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Da der Score noch keinen eigenen Thread hat, eröffne ich den hier mal. Eine der interessantesten Filmmusiken bislang in diesem Jahr, vom britischen Electronica/Dark Ambient-Musiker Bobby Krlic. 

Zum surrealen Sektenfilm von Ari Aster schrieb Krlic eine verstörend intensive Musik für Streicher, Klavier und Elektronik - im Einsatz der Klangfarben und auch in der Harmonik ist Jonny Greenwood nicht fern. In manchen Tracks werden auch die Gesänge und Schreie der Sektenmitglieder verarbeitet und verfremdet. 

Anspieltipps: "The House That Harga Built" (Track 4) und "Fire Temple" (Track 12). Diese beiden Tracks (und auch "Gassed", Track 2) wirken im Film echt wahnsinnig intensiv. Würde mich nicht wundern, wenn das eine Oscar-Nominierung bringt...

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Am 29.8.2019 um 19:21 schrieb Sebastian Schwittay:

Immerhin mal irgendeine Reaktion darauf... ;)

Ich empfehle diesbezüglich auch den Film, den ich zwar recht überzeichnet und auch arg künstlich fand, aber die Musik ist im Film echt ein Erlebnis... 

Habe den Film gestern mit meiner Frau geschaut. Hat tatsächlich einige sehr intensive Momente. Die Musik trägt zu diesem gut bei.

Etwas nervig fand ich, dass die Sprache im Vergleich zur Musik teilweise sehr leise abgemischt war.

Kann dir bei deiner Meinung zum Filmnur zustimmen. Ich fand ihn auch sehr vorhersehbar aber visuell interessant und sehr ästhetisch.

Teilweise hatte er auch seine Längen.

Aber viel besser als der gefühlt 100ste Aufguss irgendeines Horrorgenres der hauptsächlich in Dunkelheit spielt. Das tut dieser Film absolut nicht ;)

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vor 5 Minuten schrieb Nightwalker:

Habe den Film gestern mit meiner Frau geschaut. Hat tatsächlich einige sehr intensive Momente. Die Musik trägt zu diesem gut bei.

Etwas nervig fand ich, dass die Sprache im Vergleich zur Musik teilweise sehr leise abgemischt war.

Kann dir bei deiner Meinung zum Filmnur zustimmen. Ich fand ihn auch sehr vorhersehbar aber visuell interessant und sehr ästhetisch.

Teilweise hatte er auch seine Längen.

Aber viel besser als der gefühlt 100ste Aufguss irgendeines Horrorgenres der hauptsächlich in Dunkelheit spielt. Das tut dieser Film absolut nicht ;)

Ja, der Film ist auf jeden Fall ein zweischneidiges Schwert. Wurde auch recht kontrovers diskutiert - viele fanden ihn prätentiös, rein auf Schauwerte und Stil fokussiert. Mir fiel er teilweise auch auf die Nerven, aber in einigen Aspekten geht er auch durchaus in die Tiefe. Auf Letterboxd hatte ich das etwas zu differenzieren versucht: 

https://letterboxd.com/sschwittay/film/midsommar/

In der kommenden Ausgabe der Cinema Musica habe ich auch etwas umfangreicher zum Score geschrieben. 

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vor 3 Stunden schrieb Sebastian Schwittay:

Ja, der Film ist auf jeden Fall ein zweischneidiges Schwert. Wurde auch recht kontrovers diskutiert - viele fanden ihn prätentiös, rein auf Schauwerte und Stil fokussiert. Mir fiel er teilweise auch auf die Nerven, aber in einigen Aspekten geht er auch durchaus in die Tiefe. Auf Letterboxd hatte ich das etwas zu differenzieren versucht: 

https://letterboxd.com/sschwittay/film/midsommar/

In der kommenden Ausgabe der Cinema Musica habe ich auch etwas umfangreicher zum Score geschrieben. 

Dann bin ich mal auf deinen Beitrag in der Cinema Musica gespannt.

Höre gerade nochmal den Score. Ist auch ohne die Bilder sehr eindringlich.

Am packendsten fand ich ehrlich gesagt die (hoffentlich nicht zu große Spoiler) "Trip"-Szenen und die Momente in denen auch der Zuschauer eines "Sinnes" beraubt wurde. Zum Beispiel als aufgrund eines schockierenden Erwignis hauptsächlich ein dumpfes Dröhnen und die umgebenden Stimmen nur noch ganz entfernt zu hören waren. Das Stilmittel kennt man zwar auch aus anderen Filmen / Serien aber hier wurde es irgendwie besonder gekonnt verwendet / eingewoben.

Werde gleich Mal deinen Beitrag bei letterboxd lesen.

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vor 23 Stunden schrieb Nightwalker:

Am packendsten fand ich ehrlich gesagt die (hoffentlich nicht zu große Spoiler) "Trip"-Szenen und die Momente in denen auch der Zuschauer eines "Sinnes" beraubt wurde. Zum Beispiel als aufgrund eines schockierenden Erwignis hauptsächlich ein dumpfes Dröhnen und die umgebenden Stimmen nur noch ganz entfernt zu hören waren. Das Stilmittel kennt man zwar auch aus anderen Filmen / Serien aber hier wurde es irgendwie besonder gekonnt verwendet / eingewoben.

Ich mag ja vor allem den ersten Drogentrip auf dem Wiesenhügel, noch bevor die jungen Leute in der Kommune ankommen. Nicht nur extrem unheimlich inszeniert, sondern auch spannend hinsichtlich des Hauptthemas des Films: toxische Beziehungen, und die ständigen Manipulationen, denen sich die Protagonistin ausgesetzt sieht. Sie will ja nichts rauchen, wird dann aber doch hineingedrängt. Erst die Kommune erlaubt ihr - in gewisser Weise - Souveränität. Die Kommune als Befreiungsschlag: eine durchaus subversive Message. ;) 

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Ja, genau diese Szene meinte ich unter anderem.

Genau die Thematik "Befreiung aus toxischen Beziehungen" ist ja auf verschiedenen Ebenen interpretierbar.

An der Beziehung zu ihrer Schwester geht sie ja fast zugrunde bzw wirddurch die daraus entstandene Tragödie tiefer in die Arme / Abhangigkeit zu ihrem Freund getrieben. Dessen Freunde ihn ja vor dieser "toxischen Beziehung" schützen wollen (ggf aus egoistischen Motive - "freizügiger Schwedentrip").

Die Kommune ist für die Protagonistin Familie und Befreiungsaggregat zugleich. Wobei sie ja auch in gewisser Weise durch die Kommune manipuliert und zu dieser "Befreiung" gedrängt wurde. 

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