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Mephisto

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  1. Schön, dass es ein paar Rückmeldungen gab. Ich finde, man muss für diese Musiken echt in Stimmung sein, dann kann man sehr gut in diese angespannten, von einigen mysteriösen und lyrischen Passagen durchzogene Musiken sehr genießen, an anderen Tagen finde ich es dann wieder etwas charakterlos. Dabei halte ich Young insgesamt für einen sehr guten Komponisten und schätze vor allem seine wuchtigen und vollorchestralen Musiken. Ich habe aber immer ein bisschen das Gefühl, dass er das Handwerk hervorragend beherrscht, seinen Musiken aber das gewisse Etwas fehlt, das sie über dieses Handwerk hinaushebt. So auch bei GHOSTRIDER. Der wartet ja mit mexikanischem Flair, Rockelementen und großen Chor- und Orchesterpoassagen auf, aber nichts davon will mir in Erinnerung bleiben. SPIDERMAN 3 müsste ich mal wieder hören. Das Sandmann-Thema fand ich wirklich schön.
  2. Christopher Young - UNFORGETTABLE Auch hier höre ich die Musik in der alten Promofassung von Intrada. Mittlerweile ist ja eine kommerzielle Fassung bei Perseverance erschienen, die meines Wissens nach immer noch erhältlich ist. Für die Veröffentlichung bei Perseverance stellte Young die Musik noch einmal neu zusammen, ließ einige Passagen weg und ergänzte andere, nicht auf der Intrada-CD erhaltene Momente. Groß fallen die Unterschiede meines Wissens nach aber nicht aus. Nach seiner Musik zu JENNIFER 8 wurde Young für zahlreiche Thriller gebucht, für die er größtenteils orchestrale Partituren schrieb. Auch die Musik zum mir unbekannten UNFORGETTABLE bildet keine Ausnahme. Mit einer großen Streicherbesetzung, Hörnern, Harfe, Klavier, Schlagwerk und zumindest einer Flöte als Vertreterin der Holzblasinstrumente ist die Musik durchweg von einem orchestralen Klangbild geprägt, auch wenn die wirklich wuchtigen Momente ausbleiben. Die Vorspannmusik gestaltete Young ebenso stereotyp wie atmosphärisch dicht, wenn die Violinen eine eisige Melodielinie über die nervös tremolierten Akkordbrechungen der Streicher in mittlerer Lage intonieren. Abgerundet wird das Klangbild vo einem dräuenden Puls der Pauke, verstärkt von den tiefen Streichern, gedämpften Hörnern und lang ausgespannten Akkordbrechungen der Harfe. Auch im weiteren Verlauf behalten die Streicher das Ruder in der Hand. Young setzt mit kühlen Flageolettklängen der Violinen, verhägnisvollen Tremoli oder spannungsgeladenen Glissandi erprobte Stilmittel der Thrillermusik ein. Gelegentlich fühlt man sich an ähnlich gelagerte Musiken von Goldsmith aus derselben Zeit erinnert. Die Musik bleibt leider zu oft in ihren stereotypen Mustern stecken, nur selten gelingt es Young, Passagen zu kreieren, die auch im Gedächtnis bleiben, so zum Beispiel das melancholische Thema "Desire", das vom Klavier über das weiche Klangbett des Orchestersters gespielt wird. An den kompetent gestalteten Thrillerpassagen hat man sich nach dem Vorspann und dem zweiten Titel schon etwas satt gehört, sodass insbesondere der Mittelteil des Albums einiges an Sitzfleisch erfordert. Die Akzente der schraddeligen E-Gitarre zu Beginn von "Crucifixum Cerebellum" lassen zwar kurz aufhorchen, aber zu schnell ergeht sich das Stück im weiteren Verlauf in den üblichen Strickmustern. Erst die dissonanten und gehackten Streicherakkorde in "Fireball" vermögen wirklich zu fesseln und mit den letzten beiden Nummern stimmt das Album wieder versöhnlich, denn wie schon in "Desrire" glänzt die Musik vor allem in den emotional starken Passagen. So kehrt das "Desire"-Thema im Finale auch als Flötensolo zurück, die dunklen Wolken zerreißen und beschließen ein Album, das leider nicht so unvergesslich ist, wie der Titel es vermuten lässt.
  3. Ich eröffne dieses Jahr filmmusikalisch mit einem Thriller-Nachmittag, der perfekt zum trüben Wetter passt. Christopher Young - HEAD ABOVE WATER Der Film, bei dem es sich im besten Falle um ein vergnügliches 90er-Thriller-Filmchen handeln dürfte, ist mir gänzlich unbekannt. Christopher Youngs zugehörige Musik ist bisher nur auf einem Promoalbum von Intrada greifbar, dessen ich mal in einem Sammlungsverkauf habhaft geworden bin. Das Album ist mit 37 Minuten nicht zu lang geraten und bietet handwerklich saubere Musik, die den Schwerpunkt mehr auf tänzerisch-motorische Momente legt als auf Suspense oder Action. Zwar gibt es hin und wieder einige intensivere Ausbrüche mit Tremolofiguren der hohen Violinen und gehämmerten Klavierklängen, aber insgesamt dominieren in dieser Musik zurückhaltende und durchsichtig instrumentierte Passagen. Einen wichtigen Beitrag leistet dabei die Schlagwerksektion, die mit Klanghölzern, Tamburin oder Congas und Bongos motorische Rhythmen beisteuert und der Musik ein leicht lateinamerikanisches Flair verleiht, das vom dezenten Einsatz des Bandoneons unterstrichen wird. Prägnante Figuren des tiefen Klaviers, unterstützt von den gezupften tiefen Streichern und von ebenfalls gezupften Motiven der Violinen und Violen flankiert, verdichten das rhythmische Gefüge der Musik. Unterbrochen werden diese Momente stellenweise von typischen Spannungselementen, vor allem verhaltenenen Streichertremoli. Das mag im Film recht wirkungsvoll sein, auf CD stören solche Momente aber eher den Hörfluss, anstatt ihre im Film erzielte Wirkung zu entfalten. Young verzichtete auf prägnante Motive und Themen, sodass es schwer ist, einen roten Faden in der Musik zu finden oder die unterschiedlichen Nummern voneinander zu unterscheiden. Zwar gibt es mit dem sanften Hornsolo aus "Methanol" oder der etwas "pastoralen" Akustikgitarre in "Balancing" einige schöne Momente, die noch einmal eine neue Stimmung erzeugen und aufhorchen lassen, insgesamt verschwimmen die rhythmischen Passagen, die entweder von kurzen, etwas gezähmt wirkenden lauten Ausbrüchen oder zurückhaltenden Spannungsmomenten unterbrochen werden, aber zu einem stereotypischen Einerlei. Das ganze ist nicht ohne Charme, entbehrt aber prägnanter und eigenständiger Gedanken, um über die Laufzeit der CD in Erinnerung zu bleiben.
  4. Tatsächlich? Ich wusste noch nicht einmal, dass es die gibt. Ist die denn so viel schlechter?
  5. Das sehe ich, als jemand, der auch "en masse" rezensiert hat, anders. Denn kurze, überblicksartige Besprechungen einzelner Musiken oder Alben haben den Vorteil, einen Eindruck von einer Musik vermittelt zu bekommen und zur näheren Beschäftigung überhaupt zu reizen. Ich in persönlich auch ein Freund der intensiven Analyse, aber habe beide Herangehensweisen strikt getrennt: Besprechungen einzelner Musiken und "Tiefenbohrungen" verfasse und lese ich sehr gerne, aber da sind eben Blogs und Youtube-Videos das bessere Medium. Hier habe ich immer geschätzt, dass man schnell Eindrücke und Anreize vermittelt bekam. So habe ich mir zum Beispiel diverse CDs gekauft oder Filme geschaut, weil mich @Angus Gunns Text neugierig gemacht haben und ich vorher nicht wusste, dass es den Film LYDIA MUSS STERBEN gibt.
  6. Die Musik zu MASADA hat mir in der Albumversion immer viel Freude bereitet und ich finde es schön, die Aufnahme jetzt in besserer Qualität bekommen zu können. Ich finde es auch nicht schlimm, dass Intrada die Musik nun nach knapp 10 Jahren nochmal auflegt, da gibt es wesentlich überflüssigere Goldsmith-Wiederveröffentlichungen, wohingegen ein Schatz wie A PATCH OF BLUE wahrscheinlich gar nicht mehr neu aufgelegt wird. Die komplette Musik habe ich vor Ewigkeiten mal auf dem Bootleg gehört und habe sie auch als recht dünn und schrill in Erinnerung. Man kann wahrscheinlich froh sein, dass Tadlow damals QB VII neu aufgenommen hat. MASADA wird da ja wohl nicht mehr kommen...
  7. Ich bin gerade etwas auf dem Golsmith-60er-Dramen-Trip, daher heute: A GIRL NAMED SOONER Ein guter Grund, die alte FSM-CD mit THE FLIM-FLAM-MAN nicht abzustoßen, denn die zweite Hälfte der CD, bestritten von der Musik zum in Deutschland unter dem Titel EIN MÄDCHEN, EIN MULI UND OMAS WHISKEY ausgetrahlten TV-Drama ist ein wahres Juwel. Es gibt die gewohnten Merkmale von Goldsmith'scher "Americana", allen voran das schlichte Hauptthema, von der Mundharmonika über sanfte Harfenklänge vorgestellt und anschließend von den klein besetzten Streichern übernommen. Aber im Gegensatz zu den weichgespülten TV-Dramenklängen, die spätestens seit den 1980ern aus den Fernsehlautsprechern tröpfelten, bietet diese Musik einige sperrigere Passagen, die an den gemäßigten Strawinsky erinnern, was die Handhabung von Rhythmus und Stimmführung angehen. Die modalen, ein bisschen quer zueinanderstehenden Stimmen der Holzbläser beim Gang in die Stadt oder die charmante Musik zum Seilspringen gehören ebenso zu den Höhepunkten der Musik wie die ungeschönt schroffen Streicherakkorde bei der ersten Begegnung zwischen der jungen Protagonistin und ihrer zukünftigen Ziehmutter Elizabeth. Auch die Musik zu der Szene, die im Anschluss an den durch die Kinder herbeigeführten Tod von Sooners Vogel Bird folgt, entbehrt jeder flachen Sentimentalität und wartet mit einer sehr raffinierten kammermusikalischen Faktur auf. Ich hatte die Musik immer als "interessant" in Erinnerung, aber schon ewig nicht mehr gehört- Umso froher bin ich, das jetzt nach all den Jahren mal wieder nachgeholt zu haben! Zu schade, dass sich niemand mehr um dieses Kleinod kümmern wird, nachdem THE FLIM-FLAM-MAN jetzt ja von Lala-Land Records für die nächsten Generationen "gesichert" wurde. Danach gab's gleich A PATCH OF BLUE, über den ich vor fast zehn Jahren schon meine Einschätzung gegeben habe:
  8. Lala-Land legt ja gut mit Williams nach, wenn auch nicht in der "endgültigen definitiven" Fassung, aber da ich die Musik noch gar nicht habe, werde ich nun wahrscheinlich zuschlagen.
  9. Für einige vielleicht tatsächlich "Heirtage"-würdig. Ich habe auch ganz nette Erinnerungen an Film und Musik. Neben COLD MOUNTAIN eine der letzten unveröffentlichten Filmmusiken der frühen 200er-Ära, oder? Was fehlt denn sonst noch, außer vieleicht AUSTRALIA?
  10. Wirklich großartige Neuigkeiten. Nur schade, dass das noch ein Überbleibsel früherer Lala-Land-Zeiten mit regelmäßigen Golden-Age-Veröffentlichungen war und man das nicht als Signal für weitere derartige Veröffentlichungen aufnehmen kann. Aber ich freue mich sehr darüber!
  11. Habe für die CD vor anderthalb Jahren noch gut Geld hingeblättert, aber das war's Wert. Es ist wiklich ein ganz fantastischer orchestraler Actionscore. Es ist meines Erachtens nach so ziemlich alles auf der CD drauf, es könnte höchstens sein, dass ein paar zusammengepappte Stücke aufgedröselt und in Filmreihenfolge gebracht wurden.
  12. Was fehlt denn da noch groß? Die Universal-France-CD hat mich immer gut bei der Stange gehalten.
  13. FSM hat das ja mit MGM und mehreren Komponisten gemacht. Allerdings gab es jeweils nie einer zweite Folge von Bronislau Kaper at MGM oder David Raksin at MGM.
  14. Ja, aber schon VAN RYAN'S EXPRESS und THE DETECTIVE, die von Intrada schon in längeren Fassungen veröffentlicht hat, sind ja bereits in dieser Reihe schonmal erschienen. Keine Sorge, S*P*I*E*S, von dem es in der 20th-Century-Fox-Box ja auch "nur" 10 Stücke gab, war jetzt ja auch erweitert, wenn nicht gar komplett. Ich frage mich nur, was Lala-Land mit 20th-Century-Fox-Musiken macht, die sie bereits veröffentlicht und noch im Angebot haben, wie den Doppeldecker 100 RIFLES und RIO CONCHOS. Kommt der dann nochmal in anderer Aufmachung?
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