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Stefan Schlegel

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  1. Das Stromberg-Statement ist an und für sich auch schon wieder Schnee von gestern, da Quartet selbst offensichtlich im Booklet der BRIDE WORE BLACK-CD eine Neueinspielung von ENDLESS NIGHT wieder mit demselben Orchester für 2019 ankündigt. Das berichten diejenigen, die die Quartet-CD bereits erhalten haben. Insofern ist Stromberg da nun erneut ausgebootet worden.
  2. Es gab doch bereits knapp 11 Minuten vom Original auf Kritzerland und Elmer Bernstein hatte vor mehr als 20 Jahren auch schon eine Suite mit wiederum rund 11 Minuten auf seinem Herrmann-Sampler von Milan eingespielt. Letzere Suite kannst Du Dir sogar auf Youtube anhören. Hast Du die beiden Aufnahmen nie gehört? Aber um die obige Frage zu beantworten: Ganz stark schimmert immer wieder MARNIE durch, denn das in sich kreisende Streicher-Hauptthema ist sehr verwandt mit dem von MARNIE, was sich aber auch dadurch erklärt, daß es in beiden Filmen um psychotische Frauenfiguen geht, die zum einen von Tippi Hedren und zum anderenvon Jeanne Moreau verkörpert werden. Außerdem gibt es ein paar ganz ähnlich ablaufende Sequenzen in Hitchcocks und in Truffauts Film - vor allem am Anfang. Dann hat auch FAHRENHEIT 451 ganz deutlich seine Spuren hier hinterlassen - z.B. ganz klar etwa am Anfang von Track 7 "Coral" dieser Neuaufnahme zu vernehmen. Das, was man so hört, ist im Großen und Ganzen durchaus akzeptabel, vor allem, wenn man das nicht besonders bekannte spanische Orchester bedenkt. Sicher wäre manches noch etwas verbesserungswürdig, es fehlt vielleicht noch ein wenig der Streicherglanz und da und dort ist im Orignal oder auc bei Bernstein etwas mehr Biß und Dynamik drin, aber ich freue mich trotzdem, daß der Score jetzt überhaupt endlich mal vollständig kommt.
  3. William Stromberg kommt verrückterweise nun eindeutig zu spät, denn er hatte anscheinend auch vor, THE BRIDE WORE BLACK neu einzuspielen. Im Herrmann-Forum hat er sich heute zu Wort gemeldet: "Yes, I'm afraid Jim is right. I just found out about this recording yesterday and, although I'm happy for this team, I was a bit depressed because I wanted to record it next year. I think it would be foolish to do another one now. I'm sorry. I will be thinking of some other Herrmann scores, including Endless Night. No promises though."
  4. Stefan Schlegel

    Italienische Genre-Filmmusik der 50er-70er Jahre

    Gehe da völlig d´accord mit Dir, Angus. Denn EROE VAGABONDO war eine echte Überraschung vor ein paar Jahren und in meinem CD-Player ein ziemlicher Dauerbrenner. Und genau an den Score erinnert auch ANGELO PER SATANA immer wieder mal - nicht nur im Main Title, sondern im ganzen Score, den man absolut nicht in der Rubrik typische Horrorfilm-Musik einordnen kann. Dazu ist er in Gänze viel zu romantisch angelegt. Die Nähe zu EROE VAGABONDO erklärt sich natürlich auch dadurch, daß beide im selben Jahr 1966 komponiert wurden. Ob die Originalbänder jemals noch auftauchen werden, das steht wirklich in den Sternen. Aber viel Hoffnung habe ich da nicht. Allerdings wurden an 2015 bei einem Konzert im Rahmen des Festivals "Cinevento Francesco De Masi" in Pescara einige Auszüge aus ANGELO PER SATANA live gespielt vom "Orchestra Ensemble Città di Pescara" unter der Leitung des Dirigenten Francesco Santuccci: http://www.cronachecittadine.it/rocca-priora-festival-cinevento-francesco-de-masi-due-concerti-in-piazza-nassiriya-e-tanto-altro/ Godwin Borg von Kronos Records hat anscheinend damals eine Aufnahme von dem Konzert erhalten und wollte es bereits vor zwei Jahren auf seinem Label veröffentlichen. Zumindest hat er mir das an 2016 in einer privaten Mail erzählt. Ich verstehe es nicht ganz, warum er diese CD immer noch nicht gebracht hat. Oder ob es da irgendwelche rechtliche Probleme mit den Veranstaltern gibt?
  5. Ist ja doch nicht weiters tragisch und kein Problem, wenn Du das eben etwas anders hörst und siehst als ich. Mit "süffig" meinte ich nun mal den für mich zumindest absoluten Ohrwurmcharakter des elegischen Adagio-Klavier-Themas - da spielt es doch für mich überhaupt keine Rolle, ob dabei nun großes oder kleines Orchester oder Solo-Instrumente eingesetzt werden. Und da ich grundweg ein Faible für solche elegische Themen habe und dafür auch nicht extra erst in einer gewissen Stimmung sein muß, ist das für mich regelrecht zum Genießen und Nachpfeifen geeignet. Ich unterhalte mich dabei sehr gut. Von Goldsmiths frühen Twilight Zone-TV-Scores ist bei mir hingegen kein einziger Ohrwurm hängen geblieben. Wenn Du mir aber natürlich so was wie RUNAWAY, LINK oder RAMBO 2 zur reinen Unterhaltung für einen Samstagvormittag anbieten würdest, dann wäre das natürlich schon was anderes und ich würde sicher laufen gehen. 😀
  6. Stefan Schlegel

    Italienische Genre-Filmmusik der 50er-70er Jahre

    LA LAMA NEL CORPO kenne ich natürlich auch, hat mir aber ehrlich gesagt nie besonders zugesagt. Die Musik verheddert sich doch viel zu oft in den üblichen Spannungsklischees und ist für mich auf Dauer eine ziemlich zähe und wenig ergiebige Angelegenheit, wobei ich da LO SPETTRO auf derselben CD von Digitmovies sogar noch vorziehen würde. Dem LAMA ist UN ANGELO PER SATANA kompositorisch deutlich überlegen, das ist um einiges anspruchs- und gehaltvoller, geht auch musikalisch durchaus andere Wege als man es innerhalb dieses Genres ansonsten gewohnt ist. Offenbar hat Paolo Renosto, der unter dem Pseuonym Lesiman auch diverse Library-Alben in den 70ern veröffentlicht hat, die heutzutage von den italienischen LP-Labels wiederentdeckt werden, aber auch da wohl bei ein paar Tracks uncredited mitgewirkt. Hier jedenfalls der wunderschöne Main Title mit einfach bezauberndem Oboen-Solo. So gut ist De Masi meines Erachtens nur sehr selten gewesen. Ich denke auch für Dich unbedingt hörenswert:
  7. Stefan Schlegel

    Italienische Genre-Filmmusik der 50er-70er Jahre

    Oh sorrry, das war natürlich jetzt ein dummer Lapsus von mir, denn der Score ist ja bereits 2015 bei Beat auf CD erschienen unter dem Titel F.B.I. OPERAZIONE PAKISTAN.😀 Das heißt also, der CAM-Katalog ist bezüglich De Masi in der Tat nun abgearbeitet.
  8. Stefan Schlegel

    Italienische Genre-Filmmusik der 50er-70er Jahre

    Ja, die gängige Praxis beim Musikverlag Nazionalmusic und den dazugehörigen Sub-Verlagen Sonorfilm, Chiappo, Diesis und EAR in Mailand war es bis in die späten 70er hinein, bereits bespielte Bänder abzulöschen indem man sie immer wieder für neue Aufnahmen benutzte. Das war der Trick bei denen, um ein wenig Geld zu sparen, und der Grund dafür, weshalb so vieles heutzutage aus diesem ganzen Katalog fehlt. Aus dem CAM-Katalog ist inzwischen fast alles von De Masi veröffentlicht worden, da wird in naher Zukunft dann nur noch die deutsch-italienische Koproduktion KOMMISSAR X JAGT DIE ROTEN TIGER auf CD kommen. Der ist auch schon von den italienischen Labels reserviert. Vom Peplum-Score IL LEONE DI TEBE von 1963 sind innerhalb der letzten 30 Jahre die Bänder bei denen wohl entweder verloren gegangen oder total beschädigt worden. Sugar listet den nicht mehr in ihrem aktuellen CAM-Katalog auf, also haben sie den inzwischen auch nicht mehr. Da die meisten De Masi-Musiken aus den 60ern und 70ern allerdings rechtlich bei Nazionalmusic lagen, dürfte folglich kaum noch was übrig sein zum Veröffentlichen - wobei man auch sagen muß, es gibt ja wirklich auch schon vieles von ihm auf CD. Und manches davon war eh wohl nur über das Privatarchiv von Filippo De Masi noch möglich. Ich hatte mir vor vier Wochen, als ich die Nachricht von De Gemini gelesen habe, schon gedacht, daß es sich sicherlich um einen Krimi/Giallo-Score aus den frühen 70ern handeln wird, den sie da gefunden haben. Den Telly Savalas-Film hatte ich daher auch schon im Auge. Persönlich hätte ich mir dagegen vielmehr gewünscht,. daß es die Bänder zum Gothic Horror-Film UN ANGELO PER SATANA von 1966 gewesen wären. Denn dafür hat De Masi eine sehr inspirierte, ungewöhnlich starke lyrisch-expressive Musik geschrieben, die sich auf alle Fälle auf Tonträger lohnen würde. Das wäre insofern schon noch ein echtes Highlight. Natürlich ist das rechtlich auch Nazionalmusic und die Bänder sind verloren, auch im Nachlaß befindet sich davon anscheinend leider gar nichts mehr.
  9. Stefan Schlegel

    Italienische Genre-Filmmusik der 50er-70er Jahre

    Kleiner Tipp für Dich, Angus: De Masi hat dieses "Fay"-Thema bereits an 1972 für den Telly Savalas-Krimi I FAMILIARI DELLE VITTIME SARANNO NON AVVERTITI - deutscher Titel: DER MAFIA-BOSS - geschrieben. Die CD von dem Score erscheint jetzt erstmalig am 14.12. bei Beat Records, da die unbeschrifteten und für verschollen gehaltenen Bänder durch einen reinen Zufall von Daniele De Gemini Anfang November beim Aufräumen im Beat-Archiv gefunden wurden. Identifiziert wurde die Musik dann vom De Masi-Sohn Filippo, da De Gemini nicht wußte, um was es sich da wirklich handelte. Die haben jetzt bei Beat in den letzten vier Wochen wie wild daran gearbeitet, um die Veröfffentlichung bis Weihnachten noch hinzubekommen. Und tatsächlich haben sie es auch geschafft. Hier alles Weitere zur CD: http://www.beatrecords.it/shop.asp?lingua=e&idprodotto=CDCR139&uscita=prox Der komplette Film ist übrigens in Italienisch auf Youtube. Das "Fay"-Thema erscheint z.B. bei Minute 52:17 oder 60:24:
  10. Ok, dann also nun in der Tat 38 Sekunden mehr, die irgendwann mal verloren gegangen sind. 😀 Daß natürlich ein paar Cues jetzt anders kombiniert wurden als auf dem Bootleg, das war mir dagegen schon gestern klar. So was ist ja an sich nix Besonderes, sondern übliche Standardprozedur.
  11. Schwer zu sagen, da Paramount selbst ja demnach doch gar nichts mehr gehabt hat. Mir kommt das jetzt eher so vor als ob Intrada der ursprünglichen Quelle des Soundtrack Library-Bootlegs auf die Spur gekommen ist. Denn die Tracks sind wirklich ein- und dieselben wie beim Bootleg, nicht ein einziger anderer oder zusätzlicher Track dabei, auch die Sequenzierung ganz genau dieselbe. Das ist schon seltsam. Und man muß immer bedenken: Bei den Bootlegs, die in den 90ern herauskamen, hat es sich oft um die bereits zweite oder dritte Überspielung von Bändern von Privatleuten gehandelt, entweder auf DAT oder eher noch auf Audio-Cassetten. Kann gut sein, daß bei all den Kopiervorgängen irgendwann auch die Stereo-Fassung abhanden gekommen ist. Und selbst auf der Intrada-CD jetzt ist Stereo ja nur noch für die erste Hälfte vorhanden.
  12. Diese ganzen Soundtrack Library-CDs ab 1996 waren ja im Gegensatz zu denen vom Vorgänger-Label Soundstage auch nur noch ganz billige CDRs, keine richtig gepreßten CDs mehr. Die Silberlinge sind deswegen ja auch ganz dünn gewesen. Bei mir hats JANE EYRE und auch ANNA AND THE KING OF SIAM in der Reihe vor ein paar Jahren schon erwischt, wobei die inzwischen zum Glück eh überflüssig geworden sind durch die Herrmann-Box von Varese.. Von SLs ALIEN war es ja auch schon vor rund 10 Jahren bekannt, daß die SL-Ausgabe futsch ist. Von PETER PROUD habe ich zum Glück nur eine Kopie gehabt von einem auch Dir bekannten österreichischen Sammler. Habe gerade Norths ROSE TATTOO von SL ausgetestet und gemerkt, daß die CD jetzt auch nicht mehr im Player läuft. Trotzdem konnte ich mir gerade aber noch eine CDR davon brennen, die jetzt wieder normal läuft. Merkwürdig. Waxmans SAYONARA in der SL-Ausgabe muß ich mir auch gleich noch kopieren, denn da fängts bei den letzten zwei Tracks schon mit Kratzen an. MIRACLE IN THE RAIN von Waxman dagegen läuft noch ok - aber den werde ich am besten auch gleich nochmals brennen, denn die CD wird sicher auch nicht mehr lange halten.
  13. Finde ich jetzt nicht unbedingt. Das Klavier-Hauptthema ist doch wirklich sehr eingängig und zumindest für mich sehr süffig. Es wird ja auch sehr oft wiederholt, auf 60 Minuten dann natürlich fast zu oft, weil es bald in jedem Track erscheint. Von daher kann ich die Probleme, die viele anscheinend mit der angeblichen "Sperrigkeit" dieses Scores haben, nicht ganz nachvollziehen. Natürlich sorgt die Elektronik für einen gewissen Störfaktor und schafft gewolllt Reibungen und Spannungen im direkten Kontrast zum melodischen Hauptthema. Ist aber hier doch durchaus ganz interessant gelöst, während mir die stampfend daherkommende aufdringliche Elektronik bei Goldsmith ab Mitte 80er dagegen weitaus mehr auf die Nerven geht, was aber von vielen anderen Sammlern wiederum ohne mit der Wimper zu zucken geschluckt wird. Die immer wieder zwischengeschobenen impressionistischen Passagen sind für mich auch ganz typisch für den Goldsmith aus der Zeit Mitte 70er und erinnern mich doch stark an die kurz davor entstandenen Scores zu PAPILLON und CHINATOWN, weitaus weniger an seine Twilight Zone-Episoden aus den frühen 60ern, die bei mir ohnehin keinen alllzugroßen Eindruck hinterlassen haben.
  14. Snippets und lange im Netz gesucht? Das komplette Soundtrack-Library-Bootleg aus den 90ern mit 61 Minuten kann man doch sogar längst auf Youtube anhören: https://www.youtube.com/watch?v=LMArqkbpd3w
  15. Da Leigh Phillips nun definitiv doch nicht involviert ist und keine Overdubs rekonstruiert hat, hängt die PETER PROUD-CD sicher mit der amerikanischen Blu-Ray-Veröffentlichung des Films zusammen, die vor ein paar Monaten erfolgt ist. Dafür wurde von Kino Lorber Anfang dieses Jahres ein ganz neuer 4K-Scan eines 35mm-Negativs gemacht, das sich noch bei Paramount befand. Insofern könnten also bei der nun erfolgten gründlichen Recherche in den Paramount-Archiven natürlich gleichzeitig auch Stereobänder der Musik aufgefunden worden sein. Die Soundtrack Library-Bootleg-CD vor vielen Jahren mit ihren 60 Minuten war ja nur in Mono. Die Frage ist also nun wohl hauptsächlich: Kommt der Score am Montag dann in Mono oder sogar in Stereo? Denn daß es PETER PROUD sein wird, daran besteht ja eigentlich gar kein Zweifel bei den ganzen Clues. Die Young-Musik soll ja von 1989 sein und ist damit natürlich ganz klar HIDER IN THE HOUSE.
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