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Stefan Schlegel

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  1. Ich habe die "El"-CD zwar nicht, das ist aber logischerweise nur ein Rip der alten Legend-CD. Die machen sich hier - wie bei vielen anderen ihrer Soundtrack-Veröffentlichungen - ganz einfach das in Europa gültige Leistungsschutzrecht zunutze, demzufolge solche Filmmusikaufnahmen vor dem Jahr 1964 Public Domain sind (= Copyright nach 50 Jahren vor November 2013 abgelaufen als die neue Schutzfristverlängerung mit 70 Jahren in der EU aufkam). Kann eben jeder gerade so kopieren wie er möchte und kein Schwein interessierts. Deshalb sind ja etwa auch die ganzen digitalen Plattformen voll mit solchem von Privatleuten selbst zusammengebasteltem Schund, was dann im Prinzip eh nur noch die Sammler bemerken, die sich wirklich in der Materie auskennen.
  2. Ich glaube kaum, dass LA STRADA von Quartet noch kommen wird, denn der Rechteinhaber bei dieser Musik ist eben nicht CAM/Sugar, sondern Laurentiis in Italien. Und dorthin haben weder Claudio Fuiano - auf den es hier vor allem ankommt - noch José Benitez gute Kontakte. Mit Laurentiis zu verhandeln ist für kleinere Labels mehr als schwierig, denn die sind meist nicht kooperativ. Außerdem mußten für die alte Legend-CD in den 90ern wohl manche Tracks schon vom Music&Effects-Track abgenommen werden, weil bei Laurentiis zum Teil nichts anderes mehr da war. Man hat das auch an den Legend-Veröffentlichnugen anderer italienischer 50er Jahre-Soundtracks (z.B. Piccioni oder Lavagnino) vor rund 15 Jahren bereits öfters gesehen, daß von vielen Scores aus der Zeit, sofern sie noch existieren, dort meist nur noch einige Tracks vorhanden sind. Es gab gerade bei Laurentiis über die Jahrzehnte hinweg halt auch ein paar Brände, wo so manches verloren gegangen ist. Seit Maurizo Buttazzoni von Legend gestorben ist, hat von den italienischen Labels eigentlich so gut wie niemand mehr reinen richtig guten Draht zu Laurentiis. Von Quartet noch zu erwarten ist dagegen eine weitere Expandierung von Rotas GIULIETTA DEGLI SPIRITI, denn diesen Titel haben sie schon jahrelang im CAM-Katalog reserviert und den werden sie wohl bestimmt noch bringen. Das dürfte es dann auch gewesen sein in Sachen Rota. Ob sie sich für IL BRIGANTE von 1961 noch ins Zeug legen, das wage ich mal zu bezweifeln, denn damit kommt man auf internationaler Ebeene halt lang nicht so weit wie mit den populären Fellini-Titeln. Die IL BIDONE-Doppel-CD habe ich inzwischen auch hier und sie macht schon recht viel Spaß. Hier bringt die Erweiterung gegenüber der alten Veröffentlichung schon einiges und der Klang ist auch nochmals gehörig verbssert worden. Ich mag hier auch die Tanz- und Partystücke zum Teil ganz gern. Vor allem das total überdrehte "Piazza del Popolo" ist ein echter Ohrwurm. Und bei "Miss Frosinone" ist es tatsächlich so, daß die ganze erste Minute des Tracks im Film nicht verwendet wurde. Die Musik im Film selbst setzt hier erst bei Minute 1:05 des Tracks überhaupt ein.
  3. Aber doch kompositorisch deutlich schwächer als die bekannten britischen Klavierkonzerte von Addinsell, Charles Williams etc. aus den 40ern Ich hatte die LP mal vor rund 30 Jahren von einem Bekannten ausgeliehen gehabt, die hat bei mir aber keinen wirklich positiven Eindruck hinterlassen. Das Ganze war sehr durchwachsen. Ein LP-Kauf kam jedenfalls schon damals deshalb für mich nicht in Frage. Es ist auch insgesamt trotz diesem angeblichen "Rank Concert Orchestra" ein ziemlich dünner Orchesterklang und die Spannungs- und Actionmusiken sind zudem äußerst holprig und zerfahren.
  4. Die richtigen Originalbänder scheinen wohl auch verloren zu sein, denn sonst wäre die Musik schon länger veröffentlicht worden. Offenbar hatte Massara wie man oben lesen kann aber Mono-Bandkopien, während beiim eigentlichen Rechteinhaber Universal Music Publishing in Italien nichts mehr vorhanden war. Klar, daß Claudio für seinen ganz speziellen Freund José Benitez alles möglich macht und daher sicher Massara, den er ja gut kennt, lange genug bearbeitet hat, um diese Musik endlich veröffentlichen zu können. Mich wundert nur, daß er sich jetzt selbst bei solchen astreinen italienischen Sachen mehr oder weniger aus dem Mastering-Geschäft zurückzieht und auch das nun Chris Malone überläßt.
  5. Ein nettes Gedankenspiel wäre ja, auf welche Art mehr intellektuell geschulte Komponisten wie etwa ein Raksin oder North an so einen Filmstoff wohl damals herangegangen wären. Ich nehme an sicher mit etwas mehr Zurückhaltung und auch mit deutlicher herausgearbeitetem jüdischem Kolorit, das bei Newmans Score denn doch einfach viel zu kurz kommt. Ich würde nicht behaupten wollen, daß keine Minute der annähernd 2 1/2 Stunden, die sich auf der Doppel-CD befinden, verschwendet ist. Z.B. bringen die mehr als 20 Minuten an Additional Tracks auf CD 2 so gut wie gar keine Bereicherung über das hinaus, was man bereits zuvor schon gehört hat, und sind von daher eher überflüssig. Ein zweites Mal hört man sich das auch nicht mehr an. Und selbst bei den etwas mehr als 80 Minuten Gesamt-Score macht sich auf Dauer doch bemerkbar, wie dieselben Themen dann immer wieder - selbstverständlich sehr variantenreich wie man es von Newman kennt - zum Einsatz kommen und im Prinzip dann auch überstrapaziert werden. Selbst im Film, den ich Anfang der 80er im Kino gesehen hatte und den ich damals als zu theatralisch empfand und der bei mir einen äußerst zwiespältigen Eindruck hinterließ, fällt es auf wie oft dort die Hauptthemen wiederholt werden - ein bißchen weniger wäre da sicher besser gewesen. Insgesamt ist das ganz klar ein herausragender, absolut perfekt gestalteter und emotional aufputschender Score, der auf sich allein gestellt recht oft zu berühren weiß, aber man kann Newman in dem Fall natürlich schon vorwerfen, daß er zu unspezifisch und verallgemeinernd gearbeitet hat. Er komponiert für diesen sehr diffizilen Stoff im Prinzip eine ganz ähnliche Musik wie er sie einige Jahre zuvor bereits für SONG OF BERNADETTE oder THE ROBE abgeliefert hatte - es sind sehr starke Ähnlichkeiten gerade zu diesen beiden vorhergehenden Filmmusiken hier ganz oft auszumachen. Eine richtiggehende Auseinandersetzung wie man mit dieser doch sehr heiklen Vorlage denn musikalisch umgehen könnte und was man hier um einiges anders machen sollte oder könnte als bei normalen Hollywood-Genre-Filmen der Zeit, scheint mir in der Tat daher eher ausgeblieben zu sein.
  6. Die alte MGM-LP von ALFRED THE GREAT von 1969 zählte früher zu den seltensten US-Soundtracks überhaupt und war immer wahnsinnig teuer. Sehr wenige Sammler dürften sie deshalb kennen. Heutzutage sicher sogar noch weitaus weniger als noch vor 25 Jahren. Ich besitze sowohl die Original-LP als auch die Mitte 90er erschienene deutsche Bootleg-CD, die etwas vom Platteninhalt abweicht, und über die ich zuerst Bekanntschaft mit diesem Score schloß. Die ersten 14 Tracks auf der neuen Kritzerland-CD entsprechen genau denen der LP - ich selbst habe Kimmel dabei vor einigen Wochen auch noch ein wenig unter die Arme gegriffen, denn klanglich stand mit seinem Bandmaterial, das er hatte, nicht alles zum Besten -, während die beiden Bonus Tracks ziemlich eindeutig wohl von der Bootleg-CD gerippt wurden, denn die gibt es nur dort zu hören und die hat Kimmel selbst jetzt auch gar nicht gehabt. Ich mag diese epische Musik von Leppard recht gerne, vor allem die sehr pastoral angehauchten, typisch englischen Stücke sind besonders schön. Der Score läßt mich seit ich ihn das erste Mal in den 90ern gehört habe immer etwas an Patrick Doyle und seinen Erstling HENRY V denken. Mir kommt es fast so vor als ob Doyle damals bereits den Leppard-Score kannte, denn manche Phrasierungen in dieser Musik könnten durchaus auch von Doyle sein.
  7. Doch, hier gibt es beispielsweise eine ganze Liste von ausländischen Filmen, die zwischen 1930 und 1945 in Deutschland synchronisiert wurden: https://dievergessenenfilme.wordpress.com/
  8. Er wurde 1933 erstmaliig in Deutschland synchronisiert, nicht 1935, da die Uraufführung dieser stark gekürzten Fassung - sie ist nur 75 Minuten lang - im Dezember 1933 stattfand. Eine Kopie dieser Erstysnchronfassung lagerte wohl im ehemaligen Staatlichen Filmarchiv der DDR. Und im Berliner Zeughauskino gab es bereits an 2009 eine Vorstellung mit dieser wiederentdeckten Erstsynchronfassung. Nähere Infos dazu im Synchronforum: http://215072.homepagemodules.de/t514323f11775326-Wiederentdeckt-zwei-Hollywood-Klassiker-in-deutscher-Vorkriegs-Synchronisation.html#msg7175021
  9. Wenn man das glauben möchte, was Burlingame schreibt oder im alten Intrada-Booklet geschrieben hat, dann lag es wohl an den Aufnahmebedingungen. Aber gerade im Vergleich mit der Londoner Neuaufnahme meint man schon, es mit einem deutlich kleineren Orchester zu tun zu haben wie es für TV-Verhältnisse normalerweise üblich war. Und dieses Original klingt halt dann doch insgesamt viel zu dünn. "Road to Masada" ist natürlich grandios. Dieses Stück ist selbstverständlich nicht gemeint, sondern der etwas merkwürdige "Roman March" auf CD 1 (Track 11), der bei der Neuaufnahme dann auch gar nicht erst mit dabei war.
  10. Sollte Dich meine Meinung interessieren, dann hier mal das, was ich vor 10 Jahren zum damaligen Intrada-Set mit der Komplettfassung drüben bei Cinemusic geschrieben hatte: "Der Klang ist sicherlich besser als auf dem alten Bootleg, aber die Aufnahme an sich läßt mich rundum kalt. Vieles wirkt wie eingezwängt, so daß keine richtig räumliche Klangfülle entsteht. Wenn ich die MCA-Neuaufnahme nicht kennen oder es sie nicht geben würde, dann müßte man sich natürlich mit diesem Original arrangieren und würde das vielleicht auch akzeptieren, sich daran gewöhnen, aber so ist bei mir zumindest ständig die für mich maßstabsetzende andere Aufnahme als deutlich bessere im Hinterkopf verankert. Und das macht dann keinen Sinn für mich. Da Burlingame im Booklet-Text von einem sogar teilweise 68-köpfigen Orchester spricht, kann es nicht allein am Orchester selbst liegen, daß vieles sich nur wie 35-40 Mann anhört. Die Erklärung scheint eher die zu sein, daß wie Fake es im Tech Talk schreibt, die Scoring Stage bei Universal für das Orchester einfach zu klein war. Dadurch ist dann wohl auch dieser übermäßig trockene, zu enge und auch spitze Klang entstanden, wobei mir vor allem die Blechbäser viel zu sehr im Vordergrund stehen gegenüber den anderen Orchestersektionen, so daß die Balance nicht stimmt. Das wirkt sehr kalt auf mich und manchmal meint man sogar fast, das sei in irgendeinem Kellergewölbe aufgenommen worden. Schon ein gewaltiger Unterschied gegenüber der viel wärmeren, satteren und auch wirklich räumlich klingenden Neuaufnahme in London. Es ist eine ganz andere Akustik. Hier das, was Fake schreibt: "Because the Universal scoring stage was small and the orchestra quite large, this dry sound was unusually pronounced. With this in mind, we have added a judicious amount of reverb to provide a little "space" between the players and the room itself." Was die Musik selber anbetrifft, so sind meines Erachtens die wirklich besten längeren Stücke ohnehin auf der Neuaufnahme bereits mit oben. Ein paar nette Tracks gäbe es da zwar noch, aber unbedingt haben muß ich das nicht und schon gar nicht in dieser etwas dünneren Originalaufnahme, die mich eben nicht berührt. Den römischen Marsch halte ich für kompositorisch sehr mäßig und ausgewalzt, egal ob nun schlanker oder fülliger ausgestattet. Auf den kann ich in der Form gut verzichten."
  11. Das sehe ich gerade in dem Fall hier doch ein wenig anders. Die meisten anderen späteren Rota-Fellini-Musiken, die von Quartet oder Music Box dann noch expandiert wurden, waren in den ursprünglichen Albumfassungen mit 35 -40 Minuten eh schon ganz gut bestückt, während mir bei IL BIDONE die bisherigen 25 Minuten denn doch ein bißchen zu wenig waren. Also etwas mehr dürfte es denn schon sein, um ein rundes Bild vom Score zu erhalten, zumal ja beim alten CAM-Album mit "Coimbra" und "Ballerina Night" ohnehin schon zwei lange Tracks mit den von Dir erwähnten Fest- und Tanzmusiken dabei waren. Insofern reduziert sich das bisher vorhandene reine Underscoring ja noch mehr. Ich habe die Tracks, die im Film vorkommen, mal gecheckt und mit dem Tracklisting der Quartet-CD genau abgeglichen: Ich würde sagen, es kommen auf alle Fälle noch so 10-12 Minuten an richtiger Rota-Filmmusik hinzu. Ich würde aber im Gegenzug auch betonen wollen, daß ein beachtlicher Teil der Source Music gerade in diesem Fall durchaus integraler Bestandteil von Rotas Gesamtkomposition ist, da die Hauptthemen ja auch in einigen dieser Stücke nochmals in etwas anders ausgestalteten Versionen erklingen, was mir persönlich hier durchaus einigen Spaß bereiten kann. Es sind nun wohl auch ein paar Stücke dabei, die gar nicht im Film auftauchen (die Musik von der Silvesterparty "Capodanno" ist ohnehin noch deutlich länger als im Film): Quartets einminütiger Hörclip zu "Miss Frosinone" etwa erscheint im Film in dieser Art überhaupt nicht.. Die dazugehörige Szene im Film ist zwar schon eindeutig zu identifizieren, aber gerade an der Stelle gibt es eher eine Variante vom schelmischen Hauptthema zu hören, aber überhaupt nicht diesen langgezogenen elegischen Gestus vom Iris/Patrizia-Thema, den uns Quartet hier anbietet. Das Stück geht ja insgesamt drei Minuten und vielleicht wurde davon nur ein kleiner Teil (möglicherweise die letzten 30-40 Sekunden) im Film wirklich verwendet - jedenfalls das auf keinen Fall, was im Sound Clip zu hören ist und was mir dazuhin sogar besonders gut gefällt. Insofern wird die neue CD für mich ganz definitiv einen musikalischen Mehrwert besitzen.
  12. Ist bereits länger bekannt. Nähere Infos dazu - z.B. welche Scores sich auf welchen CDs befinden - hier: https://www.filmscoremonthly.com/board/posts.cfm?threadID=145840&forumID=1&archive=0&pageID=1&r=188
  13. Für den einen eine "große" Veröffentlichung, für den anderen anscheinend eine "kleine". Oder wie sieht das aus? https://www.soundtrack-board.de/topic/14460-kurz-knapp-sammelthread-für-kleine-veröffentlichungen/page/37/?tab=comments#comment-424652
  14. CAM/Sugar/UMG haben das mit ihrem Morricone Segreto-Album aber auch so gemacht und auch dafür gabs einen großspurigen Variety-Artikel: https://variety.com/2020/music/news/morricone-segreto-album-of-hidden-works-including-7-unreleased-tracks-set-for-release-1234804660/ Über so ein wirklich großes Label wie Decca läßt sich das natürlich machen. Die haben jetzt auch bei ihrem Paura-Sampler alle Medien aktiviert, sogar spezielle Party-Events in Italien und auch in England dafür abgehalten - unglaublich, was da alles so fabriziert wird, nur um dafür Werbung zu machen. Interessanterweise fängt CAM/Sugar jetzt ebenfalls noch mit einer "Heritage-Reihe" an - also gleiches Etikett wie bei Unviersal in den USA. Erster Titel der Reihe Rotas AMARCORD, den es doch eh schon längst von Quartet gibt: https://www.facebook.com/CAMSugarMusic/ Alles irgendwie verrückt.
  15. Wirklich? Etwa bei TREMORS, FLETCH LIVES, CHILD´S PLAY 2, MYSTERY MEN oder MUNSTER, GO HOME, die ich in der Reihe auf der LLL-Seite sehe? Keiner von denen ist für mich auch nur annähernd das, was ich als einen Klassiker bezeichnen würde.
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