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Mike Rumpf

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  1. Natürlich hat sich das Kino in den letzten Jahren radikal verändert, nicht nur durch CGI, sondern auch durch den Streaming-Markt und die beinahe unbegrenzte Verfügbarkeit von Film vom Kino über den heimischen TV bis zum Handy. Gleichzeitig ist die Quantität an filmischer Ware geradezu explodiert. Unglaublich, wie viele Filme/Serien dabei untergehen - ganz unabhängig von der Qualität. Das wird sicher in dieser Form über kurz oder lang implodieren - spätestens dann wenn sich die Marvel-Filme auf Netflix & Co. nicht mehr von denen im Kino unterscheiden und der Kinobesuch keinen nennenswerten Mehrwert an Erlebnis mehr bietet. Gleichzeitig finde ich aber auch, dass der Siegeszug von CGI es auch kleinen Filmen ermöglicht, auf erstaunlichem Niveau Effekte zu inszenieren. Insofern hat sich da auch etwas verlagert. Wobei z.B. Alex Garlands Ex-Machina (2014) mit einem 15Mio. Budget eigentlich genau die von die gewünschte Sparte belegt. Auch international tut sich einiges, z.B. der audiovisuell eindrucksvolle X - The Exploited aus Ungarn aktuell. So ein Film wäre in den 90er Jahren aus einer kleinen Filmnation völlig undenkbar gewesen. Letztendlich ist es wie in der Musik: Der Mainstream ist relativ klein geworden, weil die Geschmäcker sich immer weiter aufsplitten. Der Filmmarkt ist schon sehr unübersichtlich geworden. Man ist ja schon fast froh, wenn es dann mal einen Publikums-Konsens in Form eines Franchise gibt, weil so ziemlich alle Star Wars, Game of Thrones oder Harry Potter gesehen haben. Ansonsten gibt es kaum noch gute Diskussionen, weil doch eh jeder individuell was ganz anderes guckt. Was sicherllich etwas verloren gegangen ist, ist das recht freie/wilde Autorenkino der 60er bis 80er Jahre. Individuelle Regisseure gibt es aber - finde ich - immer noch: Sei es Wes Anderson, Denis Villeneuve, Ang Lee, Atom Egoyan, Lars van Trier, Tim Burton, Kenneth Branagh, Park Chan-wook usw. Klar, das US-Blockbuster Kino ist noch härter durchkalkuliert als jemals zuvor. Ein Milliionengrab wie Heaven's Gate, dass ein Studio an den Rand des Ruins bringt, ist heute kaum noch denkbar. Von einer Gleichschaltung der Stile und dem Verlust des Cinephilen würde ich eigentlich nur im innersten Kern des US-Blockbuster-Kinos sprechen (also Transformers, Marvel & Co.). Letztendlich glaube ich, dass man einfach mehr am Rande gucken muss, um spannende Werke zu finden Spannende Polit-Thriller, Horrorfilme und Science-Fiction-Filme gibt es da auch weiterhin. Hat sich nur alles verschoben. BTW: Zu Fantastic Beasts (Teil 2 kenne ich noch nicht): Für mich ein Film ohne irgendeine echte Handlung, der genau darunter leidet, zum Teil sich aber auch drollig losfabuliert. Gerade dieses Ziellose setzt sich schon von den stereotypen Handlungsverläufen typischer Blockbuster ab.. Dazu eher unscheinbare Helden und kein schlüssiger Handlungsaufbau. Einerseits spannungsarm, andererseits auch reizvoll, weil es teilweise aus den zu erwartenden Schemata ausbricht. Der Film pendelt für mich ganz seltsam zwischen seelenlosem Franchise und charmanter Fantasterei. Hat mich eher ratlos hinterlassen.
  2. Wie ein Arbeitskollege von mir es kürzlich formulierte: Wir sind einfach nicht mehr die Zielgruppe für diese Art Blockbuster-Kino. Ich erinnere mich gut, dass auch in den 80er und 90er Jahren die alten Hasen das Blockbusterkino fleißig aufgrund seiner Kommerzilität gescholten haben. Ob z.B. ein Lethal Weapon, ein Top Gun oder Days of Thunder bzw. Backdraft mehr inhaltliche/formale Qualität liefert als die aktuellen Marvel-Filme? Ich weiß nicht. Man erinnert sich halt nur an die guten Filme im nachinein. Wieviele unsägliche US-Komödien aus den 80ern und 90ern sind längst vergessen? Seelenlose Auftragsregisseure gab es damals auch schon. Waren wir als Teenager bis junge Erwachsene damals wirklich anspruchsvoller als die junge Generaton heute? Ich denke, da muss man im Urteil schon vorsichtig sein.
  3. Klangschöne Musik auf recht ausgetretenen Pfaden. Aber nett, dass die Musik nu auf CD vorliegt.
  4. Mike Rumpf

    Limitierte CDs Verkauf

    Varèse Club CDs: Matilda, David Newman The Kindred, David Newman The War of the Roses (David Newman) Magic Fire (Erich Wolfgang Korngold) F.I.S.T. (Bill Conti) Intrada: Troll (Richard Band) Ghost Warrior (Richard Band) The Resurrected (Richard Band) The Last Vikings/Dr. Leakey and the Dawn of Man (Ernest Gold/Leonard Rosenman) I have never forgotten you - The Life and Legacy of Simon Wiesenthal (Lee Holdridge) The Echo of Thunder (Laurence Rosenthal) FSM: Rio Conchos (Jerry Goldsmith) LaLaLand Records Haunted Summer (Christopher Young) Preisvorstellungen bitte per PN an mich.
  5. Klingt recht billig & schlicht. Denke, dass das eher Fake ist.
  6. Mike Rumpf

    Alexandre Desplat

    Desplat ist bei mir Hit & Miss. Vieles ist mir zu gleichförmig. Dennoch habe ich da natürlich auch meine Favoriten: Girl With a Pearl Earring (sehr nah am Williams-Pastiche, aber wunderschön) Ghostwriter The Golden Compass (finde den eigentlich durchgehend prima) Birth The Danish Girl (nicht weil der besonders originell wäre, aber nach dem Sehen des Filmes ist der irgendwie hängengeblieben) Lust, Caution (vor allem wegen dem schönen Liebesthema)
  7. Die geglättete Klangästhethik im Hollywood-Kino liegt natürlich in Zeitgeschmack und hat - da wäre ich bei Sebastian - auch eher zu- als abgenommen. Aber das ist natürlich auch Teil des Spiels: In jeder Dekade gibt es im Mainstream-Kino eine Art musikalischer Ästhetik, die vorherrscht: "so komponiert man eben derzeit" (Ausnahmen bestätigen die Regel). Dannn bricht jemand aus den Standards aus, macht erfolgreich was Anderes/Neues und die Reise führt woanders hin. Wie oben schon beschrieben: JNH ist schon immer ein Vertreter des Mainstream-Kinos gewesen. Seine Entwicklung ist vor allem die des Hollywood-Kinos insgesamt. Wer letztlich in Hollywood überleben will, muss eben auch zum Teil mit den Wölfen heulen. Und das heißt dieser Tage sich im Umfeld von Zimmer & CO. bewähren. Ich hab persönlich schon ein Faible für Newton Howards Musiken, auch wenn mir beileibe nicht alles von ihm gefällt (ist für mich eher ein hit & miss) und ich auch nicht synchron mit den gehypten Sachen wie Fantastic Beasts oder Maleficent gehe. Dafür schätze ich Blood Diamond, The Village, Snow White & The Huntsman, Roman J. Isr. sehr (letzter weil er so nett an Snow Falling on Cedars erinnert). Red Sparrow empfinde ich auch als richtig stark. Und ich höre da auch echte Instrumente ;-) Meiner Meinung nach sollte man ihn nicht überschätzen, muss jetzt aber auch nicht das Kind mit dem Bade ausschütten.
  8. Naja, "Ticket to Vienna" und "Didn't I do well" sollte man schon auch noch mitaufnehmen. Da ist man schon bei über einer halben Stunde. Wenn man dann noch ein paar der herrmannesken Spannungstracks dazunimmt, kommt man schnell auf 40 Minuten.
  9. Das ist eine spannende Frage. Auch wenn das folgende gewiss nicht die Legitimation des Seichten oder Bequemen sein soll: Filmmusik ist schon einer der Musikkontexte, der mit stilistischen Bausteinen arbeitet, die dem Filmzuschauer bekannt sind, um schnell und gezielt Assoziationen, Gefühle etc. zu erwecken. Dies gilt natürlich besonders für das Mainstream-Kino, wo es aus kommerziellen Kalkül keinen Sinn macht, den Zuschauer mit Herausforderndem zu irritieren (oder dies für die spezielle Note des Filmes meist nur in kleinen Dosen passieren darf). Die filmusikalische Direktheit im Ausdruck ist genaugenommen das, was mich an Filmmusik eigentlich reizt. Was wiederum nicht heißt, dass ich kompositorische Banalität oder Schlichtheit als Tugend ansehe. Wer nun ständig die Hochkultur in der Filmmusik sucht, mag da evtl. nur mit sehr wenigen Vertonungen wirklich glücklich werden. (Wobei ich natürlich weiß, dass Sebastian durchaus nicht nur sperrige modernistische Werke schätzt.)
  10. "plüschige und zahnlose Klangästhetik", das klingt für mich eher nach John Barry im Spätwerk oder Francis Lai als jetzt unbedingt nach James Newton Howard. Und ich finde auch immer noch, dass das alles recht filmabhängig ist. Wenn die Filme gelackte Hochglanzproduktionen mit entsprechenden musikalischen Vorgaben sind, dann hat der Komponist auch nur einen geringen Freiheitsgrad. Klar, kann auch in enggesteckten Rahmen Außergewöhnliches entstehen. Aber dafür ist James Newton Howard für mich nicht wirklich bekannt. Für mich eher ein Filmkomponist der mich gut, wenn Du willst auch plüschig, unterhält, bei dem es aber zu den richtigen großen filmmusikalischen Meilensteinen nicht ganz langt. Was ich jetzt aber auch nicht dramatisch finde. Für vielschichtigere und vielseitigere Filmmusik - da gibt es doch andere Filmkomponisten von Sarde, Piersanti bis Fielding oder Goldsmith der 60er und 70er.
  11. Ich bin zwar noch nicht zu einem abschließenden Urteil gelangt, aber kann Sebastans Meinung nicht so recht nachvollziehen. Klar, die Musik ist auf CD viel zu lang. Aber sebst jenseits der flankierenden Ecksätze gibt es durchaus ordentliches Suspense-Scoring mit gelungener Motivarbeit zu hören. Ich würde da auch auf 40-45 Minuten gute bis sehr gut durchkomponierte Filmmusik kommen. Und das ist schon mal mehr als 50% der Musik. Newtonb Howard ist ja schon immer einer der Mannen des Hollywood-Mainstream-Kinos gewesen, der eher selten mal konzeptuell aus dem "gelackten Hollywood-Klang" ausgebrochen ist, wie z.B. bei Snow falling on Cedars, Falling Down oder The Fugitive. Da kann ich beim besten Willen keine Entwicklung im negativen Sinne erkennen. Und Red Sparrow Konturlosigkeit/Edelkitsch vorzuwerfen finde ich ebenso diskutabel. Gerade das ballett-artige der "Ecksätze" mit der idomatischen Bezugnahme auf Tschaikowski - das ist doch nun wahrlich kein Stereotyp des aktuellen US-Kinos, welches man in jeder zweiten Filmmusik zu hören bekommt. Natürlich ist das ein Pastiche, aber wenn es stärker nach Schostakovich klänge, wäre es das ja nicht weniger. Es macht doch für mich überhaupt keinen Sinn, von jeder Filmmusik Modernismus und "Ecken und Kanten" zu fordern. Das setzt auch entsprechende filmische Vorlagen voraus und Produzenten, die das wollen/mitgehen. "Red Sparrow" bricht doch immerhin wohltuend aus dem elektronischem "Jason Bourne"-Stil der letzten 1-2 Dekaden aus, ist wirklich in den drei langen Stücken sorgfältig und detailverliebt auskomponiert. Muss man nicht mögen, finde ich aber deutlich stärker als der für mich nette, aber auch etwas überschätzte "Fantastic Beasts". Würde auch wetten, dass man Red Sparrow in Filmmusik-Konzerten der nächsten Jahre sehr sehr häufig zu hören bekommt.
  12. Mike Rumpf

    John Williams

    Was für einen Nicole Kidman-Film erwähnt er da?
  13. Ich denke, dass liegt auch ein bisschen an der gegenwärtigen Blockbuster-Ästhetik, die auf allen Ebenen hektisch und schnell erzählt, aber sich nicht die Zeit nimmt, auch mal eine Atmosphäre oder Stimmung auszukosten. Und das nimmt auch der Filmmusik Gestaltungsmöglichkeiten...
  14. Bin auch eher ein wenig skeptisch. Ich finde, dass neue Star Wars-Musiken von Williams damit stehen und fallen, ob es markante neue Themen und Motive gibt. Der eigentliche Klangkosmos ist auch für mich eher ausgelutscht. TFA hat mir sehr viel Spaß gemacht nicht zuletzt (aber nicht nur) durch das Rey-Thema, welches die Musik trägt. Erstaunlich, das selbst 1 Tag vor Kinostart noch kein Schnippsel Musik vom Soundtrack zu hören war. Disney hat da echt konsequent die Schotten dich gemacht.
  15. Nee, er stimmt Dir nich zu. Er hört bei allen seiner Lieblingsmusiken nur Ausschnitte. TFA ist da offenbar keine positive oder negative Ausnahme.
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