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Stefan Schlegel

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  1. Goldsmith-Fan Nr. 1 Yavar Moradi bei FSM allerdings schon. Einiges Interesse an TAKE HER SHE´S MINE oder THE DON IS DEAD war drüben im FSM-Forum letztes Jahr schon vorhanden. Mehr als bei vielen anderen CDs. Und man muß zusätzlich dies bedenken: So was wie FACE OF A FUGITIVE wird sich natürlich deutlich besser verkaufen als wenn jetzt ein Score von jemandem wie Kaper, Raksin, Young oder Skinner aus derselben Zeit erstveröffentlicht werden würde, denn dafür ist heutzutage kaum noch ein Markt vorhanden. Es macht von daher eben doch einen großen Unterschied aus, ob ich nun einen Titel von Goldsmith bringe oder einen von den genannten anderen Komponisten. Bei Goldsmith kommt Intrada noch in die Gewinnzone, bei den anderen dagegen so gut wie gar nicht.
  2. Mir ist selbstverständlich doch klar, wie der Hase heutzutage läuft und daß bei den älteren US-Scores fast nur noch mit dem Namen Goldsmith Geld zu verdienen ist. Ist ja in Italien etwa mit Morricone genau dasselbe - da kommt gerade von Beat jetzt im März der Einfachheit halber schon wieder VAMOS A MATAR COMPANEROS als Reissue. Warum? Weil das eben immer noch und immer wieder zieht. Trotzdem ist es halt von Sammlerseite aus etwas betrüblich zu sehen, wie eintönig die Label-Politik doch geworden ist. Schaut man sich die letzten Monate bei den US-Veröffentlichungen so durch, dann sieht man wirklich eine Goldsmith-CD nach der anderen. Als ob es nicht längst genügend gäbe - und nicht daneben auch noch viele andere Komponisten (die sich halt kommerziell gesehen nicht besonders gut absetzen). Den Kommentar von Byron Davis habe ich vor ein paar Tagen natürlich auch gelesen. Dazu kann ich nur eins sagen: Eine Perspektive für den Aufwand einer CD hätte es bei den meisten CAM-Titeln, die Juan Angel Saiz und ich etwa bis 2019 auf Saimel gemeinsam produziert haben, schon im vorhinein auch nie gegeben und trotzdem hat Juan Angel sein ganzes Geld reingesteckt ohne irgendeinen Gewinn dabei zu erwirtschaften. Und warum haben wir es trotzdem gemacht? Weil wir eben selbst sehr an den Musiken interessiert waren und wußten, daß die Sachen sonst wohl kaum jemand je auf CD bringen würde. Wenn ich also solcherart absoluten Idealismus dagegen halte, dann brauche ich mir dieses ständige Gejammer aus den USA nicht unbedingt anzuhören.
  3. Die beiden nächsten Intrada-CDs: Coming March 9th: Straight re-issue of MCA lp, featuring Elmer Bernstein's playful and dramatic score: Coming March 23: First time released in any form, Jerry Goldsmith's complete Face of a Fugitive! Mich würds ja schon interessieren, in welchem Mauseloch bei Columbia sie die Bänder für den Goldsmith-Western-Score von 1959 nach so langer Zeit nun tatsächlich doch noch gefunden haben, obwohl ja eigentlich längst keiner mehr an die Veröffentlichung der Originalaufnahme geglaubt hat. Man muß schon wirklich schmunzeln, wie Intrada in Sachen Goldsmith absolut nichts unversucht läßt und keine Kosten scheut, um noch im letzten Eck bislang unveröffentlichte und sogar verschollen geglaubte Musiken auszugraben. Wenn sie nur mal bei anderen älteren Komponisten auch so penibel wären, aber es dreht sich halt fast alles immer nur um Goldsmith.
  4. Diese Mitte März erscheinende Dopel-CD vom französischen Label Frémeaux enthält alle zwischen 1959 und 1962 veröffentlichten EPs von Delerue, darunter auch recht Abgelegenes wie beispielsweise WEEK-END EN MER und mit LES TROIS ETC.... DU COLONEL sogar eine Filmmusik, die Delerue nur dirigiert hat. Disques Cinemusiqe hat vor einigen Jahren mit der CD "Les premiers 45 tours de Georges Delerue" zwar schon mal was Ähnliches auf den Markt gebracht, diese neue Ausgabe ist dagegen nochmal etwas umfangreicher (und offizieller). Für diejenigen, die die DCM-CD bereits haben, vielleicht nur bedingt von Interesse, aber das dürften ja vermutlich nicht allzu viele sein: https://www.musicbox-records.com/en/cd-soundtracks/9855-georges-delerue-bandes-originales-de-films-1959-1962.html
  5. Auch für Morricones DANGER: DIABOLIK - wie ROMA COME CHICAGO aus dem Jahr 1968 - gilt dieselbe Kombination: Rechte in Italien bei Laurentiis, Vertrieb in den USA durch Paramount. Allerdings hat Laurentiis bekanntermaßen davon keine Originalbänder mehr - sie sind anscheinend bei einem Brand dort längst vernichtet worden - und es ist auch noch nie eine Kopie der Musik-Tracks in der Sammlerszene aufgetaucht. Eventuelle Bootlegs waren immer nur inklusive SFX direkt vom Film gerippt. Sollte Paramount also davon wirklich was haben, würde Quartet den Score natürlich auch sofort bringen, aber ich glaube da ehrlich gesagt nicht dran.
  6. Meines Wissens hat Ortolani für den deutschen Wallace-Krimi gar nichts groß Neues komponiert, sondern dafür wurden ältere Sachen von ihm recycelt wie COSI DOLCE...COSI PERVERSA und UNA SULL´ALTRA. Und ja, die Titelmusik ist wohl mehr oder weniger der Track 18 von INVASIONE:
  7. Wobei da eventuell auch noch eine Rolle gespielt haben könnte, daß die Universal France-Version von ORCA vielleicht auch schon in Planung war und sich Lerouge die zuvor unveröffentlichten Stück eben tatsächlich direkt bei Laurentiis in Italien noch holte. Dadurch könnte Music Box gleich von mehreren Seiten aus in die Bredouille gekommen sein.
  8. Quartet hat da eine äußerst clevere Volte geschlagen, indem José Benitez seine guten Kontakte zu Paramount in den USA ausgenutzt hat, um somit am eigentlichen italienischen Rechteinhaber des Scores - nämlich Laurentiis - vorbeizukommen. Ich bezweifle, daß es ein italienisches Label geschafft hätte, die Musik in der Art auf CD herauszubringen, denn Digit oder Beat hätten natürlich innerhalb Italiens über Laurentiis gehen müssen, was ein sehr komplizierter und wohl auch viel zu teurer Weg wäre. Paramount war aber natürlich nicht die Produktionsfirma von ROMA COME CHICAGO in den USA, sondern nur der US-Verleiher. Es ist also kaum davon auszugehen, daß die dort gar Originalbänder von ROMA COME CHICAGO gehabt haben. Da das unter Morricone-Fans schon seit bald 20 Jahren kursierende Bootleg aber eine im Großen und Ganzen sehr gute Klangqualität hatte, kann man sich unschwer ausmalen, was wohl als Quelle gedient hat und wie leicht eine digitale Kopie von Italien nach Spanien wandern kann. Im Prinzip wohl ähnlich wie beim letztjährigen Nascimbene-Album von Quartet. Morricone-Experte Gary Radovich hat im FSM-Board ja bereits darauf hingewiesen, daß die 18 Tracks des Bootlegs wohl inhaltlich absolut identisch sind mit dem, was auf der Quartet-CD nun oben ist. Da braucht man dann nicht mehr noch lang raten wie das wohl abgelaufen ist. Paramount hat vermutlich zur Bedingung gemacht, daß der englische Titel des Films und auch englische Tracktitel genommen werden müssen. Aber ansonsten sind die da wohl recht kulant - hatte das erst vor ein paar Jahren bei Lavagninos SAVAGE INNOCENTS erlebt, den Quartet machen wollte und deshalb bei mir angefragt wurde, ob denn davon Bänder im Lavagnino-Nachlaß wären (es existieren dort aber leider keine). Quartet hätte das dann wie üblich über Paramount lizenziert, obwohl die dort selbst absolut nichts an Bandmaterial von dem Score haben - daran sieht man eben sehr gut, wie so was eigentlich vonstatten gehen kann. Quartet fährt mit der Auflage dieses Mal sehr hoch - nämlich gleich 1000 Stück bei der CD und 500 bei der parallel erscheinenden LP - das ist für europäische Verhältnisse ein ziemlicher Batzen. Aber ROMA COME CHICAGO ist natürlich für die Morricone-Fans auf der ganzen Welt schon auch ein großes Event, da die Veröffentlichung dieses Scores aufgrund der besagten Laurentiis-Probleme seit Jahrzehnten eher zum Scheiern verurteilt war. Quartet bringt kuroserweise außer Morricone und dem sehr schrägen Ortolani übrigens auch noch eine Single mit zwei Tracks von Teo Usuelli´s Musik zu Marco Ferreri´s Kultfilm DILLINGER E´ MORTO von 1968 heraus. Mehr hat Usuelli dafür nämlich gar nicht komponiert: https://quartetrecords.com/product/dillinger-emorto-7-inch/
  9. Und es ist in der Tat der expandierte Phoenix-Flug in Form einer Doppel-CD: Wenn ich nach Feigelsons Komponisten-Liste gehe, dürfte zwei, drei Wochen später bei Intrada dann wohl Michael Kamen mal wieder an der Reihe sein. Sicher auch wieder eine Expandierung. Könnte mir da gut so was wie THE THREE MUSKETEERS vorstellen, der ja schon lange im Gespräch ist.
  10. Vor allem, da es sich auch um ganz unterschiedliche Studios handelt: HUSH...HUSH war Fox, BABY JANE dagegen Warner. Und vor allem bei Warner scheint es wie man hört doch enorme Schwierigkeiten zu geben, derzeit noch was Älteres zu lizenzieren. Hinzu kommt die Unklarheit, ob überhaupt noch Bandmaterial verfügbar ist von BABY JANE. Im FSM-Board hat man sich deshalb inzwischen auch der Einfachheit halber auf De Vols FLIGHT OF THE PHOENIX kapriziert, da die alte FSM-Ausgabe nicht komplett war und somit Intrada nun mit der üblichen Expandierung ins Rennen gehen könnte. Der Main Title von FLIGHT ist jedenfalls ganz klar nach Fakes Geschmack und von daher könnte dies durchaus zutreffen. Wäre wiederum eine Fox-Geschichte - ähnlich wie etwa MORITURI letztes Jahr..
  11. Wenn ich von Fakes folgendem Statement aus dem Jahr 2000 ausgehe, dann stimmt es "My guess is De Vol has limited fans today. He’s known best for his work with Aldrich. Especially a pair of thrillers with big female stars, WHATEVER HAPPENED TO BABY JANE? and HUSH... HUSH SWEET CHARLOTTE. Those are two of the most exciting, full-blooded thriller scores anyone wrote. Unbelievably, no recordings were ever issued." http://www.intrada.net/phpBB2/viewtopic.php?f=8&t=47&p=47&hilit=whatever+happened+to+baby+jane#p47
  12. Doug Fakes "personal favorite era of movies and film scores" sind bekanntermaßen die 60er, vor allem die frühen und mittleren Jahre des Jahrzehnts - insofern wird es WILLOW also ganz bestimmt nicht sein. Es ist eher an Goldsmith oder Bernstein zu denken. Unter Umständen auch noch an Frank De Vol, da der als erster in der Komponistenliste von Feigelson auftaucht und immerhin vier Oscar-Nominierungen im Laufe seiner Kariere hatte. Bei De Vol käme dann WHATEVER HAPPENED TO BABY JANE? in Frage, von dem es aber immer hieß, die Bänder seinen verschollen. Aber gut, man wird sehen, ob es eben nicht doch bloß wieder ein leicht expandiertes Reissue eines längst bekannten Scores wird.
  13. Hatte ich bereits vor ein paar Tagen bei FSM gepostet. Allerdings handelt es sich bei MONDO CANE nicht um ein simples Reissue, sondern um eine gehörige Expandierung - wobei die zusätzlichen Tracks jedoch ziemlich lustlos nur mit M-Nummern betitelt wurden: https://arksquare.net/detail.php?cdno=092-1112
  14. Wichtig und überraschend in dem Zusammenhang: Es ist das erste Mal seit mehr als einem Jahr, daß Digitmovies mit den beiden Fusco und Fidenco-Titeln überhaupt mal wieder was aus dem CAM-Katalog bringen darf. Es scheint wohl einen neuen Deal oder eine Einigung mit Sugar gegeben zu haben, was zumindest für die Zukunft ein wenig Hoffnung macht. Der Fusco I COSACCHI ist für mich eindeutig das CD-Highlight der letzten paar Wochen und eine wirklich sehr erfreuliche Sache. Ich gehe eigentlich fast davon aus, daß auf der CD mehr Musik ist als im Film selbst, der beileibe nicht Wall-to-Wall untermalt ist und weitaus weniger als 70 Minuten enthalten dürfte. Die Track-Sequenzierung sieht mir übrigens nicht besonders chronologisch aus, da viele der Tänze und das Zigeunerlied, das auf der CD ziemlich weit hinten erscheint, in einer längeren Ballsequenz im Film nacheinander gespielt werden. Dagegen erscheinen diese Tänze auf der CD nun aber weit verstreut. Es gibt zwar ein paar dramatische Schlachtsequenzen, aber wie üblich ist Fuscos Musik natürlich zum Großteil auch recht eigenwillig gestaltet mit vielen solistischen Passagen und einem Orchestersatz, der oft auf Transparenz bedacht ist. Da die US-Labels momentan eh so gut wie keine Golden Age-Scores aus dem Abenteuer/Historien-Film-Genre mehr bringen, ist es natürlich umso erfreulicher, daß wenigstens in Italien diesbezüglich noch was gemacht wird. Viele Sammler werden das nicht kaufen, das ist klar, insofern ist es überaus lobenswert, daß sich Digitmovies entschlossen hat, von I COSACCHI wenigstens doch noch 300 Exemplare pressen zu lassen. Interessanterweise ist das sehr schöne slawische Liebesthema, das sich durch die komplette Partitur in mannigfaltigen Variationen zieht, recht eng verwandt mit dem Andrei-Thema aus Waxmans TARAS BULBA (dort vor allem in "Birth of Andrei" zu hören), der aber erst zwei Jahre später entstanden ist. Es ist bereits im Mittelteil des Main Titles ab Minute 0:59 zu vernehmen:
  15. Diggers Factory/Play Time veröffentlichen übrigens am 12.2. noch einen weiteren sehr reizvollen Michel Magne-Score. Neben dem kuriosen Crossover-Konzeptalbum "Moshe Mouse Crucifixion" von 1975 enthält diese CD nämlich interessanterweise auch noch sämtliche LP-Tracks von Magnes sinnlich-hypnotischer Filmmusik zu DON JUAN 1973 aus genau dem Jahr 1973: https://www.diggersfactory.com/vinyl/232239/michel-magne-boris-bergman-moshe-mouse-crucifixiondon-juan-73-cd Auch jpc listet die CD schon, nur mit falschem VÖ-Termin: https://www.jpc.de/jpcng/poprock/detail/-/art/magne-michel-bergman-boris-moshe-mouse-crucifixion-don-juan-73/hnum/10379863 Der 2007 erschienene Magne-Sampler von Universal France mit BARBARELLA, LA RONDE etc. enthielt zwar rund 23 Minuten von DON JUAN 73, aber eben - wie ja so oft bei den Lerouge-CD-Produktionen - längst nicht alle 13 Tracks meiner alten Barclay-LP, die eine Laufzeit von etwa 37 Minuten hatte. Gefehlt haben auf dem Universal-Sampler etwa die sehr schönen Stücke "Don Juan et le coryphée", "Intermission 2" oder die vokale Fassung vom Don Juan-Hauptthema mit 3:46 Minuten (B 1 auf der LP). Die Sequenzierung auf der neuen CD bei DON JUAN entspricht nun also erstmalig auch der auf der Barclay-LP aus den 70ern
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