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Beiträge von Lars Potreck
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Das stimmt sicherlich, aber in den Hörproben auf Itunes hat man zumindest in den ersten 10 Tracks eher die Passagen genommen, die mehr nach "Geräuschkulisse" klingen als die die krachen und keine Gefangenen machen. Wobei auch dort schon melodische Momente zu hören sind. Ich muss mir den mal in Ruhe in Gänze anhören, wobei die Lauflänge schon extrem ist für so einen Score.
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Nun höre ich Tuomas Kantelinens Musik aus dem chinesischen Heist-Actionfilm The Adventureres. Ein Mix aus leichter Rock und Orchestermusik und dem typischen Blechbläser-Streicher Sound für so eine Heist Thematik. Es gibt auch ein schönes romantisch-melancholisches Thema für Klavier und Streicher. Der Score ist insgesamt ein typischer Vertreter dieses Filmgenres, aber er funktioniert ausgezeichnet im Film und macht als Album kurzweiligen Spaß.
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Ich höre gerade die Musik aus dem Horrorfilm The Farm, komponiert von Sergei Stern. Die Musik wird von einigen wenigen Live Instrumenten gespielt, wobei die Solo Violine für das prägnate Hauptmotiv verantwortlich ist. Hinzu gesellt sich etwas Sound Design. Der Score erinnert mich an einigen Stellen an Christopher Youngs Musik zu Sinister, da auch hier teilweise die Instrumente für unheimliche Geräusche sorgen, die eine düstere beklemmende Stimmung erzeugen. Wenn man die Musik im Dunkeln hört, kann die schon durchaus gruseln. Ingesamt ein netter Score.
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Ich hatte nur in die ersten paar Tracks auf iTunes reingehört. Die klangen eher nach Drone Score. Muss ich mal auf YouTube genauer reinhören.
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Der Samstag startet mit der Musik aus dem Film Enemies Closer. Für die dritte Zusammenarbeit von Jean Claude van Damme und Regisseur Peter Hyams hat diesmal Tony Morales den Score komponiert. Der Score ist überwiegend elektronisch, wobei auch einiges nach Orchester klingt. Die Musik setzt auf Rhythmen und Motive. Themen geschweige denn einprägsame Melodien sind nicht vorhanden. Im Film funktioniert der Score ausgezeichnet und gibt den, für ein B-Movie, sehr ordentlichen Actionszenen die nötige Spannung und Dramatik. Die restliche Musik setzt eher auf Atmosphäre. Insgesamt aber auch ein völlig austauschbarer Score, den man auch unter zig ähnlich gelagerte Filme packen könnte. Die Musik könnte auch von nem RCPler aus der zweiten Reihe stammen. Im Film sehr ordentlich, als Höralbum aber definitiv kein Must Have.
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Sehr schöner Score. Die EInfachheit der Komposition passt zur Einfachheit des Films. Nicht negativ gemeint. Selbst das CD Cover des Soundtrack ist einfach gehalten. Das hätte tatsächlich etwas hübscher sein können.
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Gerade eben schrieb magnum-p.i.:
Hmmmh... dann habe ich vielleicht zu früh abgebrochen. Muß ich dann doch alle mal nachholen.
Teil 3 und 5 sind ganz nett. Teil 2 ist das CGI recht dürftig, aber insgesamt funktioniert der Film als Prequel durchaus für einmal schauen. Teil 4 fand ich Mist. Da rettet leider auch der Score nix.
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Gerade eben schrieb magnum-p.i.:
Ich glaube, ich wußte bis jetzt gar nicht, daß es da bereits vier Filme gibt. Den ersten hatte ich damals noch im Kino gesehen und fand ihn ganz gut. Den zweiten dann wohl nicht mehr so, weshalb ich aus der Reihe ausstieg. Den Soundtrack zum vierten Film werde ich mir mal anhören. Neben orchestralen mag ich ebenfalls Soundtracks, die in die Rock- und Synthierichtung gehen, wie z. B. "Fluch der Karibik" und auch "Beverly Hills Cop", "Miami Vice", "Airwolf", "Flash Gordon", "Knight Rider" und "Blue Thunder". Obwohl größtenteils ohne Orchester, haben die o.g. Filme und Serien musikalisch wirklich etwas zu bieten.
Es gibt sogar schon 5 Filme. 😁 Für Teil 2 schrieb Klaus Badelt die Musik, für Teil 3 Trevor Morris und für Teil 5 Frederik Wiedman. Alle Scores sind unterhaltsam, Teil 4 ist aber der spaßigste.
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vor 21 Stunden schrieb TheRealNeo:
Finde den Aspekt sehr spannend nochmal aufzugreifen, da ich mich gerade durch Gore Verbinksis Filmographie arbeite und da ja auch der Punkt kommt, wo Silvestri dann bei PIRATES OF THE CARRIBEAN gegangen wurde, aber ja schon bei THE RING Hans Zimmer die Musik komponieren durfte und nicht Silvestri.
Und dahingehend habe ich beim Recherchieren eben auch den Punkt gefunden, dass es u.a. wohl daran lag, dass Verbinksi nach einer musikalischen Herangehensweise gesucht hat, die mehr auf Atmosphäre aus war, denn auf Melodien und so zu Zimmer kam. Wobei ich den 90er-Zimmer nun gar nicht so fernab von motivischer Arbeit angeordnet hätte.Aber man wollte wohl mehr einen unterschwelligen Klangteppich als einen melodischen Score, der einen durch den Film bzw. die Szene leitet. Frage nur, ob Silverstri ersteres auf Ansage nicht auch hätte machen können.
Finde ohnehin Silvestris Arbeiten für Verbinksi ganz spannend. Bei MOUSE HUNT erinnerte er mich irgendwie an John Williams, im positiven Sinne und bei THE MEXICAN hatte ich beim Schauen den Irrglauben das sei schon Hans Zimmer gewesen, der das komponiert hat.^^http://www.reviewgraveyard.com/Interview/03-08-22_HansZimmer.htm
In diesem Interview erzählt Zimmer, dass er The Ring zuerst nicht machen wollte, da er ein Jahr Auszeit nehmen wollte. Verbinsky hat ihm dann aber Filmmaterial gezeigt und weil der Score wohl anders werden sollte, als das was er bisher vertont hat, hat er dann zugestimmt. Warum Verbinsky aber überhaupt Zimmer fragte, wird auch hier nicht geklärt.
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vor 13 Stunden schrieb Mistermaffay:
Kennst du Geoff Zanelli‘s SCORPION KING 4 ? Falls nicht, solltest du unbedingt mal reinhören. Dieser Score macht das was Fluch der Karibik 1 macht - nur deutlich besser.
Scorpion King 4 ist gewiss kein Meisterwerk und auch relativ stumpf und vorhersehbar - aaaaber er macht viel Spaß. Du bekommst einen Pop-sinfonischen Abenteuer Score mit ein wenig E-Gitarren Elementen hier und dort - und vor allem: sehr eingängige fetzige Themen (absolut im Stil von Fluch der Karibik -mag daran liegen, dass Zanelli ja einer der Hauptkomponisten von allen fünf POTC-Filmen war) .Dann waren ja nicht nur Amateure am Werk, denn immerhin war Zanelli ja in der Lage, später den deutlich besseren Scorpion King 4 zu komponieren.
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http://nfte.org/interviews/TR273.html
Hier ist ein Interview mit Trevor Rabin aus 2002, in dem er erzählt, dass er Pirates 1 vertonen wollte und sogar ein Demo Theme komponierte. Wobei er dachte, dass der Film eher in Richtung der Park Attraktion gehen würde. Am Ende soll es aus terminlichen Gründen nicht geklappt haben. Von daher keine Ahnung, wann wer für den Film eigentlich vorgesehen war und was für eine Musik den Machern vorschwebte. Pirates 1 und Bad Boys II wurden übrigens fast parallel komponiert. Einer der hans-zimmer.com Jungs erzählte im FSM Forum, dass Steve Jablonsky von Pirates 1 abgezogen wurde, um bei Bad Boys II zu unterstützen.
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Fand den Goldeneye Score schon damals beim Kinobesuch sehr prägnant und effektiv. Finde den Kontrast des "kühlen" metallisch elektronischen Sounds und dem melodiös romantisch bondigen Sound sehr reizvoll. Ich hatte den Film auch vor einigen Monaten wieder gesehen und durch Serras Sound wirkt die typische Bond Musik in der Panzer Szene schon etwas klischeehaft und im Gesamtkonzept auch etwas out of place für mich. Eine erweiterte Fassung der Musik kann gerne kommen.
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Aktuell höre ich Steve Jablonskys Musik aus dem Film The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning. Da die Unrated Version bei uns ja kürzlich komplett auf Deutsch auf Blu-ray erschienen ist, habe ich mir den Film gestern Abend angeschaut. Hatte bisher nur die geschnittene R-Rated Fassung auf DVD. Ein sehr brutaler, eklig verstörender Film, der super atmosphärisch und unterhaltsam ist. Dazu trägt auch Steve Jablonskys überwiegend orchestraler Score im RCP Stil bei. Wobei auch Elektronik und Sound Design vorkommen. Die Musik ist agressiv, brutal und verstörend (manche würden sagen verstörend schlecht 🤣). Gruselig ist sie nicht und originell schon gar nicht. Sie ist aber sehr effektiv und atmosphärisch, wenn auch auf kompositorisch stumpfe Weise. Jablosnky hat sogar ein prägnantes Motiv komponiert, das gleichzeitig melancholisch wie bedrohlich wirkt. Auch der "Quietsch Sound" ist äußerst effektiv eingesetzt. In der Actionmusik dominiert ein prägnanter Percussion Rhythmus. Ich würde sagen, die Musik ist eher ein Action Slasher Score, wie es der Film ja auch ist. Insgesamt ein absolut cooler Film, auch Dank des Scores.
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Das Album läuft bei mir jetzt schon einige Durchgänge. Ein sehr sehr cooler Actionscore, aber stellenweise auch ein einziger Flickenteppich. Man hört raus, dass Rabin ein durchgängiges musikalisches Konzept hatte, dieses durch die weiteren Komponisten aber leicht "aufgeweicht" wurde. Die Musik ist ein lauter "energiegeladener Elektro-Rockmusik-Orchestermix mit vielen Gitarren- und Electric Cello Passagen von Martin Tillman. Die Hip Hop Beats von Dr. Dre für die Mike/Marcus Szenen sind nicht auf dem Album. Trotz der vielen Köche ist das Endresultat recht einheitlich geworden.
Ich habe letztens nochmal den Film gesehen und der Score kommt da schon richtig geil. Die Action, so wie Michael Bay sie inszenierte, rockt mit der Musik gewaltig. Man wollte diesmal kein prägnant thematischen Score. Für Mike/Marcus wollte man einen prägnanten Hip Hop Beat und ließ Mark Mancinas Original Thema sowie sein Thema für Teil 2 daher außen vor. Nur in 2 Stücken hat Rabin das Thema für Teil 2 leicht eingearbeitet. Rabin selbst hat dafür mehrere prägnante Motive geschrieben, wobei das eingängigste das für den Bösewicht Tapia ist. Mir gefällt sein Gitarren Motiv sehr, da es gleichzeitig gefährlich wie melancholisch klingt. Eine sehr prägnante Gitarren Melodie. Rabin hat noch ein zweites prägnantes Motiv, ja fast Thema, für die Bad Boys geschrieben, welches heroisch melancholisch anmutet. Die Actionmusik enthält oft vereinzelte Motive für das Cello, die E-Gitarre und die Drums gespielt von Rabins Stammschlagzeuger Lou Molino.
Als ich damals den Film im Kino schaute war ich vom Score eher enttäuscht, weil ich auf prägnante eingängie Themen gehofft habe, wie von Rabin gewohnt und wie in Teil 1 geliefert. Im Laufe der Jahre ist der Score bei mir aber stark gewachsen. Das fängt schon mit Paul LInfords Opening Track an.
Super eingängies Motiv, welches den Anfnag des Films ausgezeichnet untermalt. Das rockt einfach.
Ein weiteres prägnantes Stück ist Steve Jablonskys Musik für die Causeway Verfolgungsjagd, im Film wie auch auf dem Album.
Eins meiner Lieblings Suspense Stücke ist Tapia and Syd Ocean. Ich mag den Anfang mit Elektronik und wie dann die Gitarre und das Cello hinzukommen und das Motiv des Bösewichts spielen sehr. Ebenfalls sehr prägnant.
Und hier Rabins Thema für die Bad Boys. Einfach, aber prägnant.
Ein weiterer Titel, der mir sehr gefällt ist Syd's Cover Is Blown. Ich mag den Suspens Aufbau zu Anfang und wie dann langsam in die "energiegeladene" Action übergegangen wird. In der Szene kommt die Musik richtig gut.
Ein für mich zentrales Stück des Scores ist der Titel Tapia Has Syd, welches auch gleichzeitig den "Flickenteppich" aufzeigt. Die Musik ändert in dem Stück mehrmals die Richtung und auch wenn dies nicht meine bevorzugte Version ist, klingt sie doch sehr cool und ist im Film super effektiv.
Ich hätte für die Szene tatsächlich Version 2 genommen. Das Stück ist von Rabin durchkomponiert und verwendet ausführlich sein Bad Boys Motiv/Thema. Das Stück ist einfach die rundere Sache für mich. Ein klassischer Rabin Track.
Das Actionbrett des Scores ist Tapia Attack. Laut, wild und energiegeladen. Untermalt die fantastische Actionszene ausgezeichnet. Auch hier gefällt mir wieder der langsame Aufbau. Zuerst Suspense, die sich immer weiter steigert bis die Action dann explodiert. Da hat Rabin ganze Arbeit geleistet.
Die Verfolgunsjagd zwischen Hummer und Jeep hat dann auch nochmal eine coole prägnante motivische Actionmusik bekommen. Hier kommt dann Rabins The One durch. Der Rock Part ist 1:1 daraus. Am Ende gibt es dann nochmal ein klassisches Rabin Motiv/Thema. Toller Track.
Ich bin sehr glücklich, dass der Score endlich eine offzielle Veröffentlichung erhalten hat. Er ist komplett anders als Teil und dennoch finde ich ihn perfekt für den Film. Passt einfach zu Michael Bays wilder abgedrehter Inszenierung. Wobei ich auch verstehen kann, wenn man mit dem Musikstil nichts anfangen kann, ja ihn sogar schrecklich findet. Der Klang des Albums ist ausgezeichnet. Klar und detailliert und die Actionmusik hat ordentlich Druck. Da geht nix unter im "Musikmatsch". Auch die Alternates sind hörenswert. Wer den Score im Film mochte, wird denke ich auch das Album mögen.
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Ich habe mir die CD nun geholt. Ich mag den Score sehr. Cooler "stumpfer" Orchester/Elektro Beats Actionscore. Der Klang ist fantastisch. Klar und detailliert. Fairerweise muss man sagen, dass der Score eher davon lebt, wenn man ihn am Stück hört. Einzelne "Anspieltips" gibt es außer My Name is Lincoln nicht wirklich. Was aber auch nicht schlimm ist. Das Hauptthema wird auch erst in dem Track voll ausgespielt, ansonsten immmer nur durch Streicher, Vocals oder Klavier angedeutet, was aber dramaturgisch auch Sinn macht. Die Actionmusik hat ein paar wirklich coole Elektro/Perussion Rhythmen zu bieten. Man muss diesen Scorestil schon mögen. Jablonsky knüpft musikalisch da an, wo mit Bad Boys II begonnen wurde. Nur ist The Island thematisch/motivisch dann doch etwas prägnanter ausgefallen. Für mich lohnt sich die erweiterte Fassung sehr, aber das reguläre Album präsentiert den Score auch völlig ausreichend. Wenn man den Score aber mag, kann man hier durchaus zugreifen, schon allein wegen des Klangs.
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Urban Legends: Final Cut - John Ottman
Frankenstein - Alexander Desplat
Set It Off - Christopher Young
Diplomatic Situation - Liu Ye
Telefon/Hide In Plain Sight - Lalo Schifrin/Leonard Rosenman
The Suspect - Michael Kamen
The Island (Expanded) - Steve Jablonsky
Bad Boys (30th Anniversary Expanded) - Mark Mancina
Bad Boys II - Trevor Rabin
Tinker Bell - Joel McNeely
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vor 8 Stunden schrieb Sebastian Schwittay:
Ich finde dieses Pochen auf die Funktionalität zwar befremdlich (weißt du ja), aber die lange Flucht-Sequenz in Baktan Cross wird vom treibenden Greenwood-Stück ("Ocean Waves" in der Langfassung) doch unglaublich aufgepeitscht; das Stück vermittelt die Paranoia und gehetzte Panik der DiCaprio-Figur perfekt, und ist damit auch weitgehend "funktional" deutbar. Auch der "Sisters of the Brave Beaver"-Track beim DNA-Test: das ist oktatonische Spannungsmusik, und damit durchaus funktional, siehe die lange Tradition oktatonischer Action- und Suspense-Filmmusik im jüngeren Hollywood-Kino (PREDATOR, THE RELIC, STARSHIP TROOPERS...).
Aber wie gesagt: statt von "Funktionalität" würde ich eher von "Dimensionierung" sprechen. Das macht gute Filmmusik aus: sie gibt dem Film eine zusätzliche, ästhetische und/oder emotionale Dimension, die dem Film nicht dient, sondern ihm etwas hinzufügt, was er ohne die Musik nicht hätte.
Ästhetisch: der Greenwood-Sound ist unglaublich charakteristisch und distinkt, vor allem durch die modalen Harmonien, die Art und Weise, wie Greenwood einzelne Dur-Akkorde setzt, oder die prägnante kammermusikalische Instrumentierung. Greenwood verleiht dem Film - wie allen Anderson-Filmen - einen wiedererkennbaren auditiven Stil.
Emotional: die drängende Schmerzlichkeit, die den Kern des Scores - das "Baby Charlene"-Thema - ausmacht. Das ist das Thema für die väterliche Liebe zur Tochter und vertont fast alle wichtigen emotionalen Szenen des Films. Was wäre die ganze Jagd am Ende ohne das Baby-Charlene-Thema? Alles Emotionale im Film kreist um diese thematische Idee, die sich verzweifelt durch Moll-Akkorde wühlt, und dabei immer wieder kurz (!) einen warmen Dur-Akkord erreicht, so als ob DiCaprio seine Tochter für einen flüchtigen Moment zu fassen bekäme (Track 4: 0:23, 0:50, 1:16, usw.). Das ist so unfassbar traurig und emotional, dass es mir selbst nach der vierten Sichtung immer wieder die Tränen in die Augen treibt, wenn das Thema im Mittelpunkt steht.
Der Film ist schließlich auch ein Familienfilm - das scheinen viele misszuverstehen. Die politische Dimension ist nur der Background, vor dem die Geschichte spielt, und entsprechend "satirisch" vertont Greenwood die (post-)revolutionären Wirren. Heißt: die atonalen Klavierpassagen, die Spielereien, die zahlreichen musikalischen Irritationsmomente als Ausdruck des Chaos, in dem sich die Vater-Tochter-Beziehung bewähren muss. Das hat schon Konzept, und ist nicht nur um seiner selbst Willen "ungewöhnlich".
Das Stück ist nicht von Greenwood, sondern von Jon Brion ("Global Bully", ein Library Track, den Brion von einem früheren Filmmusikprojekt übrig hatte und nie verwendet hat).
Tatsächlich frage ich mich, wieso Anderson nicht einfach bei Greenwood ein Stück in diesem Gestus in Auftrag gegeben hat. Stilistisch fällt das Brion-Stück aus dem Rahmen, es bricht mit dem Greenwood-Sound. Aber macht ja auch irgendwie Sinn nach der Aussöhnung und der emotionalen Rekonstruktion der Familie.
Das ist für mich das "Problem" der Musik im Film. Ich stimme Dir definitiv zu, dass diese Musik dem Film eine zusätzliche Komponente gibt, die ihm nicht dient. Man hätte sie auch weglassen können und ich wäre vom Film als Zuschauer genauso "ergriffen". Die Emotionalität der Vater Tocher Beziehung kam weder filmisch noch musikalisch bei mir an. Die Figuren waren mir alle völlig egal, auch weil sie überwiegend mit einer "Fick Dich Fresse" durch den Film gelaufen sind. Das der Flm ein Familienfilm sein will, kommt zwar durch, nur versagt er auf emotionaler Ebene für mich vollkommen. Und die Musik hilft da auch nicht aus. Für mich ist gute Filmmusik, die dem Film eine zusätzlich emotionale Dimension gibt und ihm dadurch dient und somit beim Zuschauer etwas erreicht wird, was ohne die Musik nicht gelänge.
Auch die Ocean Waves Szene ist so ein Fall. Ich verstehe durchaus, was die Musik zu Ausdruck bringen soll und DiCaprio versucht das auch schauspielerisch rüberzubringen, nur ist das bei mir als Zuschauer emotional schlicht nicht angekommen. DiCaprio wirkt da leider eher unfreiwillig komisch und die Musik völlig entkoppelt von der Szene. Und nicht nur in dieser Szene. Bei der Musik habe ich ständig gedacht...coole interessante Musik, gefällt mir. Nur hat sie mir als Zuschauer in Bezug auf das Gezeigte einfach nichts gegeben. Auch hier hätte man die Musik weglassen können und die Szene wäre emotional genauso bei mir angekommen wie mit Musik.
Es gibt ja durchaus Stücke, die für mich in den Szenen tatsächlich funktionieren. Dazu gehören die ersten 5 Stücke auf dem Album. Der ganze Beginn des Films bis zur Geburt Willas hat für mich musikalisch funktioniert, nur halt von den Figuren her nicht. Meine Güte, der Film hatte aber auch nur Unsympathen zu bieten. Da hat es Musik natürlich sehr schwer, beim Zuschauer positive Emotionen für diese Figuren zu erzeugen. Greenwood hat es versucht und zum Glück ohne musikalisch zu überziehen, aber wenn das Drehbuch die Figuren im Stich lässt, kann auch Musik nicht mehr viel retten. Zimmer hat es in Interstellar mit der Holzhammermethode versucht, und das ging für mich noch mehr in die Hose, weil hier selbst die Musik mich nicht angesprochen hat.
Da mit dem Jon Brion Stück ist sehr interessant. Wie gesagt, die Szene gefiel mir insgesamt sehr gut, nur verpufft die Wirkung am Ende für mich, weil der emotionale Aspekt der Vater Tochter Beziehung filmisch über die ganze Lauflänge für mich nicht vorhanden war. Es wirkt wie ein heile Welt Ende hinten rangeklatscht. Zu keinem Zeitpunkt des Films kam in mir der Wunsch auf, dass er seine Tochter finden soll und am Ende alles gut wird. Es war mir einfach egal. Und das ist für einen Film, der auch ein Familienfilm sein will, absolut fatal.
Das alles ändert aber nichts daran, dass mir der Score ansich sehr gut gefällt, auch in Albumform. Selbst die Songs waren gut gewählt.
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Ich habe mir den Film heute angeschaut. War nicht so mein Fall. Viel zu lang und erzählerisch für mich völlig unausgegoren. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt...was will der Film mir erzählen? Was wollen die Figuren von mir? Das Problem liegt für mich auch mit am Score, dass der Film weder Fisch noch Fleisch ist. Ich fand den musikalisch richtig cool. Auch das Geklimper hat mich nicht genervt. Das Problem ist, dass er weder den Film stört noch über die meiste Zeit bereichert. Er ist da. Er hört sich cool an und er zieht oft die Aufmerksamkeit auf sich. Und während ich dem Score so lauschte und dachte, hört sich cool an, fragte ich mich sehr oft...warum ist der Score in der Szene jetzt so wie er ist? Eine Funktion war in vielen Szenen für mich nicht erkennbar. Was dann zusätzlich dazu führte, dass ich mich fragte....was will man hier erreichen? Was will man hier erzählen?
Erstaunlich ist dann die Schlussszene mit dem Brief, die für mich musikalisch auch die schönste und effektivste ist. Hier verwendet Greenwood "konventionelle" Filmmusik, die der Szene emotional auch tatsächlich was gibt. Nicht nur in der Inszenierung, sondern auch in dem was dort gesagt wird. Ganz "klassisch" filmmusikalisch vertont. Warum in dieser Szene diese Art der Vertonung und in etlichen anderen Szenen dann die "unkonventionelle" Vertonung? Ich hab da so ein bisschen den Eindruck, dass es rein um der "Andersartigkeit" willen ist.
Nach Sichtung des Films kann ich verstehen, weshalb man zumindest diesem Score nicht den Oscar gegeben hat. Die Musik macht im Film überwiegend nichts, außer die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und interessant zu klingen. Den Film hat sie aber über weite Strecken für mich nicht bereichert.
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Hinzu kommt aber auch, dass Tyler sehr viele Projekte vertont. Neben Filmen war er zu dem Zeitpunkt auch noch bei Yellowstone, 1883 und 1923 involviert. Sicher immer mit einem Co-Komponisten, aber dennoch einfach zu viele Projekte um gleichbleibend tolle Qualität abzuliefern. Ist ja nicht anders als bei Balfe.
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THE KING'S WARDEN, Dalpalan
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STARBRIGHT, Ludek Drizhal
Der Score kam wohl schon irgendwann letztes Jahr raus, aber der Film anscheinend erst im Februar diesen Jahres. Falls es nicht zählt, bitte ignorieren.
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BALANDRAU VIENTO SALVAJE, Arnau Bataller
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THE MADISON, Breton Vivian

Neue STARGATE-Serie ... Komponist schon bei der Arbeit...
in Scores & Veröffentlichungen
Geschrieben
Ich habe nur die 1. Staffel geschafft, was letztlich eher an der Atmosphäre als an den Stories lag. Die kanadischen Locations haben für mich schlicht nicht atmosphärisch als fremde Planeten überzeugen können. Und der TV Look sieht meiner Meinung nach tatsächlich dated aus. Da konnte auch der coole Score nix retten. Zumal Richard Dean Andersons Figur mich auch mit der übertriebenen Lockerheit nervte. Kurt Russell war als diese Figur im Film irgendwie anders drauf.