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Angus Gunn

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  1. Angus Gunn

    Der amerikanische FILM NOIR von 1941 - 1958

    Der Versicherungsagent Walter Neff verfällt der berechnenden Schönheit Phyllis und wird von ihr in ein Mordkomplott gegen ihren Ehemann verwickelt um eine hohe Versicherungssumme einzustreichen. DOUBLE INDEMNITY ist einer der stimmigsten Noirs überhaupt und besitzt seinen Klassiker-Status völlig zu Recht. MacMurray und Robinson sind vorteilhaft gegen ihre sonstigen Rollenmuster besetzt, und Barbara Stanwyck ist imposant in der Rolle der Femme Fatale. Imposant ist auch die Musik von Miklos Rozsa. In der Vorspannsequenz sehen wir die Silhouette eines an Krücken gehenden Mannes, der sich langsam auf die Kamera zubewegt. Dazu erklingt eine dramatisch-düstere, auf einer Folge von 4 Tönen aufbauende Titelmusik, die bereits für die kommenden Ereignisse kein gutes Ende in Aussicht stellt. Mit dem gleichförmigen Rhythmus, der das Stück begleitet, bekommt man den Eindruck einer fatalen, unentrinnbaren Abwärtsspirale, die nur im Desaster enden kann. Und so kommt es dann ja auch. Beim ersten Zusammentreffen von Neff und Phyllis läßt die Inszenierung keinen Zweifel an ihrer intellektuellen und sexuellen Überlegenheit. Sie erscheint, nur mit einem Badetuch bekleidet, oben an der Treppe und blickt während der Konversation auf ihn herab. In dieser Szene bringt Rozsa erstmals das anmutige Liebesthema zu Gehör. Ein mehrfach wiederkehrendes Motiv ist auch eine unruhige Streicherfigur, die im Booklet als Verschwörungsthema bezeichnet wird. DOUBLE INDEMNITY ist kein Actionfilm, und doch steckt der Score voller dramatischer Spannung, mit der Rozsa die aufgewühlten Emotionen auf akustischer Ebene erfahrbar macht bis eine Solo-Violine Neffs fatales Ende einleitet. Viele Jahre hat die James-Sedares-CD ihre wertvollen Dienste geleistet. Inzwischen, nach dem Erscheinen der Originalaufnahme, kommt mir die Sedares-Version längst nicht mehr so wertig vor wie dereinst. Zu schwerfällig und zu glatt erscheint mit die Einspielung gegenüber dem dynamischeren, prägnanteren von Irvin Talbot geleiteten Original. https://www.youtube.com/watch?v=wshGMhd65Nc
  2. Angus Gunn

    Der amerikanische FILM NOIR von 1941 - 1958

    THE DESPERATE HOURS (Musik: Gail Kubik, Daniele Amfitheatrof) Drei flüchtige Kriminelle quartieren sich mit Gewalt für zwei Tage und Nächte bei einer amerikanischen Mittelstandsfamilie ein. William Wylers ungemein spannender, größtenteils als Kammerspiel angelegter Thriller ist zu gleichen Teilen Gangster-Drama wie auch eine packende Studie menschlicher Verhaltensweisen in einer psychologischen Ausnahmesituation. Wie gut dieser Film ist, merkt man vor allem dann, wenn man sich Michael Ciminos Remake von 1990 ansieht, das zwar auch seine Vorzüge hat, aber insgesamt deutlich blasser ausfällt. Auch der dort in der Schurkenrolle agierende Mickey Rourke ist keine Konkurrenz für den wesentlich charismatischeren Bogart. Komponist Gail Kubik, der mit Wyler schon an zwei Dokumentarfilmen gearbeitet hatte, entfernt sich mit aggressiven, stampfenden Rhythmus-Gebilden so radikal vom damals noch verbreiteten Golden-Age-Stil, dass Wyler von Produzent Don Hartmann dazu gedrängt wurde, Teile der Komposition aus dem Film zu entfernen. Die Szenen der finalen Konfrontation Bogarts mit der Polizei sind dann auch von Amfitheatrof vertont, der ebenfalls wirkungsvolle Thriller-Klänge beizusteuern wußte, die aber schon in deutlich konventionelleren Gefilden angesiedelt sind. Eine trotz ihrer Kürze sehr interessante, und gerade für ihre Entstehungszeit bemerkenswerte Filmmusik, die auf Intradas glorreichem "Film Noir at Paramount"-CD-Set in sauberem Stereo-Klang ihre verdiente Premiere hatte. Die Musik zu den Schlußszenen stammt übrigens ebenfalls von Amfitheatrof, findet sich aber nicht auf der CD. Statt dessen wird die Suite mit dem nicht verwendeten Kubik-Finale beendet.
  3. Angus Gunn

    Der amerikanische FILM NOIR von 1941 - 1958

    Und auch FRAU OHNE GEWISSEN. Und das bringt mich zu einem weiteren tollen Noir, den ich sehr schätze: THE BLACK BOOK (a.k.a. REIGN OF TERROR) - Musik: Sol Kaplan Während der französischen Revolution schlüpft Charles D´Auvigny (Robert Cummings) in die Rolle eines Vertrauten Robespierres und erhält als solcher den Auftrag das sogenannte "Schwarze Buch" wiederzubeschaffen, da dessen Inhalt (eine Liste von politischen Gegnern, die hingerichtet werden sollen) bei Bekanntwerden die Machtbestrebungen Robespierres beenden könnte. Das Spionage- und Intrigenspiel, das sich nun entwickelt, ist von Anthony Mann in düsteren Bildern mit eindrucksvollen Licht- und Schattenkontrasten inszeniert worden. Auch wenn Assoziationen zur damaligen Gegenwart (vor allem natürlich der McCarthy-Ära) beabsichtigt waren, so läßt sich doch die interessant ausgeklügelte Geschichte auch abseits der politischen Botschaft als spannendes und optisch wunderschön umgesetztes Noir-Drama goutieren. Lohnenswert ist auch hier der Blick auf die Filmmusik. Sol Kaplan mußte in der deutschen Fassung vollständig das Feld räumen. Statt dessen begleitet den Titelvorspann Miklos Rozsas Main Title von DOUBLE INDEMNITY (nicht die Filmeinspielung, sondern ohrenscheinlich eine später entstandene Aufnahme). Gerade die ersten drei Minuten machen sehr schön den Unterschied beider Versionen deutlich. Nach den Feuersbrünsten des Vorspanns folgt eine kurze Einführung in die Handlung samt Vorstellung der Protagonisten durch einen Erzähler. Dann sehen wir eine sehr beeindruckende Szene in der ein Reiter in rasantem Tempo über eine Hügelkuppe bis zu einer Mühle galoppiert, über ihm der von Quellwolken durchzogene Abendhimmel. Diese erste Szenenfolge bekommt durch die Rozsa-Fremdverwertung eine schwermütige, schicksalhafte Tragik. Funktioniert irgendwie. In der Originalfassung ist die Wirkung allerdings um einiges besser. Denn Kaplans Score ist wesentlich aufbrausender, kommt erst zur Ruhe, wenn D´Auvigny samt Pferd die Mühle nach dem Treffen mit dem Informanten wieder verläßt. Kurz: Man merkt sofort, dass diese Musik auch hierfür geschrieben wurde. Die Stimmung ist eine völlig andere, dynamischer und mitreißender, akzentuierend und anschmiegsam. Eine tolle Musik, die Kaplan wiedermal als Meister seines Fachs zeigt.
  4. Angus Gunn

    Der amerikanische FILM NOIR von 1941 - 1958

    Da kommt es auf den Einzelfall an. Bei LAURA sind die Musikänderungen wesentlich offensichtlicher, also auch ohne geschultes Gehör meiner Meinung nach klar zu benennen. Auch bei CASABLANCA ist nach der Titelmusik die kleinere Orchesterbesetzung herauszuhören, auch ohne speziell darauf zu achten. STAGECOACH sowieso. Aber im Fall von HIGH SIERRA wird das schon schwieriger. Dort wurde abgesehen vom Main Title die Musik fast vollständig, oder sogar komplett ausgetausch, wenn ich mich jetzt nicht irre. Aber wie soll man das ohne Kenntnis des englischen Originals wissen? Würde ich nur die deutsche Fassung kennen, wäre ich wohl auch hereingefallen, wobei es natürlich was anderes ist als Fan und Filmliebhaber etwas in ein Forum zu tippen, oder eben als Musikwissenschaftler ein Buch über Filmmusik zu schreiben. Wieder eine sehr amüsante Anekdote übrigens
  5. Angus Gunn

    Der amerikanische FILM NOIR von 1941 - 1958

    Ja, stimmt. Bei Dialogszenen zwischen Milland und Reynolds wurde Musik ersetzt oder frühzeitig ausgeblendet. Ich muß sagen, dass hier seitens der Synchronverantwortlichen wirklich sorgfältig gearbeitet wurde. Wo immer es möglich war, ist Young dringeblieben, und alles andere wurde durch gut ausgewählte, adäquate Stücke ersetzt. Leise unter die Dialoge gelegt, ist mir das hier, wie man sieht, kaum aufgefallen.
  6. Angus Gunn

    Der amerikanische FILM NOIR von 1941 - 1958

    Ich hab´ gerade mal zwei Stichproben gemacht. Einmal in der Szene in der 16. Minute als Milland die Detektei aufsucht, und dann das komplette Finale, von dem Moment an wenn Milland und seine Partnerin die Treppe zum Dach hochlaufen. Es ist definitiv in beiden Szenen der Score von Young der dort läuft, deckungsgleich auch in der deutschen Fassung. An die übliche Archivmusik kann ich mich im ganzen Film auch nicht erinnern. Und das macht die Sache sehr interessant, denn dann scheint es doch von dieser einen Synchronisation (nämlich die aus den 70ern mit Christian Rode auf Milland) wiederum zwei verschiedene Bearbeitungen, bzw. Abmischungen zu geben. Jedenfalls kann ich mir das anders nicht erklären.
  7. Angus Gunn

    Michael Kamen und die "andere" Musik

    Auch von mir ein großes Dankeschön für diesen Aufwand! Mir war bisher nicht bewußt, wieviel Spuren er im Rockbereich hinterlassen hat. Dabei hatten wir früher den Film THE WALL als 35mm-Kopie zu Hause und auch des öfteren gesehen. Die verlinkten Songs sind zum Teil richtig gut (nur Metallica sind nicht so meins, mir war auch gänzlich unbekannt, dass er auch mit denen zusammengearbeitet hat) und bei einigen meint man Kamen deutlich herauszuhören. Als Filmkomponist mag ich nicht alles von ihm, aber bei Gelegenheit komme ich vielleicht mal auf mein Lieblings-Soundtrack-Album von ihm zu sprechen.
  8. Angus Gunn

    Der amerikanische FILM NOIR von 1941 - 1958

    Ministry of Fear (Musik: Victor Young) England 1944: Stephen Neale (Milland) wird aus der Nervenheilanstalt entlassen, in die man ihn wegen der geleisteten Sterbehilfe an seiner Frau eingewiesen hat. Auf einem zufällig aufgesuchten Wohltätigkeitsbasar gewinnt er eine Torte, die er anscheinend nicht hätte gewinnen dürfen. Wenig später sitzt er mit einem vermeintlich Blinden im Abteil, bis der Zug wegen eines Fliegerangriffs auf freier Strecke halten muß. Der Fremde schlägt ihn nieder, flüchtet mit dem Kuchen in die Landschaft hinaus, wird aber von einer Fliegerbombe erwischt, die einen großen Krater zurückläßt. Im Schutt findet er nur noch die Pistole des Fremden. Seine Nachforschungen bringen Neale daraufhin auf die Spur eines Spionagerings der Nazis. Angeblich war Fritz Lang mit dem Drehbuch nicht einverstanden und hat den Film nur wegen seiner vertraglichen Verpflichtung abgedreht. Ich muß mich wundern, was dennoch daraus geworden ist. Der Film ist großartig, straff erzählt und unterhält von der ersten bis zur letzten Minute blendend. Mit seinen skurrilen Szenarien (zu denen auch eine tragisch endende Seance zählt) balanciert er haarscharf an der Grenze zur Satire entlang, ohne aber wirklich ins Alberne abzudriften. Beim finalen Schußwechsel auf einem verregneten, nächtlichen Dach werden Neales im Dunkeln stehende Gegner immer nur für Sekundenbruchteile im aufblitzenden Mündungsfeuer sichtbar. Und auch hier vertrödelt Lang keine überflüssige Zeit und beendet den Film auf ähnlich effiziente Weise, wie man es von Hitchcock her kennt. Überhaupt weißt der Plot unübersehbare Parallelen zu den Werken des Suspense-Meisters auf, inklusive Mikrofilm-MacGuffin. Bevor ich noch mehr ins Schwärmen gerate, noch ein paar Anmerkungen zur Musik: Victor Youngs Score ist sehr effektiv, wird sparsam dosiert und ist gerade im Titelvorspann (der über einem schwingenden Uhrenpendel abläuft) von schwerer, packender Dramatik. Ohne jetzt einen 1:1-Vergleich angestellt zu haben scheint in diesem erfreulichen Fall die Filmmusik in der deutschen Synchronfassung vollständig erhalten geblieben zu sein.
  9. Angus Gunn

    Guido & Maurizio De Angelis

    Terence Hill als britischer Upperclass-Snob mit Neigung zu Poesie und Frühsport unter raubeinigen Wild-Westlern. VERFLUCHT, VERDAMMT UND HALLELUJA ist eine seiner besseren Komödien, deren Musik gerade zum dritten Mal auf CD erschienen ist. Der musikalische Ansatz ist dem des erfolgreichen Vorgängers VIER FÄUSTE FÜR EIN HALLELUJA sehr ähnlich. Den Rahmen setzt der Titelsong "Don´t Loose Control", eine geschmeidige Pop-Ballade mit Country-Flair, wieder von Gene Roman interpretiert. Verschiedene Instrumental-Versionen folgen, von denen gerade ARRIVO IN TRENO mit schlichtem Banjo-Solo gefällt. Hübsch und süßlich mit Harfe und singender Säge (!) auch IL GIORNO DEI CAVALLI BIANCHI, bei dem der Sirup von den Streicherbögen rinnt. Eine Romanze zwischen Hill und Yanti Somer wird von Regisseur Barboni in kitschig-schönen Bildern präsentiert und die Komponisten reagieren darauf mit dem nicht minder zuckrigen TEMA DI CANDIDA. Erwähnenswert ist noch der anmutige Gospel "Jesus Come To My Heart" (Nora-Orlandi-Chor) und SFIDA IN PAESE, dem einzigen Stück des Albums, das mit milden Slapstick-Klängen die komödiantische Seite des Films berücksichtigt. Ein charmanter Score, der aber eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber dick aufgetragenem Romantik-Kitsch einfordert. Andernfalls droht akute Überzuckerung.
  10. Das allgemeine Interesse läßt nach, das stimmt. Erst vor kurzem sind zwei Sol Kaplans bei Counterpoint erschienen, die eigentlich viel mehr Aufmerksamkeit in den Foren verdient hätten, als ihnen letztlich zuteil wird. Ich kann an dieser Stelle nur eine nachdrückliche Empfehlung aussprechen, denn diese beiden CDs sind wirklich klasse!
  11. Angus Gunn

    Guido & Maurizio De Angelis

    Ein bei uns nicht gezeigter, italienischer Fernsehfilm aus dem Jahr 1973, der einen authentischen Fall nachzeichnet. Zur Zeit des ersten Weltkriegs stellt sich der Militärseelsorger Don Giovanni Minzoni in der Provinz Ferrara gegen die dortige Terrorpolitik und wird daraufhin von den faschistischen Machthabern getötet. Der Film rekonstruiert das Verbrechen bis hin zum Prozeß gegen die Mörder im Jahr 1925. Ein durchaus zeittypischer, anspruchsvoller Stoff also, den De Angelis mit einem außerordentlich schönen, melancholisch-traurigen Thema mit Folk-Anstrich versehen. Auch ohne Kenntnis des Films würde ich eine vollständige Edition der Musik begrüßen. Neben der Vinyl-Single wurde dieses Thema meines Wissens nach bisher nur ein einziges Mal auf CD verwertet, und zwar auf dem wirklich gelungenen RCA-Sampler GLI ANNI D´ORO, auf dem sich auch solche Bonmots wie die Instrumentalversionen von DUNE BUGGY und WHY IS EVERYONE SO MAD finden.
  12. Angus Gunn

    Der amerikanische FILM NOIR von 1941 - 1958

    Vielen dank für die Archiv-Musik-Tipps. Da kommt mir beim Querhören auch so einiges bekannt vor. Die Raksin-Anekdote ist ja wirklich genial. Und das passiert auch noch einer Filmhochschule. Viel mehr blamieren kann man sich eigentlich nicht . Alternativ kann man auch zu PREMINGER AT FOX von Kritzerland greifen. Mit der dort enthaltenen 27-Minuten-Suite aus LAURA kann man eigentlich sehr zufrieden sein. Außerdem enthält dieses 2-CD-Set u.a. noch Cyril Mockridges Musik zu WHERE THE SIDEWALK ENDS, den Preminger wieder mit Andrews und Tierney in den Hauptrollen gedreht hat, und den ich als Film sogar noch mehr schätze als LAURA.
  13. Angus Gunn

    Der amerikanische FILM NOIR von 1941 - 1958

    Und genau wegen dieser Notsituation mache ich da auch niemandem einen Vorwurf. Irgendwo müßte ich auch noch die Ausgabe der Filmharmonischen Blätter haben, in der Dein Leserbrief zu dem Thema abgedruckt ist. So schließen sich nach über 30 Jahren die Kreise. Interessant der Hinweis, dass DIE SPUR DES FALKEN vorher hier untertitelt in den Kinos lief. Ist mir neu.
  14. Angus Gunn

    Der amerikanische FILM NOIR von 1941 - 1958

    Als Synchron-Fan habe ich weniger Probleme mit den deutschen Fassungen. Mit einer Ausnahme: THE MALTESE FALCON. Denn hier gehen mir die Verfälschungen wirklich zu weit, sowohl bei den gegenüber dem Original wesentlich flapsigeren Dialogen, wie natürlich auch bei der Musikauswahl. Früher, als ich DIE SPUR DES FALKEN im Fernsehen sah, da war noch alles in Ordnung, denn ich wußte ja nichts von den Begleitumständen. Und es war auch völlig klar, dass Adolph Deutsch für jenes flockige Jazz-Geklimper verantwortlich war, das den ganzen Film durchzog. Erst Anfang der 2000er Jahre wurde ich durch das Erscheinen der DVD und vor allem der Filmmusik-CD gewahr, welch verheerende Eingriffe hier stattgefunden haben. Trotzdem hat die Synchronfassung als Zeitdokument für mich ihre Berechtigung. Und bei der Gelegenheit nochmal meine Ehrerbietung an das Morgan-Stromberg-Team für diese tolle Einspielung:
  15. Angus Gunn

    Der amerikanische FILM NOIR von 1941 - 1958

    "Vorerst" war in der Tat etwas optimistisch. Ich kann mit der TV-Synchro gut leben, aber bedauerlich ist dieser fahrlässige Umgang mit Kulturgut schon.
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