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Neuigkeiten zur klassischen Musik


Gast

Empfohlene Beiträge

Höre mir gerade auf SoundCloud den neuesten Upload von Martin Ulikhanyan an, die sieben Todsünden.

 

https://soundcloud.com/ulikhanyan/quartet-3-seven-deadly-sins

Ich hoffe, der Mann bringt es zu mehr Berühmtheit und Anerkennung. Er hätte es auch jeden Fall verdient.

 

Das klingt großartig!

Kannte den Namen vorher noch gar nicht. Gerade gelesen, dass er mehr oder weniger auch im Bereich Film tätig ist.

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  • 3 weeks later...
BERLINER PHILHARMONIKER
SIR SIMON RATTLE
20.10.2013, 19:30 Uhr - Festkonzert: »50 Jahre Philharmonie – Raumklang«

 

Die digitale Konzerthalle der Berliner Philharmoniker überträgt heute Abend kostenlos das "Festkonzert: »50 Jahre Philharmonie – Raumklang«". Neben Williams "Fantasia on a Theme by Thomas Tallis", Beethovens "Klaviersonate Nr. 14 cis-Moll op. 27 Nr. 2 »Sonata quasi una fantasia« (1. Satz)" oder auch Berlioz "Grande Symphonie funèbre et triomphale op. 15" wird es eine Uraufführung eines neuen Wolfgang Rihm Werkes geben: "N-SCHRIFT-II Uraufführung eines Auftragswerks der Stiftung der Berliner Philharmoniker"

 

Bitte hier entlang, die Herrschaften.

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  • 1 month later...
  • 1 month later...

Claudio Abbado verstorben

 

Zum Tode von Claudio Abbado

Der große italienische Dirigent und langjährige musikalische Leiter der Berliner Philharmoniker ist am Montag  im Alter von 80 Jahren in Bologna gestorben.
 
Claudio Abbado leitete die Berliner Philharmoniker, deren Chefdirigent er war - 12 Jahre lang von 1990 bis 2002.
 
Abbado war ein Dirigent von Weltgeltung, der dem Musikleben der Zentren, in denen er gewirkt hat – Mailand, Wien, London oder Berlin – seinen ganz eigenen Stempel aufgedrückt hat. Er war kein Diktator am Pult, der vor allem sich selbst in Szene gesetzt hat, sondern besaß eine ganz selbstverständliche, nur der Sache dienende Autorität. Abbado, im alltäglichen Umgang eher verschlossen, erreichte als Interpret eine suggestive Präsenz, der man sich nur schwer entziehen konnte. Musik wurde bei ihm zum Glaubensbekenntnis.

http://www.kulturradio.de/programm/musik/beitraege/zum-tode-von-claudio-abbado.html

 

Ich muss zugeben, dass ich im Grunde kaum Einspielungen oder Besonderheiten von Abbado kenne, während Karajan irgendwie so omnipräsent ist. Ohne da jetzt beide gegeneinander auszuspielen, scheint mir jetzt eine gute Gelegenheit, um da noch etwas nachzuholen. Wer vielleicht ein paar gute Einspielungen kennt, mag die gerne nennen. Sicherlich wird im Kulturradio und andernorts die nächste Zeit auch das ein oder andere dazu laufen.

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Etwas deplaziert, oder? Angebrachter wäre wohl hier

 

 

Du kannst natürlich gerne dort auch einen entsprechenden Post eintragen. :)  Ich wollte die Gunst der ungünstigen Stunde auch dazu nutzen, um das geschaffene Erbe mit zu berücksichtigen.

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Traurige Nachricht. Wußte nicht das er schon 80 war.

 

Ich besitze lediglich eine Abbado CD weil mich die Einspielung von Mussorgskys "Nacht auf dem kahlen Berg" mal mit Chor interessierte.

Von diesem Werk habe ich einige Versionen im Regal. Um es kurz zu machen: Dies ist von den mir bekannten die beste Einspielung.

 

0074646203422.jpg

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Claudio Abbado verstorben

 

http://www.kulturradio.de/programm/musik/beitraege/zum-tode-von-claudio-abbado.html

 

Ich muss zugeben, dass ich im Grunde kaum Einspielungen oder Besonderheiten von Abbado kenne, während Karajan irgendwie so omnipräsent ist. Ohne da jetzt beide gegeneinander auszuspielen, scheint mir jetzt eine gute Gelegenheit, um da noch etwas nachzuholen. Wer vielleicht ein paar gute Einspielungen kennt, mag die gerne nennen. Sicherlich wird im Kulturradio und andernorts die nächste Zeit auch das ein oder andere dazu laufen.

 

Eine sehr, sehr traurige Nachricht!
 
Auch wenn ich von derlei Superlativen wenig halte: Claudio Abbado galt vielen Kritikern und Hörern als der größte Allround-Dirigent unserer Zeit; zumindest den Rang des eindrucksvollsten Live-Dirigenten der letzten 15, 20 Jahre dürfte ihm niemand ernsthaft streitig machen - die Magie eines Abbado-Konzerts bringen selbst schäbige YouTube-Schnipsel noch deutlich rüber.
 
Dem unkundigen Ohr sei vor allem sein letzter Mahler-Zyklus (teils Berliner Philharmoniker, z. B. http://filmmusikwelt.de/index.php?D=e1cdaf78a88652822a8be6d947caa32b&V=file&file=0, teils Lucerne Festival Orchestra) ans Herz gelegt; Abbado - in den letzten Jahren von seiner Krankheit schwer gezeichnet - präsentiert einen Mahler der Innensicht, von enormer emotionaler Deutlichkeit, berückend klangschön, aber nie gefühlsduselig. Man muss hier, von Krawall-Exegeten wie Bernstein oder Solti kommend, sicher zweimal hinhören, aber es lohnt unbedingt. Mein liebstes Abbado-Album war immer die Luzerner Kopplung von Mahlers Zweiter mit der vor furiosen, schäumenden Einspielung von LA MER - ohnehin meinen zwei liebsten Orchesterwerken der Jahrhundertwende (wenn nicht überhaupt ...): http://www.amazon.de/Sinfonie-2-Mer-Anna-Larsson/dp/B0002HN15W/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1390256862&sr=8-1&keywords=abbado+la+mer
 
Dem filmmusikalisch vorgebildeten Publikum besonders empfohlen sei seine Einspielung der ALEXANDER NEWSKI-Suite (plus LEUTNANT KISCHE und der SKYTHISCHEN SUITE: http://www.amazon.de/The-Originals-Prokofieff-Elena-Obraztsova/dp/B000001GQC/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1390256277&sr=8-1&keywords=abbado+newski), für die er sich immer wieder eingesetzt hat. Klangtechnisch wie interpretatorisch brillant ist auch Abbados PETER UND DER WOLF, auch das sollte, im Verbund mit der unerhört spritzigen Einspielung der CLASSIQUE auf demselben Album (http://www.amazon.de/Peter-Wolf-u-Sting/dp/B000001GCF/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1390256318&sr=8-1&keywords=peter+wolf+abbado)  für Filmmusikhörer genau das richtige sein.
 
Die von Stempel erwähnte CD - die erste kommerzielle Aufnahme der NACHT AUF DEM KAHLEN BERGE in der für die unvollendete Oper "Der Jahrmarkt von Sorotschinzy" vorgesehenen Fassung - ist ebenfalls eine echte Großtat - wie auch Abbados Einspielung der Originalfassung des meist nur in der entstellenden Rimski-Korsakow-Instrumentation gespielten Werkes (LSO: http://www.amazon.de/Orchesterwerke-Claudio-Abbado/dp/B000003FBY/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1390256479&sr=8-2&keywords=abbado+nacht+auf+dem+kahlen) und die epochalen Aufnahmen der Opern Mussorgskis.
 
Neben allen künstlerischen Meriten war Abbado eine auch menschlich eindrucksvolle Gestalt. Ihm ist, wie heute vielfach zu lesen war, maßgblich zu verdanken ist, dass fast so etwas wie demokratische Tugenden im Dirigentenberuf Einzug hielten, eine Kultur des Sich-Zuhörens. Höchst ehrenwert auch die wiederholten Bemühungen, ein neues Publikum zu erreichen: In den 60ern und 70ern hat Abbado gemeinsam mit Pollini und Nono die Neue Musik in die Werkhallen von Fiat getragen (Abbado war ein linker Intellektueller durch und durch und hat die Kulturvergessenheit der diversen Berlusconi-Regierungen bis zum Schluss gegeißelt). In den 80ern verordnete Abbado dann der Wiener Staatsoper eine Repertoirekur wie seit Mahler kein anderer - und nahm schließlich im Unfrieden seinen Hut. Fast unerreicht auch sein Engagement für den musikalischen Nachwuchs durch Neugründungen wie das Mahler Youth Orchestra, das Chamber Orchestra of Europe und das Orchestra Mozart.
Dass er 2008 noch einmal für zwei Konzerte an die Scala zurückkehrte, ließ er sich von der Stadt Mailand dadurch bezahlen, dass 90.000 Bäume gepflanzt werden sollten. Das sollte Schule machen ...
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Vielen Dank für diese Informationen. Ich habe gestern schon den ein oder anderen Text lesen dürfen und bin jetzt schon sehr beeindruckt, aber auch betrübt darüber, dass ich eigentlich jetzt erst zu sehen und hören beginne. Meine klassische Zeit hat da wohl ein gutes Stück zu spät begonnen. Aber es scheint mir, hier gibt es ein menschliches wie künstlerisches Erbe, dass zu entdecken und weitertragen mehr als nur lohnt.

Ich habe gestern bereits das ein oder andere gehört und mir viel tatsächlich bei seinen Beethoven Symphonien eine Art besonderer Deutlichkeit auf, die ich aus anderen Einspielungen so nicht kannte. Ich bleibe freudig und betrübt dran.

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Ich habe gestern bereits das ein oder andere gehört und mir viel tatsächlich bei seinen Beethoven Symphonien eine Art besonderer Deutlichkeit auf, die ich aus anderen Einspielungen so nicht kannte. Ich bleibe freudig und betrübt dran.

Abbados Berliner Beethoven ist sehr zu empfehlen, ein Mittelweg zwischen traditioneller Aufführungspraxis und den Ultra-Hipstern, jedoch ohne kompromisslerisch zu sein. Solltest Du das Anfangsinteresse einmal diskografisch umsetzen wollen, greife bitte nicht zu den eher flauen (und überteuerten) Studioeinspielungen, sondern zu diesem in Italien entstandenen Live-Set: http://www.amazon.de/S%C3%A4mtliche-Sinfonien-1-9-Ludwig-Beethoven/dp/B001795SH8/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1390311967&sr=8-1&keywords=abbado+beethoven Die Unterschiede im Grobverlauf sind minimal, in den Details und der vermittelten Musizierfreude dafür umso erstaunlicher.

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Abbados Berliner Beethoven ist sehr zu empfehlen, ein Mittelweg zwischen traditioneller Aufführungspraxis und den Ultra-Hipstern, jedoch ohne kompromisslerisch zu sein. Solltest Du das Anfangsinteresse einmal diskografisch umsetzen wollen, greife bitte nicht zu den eher flauen (und überteuerten) Studioeinspielungen, sondern zu diesem in Italien entstandenen Live-Set: http://www.amazon.de/S%C3%A4mtliche-Sinfonien-1-9-Ludwig-Beethoven/dp/B001795SH8/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1390311967&sr=8-1&keywords=abbado+beethoven Die Unterschiede im Grobverlauf sind minimal, in den Details und der vermittelten Musizierfreude dafür umso erstaunlicher.

 

Ich behalte es im Hinterkopf. Werde mir demnächst auf jeden Fall ein paar Abbado Aufnahmen zulegen, wobei ich vielleicht erst einmal auf andere Komponisten ausweiche, um nicht immer nur auf Beethoven herumzureiten. Wobei früher oder später mich die Spezifika Abbados Einflüsse schon interessieren.

Danke in jedem Fall.

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Wirklich ein großer Verlust für die Musikwelt - eine sehr traurige Nachricht, die mich auch durchaus getroffen hat.

Kann Jonas bzgl. seiner Empfehlungen absolut zustimmen - die Doppel-CD mit Mahlers Zweiter und Debussys "La Mer" ist ein diskographisches Event der Extraklasse, ein absolutes Must-Have (besonders wegen dem Debussy - für mich die Referenzeinspielung von "La Mer"). Und auch die Prokofieff-Scheiben von DG sind klasse. Danke nochmal, Jonas, dass du mich damals auf die CDs aufmerksam gemacht hast. ;)

Meine Liebe zu den Beethoven-Sinfonien hält sich ja noch in Grenzen, aber wenn das irgendwann nochmal was werden sollte, befasse ich mich auch in jedem Fall mit Abbados Interpretationen.

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  • 4 weeks later...
  • 4 months later...
  • 2 weeks later...

Neuigkeiten vom Greenwood-Jonny und seinem neuen Konzertwerk "Water" (für Streicher, Klavier und Tambura):

 

http://pitchfork.com/news/56111-jonny-greenwood-announces-world-premiere-of-new-piece-water/

 

 

 

Radiohead's Jonny Greenwood Announces World Premiere of New Piece "Water"

Australian Chamber Orchestra will perform it on tour

 

 

In December, we wrote that Radiohead's Jonny Greenwood had collaborated with theAustralian Chamber Orchestra (ACO) on a new piece called "Water". Now, it's been announced that the piece will debut this fall when the ACO tours Europe and Australia.

 

The world premiere will take place place on October 2 in Dublin. Following that, it will be performed in London on October 4, and Birmingham on October 5. It will be played alongside material from Mozart, Tchaikovsky, and Haydn. After the ACO's European tour, it will be performed in Melbourne on October 26.

 

"Water" is a work for strings, piano, and the South Asian instrument the tambura.

 

In a press release, Greenwood said, “I loved every second of being around these players. They were enthusiastic, patient, energetic and enormously musical. Just overhearing them rehearse a Shostakovich string quartet really floored me: nothing beats being in a small room with a bunch of players like this. And they really do go surfing afterwards!"

 

He added, "I wrote and rehearsed about twice as much music as there is in the final piece. It's a great feeling being able to edit things down like that. And as often as the workshops showed up ideas as not working, they also rescued promising half-ideas. The whole experience was very inspiring."

 

ACO artistic director Richard Tognetti said that Greenwood's publisher approached the orchestra with the idea of collaboration. "He obviously loves music so much," Tognetti said of Greenwood. "I believe he’s the first celebrated pop musician who has been able to straddle the world of classical music. In terms of the cross-fertilisation of ideas, it’s a great time to be a musician."

 

There are currently no plans to record the performances, which means international fans should scoop up a ticket. All the performance details can be found at the ACO's website.

 

 

Da er vor seinen Filmmusiken zu THERE WILL BE BLOOD (2007), NORWEGIAN WOOD (2010) und THE MASTER (2012) jeweils immer ein Konzertwerk geschrieben hat, das in den darauffolgenden Score eingearbeitet wurde, wäre es durchaus möglich, dass "Water" auch für Paul Thomas Andersons INHERENT VICE Pate stehen wird. 

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  • 4 months later...
  • 6 months later...
  • 2 months later...

Interview mit Steve Reich zu seinem achtzigsten Geburtstag. Erwähnt werden im Artikel Soundtracks (Tribute von Panem, There will be blood und mehr), Arvo Pärt, Jonny Greenwood und allerlei interessante Themenpunkte.

http://www.zeit.de/freitext/2015/09/11/steve-reich-arvo-paert/

 

Ich mag seine Unterscheidung zwischen notierter und nicht-notierter Musik.

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