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Mephisto

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  1. Ich habe den noch gar nicht und ich muss auch sagen, dass mich diese Suitenform gerade bei Zimmer nicht reizt. Da wird einfach so viel unzusammenhängendes zusammengeklatscht. Das mochte bei THE ROCK noch klappen, aber ich erinnere mich auch noch an einen Artikel in FSM, wo sich die Autoren an diesem Albumkonzept gestört haben. BRACKDRAFT habe ich aus diesem Grund auch immer gemieden.
  2. Immerhin ist die Originaleinspielung auch auf einer längst vergriffenen TWILIGHT-TIME-Blu-Ray erhältlich. Also schön, dass der nochmal richtig auf CD kommt.
  3. Kritzerland hat ja auch schon viel Glasser veröffentlicht, BSX ist mittlerweile bei Volume 5 ihrer Glasser-Reihe und Kronos legt auch immer wieder nach. Dass ausgerechnet von Glasser so viel rumfliegt, ist eine Ironie der Geschichte. Wenn man wenigstens die ganzen Sirk-Sachen von Skinner in dieser Form bekommen könnte, aber das wird ja nichts mehr.
  4. Interessant! Den habe ich noch gar nicht, insofern werde ich hier zuschlagen. Jetzt efhlt nur noch CRIMSON TIDE und die ganzen Bombast-Zimmers der 90er-Jahre sind abgedeckt, oder? Was mich an dieser Veröffentlichung etwas erschreckt, hat tatsächlich gar nichts mit der Musik zu tun, sondern einfach damit, wie alt ich mittlerweile geworden bin. Als Intrada 2005 CAPRICORN ONE veröffentlichte, lagen zwischen Filmstart und Intrada-CD 27 Jahre. Und ein Thriller aus den späten 70ern war für mich ewig weit weg. Bei BACKDRAFT liegen mittlerweile 33 Jahre! Und die 90er waren für mich filmisch immer noch greifbar, auch wenn ich sie erst in den 00er Jahren (dank Kabel 1) so richtig entdecken konnte. Meine Gott, wie die Zeit vergeht. Was Filmversion vs. Album angeht: Ich habe das immer so mitbekommen, dass sich das Album maßgeblich von den Filmversionen unterscheiden soll, vor allem im Mix. In diesem Fall begrüße ich es, wenn das alte Album mit dabei ist. Und zuguterletzt: Mal schauen, wann GLADIATOR kommt. Wäre da nicht eine 25-Jahre-Jubiläums-Ausgabe angemessen?
  5. 14 Jahre später und ich bin endlich mal dazu gekommen, FROM NOON TILL THREE zu sehen, der hier auch schon seit vier Jahren als TWILIGHT-TIME-Blu-Ray rumsteht... Als ich hier nach dem Titel gesucht habe, bin ich auf diesen Thread gestoßen und es ist echt interessant zu lesen, wie die Clubstaffeln vor anderthalb Dekaden aussahen, auch bei den ganzen "alten" Namen bin ich nostalgisch geworden, aber jedes Ding hat eben seine Zeit. Mich würde mal interessieren, ob hier irgendwer anders auch FROM NOON TILL THREE mal gesehen hat. Ich habe selten einen Film gesehen, der so merkwürdig beginnt und sich dann so überraschend entwickelt. Man kann hier eigentlich gar nicht viel zu schreiben, um zu spoilern. Jedenfalls bin ich froh, zuvor nichts über den Film gelesen zu haben und auch das Booklet nicht durchgeblättert zu haben, bevor ich die Blu-Ray einlegte. Schon der Anfang, in dem eine Gruppe Banditen in eine menschenleere Stadt einreitet und sich in aller Seelenruhe über den prall gefüllten Tresorraum der Bank hermachen kann, bildet eine angemessen merkwürdige Eröffnung des Films. Ich muss zugeben, dass ich von den nachfolgenden 20 Minuten nur mäßig angetan war. Das mag zum einen an Jill Ireland liegen, bei der ich nie einschätzen konnte, ob sie die spröde Witwe extra so spielt oder ob dieserne hölzerne Schauspielstil unbeabsichtigt war. Diverse Momente, die damals schon irritierend gewesen sein dürften, wie Bronsons Geständnis seiner Erektionsstörung etc. wirken auch heute noch befremdlich, andere Szenen, bei denen es sich nicht mal mehr um versteckte Vergewaltigungsversuche handelt, sind heutzutage nur noch schwer zu goutieren. Das sollte man auch ansprechen, allerdings muss man dem Film zugute halten, dass er sich schnell zum besseren wendet und eine durchaus originelle Abhandlung über Marketing, (Western-)Legendenbildung, medial beeinflusste Öffentlichkeit und so weiter bildet, die gerade im Westerngenre hervorragend aufgeht. Mich würde echt interessieren, was @Sebastian Schwittay von dem Streifen hält, sofern er ihn kennt - aber natürlich würde mich jede Meinungsäußerung hier freuen! Ach ja: Bernsteins Musik tut ihren Dienst. Als losgelöstes Hörerlebnis ist seine von ironischer Zirkusmusik und andere klingenden Hanswurstereien durchsetzte Musik nicht von allzu großem Interesse. Daher wundert es mich nicht, dass Townson die damals als Bonus zu den CANONS FOR CORBODA gepackt hat.
  6. Ennio Morricone - GUNS FOR SAN SEBASTIAN So sehr ich Morricones Musik für die Leone-Western auch schätze, erfreue ich mich in den letzten Jahren immer mehr an anderen Genrebeiträgen, insbesondere IL GRANDE SILENCIO, der in seiner zarten lyrischen Klanglichkeit für mich noch interessanter ist als die mit breitem Pinsel ausgemalten Melodienbögen aus SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD. Auch GUNS FOR SAN SEBASTIAN hatte ich schnell lieb gewonnen, als ich das FSM-Album zum ersten Mal gehört habe, zumal Morricone hier nicht sparsam zu Werke gegangen ist. Rein vom Setting her handelt es sich bei diesem Film zwar nicht um einen Western, aber Morricone verwendet diverse Stilelemente seiner berühmten Genrebeiträge. Mit gleich drei einprägsamen Themen (wobei das "Religionsthema" handlunsgbedingt schnell verstummt), furiosem Actionmaterial und einem Schuss "mexikanischer" Folklore kreiert Morricone hier eine überaus abwechslungsreiche Musik, die über die die gsamte Laufzeit zu unterhalten weiß - zumal sich der Anteil von Spannungspassagen in Grenzen hält. Besonderes Schmankerl: Morricone verwendet hier gleich zwei Sängerinnen, deren charakteristische Stimmen diverse seiner Musiken veredelt haben: Edda Dell'Orso steuerte die Vokalisen für das wunderschöne Liebesthema bei, während Gianna Spagnulo weitaus zupackender noch einmal auf ähnliche Art und Weise ihre Stimmgewalt unter Beweis stellen konnte wie in NAJAVO JOE.
  7. Habe mir heute Abend den Film angeschaut und bin hin und her gerissen. Zum Einen ist es ein schön unaufgeregter, aber gleichzeitig auch wieder "unerbittlicher" Hill-Western, in dem sich die Lage der Figuren als immer auswegloser erweist - und natürlich ist die Konsequenz gewaltvoll. Das Finale hat mich ein bisschen an den Schluss von OPEN RANGE erinnert, der ja auch mit einem spektakulären Feuergefecht in einer kleinen Westernstadt aufwartet. Allerdings störten mich einige visuelle Aspekte. Man hat sich an den reichhaltig abgestuften sepia-artigen Brauntönen irgendwann satt gesehen. Ich verstehe ja, das es ein Farbkonzept gibt und das passt auch gut zum Stoff, aber irgendwann ertrinken die Bilder in der immergleichen mattbraunen Soße. Ärgerlich auch, dass wieder sämtliche Blutspritzer animiert waren - dann soll man es lieber gleich lassen. Ich finde es sehr bedauerlich, dass selbst die ganzen Haudegen, die ja früher noch literweise Kunstblut mit Bloodsquibs versprüht haben, hier die "saubere", aber eben auch unecht aussehende Variante nehmen. Besonders geärgert hat mich die Kameraführung. Ich dachte, wir hätten die orientierungslos wackelnde und schwenkende Kameras der 2010er mal endlich mal hinter uns gelassen. Hill reiht hier leicht schwankende Nahaufnahmen einzelner Figuren aneinander mit teils kruden und unbeholfen wirkenden Schnitten, ohne dass man ein Gefühl dafür bekommt, wie die Figuren in Räumen oder auf dem weiten Feld positioniert sind. Das wirkt alles wahnsinnig schlampig und bin ich von Hill weitaus besser gewohnt. Insofern war DEAD FOR A DOLLAR eine halb verpasste Chance. Im großen und ganzen macht der Film noch Spaß, aber da wäre rein von der filmischen Umsetzung mehr dringewesen. Die Musik hätte ich bei vielen anderen Regisseuren als belanglos abgestempelt, allerdings muss ich sagen, dass sie für Walter Hill überraschend melodisch war. Bei EXTREME PREJUDICE hat er ja verlangt, dass Goldsmith die größeren Bögen zurückschraubt und Ry Cooder hat ja eher atmosphärisches geliefert. Xander Rodzinski hat sich hier passenderweise an der gut abgestanden Italowesternklischeekiste bedient. Nicht schlecht, aber eben auch kein großer Wurf.
  8. Ich tippe eher auf etwas europäisches und eine Historienmusik. So alt kann es nicht sein, da die Aufnahme schon sehr klar ist. Ich schätze spätestens aus den 80ern, aber bei weitem nicht 40er-60er.
  9. Es scheint so: Nochmal an die Kenner: Hat Lala-Land jetzt weniger auf die CD gepackt, als damals unter den Sammlern kursierte?
  10. Ja, aber das ist eben wieder die Titelmusik. Dort hat Tiomkin ja häufig sein lyrisches Talent voll ausgepielt. Aber denk' mal bei RIO BRAVO n die ursprüngliche Vertonung der Cantina-Szene zu Beginn, mit der Trompetenflatterzunge, die weitaus schriller klingt als das Gitarrenstück, das dann stattdessen genommen wurde. Auch die nachfolgenden Passagen für den Streit im Saloon, den Mord, die Verprügelung von Dude etc, da ist in der Musik schon viel los. Versteht mich nicht falsch! Ich schätze Tiomkin sehr und gerade weil seine Musik komplexer ist als vieles, was seine Kollegen geschrieben haben, gibt es für mich bei jedem Hördurchgang auch etwas neues zu entdecken - so auch in RIO BRAVO, aber ein Newman ist da häufig glatter und auch Rozsa, dessen Musik häufig "rau" klingt, hat selten solche Klangballungen aufgetürmt wie Tiomkin. Ich meine ja auch nicht, dass das bei Tiomkin ständig raucht und kracht, aber ich finde schon, dass er sich da von den anderen Komponisten abhebt.
  11. Aber dieses Phänomen bezieht sich doch immer ausschließlich auf die Titelsongs, oder? Sonst ist dessen Musik doch meistens immens krawallig, es werden lauter sperrige Schichten übereinandergetürmt, teils mit sehr merkwürdigen Klangfarben. Wenn bei der Riesenparade in THE FALL OF THE ROMAN EMPIRE mehr Noten in der Partitur durcheinanderwimmeln als Statisten auf der Leinwand sind, das Orchester schon bei HIGH NOON so laut knallt, wenn die Banditen durch die Stadt laufen, als wenn das schon die Schlussschießerei wäre etc. wundert man sich schon, dass das alles so durchging (außer bei IT'S A WONDERFUL LIFE). Ich frage mich, wie das damals ablief: Hat Tiomkin mit seinem Honigkuchenpferdgrinsen den Regisseuren seine Titelsongs vorgespielt und die waren total begeistert und haben ihn einfach machen lassen? Oder hat er ihnen nach dem Titelsong noch gesagt: "Chänd nau liessen." und das Klavier traktiert, als ob es kein Morgen gäbe?
  12. Interessantes Projekt. Der Howard KONG ist wirklich gemessen an den Entstehungsumständen eine wahnsinnig solide Musik. Ich bin immer noch beeindruckt, wie anders die 00er-Jahre klangen. Sowas wie NARNIA, KÖNIGREICH DER HIMMEL, LAST SAMURAI, CASINO ROYALE oder die beiden Elfman-SPIDERMEN werden wir so wahrscheinlich nicht mehr zu hören bekommen - selbst wenn sie alle noch aktiv sind!
  13. Interessant, ich kenne bisher nur die britische Verfilmung von 1940, die im Rahmen einer Wohlbrück-Retro im Berliner Zeughaus lief. Ebenso empfehlenswert: SLEEP, MY LOVE von Detlef/Douglas Sirk - ebenfalls im Zeughaus gesehen im Rahmen der fantastischen Sirk-Retro 2016, vielleicht die beste Reihe, die ich dort erleben durfte. Bei mir gab's QUENTIN DURWARD, den ich hauptsächlich aus Interesse an der Kaper-Musik im Filmzusammenhang geschaut habe. Es ist nicht verwunderlich, dass von der Thorpe/Taylor-Ritter-Trilogie IVANHOER, KNIGHTS OF THE ROUND TABLE und QUENTIN DURWARD nur der erste "überlebt" hat. Ganz so schrecklich hölzern wie KNIGHTS OF THE ROUND TABLE ist DURWARD zwar nicht, aber er dümpelt wahnsinnig vor sich hin, die Szenen mit dem "Zigeuner", der stets über sein Dasein als feige Lachnummer reflektiert, wirken heute besonders unangemessen, die Gefühle zwischen Quentin und Isabelle entwickeln sich überhaupt nicht nachvollziehbar und die Sympathielenkung ist wahnsinnig unegelenk, wenn König Louis XI:, Urheber der Entführung von Isabelle durch den Räuberhauptmann De la Marck, mit dem er sie zu verheiraten gedenkt, dem Publikum irgendwie als sympathisches Schlitzohr verkauft werden soll. Immerhin: Duncan Lamont als Bösewicht ist wirklich abgrundtief böse... Gegen Ende hin gewinnt der Film dann glücklicherweise an Fahrt. Obowhl der Film - wie schon IVANHOE - in historischen Schlössern in Frankreich und England gedreht wurde, sind es vor allem die Studiobauten während des spektakulären Finales, die für großartige Bilder sorgen. Die Feier im halb zerschossenen Schloss, die brennenden, rot glühenden Treppenhäuser und natürlich der fantastische Kampf im Glockenturm machen so einiges wett. Kapers Musik braucht sich hinter Rozsas Beiträgen zu den beiden Vorgängerfilmen absolut nicht verstecken und macht den etwas holprig inszenierten Kampfszenen in der ersten Hälfte ordentlich Beine. Wahrscheinlich wäre Rozsas Musik irgendwo zwischen IVANHOE und THE KING'S THIEF anzusiedeln. Es gibt eine schöne FSM-Edition mit der kompletten Musik, die gut trägt. Fans von Golden-Age-Ritter-Spektakeln können sich den Streifen mal ansehen, aber es gibt da (wesentlich) besseres.
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