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Neuigkeiten zur klassischen Musik

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Da ich vor allem was die Neue Musik, aber auch zeitgenössische Namen und Interpretationen älterer klassischer Musik, betrifft, noch relativ unerfahren bin, versuche ich durch fleißiges Lesen etwas mehr Sattelfestigkeit zum gesamten Themenbereich zu entwickeln. Auf diese Weise erhoffe ich mir nicht nur einen Einblick in die klassische Musik aus heutiger Sicht, sondern auch einen gesamt besseren Zugang zum - in Jahren und Auswüchsen gemessen -  weiten Feld der klassischen Musik.

 

Daher dachte ich, dass ein solcher Thread vielleicht auch ganz interessant sein kann, da mehr Augen bekanntlich mehr sehen als weniger Augen. Spinnen könnten davon vielleicht ein Lied singen. Vielleicht kommt so ja auch die ein oder andere Diskussion in Gang. Vielleicht auch nicht.

Gedacht ist der Thread also für sämtliche News (Orchester, Interpreten, Erscheinungen, Einspielungen, Kulturpolitik, Sonstiges etc.), die mit der klassischen Musik zusammenhängen.

Mit dem Begriff der klassischen Musik meine ich das, was Tante Wiki mir dazu sagt. Wenn ich damit falsch liegen sollte, dann wäre es ein guter Anfang für den Thread, hier für Aufklärung zu sorgen.  :)

 


Ich fange direkt mal mit einer frischen Meldung an:

 

 

Sir Simon Rattle gibt seinen Abschied bekannt

Nach 16 Jahren bei den Berliner Philharmonikern soll Schluss sein: Chefdirigent Sir Simon Rattle hat bekannt gegeben, dass er mit Ablauf seines Vertrages gehen wird.

 

Quelle: http://www.zeit.de/kultur/musik/2013-01/berliner-philharmoniker-rattle-vertragsende

 

 

Ich kenne weitaus zu wenig, um mir auch nur irgendein Bild von Rattles Arbeitsqualität zu machen, menschlich erschien er mir jedoch immer recht sympathisch. Inwiefern er sich mit älteren Chefdirigenten der Berliner Philarmoniker messen kann, weiß ich demnach natürlich auch nicht. Aber 16 Jahre klingt schon nach einer guten Zeit und jünger wird man gerade in Berlin nicht.

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Eine kleine (winzige) Anekdote passend zum Wagnerjahr und sicherlich kein Einzelfall von wagnerischer Inspiration:

 

"Bedanken Sie sich bei Wagner für das Drehbuch"

Waltz: Ich habe Quentin mit in die Oper genommen. In Los Angeles hatte man gerade den gesamten Ring als Zyklus gespielt, das kommt dort nicht so oft vor. Aber bei der "Götterdämmerung" konnte er nicht, bei "Rheingold" wollte er nicht. Bei "Walküre" kam er dann mit, da fehlte ihm aber die Vorgeschichte. Ich hab sie ihm kurz vor dem Vorspiel noch schnell erzählt. Dann ging's los. Quentin wurde immer stiller. Und rückte immer weiter vor. Ich dachte schon, jetzt schläft der ein. Aber er wurde immer bedächtiger. Er hat plötzlich die Analogien zu unserem Film gesehen. Die waren mir gar nicht so klar.

 

 

Quelle: http://www.welt.de/kultur/kino/article112714661/Bedanken-Sie-sich-bei-Wagner-fuer-das-Drehbuch.html

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Dabei gehört das Vorspiel zu Wagners mitreißendsten Stücken. Wenn da noch jemand einem Sitznachbarn die "Reingold"-Handlung erklären würde, hätte ich ihn schnell den Mund verboten - auch wenn's Herr Waltz gewesen wäre. "Die Walküre" ist ein wirklich spannender Krimi trotz fünf Stunden Länge.

Was den Abgang von Simon Rattle betrifft: Er ist ein großartiger Impressionisten-Dirigent und war immerhin offen für Neueres und Seltenes. Daher bleibt zu hoffen, dass jemand an seine Stelle tritt, der ebenfalls aufgeschlossenere Programme macht. Da ich selbst nicht in Berlin lebe kenne ich ihn nur von den Aufnahmen und die sind mir allerdings oft zu komprimiert. Den CD-Aufnahmen mit Rattle fehlt oft die klangliche Tiefe und Weite. Z. B. hört man Plattenglocken im fff nur, wenn man die Partitur mitliest.

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Dabei gehört das Vorspiel zu Wagners mitreißendsten Stücken. Wenn da noch jemand einem Sitznachbarn die "Reingold"-Handlung erklären würde, hätte ich ihn schnell den Mund verboten - auch wenn's Herr Waltz gewesen wäre. "Die Walküre" ist ein wirklich spannender Krimi trotz fünf Stunden Länge.

 

Ist denn - vielleicht gerade bei Wagner - die Unkenntnis der Libretti oder (Vor-)Geschichte die nicht eher schlechtere Option? Wobei ich schon sagen muss, dass es vor allem die Ouvertüren sind, die mir (streckenweise ziemlich leicht) den ersten Zugang zu Wagner gelegt haben.

 

Was den Abgang von Simon Rattle betrifft: Er ist ein großartiger Impressionisten-Dirigent und war immerhin offen für Neueres und Seltenes. Daher bleibt zu hoffen, dass jemand an seine Stelle tritt, der ebenfalls aufgeschlossenere Programme macht. Da ich selbst nicht in Berlin lebe kenne ich ihn nur von den Aufnahmen und die sind mir allerdings oft zu komprimiert. Den CD-Aufnahmen mit Rattle fehlt oft die klangliche Tiefe und Weite. Z. B. hört man Plattenglocken im fff nur, wenn man die Partitur mitliest.

 

Korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege: aber könnte man nicht behaupten, dass ein nicht hörbares fff ein Ding der Unmöglichkeit ist? Wie sieht das denn dann mit den leiseren Passagen aus?

Meine ersten Aufnahmen mit ihm werden wohl demnächst zweieinhalb mal Mahler sein. Im Zuge dessen werde ich auch mal erstmals direkte Vergleiche machen können.

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Nicht mehr taufrisch, aber sicherlich aus zweierlei Gründen nicht uninteressant:

 

Instrumententausch in einem abgeschlossenen Land

Fünf Tage lang probte das Münchner Kammerorchester mit Musikern des Konservatoriums in Pjöngjang. Nils Clauss hat die Begegnungen gefilmt. Im Interview spricht er über das Aufeinandertreffen zweier Kulturen.

 

Quelle / Interview + Video: http://www.zeit.de/kultur/musik/2013-01/Nordkorea-musiker-austausch-clauss

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Es ist nicht nur das Wagner und Verdi Jahr, sondern auch das des Lutosławski. Morgen hätte der polnische Komponist und Dirigent, der 1994 in seinem Geburtsort Warschau verstarb, seinen 100. Geburtstag gefeiert.

Dazu ein Artikel:

 

Das Chaos muss seine Ordnung haben
Avantgardist mit Seele: Zum 100. Geburtstag seines großen Komponisten Witold Lutoslawski ruft Polen gleich ein ganzes Lutoslawski-Jahr aus. Auch in Berlin wird es mit zahlreichen Konzerten begangen

 

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/kultur/neue-musik-das-chaos-muss-seine-ordnung-haben/7684298.html

 

Momentan höre ich seine Partita für Violine und Orchester. Was mir auffällt, ist die ungeheure Dichte des Stückes, dass anziehend und fremd zugleich wirkt. Jung und unerfahren wie ich bin, kann ich dennoch kaum Worte zu Lutosławski verlieren. Mir scheint jedoch, dass sich sowohl musikalisch als auch biographisch mehr als nur ein weiterer Blick lohnen wird. Vielleicht fällt ja dem ein oder anderen ein einführendes oder erklärendes Wort zu diesem Komponisten ein.  :)

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Eine kleine Dokumentation zu Daniel Hopes neuem Album "Spheres", auf der er sich mit der sogenannten Sphärenmusik beschäftigt. Mit dabei auch einige Ersteinspielungen, da sich Hope hier auf zeitgenössische Komponisten (Alex Baranowksi, Gabriel Prokofieff, Alexej Igudesmann, Karsten Gundermann) als Quelle bezieht.

 

http://www.klassikakzente.de/daniel-hope/videos/detail/video:288261/dokumentation-zu-spheres

 

Die Idee der Sphärenmusik hat mich fasziniert, seit ich das erste Mal davon gelesen habe. Und ich finde auch die unterschiedlichen Ansätze interessant, die dafür gewählt worden sind, obschon ich natürlich nicht alle kenne. Insgesamt frage ich mich: ist es einfach ein beliebtes Thema und damit Programmmusik oder doch vielleicht etwas mehr? Anyway, die Aufnahmen von Hope klingen fein.

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Da würde ich Dir dann auch unbedingt diese CD ans Herz legen:

 

http://www.amazon.de/Music-Spheres-Dausgaard/dp/B003T68VOE/ref=sr_1_8?s=music&ie=UTF8&qid=1359415393&sr=1-8

 

Dieses ca. 1916 - 1918 entstandene Werk entstammt also der Urphase der von dem Jugendstil beeinflussten Sphärenmusik. Rued Langgaard selbst ist ein größtenteils vergessener Komponist, der mit viele Liebe von speziellen Labeln - insbesondere Dacapo Records - wieder gefördert wird. Ich habe die CD selbst noch nicht gehört, kenne das Wrk auch nicht, daher einmal der Pressetext des Labels dazu:

 

"

Rued Langgaard: Music of The Spheres

Rued Langgaard is an outsider in Danish music. His Late Romantic
and Symbolist background and his passionate views on art and the role
of the artist brought him into conflict with the sober, anti-Romantic
view of art that reigned supreme in Denmark in the interwar years.
Langgaard did not shrink from the visionary and experimental, the
eccentric and extreme, and his music ventured into areas where the
outlooks, musical styles and qualitative norms of the twentieth century
clash.

Rued Langgaard was born in 1893, the son of a highly
respected Copenhagen piano teacher, Siegfried Langgaard, who was also
active as a composer and was greatly preoccupied with
musical/philosophical speculations along Theosophical lines. Langgaard's
mother was a pianist too, and he had his basic musical education from
his parents. In 1905, at the age of 11, he made his debut as an organ
improviser in Copenhagen, and when he was 14 his first major orchestral
and choral work was performed. But the young composer got off to a bad
start, since the reviewers gave it the thumbs-down; and in fact
Langgaard never succeeded in being properly accepted either by the press
or by the musical powers-that-be in Denmark.

So in 1911, when
Rued Langgaard had completed his hour-long First Symphony, it proved
impossible to have the work performed in Denmark. Langgaard had been on
several study trips to Berlin, accompanied by his parents, and the
Langgaard family's contacts with conductors like Arthur Nikisch and Max
Fiedler led to a world premiere of the symphony in 1913 in Berlin by the
Berlin Philharmonic conducted by Max Fiedler. Yet the overwhelming
success enjoyed on this occasion by the 19-year-old composer did not
result in a performance of the symphony in Denmark, and the outbreak of
the Great War in 1914 made it impossible for Langgaard to follow up his
success in Germany itself.

The scepticism of the Danish musical
establishment towards Langgaard meant that he had difficulty getting his
compositions performed, and had to organize his own concerts to present
his music. The expansive artistic development he experienced in the
1910s therefore went unnoticed by both critics and audiences. Important
experimental works like Sinfonia interna (1915-16), Sfærernes Musik (The Music of the Spheres) (1916-18), Symphony No. 6 (1919-20) and the opera Antikrist (1921-23) were either not performed or not understood in Denmark.

In
his native country Rued Langgaard was alone in striving for a visionary
musical idiom as a continuation of the Romantic tradition with a
Symbolist basis of the kind one finds in the works of Scriabin. The
tendency in Denmark was towards a questioning of the whole Late Romantic
spirit, and Langgaard had to go to Germany - at the beginning of the
1920s - to experience successful performances of his symphonies. Yet
there was no question of any widespread or general interest in Langgaard
in the south, and the performances soon ebbed out.

The years
around 1924/25 marked a major turning point in Langgaard's life and
music. After many years of openness and responsiveness to currents in
the most recent music - not least in Carl Nielsen's progressive works -
Langgaard changed tack and turned to a Romantic, pastiche-like style
with Niels W. Gade and Wagner as his exemplars. He indicated that he
felt betrayed by the age and by the musical establishment, and he hit
out at Carl Nielsen, who in his view had a status that was far too
guru-like. The result was that Langgaard was now given the cold shoulder
in earnest. After 1930, concert performances of his works became rare
indeed (they were however given quite a few radio broadcasts, especially
in the 1940s). He was unable to find a job as a church organist,
although he applied for innumerable posts all over the country. He did
not succeed until 1940, at the age of 47, when he was given the position
as organist at the cathedral in Ribe in South Jutland. In Ribe
Langgaard's music entered a new phase in which the defiant, the jagged
and the absurd became more prominent.

After Langgaard's death in
1952 his name seemed threatened by oblivion; but in the 1960s the
renewed interest in ‘neglected' Late Romantics shed new light on
Langgaard: it was discovered that although Langgaard had fundamentally
been a conservative composer, there were features in his music that
strangely prefigured the static music, collage music and minimalism of
the 1960s and 1970s.

Today innumerable of his 431 compositions
have been recorded, his output and life have been recorded in book form,
and his works, most of which remained unprinted, are being published.

The Music of the Spheres

The Music of the Spheres
(1916-18) is one of the most distinctive and experimental compositions
of the beginning of the twentieth century. In this work, Langgaard
relates, the composer set aside all that is normally understood by
motifs, development, form and continuity. What takes centre stage
instead is ‘themes' such as space, timbre, height and depth, foreground
and background. The work requires a large orchestra with eight horns,
organ and piano, four sets of timpani as well as a 15-member ‘orchestra
in the distance' (with soprano soloist) and a large choir. But Langgaard
deploys this enormous orchestral array with extreme economy. The organ,
for example, appears only in a very short passage, and an orchestral tutti
only enters after 30 minutes. Large parts of the work are static, and
the sound level remains at the faintest of volumes. One can hardly speak
of a true development, although there is a concentration towards the
end where the forces are finally gathered and unleashed. Each of the
many sections insists on one idea of sonority, but along the way more
‘normal' music also appears, almost as passing reminiscences of ‘earthly
music', or in the form of the Lied that the soprano performs together
with the distant orchestra. The tonal world of the spheres, the ‘space'
effects and the recurrent use of layered and repetitive sound patterns
give this highly episodic work a feeling of unity. To these we can add
the constantly playing timpani which forms a cohesive element in the
sonority.

There is an obvious connection between The- Music of the Spheres
and two of the prominent artistic currents around 1900, the Jugend/Art
Nouveau style and Symbolism. The form of the work can actually be
perceived as a Jugend-inspired frieze or- a column of timbral surfaces
with ornamental and decora-tive features. But the programme of the work,
too, which is revealed in the preface to the score and the headings
above the individual sections, includes much of what we associate with
the Jugend style and Symbolism: the metaphysical, fantastical,
dream-like and ritual; the vi-sionary and the mys-tical; and not least a
life-and-death symbo-lism whose duality is expressed in the cryptic
preface to the score:

The celestial and earthly

music from red glowing strings with which life plays with claws of beast

of prey - this life, with an iris-crown round its marble-face and its

stereotypic - yet living - demonic smile as if from lily cheeks.

The
duality is even more clearly expressed in the motto Langgaard attached
to the work as late as ar-ound 1950: "Kindly the stars may seem to
beckon us, cold and unmerciful, though, is the writing of the stars."

The
composition ends with an apocalyptic vision. In the wake of the First
World War Langgaard was greatly preoccupied with the figure of
Antichrist, the end of the world and the idea of a new Utopian social
order that was to be based on a fusion of religion and art. He set his
visions to music in works like Symphony no. 6 The Heaven-Rending (1919-20), the piano work Music of the Abyss (1921-24) and not least the opera Antichrist
(1921-23). In these and several other ‘apocalyptic works', Langgaard
employs the technique of confronting musical idioms of widely differing
characters. At the end of The Music of the Spheres with the heading Antichrist - Christ
we have a striking example of this. First we hear a fortissimo chord (D
minor) one and a half minutes long in the choir, around which the full
orchestra entwines its fast arabesques (in D major) ending with a
one-minute-long, booming timpani roll and high, trembling violins. After
this chaotically noisy passage follow ‘celestial' harp glissandi and
ethereal chords from the choir. The chromatic harp effect that is heard
is performed on a piano, on which ‘glissandi' are executed directly on
the strings. The work fades out into space with a dissonant chord (of
nine notes).

The score was published in 1919, the first per-formance took place in Karlsruhe in Germany in 1921, and the next year The- Music of the Spheres
was repeated in Berlin. On these occasions the composition was
furnished with the subtitle "A life-and-death fantasia". Langgaard tried
several times to have the work performed in Den-mark, but without
success; it only had the two performances mentioned during the
composer's lifetime. The recent history of the work began in 1968, when
on the initiative of the composer Per Nørgård the score came into the
hands of György Ligeti, who after leafing through it a little exclaimed:
"I didn't know I was a Langgaard imitator!" For Langgaard had
anticipated several of the ground-breaking compositional effects that
Ligeti used in some of his works from the beginning of the 1960s, not
least in Atmo-sphères (1961). The Music of the Spheres was given a new performance in Stockholm in 1968, but could not be heard in its entirety in Denmark until 1980."

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Vielen Dank für den Tipp, Mephisto. Das klingt wahrlich interessant und ich werde beizeiten ein Ohr riskieren. Gerade bei der Sphärenmusik bin ich umso gespannter, wenn experimentelle Methoden beschrieben werden. Vor allem aber auch der zeitliche Kontext der Entstehung dürfte nicht ganz ohne Einfluss an dem Werk vorbeigegangen sein, vielleicht auch gerade in seinem Alter zu dieser Zeit.

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Heutzutage hat Laanggaard keinen Einfluss mehr und auch zu Lebzeiten komponierte er die zweite Hälfte seines Lebens hauptsächlich, ohne seine Werke hören zu können. Dabei war er der erste Komponist (auch vor Henry Cowell), der alternative Spieltechniken auf dem Klavier einführte. So soll man in seinem "Insektarium" auf den Klaviersaiten spielen.

Nochmal zur Sphärenmusik: Ligetis "Atmosphères" kennst Du, oder?

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Heutzutage hat Laanggaard keinen Einfluss mehr und auch zu Lebzeiten komponierte er die zweite Hälfte seines Lebens hauptsächlich, ohne seine Werke hören zu können. Dabei war er der erste Komponist (auch vor Henry Cowell), der alternative Spieltechniken auf dem Klavier einführte. So soll man in seinem "Insektarium" auf den Klaviersaiten spielen.

 

Dabei ist sein Œuvre doch relativ groß?! Schade, dass die Komponisten-Gewichtung bei Einspielungen und Aufführungen häufig so schräg ist.

 

Nochmal zur Sphärenmusik: Ligetis "Atmosphères" kennst Du, oder?

 

Flüchtig. Das ist doch das relativ kurze - rund zehnminütige - Stück? Habe ich mal vor einiger Zeit gehört, möchte ich mir aber im Zuge meiner planenden Musikstrukturierung zulegen und mich näher damit befassen.

 

Apropos - und die Frage passt sicher besser in Klassik Sammlung - aber wie ordnet ihr die Klassik? Ich versuche gerade eine Datenbank aufzustellen, um irgendwie dem Anspruch gerecht zu werden. Aber auch dann hätte ich noch meine Probleme. Momentan erscheint mir Komponist - Werk - Interpretation am schlüssigsten. Bei den Werken weiß ich aber nicht, ob ich nach Werksverzeichnissen (die ja irgendwie nicht jeder Komponist besitzt ... Mahler?) oder nach Gattungen und Entstehungsjahren ordnen soll. Jemand eine Anregung parat?

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Dabei ist sein Œuvre doch relativ groß?! Schade, dass die Komponisten-Gewichtung bei Einspielungen und Aufführungen häufig so schräg ist.

 

 

Flüchtig. Das ist doch das relativ kurze - rund zehnminütige - Stück? Habe ich mal vor einiger Zeit gehört, möchte ich mir aber im Zuge meiner planenden Musikstrukturierung zulegen und mich näher damit befassen.

 

Apropos - und die Frage passt sicher besser in Klassik Sammlung - aber wie ordnet ihr die Klassik? Ich versuche gerade eine Datenbank aufzustellen, um irgendwie dem Anspruch gerecht zu werden. Aber auch dann hätte ich noch meine Probleme. Momentan erscheint mir Komponist - Werk - Interpretation am schlüssigsten. Bei den Werken weiß ich aber nicht, ob ich nach Werksverzeichnissen (die ja irgendwie nicht jeder Komponist besitzt ... Mahler?) oder nach Gattungen und Entstehungsjahren ordnen soll. Jemand eine Anregung parat?

 

Die Ordnung Komponist - Werk - Interpretation ist meiner Meinung nach auch die sinnvollste. Also als Besipiel:

 

Mahler: Sinfonie 2 in c-moll "Auferstehungssinfonie" - Bernstein: New York Philharmonic

 

Ein Werkeverzeichnis macht eigentlich nur Sinn bei Komponisten, die extrem viel geschrieben (z.B. bei Mozart der mehrere Sinfonien in der gleichen Tonart geschrieben hat). Insofern ist das Köchelverzeichnis auch notwendig. Mahler hat sehr bedeutende Werke geschrieben, die allerdings wegen der eher geringen Anzahl nicht in ein Verzeichnis eingeordnet werden müssen.

 

Das Sortieren nach Werkverzeichnis macht meiner Meinung nach keinen Sinn, da nur wenige Komponisten eins haben und da es nicht wirklich Ordnung bringt.

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Danke für die Tipps.  :)

 

Die Ordnung Komponist - Werk - Interpretation ist meiner Meinung nach auch die sinnvollste. Also als Besipiel:

 

Mahler: Sinfonie 2 in c-moll "Auferstehungssinfonie" - Bernstein: New York Philharmonic

 

Ein Werkeverzeichnis macht eigentlich nur Sinn bei Komponisten, die extrem viel geschrieben (z.B. bei Mozart der mehrere Sinfonien in der gleichen Tonart geschrieben hat). Insofern ist das Köchelverzeichnis auch notwendig. Mahler hat sehr bedeutende Werke geschrieben, die allerdings wegen der eher geringen Anzahl nicht in ein Verzeichnis eingeordnet werden müssen.

 

Das Sortieren nach Werkverzeichnis macht meiner Meinung nach keinen Sinn, da nur wenige Komponisten eins haben und da es nicht wirklich Ordnung bringt.

 

Ja, da hast du im Grunde Recht. Obwohl ich ja theoretisch - sofern ich den Bedarf verspüre - es bei manchen als Ausnahme auch nach Werksverzeichnis machen könnte. Ohnehin ist ja eine Sammlung auch immer eine Kopfsache, sodass man zwischen den Zeilen lesen muss, was ja nicht selten der Spaß an einer Sammlung ist. Vollkommen automatisieren will ich es eigentlich auch nicht.

Und ja, Mahler ist ja recht übersichtlich.

 

 

 

Ich ordne Musik unabhänig des Genres immer so ...

 

 

Name(, Vorname) - Jahr - Titel

 

Jahr der CD Veröffentlichung oder der Werksgeburt? Letzteres macht ja zumindest mehr Sinn, da dann verschiedene Interpretationen und Aufnahmen auch beisammen sind.

 

 

Was mir aber noch ein wenig Kopfzerbrechen bereitet: wie geht ihr mit CDs um, auf denen mehrere Werke vertreten sind? Eigentlich versuche ich solche CDs auf eine Minimum zu reduzieren, aber manchmal kommt es ja vor, dass Symphonie XY von AB und Symphonie YZ von CD auf einem Silberling oder einer LP vereint sind.

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Flüchtig. Das ist doch das relativ kurze - rund zehnminütige - Stück? Habe ich mal vor einiger Zeit gehört, möchte ich mir aber im Zuge meiner planenden Musikstrukturierung zulegen und mich näher damit befassen.

 

Wenn du Kubricks 2001 kennst, wirst du die "Atmosphères" schon mal gehört haben. Wurde da ja sehr wirkungsvoll eingesetzt. :)

 

Apropos - und die Frage passt sicher besser in Klassik Sammlung - aber wie ordnet ihr die Klassik? Ich versuche gerade eine Datenbank aufzustellen, um irgendwie dem Anspruch gerecht zu werden. Aber auch dann hätte ich noch meine Probleme. Momentan erscheint mir Komponist - Werk - Interpretation am schlüssigsten. Bei den Werken weiß ich aber nicht, ob ich nach Werksverzeichnissen (die ja irgendwie nicht jeder Komponist besitzt ... Mahler?) oder nach Gattungen und Entstehungsjahren ordnen soll. Jemand eine Anregung parat?

 

Die Werke würde ich, sofern es kein offizielles Werkverzeichnis (wie bei Bach, Mozart oder Bartók) gibt, nach den Opus-Zahlen ordnen (Beispiel: Arnold Schönberg - Fünf Orchesterstücke, op. 16). Bis ca. in die Mitte des 19. Jahrhunderts wurden diese Nummerierungen zwar größtenteils noch von Verlegern vorgenommen, aber schließlich machten es die Komponisten dann auch selbst. Erst zu Zeiten der Avantgarde kamen die Opus-Zahlen dann wieder etwas aus der Mode.

Insgesamt aber ein relativ verlässliches Ordnungs-Kriterium, wenn man nicht zur genauen Entstehungszeit eines jeden Werks eine halbe Stunde wissenschaftlich recherchieren will. ;)

 

Zu Lutoslawski: Ein Vorreiter der polnischen Avantgarde, der dann später in den 60er Jahren z.B. auch Krzysztof Penderecki angehörte. Seine Musik ist durch folkloristische Bezüge einerseits mit der Tradition (und auch mit der klassisch-modernen Musik Béla Bartóks) verbunden, andererseits war sie in ihren aleatorischen Elementen und der individuellen Weiterentwicklung serieller Techniken auch sehr fortschrittlich - insbesondere, wenn man bedenkt, dass sie im stalinistischen Polen, und damit in einem absolut anti-avantgardistischen Klima entstanden ist.

 

Michael Boldhaus beschreibt in seinem Artikel auf Cinemusic.de übrigens die Einflüsse Lutoslawskis auf die Filmmusik Jerry Fieldings - sehr interessant, wenn ich auch finde, dass bei Fielding die Einflüsse Olivier Messiaens prägender und auffälliger sind.

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Jahr der CD Veröffentlichung oder der Werksgeburt? Letzteres macht ja zumindest mehr Sinn, da dann verschiedene Interpretationen und Aufnahmen auch beisammen sind.

 

 

Letzteres natürlich. Ist ja auch bei Filmmusik relevant sowas.

 

 

Was mir aber noch ein wenig Kopfzerbrechen bereitet: wie geht ihr mit CDs um, auf denen mehrere Werke vertreten sind? Eigentlich versuche ich solche CDs auf eine Minimum zu reduzieren, aber manchmal kommt es ja vor, dass Symphonie XY von AB und Symphonie YZ von CD auf einem Silberling oder einer LP vereint sind.

 

 

 

Wenn du die Musi auf die Platte ziehst, kannst du doch die einzelnen Werke auseinanderpflücken.

 

Im CD-Regal ist es natürlich schwer, da würde ich mich dann nach dem Hauptwerk richten. Allzu viel Gedanken sollte man sich darüber nicht machen. Die CD-Sammlung von Otto-Normal-Hörer ist eh überschaubar groß, da WEISS man dann im Zweifelsfall sowieso, wo die CD zu finden ist.

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Wenn du Kubricks 2001 kennst, wirst du die "Atmosphères" schon mal gehört haben. Wurde da ja sehr wirkungsvoll eingesetzt. :)

 

Stimmt, habe ich just gerade noch gelesen, aber auch 2001 ist bei mir nur noch flüchtig im Gedächtnis, was ich selbstverständlich prompt nachzuholen gedenke.  :)

 

Die Werke würde ich, sofern es kein offizielles Werkverzeichnis (wie bei Bach, Mozart oder Bartók) gibt, nach den Opus-Zahlen ordnen (Beispiel: Arnold Schönberg - Fünf Orchesterstücke, op. 16). Bis ca. in die Mitte des 19. Jahrhunderts wurden diese Nummerierungen zwar größtenteils noch von Verlegern vorgenommen, aber schließlich machten es die Komponisten dann auch selbst. Erst zu Zeiten der Avantgarde kamen die Opus-Zahlen dann wieder etwas aus der Mode.

Insgesamt aber ein relativ verlässliches Ordnungs-Kriterium, wenn man nicht zur genauen Entstehungszeit eines jeden Werks eine halbe Stunde wissenschaftlich recherchieren will. ;)

 

Oh, ich dachte Werksverzeichnis wäre grob das selbe wie die Opusbezeichnung. Generell dürften die Opuszahlen ja meist zumindest große Schnittmengen mit den Jahreszahlen haben. Ich denke, so werde ich es machen und für manche Komponisten eben auch spezielle bzw. deren eigenen Ordnungen. Soll ja letztendlich auch keine Wissenschaft werden.

 

Zu Lutoslawski: Ein Vorreiter der polnischen Avantgarde, der dann später in den 60er Jahren z.B. auch Krzysztof Penderecki angehörte. Seine Musik ist durch folkloristische Bezüge einerseits mit der Tradition (und auch mit der klassisch-modernen Musik Béla Bartóks) verbunden, andererseits war sie in ihren aleatorischen Elementen und der individuellen Weiterentwicklung serieller Techniken auch sehr fortschrittlich - insbesondere, wenn man bedenkt, dass sie im stalinistischen Polen, und damit in einem absolut anti-avantgardistischen Klima entstanden ist.

 

Michael Boldhaus beschreibt in seinem Artikel auf Cinemusic.de übrigens die Einflüsse Lutoslawskis auf die Filmmusik Jerry Fieldings - sehr interessant, wenn ich auch finde, dass bei Fielding die Einflüsse Olivier Messiaens prägender und auffälliger sind.

 

Ich habe jetzt noch einmal jüngst in ein paar Sachen von Lutoslawski reingehört, aber ebenso wie bei Penderecki (den ich mittlerweile sehr schätze) scheint mir, dass ich mir den Zugang nicht zu einfach machen kann, es aber auch gar nicht will.

Generell finde ich teilweise die Zeitbezüge der Komponisten des 20.Jahrhunderts sehr spannend, da eben dieser große Sumpf der negativen Einschläge vorhanden ist. Theodorakis, Xenakis oder auch natürlich Shostakovich sind deshalb für mich gerade eine große Freude bei der Entdeckungsreise. Lutoslawskis kommt da gerade recht.  :)

 

 

 

 

Wenn du die Musi auf die Platte ziehst, kannst du doch die einzelnen Werke auseinanderpflücken.

 

Im CD-Regal ist es natürlich schwer, da würde ich mich dann nach dem Hauptwerk richten. Allzu viel Gedanken sollte man sich darüber nicht machen. Die CD-Sammlung von Otto-Normal-Hörer ist eh überschaubar groß, da WEISS man dann im Zweifelsfall sowieso, wo die CD zu finden ist.

 

Über das Suchen mache ich mir bei meinen (immerhin auch über achthundert) CDs und Platten auch weniger Sorgen. Das klappt auch in der Unordnung ganz gut. Bei der Systematik fällt es dann schwerer, aber nach dem Hauptwerk richten, scheint eine gute Idee. Oder im Zweifel auch nach der besseren Interpretation oder dem lieber gemochten Werk.  :)

Aber insgesamt habe ich mich jetzt auch dafür entschieden, es weitaus weniger kompliziert zu gestalten, als ich es ursprünglich geplant habe.

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David Garret - Softpornopopklassikjunkfood?

 

Ein recht ausführlicher Artikel über David Garrett, dem nicht einstimmig geliebten berühmten Geiger unserer Zeit. Im Text wird sein Leben beleuchtet, aber auch die Aspekte aufgeworfen, dass Sinn und Zweck der Person nicht immer auf einer Linie liegen.

 

Auf beiden Saiten
Der Geiger David Garrett war ein Wunderkind der klassischen Musik. Aber er wurde erwachsen, und sein Name geriet in Vergessenheit. Bis ein Manager den Künstler in eine Popmarke verwandelte. Jetzt lieben ihn die Massen. Ein fein komponierter Verkaufserfolg.

Quelle: http://www.zeit.de/2013/06/Geiger-David-Garrett

 

Hier der Artikel im praktischen .pdf Format:

http://pdf.zeit.de/2013/06/Geiger-David-Garrett.pdf

 

Ich für meinen Teil wurde durch den Text in meiner Meinung bestärkt. Diese besteht darin, dass ich zwar die Kunstfertigkeit und Arrangements Garrets sehr schätze, wenn auch nicht so sehr, dass ich eine CD davon besitze, aber am Ende sehr viel oberflächliches Kaugummi bei herum kommt. Wäre sicherlich (ihm) zu wünschen, dass er vielleicht doch noch einmal in eine andere Richtung schwenkt und das Publikum dabei vielleicht sogar mitnehmen kann.

 

 

Aus filmischer Sicht insofern interessant, das alsbald mit ihm der Film DER TEUFELSGEIGER erscheinen wird, in dem er den Violinen Virtuosen Paganini spielt. Zumindest von den Grundfertigkeiten sicherlich an sich keine allzu schlechte Wahl, was filmisch am Ende bei herum kommt, muss sich natürlich zeigen.

 

 

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Grammy Awards im Bereich Klassische Musik:

 

Unter anderem mit:

Bestes klassisches Sammelprogramm

Krzysztof Penderecki: Fonogrammi; Horn Concerto; Partita; The Awakening of Jacob; Anaklasis; De natura sonoris No. 1 von der Filharmonia Narodowa unter Leitung von Antoni Wit (Produzenten: Aleksandra Nagórko, Andrzej Sasin)

 

Hier die Gewinner im Bereich der klassischen Musik: http://de.wikipedia.org/wiki/Grammy_Awards_2013#Klassische_Musik

Was mir auffällt, ist, dass ich von den zeitgenössischen Kompositionen gar nichts kenne, aber immer gut, mal ein paar Namen zu kennen.

 

Außerdem eine Auszeichnung 31 Jahre posthum:

Grammy für Pianist Glenn Gould

 

http://www.grammy.com/news/lifetime-achievement-award-glenn-gould

http://magazin.klassik.com/news/teaser.cfm?ID=9870&nachricht=Grammy%20f%FCr%20Pianist%20Glenn%20Gould

 

Der erst kürzlich verstorbene Ravi Shankar wurde ebenfalls posthum für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Sehr schön.

 

 

 

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Gast

Schöne Nachricht, wie ich finde. Tan Dun ist ja auch in der Filmmusik kein ungeschriebenes Blatt:

 

Unesco ehrt Einsatz des chinesischen Künstlers für kulturellen Dialog

Komponist Tan Dun ist Unseco-Botschafter
 
Paris, 28.03.2013. Der chinesische Komponist Tan Dun ist zum Unesco-Botschafter ernannt worden. Die Organisation würdigt damit seinen Einsatz für den interkulturellen Dialog durch Musik und den bewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen. Unesco-Direktorin Irina Bokova hob unter anderem auch sein Engagement für die Sprachenvielfalt hervor. Die Ernennung erfolgte im Rahmen einer größeren Veranstaltung, die in Kooperation mit der "Melody for Dialogue among Civilizations Association" organisiert wurde. Dabei dirigierte Tan Dun das Netherlands Symphony Orchestra mit seiner Komposition "Music for Water". Als neuer Unesco-Botschafter soll er nun dazu beitragen, die Arbeit und Ziele der Organisation weltweit bekannter zu machen.
 
Tan Dun wurde am 18. August 1957 in Si Mao, Provinz Huan geboren. Während der Kulturrevolution wurde er dazu gezwungen, als Reisbauer zu arbeiten. Um den dortigen Verhältnissen zu entkommen, schloss er sich einer Peking-Oper-Gruppe als Violinist und Arrangeur an. Von 1978 bis 1983 studierte er Komposition am Zentralen Konservatorium, wobei er unter anderem an Seminaren von Hans Werner Henze und Alexander George teilnahm. In den 1980er Jahren zog er nach New York und promovierte an der Columbia University. Hier nahm er auch Kontakt zu Experimentalmusikern wie Philip Glass, John Cage, Meredith Monk und Steve Reich auf. Dun dirigierte in den folgenden Jahren einige der größten internationalen Orchester, darunter das London Symphony Orchestra, das New York Philharmonic Orchestra sowie die Berliner Philharmoniker.
 
In seinen Kompositionen verknüpft er sowohl klassische und moderne als auch asiatische und europäische Musikelemente. Neben klassischer Orchestermusik schreibt er außerdem Opern und Filmmusiken. Der Soundtrack zu "Tiger and Dragon" wurde im Jahr 2000 mit dem Oscar prämiert. Seine Oper "The First Emperor" wurde 2006 unter James Levine mit Plácido Domingo in der Titelpartie an der New Yorker Metropolitan Opera aufgeführt. Im Jahr 2010 war er Kulturbotschafter für die Expo in Shanghai. Weitere Anerkennung für sein Werk erfuhr er durch den Grawemeyer Award 1998 und den Bach-Preis der Stadt Hamburg 2011.
 

Quelle:

http://magazin.klassik.com/news/teaser.cfm?ID=9959

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Gast

Ich sage: Jazz darf fast alles und Saxophonspieler sowieso! Es geht um Wagner, der auch im Jazzbereich immer mehr Fuß fasst. Ob es dem alten Germanen gefallen hätte, steht auf einem anderen Blatt. Aber wenn schon nicht das Leben, dann fließt wenigstens die Kunst. Und ganz davon ab gehen die Ursprungswerke ja auch nicht verloren. Allemal besser als der xte Aufguss.

 

Wagner und Jazz (Mit Hörproben)

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Gast

Aus der Sparte 'Gebührenverwendung':

 

Große Werke entdecken
Berlioz' Symphonie fantastique
Sonntag, 18. August um 14:20 Uhr (52 Min.)

Dokureihe, Regie: Michel Follin. Mit: Orchestre philharmonique de Radio France, Sinfónica de la Juventud Venezolana Simón Bolívar (F 2009, 46 Min) BERLIOZ' SYMPHONIE FANTASTIQUE Die 1830 komponierte 'Symphonie fantastique' ist ein Schlüsselwerk für die Geschichte der Programm-Musik wie für den Beginn der französischen Romantik. Michel Follin beschreibt Entstehungs- und Wirkungsgeschichte.

 

Quelle und Doku sind hier zu finden.

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