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Soundtrack Board

Stefan Schlegel

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Leistungen von Stefan Schlegel

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Alter Forumshase (4/4)

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  1. Wäre jedenfalls erstaunlich, wenn sich von dem Friedhofer nun tatsächlich doch noch Bänder im Columbia-Archiv eingefunden haben. Nur vergleichbar mit solchen Ausnahmefällen wie Steiners THE CAINE MUTINY, Leonard Bernsteins ON THE WATERFRONT oder Goldsmiths FACE OF A FUGITIVE, denn in den wenigsten Fällen sind ja ansonsten gerade Columbia-Scores aus der Zeit der 50er überhaupt noch auffindbar.
  2. Woher kommt denn die Info? Sehe bei FSM jedenfalls noch nichts.
  3. Der komplette Score hat ja, wenn man mal vom alten Bootleg ausgeht, eine Spielzeit von über 50 Minuten. Deshalb würden bei meinem Vorschlag mit um die 40 Minuten natürlich auch davon nochmals rund 10 Minuten rausfallen, wo es mir eben ein wenig zuviel der Dubletten wäre. Um allerdings ein gut fließendes Album in der Länge sinnvoll zusammenzustellen, müßte halt jemand wie Williams selbst nochmals drüber, um die einzelnen Stücke wirklich geschickt miteinander zu editieren und da und dort was zu kürzen, was mit Arbeit verbunden wäre. Ich persönlich könnte also durchaus auf rund 10-12 Minuten des kompletten Scores verzichten. Aber das Geschrei nach Komplettfassung ist natürlich heutzutage stärker als alles andere und da wird sich dann auch Williams wie bei vielen anderen bereits erfolgten Expandierungen ein wenig anpassen. Daß damals tatsächlich nur 25 Minuten auf Tonträger erschienen sind, hat meines Erachtens gerade in diesem speziellen Fall wohl nicht nur musikalische, sondern auch rein technische Gründe gehabt. Denn anders als bei JFK drei Jahre später ist ja bei BORN ON THE FOURTH OF JULY natürlich auch noch eine LP erschienen, die ich selbst habe. Und da hat man eben alle Williams-Tracks auf der A-Seite untergebracht - viel mehr ging vom Platz her einfach auch gar nicht auf Seite A - und dann als Kontrast dazu die komplette B-Seite nur mit den Pop-Tracks gefüllt, die im Film auftauchen. Schon musikalisch deutlich sinnvoller gelöst als dann bei der JFK-CD, wo es eher ein wenig ein Durcheinander mit den Tracks ist, aber die A-Seite der LP war halt mit den rund 25 Minuten Score ziemlich ausgereizt. Viel mehr war damals quantitativ einfach auch gar nicht möglich, wenn man unbedingt diese Zweiteilung haben wollte.
  4. Natürlich sind die musikalischen Highlights bei den bisherigen 25 Album-Minuten schon fast alle dabei. Man kann aber auch nicht sagen, daß die restlichen Stücke nur leerlaufendes Suspense-Scoring ohne Eigenwert bieten. Es gibt halt einige Wiederholungen und Varianten des Hauptthemas beim kompletten Score. Aber 25 Minuten sind auf der anderen Seite (selbst im Vergleich mit dem mich weniger ansprechenden, viel kleinteiliger gearbeiteten JFK, von dem immerhin fast 40 Minuten Score auf der CD waren) wiederum doch ein bißchen wenig - gerade wenn man denkt, wie maßlos ansonsten fast alle anderen Williams-Titel in den letzten Jahren ja expandiert wurden, die auf den Original-Alben bereits mit satten und zumindest mir völlig ausreichenden 50 bis gar 70 Minuten repräsentiert waren. Insofern würde ich mir schon so wenigstens 40 Minuten auf einer CD wünschen. Vor allem da es für mich persönlich auch einer der stärksten Williams-Scores seit Ende 80er ist. Die Alternativ-Stücke (auf dem Bootleg) dagegen bräuchte ich nun nicht alle - da wirds dann wirklich des Guten zuviel, weil halt nicht viel Neues dazukommt. Aber wie gesagt: 40 Minuten wären schon eine schöne Sache, wenn man das Hauptthema sehr mag. Nur wird das so im Ernstfall heutzutage niemand mehr bringen, sondern eh dann wieder mit endlosen Alternates und Bonus Tracks zugekleistert, die man eigentlich nicht braucht.
  5. Ich selbst habe noch die alte Unicorn-LP von 1980 von NORTH BY NORTHWEST - damals gleich gekauft als sie erschien. Die Laurie Johnson-Einspielung an sich ist tadellos, allerdings ergab die damals neuartige Digital-Aufnahme mit omnidirektionalem Mikrophon an der heimischen Stereoanlage ein seltsam verschwommenes und sehr verhalltes Klangbild, so daß man den Lautstärkepegel an vielen Stellen umheimlich aufdrehen mußte - vor allem "Conversation Piece" war viel zu leise abgemischt. Das hört sich bei den jetzigen Dragon´s Domain-Soundclips schon ganz anders an. Doug Raynes hat den Unterschied zwischen digitaler und analoger Aufnahme bei dieser Johnson-Einspielung mal im FSM Board sehr gut beschrieben gehabt. Und es erklärt auch, weshalb beide Fassungen - digital wie analog - jetzt auf der neuen CD mit oben sind: "Originally, of course, the recording was released on LP. Prior to the LP release I remember going along to a presentation given by Unicorn in which they discussed and played some of their new digital recordings. They played “Conversation Piece” from NORTH BY NORTHWEST which sounded fine but when I got the LP I was extremely disappointed with the muddy sound on both the Unicorn and the Starlog/Varese LP. The first time the analogue mult-mike recording was issued was on a French Milan CD “Alfred Hitchcock’s Film Music” which was a revelation because you could now hear all the instruments! Unfortunately that CD only contained about six tracks of the recording. The complete Unicorn and Varese multi track versions came later."
  6. Das war aber auch nur ein einziger Sammler, der das dort postete mit äußerst diffusen, anscheinend damals bereits schon mehr als 5 Jahre alten Infos - und davon, daß Williams was dagegen hätte, stand auch nichts dabei. Von daher also alles sehr mit Vorsicht zu genießen: "One of the major soundtrack producers (can’t remember if it was Intrada, Varese, or Lala Land) once asked for suggestions and I suggested Born on the Fourth especially since there was a boot leg out. The actually wrote me back and said just wait it’s coming. That was over 5 years ago so I’ve always been curious what held it up. Maybe legal? Who knows."
  7. Es gibt ja seit 30 Jahren bereits eine Bootleg-CD (genau genommen sogar zwei Bootlegs) mit dem kompletten HIGH AND THE MIGHTY-Score, den man sich so immerhin jederzeit anhören kann wenn man Lust drauf hat. Und es ist trotz des berühmten Hauptthemas und dem großartigen Chorfinale nicht gerade mein Tiomkin-Favorit. Insofern wären mir gelungene Neuaufnahmen von I CONFESS oder ANGEL FACE viel lieber, da die eben bislang so gut wie gar nicht auf Tonträger vorliegen.
  8. Wir reden glaube ich etwas aneinander vorbei. Ich bestreite doch gar nicht, daß der Fokus der Tiomkin-Erben inzwischen auf Neueinspielungen liegt, was durchaus erfreulich ist, obwohl ich mir jetzt gerade bei dieser neuen CD eine etwas andere Auswahl gewünscht hätte als so ein eher unzusammenhängendes Durcheinander. Aber man muß eben auch die andere Seite sehen: Die Ressourcen sind was Tiomkin-Originalaufnahmen aus dem Nachlaß betrifft leider Gottes wohl inzwischen ziemlich erschöpft, was zwar bedauernswert ist, was man aber auch nicht ändern kann. Um 2010 herum hätte man schon noch Originalaufnahmen von WB-Titeln bringen können, aber wenn eben sogar im Nachlaß von diesen Scores kein Material vorhanden ist -und das hat Faiola ja schon damals bestätigt -, dann wäre auch da schon nichts mehr zu machen gewesen. Es bringt also nichts, wegen jetzigen WB-Lizenzierungsproblemen irgendwelchen Titeln vor 1954 nachzutrauern, die so oder so längst nicht mehr vorhanden sind.
  9. Im übrigen, nur noch als kleiner Nachtrag. Ich habe gerade noch nachgeschaut: Volta Music war bei den SAE-CDs mit den Originalaufnahmen auch immer mit involviert und hat das jeweils mitproduziert. Man kann daher nicht sagen, daß sie daran kein Interesse gehabt hätten. Z.B. HIGH NOON oder LONG NIGHT - es steht nämlich jedes Mal "in association with Volta Music" dabei: https://dimitritiomkin.com/336/december-2007-high-noon-soundtrack-set-for-december-18-release/ https://dimitritiomkin.com/3598/february-2010-the-long-night-soundtrack-released-by-screen-archives/ Aber wenn es eben wie bei den Tiomkin-WB-Titeln aus der ersten Hälfte der 50er auch im Nachlaß kein Originalmaterial mehr gibt, was soll man da dann veröffentlichen?
  10. Ja klar, natürlich, aber genau deshalb, weil die Originalaufnahmen meist nicht mehr existieren. Die von DIAL M FOR MURDER gibts ja, da ein Warner-Titel, sicher auch nicht mehr. Insofern logisch.
  11. Das glaube ich nicht, denn ganz viele der Originalmusiken sind wohl eben auch im Nachlaß nicht mehr vorhanden. Man bedenke: Die meisten der Tiomkin-Originalaufnahmen, die SAE vor rund 15 Jahren noch so herausbringen konnte - die beiden BYU/FMA-CDs THE BIG SKY und LOST HORIZON sind ja eh schon über 20 Jahre alt und BYU war später nicht mehr mit an Bord - kamen nicht umsonst fast alle nur von United Artists-Produktionen. Siehe dazu Ray Faiolas folgende Äußerungen: "Tiomkin did keep acetates, but apparently he was not as aggressive as Max Steiner. Steiner actually had the Warners sound department make acetates from developed optical tracks. Also, I have no idea of the pecking order when it came to who in the musical hierarchy would be able to keep discs. On the UA pictures, Tiomkin was musical director as well as composer-conductor. At Warners, he may have had to cede to Heindorf in this regard. Steiner, however, had greater seniority and was able to keep his discs. But this is pure speculation on my part."
  12. Welche Originalaufnahmen sollen das sein? Da ist halt nicht mehr viel vorhanden. Titel wie ANGEL FACE oder I CONFESS, auch ADVENTURES OF HAJJI BABA oder RETURN TO PARADISE aus den frühen 50ern kann man alle vergessen. Da ist halt nichts mehr vorhanden. THE SUNDOWNERS von 1960 wäre Warner, also geht da eben auch nichts. Ray Faiola hatte mal vor Jahren gemeint, daß es zu den beiden United Artists-Produktionen CHAMPAGNE FOR CAESAR (1950) und THE WELL (1951) zumindest teilweise noch Musikmaterial, jedoch reichlich Lizenzprobleme gäbe, aber das dürfte so gut wie alles sein, was überhaupt noch möglich wäre aus der Zeit. Die paar Titel, die durch viel Glück und Zufall von Ende 40er/Anfang 50er im Tiomkin-Nachlaß noch verfügbar waren, wurden ja bereits vor einigen Jahren auf SAE-CDs (übrigens ohne BYU-Anteil!) veröffentlicht. Siehe CHAMPION, CYRANO DE BERGERAC, THE LONG NIGHT etc.
  13. Nein, ich war das nicht, von dem diese Info bezüglich "Fantasy" stammt. Man kann das aber beim Ankündigungstext der BOMBER-CD lesen: "For this soundtrack, the two Maestros build a score based on the theme “Fantasy,” a very popular cue held dear by generations of cartoons lovers since this melody is also the Italian main title of Galaxy, the famous cartoon that follows the adventures of two heroes onboard a space train." Und hier wäre der GALAXY-Main Title - auch von 1982:
  14. Da ich die Originalaufnahme von AIRPORT (mit etwas mehr als 40 Minuten Score plus rund 20 Minuten Bonus/Alternativ-Tracks) eh seit Jahren auf CDR habe, kann ich das definitiv bestätigen. Das Orchester für die von Stanley Wilson "uncredited" dirigierte Albumaufnahme war etwas kleiner - nur ca. 40 statt 60 Mann und Newman konnte selbst nicht mehr dirigieren, da er bereits zu krank war. Unterschiede zwischen den Aufnahmen sind besonders bei der Handhabung der Streicher hörbar, da ist Newmans Dirigat vorzuziehen, auch ist beim LP-Schnitt meiner Erinnerung nach mehr Hall drin. Vor allem "Emergency Landing" ist kraftvoller und klingt wesentlich dichter im Original, bei den Easy Listening-Tracks sind für mich die Differenzen hingegen weitaus weniger markant. Es gibt beim Original noch vielleicht so zwei, drei dramatischer angelegte Stücke mit je 1-2 Minuten - so etwa eines, das den typisch elegischen und berühmten Streichersound Newmans à la DIARY OF ANNE FRANK oder GREATEST STORY EVER TOLD nochmals ein wenig aufblühen läßt und das auf dem offiziellen LP/CD-Album natürlich fehlt.
  15. Die 1936er-Fassung lief in den 70ern immer wieder mal im ZDF (wurde ja auch speziell fürs ZDF an 1970 erst synchronisiert) - oft an Feiertagen oder so an Weihnachten am Nachmittag. Von daher kenne ich ihn auch. Nachdem dann 1980 die neue Version kam, wurde die alte im Fernsehen natürlich immer mehr verdrängt. Mir selbst ist allerdings der alte Film geläufiger, da ich ihn wie gesagt bereits in den 70ern mindestens zweimal gesehen hatte.
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