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Stefan Schlegel

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Leistungen von Stefan Schlegel

Alter Forumshase

Alter Forumshase (4/4)

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  1. Ja genau, auf der CD fehlt der Track A4 "Fantasia Pastorale" der LP. Auch auf Youtube finde ich den nicht, da die dort von MONACHE nur die 17 Tracks der CD platziert haben, aber nicht die 14 von der LP. Kurioserweise wollte den Piccioni damals laut Claudio Fuiano an 2004 anscheinend nicht auf der CD haben. Der Grund war mir auch nicht ganz klar. Es könnte aber sein, daß der bereits ein Jahr zuvor für den TV-Film BENVENUTO CELLINI komponiert und deshalb nur zum Füllen für die MONACHE-LP noch hergenommen worden war. Das konnte man erst an 2014 genauer feststellen, da BENVENUTO CELLINI in dem Jahr von Saimel auf CD gebracht wurde. Und auf der CD ist es nämlich Track 13. Auf Youtube ist der Score zwar auch drauf, aber wieder mal mit ganz anderer Sequenzierung und ein Track weniger als auf der CD. Jedenfalls ist es der hier:
  2. LE MONACHE DI SANT´ARCANGELO ist auch für mich natürlich eine wirklich zu Herzen gehende herrliche Musik. Sicherlich mit die schönste von Piccioni überhaupt. Sie hat mich vor 35 Jahren schon begeistert als ich die LP gekauft habe und sie tut es auch heute noch. Für mich der absolute Klassiker. @scorefun Ich weiß noch,daß ich Dir, Ralf, die LP an 1992 auf Kassette aufgenommen hatte. Aber die dürfte wohl nach Deiner ganzen Kasssetten-Aufräumungsaktion vor einigen Jahren auch nicht mehr existieren, oder? Ich frage mich hingegen, warum Du die Digitmovies-CD nie gekauft hast, wenn Dir die Musik an sich doch ziemlich gut gefällt. Immerhin ist der Booklet-Text ja von mir gewesen. Die LP hingegen war damals um 1990 herum wirklich noch schweineteuer wie eben viele alte italienische Alben aus den 60ern und 70ern, an die sich die meisten Sammler hierzulande schon allein deshalb erst gar nicht rangewagt hatten. Ich habe sie um die Zeit herum von einem italienischen Sammler erhalten - zwar schon etwas günstiger als für die 250 DM, die Hubert Kissmann wollte, aber über 100 DM hat sie mich auf jeden Fall gekostet. Das war damals ja auch einfach gar nicht anders möglich. Wie anders sollte man an so etwas Seltenes denn sonst überhaupt rankommen? Nach wie vor würde ich aber sagen: Die Anschaffung hat sich für mich damals mehr als gelohnt, denn die Musik auf der LP ist von vorn bis hinten betörend. Und da ein schöner pastoraler Track von der LP nicht übernommen wurde für die CD, sollte man eigentlich sogar beides haben: LP und CD.
  3. Manche Wendungen in Yareds "Love Theme" (ganz deutlich z.B. bei 0:26) sind merkwürdigerweise recht nahe dran an dem bekannten Puccini-Streichquartett "Crisantemi", das insgesamt ja auch eine ähnlich melancholische Stimmung verbreitet. Zumindest werde ich beim Hören immer daran erinnert. Eventuell hat sich Yared ein wenig davon inspirieren lasen.
  4. Was den eigentlichen Score betrifft, so sind wohl nur Track 12 ("Flying From Katmandu" mit 1:43 Minuten) und Track 13 ("Tozer" mit 1:20 Minuten) neu gegenüber der BSX und noch früheren Super Tracks Promo-CD. Und Track 12 ist im Prinzip auch nicht gerade neu, da auf dem alten LP-Album von 1983 bzw. der Southern Cross-CD von 1990 bereits enthalten gewesen. Viel Neues gibts also eh nicht, höchstens vielleicht eine kleine Klangverbesserung. Man muß die Musik also schon besonders mögen, um nach all den vielen Veröffentlichungen, die es bereits gab, hier nochmals zuzugreifen.
  5. Wobei das minimalistisch-statische eigentlich schon charakteristisch ist für viele Desplat-Tracks - eine Eigenart, die ich bekanntermaßen gar nicht mag, weshalb ich ja auch Desplat oft ablehnend gegenüber stehe. Man hätte z.B. aus ET APRÈS durchaus auch zwei oder drei andere Tracks nehmen können, in denen dieses "Allerwelts-Minütchen" kaum verändert ebenfalls vorkommt. Das ist also jetzt nicht nur auf diesen einen von mir oben genannten Track beschränkt, sondern kommt in dem Score wirklich öfters vor, genauso der Synthie-Bass. Wenn man also den Score gut kennt oder der einem sogar gefällt, dann dürfte einem die Übernahme natürlich schon auffallen. Keine Frage. Ich hingegen kann bei ET APRÈS nur mit dem ganz netten Hauptthema im ersten und letzten Track ein bißchen was anfangen, der Rest liegt mir musikalisch nun mal nicht, aber das dürfte an sich klar sein.
  6. Man muß ja auch einfach realistisch gesehen sagen: Daß jemand mit 94 über 80 Minuten Score in einer festgelegten Zeit schreiben und für Alles und Jedes verantwortlich sein soll, ist schon äußerst viel verlangt. Man sollte doch mehr als froh sein, daß Williams zumindest die wichtigsten Teile der Partitur noch allein hinbekommen hat.
  7. Auch im jwfan-Forum gibts dazu einige Äußerungen von Leuten, die offenbar genaueres wissen. Etwa diese: "He may not like temp-track personally, but he has to work with them because that's a common thing in editing. There are many cases where the temp-track is obvious. Island Fanfare from Jurassic Park was temp-tracked by Theme from Silverado Susan motif from The Patriot was temp-tracked by Once Upon a Time in America Bringing Joey Home, and Bonding was temp-tracked by Jack Sparrow" "Going to School from Memoirs of a Geisha that was evidently temped with that David Byrne piece from Last Emperor has always been the ideal outcome for temp love, where Williams follows the temp but also goes off in totally his own direction. Too bad he didn’t do that more here."
  8. Im jwfan-Forum wurde in den letzten Tagen ja auch die wirklich genau gleiche Rythmusbegleitung in einem Track von Desplats ZERO DARK THIRTY (Track 6 "Northern Territories") wie in dem DISCLOUSRE-Track "Dive" ab Minute 2:45 diskutiert mit dem witzigen Kommentar: "Desplat must be kinda proud that Williams stole some of his music from Zero Dark Thirty". Wer es selbst nachlesen möchte: https://www.jwfan.com/forums/index.php?/topic/38247-disclosure-day-ost-album-music-discussion-no-film-spoilers/page/2/#comments Ich gehe daher schon stark davon aus, daß zumindest ein paar Desplat-Stücke ursprünglich als Temp Track bei DISCLOSURE angelegt worden waren, zumal eben ein Randy Kerber auch an einigen Desplat-Scores immer mitgearbeitet hat. Ein bißchen was könnte daher auf sein Konto gehen.
  9. "Allerwelts-Minütchen" triffts zumindest für mich ziemlich gut. Wenn der Williams-Score wirklich so sehr aus einem Guß und über die 64 Minuten des Albums hinweg ein exzellentes Hörerlebnis wäre, dann dürfte es so ein recht banales "Allerwelts-Minütchen" eben gar nicht geben, das man genausogut streichen könnte. Das ist zumindest bei mir der entscheidende Punkt. Und daß fast dasselbe langweilig dahinschlierende Minütchen auch noch zu Beginn des Tracks eines lange zuvor komponierten Desplat-Scores auftaucht, finde ich doch etwas kurios. Williams übernimmt ja gegen Ende des Tracks (so gegen 3:30) auch noch den hüpfenden Synthie-Bass von Desplat, der mir ohnehin hier ziemlich überflüssig erscheint. Überhaupt hängt mir der komplette Track viel zu sehr durch und ist mir schlicht zu langweilig auch in den restlichen drei Minuten mit der etwas reizlosen ewigen Sequenzierung des einen fallenden Motivs zusammen mit der ständigen ostinaten Begleitung - für mich musikalisch einfach zu ziellos. Zu den überzeugenden Tracks auf dem Album gehört er für mich jedenfalls nicht und das von Desplat übernommene "Allerwelts-Minütchen" macht das alles für mich leider Gottes dann noch etwas belangloser. Der Track kommt ja im Film so ziemlich gegen Ende vor und fällt dort gar mal nicht so besonders auf, aber ich hätte mir da von Williams doch was deutlich prägnanteres, auch weitaus thematischer angelegteres gewünscht.
  10. Aber auch das ist in dem Variety-Artikel zu lesen, was Du oben nicht mit übersetzt hast: "Ross and Kerber did occasional “adaptations” of Williams’ material to accommodate revisions in the film, sources say."
  11. Es sind wirklich sehr schöne, oben von Dir erwähnte Tracks im gesamten Score, das ist völlig klar und da stimme ich absolut überein, aber gerade beim minimalistischen Stück "Disclosure" hat es mich gestern doch selbst überrascht, wie stark - und andere haben es hier ja weiter oben auch schon erwähnt - Williams da von Desplats ET APRÈS von 2008 abgekupfert hat - einen reinen Zufall kann man das wohl kaum mehr nennen. Ich habe den Desplat vor vielen Jahren mal gehört, aber gar nicht mehr so genau im Kopf gehabt. Erst jetzt nach den Hinweisen nochmals genauer reingehört und da muß ich einfach sagen: Dermaßen abkopiert - sogar mit dem tanzbaren Synthi-Bass mit dabei - geht mir persönlich denn doch ein bißchen zu weit und bin ich von Williams in der Art auch sonst nicht gewohnt. Das ist echt schade, daß man sich hier anscheinend so eng an die Vorlage, die offenbar als Temp Track diente, geklammert hat. Du brauchst nur mal einen Track wie "The Messenger" von dem Desplat anzuhören und die erste Minute ist fast identisch mit dem ganzen Anfang von dem "Disclosure"-Track. Mir hat das Ganze natürlich früher bei Desplat schon nicht gefallen und deshalb kein Wunder, weshalb mich die zum Großteil sehr ähnliche Musik natürlich nun auch bei Wiliams stört. Schade, daß Williams hier nicht seine Themen aus den anderen Tracks wie "Listen" weiter verarbeitet hat, sondern daß der Track an sich eher musikalisch ein wenig ins Leere läuft und für mich persönlich deshalb gegenüber den Williams-typischeren etwas abfällt.
  12. In Deutschland jedenfalls ist es alle zwei Jahre in der Sommerzeit - ob EM oder WM - immer dasselbe: Es wirkt sich knallhart auf das Kinogeschäft aus. Und da baucht nur noch schönes Wetter hinzukommen - dann ist alles vorbei. Merkt man schon heute: Aufgrund des nun doch schöneren Wetters als ursprünglich für heute angekündigt und natürlich dem Deutschland-Spiel um 19 Uhr kann nicht mal mehr der gestern noch prognostizierte 200er-Besucherschnitt pro Kino bei DISCLOSURE DAY gehalten werden. Das geht jetzt tatsächlich was das Gesamtergebnis übers Wochenende angeht noch etwas weiter in den Keller runter.
  13. Offenbar schon https://www.dwdl.de/zahlenzentrale/106813/die_fussballwm_knackt_im_zdf_direkt_die_10millionenmarke/
  14. Gerade eben erst gemerkt: Sorry, ich meinte oben natürlich den Track 3 "Dive" und nicht Track 12 "Signs".
  15. Man darf natürlich auch nicht vergessen, daß hier in Deutschland dieses Wochenende aufgrund der WM so gut wie alle Filme von den Zuschauerzahlen her um mindestens 50% gegenüber der Vorwoche abstürzen. Das ist wie üblich zu der Zeit unaufhaltsam. Insofern ist der Starttermin für DISCLOSURE DAY ohnehin nicht gerade gut gewählt worden - aber der Kinostart muß bei so was heutzutage eben fast immer zeitgleich mit den USA sein, anders geht es kaum noch. Nichtsdestotrotz glaube ich schon, daß gerade beim jüngeren Blockbuster-Publikum heutzutage der Name Spielberg allein nicht mehr eine derartige Zugkraft besitzt wie früher mal - das hat man ja auch schon bei seinen letzten Filmen zumindest hier in Deutschland gesehen. Die Zeiten der 70er, 80er und auch 90er, als Spielberg-Filme oft Kassenknüller waren und der Name allein schon so einige Besucher anlockte, sind längst vorbei. Und dieses Publikum von damals ist natürlich auch älter geworden und in vielen Fällen fürs Kino heute gar nicht mehr vorhanden. In der Großstadt vermutlich noch etwas mehr als in Mittel- und Kleinstädten. Sieht man jetzt auch beim wieder mal gewaltigen Stadt-Land-Gefälle von DISCLOSURE DAY, was die Zahlen betrifft. Die jüngeren Kinogänger hingegen sind sowieso anders gepolt. Sieht man ja daran, wie der x-te Aufguß einer Horrorkomödie in den Multiplexen hierzulande so ganz easy schon wieder funktioniert hat. Manchmal ist es halt wirklich auch ganz einfach, das dementsprechende Publikum abzuholen.
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