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Stefan Schlegel

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  1. Was soll denn von Cinevox überhaupt noch groß kommen? Deren Katalog ist zum Großteil längst ausgewertet worden durch die diversen Labels (Saimel, Quartet, Digitmovies) über die letzten 15-20 Jahre hinweg. Alles, was kommerziell nur ein bißchen einträglich ist, ist da längst abgegrast. Und Cinevox selbst ist natürlich schon vor einigen Jahren total zu Streaming und digitalem Download übergeschwenkt. Die haben so gut wie alle ihre früheren LPs und CDs auf Youtube hochgeladen und verrmutlich auch auf die anderen Streaming-Plattformen. Daß da halt ein- oder zweimal im Jahr verrückterweise immer noch mal ein CD-Reissue mit einem ihrer beliebten und bereits mehrfach aufgelegten Horror-Titel kommt, hat nicht mehr viel zu besagen. Es zeigt eben nur, daß diese Horror-Geschichten von Goblin oder auch Donaggio so ziemlich die einzigen Sachen sind, wo es sich für sie noch halbwegs lohnt, mal ab und an wieder eine neue CD-Auflage zu produzieren, weil eben ein bestimmtes Genre-Fan-Publikum dafür da ist. Ansonsten kann man Cinevox aber eigentlich ziemlich abhaken.
  2. Keiner weiß genau, was Sugar wirklich vorhat. Das ist alles im Moment äußerst undurchsichtig und es bleibt einem nichts Anderes übrig als abzuwarten, was überhaupt passiert und ob es gar ähnlich läuft wie bei Sony in den USA. Es kann sein, es normalisiert sich alles wieder in ein paar Monaten, genauso gut ist aber das Gegenteil möglich. Von Saimel wird jedenfalls in den nächsten Monaten sicherlich keine weitere CD mit einem älteren italienischen Score erscheinen. Es wären zwar bereits Bänder aus dem CAM-Katalog für drei weitere Projekte da, aber die ließen sich jetzt aufgrund von mehreren Problemen so auf die Schnelle nicht mehr realisieren - bei einem Score etwa sind die Bänder nur unvollständig erhalten, so daß man mit einem weiteren koppeln müßte, bei einem anderen ist das Problem, daß der Film selbst kaum aufzutreiben ist etc.
  3. Am 27.1. erscheint die vorerst letzte CD mit einem Score aus dem CAM-Katalog bei Saimel: Carlo Rustichellis Musik zur romantischen Komödie ASSICURASI VERGINE (GARANTIERT JUNGFRAU) von 1967. Das etwas seltsame CD-Cover war wirklich nicht meine Idee und entstand eher aus der Not heraus, da das italienische Original-Plakatmotiv aus rechtlichen Gründen nicht verwendet werden durfte. Der englische Pressetext: Saimel Records proudly presents on this CD the complete original score by Carlo Rustichelli for the 1967 romantic comedy ASSICURASI VERGINE (INSURANCE ON A VIRGIN) which was directed by Giorgio Bianchi and starred Romina Power, Vittorio Caprioli, Dino Mele, Daniela Rocca, Leopoldo Trieste and Oreste Palella. Romina Power, daughter of Hollywood legend Tyrone Power, who together with Al Bano would form one of Italy´s most popular singing duos during the 1970s and 1980s, was only 16 years old in 1967 and stars in this comedy as the shy daughter of a poor Sicilian father who is forced to marry the richest man in town whom she doesn´t love at all. This man with the name Don Pippo Matara is portrayed by Vittorio Caprioli who excels in his role as a presumptuos and pompous lazybones with an excessive Sicilian slang and who actually provides the funniest moments in the picture. ASSICURASI VERGINE was produced in the wake of the two enormously successful Pietro Germi comedies DIVORZIO ALL´ITALIANA (1961) and SEDOTTA E ABANDONATA (1964) which satirized the anachronistic Sicilian customs and honour laws in a similar manner. Also some of the same actors re-appear in ASSICURASI VERGINE. Composer Carlo Rustichelli was a quite natural choice for this film as he had already scored the two Pietro Germi movies during the early 1960s and shown his inimitable skill in musically evoking all kinds of Mediterranean moods and particularly those of Sicily with themes and rhythms so characteristic of that secluded country. Reminiscences of these two works crop up in ASSICURASI VERGINE, but all the main themes are completely new and original. And although for the main part this is a rustic comedy, Rustichelli has written an unabashedly romantic, richly melodic and colourful score with all his stylistic trademarks fully on display. He has focused above all on the love relationship of the young couple Lucia and Gaetano so that the Main Title immediately opens with a vocal version of the exuberant love theme as a Sicilian ballad with the title “Ciuri di rosa” ("Rose Flower"). Various instrumental versions of this beautiful melody crop up during the course of the score and later on even a secondary, much more meditative and tragic love theme comes to the fore which gets reprised and elaborated whenever the couple finds themselves in rather hopeless and despairing situations. There are also two themes which precisely define the Sicilian setting: One is a sad lament with a few woodwind solos and the other one a plaintive and elegant theme for flute, Jew´s harp and strings. For the character of Don Pippo Rustichelli has written a delicious tango which perfectly captures his conceit and his scuffling movements so that the scenes involving him become even more funnier with the addition of this music. A few comic interludes with grotesque use of the electric organ and Jew´s harp together with some string pizzicati timed to the rhythm of the steps of the protagonists are reserved for the scenes in which all the different parties try to spy on Lucia during her stay in the convent. And the nightly city life with which Lucia gets confronted after her escape from the convent gets underscored with a jazzy saxophone motif coupled with a swing rhythm. This delightful and varied score for ASSICURASI VERGINE offers further proof of the superb melodic talent of Carlo Rustichelli and can now finally be fully appreciated on this CD which has been possible thanks to the original master tapes preserved in mono in the Sugar Music archives. The CD will be available on January 27th at Rosebud in Spain and can now be pre-ordered there and also soon at SAE. Here the track listing of the CD: https://rosebudbandasonora.com/catalog/product_info.php?products_id=27729&osCsid=4b2b033d8fc7f0444253dcbf6142b68b
  4. Für Tiomkin selbst zählte I CONFESS ja auch zu den Favoriten unter seinen eigenen Scores. Das eine Stück mit 3:30 Minuten , das es auf diversen Samplern gibt und das Du wohl meinst, stammt ja sowieso nicht von der Originalaufnahme, sondern ist eine Cover-Version, die 1955 für die Tiomkin-LP "Movie Themes from Hollywood" entstanden ist: https://www.discogs.com/de/Dimitri-Tiomkin-And-His-Orchestra-Movie-Themes-From-Hollywood/release/2442496 Manche Stücke auf der LP sind ja schon stark im Easy Listening-Stil der 50er eingespielt, der Track mit dem Liebesthema aus I CONFESS ist dagegen noch ganz gut geraten und näher am Original dran - obwohl hier natürlich die ganz essentielle und für den Score so wichtige Solo-Vokalise fehlt. Von der Originalaufnahme gibt es mit Sicherheit keine Bänder mehr, da Warner ja so ziemlich alles im eigenen Bestand vor 1954 vernichtet hat, und leider existieren auch im Tiomkin-Nachlass keine Azetate mehr. Also da braucht man gar nichts erwarten und vom Original wird nichts mehr kommen.
  5. Die Interpretation trifft das typische Tiomkin-Idiom an sich recht gut. Da kann man kaum meckern. Aber allein schon von den Hörproben her ist für mich klar ersichtlich, daß der Score absolut kein Highlight im Schaffen des von mir ansonsten sehr geschätzten Komponisten darstellt. Die bisherige Suite wäre für mich von der Länge her ausreichend gewesen. Aus rein musikalischer Sicht höre ich da außer dem Main Title und der Mordszene wirklich nur Tiomkin-Mittelmaß, was aber auch nicht verwunderlich ist bei dem Film, wo er allein aufgrund der Bühnenvorlage und der kammerspielhaften Inszenierung sich musikalisch gar nicht recht entfalten konnte. Vieles von der Musik ist eben rein szenisch bedingte Spannungsuntermalung, die dahin mäandert mit viel "Stop and Go", aber als autonomes Hörerlebnis nicht so wirklich viel einbringen wird auf die Strecke von 50 Minuten. Aus rein musikalischer Sicht ist es mir nicht begreiflich, warum man unbedingt den Score komplett aufnehmen mußte und da so viel Mühe reinsteckt. I CONFESS würde da viel mehr hergeben. Ich habe I CONFESS erst letztes Jahr wieder gesehen und fand die Musik erneut sehr beeindruckend mit ihrem mystischen Flair. Aber es passiert halt nichts hinsichtlich einer Neuaufnahme - nicht mal eine Suite davon kommt. Sondern hier ja jetzt auch wieder nur die alte Silva Screen-Suite von STRANGERS ON A TRAIN nochmals angehängt. Sicherlich, weil das problemlos zu machen war, da das Notenmaterial von Christopher Palmer aus den 90ern dafür ja bereits vorlag. Dann allerdings "premiere recording" hinzuschreiben ist natürlich schon eher ein Witz. Mich persönlich interessiert eigentlich die Tiomkin-Ballett-Doppel-CD von Intrada sogar etwas mehr als diese DIAL M FOR MURDER-Scheibe.
  6. Gibts aber auch auf Youtube, da der ORF das Konzert schon vor einigen Wochen gesendet hat:
  7. Die Liner Notes bei SUNSET SUNRISE sind übrigens voller Fehler und teilweise unsäglich. Da wird die ganze Zeit auf falsche Tracknummern verwiesen, so getan als würden die ersten 14 Tracks vollkommen der alten Japan-LP entsprechen, obwohl die 11 Stücke und dazuhin lauter Dialoge und Motorradgeräusche hatte etc. Es ist nicht zu fassen, was da alles frei erfunden wird. Da muß einiges bei der Postproduktion der CD schief gelaufen sein oder es war ein Schnellschuß. Über den Film selbst natürlich auch kaum Infos, es wird dagegen viel über die Situation auf dem japanischen und itlaienischen Soundtrackmarkt in den 70ern rumgeschwafelt. Die Rota-Musik ist sehr schön, hat mit einem Hippie-Movie eigentlich gar nichts zu tun, sondern ist bis auf ein, zwei Ausnahmen üppig romantisch-melodisch und man hört vom Stil her, daß sie direkt nach dem Paten entstanden sein muß. SCUSI, LEI CONOSCE IL SESSO ist auch sehr lohnend durch die halbe Stunde mit Lavagnino-Musik. Das ist ein echter Hörgenuß. Klang ist insgesamt auch recht gut, nur bei Track 17 (bei der Orchesterfassung ohne Gesang im Bonus-Track 23 dann noch deutlicher zu hören) sind ein paar Defekte drin. Und auch hier wird im Booklet nichts wirklich aufgedröselt, obwohl die Infos, wer hier nun was komponiert hat, im Recording Sheet von Sugar/CAM ganz klar vorlagen. Gemäß dem Motto "wir wissen zwar, was von wem ist, aber sagen es Euch nicht." Schon doof: "There was no group effort so to speak as the legal paperwork reveals who did what in the score." Ich kann aber die Aufschlüsselung gerne geben. Das wären die Lavagnino-Tracks und die sind musikalisch nahezu aus einem Guß, das läßt sich an einem Stück schön durchhören: 02: Giostra dei ricordi (1:32) 03: Foxtrot Sex (3:48) 05: Nostalgia (2:51) 11: Languidamente (6:40) 13: Giovane amore (5:25) 17: Now - Se dovessi andare via (3:44) 19: Finale (6:30) Bei Track 3 wurde editorisch leider noch ein bißchen unglücklich rumgetrickst: Da sind die ersten 10 und die letzten 30 Sekunden von Umiliani - die passen da auch musikalisch gar nicht rein, aber man hat die kurzen Cues wohl anders nicht unterbekommen und deswegen hier an Anfang und Ende des Lavagnino-Tracks gesetzt. Hätte ich so jedenfalls nicht gemacht, denn es wirkt sehr aufgesetzt und künstlich an den Stellen. Bei den anderen Tracks wurde kein solches Klimbim veranstaltet und man hat sie glücklicherweise so gelassen wie sie aufgenommen worden waren.
  8. THE EIGER SANCTION ist allerdings gar nicht von Don Siegel. Den hatte Eastwood 1975 ganz alleine zu verantworten. Zwischen DIRTY HARRY und ESCAPE FROM ALCATRAZ - also zwischen 1971 und 1979 - hat Siegel keinen einzigen Film mit Eastwood gedreht.
  9. Neu von Saimel und lieferbar in ca. 10 Tagen bei Rosebud in Spanien: Carlo Savinas Musik zum erotischen Mantel- und Degenfilm LE CALDE NOTTI DI DON GIOVANNI (SEIN SCHLACHTFELD WAR DAS BETT) von 1971. Hier der englische Pressetext: Saimel Records presents on this CD the complete original score by Carlo Savina for the 1971 erotic costume comedy LE CALDE NOTTI DI DON GIOVANNI (NIGHTS AND LOVES OF DON JUAN) from the original master tapes in stereo preserved in the Sugar Music archives. This Italian screen adaptation of the famous Spanish Don Juan legend was directed by Alfonso Brescia under the pseudonym Al Bradley and starred the handsome German actor Robert Hoffmann as main protagonist Don Giovanni Tenorio who is surrounded by some of the most attractive European actresses of the early 1970s, among them Barbara Bouchet, Edwige Fenech, Ira von Fürstenberg and Lucretia Love. Contrary to many other Don Juan versions, this one is not only set in Spain in the 17th century, but during its second half also takes our hero to the Orient when he is banished by the King of Spain. From the beginning of the film Don Giovanni is the epitome of an irresistible womanizer. At first he seduces all the princesses in Seville, but even when forced into exile, for him there is no reason to change his impudent manners: Posing as an Arabian prince, he offers to help the Sultan Selim acquire the princess Aisha (Fenech), a woman who loves no man and is guarded inside a massive castle, but then at once falls in love with Don Giovanni. For LE CALDE NOTTI DI DON GIOVANNI Carlo Savina has written a lively and flavourful score of which only a small excerpt with about four minutes had previously been released by CAM in 1999 on the compilation CD “Carlo Savina – Ritratto di un autore”. Savina has built his score mainly around the wistful and sensuous melody with a Spanish flavour which gets intonated by the beautiful ethereal solo vocalise of Edda Dell´Orso in the Main Title. This great romantic theme will be reprised again and again during the course of the film whenever Don Giovanni beds one of his many loves. The duels and chases have mostly been composed not in a serious dramatic manner, but in a more lighthearted and spirited way in accordance with the often farcical nature of the movie: Sprightly castanets together with added percussion create a galloping rhythm so that the tone is rather playful than threatening. The remaining score is filled with nice period dances, some atmospheric mystery and suspense tracks, a few comical interludes with flute and bassoon and a meditative string episode for the sequence in the convent. The pleasant symphonic score for LE CALDE NOTTI DI DON GIOVANNI is a nice addition to the ever growing Carlo Savina discography and can now finally be fully enjoyed on this new CD. The CD will soon be available at Rosebud in Spain and also at the other usual soundtrack stores in Europe, USA and Japan. Here the track listing of the CD: https://rosebudbandasonora.com/catalog/product_info.php?products_id=27708
  10. Ich glaube wir reden ein wenig aneinander vorbei. Ich meinte mit "subjektiv" vor allem, auf welche Art und Weise man Musik hört und nicht, ob Mono oder Stereo nun besser ist. Selbstverständlich ist Stereo Mono vorzuziehen, wenn ein Score in der Art und dazu noch in guter Klangqualität verfügbar ist. Auf der anderen Seite ist es für mich aber auch kein Beinbruch, wenn etwa eine ältere Originalmusik aus den 50ern, die zudem im Film selbst auch nur in Mono erklingt, auf der CD ebenfalls halt nur in Mono erhältlich ist, da eben die Stereo-Aufnahmen nicht mehr vorliegen. Damit kann ich schon ganz gut leben. Dagegen ist es eine absolut subjektive Entscheidung, ob ich nun Musik ganz normal über die Boxen höre oder Kopfhörer präferiere. Das muß jeder selbst entscheiden und für mich ist da die Entscheidung klar.
  11. Das ist eine doch völlig subjektive Sache: Jeder muß selbst wissen, wie er am liebsten Musik genießt und was er wirklich will. Die individuellen Hörgewohnheiten können ja bekanntermaßen sehr differieren. Und da ich persönlich Kopfhörer für Filmmusik-CDs oder LPs ohnehin nicht nutze und auch in Zukunft nicht nutzen werde, ist das Ganze für mich auch ohne Belang und geht schlicht an mir vorbei.
  12. Selbstverständlich kommt die Musik bei Mono nicht nur aus einem Lautsprecher - das wäre ja ein Witz sondersgleichen - , sondern aus allen kommt genau dieselbe Musik. Im Unterschied zu Stereo halt eben nicht räumlich (links/rechts) aufgeteilt.
  13. Ein Hi-F-Freak in der Art bin ich nie gewesen. Mir persönlich macht das überhaupt nichts aus, eine alte Mono-Aufnahme zu hören und die in vollen Zügen zu genießen. Ich habe da jede Menge davon in der Sammlung und null Probleme damit, so was anzuhören, wenn die Klangqualität ansonsten einigermaßen in Ordnung ist. Ich wüßte gar nicht, warum ich da empfindlich drauf reagieren sollte. Wenn ich in der obigen Art verfahren würde, dürfte ich mir ja kaum Steiner, Newman, Tiomkin etc.-Originale aus den 40ern und 50ern zulegen, da die fast immer Mono sind. Der Gedanke, so was dann deshalb nicht anhören oder kaufen zu wollen, ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht untergekommen. Oder wenn ich dran denke: Die meisten italienischen und französischen Titel bis Mitte 60er sind im Gegensatz zu den US-Titeln eh fast alle immer in Mono erhalten. Warum sollte mich das in irgendeiner Weise abschrecken, wenn die Musiken eben nicht anders verfügbar sind? Die Denkweise ist mir völlig fremd.
  14. Mehr gibts bei der Fox von CONRACK aber auch nicht mehr. Und selbst dieser 6 Minuten-Track ("Main Title") auf der FSM-CD war nur noch in Mono vorhanden. Der komplette CONRACK-Score hat ohnehin nur eine Länge von knapp 15 Minuten.
  15. Man sollte hier jetzt aber auch nicht nur wegen Mono rummeckern und viel eher doch heilfroh sein, daß die Scores oder zumindest ein Großteil davon überhaupt noch im Original erhalten sind. 1965-1975 ist bei Paramount eine ganz kritische Zeit - das hat Lukas Kendall vor ein paar Jahren schon mal durchblicken lassen - und aus den Jahren haben die nur noch ganz wenig Musikmaterial. Vieles ist damals ganz einfach verschrottet worden, weil keiner mehr groß Interesse daran hatte. Das muß einem einfach mal klar sein. Und lange Zeit sah es ja auch so aus als ob von NEVADA SMITH oder WILL PENNY gar nichts mehr existieren würde bei Paramount und daher auch nichts mehr auf CD kommt. Ich hatte beide fast schon abgeschrieben. Deshalb ist es schon ein Wunder, daß all das, was jetzt auf dem Set auftaucht, überhaupt noch in irgendwelchen Archiven gefunden wurde. Daß nicht jedes Studio so sorgfältig mit alten Bändern umging wie etwa MGM oder noch einigermaßen die Fox, das wissen wir eh seit langem. Das bringt ja nichts, darüber groß zu lamentieren. Man muß sich z.B. auch mal vor Augen halten, daß Paramount von Elmer Bernsteins TRUE GRIT von 1969 etwa rein gar nichts mehr hatte und man für die Lalaland-CD auf Bernsteins private Mono-Kopien zurückgreifen mußte. Das Material für diese CD kam also gar nicht von Paramount selbst, das waren auch gar keine Stems. Es ist daher gut möglich, daß für das aktuelle Western-Set ebenfalls noch diverse andere Quellen angezupft wurden, um das überhaupt alles auf CD bringen zu können. Und es ist zudem sehr fraglich, ob die Stereo-Album-Master von 1966 und 1967 mit den damaligen LP-Neuaufnahmen (und reduziertem Orchester sowie dem Zeitgeschmack entsprechend etwas popiger aufgemacht) von NEVADA SMITH oder EL DORADO überhaupt noch existieren, denn ich schätze eher, daß die bei dem Universal-Brand vor einigen Jahren, wo es bekanntermaßen hautpsächlich ja UMG-Album-Master erwischt hat, bereits vernichtet wurden.
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