das Herzstück der musikalischen Umrahmung von Vol. 2. Die Songs - wieder allesamt Klassiker von ELO, George Harrison, Cat Stevens (der auch für eine der schönsten Szenen unterlegt hatte), Fleetwood Mac und Glen Campbell gaben diversen Szenen den richtigen Kick. Zum Teil etwas abstrus, aber das gab dem Ganzen die richtige Würze an Humor und Emotionen. Es ist zwar nichts Neues mehr, diverse Handlungen mit Pop/Rockmusik zu unterlegen und es hat auch inzwischen gerade in Trailern Überhand genommen, aber bei GotG war es ein Dreh- und Angelpunkt (Danke an Peter und seinen Walkman, beste Idee ever) und wird auch dort immer funktionieren. Der Score von Tyler Bates ist eine weitere Steigerung. War der erste Teil bis auf einige Ausnahmen etwas sperrig und actionlastig, offenbart sich in Teil 2 eine deutliche Steigerung, Gerade die emotionalen Szenen sind stimmungsvoll ummalt (Track "Dad"!) und Bates zeigt, dass er auch das "altmodische" Filmmusik-Handwerk beherrscht. Das GotG- Maintheme ähnelt akkordmäßig btw sehr dem Silvestri-Avengers-Theme. Event. nix Neues, mir ist es nur vor ein paar Tagen am Klavier aufgefallen, wo ich beide Themen habe nachgespielt... Die Chorpassagen sind wundervoll. Punkt 4: Natürlich gab es auch wieder einen CGI-Overkill. Bunt, Überwältigend. Aber bei den Guardians kann man das durchaus verschmerzen. Diese Welt ist farbenfroh und braucht die Visual- und Special Effects. Es ist im Grunde SF/Space Opera in einem bombastischen Universum. Das 3D war auch annehmbar. Kamera und Schnitt waren nie zu hektisch; der Film hatte auch unglaubliche viele ruhige Momente (auch ohne Musikuntermalung!), die Ausgewogenheit von Action und Ruhe war passend. Viele Dialoge, natürlich sehr lustig, aber auch ernste Momente waren vorhanden. Witzig waren auch die Cameos und kleinen, versteckten Anspielungen für die MCU- und Comic-Nerds. Fazit: GotG Vol 2 ist ein Film, den jedermann schauen kann, wer auf SF, Space Opera, Drama und flotte Komödie steht. Man muss nicht unbedingt im MCU hängen, denn dieser Film steht so ziemlich eigenständig und man braucht kein Wissen vom MCU (höchstens aus GotG 1), um zwei Stunden Spaß zu haben. Es ist ein wilder Ritt zwischen Lachen, Mitfühlen und am Ende event. auch Weinen. Unterlegt mit toller, kultiger Mucke und sehr viel Herz. Für mich derzeit das absolute Highlight seit Civil War 2016.
  13. Zum Thema "Schlusshymne einer fetten Symphonie" muss ich grad wieder an Mahlers 2. denken. Für diesen Tipp bin ich dir bis heute dankbar^^ Und ja, es gibt durchaus Qualitätsunterschiede innerhalb des Genres. Epic Score haben zwar z.B. auch immer wieder in paar coole Momente, aber die hauen ja ein Public-Release nach dem Anderen raus und darunter leidet mMn auch die Qualität. X-Ray Dog haben ein tolles Album: "Dog in Heaven I und II". Kennst du das Gerrit? Bzw iwer anders hier? Ist leider nicht public, aber einfach mal nach Trackliste googlen und auf YT suchen. Der Rest ist wirklich eher mau.
  14. Ich bin ja den Klängen aus dem Hause RCP ja nie ganz abgeneigt gewesen, aber ich muss dir (und auch Boneking & Lars) recht geben. Das ganze Stück dudelt so vor sich hin, hat keine Überraschungen parat. die Dreiklänge sind so abgenudelt (und erinnerten mich stark an GoT, Ramin hats da etwas besser gestaltet) und das Drumherum sowie der Climax vorhersehbar. Vielleicht wirkts im Film, aber so... Was ich schade finde dass Jablo die tollen Themen aus Teil 1 in den letzten beiden Teilen kaum noch benutzt hat. Der Score zum ersten TF war super unterhaltsam, simpel, aber gut verpackt. Das wurde von Teil zu Teil immer austauschbarer und bis auf wenige Tracks machten die Scores keinen Spaß mehr.
  15. Ich hab den Film gestern noch einmal gesehen und hab mal u.a. auf die Score-Einsätze geachtet. Und es stimmt, die Action-Cues gingen im Gerummse ganz schön unter. Jedoch waren die ruhigen Momente toll mit Bates' Musik unterlegt... und klar, die Songs stachen sehr hervor. Dennoch fand ich dass sich alles gut ergänzt hat.