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Mike Rumpf

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  1. Würde noch Toothless. Smitten und As long as he's safe einbauen. Ich bin ja auch kein Fan von Powells 80 Minütern, aber hier finde ich die Musik doch fast immer delikat, reizvoll instrumentiert und mit einer Ballett-artigen Eleganz ausgestattet. Man merkt Powell die durch seine Konzertwerke gewonnene Erfahrung an. Wenn man die Vorgänger-Filmmusiken nicht mochte, wird man hier natürlich auch nicht glücklich. Aber ich finde die Musik schon deutlich gelungener als Solo oder Newton Howards Fantastic Beasts.
  2. Ich finde die Musik außergewöhnlich gut. Powell wirft da viel in die Wagschale, großes Orchester + Chor und eine üppige, überbordende Klangsprache. Eine solche Kombination ist in den lezten Jahren viel zu oft mit ungelenkem Bombast schief gegangen. Doch die Balance stimmt hier. Selbst über 80 Minuten hängt die Musik nicht durch, ist fast immer thematisch durchgearbeitet. Das "Drachen-Liebesthema" ist ein Traum. Und selb st in den Schlachtsequenzen übertreibt es Powell dieses Mal nicht. Klar hat das auch einen Hang zum Kitsch und zur großen Hollywood-Geste, aber ich habe derlei lange nicht mehr so versiert gehört wie hier. Vielleicht bislang Powells reifeste Filmmusik.
  3. Mike Rumpf

    Der beliebteste Kino-Soundtrack 2018 / Nominierungen

    Die CD erscheint bei Sony Classical am 8.2.
  4. Mike Rumpf

    Der beliebteste Kino-Soundtrack 2018 / Nominierungen

    Nomininiere noch: Yomeddine, IOmar Fadel. (feine fröhliche folkloristische Musik, erinnert an Beasts of the Southern Wild)
  5. Mike Rumpf

    Der beliebteste Kino-Soundtrack 2018 / Nominierungen

    Ja, habe ihn schon gehört. Eine zurückhaltende Vertonung, die aber einen spröden Charme besitzt. Wunderschön ist das Liedthema, mit dem Doyle bruchlos an frühere "Shakespeare"-Musiken von ihm anknüpft. In einem extrem schwachen Filmmusik-Jahr ist das noch halbwegs ein Lichtblick. Aber nicht zu viel erwarten. An "Much Ado" oder "As you like it" ist hier nicht zu denken.
  6. Mike Rumpf

    Der beliebteste Kino-Soundtrack 2018 / Nominierungen

    All is true, Patrick Doyle (oder gilt der erst für 2019, in den USA hatte er 2018 ausgewählte Aufführungen)
  7. Mike Rumpf

    Der beliebteste Kino-Soundtrack 2018 / Nominierungen

    Otros Mundos, Carlos M. Jara (sehr empfehlenswert, gibt's bei youtube)
  8. Mike Rumpf

    Lakeshore Records: COLETTE (Thomas Adès)

    Eine feine Musik, die im Detail auch sehr eigenwillig instrumentiert ist wie z.B. "Dream of Egypt". In einem schwachen Filmmusik-Jahr eine der besten Musiken.
  9. Nur ein erster Eindruck vom Nebenbeihören: Sehr ordentliche Musik, die aber zu keiner Sekunde wirklich aufhorchen lässt. Ohne eine gute, prägende Idee ist Minimalismus in der Filmmusik aber für mich ohnehin ziemlich ausgelutscht.
  10. Die Musik versucht sich zwar mir R&B Elementen von der Gleichförmigkeit im Genre abzusetzen, aber mich überzeugt das abseits einzelner Momentaufnahmen überhaupt nicht. Es fehlt der aufufernden Komposition völlig an Struktur & Entwicklung. Die wenigen thematischen Akzente bleiben dazu blass. Hab schon beim ersten Hören nicht bis zum Ende durchgehalten.
  11. Etwas verspäter hier meine Kritik zur Filmmusik: http://www.filmmusik2000.de/tomb-raider-tom-holkenborg Allerdings hole ich etwas weiter aus
  12. Höre die CD gerade nebenbei. Kann schon sein, dass der Einspielung bei der Intonation hier und da die Schärfe oder die Dringlichkeit des Originals fehlt. Gerade in den dramatischen Ausbrüchen. Dafür sind die lyrischen Passagen wunderschön mit viel Wärme gespielt. Von einer Katastrophe oder einem angeblich überforderten Orchester ist das alles weit entfernt. Finde die Aussagen von Muething da völlig überzogen. Und dass sich die Produzenten über solche einfach mal dahingerotzen Meinungsbekundungen ärgern, kann ich auch gut verstehen.
  13. Nein, Thomas Muething schreibt nicht mehr im Cinemusic-Forum. Soweit ich mich erinnern kann, ist er damals dort auch angeeckt. Inzwischen treibt er bei der ein oder anderen Facebook-Gruppe sein Unwesen. Hat mitunter radikale Ansichten zu einzelnen Themen, die er dann mit "Hauruck"-Polemik äußert. Mich hat das nie so richtig gestört, weil ich mit dieser Art der Polemik in der Regel keine Probleme habe, solange es nicht beleidigend wird. In der FSM-Diskussion hat er sich aber auch für mich offensichtlich verrannt. Keine Ahnung, was das sollte. Im Cinemusic-Forum gibt es übrigens kaum bis gar keine Diskussionen mehr. Das Forum ist inzwischen ziemlich verwaist. Schade eigentlich. Fand das war immer ein angenehmer Platz für Diskussionen. Den Eindruck "von Nase hoch gehalten" hatte ich persönlich nicht.
  14. Natürlich hat sich das Kino in den letzten Jahren radikal verändert, nicht nur durch CGI, sondern auch durch den Streaming-Markt und die beinahe unbegrenzte Verfügbarkeit von Film vom Kino über den heimischen TV bis zum Handy. Gleichzeitig ist die Quantität an filmischer Ware geradezu explodiert. Unglaublich, wie viele Filme/Serien dabei untergehen - ganz unabhängig von der Qualität. Das wird sicher in dieser Form über kurz oder lang implodieren - spätestens dann wenn sich die Marvel-Filme auf Netflix & Co. nicht mehr von denen im Kino unterscheiden und der Kinobesuch keinen nennenswerten Mehrwert an Erlebnis mehr bietet. Gleichzeitig finde ich aber auch, dass der Siegeszug von CGI es auch kleinen Filmen ermöglicht, auf erstaunlichem Niveau Effekte zu inszenieren. Insofern hat sich da auch etwas verlagert. Wobei z.B. Alex Garlands Ex-Machina (2014) mit einem 15Mio. Budget eigentlich genau die von die gewünschte Sparte belegt. Auch international tut sich einiges, z.B. der audiovisuell eindrucksvolle X - The Exploited aus Ungarn aktuell. So ein Film wäre in den 90er Jahren aus einer kleinen Filmnation völlig undenkbar gewesen. Letztendlich ist es wie in der Musik: Der Mainstream ist relativ klein geworden, weil die Geschmäcker sich immer weiter aufsplitten. Der Filmmarkt ist schon sehr unübersichtlich geworden. Man ist ja schon fast froh, wenn es dann mal einen Publikums-Konsens in Form eines Franchise gibt, weil so ziemlich alle Star Wars, Game of Thrones oder Harry Potter gesehen haben. Ansonsten gibt es kaum noch gute Diskussionen, weil doch eh jeder individuell was ganz anderes guckt. Was sicherllich etwas verloren gegangen ist, ist das recht freie/wilde Autorenkino der 60er bis 80er Jahre. Individuelle Regisseure gibt es aber - finde ich - immer noch: Sei es Wes Anderson, Denis Villeneuve, Ang Lee, Atom Egoyan, Lars van Trier, Tim Burton, Kenneth Branagh, Park Chan-wook usw. Klar, das US-Blockbuster Kino ist noch härter durchkalkuliert als jemals zuvor. Ein Milliionengrab wie Heaven's Gate, dass ein Studio an den Rand des Ruins bringt, ist heute kaum noch denkbar. Von einer Gleichschaltung der Stile und dem Verlust des Cinephilen würde ich eigentlich nur im innersten Kern des US-Blockbuster-Kinos sprechen (also Transformers, Marvel & Co.). Letztendlich glaube ich, dass man einfach mehr am Rande gucken muss, um spannende Werke zu finden Spannende Polit-Thriller, Horrorfilme und Science-Fiction-Filme gibt es da auch weiterhin. Hat sich nur alles verschoben. BTW: Zu Fantastic Beasts (Teil 2 kenne ich noch nicht): Für mich ein Film ohne irgendeine echte Handlung, der genau darunter leidet, zum Teil sich aber auch drollig losfabuliert. Gerade dieses Ziellose setzt sich schon von den stereotypen Handlungsverläufen typischer Blockbuster ab.. Dazu eher unscheinbare Helden und kein schlüssiger Handlungsaufbau. Einerseits spannungsarm, andererseits auch reizvoll, weil es teilweise aus den zu erwartenden Schemata ausbricht. Der Film pendelt für mich ganz seltsam zwischen seelenlosem Franchise und charmanter Fantasterei. Hat mich eher ratlos hinterlassen.
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