Angus Gunn

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  1. Eine wirklich hinreißende Musik zu Romy Schneiders letztem Film. Das "Chanson d´Exil" findet sich zweimal auf dem Soundtrack, einmal mit französischem und einmal mit jüdischem Text, und dient in einer Instrumentalfassung auch als "Generique".
  2. Ich mag den auch sehr gern, und vielleicht noch einen Hinweis zum Film selber: Es empfiehlt sich auf der DVD die DDR-Synchronfassung anzuwählen, da diese den Film wesentlich ernster nimmt, und auch nicht versucht, einen Django- oder Westernbezug herzustellen.
  3. Unbedingt! Wunderbare Scores, gar keine Frage! Gerade "The Raid" bei RAID ON ENTEBBE, der im Film während der Trainingssequenzen läuft, ist ein wirklich genialer Track, in dem eine jüdisch klingende Melodie zur Actionmusik ausgebaut wird. Ungewöhnlich, wenn nicht sogar einzigartig, und unbedingt hörenswert. Und MASADA ist sowieso über alle Zweifel erhaben, wobei ich persönlich das alte Album bervorzuge.
  4. Schönes Fundstück, das Cosma-Konzert! Max and Helen kenne ich noch garnicht. Ist das eher orchestral, gibt es solistische Parts?
  5. "Genre" ist ein weites Feld. Nur weil hier momentan alles auf Peplum-Kurs ist, heißt das ja nicht, dass man den nicht auch hier vorstellen oder besprechen kann. Außerdem haben die Leute von Digitmovies diesen Titel selber ja auch in ihre Peplum-Reihe eingegliedert. Die sehen das also auch nicht so eng...
  6. Also SOLIMANO IL CONQUISTATORE hat mir früher schon gut gefallen. Anekdote am Rande: Die LP habe ich seinerzeit bei unserem Hubert (als er noch nicht bei Tarantula war) auf einer Filmbörse erworben, da werden wieder Erinnerungen wach... Es ist kein lupenreiner Peplum, der spielt wohl um 1500 herum, und es geht um die türkischen Feldzüge in Europa, aber die Musik macht schon was her. Der Film selber ist leider in der Versenkung verschwunden, ich hatte jedenfalls nie die Gelegenheit, ihn mal zu sehen. I SETTE GLADIATORI habe ich mir tatsächlich die Tage bestellt. Mal wieder so ein Verdachtkauf. Bin gespannt und gebe Rückmeldung, wenn der eintrudelt.
  7. Oh, das ist ja wieder so ein interessanter Insider-Hinweis! Da ich den Film nicht kenne, ist mir das gar nicht aufgefallen, und im Booklet wird man darüber nicht aufgeklärt. Der Marsch geht aber auch so sehr gut ins Ohr. Fehlt denn der Chor nur dort oder auch in anderen Passagen? Was die musikalische Qualität angeht, bin ich halt anderer Meinung. Jo mei... Die CD funktioniert von vorne bis hinten, und je öfter man sie hört, umso besser wird sie! Eigentlich ist Nascimbene für mich der König dieses Genres, aber Innocenzi ist da wirklich verdammt dicht dran. Vielleicht kommt ja mal noch etwas mehr von ihm? Bei der Empfehlungsliste möchte ich gerne noch VENDETTA DI SPARTACUS von De Masi ergänzen.
  8. Angeregt durch einen Beitrag über Jerry Goldsmith´s QB VII möchte ich hier einen Thread eröffnen, der sich speziell mit Filmmusik beschäftigt, die auf den Struktruren jiddischer Folkloremusik beruht, bzw. diese mit ins Gesamtkonzept einbezieht. Vom tragischen Holocaust-Drama bis zur Slapstick-Komödie - aus meiner Sicht eignet sich dieser Stil zur dramaturgischen Verwendung als Fimmusik sehr gut und ist von mir stets willkommen. Einleitend möchte ich meine drei Favoriten ins Rennen schicken: - Judith von Sol Kaplan. Unglaublich mitreißende, epische Musik. Aufwühlend, dramatisch, fantastisch orchestriert. War mir bis zur Intrada-VÖ noch völlig unbekannt, und wird von mir heute höher geschätzt als der allseits beliebte "Exodus". - Enemies, a Love Story von Maurice Jarre Redet kein Mensch mehr von, ist aber eines von Jarres schönsten Soundtrack-Alben. Melancholisch-optimistische Klänge, durchsetzt mit tänzerischen Kabinettstückchen und von Giora Feidmans Klarinettensoli veredelt. - Yiddish Connection von Georges Garvarentz Hatte ich vor kurzem schonmal im "Ich höre gerade"-Thread besprochen und kopiere den dortigen Text jetzt einfach mal hier rein Welches sind eure Lieblinge dieser Stilrichtung, wo gibt es Anlaß zur Kritik? Meinungen und Hinweise jeglicher Art sind stets willkommen!
  9. Da hat eben jeder eine andere Wahrnehmung. Aber in den meißten Fällen höre ich es auch schon beim Film heraus, ob sich ein Album für mich lohnen würde. Im Extremfall läuft es dann so wie bei "Tuareg" von Ortolani, dessen Themen sich mir seit Jahrzehnten (!) im Gedächtnis festgesetzt hatten. Den könnte ich eigentlich auch mal hier vorstellen...
  10. Keine Sorge! Ich habe generell eine Vorliebe für Filmmusik, die auf jüdischer Folklore beruht, sei es nun Schwermütiges, Episches, oder Fröhliches, da gibt es ganz wundervolle Beispiele. Vor ein paar Tagen hatte ich hier "Yiddish Connection" von Georges Garvarentz vorgestellt, da kam auch null Reaktion - was ich aber auch genauso erwartet habe, denn der ist wirklich kaum bekannt. Vielleicht sollte man mal einen separaten Thread starten, der sich speziell mit Filmmusiken beschäftigt, die mit diesem jüdischen Gestus hantieren. Wäre bestimmt spannend, was da alles zu Tage gefördert wird. Was QB VII angeht, da habe ich "nur" die Intrada-Ausgabe, die mir aber auch vollkommen ausreicht. In der Tat bilden diese 30 Minuten ein exquisites Höralbum ohne Schwächen, was selbst bei Goldsmith nicht alle Tage vorkommt. Bei Neuaufnahmen, habe ich stets das Problem, erstmal mit dem lupenreinen Digitalklang ins Reine zu kommen. Was nicht so einfach ist, wenn man sich über die Jahre an den Klang der Originalaufnahmen gewöhnt hat. Das geht mir aber auch bei anderen Soundtracks so. Bei einer Neuaufnahme büßt eine Musik i.d.R. an Individualität ein.
  11. Fehlkäufe kommen bei mir immer wieder mal vor, da ich vieles auf Verdacht kaufe. "Ercole al centro..." kannte ich damals aber schon und fand ihn (den Film) sehr faszinierend. Das spielt (vielleicht auch mehr unbewußt) durchaus eine Rolle bei der Auswahl der CD-Käufe. Bin ich mir unsicher, ob mir eine Musik zusagt, dann ist es ein zusätzlicher Anreiz, die CD zu erwerben, wenn ich einen positiven Bezug zum Film habe. Im Fall von "Ercole..." war mir wohl schon bewußt, dass da Schwieriges auf mich zukommt, aber da ich auch musikalischen Experimenten nicht grundsätzlich abgeneigt bin, hätte es mir am Ende dann vielleicht doch gefallen können. Beispiel: Als damals die FSM-CD von "The Wrong Man" kam, da habe ich gedacht, "oh je, viel zu sperrig, das brauche ich aber nicht auf CD" und habe sie erstmal ignoriert. Da ich den Film aber sehr mag, habe ich mir sie dann doch irgendwann zugelegt und war dann am Ende ziemlich begeistert von eben jenen sperrigen Klängen. Mit "Ercole..." hätte es genauso laufen können, aber hier kam es eben anders. Besser bekomme ich es jetzt nicht hin, ich hoffe, es ist einigermaßen nachvollziehbar. Der Hinweis zu LA GRANDE OLIMPIADE ist übrigens sehr interessant.
  12. Armando Trovajoli: ERCOLE AL CENTRO DELLA TERRA Um es gleich vorweg zu sagen: VAMPIRE GEGEN HERAKLES ist ganz großes Kino! Eine naive, bunte, düstere Geisterbahnfahrt durch die Unterwelt mit blubbernden Höllensümpfen, modrigen Schreckgespenstern, wallenden Nebelschwaden und allem was Trickkiste und Mythologie sonst so an phantastischem Beiwerk hergaben. Der heutige Kinokonsument wird in der ihm eigenen Arroganz ein solch liebevoll gestaltetes Grusel-Fantasy-Märchen wahrscheinlich eher müde belächeln, aber das ist eine andere Geschichte. Denn eigentlich soll es ja hier um die Musik gehen. Die stammt von Armando Trovajoli und ist eine höchst zwiespältige Angelegenheit. "Trovajoli´s spledid music is a listening adventure in it´s own right. Lower the lights, turn up the volume, and thrill to all the colors of the dark", meint Tim Lucas im sehr ansprechend gestalteten Booklet dazu. Und hier liegt das Problem: Jene "Farben der Dunkelheit" nehmen gefühlt etwa 90% der 65-minütigen Spielzeit ein, und das ist auf Dauer tatsächlich eine anstrengende und wenig zufriedenstellende Angelegenheit. Der Komponist begleitet den alten Haudegen Reg Park bei seiner Hades-Reise mit einem unthematischen Klangbrei, der u.a. aus Vibraphon-Klängen, Harfenglissandi, gestrichenen Becken, grummelnden Pauken und einer kleinen Streichersektion besteht. Auch das Fagott sorgt mit tiefen Tönen für wohligen Schauer. Trovajoli nutzt dieses Instrumentarium jedoch lediglich zum Erzeugen reiner Stimmungsbilder, was im Film tatsächlich gut funktioniert, autonom auf CD jedoch des öfteren langweilt und auf Dauer ermüdet. Dazu kommt noch, dass die wenigen aktionsbetonten Minuten (etwa bei einem Angriff von Strauchdieben in AGGUATO & BATTAGLIA) in denen das Blech zum Einsatz kommt, sehr unspiriert und formelhaft wirken. Highlights sind die wenigen Stellen, in denen ein Liebesthema endlich auch mal mehr Harmonie ins Spiel bringt, wie etwa in ANIMA PERDUTA mit hübschem Flötensolo oder in sanfter Streicherbesetzung in ERCOLE E DEIANIRA. Doch diese Momente sind selten und kurz in einem Score, der ansonsten nicht allzuviel zu bieten hat. Denn danach rauscht, tröpfelt und brodelt sich das Ensemble weiter durch Bavas Technicolor-Unterwelt, bis alles in ein kurzes, finales Orchester-Tutti mündet. Leider ein Score der lösgelöst vom Film keine große Freude bereitet. Die CD ist somit eher etwas für Mario-Bava-Enthusiasten. Ob die allerdings bereit sind, die nicht unbeträchtlichen Sammlerpreise zu bezahlen, die hierfür inzwischen verlangt werden, sei mal dahingestellt.
  13. Carlo Innocenzi war ein sehr produktiver Komponist, der zum Zeitpunkt dieser Komposition bereits auf eine lange Filmmusikkarriere zurückblicken konnte. Il Terrore dei Barbari lief in deutschen Kinos als Herkules, der Schrecken der Hunnen und hat erstaunlicherweise nicht unter größeren Einschränkungen des Musikbudgets zu leiden. Das Orchester ist jedenfalls voll besetzt und wird von Franco Ferrara gewohnt sicher geführt. Am Anfang steht ein ebenso eingängiges wie mitreißendes Marschthema, das natürlich für den von Steve Reeves verkörperten Helden steht (der in der italienischen Fassung Emiliano heißt) und ein fanfarenartiges Motiv beinhaltet, von dem ich meine, es schonmal irgendwo anders gehört zu haben. Verifizieren kann ich das aber nicht, und wer schon Innocenzi heißt, dem kann man ja keine unlauteren Absichten unterstellen... Aber ist dieser famose Marsch auch das Hauptthema? Eigentlich nicht, denn der Komponist macht im weiteren Verlauf (leider!) kaum Gebrauch davon. Wesentlich öfter erklingt das schwelgerische, reich verzierte Liebesthema, dass natürlich der von Chleo Alonso gespielten Schönheit zugedacht ist. SCIABOLE (BALLETTO) beginnt ruhig und steigert sich zu einem wilden Tanz, ebenso wie die beiden späteren Tracks MUSICA ALL´ACCAMPAMENTO #2 und der furios-dramatische DANZA DEL FUOCO, bei dessen rasanten Xylophon-Läufen sich Assoziationen zu Khachaturian aufdrängeln. Es sind auch die einzigen Stücke, die in ihrer Instrumentierung auf die exotischen Handlungsorte verweisen, denn ansonsten bleibt die Partitur ganz in europäisch-romantischen Gefilden. BATTAGLIA macht seinem Namen alle Ehre und zündet ein Feuerwerk dramatisch-aktionsreicher Klänge, teils mit aggressiven Blecheinwürfen, und zum FINALE packt Innocenzi dann doch nochmal die einleitenden Takte des Emiliano-Marsches aus, um dann aber schleunigst wieder in das Liebesthema umzuschwenken und das Abenteuer entsprechend schwelgerisch zu beenden. Eine rundum gelungene, gut durchhörbare Peplum-Musik, für mich sogar zusammen mit zwei oder drei anderen die beste ihres Genres, die speziell Golden-Age-Fans ansprechen wird.
  14. Aus den drei Nicolai-CDs von Saimel hätte man eine richtig gute CD zusammenstellen können. Aber auf die Länge funktioniert das einfach nicht... Den Titelsong von ARIZONA SI SCATENO... finde ich aber richtig klasse, geht einem erstmal nicht aus dem Kopf. Der Text wurde hier auch klar mit einem Augenzwinkern geschrieben, und so sollte man ihn auch annehmen. Von Nicolai würde ich noch ELEONORA empfehlen. Ist zwar keine Genremusik, aber der hat mir in letzter Zeit richtig gut gefallen.
  15. Da hast Du aber auch ausgerechnet einen ganz trockenen Kandidaten erwischt. Das Ding habe ich einmal gehört und hatte auch den Eindruck, dass es zu gefühlten 98% aus minimalistischem Suspense-Scoring besteht. Sehr anstrengend, und nur was für ganz Hartgesottene. Schade eigentlich, denn der Film selber ist ziemlich cool und bei Fans wegen seiner schrägen Ideen beliebt.