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John Carpenter - Terror takes shape


469 Antworten in diesem Thema

#461 Hildegunst von Mythenmetz

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Geschrieben 18.03.2012 - 14:54 Uhr

Beitrag anzeigenAlexander Grodzinski sagte am 18.03.2012 - 14:51 Uhr:

.. in HD fällt ein körniges Bild mit digitalem Rauschen noch mehr auf als auf DVD.

Jepp. Deshalb war ich z.B. von der amerikanischen Blu-ray zu Legend arg enttäuscht. Pixelgenaues Rauschen ist nicht unbedingt etwas, das ich auf HD brauche - insbesondere wenn ich selbige Ausgabe schon als DVD habe. :)
Bin schwarz, aus Holz und stets verschlossen, seitdem mit Stein sie mich beschossen.
In mir ruhn tausend trübe Linsen, seitdem mein Haupt ging in die Binsen.
Dagegen helfen keine Pillen: Ich bin ein Schrank voll ungeputzter Brillen.
(Danzelot von Silbendrechsler)

#462 eidelfan

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Geschrieben 18.03.2012 - 17:04 Uhr

Was habt Ihr eigentlich alle gegen Ghosts of Mars? :)

Sicherlich kein filmisches Highlight, aber immer noch besser als bspw. Halloween IV oder V... ;)

#463 Alexander Grodzinski

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Geschrieben 18.03.2012 - 17:54 Uhr

Na ja, aber einen schlechten Film an noch schlechteren zu messen und dann zu sagen "Soo schlecht ist der nicht!", bringt ja auch nichts. ;)

In Carpenters komplettem Schaffen gesehen ist "Ghosts of Mars" sicherlich der Tiefpunkt, allerdings der Tiefpunkt einer vorher schon abwärts zeigenden Spirale. Nach "They Live!" hat Carpenter für mich nur noch einen richtig guten Film gemacht und das war "In the Mouth of Madness". Alles andere, was er in den 90ern rausgehauen hat, verläuft von "Durchschnitt" bis "Uninteressant", wenn ich da an "Memoirs of an invisible Man" denke oder auch die völlig in die Hose gegangene Fortsetzung von "Escape from New York", "Body Bags", "Vampires" und "Village of the Damned" sind ebenfalls höchstens Durchschnitt, man merkt den Filmen an, dass Carpenter das "Feuer" verloren hat, was er nach "Ghosts of Mars" auch so ähnlich selbst sagte.

"Ghosts of Mars" krankt an so vielen Sachen, angefangen von den durchweg unsympathischen Figuren, den miesen Dialogen, über die langweilige Handlung, die durch die ständigen Rückblenden komplett zerschlagen wird, bis hin zu stupiden Ballerorgien, die man so auch in jedem x-beliebigen Direct-to-video-Reisser von Steven Seagal sehen kann. Der krachende Heavy-Metal-Score setzt dem Ganzen noch die Krone auf, auf CD ist das gar nicht mal so übel, im Film ist die Musik aber besonders am Ende nur noch reiner Krachmacher.

Nach dem Film zog sich Carpenter ja auch erst mal zurück, er hatte keine Lust mehr auf´s Filmemachen, erst 2006 kam er mit den "Masters of Horror" zurück, aber in Interviews, selbst zu "The Ward", merkt man schon, dass Carpenter sich nicht mehr völlig ins Filmemachen stürzt, sondern das quasi nebenher abhandelt. Ich würde mich zwar freuen, wenn Carpenter nochmal an alte Zeiten anknüpfen könnte, aber so ganz glaube ich da nicht mehr dran. Mal sehen, was die nächsten Projekte bringen.

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"Er hat sechs Leute, die für ihn die Musik schreiben, aber er ist der Komponist?"
John Carpenter über Hans Zimmer


#464 Hildegunst von Mythenmetz

    Übellauniger Soundtrack-Lindwurm

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Geschrieben 18.03.2012 - 18:00 Uhr

Beitrag anzeigenAlexander Grodzinski sagte am 18.03.2012 - 17:54 Uhr:

Ich würde mich zwar freuen, wenn Carpenter nochmal an alte Zeiten anknüpfen könnte, aber so ganz glaube ich da nicht mehr dran. Mal sehen, was die nächsten Projekte bringen.

Ich habe meine Hoffnung bei Carpenter leider aufgegeben. Seine letzten Ekel-Orgien für Masters Of Horror fand ich schon grottenschlecht. Um The Ward habe ich bisher einen Bogen gemacht. Wenn es die DVD oder Blu-ray mal günstig gibt, dann vielleicht. Interesse und Lust ist bei mir an aktuellen Carpenter-Filmen aber nicht mehr vorhanden. Da schaue ich lieber nochmal z.B. The Fog. ;)
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#465 Alexander Grodzinski

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Geschrieben 18.03.2012 - 18:14 Uhr

Das fand ich auch etwas befremdlich, zumal Carpenter, wenn man mal "The Thing" ausser Acht lässt, nie ein Splatter-Regisseur war. In "Halloween" gibt es kaum Blut, in "The Fog" auch nicht, "Prince of Darkness" und "Christine" sind ebenfalls keine Splatter-Orgien. Seine Filme waren deshalb auch so besonders, sie waren spannend und gruselig, alleine durch die Inszenierung von Orten und Gegebenheiten, er brauchte kein Blut und rausquellende Gedärme.

In den 90ern hat sich das schlagartig geändert, in "Body Bags" ging es schon los, "Vampires" ist schon nicht zimperlich, "Ghosts of Mars" auch kein Kind von Traurigkeit und spätestens bei seinen "Masters of Horror"-Folgen hat er es übertrieben mit dem Splatter, zumal "Cigarette Burns" gar nicht mal so übel war. Leider nahm mit zunehmendem Splatter auch die Qualität seiner Filme proportional ab, "The Ward" ist da wieder mehr ein Schritt weg vom Splatter, der warscheinlich hauptsächlich wegen seiner Elektroschock-Therapie-Szenen hierzulande ab 18 freigegeben ist, ansonsten hätte der auch locker ab 16 sein können, wenn "The Thing" schon ab 16 durchgeht. ;)

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John Carpenter über Hans Zimmer


#466 Aldridge

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Geschrieben 18.03.2012 - 23:42 Uhr

Ich werde nie verstehen, warum die Leute "Flucht aus LA" so schlecht finden. Das ist doch ganz offensichtlich eine persiflierende Variante des ersten Teils, als solche sehr gelungen und von Carpenter auch so kommuniziert. Ist wohl wie mit den Prequels: Enttäuschte Erwartungen angesichts eines früheren Kultfilms. Ich fand's gut und mutig, dass Carpenter da Humor gewagt hat. Naja, dafür bringt Luc Besson dieses Jahr eine neue Version ins Kino...

"Ghosts of Mars" empfand ich schon als zwiespältiges Vergnügen - man merkte gleich zu Anfang, dass man da keinen guten Film sieht, aber war es doch irgendwo noch unterhaltsam. Aber ja: Das ist wirklich Carpenters schlechtester Film - und der verkappte Nu-Metal-Score ist total langweilig. Ansonsten fand ich seine 90er-Streifen eigentlich ganz gelungen, ob nun mit oder ohne Splatter. "The Thing" hat mir übrigens nie so richtig was gegeben, "Mächte des Wahnsinns" dagegen war großartig.

#467 eidelfan

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Geschrieben 19.03.2012 - 08:21 Uhr

Ich verehre John Carpenter schon sehr lange (The Fog habe ich das erste mal mit 11 oder 12 gesehen) und habe nur mit wenigen seiner Filme ein zwiespältiges Verhältnis. Zu nennen wäre bei mir auch Starman, obwohl der eigentlich sehr gut ist. Vielleicht liegt es am (für JC)ungewöhnlichen Genre ("romantischer SciFi"), dass ich den nicht so mag. Jagd auf einen Unsichtbaren geht gar nicht... der ist nicht Fisch, nicht Fleisch. Und für mich darüber hinaus der Beweis, dass JC es nicht so mit Komödien hat - Ausnahme: Big Trouble in Little China. Genial! Und ja, Dark Star, wobei das eher eine Satire ist.

Ghosts of Mars krankt zum einen am billigen Look und zum anderen an den Dialogen. Aber das Gesamtpaket ist ein trashiger B-SciFi-Horror, der (zumindest mir immer wieder) Spaß macht. ;)

The Ward ist wieder ein Schritt zur gewohnte Carpenter-Kost - hab ihn im Kino gesehen und fand ihn gut. Carpenter bleibt sich treu... für manche mag das auch so eine Art Stillstand bedeuten. Ich persönlich bin froh, dass sich Carpenter nicht all zu viel beim modernen Kino von heute abschaut.

In diesem Sinne... ;)

#468 jerryfrizzi

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Geschrieben 19.03.2012 - 12:49 Uhr

Beitrag anzeigenAldridge sagte am 18.03.2012 - 23:42 Uhr:

Naja, dafür bringt Luc Besson dieses Jahr eine neue Version ins Kino...


Besson scheint auch nichts Neues mehr einzufallen...

Wahrscheinlich spielt Jean Reno die Hauptrolle und Depardieu mimt den Duke.

#469 Aldridge

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Geschrieben 19.03.2012 - 12:57 Uhr

Nein, Guy Pearce, das Ganze spielt auf einer Raumstation und sieht bislang sehr gut aus.

Tja, neue Geschichten... Wie heißt es so schön: Es gab Romeo & Julia, es gab Faust, alles andere ist ein Remake... ;)

#470 Alexander Grodzinski

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Geschrieben 19.03.2012 - 13:39 Uhr

"Flucht aus L.A." kommt nicht nur im Vergleich zum ersten Film schlecht weg. Man merkt den Stress und die Verkürzung der Post-Pro an allen Ecken und Enden, viele Effekte sind nur halb fertig geworden und sehen auch so aus, wenn ich da nur an die Szene denke, in der Russell mit Fonda Wellen reitet. Der Film hat einige coole Sachen zu bieten, keine Frage, Russell als Plissken wieder zu sehen ist schon ein Highlight und auch Bruce Campbell kommt in seiner Mini-Rolle als Schönheitschirurg von Beverly Hills gut, die ganzen Seitenhiebe auf republikanische Politiker sind toll, aber insgesamt ist es einfach kein guter Film geworden. Carpenter sagte damals auch, dass es eigentlich nur noch eine Geschichte zu erzählen gäbe und das wäre "Escape from Earth", vielleicht macht das ja jetzt Besson. ;)

Ich verehre Carpenter natürlich trotzdem weiterhin, dafür hat er einfach zu viele sehr gute Filme gemacht. ;) Auch "Christine" und "Starman" sind nicht schlecht, ich kann aber mit denen nicht so viel anfangen, weshalb die nie zu meinen Lieblingen gehörten. "Big Trouble" ist göttlich, alleine schon Russell als tumber LKW-Fahrer ist das Schauen wert. "Dark Star" mag ich ebenfalls sehr, immerhin hatte Dan O´Bannon daher seine Ideen für das Drehbuch zum ersten "Alien". ;)

Das Beste an "Body Bags" ist noch Carpenter selbst, der als eine Art Cryptkeeper durch das Geschehen führt. "Village of the Damned" ist auch ok, aber es fehlt einfach das gewisse Etwas, das Carpenters Filme früher so besonders gemacht hat. "The Ward" ist ein altmodischer Grusler, was ich sehr begrüße, da es genug Horror gibt, der meint, Spannung erzeuge man mit lauten Soundeffekten und Schnittgewittern. Carpenter ist seinem Inszenierungsstil treu geblieben, alleine es fehlen ihm einfach gute Drehbücher.

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"Er hat sechs Leute, die für ihn die Musik schreiben, aber er ist der Komponist?"
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