ok, selbst orchestriert haben doch die meisten, aber d.h. nicht, dass sie das wirklich drauf hatten. in shostakovichs memoiren kritisiert er z.b. mussorgskys orchestrierungen. er schreibt, dass mussorgsky tolle ideen hatte und diese kompositorisch umsetzen konnte, aber ihm das technische handwerk der orchestrierung fehlte, wodurch das werk an effekt verlor.
"wundervoll orchestrierte er einzelne arien, wundervoll orchestrierte er leise musik, wußte ein solitembre einzuschätzen. doch die lauten passage, die tutti, die kulminationen gelangen ihm nicht." ist nur ein kleines zitat. shostakovich war technisch auf hohem niveau, deswegen muss man seine meinung auf dem gebiet ernst nehmen.
das lässt ja darauf schließen, dass orchestrierung mehr ist als nur stupide, hirnlose arbeit - warum sollte man es also nicht leuten überlassen, die was von diesem handwerk verstehen - natürlich solange es den vorstellungen des komponisten entspricht?
Wer orchestriert noch selbst?
Erstellt von Guest_Stephan Eicke_*, 28.08.2007 - 08:35
142 Antworten in diesem Thema
#142
Geschrieben 17.03.2008 - 08:01 Uhr
Nun man muss hier unterscheiden das es zwischen Komponisten immer eine art "Krieg" gab. Mussorgsky hatte seinen eigenen Stil entwickelt und die Orchestrationen empfinde ich als sehr gelungen, er war übrigens ein Autodidakt. Schostakovic natürlich studiert und durch Rimsky Korskakov geprägt. Tschaikovski und Brahms waren zb. 2 die sich immer gegenseitig stichelten und beide waren studiert. Ich denke diese Aussage muss man nicht wirklich ernst nehmen die Schostakovic dort hinterließ. Wie gesagt die Perfektion ist und war immer noch Gustav Mahler.
Man kann auch klassische Musik bzw klassische Komponisten NICHT mit Filmkomponisten vergleichen, das sind 2 Welten. Ein Filmkomponist ist da um - wie Danny es so schön sagt - Stimmung, Emotionen etc auszudrücken, wie er das macht steht meist nicht unter ihm selbst sondern auch die Produktion entscheidet. Hollywood ist nen hartes Pflaster und nur die stärksten kommen dort durch. Ich habe einen bekannten der aktuell für ein großes Hollywoodprojekt arbeitet und dort geht es so hart zu das er teils bis zu 24std auf Achse ist. Er ist aber kein Filmkomponist, muss man dazu sagen. Aber ich persönlich habe mir jegliche Wünsche/Ziele in Hollywood zu landen aus dem Kopf geschlagen weil ich mir den Stress dort nicht antun will. Die Perspektiven in Deutschland sind für mich ausreichend.
Aber ich kann verstehen, dass wenn man nur 2 Wochen Zeit für einen Film hat eben auf ein großes Team zurückgreifen MUSS weil man es Zeitlich nicht schaffen würde, möge man noch so kreativ sein.
Wie gesagt auch in der Klassik gab es solche Sticheleien á la Elfman vs. Musikprofessor. Letztendlich zählt doch nicht immer das "Erfinden" in der Musik sondern das was für die aktuelle Zeit bei herauskommt. Ich ziehe mir einen einfachen Filmkomponisten gegen die Modernen Staubsauger-Vertreter vor, auch wenn einige dieser Werke durchaus ihren Reiz versprühen mögen.
Man kann auch klassische Musik bzw klassische Komponisten NICHT mit Filmkomponisten vergleichen, das sind 2 Welten. Ein Filmkomponist ist da um - wie Danny es so schön sagt - Stimmung, Emotionen etc auszudrücken, wie er das macht steht meist nicht unter ihm selbst sondern auch die Produktion entscheidet. Hollywood ist nen hartes Pflaster und nur die stärksten kommen dort durch. Ich habe einen bekannten der aktuell für ein großes Hollywoodprojekt arbeitet und dort geht es so hart zu das er teils bis zu 24std auf Achse ist. Er ist aber kein Filmkomponist, muss man dazu sagen. Aber ich persönlich habe mir jegliche Wünsche/Ziele in Hollywood zu landen aus dem Kopf geschlagen weil ich mir den Stress dort nicht antun will. Die Perspektiven in Deutschland sind für mich ausreichend.
Aber ich kann verstehen, dass wenn man nur 2 Wochen Zeit für einen Film hat eben auf ein großes Team zurückgreifen MUSS weil man es Zeitlich nicht schaffen würde, möge man noch so kreativ sein.
Wie gesagt auch in der Klassik gab es solche Sticheleien á la Elfman vs. Musikprofessor. Letztendlich zählt doch nicht immer das "Erfinden" in der Musik sondern das was für die aktuelle Zeit bei herauskommt. Ich ziehe mir einen einfachen Filmkomponisten gegen die Modernen Staubsauger-Vertreter vor, auch wenn einige dieser Werke durchaus ihren Reiz versprühen mögen.
#143
Geschrieben 22.02.2012 - 09:42 Uhr
Ist zwar ein Uralt-Thread, aber ich wollte auch auf die Eingangsfrage eingehen... 
Soweit ich weiß arrangiert/orchestriert und dirigiert Cliff Eidelman seine Werke i.d.R. selbst...
Soweit ich weiß arrangiert/orchestriert und dirigiert Cliff Eidelman seine Werke i.d.R. selbst...
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