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Angus Gunn

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  1. Unternehmen Capricorn - BD von Koch Media Oh, oh, oh, da hat Koch aber mal richtig geschludert. Die Blu-Ray steht eigentlich schon lange bei mir im Regal, und heute habe ich sie mir endlich mal zu Gemüte geführt. Der Film beginnt mit dem Bericht eines Reporters über schwarzem Bild. Es folgt eine laaaangsame Aufblende als die Sonne am Horizont erscheint und die Silhouette der NASA-Rakete sichtbar wird. Technisch kann sowas problematisch sein, und Koch scheitert leider kläglich an der Herausforderung. Statt einer elegant einsetzenden Morgendämmerung sieht es nun so aus, als verschmore das Filmmaterial direkt vor der Projektionslinse. Beschädigungen und Verunreinigungen auf dem Zelluloid sind eine Sache, Schludereien bei der digitalen Bearbeitung oder dem Filtereinsatz eine andere. Zum Glück habe ich noch meine alte Concorde-DVD. Deren Bild ist auch generell nicht so steril.
  2. Ich kenne und kannte Erdody bisher nur im Zusammenhang mit "Detour". Er und Ulmer waren ja anscheinend auch privat befreundet. Die Album-Reihe mit den Republic-Azetaten ist interessant. Sind das CDs, oder war das noch zur Vinyl-Zeit?
  3. Es gibt DETOUR ja inzwischen auch in der Criterion Collection auf BD mit viel Doku-Material. Werde ich mir wohl auch zulegen, obwohl ich mit der Koch-Edition sehr zufrieden bin. Das dort verwendete Master mit den Beschädigungen und Verschmutzungen auf dem Zelluloid kommt der Atmosphäre eines derb-ruppigen B-Movies wie diesem zugute. Sehr guter Hinweis! Genau das habe ich mich nämlich gefragt. Es ist natürlich Nerd-Wissen vom Feinsten, aber immerwieder schön, solche kleine Details zu erfahren.
  4. Nur um das nochmal klarzustellen, falls ich ein solches Mängelexemplar erwischen sollte. Der Fehler besteht lediglich in dieser einen kurzen Passage, in der ein paar Hörner zu sehr in den Hintergrund gemischt wurden? Das heißt, jemandem wie mir, der weder Film noch Musik kennt, kann das eigentlich egal sein.
  5. Leo Erdody: DETOUR (1945) Al Roberts hält sich als Pianist mehr schlecht als recht über Wasser. Zum Geld hat er eine klare Haltung: "Money. You know what that is. It´s the stuff you never have enough of (...) It´s the stuff that has caused more trouble in the world than anything else we have invented. Simply because there´s too little of it." Stimmt irgendwie. Auch seine Freundin träumt von einem besseren Leben und hat sich nach Hollywood abgesetzt, wo sie Karriere machen möchte. Al beschließt, ihr per Anhalter ins sonnige Kalifornien zu folgen und wird von dem Handlungsreisenden Haskell mitgenommen. Unterwegs kommt es zu einem tragischen Zwischenfall. Haskell stirbt völlig unerwartet. Al zieht sich im strömenden Regen die Kleidung des Toten an und reist mit dessen Wagen und Papieren weiter. Unterwegs nimmt er die Anhalterin Vera mit, die seinen Identitätstausch durchschaut. Ursprünglich war mit DETOUR Größeres geplant. John Garfield, Ida Lupino, Ann Sheridan sollten auf die Besetzungsliste. Aber das Schicksal wollte es anders. Das Script von Martin Goldsmith, nach seiner eigenen Romanvorlage, wurde auf die Hälfte zusammengestaucht, die großen Namen gegen Tom Neal und Ann Savage eingetauscht, und auf dem Regiestuhl nahm der aus Österreich stammende Edgar G. Ulmer platz. Das alles erwies sich als Glücksfall, denn die 65 DETOUR-Minuten gehören zu den schwärzesten, die der Noir jener Tage zu bieten hat. Savage ist eine Alltags-Schönheit, der jeder Leinwand-Glamour fehlt, was ihrer weiteren Filmkarriere im Wege stand, hier aber dem authentischen Flair entgegenkommt. Ihre Darstellung der berechnenden, egozentrischen Vera ist superb. Es entwickelt sich eine archaische Zweckbeziehung zwischen gegenseitiger Verachtung und körperlicher Anziehung, und der Weg in den Abgrund scheint vom Schicksal vorbestimmt. Auch und gerade auf die Musik verwendet Ulmer, der sich der europäischen Musikkultur verbunden fühlte, sehr viel Sorgfalt. Sein Komponist Leo Erdody nutzt eine Chopin-Melodie als Leitmotiv, und im DVD-Booklet bietet Thomas Willmann dazu eine interessante Interpretation an: (...) und in einem Film, der es so eilig hat, gestattet Ulmer Al mehrere Minuten zum Klavierspiel mit den ausgedehnten Boogie-Varianten über Brahms "Wiegenlied"-Walzer. Eine Szene, die demonstriert, wie europäische Hochkultur, vom Publikum unerkannt, ausgeschlachtet wird als amerikanisches Unterhaltungsfutter. Was der Soundtrack geschickt fortführt, mit seiner Leitmelodie, die man wahlweise als Chopins cis-moll "Fantasie Impromptu" hören kann, oder den alten Schlager "I´m always chasing rainbows".
  6. KENNWORT 777 Prohibitionszeit in Chicago: Seit 11 Jahren sitzt Frank Wiecek (Conte) wegen Mordes an einem Polizisten im Gefängnis. Seine Mutter ist von seiner Unschuld überzeugt und setzt für eine entlastende Aussage eine Belohnung von 5000 Dollar aus. Reporter McNeal (Stewart) spürt dem Fall nach. Es handelt sich um einen authentischen Fall, den Henry Hathaway nüchtern und sachlich, teilweise mit dokumentarischen Mitteln, erzählt. Ganz wie im ähnlich gelagerten THE WRONG MAN gibt es auch in KENNWORT 777 keinerlei Kintopp-Action und das Finale besteht lediglich im vermeintlich unspektakulären Bearbeiten einer Beweis-Fotografie. Und doch weiß der Film durchgehend enorm spannend zu unterhalten. So sind die Szenen zwischen McNeal und der Mutter des angeblichen Mörders von erschütternder Eindringlichkeit, und ein banaler Lügendetektor-Test besitzt mehr Thrill als manch ein Thriller. Neben Stewart und Conte ist vor allem die ansonsten kaum bekannte Kasia Orzazewski in der Rolle der Mutter zu nennen, die neben ihren berühmten Kollegen mit einer emotional höchst eindringlichen Darstellung beeindruckt. Der Verzicht auf einen klassischen Score unterstreicht den semi-dokumentarischen Ansatz. Die kurze, wuchtige Overtüre stammt von Alfred Newman:
  7. DAS SCHWARZE BUCH (a.k.a. Guillotine) / THE BLACK BOOK (a.k.a. Reign of Terror) Den Film habe ich auf Seite 1 schonmal vorgestellt. Die Tage habe ich ihn nochmals gesehen und bin schon wieder von der enorm dichten Inszenierung beeindruckt. Ein echter Noir, auch wenn er im Genre des Historiendramas angesiedelt ist. Sol Kaplans Musik gehört ganz klar auf meine persönliche Wunschliste unveröffentlichter Scores. Hier die Titelmusik und die folgende, einleitende Sequenz in der die Protagonisten vorgestellt werden und das Spionagespiel beginnt.
  8. Genau. Und auf das remasterte Originalalbum habe ich es in erste Linie abgesehen. War früher eine meiner allerersten Filmmusik-LPs überhaupt und hat für mich allein deshalb hohen Sammlerwert. Und außerdem ist es schön mal alles in einem Paket beisammen zu haben. Dann hat die liebe Seele Ruh.
  9. Also ich habe zumindest mal bemerkt, dass diese unheimlichen Spannungsmusiken zwischendurch zum Teil Carlo Savinas MALENKA entnommen sind. Und bei Abrils eigenem Soundtrack zum Perry-Rhodan-Film kam mir auch das ein oder andere sehr bekannt vor. Dort gibt es u.a. einen Track mit langsamen, tiefen Klavierakkorden, der dem Musikstück sehr ähnlich ist, das man in NACHT DER REITENDEN LEICHEN hört, als am Anfang das brünette Mädchen die Ruine erkundet. Es ist möglicherweise derselbe Track. Ich hab´s nie genau verglichen, aber wer mag, kann sich ja mal die Mühe machen, und die entsprechenden Passagen heraussuchen.
  10. Da gibt es leider nichts, und es wird wohl auch nichts mehr kommen. Vor ein paar Jahren hatte sich Quartet Records um die spanischen Horror-Scores der 70er Jahre bemüht und immerhin noch was aufgetrieben, aber von Abril war nichts dabei, zumal er selber wohl auch nichts mehr besitzt und auch nie an einer Veröffentlichung dieser Musiken interessiert war. Hatte ich seinerzeit ein paar Zeilen zu geschrieben:
  11. Danke sehr. Bei unseren hiesigen Händlern ist die mir nie im Katalog aufgefallen.
  12. Was ist eigentlich aus dieser Ankündigung geworden? Ist da jemand auf dem Laufenden?
  13. Allgemeiner Hinweis: Ich war zwischenzeitlich gezwungen, mit meinen Uploads von Vimeo nach YT zu wechseln, deshalb ist in diesem Faden vieles nicht mehr abrufbar, es ist aber alles noch vorhanden, und zwar hier: https://www.youtube.com/channel/UCdZnXsZVGILiCrWRMvI2pew/videos Rolf Unkel: RASKOLNIKOFF (1959) Der Komponist Rolf Unkel fällt mir immer wieder mit seinen kunstvollen, niemals aufdringlichen oder gar plakativen Filmmusiken auf. Und für RASKOLNIKOFF, der Verfilmung von Dostojewskis berühmtem Kriminaldrama SCHULD UND SÜHNE, gilt das auch. Streicher, Trompeten und die von Unkel mit Vorliebe eingesetzten Holzbläser, alles in kleinstem, kammermusikalischem Rahmen gehalten, kreieren eine eigenwillig-triste Atmosphäre mit exotischem Touch. Ganz ähnlich seiner Musik zum bedrückenden Kriegsdrama UNRUHIGE NACHT von 1955.
  14. Tja, ich weiß nicht... Grundsätzlich ist es ja eine tolle Sache, dass sich Quartet und Musicbox jetzt zunehmend um Sarde kümmern, aber diese beiden Titel waren doch schon bei Universal gut vertreten. TAXI MAUVE müßte sogar (abgesehen vom Schubert) dasselbe Programm beinhalten, wenn man die Zeiten mal so grob überschlägt. Bei J´AI POUSE UNE OMBRE sind ein paar Tracks hinzugekommen, dafür scheint aber der Johnny-Hallyday-Song zu fehlen.
  15. Ja, Andreas Spoo war der Name. Jetzt wo ich ihn lese, fällt´s mir wieder ein. Schön, dass er noch aktiv ist. Solche Rezensionen wie von ihm hätte man damals in einem rein kommerziellen Magazin nicht erwartet. Die stachen da wirklich heraus. Vielleicht suche ich demnächst mal ein paar Rezensionen da heraus.
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