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Hallo allerseits. Ich habe einen neuen Track veröffentlicht. Er ist relativ filmmusikähnlich. Ehrlich gesagt, ist mir das erst so richtig nach Feedback von einigen Freunden aufgefallen. Meine Freundin sagte zuerst, es klinge teilweise wie Titanic. Dann fiel die Auenland-Parallele. Die hatte ich tatsächlich auch überhaupt nicht bemerkt. Vielleicht liegt es auch an dem Auenland-Bild, dass diese Assoziation sehr schnell entstand. Wie auch immer, ich wünsche viel Freude beim Hören...

 

Link: Deeply Moved

 

 

PS: Ich weiß, dass das Stück etwas zu langatmig ist. Ich werde wohl noch eine weitere Version machen, in der der erste Trompetenteil wegfällt. Und klanglich- na ja- ich habe nur die VSL-Special Edition und auch da nur die Basics. Also: Die Instrumente klingen eben nach Konserve. Mit Cubase VST-Expression wäre vielleicht noch mehr herauszuholen gewesen, aber habe ich nunmal nicht...

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Der auftaktige Einstieg in das Thema ist ja ziemlich notengetreu zu Shores Auenland-Thema aus LORD OF THE RINGS - ansonsten aber vom Satz her durchaus schön gemacht. Auch die Modulation mit dem gleichzeitigen Wechsel der Instrumentation ist gut gelungen. Insgesamt also nicht schlecht, nur ist die Verbindung zu Shore halt extrem auffällig.

By the way, ganz prima finde ich übrigens den Ausschnitt aus DIE WOLKENMACHER, echt eine schöne und originelle Musik, witzig instrumentiert. :) Hast du dafür auch akustische Instrumente eingespielt? Klingt teilweise relativ "echt", z.B. auch die Nebengeräusche und das Luftholen beim Flötenpart.

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Ich war auch sehr überrascht, dass mir die Parallelen überhaupt nicht bewusst waren, als ich das Stück Freunden das erste Mal zeigte. Ich meine, harmonisch ist es schon ein Stück weg vom Auenland-Thema (Shore nutzt zumeist ja wirklich nur Tonica-Subdom-Dominante in Reinform), während bei mir schon der allererste Teil, den Shore normalerweise generell auf der Tonica hält, Tonica, erste Umkehrung der Dominante und Parallel-moll enthält. Aber zusammen mit der Melodie drängt sich das Ganze dann schon doch etwas auf.

 

Die Wolkenmacher sind fast komplett echt. Violine, Cello, Akkordeon, Banjo, Flöte, Gitarre, Drums sind zumeist echt. In einer Stelle ist das Cello elektronisch geblieben, weil die Fähigkeiten der Solistin nicht gereicht haben. Auch das Horn, was zu hören ist, ist synthetisch. Ich war bei den Aufnahmen nicht mit dabei, aber ich vermute, dass es viel Arbeit gemacht hat. Ich denke, dass der Film generell für ein No-Budget-Projekt (eine Abschlussarbeit von zwei Freundinnen war es) sehr ambitioniert ist. Er läuft gerade auf Kurzfilmfestivals around the globe. Deshalb kann ich auch den Score bisher nur auszugsweise darstellen.

 

PS: Eine Frage mal doch noch: Ich hatte selbst das Gefühl, dass das Stück ein wenig zu langatmig ist. Ein Freund von mir empfand das auch so. Jetzt haben allerdings einige andere gesagt, dass sie das überhaupt nicht so empfunden haben. Wie ging es dir damit?

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Zu langatmig finde ich es eigentlich nicht, wenngleich vielleicht noch ein bisschen mehr Variation in Form eines kontrastiveren B-Teils nicht schlecht gewesen wäre.

 

Wo hast du denn die Instrumente für DIE WOLKENMACHER aufnehmen lassen?

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Gast BlasterBeam

"This is a song, that I wrote, when deeply touched by God. I hope it can be some kind of testimony for other people, what he is able to do..."

 

This is a testimony by some Aldi-Talk-GPRS-User deeply frowned by God upon what he is not able to even hear in snippets.

 

Schade :D.

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@Sebastian

ja, den B-Teil hatte mir auch jemand vorgeschlagen. Mal schauen, ob ich da noch was mache.

 

Was die Wolkenmacher angeht, so haben wir ja die Filmmusik sozusagen zu dritt gemacht. Alina, eine der Regisseurinnen, Steve, ein Tontechniker der Ohm-Hochschule und ich. Ich habe dabei thematisch grundsätzlich eigentlich nicht viel beigetragen. Es gibt nur ein Motiv, welches von mir ist: Das letzte in dem Track. Steve und Alina hatten schon einige Ideen ausgearbeitet. Sie zeigte mir, was sie hatten und wie sie es in den Film eingebaut hatten. Das Problem damals lag dann nicht in der fehlenden Originalität der Motive oder deren harmonischer Ausarbeitung, sonder schlichtweg darin, dass es keine Filmmusik war. Sie hatten Stücke komponiert, die für sich wunderbar standen, aber den Film nicht zusammenhielten. Vom Grunde her habe ich also versucht, aus ihren Stücken eine Filmmusik zu machen, was nicht immer ganz leicht war in der Zusammenarbeit, denn es entstand halt das klassische Temp-Track-Phänomen. Alina wollte so eng wie möglich am Prozess dran sein und nach 2 Monaten relativ intensiver Arbeit hatten wir nur 2 Minuten Musik zusammen, weil sie sehr genaue Vorstellungen hatte. Ich sagte ihr irgendwann, dass sie mir mehr Raum geben müsse, wenn wir die Deadline einhalten wöllten. Sie antwortete, dass es ihr eben sehr schwer fiele, das Baby loszulassen; was ich ehrlich gesagt auch total verstand. Am Ende ließ sie es los und ich komponierte den Rest ziemlich flink. Eine Sache, die ihr besonders schwer fiel zu verstehen, war, dass es sinnvoll ist, erst ein Grundkonzept für eine Filmmusik zu entwickeln und dann in die Details zu gehen. Sie verlief sich sehr schnell in Details, wodurch es schwierig war, einen Gesamtzusammenhang zu schaffen. Ich hatte selbst vorher eine so umfangreiche Filmmusik auch noch nie geschrieben, aber ich merkte instinktiv (und durch das viele Hören von Filmmusik allgemein) sehr schnell, dass wenn das Gesamtmetrum einer Szene stimmte, man Feinheiten immer noch reinbringen konnte.

Alina und ich haben insgesamt echt total viel gelernt in dieser Zusammenarbeit. Wir kannten uns bis zur Premiere auch nicht persönlich, sondern haben immer nur geskypt, aber wir haben alles in allem wirklich eine gute Mischung aus Professionalität und freundschaftlichem Zusammenarbeiten hinbekommen.

Die Aufnahme hat Alina mit Steve in der Ohm-Hochschule gemacht. Damit hatte ich wirklich nichts weiter zu tun. Anstrengend war nur, alle Unterlagen zu ihr zu bekommen. Alle Noten für jedes Stück (mit XML klappte irgendwas nicht, also musste ich alle Stimmen in PDF ausgeben) und jede Stimme einzeln als Mp3, wie sie aus der Konserve klang, damit die Musiker einen Anhaltspunkt hatten. Der fertige Score unterschied sich auch an einigen Stellen noch einmal von meiner Version - und das absolut zum besten. Nicht grundlegend, aber in den Feinheiten.

Dass ich am Ende als Hauptkomponist genannt wurde, liegt daran, dass ich eben aus den Schnipseln ein Ganzes gemacht habe. Aber 4 der 5 Hauptmotive gehen auf die beiden zurück. Ich hätte so etwas wahrscheinlich auch nicht schreiben können. Hausgemachte Gitarrenmusik ist halt nicht so mein Spezialgebiet. Aber es war spannend sich da einzuarbeiten...

 

Ok, deine Frage wäre schneller zu beantworten gewesen. Sorry. Aber ich war so drin...

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