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sami

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  1. Nun ja, der Filmmusikfreund tendiert hier aber allgemein doch ein wenig zu kapriziöser Dramaqueenerei. Keine der bisher erwähnten Veröffentlichungen ist aufgrund objektiv haltbarer Klang- oder Masteringmängel "unkaufbar".
  2. Wobei die sich ja schon an den O-Fassungen orientieren (insbesondere JP/EOTS/E.T.). Wenn sie völlig gleich klängen, gäbe es natürlich auch keinen Kaufgrund, also...
  3. Ich glaube, dass die Aufnahmebedingungen doch nicht wirklich vergleichbar sind. So klingt die (Nicht Dolby Surround!) Fassung unter Charles Gerhardt, die Star Wars und Close Encounters "klassisch" aufgenommen zusammenfasst für mich wie das Ideal, wohingegen Tomlinsons staubtrockene 77er-Fassung nur mit nostalgischer Patina gehört genießbar ist. Die neueren LLL-Titel klingen alle für modernes Hörempfinden bzw. Hörsituationen "besser" (stärkere Akzentuierung der Bässe, insgesamt kräftigere Hervorhebung und Differenzierung einzelner Instrumentengruppen, die man so bei den älteren VÖ's auch mit viel Fantasie nicht gehört hat) - ich rede hier von den 80ern bis heute, nicht von grausigen Aufnahmen wie Blue Max, da kann keiner viel rausholen. Am Ende ist es aber ganz einfach: wer's braucht kauft es, wer nicht usw. Ich hätte keine neue Fassung von E.T. haben müssen, für andere wurde ein Traum wahr.
  4. TOD klingt viel zu dünne, da fehlen jede Menge Bässe, dafür sind die Höhen sehr präsent (um es mal vorsichtig auszudrücken): ein typisches Problem früher Digitalaufnahmen- bzw. abmischungen. Diesbezüglich sind weder die Indys noch die Star Wars'se (alte Trilogie) vom Glück verwöhnt worden.
  5. Ich weiß, dass die Dinger aufge"treble"t klingeln, aber eingedenk der für mich wenig ansprechenden Tomlinson/Hoffman-Mixe (klingt für mich alles muffig/angestaubt, definitiv nicht nach frühem 80er Standard, was bei Tomlinson/Williams ja oft ein Problem war) und der digital-schrillen TOD Platte von 1984 bin ich mit den Concorde-Mixen abseits der komischen Tonhöheverzerrungen bei z. B. 'Short Round Helps' nicht unglücklich. 'Last Crusade' klang auch nicht dolle - wiederum, für 1989 - und hier finde ich die Concorde definitiv vorzuziehen. Sicher könnte Matessino da mehr rauszaubern, aber hoch steht das nicht auf meiner Prioritätenliste.
  6. ? Ich habe so viele Alben, da wäre ich froh über solchen Klang"müll".
  7. Interessante Randnotiz: in "Adoration of the Magi" hört man hier einige Holzbläser viel deutlicher, die wohl die Tiere im Jesus'schen Krippenstall darstellen sollen.
  8. Man hätte wollen gekonnt aber trauen hat man sich nicht gedurft...um es mal so zu sagen. Zimmer kann das in seiner Gebrauchtwagenhändler-Art in Interviews sicher gut verkaufen, ein innovativer, guter Score hört sich anders an. Aber na ja, im Kino tut es nicht schaden, und der Film gefiel mir ganz gut, also...
  9. Das Problem ist einfach, das der Score nichts tut, keinerlei Akzente setzt und auch sonst eher wabernd in der Ecke steht. Das scheint bei Villeneuve ja irgendwie in der DNA angelegt zu sein, aber wenn es im Finale ein direktes Zitat aus 'Tears in the Rain' gibt erwacht die Tonspur eine der wenigen Male zum Leben. Das passiert bei dem dumpfen Klangbrei ansonsten so gut wie nie. Insofern: Tron Legacy muss sich nichtmal lauwarm anziehen, das ist keine Konkurrenz.
  10. An der ha Die hatte sich ja auch Williams in 'The Fury' bereits ausgiebig vorgenommen.
  11. Hier stimme ich ausnahmsweise mit dir überein. Gar keine eigenen Akzente bis auf den albernen Propellereffekt.
  12. Hörst du das in den Beispielen oben? Gar nicht so sehr, um den armen Robin "abzufucken" (), eher weil meine eigene Wahrnehmung eben die ist, dass von wenigen Ausnahmen abgesehen heute alle jungen Komponisten nur noch Filmmusiken zitieren, selten aber das Selbstbewusstsein haben (dürfen), sich auf dieselben Vorlagen (die gerade bei Williams und Silvestri ja relativ klar sind) zu berufen, anstatt direkt zu zitieren. Insbesondere, weil dieser Sound ja inzwischen von Hollywood tausendfach breitgetreten wurde (siehe McNeely, Debney & Co.).
  13. Aber du wirst doch einräumen, dass man auch im Rahmen romantischer orchestraler Musik, die sich weitgehend auf das Klassikrepertoire der letzten 150 Jahre beruft, Eigenständigkeit geben kann und sollte. Ein Komponist wie Horner hatte ja ebenso die Vorgabe, wie Star Wars etc. zu klingen (in 'Krull', z. B.) und trotzdem würde ich die Musiken nicht verwechseln: der Komponist hat sich eben nicht einfach auf das direkte Vorbild bezogen, sondern sich die Klassikvorgaben genommen und selber verwurstet. Das ist schon ein entscheidender Unterschied, ob ich die Vorlage verstehe und selber auswerten kann.
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