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Stefan Schlegel

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  1. Nein, KHARTOUM ist nicht ausverkauft bei Stylotone. Da gibts immer noch ein paar Exemplare: https://store.stylotone.com/products/khartoum-super-deluxe-edition Dem Set lag genau dieselbe Quelle zugrunde wie dem isolierten Track auf der Twilight-Blu-Ray, nämlich eine Mono-Bandkopie aus Cordells Privatarchiv. Ich kenne die KHARTOUM-CD von Stylotone: Richtig toll klingt das nicht, wirkt manches Mal auch ein wenig verschleiert. Wird vermutlich auch nicht so super aufbewahrt worden sein, aber das richtige Original gibt es halt eh nicht mehr. TWISTED NERVE klingt auf Stylotone recht ordentlich. Gegen Kimmels Kommentar hat sich ja auch Guenther Koegebehn von der Herrmann Spociety gleich kräftig gewehrt: "I've heard the original, a remaster someone else did (Bruce will know), the Polydor based CD, and the Abbey Road remaster. The Abbey Road version wins hands down, IMO. But all a matter of opinion of course." Kimmel hat da wohl selbst ein Bootleg vom kompletten TWISTED NERVE gehabt, das unter Insidern in den USA kursiert ist. Als Soundtrack-Produzent in Los Angeles ist es klar, daß der an vieles hinter vorgehaltener Hand rankommt, das er dann offiziell gar nicht veröffentlichen kann. Die Stereo-Fassung von MARNIE, die er erwähnt, kennen ja auch wirklich nur die allerwenigsten. Da muß man schon direkt dort ansässig sein, um an so was ranzukommen. Tsunami hat an 1994 für MARNIE auf gar keine Bänder zurückgegriffen, sondern schlichtweg die Crimson-Bootleg-LP von Mitte 70er gerippt. Das ging ganz einfach damals. Varese hatte zur selben Zeit schon die MARNIE-Stereo-Fassung in Planung gehabt, lizenziert über Universal, dann aber alles wieder gecancelt, als die Tsunami-CD so urplötzlich erschien.
  2. Was verstehst Du unter "Einordnen"? Bei Kimmel schwingt natürlich immer auch eine gewisse Eifersüchtelei mit, da er selbst mit seinem Kritzerland-Label ja bei Universal nicht reingekommen ist trotz seiner ganzen aufwendigen Kickstarter-Spendenaktion, wo er den Sammlern zunächst weiß Gott was verspochen hatte. Klar ist, daß Stylotone MARNIE selbstverständlich bei Universal lizenziert hat, denn ihre MARNIE-EP vor drei Jahren war ja auch schon von dort lizenziert und zudem in Stereo. Siehe dazu Doug Raynes´Kommmentar im selben FSM-Thread. Längst bekannt war auch, daß Intrada mit Universal hinsichtlich MARNIE schon seit Jahren verhandelt hatte - dazu hatte sich ja Roger Feigelson genau geäußert - und das Angebot von Stylotone für das Studio im Endeffekt aber dann einfach attraktiver war. Sicherlich deshalb, da bei diesem teuren luxuriösen Set für Universal ein höheres Sümmchen bei der Umsatzbeteiilgung übrig bleibt als bei einer CD, die nur für $20 über den Ladentisch geht. Stylotone hat da Universal bestimmt im voraus alles Mögliche vorgeschwärmt und dazuhin konnten sie noch mit den Herrmann und Hitchcock-Erben im Hintegrrund als weiteren Zugpferden punkten. Die Frage ist natürlich, was passiert, wenn dieses Konzept von Stylotone mit ihren Deluxe-Editionen kommerziell total floppt. Dann kann es durchaus sein, sie machen überhaupt nichts mehr in Zukunft. Ursprünglich war ja von denen auch nur Vinyl ohne zusätzliche CD vorgesehen, was in Anbetracht der Titel, die sie so bringen, wohl schon recht verrückt wäre.
  3. Mein italienischer Freund hat es inzwischen doch tatsächlich geschafft, eine Videokopie vom top-raren Film I PREDONI DEL SAHARA aufzutreiben und hat mir heute Morgen bereits die Musik von Main Title und Finale zugesandt. Und nun die ganz große Überraschiung: Die Musik, die da nun zu hören ist, hat keine Ähnlichkeit mit der von VERMÄCHTNIS DES INKA. Es ist absolut verrückt, denn somit scheinen die bislang aufgestellten Theorien bezüglich der INKA-Musik doch nicht zu stimmen. Die Frage bleibt daher: Woher kommt die INKA-Musik dann wirklich? Und warum erwähnt die GEMA PREDONI als “Unter-Titel” von INKA? Oder sind nur ein paar Spannungstracks von PREDONI für INKA verwendet worden, aber nicht das Hauptthema? Ich werds hören, wenn ich den kompletten PREDONI-Film dann hier habe. Aber das Ganze ist schon eine äußerst knifflige Geschichte.
  4. Ja, TWISTED NERVE und KHARTOUM waren auch bei Amzazon zu bekommen. Beim deutschen Amazon inzwischen aber zum Teil völlig überteuert: https://www.amazon.de/Khartoum-Remaster-Colour-Poster-Vinyl/dp/B01EAEVDD4/ref=sr_1_1?s=music&ie=UTF8&qid=1550242432&sr=1-1&keywords=khartoum https://www.amazon.de/Twisted-Version-Limited-Blood-spattered-Coloured/dp/B01CT9605S/ref=sr_1_2?s=music&ie=UTF8&qid=1550242348&sr=1-2&keywords=twisted+nerve Hier die Stylotone-Seite: https://store.stylotone.com/
  5. Bislang als Pre-Order nur hier: https://www.shopsuperdeluxe.com/products/bernard-herrmann-marnie-soundtrack-2lp-cd-7-super-deluxe-edition Wird aber ab April dann bei Stylotone selbst und wohl auch bei Amazon zu bestellen sein.
  6. Es gibt ja doch heutzutage wieder unheimlich viele Vinyl-Sammler - ältere wie jüngere. Wenn man also wie in meinem Fall ein paar gute Freunde hat, die lieber LPs bevorzugen, dann ist die Sache ohnehin recht unproblematisch: Der eine nimmt die Doppel-LP von dem Set und der andere die CD. Die Gesamtkosten teilt man sich auf. Und dann kostet die CD im Endeffekt für mich persönlich sogar weniger als z.B. die Varese Club-Edition von Williams´ COWBOYS. Ich persönlich warte jetzt ohnehin schon mehr als 25 Jahre auf eine offizielle Stereo-Edition vom originalen MARNIE-Score und werde mir schon deshalb diese Veröffentlichung bestimmt nicht entgehen lassen. Allerdings kaufe ich von den ganzen sonstigen US-Veröffentlichungen der letzten Monate auch kaum noch was, weil mich das meist schon gar nicht mehr interessiert, so daß ich durchaus bereit bin, fur so was wie dieses Set dann nötigenfalls eben etwas mehr Geld zu berappen. Aber wie gesagt: Das muß ich gar nicht mal, da ich eben Sammler kenne, die lieber die Doppel-LP von MARNIE haben möchten.
  7. In diesem langen Aufsatz wird recht ausführlich - vor allem ab Seite 40 - auf den Wagner-Einfluß in Zimmers Filmmusiken eingegangen. Da kannst Du bestimmt einiges rausholen: https://www.academia.edu/19962987/Manufacturing_the_Epic_Score_Hans_Zimmer_and_the_Sounds_of_Significance Und im 2010 erschienenen amerikanischen Buch "Wagner & Cinema" gibt es eine mehr als 20-seitige detaillierte Analyse - auch mit Notenbeispielen - der ganzen Wagner-Zitate ("Götterdämmerung", "Rheingold") in Zimmer´s GLADIATOR. Ein Großteil kann sogar über diesen Link hier eingesehen werden (es handelt sich um die Buchseiten 186-209): https://books.google.de/books?id=lGI5X1eEVokC&pg=PA207&lpg=PA207&dq=wagner+and+cinema+gladiator&source=bl&ots=SvXwSkzYa3&sig=ACfU3U0U5ZZhHNaBCu6Kcb1oju2nV0NvUg&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiOneW0xJHgAhUCMewKHWuPAB0Q6AEwBHoECAIQAQ#v=onepage&q=wagner and cinema gladiator&f=false
  8. Hier bitte der "ZimmerTristan": Ich meine bei INTERSTELLAR damals auch mal wieder (wie öfters bei Zimmer) was aus dem Vorspiel von "Lohengrin" verrnommen zu haben, aber ich möchte mich wirklich nicht nochmals durch den ganzen Score durchwälzen. Hat mir einmal gereicht.
  9. Ja, es ging auch sicher dem italienischen Co-Produzenten Alberto Grimaldi darum, Geld zu sparen. Und es war von vornherein vertraglich ausgemacht gewesen, daß die italienische Co-Produktionsfirma - und nicht die deutsche - für die Musik zuständig sein sollte. Lange hieß es auch, die Musik sei von einem Lavagnino-Western eventuell übernommen worden. Ich habe aber selbst in den INKA-Film nochmals länger reingehört und es sind durchaus auch einige orientalisch klingende Pasagen dabei - das heißt, die Musik kommt demnach sicherlich nicht von einem Western, obwohl die Titelmusik mit dem Hauptthema durchaus starke Ähnlichkeiten mit der zum Western GLI UOMINI DAL PASSO PESANTE (DIE TRAMPLER) aufweist, der im Dezember 1965 in den italienischen Kinos gestartet wurde. INKA wurde in Deutschland übrigens am 9.4.1966 uraufgeführt, während PREDONI DEL SAHARA in Italien Anfang Febraur 1966 herauskam. Das heißt, es lagen zwei Monate zwischen dem Start von PREDONI und INKA - innerhalb dieser Zeit muß Georg Marischka das Musikmaterial aus Italien erhalten haben. Und im März 1966 war naürlich auch längst klar, daß PREDONI ein gewaltiger Flop in Italien selbst war und ein Export nach Deutschland deshalb sowieso gar nicht mehr in Frage kam. Was mich wundert, ist, daß im Lavagnino-Nachlaß nur ein Band von PREDONI vorhanden ist. Das kann also nicht der komplette Score sein, denn das wären ja 60 M-Cues und dafür gehen in der Regel mindestens zwei Bänder drauf. Bin folglich selbst gespannt, welche Musik auf diesem einen Band denn wirklich enthalten sein wird. Das läßt sich so jetzt erst mal noch nicht sagen. Wir sind auch momentan noch an einem anderen Lavagnino-Projekt dran, bei dem wir es rechtlich mit der britischen ITV zu tun haben und es noch nicht abzuschätzen ist, wie hoch die Lizenzkosten ausfallen werden und ob das realisiert werden kann. Je nachdem, ob es damit klappt oder nicht, könnte INKA/PREDONI vorgeschoben worden oder eben nicht. Das entscheidet sich definitiv in den nächsten 2-3 Wochen.
  10. Stefan Schlegel

    Meine neueste DVD / Blu-ray

    Technicolor ist doch seit mehreren Jahrzehnten nur noch ein Firmenname. Bereits 1974 wurde das originäre Farb-Druck-Verfahren, mit dem Technicolor seinen eigentlichen Ruhm erlangt hatte und mit dem die Farben langfristig haltbar gemacht werden konnten, in den USA eingestellt. Das letzte Druckwerk wurde dann nach nach China verkauft und damit war es dann auch aus. Bei den 70mm-Kopien ist es folgendermaßen gewesen: Dabei handelt es sich in der Regel immer um Eastmancolor-Positive, da die Technicolor-Labors nicht über eine Anlage mit sogenannten 70mm "Dye-Transfers" verfügten - also wurde auch nur auf Eastmancolor gezogen. Daher bleichen die 70mm-Kopien ganz gehörig aus, werden nach einigen Jahren entweder bräunlich oder rötlich. Ich kannte mal jemanden in Stuttgart, der selbst alle möglichen 70mm-Kopien gesammelt und mir dasselbe berichtet hat. Die Sachen sind zwar dann noch gestochen scharf, aber von den ursprünglichen Farben ist leider nicht mehr viel übrig.
  11. Die traurige Nachricht kommt natürlich überraschend. Wirklich schade. Aber ich freue mich nun umso mehr, daß ich erst vor vier Monaten Ende September gemeinsam mit einem guten Freund Legrand noch live in London bei seinem Konzert mit dem Royal Philharmonic Orchestra erleben durfte. Das Konzert war eine tolle Sache, besonders schön die Jean-Paul Rappeneau-Suite (LA VIE DE CHATEAU, LES MARIÈS DE L´AN DEUX, LE SAUVAGE), PARAPLUIES DE CHERBOURG und YENTL. Als Legrand das Podium betrat, wirkte er zwar schon gebrechlich und seine Stimme war sehr schwach - erst vor einem knappen Jahr hatte er ja eine Lungenentzündung gehabt, weshalb er bei den Recording Sessions seines letzten Scores THE OTHER SIDE OF THE WIND nicht dabei sein konnte -, aber wenn er dann am Flügel saß und selbst Klavier spielte, dann glitten die Finger wieselflink über die Tasten wie eh und je und es war schon enorm beeindruckend, wenn man sein hohes Alter bedachte. Er war auf jeden Fall eine ganz große Persönlichkeit. Ein Abend, der mir deshalb für immer in Erinnerung bleiben wird.
  12. Ich habe mich gestern schon privat mit Michael Petzel in Verbindung gesetzt. Wir haben seither schon einige E-Mails ausgetauscht und sind inzwischen sogar zum selben Ergebnis gekommen nachdem alle Details gemeinsam ausdiskutiert worden sind.😀 Es ist auf alle Fälle eine höchst spannende Angelegenheit! Ich muß sagen, ich habe mich wohl selbst auf der Seite der Luigi Chiarini-Bibliothek, wo die ganzen Original-Manuskripte ja zu finden sind, ein wenig täuschen lassen. Das ist nämlich gar keine richtige Partitur, die unter INKA dort aufgeführt wird, also keine sogenannte “Partitura orchestrale” wie man sie etwa auf der Seite mit PREDONI DEL SAHARA sieht, wo das dann auch tatsächlich dabei steht (wenn man auf das “scheda” klickt sieht man den Unterschied eindeutig). Daher wahrscheinlich auch dieser “Arbeitstitel” L´ULTIMO DEGLI INCAS (Der Letzte der Inkas) und nicht VIVA GRINGO wie der Film dann letztendlich in Italien hieß. Ich vermute von daher, daß Lavagnino nur eine Art Rohentwurf oder Skizze in einer Kladde/Notizblock (das ist dieses sogenannte “brogliaccio”) angefertigt hat mit einer Aufstellung aller für INKA geplanten M-Tracks 1-81 (das heißt er hat alle Stellen aufgeführt, wo er Musik im Film platzieren wollte), aber eine wirkliche auskomponierte Partitur ist nicht mehr zustandegekommen. Es könnte so gelaufen sein: Die italienische Co-Produktionsfirma hatte Lavagnino wohl zunächst vorgesehen als Komponist für INKA, er hat den Film vielleicht im Rohschnitt einmal zur Ansicht bekommen, dann diese Kladde angefertigt mit den geplanten M-Tracks und hat dann aber keine Zeit mehr gehabt zum eigentlichen Komponieren, weil es sich eventuell mit einem anderen Auftrag überschnitt – er hat ja 1965 und 1966 ohnehin jeweils mehr als 12 Filme im Jahr vertont - oder sonst irgendwas anderes dazwischenkam. Dann hat die italienische Produktionsfirma stattdessen eine bereits vorhandene Musik von Lavagnino – möglichst von einem ohnehin kommerziell gefloppten Film, den eh kaum jemand kannte und der gar nicht erst nach Deutschland exportiert wurde - - nach Deutschland an Regisseur Georg Marischka geschickt und genau diese Musik wurde dann von Marischka an den INKA-Film angelegt. Michael Petzel hatte Marischka selbst vor seinem Tod an 1999 noch interviewt und dieser erklärte ihm, daß er mit Lavagnino nie was zu tun gehabt hatte und einfach nur präexistente Musik aus einem anderen Film vom italienischen Co-Produzenten Grimaldi erhalten hatte, die dann im INKA-Film überraschend gut funktionierte. Insofern könnte es wirklich zutreffen, daß es sich bei PREDONI um die Musik für INKA handelt. Michael Petzel kam deshalb zu dem Schluß, daß es sich bei der für INKA verwendeten Musik um PREDONI handeln muß, weil unter VIVA GRINGO auf der deutschen GEMA-Seite gleichzeitig auch noch PREDONI gelistet wird. Die Sache scheint also mehr und mehr auf PREDONI rauszulaufen. Da zumindest ein Band ja im Nachlaß vorhanden ist, könnte dies auch auf CD veröffentlicht werden. Wir müssen dann schauen, ob sich das wirklich mit der INKA-Musik deckt.
  13. Ich hätte da jetzt nochmals eine Frage zu diesen Produktionsunterlagen: Ist da denn eventuell irgendeine Auflistung von "M"-Cue-Nummern vorhanden, die von PREDONI DEL SAHARA übernommen wurden? Dann wüßte man nämlich schon mal deutlich mehr. Oder wird die Übernahme nur ganz nebenbei in einem Satz erwähnt? Wegen dem PREDONI-Film habe ich meinen Freund in Italien bereits angefragt. Er hat ihn selbst auch nicht auf Video, versucht ihn aber aufzutreiben. Notfalls gäbe es vielleicht noch die Möglichkeit, über das Centro Sperimentale in Rom und über Federico Savina, der dort arbeitet und mit der Lavagnino-Familie eng befreundet ist, an den Film selbst ranzukommen. Die Möglichkeit haben wir bei CALYPSO - unserer letzten Alhambra-CD - genutzt, denn CALYPSO ist ansonsten auch ein total verschollener Film in Italien, von dem nur das Centro eine Kopie noch hatte, die ich persönlich überspielt bekam nur für den Zweck der CD-Produktion. Von dieser letzten Möglichkeit können wir aber wirklich erst dann Gebrauch machen, wenn wir das PREDONI-Band tatsächlich auf CD bringen. Deshalb hätte ich auch gern noch ein wenig nähere Infos zu diesen Produktionsunterlagen von VERMÄCHTNIS DES INKA, bevor wir überhaupt bezüglich PREDONI was machen.
  14. Das ist ja äußerst merkwürdig, daß die Musik zu I PREDONI DEL SAHARA laut Produktionsunterlagen der deutschen Filmfirma für VERMÄCHTNIS DES INKA wiederverwendet worden sein soll. Das ist mir ganz neu. Ich habe die ganzen Bänder im Lavagnino-Nachlaß zusammen mit der Tochter an 2011 in der Villa des Komponisten in Gavi eingeordnet und kann daher schon Näheres dazu sagen. Ich weiß daher ganz genau, daß von PREDONI zumindest ein kleineres Tonband mit 18cm Durchmesser vorhanden ist - das dürfte so eine Länge von rund 30 Minuten haben, wobei da sicher wie üblich noch Ansagen vor den jeweiligen M-Tracks mit dabei sind. Ich habe sogar noch ein Foto , wo man die beschriftete Schachtel mit dem Band sehen kann. Der italienische Musikverlag war in beiden Fällen Nazionalmusic, rechtlich ist das heutzutage Beat. Von daher also erst mal grundsätzlich möglich, daß zumindest Teile aus PREDONI für VERMÄCHTNIS damals erneut verwendet wurden. Allerdings spricht dem wieder dagegen, daß sowohl für PREDONI wie für VERMÄCHTNIS die jeweiligen Originalpartituren vorhanden sind. Diese können in der Bibliothek Luigi Chiarini im Centro Sperimentale in Rom vor Ort eingesehen werden. Man sieht sehr schön auch im Online-Katalog (einfach "scheda" anklicken), daß PREDONI 60 einzelne M-Tracks hat, VERMÄCHTNIS dagegen 81: https://scuolacinema.sebina.it/opac/resource/i-predoni-del-sahara/CSC0206170?tabDoc=tabloca https://scuolacinema.sebina.it/opac/resource/l-ultimo-degli-incas/CSC0161212?tabDoc=tabloca Ein komplettes Originalmanuskrirpt wäre jedoch nicht vorhanden, wenn ein kompletter früherer Score für VERMÄCHTNIS recycelt worden wäre. Diese Fälle gibt es in den 60ern bei Lavagnino durchaus und da existieren dann natürlich auch keine komplette Partituren, sondern entweder gibt es gar nichts oder Hinweise, welche M-Tracks aus vorherigen Scores an welcher Stelle eingefügt wurden. Gerade bei vielen späten B/C-Produktoionen von 1969/1970 (Tarzan, Zorro etc.) ist genau das dann auch der Fall, aber auch schon bei einigen Peplums ab ca. 1963. Dies alles macht mich denn doch wieder sehr stutzig, ob die Info wirklich stimmt, daß PREDONI tatsächlich als Vorlage gedient hat. Vielleicht wurden doch nur ein paar Tracks übernommen? Ich werde mal versuchen, an den äußerst raren PREDONI-Film eventuell über einen italienischen Freund ranzukommen, der ziemlich viele seltene alte italienische Filme auftreiben kann. Und es besteht natürlich durchaus auch die Möglichkeit, daß wir die PREDONI-Musik innerhalb der nächsten 2-3 Jahre auf einer Alhambra-CD eventuell noch herausbringen könnten. Da gäbe es eigentlich keine großartigen Probleme. Bevor dieses CD-Projekt allerdings nicht in Angriff genommen wird, haben wir aber leider nicht die Möglichkeit, in dieses eine Band reinzuhören.
  15. Stefan Schlegel

    Philippe Sarde

    Endlich ist es soweit. Großartig: DEUX HOMMES DANS LA VILLE (TWO MEN IN TOWN) • LE TOUBIB (THE MEDIC) • LA VEUVE COUDERC (THE WIDOW COUDERC) Three Original Motion Picture Soundtracks Music Composed by Philippe Sarde World Premiere Release of the Complete Scores on CD. New remastered and expanded edition. 12-page CD booklet with French and English liner notes by Gérard Dastugue. Limited Edition of 1000 units. Ref: MBR-146 Release Date: January 16, 2019 In collaboration with Gruppo Sugar and Musiques & Solutions, Music Box Records proudly presents a CD edition of three complete scores which highlight the collaboration between composer Philippe Sarde and French actor Alain Delon: Deux hommes dans la ville (Two Men in Town, 1973), Le Toubib (The Medic, 1979) and La Veuve Couderc (The Widow Couderc, 1971). Deux hommes dans la ville tells the story of a former bank robber (Alain Delon), after his release from prison, finds a new love and honest work with the help of his probation officer (Jean Gabin). But when a vengeful cop (Michel Bouquet) begins to stalk him, his determination to a straight life is pushed to the breaking point. The film, written and directed by José Giovanni (La Scoumoune, Le Gitan), is a political drama documenting the social unrest associated with the death penalty. Philippe Sarde composed a very elegiac score with one of his most heartbreaking and beautiful melodies. Philippe Sarde established a long partnership with director Pierre Granier-Deferre over twenty-five years and seventeen films. Adapted from Georges Simenon's novel, La Veuve Couderc is a finely realistic and naturalistic drama set in rural France in 1934, also starring Simone Signoret and Ottavia Piccolo. Le Toubib is set during the Third World War, in a medical unit lost in an unidentified part of the world, where a surgeon falls in love with an idealistic nurse (Véronique Jannot). For both films, Philippe Sarde delivered lyrical and nostalgic scores displaying his incredible melodic talent. The program has been assembled, produced and supervised by Philippe Sarde and Dominique Spagnolo. This present edition has been fully remastered from complete scoring session elements. The package includes a 12-page booklet featuring exclusive liner notes by writer Gérard Dastugue and new comments by Philippe Sarde on his collaboration with Alain Delon. TRACK LISTING: DEUX HOMMES DANS LA VILLE 1. Thème de Gino 01:22 2. Montpellier 00:49 3. Recours en Grâce 01:50 4. Gino et Sophie 02:50 5. Voisinage 02:50 6. Garde à Vue 01:22 7. Gino et Lucy 02:08 8. L'Appartement 02:07 9. Le Hasard 01:52 10. Retour à la Vie 03:22 Time • 20:39 LE TOUBIB 11. Le Toubib 02:04 12. Jean-Marie et François 01:22 13. Hélicoptères 02:56 14. Harmony Dort 02:16 15. Retour 00:46 16. Le Camp 01:04 17. Croix Rouge Internationale 01:25 18. Champ de Bataille 03:01 19. Enlèvement du Camp 01:28 20. Le Monde Libre 00:44 21. La Grotte 00:43 22. L'Espoir 02:06 Time • 20:03 LA VEUVE COUDERC 23. La Veuve Couderc 02:39 24. Canal et Solitude 01:01 25. Menace / La Couveuse 01:34 26. Le Bal 03:04 27. Les Gendarmes 00:52 28. Péniche New Orleans 02:30 29. Abandon 01:56 30. L'Assaut 01:17 31. Fugitif 01:18 32. La Séparation 01:24 Time • 17:39 Total Time • 58:23 For sound clips, please visit: https://www.musicbox-records.com/en/6817-deux-hommes-dans-la-ville-le-toubib-la-veuve-couderc.html
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