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Angus Gunn

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  1. Ich höre gerade folgendes Album...(Teil 2)

    Kannte ich bisher noch gar nicht und bin gerade schwer begeistert. Habe mir bei dem Versuch die Scheibe unbeschadet aus der Verankerung zu puhlen zwar fast den Daumen gebrochen, aber die Mühe war es definitiv wert! Fantastisches Hauptthema, ungeheure Dramatik in "Major´s Rescue" und "Rosanna´s Death", aber auch (und gerade) die tiefschürfenden ruhigen Tracks wie "No Sleep" sind meisterhaft ausgearbeitet und sehr eindringlich. Man lauscht gebannt dem Spiel mit den Klangfarben, der Mischung aus Pastoralem und Schwermütigem, besonders beeindruckend in "Home Again". Letzteren würde ich jetzt nach dem ersten Hördurchgang auch als den Höhepunkt der Partitur bezeichnen. Aber das ist nur der erste Eindruck, denn bei einer Filmmusik von derart hohem Niveau ist jetzt erstmal ein zweiter Durchgang erforderlich...
  2. Mario Nascimbene

    Na bitte, da haben wir ja jetzt (fast) alles aufgedröselt! Das Booklet (wenn man es so nennen kann) der Hexacord-CD ist doch sehr mager und äußerst dürftig an Information. Warum wurde die Herkunft der Tracks nicht mit angegeben, oder wußte Zamori es selber nicht so genau? MORTE DI UN AMICO & WHERE THE SPIES ARE sind tatsächlich Lücken in meiner Sammlung. Wußte gar nicht, dass ich davon doch was habe! Nice!
  3. Mario Nascimbene

    Einen schönen Einblick ins Archiv bietet dieses 61-minütige Album von Hexacord. Ein unterhaltsamer Querschnitt durch das jazz-orientierte Schaffen des Maestros, der über die die gesamte Laufzeit angenehm zu unterhalten vermag, wenn auch wirklich prägnante oder gewagte Einfälle kaum zu finden sind. Die Kompositionen bewegen sich in den typischen Gefilden amerikanischer Jazzkompositionen der 40er und 50er Jahre und würden im Programm von Stevie Waynes Leuchtturm-Sender nicht aus dem Rahmen fallen. Mal ruhig-melodisch, mal aufbrausend-lebhaft, mal mit Big-Band-Begleitung, mal mit lateinamerikanischem Flair. Aufgeteilt ist das Album in vier Segmente. Tracks 1-9 entstammen der musikalischen Begleitung eines Bühnenstückes namens BELLINDA E IL MOSTRO, bei denen das Bellinda-Thema hervorsticht. Als CANZONE dargeboten, weist es mit Streichorchester und gemischtem Chor nicht zu leugnende Ähnlichkeiten zum Mancini-Stil jener Epoche auf. Die Tracks 10-13 sind mit "Suite for a psychological film" überschrieben und beinhalten die interessantesten und wildesten Tracks der CD. Titel wie SUSPENSE und FUGA DOPO IL COLPO verweisen schon auf ihre etwaige Verwendung in aktionsorientierten Kriminalfilmen und sind vermutlich auch genau dafür konzipiert worden. Mit "the rhythmic suite" (Tracks 14-17) geht es in exotischere Gefilde. AFRO-CUBAN SWING weis mit Bongowirbeln, mannigfaltiger Percussion und Hammondorgel zu gefallen. Interessant und innovativ ist FUGATO IN BLUE , bei dem nascimbenes Experimentierfreude auch mal zum Tragen kommt, hat er doch hier einen Rhythmus entworfen, der schon sehr nach Mixerama-Spielereien klingt. Die letzten neun Titel sind als "Bonus Tracks" vermerkt. Im Gegensatz zum vorhergehenden Programm sind diese Aufnahmen von Roberto Pregadio geleitet und von eher ruhigerem Charakter. Hervorheben möchte ich hier eine sehr angenehme, mit sanften Klavierklängen ausgestattete Alternativversion von BLUES DELLA NOTTE, eine Komposition die schon in BELLINDA E IL MOSTRO zu finden ist. Mein persönlicher Favorit ist aber CLASSIC BEGUINE, ein 4-minütiger, balladesker Track mit dezentem, lateinamerikanischem Rhythmus, Streichorchester und wechselnden Solo-Parts. Melodisch wunderschön und toll orchestriert. Danach geht es bluesig weiter, bis SWING IN QUARTET das Album mit einer fröhlich-verspielten Nummer beendet. Als Fazit bleibt eine hörenswerte, abwechslungsreiche, aber, bis auf eine handvoll herausragender Beispiele, auch wenig spektakuläre Zusammenstellung. Was die nascimbene´sche Jazz-Musik angeht, da ist für mich der Soundtrack zu LA PRIMA NOTTE DI QUIETE sein Meisterstück, aber auch den "Footprints" bin ich mit einigem Vergnügen gefolgt.
  4. Klingt großartig! Zugegeben, von den Orson-Welles-Lavagnino-Scores kenne ich überhaupt noch gar nichts, auch FALSTAFF nicht. Ich nehme an, das FALSTAFF-Segment ist als Ergänzung zu dem CAM-Album konzipiert?
  5. Ich höre gerade folgendes Album...(Teil 2)

    Gerngesehener Gast im CD-Spieler. Es liegt natürlich auch an meiner Vorliebe für diesen wunderbaren Vierteiler. Die mit Abstand beste "Schatzinsel"-Verfilmung erzählt die Geschichte unaufgeregt und in aller Ausführlichkeit, begleitet von Hellmut Langes charismatischer Chronisten-Stimme. Dabei wird der Geist kindlich-jugendlicher Abenteuerfantasien heraufbeschworen, wie man es sonst nur sehr selten erleben kann. Sehr treffend dazu die Filmmusik des tschechischen Komponisten Jan Hanus (mit Unterstützung durch Lubos Sluka), der die berühmten Shanty-Verse "15 Mann auf des toten Mannes Kiste..." in ein schmissiges Swashbuckler-Thema kleidet. Auch sonst sitzt die Partitur wie angegossen. Herausragendes Highlight ist das betörend anmutige "Admiral-Benbow"-Thema, das nicht nur für Jim Hawkins Heimat steht, sondern auch von der Sehsucht nach Abenteuern und fernen Ländern kündet - bewegend und unvergeßlich. Zugegeben, das Album offenbart auch viele Tracks, die lediglich der reinen Spannungsdramaturgie geschuldet sind, aber nach jeder Durststrecke folgt auch wieder Melodisches, und ich bin dankbar, das es eine solch liebevoll produzierte CD von dieser Filmmusik überhaupt gibt.
  6. ... einfach nur aus Komplettierungsgründen, oder weil du die Musik aus dem Filmen kennst?
  7. Soundtrack Suiten

    Kam vor nicht allzu langer Zeit in der Intrada Special Collection heraus, fand aber damals, außer mir, niemand bemerkenswert. Deswegen hier nun ein paar Minütchen aus dem stimmungsvollen Jazz-Score von Kenyon Hopkins:
  8. Soundtrack Suiten

    Kleine Suite von einem unglaublich schönen Score. Da ich den dazugehörigen Film weder kenne noch habe, habe ich selbstgedrehtes Material verwendet. Funktioniert auch ganz gut, wie ich finde. Elmer Bernstein: A WALK IN THE SPRING RAIN
  9. Soundtrack Suiten

    Antonioni ist immer Arbeit. Aber halt Arbeit, die sich auch lohnt. Jedenfalls schön zu sehen, dass der Fusco doch mehr Anklang findet, als ich zuerst dachte...
  10. Daniel J. White: LE LAC DES MORTS VIVANTS

    Dank für den Hinweis. Die beiden Nachfolge-CDs werden aber wohl ohne mich verkauft werden müssen. LE LAC habe ich mir tatsächlich hauptsächlich wegen des Rollin-Bezugs zugelegt. Aber ich wünsche dem Label dennoch weiterhin viel Erfolg auf seinem beschwerlichen Pfad.
  11. Soundtrack Suiten

    Auch wenn´s wahrscheinlich wieder keinen interessiert - faszinierende Musik zu einem großartigen Film:
  12. Eigene Filme

    So. Ich habe die beiden anderen Videos wieder runtergenommen, weil zu stark konvertiert. Hier ein neues in besserer Qualität. Und dazu ein paar Hintergrundinformationen: Anfang der 80er Jahre habe ich mehrmals in Südtirol meine Sommerferien verbracht, und heute befinde ich mich sozusagen auf den Spuren meiner Vergangenheit, suche gezielt die Orte von damals auf und gehe auch Wanderwege ab, die ich damals mit Papa schon abgewandert bin. Dieses Jahr waren die drei Zinnen dran, und diese Tour habe ich mal filmisch festgehalten:
  13. Ich habe erst lange mit mir gehadert, aber als Jean-Rollin-Fan war klar, dass ich an dieser Veröffentlichung letzten Endes nicht vorbeikomme. Der Film ist nun wirklich der letzte, den man einem Rollin-Neuling als Einstieg empfehlen sollte. Er entstand als profane Auftragsarbeit für Eurocine, als Rollin kurzfristig einspringen mußte. Immerhin ist der Meister selber in einer kleinen Rolle zu sehen, und hier- und da blitzt sogar seine eigene inszenatorische Handschrift auf (etwa bei den Szenen, die das Alltägliche im Dorf zeigen, oder wenn die Untoten über eine ruinöse Burgmauer wandeln). Außerdem erfreuen Howard Vernon und Nadine Pascal durch ihre Anwesenheit. Und, mal ganz unter uns, solch ein charmanter, hanebüchener, verkorkster Horror-Erotik-Quark ist mir letzten Endes immer noch lieber, als die meisten CGI-Blockbuster unserer Zeit - aber das nur am Rande. Die Musik ist... extravagant und erfordert Aufgeschlossenheit. Das OPENING säuselt sogar ganz nett und entspannt dahin, die Horror-Szenen dagegen sind mit scheppernden Geräuschcollagen unterlegt. Und so wie in AQUATIC SEQUENCE 1 & 6 stelle ich mir die Demotracks eines Bontempi-Orgel-Herstellers vor. Hinter DIURNAL MELODY FOR A BIRD verbirgt sich ein Minütchen Vogelgezwitscher. Bleibt noch das Liebesthema. Dieses ist in mehreren Modifikationen vertreten. Leider wird ausgerechnet von dem kitschigen EROMANTIC VIOLINS (mit echten Streichern, da hat man sich nicht lumpen lassen) im Film am meisten Gebrauch gemacht. Selbiges Thema gibt es noch in angemesseneren Varianten u.a. mit weiblicher Gesangsstimme. Manche Tracks werden mangels Masterbändern von Soundeffekten begleitet, was aber gar nicht so schlimm ist, denn so ein bißchen Wassergeplätscher trägt zum Ambiente bei. Komponiert hat das Ganze der umtriebige Daniel J. White, der eine beachtliche Filmographie aufzuweisen hat und gelegentlich auch für Jess Franco als Schauspieler vor der Kamera stand. Seine vermutlich bedeutenste Rolle dürfte die des Max Karlstein in Jess Francos wunderbarem FILLE DE DRACULA sein, ein Film, den man aber freilich in erster Linie wegen der vollendeten Britt Nichols gesehen haben sollte. Die CD hat zwar keinen Booklet-Text, erfreut das Auge aber mit liebevoller, mehrseitiger Bebilderung. Für Daniel Whites Soundtrack-Premiere hätten sicherlich bessere Kandidaten zur Wahl gestanden. Aber wer weiß, schließlich ist die CD mit "Collection Horreur a la francaise Volume 1" überschrieben. Es darf also mehr erwartet werden. LAC DES MORTS VIVANTS wird jedenfalls kaum den gemeinen Filmmusikfan erreichen, sondern ist eher war für Anhänger jener Genre-Gewässer, aus denen dieses Werk entspringt, oder als Ergänzung für´s private Kuriositätenkabinett geeignet.
  14. Eigene Filme

    So, wer war denn schonmal auf der düsseldorfer Rheinkirmes, und wer weiß, welche Musik hier von mir verbraten wurde?
  15. Italienische Genre-Filmmusik der 50er-70er Jahre

    Francesco De Masi: LO SQUARTATORE DI NEW YORK Ein Hund findet eine abgetrennte Hand im Gebüsch am Hudson River und apportiert diese zu seinem wenig erfreuten Herrchen. Danach folgen die Vorspanntitel, unterlegt mit einem rauen Titelstück, leicht angejazzt, in eingängiger Garagen-Rock-Tradition, das trefflich den großen Schmelztiegel charakterisiert. Aber nicht auf die sauberen Postkartenmotive hat es De Masi abgesehen, sondern auf den urbanen Schmuddel der Nachtjackenviertel, denn das New York dieses Filmes ist kein Ort des Wohlbefindens. DER NEW YORK RIPPER steht in der Tradition italienischer Giallo-Thriller und gehört zu den berühmtesten (und berüchtigsten) Werken im Schaffen seines Regisseurs Lucio Fulci. Es gibt nicht wenige Fans, die ihn sogar als den Höhepunkt seiner Karriere bezeichnen. Die Wahrheit sieht jedoch anders aus: Seltsam unspiriert schleppt sich die Handlung von einem Mord zum nächsten. Ohne sein sonstiges Stilbewußtsein walzt Fulci in Metzgermentalität die Dramaturgie in Grund und Boden. Gerade wenn man bedenkt, welch exzellente Genre-Beiträge er in den 70er Jahren abgeliefert hat, ist der NEW YORK RIPPER eine einzige Enttäuschung. Die Musik hat jedoch mehr Aufmerksamkeit verdient. Neben dem oben beschriebenen Hauptthema kommen einige kompositorisch sorgfältig und professionell ausgearbeitete Spannungstracks zum Einsatz, bei denen vor allem die verhallenden Saxophonklänge sehr effektiv sind. Letztere finden sich auch in WAITING FOR THE KILLER, einem langsamen, sehr atmosphärischen Suspense-Stück, das genau jene unheimliche Stimmung verbreitet, die der Inszenierung fehlt. Im PUERTORICO CLUB laufen lateinamerikanische Klänge, die ungewöhnlich orchestriert sind und nicht weiter entfernt sein könnten von zeitgenössischem Diskotheken-Chic. Eindrucksvoller Höhepunkt ist aber FAY, ein beseeltes, bluesig-melancholisches Thema, solistisch von Trompete und Mundharmonika interpretiert, umspült von dezenten Streichern, die hier einen ihrer seltenen Einsätze haben. Der Score wurde zweimal von Beat Records auf CD veröffentlicht. Das erste Mal 1995 im ursprünglichen LP-Schnitt, und 2016 in einer auf 70 Minuten verlängerten Fassung. Letztere hat Vor- und Nachteile: Die schrillen RIPTONIC-Effekte wären nicht zwingend notwendig gewesen, außerdem sind vier Source-Music-Tracks anderer Komponisten mit dabei, die zwar für sich genommen gar nicht übel sind, aber leider zwischen die Score-Tracks sequenziert wurden, was jedesmal zu störenden Stilbrüchen führt. Andererseits ist aber auch mehr FAY auf dem Album, sowie der gelungene Spannungstrack als der Killer die Radfahrerin auf eine Fähre verfolgt. Wer die Erweiterungen nicht unbedingt braucht, ist aber mit dem ursprünglichen Album bestens bedient, da es alles Wesentliche in perfekter Zusammenstellung bietet.
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