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Angus Gunn

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    Roland

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  1. Angus Gunn

    Italienische Genre-Filmmusik der 50er-70er Jahre

    Ein paar Anmerkungen zur neuen Veröffentlichung von CINEMA PARADISO. Und auch hier gilt: Das muß jeder für sich selbst entscheiden, ob er seinen Geldbeutel mit einer Anschaffung belasten möchte, denn der Inhalt ist identisch mit der GDM-CD von 2011. Die tontechnischen Verbesserungen sind nicht gravierend, aber für den Bewunderer dieser Musik deutlich spürbar. Vor allem litt die alte Ausgabe unter einem uneinheitlichen Klangbild. Manche Tracks tönten etwas gedämpfter oder mulmiger aus den Lautsprechern als andere. Und bei den neu hinzugekommenen Tracks störte außerdem ein nicht unerheblicher Rauschpegel. Letzterer ist nun nicht gänzlich verschwunden, aber erheblich reduziert. Die Musik gleitet insgesamt nun geschmeidiger durchs Ohr. Und da diese Edition bei Quartet erschienen ist, gibt es im 15-seitigen Booklet auch einiges zu lesen. Hat sich für mich definitiv gelohnt, nicht zuletzt weil diese Musik zu meinen 3 Morricone-Lieblingsscores zählt. Und wer sie unglaublicherweise überhaupt noch nicht besitzt, hat jetzt die beste Gelegenheit, dieses Versäumnis nachzuholen. Denn der Score ist von hinreißender Nostalgie und von vorne bis hinten von einer derart ergreifenden Wärme und Wehmut durchzogen, ohne dabei ins Trübselige abzugleiten, wie man es selbst bei Morricone nicht allzu oft erlebt.
  2. Angus Gunn

    Was habt ihr zuletzt gesehen?

    GRETA (Neil Jordan) Nach mehrjähriger Abwesenheit hatte ich mir von Neil Jordan eigentlich etwas mehr erhofft, als diesen lauwarmen Stalker-Thriller. Zwar finden sich auch hier Ansätze seiner Handschrift, z.B. im Musikeinsatz oder der skurrilen, nicht in die moderne Großstadt-Umgebung passenden Einrichtung von Gretas Wohnung, aber leider vermag Jordan aus dem durchaus vorhanden Potential nicht allzu viel herauszuholen, was auch an einigen nicht wirklich nachvollziehbaren Aktionen seiner Protagonistinnen liegt. Stephen Rae tritt leider nur sehr spät und sehr kurz in Erscheinung. Seine Szenen mit Huppert sind mit die stärksten des Films, was auch daran liegen kann, dass hier zwei Schauspieler mit ähnlich ausgeprägter Leinwandpräsenz aufeinandertreffen. Der restliche Cast gibt sich alle Mühe, bleibt aber relativ fade. Und was mir im Gegenwartskino immer wieder auffällt, sind die austauschbaren Synchronstimmen der jüngeren Generation, insbesondere bei den Damen. Moretz und Monroe klingen hier wirklich fast identisch. Schade, aber vielleicht klapp´s ja beim nächsten Mal.
  3. Angus Gunn

    Ich höre gerade folgendes Album...(Teil 2)

    Tolles, Swashbuckler-Hauptthema. Ist aber trotzdem nicht Waxmans größte Stunde, oder? Ich habe ihn lange nicht mehr gehört, erinnere mich aber an einige längere Durststrecken zwischendurch. Vielleicht irre ich mich da auch, muß ich mir gelegenlich nochmal anhören. Bei Filmen mit religiösem Bezug ist Newman IMMER in Topform. BERNADETTE gefällt mir persönlich noch besser als sein CAPTAIN FROM CASTILE. Vielen Dank für den Tipp. Ist mir gänzlich unbekannt, aber an Musik zu Mittelalter-Filmen bin ich stets interessiert (solange sie nicht nach Zimmer klingen).
  4. Angus Gunn

    Guido & Maurizio De Angelis

    Frisch ausgepackt und angehört. Mit zwispältigem Ergebnis. Die beiden sehr gelungenen Themen BOMBER und vor allem FANTASY dürften allgemein bekannt sein. Es ist zwar eine schöne Sache, den Soundtrack nun in kompletter Form sein Eigen nennen zu können, aber selbst der gutwilligste Fan wird sich eingestehen müssen, dass es seinen Grund hat, weshalb dieser Musik seinerzeit keine Langspielplatte beschieden war. Mehr als auf der damaligen Vinyl-Single zu finden war, braucht es eigentlich nicht, und 55 Minuten sind des Guten eindeutig viel zu viel. Zumal von FANTASY tatsächlich immer und immerwieder derselbe Track wiederholt wird, mal mit, mal ohne Gesang, und, der jeweiligen Szene angepaßt, oftmals mittendrin unelegant ausgeblendet. Mit Bomber verhält es sich ähnlich, wobei es am Schluß aber immerhin noch eine sehr schöne, melancholische Version dieses Themas gibt. Und der kurze Flamenco-Einschub dürfte, wenn mich meine Ohren nicht täuschen, aus ARRIVANO I VOSTRI stammen. Es lassen sich durchaus ein paar vergnügliche Minuten aus der CD destillieren, aber an die De-Angelis-Alben der 70er reicht das hier in keinster Weise heran.
  5. Angus Gunn

    Deutsche Filmmusik

    Zur Zerstreuung, und weil ich mich nach wie vor im Zustand der Urlaubs-Vorfreude befinde: DIE MARTINSKLAUSE erzählt in wunderschönen Schwarz-weiß-Bildern von der Watzmann-Sage und der Besiedlung des Berchtesgadener Landes im 12. Jahrhundert. Und weil das Kinoplakat eines der schönsten ist, die ich kenne, hängt seit einiger Zeit auch ein Exemplar davon in meiner Wohnung. Da ich davon ausgehe, dass das Warten auf eine Filmmusik-Veröffentlichung aussichtslos ist, präsentiere ich hier mal Bernhard Eichhorns dramatische Titelmusik:
  6. Anscheinend niemand, aber ich habe sie mir mal geholt. Der Klang dieser neuen Edition wurde spürbar und behutsam aufpoliert und klingt jetzt tatsächlich etwas frischer. Wobei die Betonung auf "etwas" liegt. Kimmel spricht von "considerably cleaned up". Ganz so euphemistisch würde ich es zwar nicht ausdrücken, denn die FSM-CD klang ja bereits sehr zufriedenstellend, aber für mich hat sich der Kauf gelohnt. Wem die Musik nicht allzu wichtig ist, der ist auch mit FSM natürlich bestens bedient. Eine von beiden sollte es aber unbedingt sein, denn die Musik ist schlichtweg umwerfend. Bei Kritzerland sind nun die Source-Music-Tracks vom Score separiert, und das Booklet enthält einige Anmerkungen von Komponist Nathan Barr. Den kenne ich zwar nicht, aber er erzählt ganz Interessantes über die Barr/Fox-Wurlitzer Theater Organ, die seit 1928 sehr oft in klassischen Soundtracks eingesetzt wurde und heute restauriert bei ihm im Studio steht.
  7. Gefällt Dir denn auch Yared? Aus meiner Sicht sind dessen stärkste Musiken gerade nicht in den großen amerikanischen Kinoepen zu finden, sondern in eher weniger bekannten Filmen, oder zum Teil eben auch in den französischen Produktionen aus den 80ern.
  8. Angus Gunn

    Was habt ihr zuletzt gesehen?

    Für mich ist es die goldene Ära des Heimatfilms, da in den 30er und 40er Jahren die mit Abstand besten Filme dieses Genres entstanden sind. Und wie Du schon ganz richtig schreibst, machte sich dann in den 50er Jahren großflächig der Folklore- und Postkarten-Kitsch breit, mit dem auch ich meine Probleme habe. ALM AN DER GRENZE und besonders MARTINSKLAUSE zähle ich aber auch noch zu den wirklich sehenswerten Beispielen. Irgendwo hatte sich Werner Herzog auch mal lobend über die frühe Zeit des Heimatfilms (und im Besonderen auch über die "Geierwally") geäußert und die später stattgefundene Verkitschung beklagt.
  9. Angus Gunn

    Was habt ihr zuletzt gesehen?

    So, im Juni geht´s zum Bergwandern nach Südtirol. Kann´s kaum erwarten und habe gestern schonmal zur Einstimmung einen DVD-Abend mit zwei Klassikern des Heimat- und Bergfilmgenres gemacht. DER BERG RUFT (1938) Zwei konkurrierende Bergsteiger-Teams, angeführt vom Italiener Carrel und dem Engländer Whymper, versuchen sich an der Erstbesteigung des Matterhorns. Filmtechnisch ist das atemberaubend und auch die Dramaturgie hat Luis Trenker im Griff. Er inszeniert sich selber (in der Rolle des Carrel) gerne in heldenhafter Pose, und am Ende siegt der kameradschaftliche Geist zweier Sonderlinge über den spottenden Pöbel. (Eine Haltung, mit der sich Trenker den Unmut des Propagandaministeriums einhandelte, schließlich brauchte man willige Mitläufer, und keine freidenkenden Individualisten). Der Score von Giuseppe Becce trägt in seinem Überschwang fast schon etwas zu dick auf und stellt Trenker ein meist von Hörnern intoniertes, alpines Heldenthema an die Seite, weiß aber auch den mächtigen Berg mit wagnerischen Akzenten zu charakterisieren. "Geierwally" Heidemarie Hatheyer in ihrem Leinwanddebüt. Ein ganz großer Klassiker, in jeder Hinsicht. DER LAUFENDE BERG (1941) Weniger bekannt, aber nicht weniger sehenswert ist diese Ganghofer-Verfilmung von Produzent Peter Ostermayr, der sich in den folgenden Jahren noch zahlreichen weiteren Ganghofer-Romanen annehmen würde. Ständige Erdrutsche bedrohen eine Dorfgemeinschaft am Fuße eines mächtigen Berges. Im Kampf gegen den Unbill der Natur treten die persönlichen Differenzen und Rivalitäten zurück (weswegen DER LAUFENDE BERG vor den Augen der Propaganda-Abteilung wahrscheinlich für bessere Stimmung gesorgt haben dürfte). Erfreulich unkitschig, mit einigen beeindruckend inszenierten Erdrutsch-Szenen, mindestens einem wirklich halsbrecherischen Stunt, etwas Volkstümelei und natürlich großartiger Landschaft. U.a. mit "Siegfried" Paul Richter und Gustl Gstettenbaur. Sehr ansehnliches Werk aus der goldenen Ära des Heimatfilms über dessen geringe Bekanntheit man sich wundern muß.
  10. Falls sich die jemand geholt hat, würde mich interessieren, ob sich die Anschaffung lohnt, vor allem in Bezug auf die verbesserte Klangqualität gegenüber der FSM-CD. Im Fall von HOW GREEN WAS MY VALLEY hat sich die Kritzerland-CD für mich definitiv gelohnt. Wenn der Klang hier ähnlich gut aufbereitet wurde, wäre ich einem Kauf nicht abgeneigt.
  11. Angus Gunn

    Italienische Genre-Filmmusik der 50er-70er Jahre

    Das stimmt, aber ich empfinde auch einfach Strukturen in der Filmmusik, wenn gut gemacht und passend eingesetzt, keineswegs nachteilhaft und oft auch sehr effektiv. Bei beiden CDs stimme ich aber zu, dass die ursprünglichen Alben ausreichen, und das Zusatzmaterial ist ja auch löblicherweise separiert vom LP-Programm. So oder so ist das DISERTORI-Hauptthema wirklich stark, da laß ich mir nichts einreden: https://www.youtube.com/watch?v=9PG0AxffzLs
  12. Angus Gunn

    Italienische Genre-Filmmusik der 50er-70er Jahre

    COLPO DI MANO gefällt mir eigentlich sehr gut. Sehr lyrisch, melodisch einfallsreich, mit Flamenco- und Morricone-Einflüssen. Einige Tracks könnten auch aus einem Western stammen. Und LA LUNGA NOTTE DEI DISERTORI mag ich ebenfalls besonders gerne. Hatte dazu schonmal was geschrieben: "Ein holprig inszenierter Kriegsfilm ist LA LUNGA NOTTE DEI DISERTORI. Ciprianis Hauptthema begeistert von den ersten Takten an und steigert sich zu einer wuchtigen, dramatischen Komposition, die sich noch lange im Ohr festsetzt und an diesen Film doch eher verschwendet ist. Desweiteren gibt es nette Wüstenromantik und Abenteuermotive, die mich zeitweise ein wenig an Böttchers Karl-May-Musiken erinnert haben."
  13. Ja, "Banana Joe" wäre toll. Der hat noch dieses schöne Urwald-/Südamerika-Flair in Stil von "Zwei Himmelhunde". Habe den schon ewig nicht mehr gesehen, kann mich aber erinnern, dass ich spaßeshalber damals auf sämtliche Scoretracks geachtet und sie zeitlich addiert habe. Dabei bin ich dann auf rund eine halbe Stunde gekommen. Irgendwo gab´s da noch ein Corrida-Stück in einer Stierkampfarena, Militärisches in dem Ausbildungscamp, Sambamusik beim Abstempeln von Formularen und stille, sakrale Klänge in einer Kirche. Ist lange her, deshalb ohne Gewähr, aber das gäbe sicherlich ein schönes Album.
  14. Von Giombini interessieren mich eigentlich nur noch I COLTELLI DEL VENDICATORE und TUTTO PER TUTTO/COPPER FACE. Läßt sich dazu vielleicht irgendwas sagen?
  15. Angus Gunn

    Film Score Monthly abzugeben

    Time to say Goodbye. Habe einige FSM-Hefte zu verschenken. Vol. 2: Heft 1-9 Vol. 3: Heft 1-10 Vol. 4: Heft 1-5 / 9-10 Vol. 5: Heft 1-10 Vol. 6: Heft 1-10 Vol. 7: Heft 1-6 Einzige Bedingung: Selbstabholung hier in Köln. Ansonsten wandert alles demnächst ins Altpapier.
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