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Jan Kliemann

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Über Jan Kliemann

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    Not Telling
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    http://filmmusik-analyse.blogspot.de/
  1. Jan Kliemann

    Werkzeuge der Komposition

    Ich finde Wiederholungen von tollen Melodien wundervoll. Nicht, wenn Melodie und Begleitung komplett gleich sind, aber wenn schöne harmonische Variationen drin sind, empfinde ich das als absolut bereichernd. Selbst in der Pop-Musik ist der Refrain selten komplett gleich. Meist werden erst Stimmen weggelassen und in einer späteren Wiederholung eingefügt. Dieses Auffüllen gefällt mir persönlich total gut. Ich muss in dem Zusammenhang an "Fireflies" von Owl City denken, wo der Refrain viermal erklingt und jedesmal variiert wird. Ich fände es schade, wenn er nur einmal drin wäre. https://www.youtube.com/watch?v=psuRGfAaju4
  2. Jan Kliemann

    Werkzeuge der Komposition

    Ja Und mochte auch den Feuervogel eine Weile sehr gern. Inzwischen bin ich alt und mag Dissonanzen nicht mehr so gern. Ich glaube, es gibt aber bei der Filmmusik-Aufnahme neben der nahen Positionierung der Mikros noch einen zweiten Aspekt, der nicht so unwichtig ist: Die Aufnahmeräume sind in der Regel so angelegt, dass der Raum selbst keine große Eigendynamik hat. Und das macht auch Sinn, weil man dann noch Spielraum hat in der Nachbearbeitung. In der Regel sind diese Räume auch etwas trockener von meinem Empfinden her.
  3. Jan Kliemann

    Abrafaxe Symphonie

    Das trifft die Comics sehr schön, wirklich. Ich habe die Digedax und Abfafaxe gern gemocht früher. So in der Art hätte ich mir die Musik dazu wahrscheinlich auch vorgestellt.
  4. Jan Kliemann

    Jung, Komponist, und jetzt wohin? Vitamin-B-Forum

    Ich denke, es macht Sinn, wenn man schon eine Library nutzt, das eventuell vorhandene Hauptinstrument einzuspielen oder einspielen zu lassen. Dies macht schon recht viel aus, denke ich. Wenn es ein Stück mit Gesang ist, dann kann die Stimme allein natürlich schon eine Menge bringen. Ich habe mir gerade Teile deiner Musik mal angehört. Die ist wirklich gut. Vor allem im Bereich Mixing und Mastering scheinst du schon echt gut fortgeschritten. Ich selbst studiere Medizin und kann deshalb nicht so unglaublich viel Zeit da rein stecken, aber wenn du das wirklich beruflich machen willst, würde ich dir empfehlen, viel Musik für bestimmte Projekte zu machen. Für sich stehende Musik bringt nur sehr schwer irgendetwas ein, selbst wenn sie gut ist. Aber wenn du beispielsweise Filmmusik schreiben würdest (am Anfang sicher eher im Bereich No- oder Low-Budget), könnte man schon über die Zeit ein Einkommen generieren. Du könntest zum Beispiel kleine Filmfirmen in deiner Gegend anschreiben und für die Musik schreiben, wenn sie Projekte haben. Ich selbst habe innerhalb eines Jahres immerhin 500 Euro eingenommen für 5 Projekte an denen ich gearbeitet habe; und das nur nebenberuflich wenn man so will. Wenn ich mich voll reingekniet hätte, wäre vielleicht sogar ein bescheidenes Monatseinkommen daraus entstanden. Ich denke, man muss in der Branche sehr umtriebig sein. Ich habe Regisseure teilweise einfach so angeschrieben. Oft waren das Studenten, die Ihre Abschlussarbeiten an der Hochschule gemacht haben. Diese Kontakte sind dann wahrscheinlich auch, wenn die Zusammenarbeit gut läuft, eine Investition in die Zukunft. Alles in Allem würde ich mal sagen, dass ich mit 21 noch nicht zu ungeduldig wäre. Wenn mit 30 noch gar nichts nennenswertes rumgekommen ist, würde ich überlegen. Aber bei der Qualität deiner Musik glaube ich, dass du eventuell in der Zukunft deinen Lebensunterhalt damit bestreiten könntest.
  5. Jan Kliemann

    Werkzeuge der Komposition

    Einfach zwei Bratschengruppen, zwei Cellogruppen (haben eh den größeren Tonumfang) und einmal Bass. Die ganz hohen Violinentöne sind in der Regel sowieso nicht auszuhalten. Ich denke, in letzter Instanz spüren schon viele Menschen, dass ein Orchester viel mehr Emotionalität erzeugen kann als die meisten Synthesizer. Es ist nur so, dass viele den klassischen Orchesterklang nicht mehr so sehr mögen. Mich ehrlich gesagt eingeschlossen. Ich finde es sehr viel schöner, die Instrumente, wie in der Filmmusik eben typisch, sehr nahe am Ohr zu haben, während die Aufnahmen von klassischen Orchestern ja doch etwas distanzierter sind. Man merkt das insbesondere immer, wenn beispielsweise Zimmer-Soundtracks von größeren Klangkörpern gespielt werden, in einer realen Halle. Sie klingen dann eben nicht so voll und irgendwie lasch. Der klassische Orchesterklang ist eben keiner, bei dem dir die Bässe um die Ohren fliegen, es sei denn bestimmte Instrumente werden künstlich verstärkt.
  6. Jan Kliemann

    Werkzeuge der Komposition

    Dies ist allerdings auch erst so, seitdem es die Möglichkeit der Virtuellen Instrumente gibt. Spielberg haben Williams Piano-Vorschauen meist gereicht, soviel ich weiß. Ich habe auch manchmal das Gefühl, dass moderner Regisseure sich teilweise einfach nicht vorstellen können, wie eine Orchesteradaptation eines Klavierstücks klingen kann. Das soll allerdings auch gar nicht so sehr als Vorwurf gemeint sein, da dadurch, dass sie sich damit nicht beschäftigen müssen, sie die Zeit anderweitig einsetzen können. Und gute Regisseure sind, denke ich, auch weiterhin in der Regel musikalisch nicht so unbewandert.
  7. Jan Kliemann

    Werkzeuge der Komposition

    Ich finde das Komponieren am Computer vor allem deshalb toll, weil ich kein Orchester in meinem realen Leben zur Verfügung habe :-) Ich weiß auch nicht. Ich habe das Gefühl, dass es total Sinn macht, die Stücke vor der Übertragung auf den Computer komplett am Klavier auszukomponieren. Irgendwie kommt es mir so vor, als würde man mehr Zeit investieren, sich dabei mehr Gedanken machen und damit präziser zu komponieren. Wenn man eine komplette Klavierspur hat, macht man es dann wie Ravel mit "Bilder einer Ausstellung". Wenn man alles direkt in das Notenprogramm (ich nutze Notion) eingibt, ist man oft verleitet, Dinge auszuprobieren. Wie klingt dies, wie klingt jenes. Man kommt schnell vom Punkt ab. Zumindest ist das mein Gefühl. Ich gebe allerdings auch jede Note einzeln ein, weil ich nicht so gern mit dem Keyboard einspiele. Es gibt allerdings einen entscheidenden Nachteil für mich, wenn ich Stücke vorher auskomponiere und dann von VSTi spielen lasse: Der Klang ist in der Regel schlechter, denn es klingt zwar auf dem Klavier gut, aber es gibt bestimmte Melodieläufe, die bestimmte Instrumente meiner Library einfach nicht gut wiedergeben. Da macht es total Sinn, "hörend" zu komponieren und zu schauen, ob das was man vorhat auch funktioniert. Dieses Problem hat Patrick Doyle natürlich nicht. Erstens hat er wahrscheinlich nicht nur, wie ich, die VSL Special Edition, sondern mehrere Libraries; und von denen das Komplettpaket für jeweils 20000 Euro. Und zweitens wird seine Musik eh komplett orchestral aufgenommen. Er hat gut Reden :-)
  8. Jan Kliemann

    Chris Soundtrack Corner

    Für mich persönlich hat es sich allerdings genau so dargestellt. Ich hatte ganz klar das Gefühl, dass es hier in erster Linie um die Kundenzufriedenheit ging. Selbst nachdem klar war, dass Christian im Krankenhaus lag, gab es, bis er sich selbst hier angemeldet hatte, kein "Gute Besserung" an ihn, auch wenn du das irgendwo zwischen den Zeilen gelesen haben wolltest. Man muss sich mal in den Mann reinversetzen (ich kenne ihn nicht, aber so in der Art könnte ich es mir vorstellen): Du bist oder warst krank und dann musst du zusehen, wie Schritt für Schritt über dich Mutmaßungen angestellt werden. Und du merkst ganz genau, dass sich in deine Situation kaum jemand hineinversetzen will. Und dann meldest du dich in dem Forum an, um mitzuschreiben und Antworten zu geben. Und dann schreibt jemand tatsächlich, dass doch nie irgendjemand die Kundenzufriedenheit über die Krankheit gestellt hätte, obwohl ziemlich offensichtlich das Gegenteil der Fall ist. Das würde mir ziemlich nahe gehen. Und ich kann deshalb auch verstehen, dass er jetzt schon keine Lust und vielleicht auch Geduld mehr hat, hier weiter zu schreiben.
  9. Jan Kliemann

    Chris Soundtrack Corner

    Bei allem Verständnis für deinen Ärger muss ich sagen, dass ich deine Kritik aber auch nicht hätte annehmen können, weil sie einfach nicht wirklich konstruktiv war. Ich denke, konstruktive Kritik sieht das Gegenüber. Du hast jedoch in erster Linie nur deine Enttäuschung gesehen. Versuche mal das gegeneinander aufzuwiegen: Du bist wütend über eine CD, die nicht geliefert wird, während das Gegenüber mit einer Schiene im Bett liegt und nicht mal ein Handy bedienen kann. Vielleicht hilft dir der Vergleich, die Relationen zu sehen, in denen wir uns hier bewegen.
  10. Jan Kliemann

    Chris Soundtrack Corner

    Vielleicht fehlt dir einfach die Erfahrung, wie es ist, in einem bestimmten Moment zu nichts in der Lage zu sein (das gilt im Übrigen für viele Erkrankungen, und beileibe nicht nur für psychische); nicht einmal, seiner Mitarbeiterin Bescheid zu geben; weil das in diesem Moment einfach nicht wichtig ist. Und weißt du was: Soundtrack-Shop-Kunden waren in dem Moment vielleicht auch wirklich nicht Chris' erste Sorge. Und ich finde das ok, weil ich glaube, dass Kundenorientiertheit und Servicedenken auch Grenzen haben müssen. Und Krankheit ist für mich eine ganz klare Grenze, besonders, wenn sie zu 12 Tagen Krankenhaus führt. Du fühlst dich in so einer Situation nicht wertgeschätzt und ich glaube, du wirst in dieser Situation auch tatsächlich von dem Gegenüber nicht wertgeschätzt, weil dieses auf sich schauen muss. Und das finde ich absolut in Ordnung so. Ich glaube, es ist halt wirklich so, dass große Unternehmen einen Ausfall unproblematischer kompensieren können. Bei kleineren muss man in der Hinsicht nachsichtiger sein. Dafür hat man allerdings potenziell eine persönlichere Ebene. Da muss man die eigenen Prioritäten festlegen, denke ich.
  11. Jan Kliemann

    Chris Soundtrack Corner

    Ich finde, man muss sich fragen, was der Mensch im Krankenhaus gemacht hat. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass keiner der Kritiker mit sich so hart ins Gericht gehen würde, wie er es mit dem Verkäufer tut. Es geht hier um ein paar Euro und ein bisschen Wartezeit, über die der Thread seit einer Weile geht. Und da lag einer im Krankenhaus mit wer weiß was. Vielleicht was chronisches, vielleicht eine infauste Prognose. Ich möchte wirklich nicht die große Moralkeule schwingen, aber das ist schlichtweg erschreckend, was ich hier lesen muss. Und es spiegelt den Zeitgeist sehr wider. Ich ich ich. Individualität über alles. Keine Gedanken darüber, was bei dem Gegenüber stattfindet. Es tut mir leid, wenn ich die Gefühle von einigen hier verletzen sollte (und wahrscheinlich tue ich das), aber das geht irgendwie wirklich nicht. PS: Vielleicht sollte ich noch hinzufügen, dass ich selbst mal mit einer schweren Erkrankung im Krankenhaus war und weiß, dass da unter Umständen gar nichts geht. Da ging nicht mal telefonieren wirklich gut, geschweige denn lesen. Alles war zuviel. Vielleicht hilft das dem ein oder anderen zu verstehen, warum ich geschrieben habe, was ich geschrieben habe.
  12. Jan Kliemann

    Emotion vermitteln

    Ich denke, es kommt sehr darauf an, wie genau der Regisseur seine Wünsche äußern kann. Zimmer hat den Soundtrack zu The thin red line fast komplett vor Dreh geschrieben und Malick hat dann teilweise die Stücke beim Dreh den Schauspielern vorgespielt, soviel ich weiß. Allerdings haben die beiden in der Zeit halt auch mehr oder weniger in einer WG gewohnt und dadurch recht eng auf dieser Ebene kooperiert. Man merkt ja auch selbst, wenn man Musik als Auftragsarbeit schreibt, dass in der Regel die Auftraggeber nur sagen können, dass sie ein Stück anders wollen, als es ist. Aber eine Spezifizierung ist oft nicht möglich. Ich denke, wenn ein Regisseur vom Komponisten fordert, den Soundtrack vor dem Film zu schreiben, dann muss er auch bereit sein, den Dreh ein wenig nach der Musik auszurichten. Tut er das nicht, wird wohl normalerweise zwangsläufig die bereits komponierte Musik verändert werden müssen.
  13. Jan Kliemann

    Emotion vermitteln

    Ich denke, diese Option hängt vor allem davon ab, wie viel Wichtigkeit der Regisseur der Musik beimisst. Terrence Malick dürfte beispielsweise fast durchgängig in seinen Filmen den Schnitt der Musik angepasst haben. Auch Spielberg hat das schon gemacht. Aber ich kann verstehen, dass es normalerweise die Ausnahme bleibt. Aus meiner Sicht, macht es auch Sinn, die Musik dem Schnitt anzupassen und nicht umgekehrt.
  14. Jan Kliemann

    Biete Vienna MIR Pro 24

    Hallo, ich verkaufe meine Vienna MIR Pro 24 Lizenz + Room-Pack 1 (Vienna Konzerthaus) für 400 Euro. Kosten beide zusammen normal ca. 500. Ich würde sie auf einem ELicenser schicken (gibts kostenlos dazu). Rücknahme, wenn irgendetwas grundsätzlich nicht funktioniert, eingeschlossen. Aber eigentlich sollte es keine Probleme geben. Bin jetzt von Notion 4 auf Cubase umgestiegen, habe dort ein paar Plugins, überlege die Library zu wechseln (weshalb die MIR nicht mehr ganz so viel Sinn macht) und denke darüber nach, stattdessen die Vienna Suite zu kaufen. Aber mal sehen. Meldet euch einfach bei Interesse. Gruß Jan PS: Hier der Link zu VSL: http://www.vsl.co.at/de/211/497/1687/2036/1722.htm
  15. Jan Kliemann

    Emotion vermitteln

    Arbeitest du viel mit dem EQ bei deinen Mixes, oder lässt du ihn eher unberührt? Ich habe mal gehört, dass die EWQL zum Beispiel recht feucht aufgenommen wurde und man deshalb nicht mehr so viel nachbearbeiten muss. Ich selbst arbeite mit der VSL und habe das Gefühl, da recht viel schrauben zu müssen, zumindest um Filmmusik mixen zu wollen. Der Mix von klassischer Musik ist ja echt auch nochmal ein Stück anders. Wenn du Musik komponieren willst, ohne einen Film dazu zu haben, als Trockenübung sozusagen, würde ich mir wahrscheinlich einen bestehenden Film nehmen und Passagen aus ihm neu vertonen. Ich habe früher viel Musik geschrieben ohne einen Film zu haben und wollte sie auch filmmusikalisch klingen lassen. Das kann man auch ohne Bilder tun. Man legt sich vielleicht einfach eine Handlung zurecht, oder nimmt sich ein Buch, was man gern einmal vertonen will (habe ich mit der Schachnovelle mal angefangen). Aber ich denke, es macht Sinn, einen fertigen Film als Grundlage zu nehmen, weil Filme, die nur im Kopf existieren in real vielleicht nicht immer funktionieren würden; zum Beispiel schnitttechnisch. Allerdings muss man dafür natürlich die bereits bekannten Musiken ausblenden können. Was ich auch mal gemacht habe, ist ein Stück im Williams-Superman-Stil zu schreiben, dass nicht identisch ist, aber wahrscheinlich doch die Assoziation weckt. Da kann man auch ein bisschen was lernen. Ich habe mir angeschaut, welche Harmonien Williams nutzte und habe versucht, ein eigenes Stück daraus zu machen. Es ist nur eine Skizze, aber es hat mir ein paar Sachen klar gemacht, wie eben zum Beispiel Superheldenthemen gern aufgebaut sind. Habe es schnell mal hochgeladen. Hier der Link: https://www.youtube.com/watch?v=TGR0s-U_kNg&feature=youtu.be PS: Nicht wundern, das Video ist nicht gelistet.
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