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Stefan Schlegel

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  1. Diese 12 Minuten können im Film selbst eigentlich nie und nimmer vorkommen. Ich habe NELLY & MONSIEUR ARNAUD damals Anfang 1996 im Kino gesehen und war eigentlich schon etwas überrascht, daß so gut wie gar keine Filmmusik auftaucht bis auf die längere Abspannmusik. Natürlich ist es ein ganz intimes Kammerspiel um nur zwei Personen, bei dem an sich eh nicht allzuviel Musik benötigt wird, aber hier ist wirklich fast gar nichts zu hören. So wie ich es noch weiß, sind es gerade mal ein oder zwei Szenen mittendrin, wo es mal 1-2 minütige Sarde-Tracks gibt. Das ist aber wirklich alles und insgesamt dürfte man wohl nicht mal auf 10 Minuten kommen. Wie oft zu der Zeit Mitte 90er - siehe etwa LES VOLEURS, LA FILLE DE D´ ARTAGNAN oder ALICE ET MARTIN - dürfte Sarde mal wieder deutlich mehr schon im voraus komponiert und aufgenommen haben als dann schlußendlich überhaupt im Film verwendet wurde.
  2. Diese Musik stammt aus Tschaikowskys Manfred-Sinfonie uund taucht dort gegen Ende des ersten Satzes auf. Witzigerweise hat Carlo Rustichelli dieselbe Musik auch für den Italo-Western UN MINUTO PER PREGARE, UN ISTANTE PER MORIRE von 1968 adaptiert ohne daß es dort angegeben worden wäre (siehe Track "Passioni tumultuose" auf der LP, während sie auf der Digit-CD fälschlicherweise im vorletzten Track "Atmosfera angosciosa" erscheint) . Dazu haben Mephisto und ich mal was in diesem Thread geschrieben: https://www.soundtrack-board.de/topic/14729-italienische-genre-filmmusik-der-50er-70er-jahre/page/6/?ct=1634070020
  3. Steht doch oben ganz klar dabei: "we are simply pairing...those two landmark recordings together on a single disc." Jeder der beiden Scores hat eine Laufzeit von um die 30 Minuten. Insofefern ergibt das nun eine einzige CD mit 60 Minuten.
  4. Ich bin ja eigentlich überhaupt nicht eingeweiht in diese Veröffentlichung, denke mir aber, daß es sich bei den beiden Komponisten wohl um Nigel Clarke und Michael Csanyi-Willis handeln dürfte. Und der bekannte (Kinder-)Film, um den es geht, feiert dieses Jahr sein 20jähriges Jubiläum. Die deutsche Soundtrack-CD von damals (war doch Edel oder?) ist tatsächlich merkwürdigerweise nirgends mehr zu finden. Auf Youtube hingegen kann man sich den kompletten Score anhören.
  5. Diese Musik liegt mir auch sehr am Herzen seit ich sie vor rund 20 Jahren das erste Mal gehört habe. Das Besondere an am alten Album war, daß es - obwohl ein italienischer Film - davon nur eine japanische LP von ca. 1966 gab, während in Italien selbst im gleichen Jahr einzig und allein eine Cinevox-Single mit den zwei Hauptthemen ("Oltre la Notte"/"Tema d'Amore") erschienen ist. Es handelt sich folglich um eine der ersten japanischen Soundtrack-LPs überhaupt. Und bei den Japanern war es damals anscheinend üblich, daß die Platten nach Ablauf einer bestimmten Zeit - wenn sie also vom Markt genommen wurden - von den Händlern und Labels vernichtet wurden. Selbst wenn es vielleicht eine Auflage von etwa 1000 Exemplaren damals gab, dürften davon heutzutage nicht mehr als an die 100-200 existent sein. Ich habs vor dem Erscheinen der CD an 2011 auch jahrelang versucht, ein LP-Exemplar zu ergattern, aber es ist fast unmöglich gewesen, an eins ranzukommen. Daher mußte ich mich nur mit einem LP-Transfer zufriedengeben, da ich wenigstens einen LP-Top-Sammler kannte, der sie hatte. Auch Claudio Fuiano, der die Saimel-CD produziert und gemastert hat, kannte die Japan-LP nicht - ich hatte ihm deshalb auch eine Kopie zukommen lassen als er an der Saimel-CD arbeitete. Vandor war übrigens wie auch Morricone ein Schüler von Goffredo Petrassi gewesen, was man in den leicht dissonant gefärbten Abschnitten der Partitur durchaus ganz gut raushört. ANDREMO IN CITTÀ ist sicherlich der schönste Score , den ich von ihm kenne, er ist tief berührend und ein absoluter Geheimtipp. Von vorn bis hinten großartig komponiert und instrumentiert, wobei sich vor allem zwei herrlich ausdrucksstarke Hauptthemen durchziehen. Auffallend ist natürlich gleich von Beginn an das stark hebräische Kolorit, aber auch ungarisches Flair durchzieht die Musik und ab und an scheint sogar leicht die herbstliche Melancholie von Rózsa´s Spätwerk PROVIDENCE durch. Jedenfalls ein herrlicher Score, den ich absolut nicht in der Sammlung missen möchte. Leider war die CD für Saimel damals ein totaler kommerzieller Flop und davon dürften wohl kaum mehr als ein paar Dutzend Exemplare verkauft worden sein. Aber natürlich ist klar, daß weder Komponist noch Musik irgendeinen Bekanntheitsgrad oder gar Kultstatus in der Szene besitzt und somit nicht viel laufen kann. Im Übrigen ist auch Vandors UNA SPIRALE DI NEBBIA von 1977, der ebenfalls 2011 auf einer Doppel-CD von Digitmovies zusammen mit dem eher schwachen OEDIPUS ORCA von James Dashow erschienen ist, eine recht anspruchsvolle und hörenswerte Musik - allein deshalb lohnt sich eine Anschaffung dieser Doppel-CD. Ich könnte mir vorstellen, Angus, daß das vielleicht auch noch was für Dich wäre.
  6. Von L´AMI DE VINCENT gabs offiziell bislang nur den Source Music-Track "Samba multicolore" auf diesem "Suprême Bossa"-Sampler von PlayTime, aber ansonsten eigentlich nichts: https://www.discogs.com/de/Various-Suprême-Bossa/release/7751721
  7. Und da ist er tatsächlich auch schon. Nicht wie gedacht von Quartet, sondern von Music Box, die den Titel also seit mehr als 5 Jahren bei Sugar reserviert hatten. Und merkwürdigerweise ohne LA CAGE, für den auf dieser CD durchaus noch Platz gewesen wäre, denn sie hat nur eine Länge von 48 Minuten, obwohl gleich drei Scores (die beiden anderen von BMG Frankreich) enthalten sind. Offenbar hat sich Music Box also LA CAGE nicht von Sugar geangelt. ADIEU POULET ist sehr kurz mit nur 12 Minuten und enthält somit nicht mehr Musik als im Film erklingt. Da dachte ich eigentlich, daß es eventuell noch ein wenig mehr gäbe, dem ist aber offenbar nicht so: https://www.musicbox-records.com/en/cd-soundtracks/10794-adieu-poulet-l-ami-de-vincent-l-etoile-du-nord.html World Premiere CD Release. New remastered and expanded edition. 12-page CD booklet with French and English liner notes by Christian Lauliac. In collaboration with BMG and Gruppo Sugar, Music Box Records proudly presents on the same album three original motion picture soundtracks which highlight the collaboration between composer Philippe Sarde and Pierre Granier-Deferre: Adieu poulet (The French Detective, 1975), L'Ami de Vincent (A Friend of Vincent, 1983) and L'Étoile du Nord (The North Star, 1982). Pierre Granier-Deferre was undoubtedly one of Sarde’s favourite and most faithful collaborators, one of his first “fathers in cinema”, in the same way as Claude Sautet, Georges Lautner or Bertrand Tavernier. This new album highlights three scores from the fruitful collaboration between the composer and the French director. The short score to crime thriller Adieu poulet (orchestrated by Hubert Rostaing) showcases his ability to capture the film’s core with his dissonant and jazz soundscape which includes piano, trumpet, drums and assorted percussion. For the psychological drama L’Étoile du Nord, Sarde composed a melancholic score that gives a central role to Marcel Azzola’s accordion with a melody that sounds like a popular café-concert tune. For L'Ami de Vincent, Sarde added the lyrical touch to his score associated with the powerful performance of the London Symphony Orchestra (conducted by Peter Knight) and the incomparable American trumpeter Clark Terry. The program has been assembled, produced and supervised by Philippe Sarde and Édouard Dubois. This present edition has been fully remastered from complete scoring session elements and includes previously unreleased tracks. The CD comes with a 12-page booklet with liner notes by Christian Lauliac, discussing the films and the scores. The release is limited to 500 units. ADIEU POULET 01. Ge´ne´rique (1:06) 02. Proxe´ne´tisme et corruption (2:23) 03. Jazz trio (Ferrer le poisson) (3:07) 04. Les Poulets a` l'ho^pital (2:40) 05. Ge´ne´rique de fin (2:23) Time • 11:48 L'AMI DE VINCENT 06. Vincent (4:18) 07. Amalia (4:50) 08. Revue Broadway (4:41) 09. Revue bre´silienne (Samba multicolore) (4:38) 10. Tango parisien (The´ dansant) (2:57) Time • 21:35 L'ÉTOILE DU NORD 11. L'étoile du Nord (2:08) 12. Louise (2:07) 13. E´douard (2:13) 14. Pour Simone (1:46) 15. Pour Pierre (1:13) 16. Yasmina (1:46) 17. Pour Philippe (2:24) 18. Les tramways de Charleroi (1:04) Time • 14:56 Total CD Time • 48:21
  8. Und warum schreibt z.B. ein Sebastian immer und immer wieder, daß Goldsmith eigentlich doch mit der größte und geschätzteste Filmkomponist ist und wie toll fast alles und jedes von ihm ist? Siehe etwa oben. Wie oft haben wir die Goldsmith-Lobhudelei schon gelesen? Auch hier immer und immer wieder in ähnlicher Form. Stören Dich diese Wiederholungen dann gar nicht? Auch andere schreiben ja oft immer wieder dasselbe hier im Forum. Aber wenn es nicht mehr erwünscht ist, daß ich mich zu den Labels äußere: No problem, ich kann hier auch ganz aufhören, so schlimm ist das für mich nicht.
  9. Stefan, Deine Vorwürfe greifen doch völlig ins Leere. Was schreibe ich denn ausführlichst die ganze Zeit? Doch genau das, daß es nicht mehr so ist wie vor 10 Jahren. Und genau das willst Du mir nun mit dem obigen Satz beibringen? Also komm bitte, das ist doch lächerlich. Es wird ja immer blöder. Dann sag doch mal im Ernst, was Du eigentlich von mir willst? Kritische Kommentare, lobende Kommentare oder am besten halt gar keine mehr zur Veröffentlichungspolitik der Labels? Irgendwas muß Dir doch vorschweben. Was nun? Ich will überhaupt keine Bauchpinseleien von Dir, das habe ich überhaupt nicht beabsichtigt. Nur Du hast doch oben speziell gefragt, was kann man alles ändern, um Anderes zu bringen? Und wie gesagt, das habe ich in dem Bereich, wo ich es konnte, schon längst getan und tue es auch nach wie vor weiter, denn es wird ja auch mit der Lavagnino-Reihe bei Alhambra irgendwann noch weitergehen, auch wenn es momentan stockt.
  10. Wenn Dir das "Gejammer" dermaßen zuwider ist und Du es offenbar nicht mehr aushältst , warum liest Du es dann überhaupt noch? Es zwingt Dich ja niemand dazu. Offenbar bist Du ja doch mit allem zufrieden, was bei den Labels so abläuft und es könnte kaum besser sein als es derzeit ist. Wenn nur noch "Friede, Freude, Eierkuchen"-Postings hier erwünscht sein sollen und ja keine zu negativen Statements, dann bitteschön macht das doch ohne mich. Ich persönlich brauche mir überhaupt nichts vorwerfen, da ich bei Alhambra und Saimel selbst bereits genügend Titel angestoßen und mitproduziert habe, vor denen viele andere in der Filmmusik-Szene zurückgeschreckt sind und die kaum jemand sonst je gemacht hätte, da kein Profit dabei zu holen war. Also habe ich selbst bereits so einiges in die Hände genommen, um bezüglich CD-Veröffentlichungen was zu verändern und auch ausgefallenen Sachen eine Chance zu geben - zumindest im deutschen und italienischen Filmmusik-Bereich. Mein Wunsch wäre, daß es noch ein paar mehr Leute wie mich - oder eben auch Stephan - gäbe, die was Ähnliches machen. Ich bin allerdings nicht in den USA, habe die Kontakte dorthin nicht und kann das nicht von hier aus realisieren. Aber zumindest seine persönliche Meinung zu den allgemeinen Zuständen zu sagen - in welcher Art auch immer - sollte trotzdem noch erlaubt sein und nicht alles nur als sinnloses Gejammer und Gelaber abgetan werden, was man selbst nicht hören will, denn sonst braucht es dieses Forum nicht mehr. Ist denn ein Bejubeln all dessen, was veröffentlicht wird, um einen Deut sinnvoller? Für mich im Leben nicht, weil im Endeffekt genausowenig dabei herauskommt und niemand was davon hat. Schlußendlich stellt sich dann auch die Frage: Was soll in diesem Board überhaupt noch geschrieben werden, wenn das angebliche Gejammer ja unerwünscht ist, fast alle Leute an Bord eh alle passiv sind und nichts verändern können und ohnehin so oder so nichts passieren wird? Warum dann hier überhaupt noch zu irgendwelchen Veröffentlichungen auch nur ein Wort verlieren, da ja eh alles zu nichts führt? Würde gerne Beiträge mal von anderen genau dazu lesen.
  11. Die Frage von Dir ist doch sinnlos, da die Board-Mitglieder keine US-Labelmanager sind. Folglich können sie gar nichts tun. Es ist aber doch so: Wenn irgendwas veröffentlicht wird, dann läuft das ja nicht einfach ins Leere, sondern es soll damit bei den Sammlern was errreicht werden und somit muß es doch die Möglichkeit geben, genau darüber auch ausführlich zu sprechen und zu diskutieren. Völlig egal ob nun im positiven oder im negativen Sinne. Jeder wie er will. Ansonsten braucht es so ein Diskussionsforum eigentlich gar nicht mehr, wenn das hier nicht möglich ist. Dann kann man auch gleich Schweigen bei jeder neuen Veröffentlichung verordnen.
  12. So schwer kann es doch gar nicht gewesen sein, dieser Streitdiskussion zu folgen, oder? Wenn natürlich ein Zwischenposting wie etwa das von Sebastian kommt, gehts natürlich logischerweise auf einem Nebengleis weiter. Da kann ich auch nichts dafür, denn ich muß ja was drauf antworten Meine Kritikpunkte waren und sind: Die Veröffentlichungspolitik der US-Labels ist in den letzten 2-3 Jahren deutlich kommerzieller geworden als zuvor, da fast alles nur noch auf wenige Namen reduziert wird und zudem immer wieder dieselben Scores in neuem Gewand aufgelegt werden. Die Vielfalt vor allem an älteren Scores und Komponisten ist von daher für mich vom Tisch. Mein Vorschlag wäre: Es wäre schön, wenn mich eins der US-Labels mal wenigstens noch ein bißchen überraschen könnte, denn der Fall tritt ja in den ganzen letzten Monaten kaum mehr ein, sondern was kommt ist eigentlich so ziemlich schon im voraus alles absehbar. Meine Hoffnung wäre, daß eventuell in der Universal Heritage-Reihe von Universal selbst aus viellleicht, aber auch nur vielleicht irgendwas interessantes Älteres (50er/60er), das mich anspricht, noch gebracht wird. Aber das ist selbstverständlich auch nur eine äußerst vage Hoffnung, von der niemnand weiß, ob sie sich noch bewahrheitet oder nicht.
  13. Deine endlose Bewunderung für Goldsmith brauchst Du mir nicht immer wieder von Neuem unter die Nase zu reiben, Sebastian - die kenne ich doch längst gut genug. Mir wäre z.B. ein Miklós Rózsa innerhalb der US-Filmmusikgeschichte mindestens genauso wichtig, aber der liegt ja Dir nun wieder nicht besonders. So ist es eben nun mal. Ich schätze Goldsmith zwar schon auch sehr und war mal in den frühen 80ern eine Zeitlang richtig begeistert von ihm, bin aber leider über die Jahrzehnte hinweg auch von einigen sehr mittelmäßigen und nervigen Arbeiten von ihm enttäuscht worden, die ich mir heutzutage gar nicht mehr nochmals anhören möchte. Ich habe übrigens auch nie behauptet, daß alles im Golden Age toll gewesen wäre. Wo soll denn das stehen? Selbstverständlich gibt es da ganz große Qualitätsunterschiede und vieles aus der Zeit geht über standardisierte Durchschnittsware nicht hinaus. Und auch auf der Paramount Western-Box ist äußerst Schwaches zu hören wie z.B. der KID RODELO von Johnny Douglas, auch auf den Walter Scharf könnte ich durchaus verzichten. Für mich hätten es insgesamt rund zwei oder höchstens drei CDs getan mit Newman, Raksin, Waxman, Riddle (bei EL DORADO liebe ich den Song eben unheimlich seit meiner Kindheit, insofern ein "guilty pleasure") und dann noch Young und Dunlap. Aber ich bin ja nicht der Produzent gewesen, der die komplette Auswahl für das Set getroffen hat. Wenn Du übirgens mein obiges Posting zu Tiomkins DIAL M FOR MURDER gelesen haben solltest, dann kannst Du ja auch eindeutig sehen, daß mir diese Musik noch nie besonders zugesagt hat und ich deshalb auch die Intrada-CD nicht gekauft habe, weil der Score in seiner Gesamtheit autonom gehört zu wenig hergibt. Also ist es doch nicht lang nicht so, daß ich jeden Tiomkin über den grünen Klee loben würde. Wo habe ich das je getan und warum sollte ich so undifferenziert vorgehen? Und noch weniger würde ich das bei Harline machen, von dem ich nun auch nicht einfach jede CD gekauft habe, die Intrada vor rund 15 Jahren so herausgebracht hat. Dennoch gibt es ein paar richtig ausdrucksstarke und spannende Scores von ihm wie etwa BROKEN LANCE oder HOUSE OF BAMBOO, die ich beide sehr schätze. Da kann man schon Entdeckungen machen auf die etwa der Karlsruher Musikwissenschaftler Matthias Wiegandt witzigerweise mal bei BROKEN LANCE ausgerechnet mit Bezug auf unseren lieben Herrn Goldsmith hingewiesen hat. Insofern paßt das gerade hier: "Und wenn immer wieder gerühmt wird, wie sich Jerry Goldsmith den Schablonen der Taktbildung durch wechselnde Metren entzieht, dann höre man genau hin, wie dieses Verfahen auch hier (1954) zu einem prägenden Element der Komposition wird und ihre von den Zeitläuften unangekränkelte Erscheinung mitbestimmt." Bei Victor Young hingegen gibt es schon mehrere Musiken, die ich aufgrund ihres melodischen Zaubers gegenüber manchem mich wenig ansprechenden und langweilenden Goldsmith-Score auf alle Fälle vorziehen würde - z.B. FOR WHOM THE BELL TOLLS, SCARAMOUCHE, THE TALL MEN, THE BRAVE ONE oder OMAR KHAYYAM. Das muß ja Dir nicht gefallen, aber mir sagt es eben deutlich mehr zu und darauf kommt es nun mal an. Natürlich hat Young auch viel Zweitklassiges komponiert - das steht bei seinem Output außer Frage - und beileibe nicht alles läßt sich auf Tonträger an einem Stück durchhören - ein gutes Beispiel wäre etwa JOHNNY GUITAR, der außer dem schönen Main Title-Song dann im weiteren Verlauf ziemlich absackt in Spannungsklischees, im Film dagegen besser funktioniert - aber es gibt eben doch so manche feinen Sachen von ihm, die ich absolut nicht in der Sammlung missen möchte.
  14. Na immerhin jemand in Deutschland, der die CD gekauft hat und dem sie gefällt. Sehr erfreulich.
  15. Ok, alles klar. Da warst Du damals hier im Board wohl etwas schneller als ich. Der Rota und Rossellini waren die beiden ersten CDs, die wir zusammen auf Saimel gemacht hatten. Auch jetzt schon wieder 7 Jahre her - meine Güte wie die Zeit vergeht. Aber ich meine, daß ich die Saimel.CDs, die danach kamen, doch immer selbst hier angekündigt hatte. Zumindest war das bei den letzten drei oder vier CDs der Fall. Da bin ich mir noch ziemlich sicher. Beim Rota hatte ich damals ursprünglich angenommen gehabt, daß der sich doch aufgrund des Komponisten ganz gut absetzen müßte, war aber leider nicht der Fall. Die Verkaufszahlen waren doch sehr mäßig.
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