Jump to content
Soundtrack Board

Mike Rumpf

Mitglied
  • Gesamte Inhalte

    245
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

3 Benutzer folgen diesem Benutzer

Letzte Besucher des Profils

Der "Letzte Profil-Besucher"-Block ist deaktiviert und wird anderen Benutzern nicht angezeit.

Mike Rumpf's Achievements

Alter Forumshase

Alter Forumshase (4/4)

90

Reputation in der Community

  1. Lost in Space (USA 2019-21) Lost in Space scheint zu denjenigen Stoffen zu gehören, die von Zeit zu Zeit neu aufgelegt werden. Wen wundert es, angesichts der Tatsache, dass hier das US-eigene Familienideal und der grenzenlose Zusammenhalt beschworen wird. Hard Science war das noch nie und ist es auch in der modernen Netflix-Neuauflage nicht. Trotzdem gelingt es der Serie dank toller Weltraumtricks und klaren Spannungsdramaturgien und einem soliden Score von Christopher Lennertz, überraschend gut zu unterhalten, so dass man auch über die enervierend "perfekte" Familie Robinson und einige plot holes hinwegsehen kann. Die finale dritte Staffel hält das Niveau leider nicht, wirkt oft holprig und redundant (noch mehr böse Robter und anderere Kreaturen, nochmal Stranden auf einem Planeten). Erst zum Finale wird es wieder etwas besser. Immerhin hat man hier inhaltlich ein Schleifchen drum gemacht. Das ist im Serien-Überfluss mit vielen vorzeitigen Absetzungen ja auch nicht selbstverständlich. Fällt aber alles unter die Kategorie "seichte Unterhaltung".
  2. Escape Room (USA 2019, Adam Robitel) Ein überraschend unterhaltsamer und straff erzählter Thriller um eine zusammengewürfelte Gruppe, die in ein tödliches Escape Room-Spiel gerät. Gewissermaßen folgt das einer ähnlichen Logik wie später dann der ungleich brutalere Squid Game, hat aber auch ein paar gesellschaftskritische Ansätze zu bieten, wenn man sich die Figuren und wofür sie stehen, anschaut. Viel Kritik gab es für das Cliffhanger-Ende, dass einen potentiellen Showdown am Ende vertagt. Ich fand das aber halb so schlimm. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Und das sagt ja unbeabsichtigt vielleicht auch etwas über die Gesellschaft, in der wir leben, aus. Ist natürlich kein Film, den man gesehen haben muss/sollte. Aber nach einigem zähen Arthouse-Kino (s.o.) war das für mich eine wohltuende Abwechslung.
  3. Wie würdet ihr die Morricone-Musik bewerten? Ich habe die exzellent klingende Quartet-CD nun hier und bin durchaus angetan. Ist natürlich ein gutes Stückchen weg vom melodischen Morricone aber genauso auch von seinen sonst oft etwas lahmen Spannungsstücken. Das ist schon sehr interessant auskomponiert und entwickelt einen eigentümlichen düsteren Sog. Ich mag auch diese Mischung aus 80er Flair und Sinfonik. Ist natürlich mehr Konzeptalbum als richtige Filmmusik. Aber ich finde die Musik schon sehr stark. Ich weiß nicht wie die vorigen Fassungen geklungen haben, aber die Quartet-Scheibe klingt so, als wäre die Musik gestern aufgenommen worden. Das hilft natürlich auch bei einer so atmosphärisch-fahlen Komposition.
  4. Ja, absolut. Die LP-Fassung reicht völlig aus. Sehe das genauso wie Du. Irgendwie bin ich mit der Musik nur nie ganz warm geworden, hab die dann wieder abgestoßen...
  5. Habe die Doppel-CD vor ein paar Jahren verkauft. Ist eine solide orchestrale Science Fiction-Musik mit ein paar schönen Momenten. Aber 3 CDs sind eindeutig 2 zu viel. Kamens Synthie-Beitrag ist bestenfalls historisch interessant. Hätte mir da jetzt auch etwas Interessanteres erhofft.
  6. Manchester by the Sea (USA 2016, Kenneth Lonergan) Vor allem in der Hauptrolle mit Casey Affleck exzellent gespieltes Familiendrama über Trauerarbeit nach schicksalshaften Famiientragödien, bei der das titelgebende kleine Hafenörtchen in Massachusetts eine pittoreske Hauptrolle spielt. Es ist ein Film der leisen Töne, der die Sprachlosigkeit angesichts traumatischer Vergangenheit thematisiert. Leider bleibt der Film darüber hinaus seltsam inhaltsleer. Das Drehbuch interessiert sich nicht für gesellschaftspolitische Befindlichkeiten im Trump-Amerika obwohl sie an diesem Ort angesichts des rückgehenden lokalen Fischfangs und steigenem Alkohol-Konsum eigentlich eine Rolle spielen müsste. So bleibt es bei hübschen Postkartenbildern. Das eigentliche Familiendrama ist gut erzählt, aber auch nicht ohne Klischees (abermals muss das Haus abfackeln) und Stereotype (z.B. im Frauenbild). Wie so oft in den letzten Jahren ein Film, den ich nicht als besonders preiswürdig ansehe und mich frage, was die Oscar-Jury in ihm gesehen hat.
  7. A Star is Born (USA 2018, R: Bradley Cooper) Die vierte Version des Musicals nun in einer Variante mit Lady Gaga in der weiblichen Hauptrolle. Die erste Hälfte ist überraschend sympathisch geraten. Die Annäherung vom alterndem Rockstar Jack und der jungen Sängerin Ally ist sehr solide erzählt und glänzt mit grundsolidem Country-Rock. Cooper zeigt da durchaus auch ein Händchen für die Inzenierung der zahlreichen Live-Auftritte. Spätestens aber, wenn Ally (Lady Gaga) den Durchbruch als Sängerin schafft, fällt der Film auseinander, weil der Spagat zwischen Kritik am Musik-Biz und Starkino, dass die Songs und die Karriere von Lady Gaga (zu der Ally gewissermaßen über Nacht transformiert) promoten soll, überhaupt nicht funktioniert. Die seelenlosen Popsongs konterkarieren das vorher beschworene Ideal einer Songwriterin, die etwas zu sagen hat. Doch das wird allenfalls halbherzig thematisiert und durch eine Eifersuchtsdiskussion noch weiter verwässert. Das tränenreiche Ende ertränkt Cooper dann in einer völlig verkitschten Ballade. Und Jacks Alkoholismus wird ohnehin eher in Hochglanzbilder verpackt (irgendwo habe ich gelesen, dass die neue Adaption da härter wäre als die anderen Versionen - wirklich hart ist hier aber gar nichts). Wer das ein oder andere Musiker-Biopic gesehen hat, hat das alles schon x-fach zuvor gesehen. Unterm Strich darum kein schlechter Film, nur ein sehr sehr durchschnittlicher.
  8. Ich finde, dass Williams-Thema ist mehr oder weniger das einzig Nennenswerte an der Serie: http://www.filmmusik2000.de/obi-wan-kenobi-natalie-holt-john-williams-schwaechelnde-jedi Für mich ist das im Gegensatz zu Mandalorian lieblos runtergekurbelte Franchise-Ware. Das Drehbuch ist schlampig (z.B. Revas Wunderheilung), die Ausstatttung öde, das Schauspiel oft hölzern, die Kameraführung ungelenk und Natalie Holts Filmmusik austauschbar. Hab mich beim Sehen zwar nicht gelangweilt, aber spätestens in den letzten beiden Folgen sehr viel mit dem Kopf geschüttelt.
  9. Crimson Peak (USA 2014, Guillermo del Toro) Eigentlich liebe ich ja bildgewaltigen Gothic Horror. In Crinsom Peak stimmt aber ab der ersten Filmminute gar nichts. Die Bilder sind derart übertrieben mit Rot- und Grünfiltern belegt, dass es in den Augen schmerzt. Die Filmmusik von Fernando Velasquez besitzt überhaupt keinen Stilwillen und hängt der Handlung hoffnungslos hinterher. Zur Tanzszene einen einfachen Walzer zu spielen, statt das Abgründige dieser zum Scheitern verurteilten Liebe musikalisch anzudeuten, lässt viel Potential liegen. Der vorhersehbare Plot ergibt auch für ein Schauermärchen wenig Sinn. Dass der Privatdetektiv nach dem Mord nicht sofort in Erscheinung tritt und Edith warnt, völlig unglaubwürdig. Jessica Chastain und Mia Mia Wasikowska agieren blass. Tom Hiddleston kann den Loki nicht ablegen. Der Auftritt der Geister ist fast unfreiwillig komisch. Wo ist der Del Toro von The Devil's Backbone und Pan's Labyrinth geblieben? The Shape of Water ist ideologisch ärgerlich, Crimson Peak einfach nur schlecht geschrieben und inszeniert.
  10. Stranger Things - Season 4 - Part 1 Nach der ziemlich schwachen dritten Staffel war ich unsicher, ob ich die Serie weitergucken wollte. Nun bin ich froh es doch gemacht zu haben. Denn Stranger Things schafft es (mit kleinen Abstrichen) in der vierten Staffel wieder an die erste anzuknüpfen. Die Episode "Dear Billy" dürfte (ohne zu spoilern) die beste der gesamten Serie sein. Ohnehin war ich überrascht, wie liebevoll, sorgfältig und auf den Punkt vor allem die ersten Episoden inszeniert sind und wie filmhaft das alles wirkt. In der vierten Staffel gibt es etwas mehr Horror-Elemente als zuvor. Die sind grandios inszeniert, sowohl filmisch wie akustisch. Dass Kate Bushs "Running up that Hill" eine prominente Rolle einnimmt ist natürlich zusätzlich sympathisch. Wie der Song in der "Dear Billy"-Episode in den Score wandert, ist wirklich gekonnt. Natürlich gibt es auch wieder zahlreiche Filmzitate von Schweigen der Lämmer bis Wes Anderson. Tolle Staffel, der man die lange Vorbereitung und das hohe Budget ansieht. Nach der fürchterlichen vierten Staffel von Star Trek Discovery eine positive Überraschung, die ich so nicht erwartet hätte.
  11. Habe mir die Deluxe nun auch gegönnt. Sehr schöner Score, den ich viele Jahre gar nicht auf der Rechnung hatte. Ich finde die Expandierung lohnt sich durchaus, weil Howards Themen die Musik tragen, die auch in den Suspense-Stücken nie generisch wirkt. Erstaunlich bei dem Zeitdruck, unter dem die Musik entstanden ist.
  12. Irgendwie wirken die Oscars in den letzten Jahren immer absurder. Die Auswahl der Nominierten und die Gewinner erscheinen mir oft ziemlich wahllos. Coda als bester Film? Ein Remake eines französischen Erfolgsfilms, welches sich fröhlich bei Caroline Links "Jenseits der Stille" bedient. Das ist ein netter Crowdpleaser, aber kaum mehr.
  13. Coco Chanel & Igor Stravinsky (Frankreich 2009, Regie: Jan Kounen) Über weite Strecken ist das Biopic über die Liebesaffaire zwischen der berühmten Mode-Designerin und Stravinsky (Mads Mikkelsen) traumhaft anzuschauen. Der Film beginnt mit der Uraufführung des "Sacre" in Paris, eine bemerkenswerte Ensemble-Szene mit Ballett-Aufführung, Orchester-Spiel, Eklat auf den Rängen und der spannungs-geladenen Situationen hinter dehn Kulissen. Auch sonst sonst ist Kounens Film, an Originalschauplätzen gedreht, edel ausgestattet mit erlesenen Kostümen. Die wort-karge Handlung fällt dem gegenüber ab. Es ist eben eine klassische Dreiecksgeschichte, die hier erzählt wird. So richtig weiß das Drehbuch auch nicht, wie es die Handlung zu einem Abschluss bringen soll. Der Film endet mit einer nicht uninteressanten, aber insgesamt doch etwas unmotiviert wirkenden Montage-Sequenz. Trotzdem sehr sehenswert, finde ich. Sehr gelungen ist auch die Integration von Stravinsky-Stücken mit der Filmmusik von Gabriel Yared.
  14. Invictus (USA 2009, Regie: Clint Eastwood) Eastwoods Manela-Biopic über dessen Präsidenzschaft und die Rugby-WM 1995, die Südafrika letztlich gewann, ist ein edles Stück Erbauungskino dessen Optimismus wider allen Hindernissen gerade in diesen Tagen sehr wohltuend ist. Morgan Freeman ist absolut großartig als Mandela. Die offenbar präzise nachempfundenen Rugby-Szenen sind virtuos getrickst und der Dreh an Original-Schauplätzen lässt den Film besonders stimmungsvoll wirken. Feines klassisches Erzählkino. Wenn gut gemacht, mag ich das. Und das ist hier definitiv der Fall.
  15. Sehe ich ähnlich. Natürlich hat das Ganze eher B-Movie-Charakter und ist am Ende wirklich arg überfrachtet. Aber eine solide spannende Action-Unterhaltung ist das für mich allemal.
×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Wir nutzen auf unserer Webseite Cookies, um Ihnen einen optimalen Service zu bieten. Wenn Sie weiter auf unserer Seite surfen, stimmen Sie der Cookie-Verwendung und der Verarbeitung von personenbezogenen Daten über Formulare zu. Zu unserer Datenschutzerklärung: Datenschutzerklärung/Impressum