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Mike Rumpf

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  1. Und mal out of the box etwas nicht Triumphantes, aber auch mit weniger Zuckergehalt:
  2. eventuell ab 0:25 anfangen, wenn es denn gleich losgehen soll
  3. The World's End (USA 2013, R: Edgar Wright) Ich hab den Regisseur erst durch den großartigen Last Night in Soho kennengelernt und hab wohl etwas nachzuholen. The World's End beginnt als Trinkerfilm, bei dem eine Clique von Jugendfreunden nochmals in die Heimat zurückkehrt, um eine berüchtigte Kneipentour zu machen. Und endet wie der Titel schon sagt mit dem Ende der Welt. Auch wenn ich Alkoholexzesse im Kino generell nicht so mag (und Vinterbergs Rausch für reaktionäres Dreckskino halte) ist das hier schon sehr irrwitzig und bei allem Humor auch sehr hintersinnig und doppelbödig inszeniert. Vielleicht schielt das ganze hier und da etwas zu sehr auf selbstreflexives Kultkino, aber es verkommt nicht zum albernen Selbstzweck wie bei vielen vergleichbaren Produktionen.
  4. Free Guy (R: Shawn Levy, USA 2021) Es ist schon drollig, wie der Film wie Realfilm-Remake von The Lego Movie daherkommt, das in einer virtuellen Welt à là Ready Player One spielt. Kevin Reynolds spielt einen naiven Bank-Angestellten, der plötzlich herausfindet, dass er ein NPC (Non Player Character) in einem Videospiel ist. Der resultierende Film ist temporeich, virtuos getrickst und mit ein paar netten ironischen Gags versehen, aber auch im belanglosen Comedy-Erzählgestus vieler leichter Hollywood-Filme gehalten. Aus der interessanten Prämisse wird deshalb erstaunlich wenig gemacht. Lego Movie für die Gamer-Bubble. Bei allem Unterhaltungswert hat mir schon sauer aufgestoßen wie offensichtlich durchkalkuliert das Ganze ist.
  5. Only Murders in the Building (Hulu/Disney+) Eine äußerst vergnüglich-entspannte Krimi-Serie mit Steve Martin, Martin Short und Selena Gomez in den Hauptrollen, die in einem Apartmentkomplex für Reiche einen Mord aufklären und diesen gleichzeitig in einem True Crime-Podcast verarbeiten. Wer Knives Out mochte, wird hier auch seinen Spaß haben. Der eigentliche Who Dunnit ist allerdings eher unterkomplex (und die Auflösung früh erkennbar), aber das mindert den Charme in keinerlei Hinsicht. Toll auch das Cameo von Sting, der sich hier selbst spielt und aufs Korn nimmt. Macht sehr viel Laune und langweilt aufgrund der knapp halbstündigen Episoden auch nicht. Sehr hübsch ist auch die Filmmusik von Siddhartha Khosla .
  6. Passing (USA 2021, R: Rebecca Hall) Das Regiedebüt der wunderbaren Rebecca Hall erzählt von der Freundschaft zweier farbiger Frauen im New York der 20er Jahre. Die eine wohnt in Harlem, die andere hat einen weißen Mann geheiratet und aufgrund ihres hellen Teints ihre afro-amerikanische Herkunft verheimlicht. Leider ist das alles sehr abstrakt und episodisch inszeniert. Die SW-Bilder im 4:3 Format sind genauso elegant wie statisch. Wie bei Mank im Vorjahr hat mich aber irritiert, dass zwar das Kino der Zeit imitiert wird, gleichzeitig aber eine Hochglanz-Optik verwendet wird, die so nur mit digitalen Kameras möglich ist. Genauso inkonsistent wirkt es auf mich, dass die Inszenierung zwar einerseits sehr stilisiert ist, andererseits aber ausgerechnet der Musik nur wenig Raum gegeben wird, den Film zu tragen. Ein bisschen Klavier-Jazz ist da zu hören, der trägt aber nur wenig zum Film bei. Passing thematisiert natürlich den Rassismus der Zeit und die Lebenslügen, die dieser hevorgebracht und nötig gemacht hat. Aber das ist bei allen guten Ansätzen und der leider immer noch vorhandenen Aktualität leider sehr leblos inszeniert und inhaltlich über das Offensichtliche hinaus eher belanglos. Leider eine Enttäuschung.
  7. Das trifft auch meinen Eindruck ziemlich präzise. Ein echter Könner, der aber auch darunter leidet, dass seine Filmographie so arg durchwachsen ist. Da ist ja kaum ein wirklich guter Film dabei. Musikalisch stark von ihm finde ich Bless the Child, Shipping News und Copycat. Seine Monkey Kings waren mir zu sehr "over the top".
  8. Solche Analysen wie es sie mittlerweise auf youTube und manchen BLOGs gibt, habe ich früher auch immer vermisst - ob nun in Booklets oder Rezensionen. Das wären für mich als Nicht-Musikwissenschaftler sehr nützliche Quellen gewesen, um Argumente zu unterfüttern und qualitative Unterschiede herauszuarbeiten. Grundsätzlich verstehe ich meine Texte (damals wie heute) aber so, dass sie sich nicht in erster Linie an Musikwissenschaftler richten, die ja bei entsprechendem Interesse selbst die Partituren lesen und analysieren wie es Sebastian tut. Worauf ich eventuell Lust hätte, wäre ein regelmäßiges Filmmusik-Podcast zu ausgewählten Themen. So etwa gibt es bislang so weit ich weiß im deutschsprachigen Raum fast gar nicht, oder?
  9. Ich denke auch, dass das verschwinden von Seiten mit Rezensionen zu Filmmusik mehrere Gründe hat: Zum einen kann jeder heute innerhalb von Sekunden im Netz jede Filmmusik probehören, so dass die Notwendigkeit, bei Kauf-Entscheidungen zu helfen, weggefallen ist. Zum anderen wird inzwischen so viel Filmmusik veröffentlicht, dass es quasi unmöglich ist Schritt zu halten und den Überblick zu bewahren. Meine persönliche Sicht in Bezug auf www.filmmusik2000.de ist aber noch etwas anders: Wenn man so eine Filmmusik-Seite betreibt, dann macht das sehr viel Spaß. Allerdings ist es eben auch viel Arbeit, regelmäßig Content zu produzieren, was alles in der Freitzeit passieren muss. Bei mir hat die Gründung einer Familie und ein beruflicher Einsatz im Ausland irgendwann den Stecker gezogen. Zugleich hatte ich auch immer weniger Lust, mich durch mittelmäßige Filmmusiken zu quälen (bei allem Respekt für die Arbeit von Komponisten), um dann ein paar Zeilen schreiben zu können. Das hat mich irgendwann immer weniger interessiert. Und so geht es halt vielen, die so eine Seite mehr oder weniger allein betreiben. Mich wundert immer ein wenig, wie manche US-Kollegen das schon so lange durchhalten. Aber vielleicht ist das auch eher zufällig, weil alleinstehend/keine Kinder oder so. Eine Alternative wäre gewesen, die Seite zu kommerzialisieren, aber das hätte sich wahrscheinlich nicht gelohnt und den Druck nur erhöht, Content liefern zu müssen. Inzwischen habe ich die Seite konzeptuell etwas umgestellt. Da ich Musik-Analysen auf Basis des Noten-Materials nicht leisten kann, ist der Schwerpunkt dahingewandert, mehr auf die Funktion im Film zu schauen. Natürlich nur dann, wenn es Sinn macht und sich daran etwas zeigen lässt, etc. Wenn etwas auch noch autonom starke Musik ist, wird das erwähnt, ist aber nicht mehr das Hauptziel, es sei denn ich habe das Gefühl, eine Musik ist ziemlich untergegangen. So mache ich derzeit im Laufe des Jahres Artikel, wenn ich Lust dazu habe und wenn es mir zeitlich passt. Und ich lasse mir auch viel mehr Zeit, für einen einzelnen Text. Corona war in dieser Hinsicht allerdings mehr oder minder eine Vollkatastrophe: Zum Teil mehr zu tun im Job, dann noch Home Schooling und Kinder-Bespaßung stemmen und die Unlust, nach einem zu Hause im Arbeitszimmer vor dem PC verbrachten Tag nach Feierabend an jenem PC weiter Texte zu schreiben. Seitdem komme ich zu kaum mehr etwas. Inzwischen ist es wieder etwas besser geworden, aber immer noch schwankend.
  10. Ich würde mich ja über Bridget Jones von Patrick Doyle freuen. Hat zwar nicht so viel Musik, könnte man aber gut koppeln.
  11. Bei mir läuft die Doppel-CD gerade: Ein sehr schönes Album mit nur wenigen Durchhängern. Dem Thema der Filme entsprechend ist die Musik deutlich an der Folklore des Mittelalters angelehnt, aber der Romantizismus Delerues blitzt überall sehr reizvoll durch. Sicher hier und da des Guten zu viel. Aber trotzdem durchaus lohnend, finde ich. Deutlich besser als das erste Album mit Delerue-Fernshemusiken von Music Box.
  12. Kingdom of Heaven finde ich sehr stark. Das Mittelalter-Thema scheint ihm zu liegen.
  13. Nein, es ist mir nicht egal. Aber ich habe keinen Einfluss auf die Veröffentlichungspolitik der Labels. Natürlich würde ich mir auch eher eine Neueinspielung von Friedhofers "Joan of Arc" als nun das sicher nicht schlechte Black Patch-Duo wünschen. Aber es ist eben keine Frage von entweder-oder. Ein Kickstarter bei Joan of Arc hätte eben nur wenig Aussicht auf Realisierung. Mit der subjektiven Einschätzung meinte ich eher die Zufriedenheit mit einzelnen Veröffentlichungen. Nur weil mich etwas nicht interessiert, ist eine Veröffentlichung deshalb noch lange nicht sinnlos oder überflüssig. Ja, es gibt eine Goldsmith-Häufung - aber spielt die langfristig gesehen so eine große Rolle? Es fehlt vielmehr der Golden Age-Sektor, weil da kommerziell nichts geht. Mehr Leidenschaft, mehr Idealismus fordern? Legitim, aber welcher Hahn kräht danach? Das meinte ich mit müßig.
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