Stefan Schlegel
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SAE: Little Lord Fauntleroy (Max Steiner)
Stefan Schlegel antwortete auf Trekfans Thema in Scores & Veröffentlichungen
Die 1936er-Fassung lief in den 70ern immer wieder mal im ZDF (wurde ja auch speziell fürs ZDF an 1970 erst synchronisiert) - oft an Feiertagen oder so an Weihnachten am Nachmittag. Von daher kenne ich ihn auch. Nachdem dann 1980 die neue Version kam, wurde die alte im Fernsehen natürlich immer mehr verdrängt. Mir selbst ist allerdings der alte Film geläufiger, da ich ihn wie gesagt bereits in den 70ern mindestens zweimal gesehen hatte. -
SAE: Little Lord Fauntleroy (Max Steiner)
Stefan Schlegel antwortete auf Trekfans Thema in Scores & Veröffentlichungen
Heinz hatte die 12 Titel natürlich auch zuerst von mir gehabt. LITTLE LORD war einer der Titel der Steiner-Library in eher schlechter Klangqualität - könnte auch daran liegen, daß ich dann vielleicht ein bißchen davon abgeraten habe. Auf der Library-Seite selbst waren die Azetat-Transfers deshalb mit dem Vermerk "poor quality" gelistet. Für die jetzige CD scheint man hingegen überwiegend auf "optical tracks" aus dem Selznick-Archiv zurückgegriffen zu haben und nur bei ein paar Tracks, wo es eben nicht anders ging, auf Steiners eigene Azetate. -
SAE: Little Lord Fauntleroy (Max Steiner)
Stefan Schlegel antwortete auf Trekfans Thema in Scores & Veröffentlichungen
Seltsam, also das wundert mich ein wenig, denn BATTLE CRY/MY GIRL TISA kamen ohnehin von den offiziellen SAE/BYU-CDs der frühen 2000er. Die beiden Titel haben also nichts mit meinen Steiner Library-CDRs zu tun. Du hattest die Sachen von mir ja damals auch nicht auf CDR gebrannt, sondern alles auf Deinen Laptop kopiert. Was damit dann weiters passiert ist, weiß ich natürlich nicht und ist ja auch ewig her. So was wie die Recording Sessions von Herrmanns TORN CURTAIN, die ich zu der Zeit bereits eine ganze Weile auf CDR hatte, war doch auch bei der ganzen Kopiererei dabei und das haste ja wohl noch. -
SAE: Little Lord Fauntleroy (Max Steiner)
Stefan Schlegel antwortete auf Trekfans Thema in Scores & Veröffentlichungen
War LITTLE LORD FAUNTLEROY nicht bei dem großen Schwung an Titeln mit dabei, die Du alle von mir kopiert hattest als Du vor mehr als 15 Jahren mal hier warst? Ich meine, Du hättest Dir damals auch die bei mir so vorhandenen CDRs aus der Steiner-Library geschnappt. Meine CDR von LITTLE LORD FAUNTLEROY hat eine Länge von 45 Minuten. Bei der verlinkten deutschen Fassung DER KLEINE LORD auf Youtube hast Du mehr als Glück, daß da überhaupt noch die Originalmusik von Steiner zu hören ist, denn die Synchronisation wurde erst 1970 fürs ZDF angefertigt. Nach so langer Zeit (also 34 Jahre nach US-Start!)waren ansonsten bei vielen anderen US-Filmen der 30er/40er Jahre meist die nötigen IT-Bänder nicht mehr erhalten bzw. wurden nicht mehr mitgeliefert, weshalb die Musik dann für deutsche Synchronisationen in ca. 80-90% aller Fälle zumindest in allen Dialogpassagen ersetzt werden mußte. -
Mich begeistern beide Scores nicht wirklich. LA NUIT ENSOLEILLÉE hatte ich bereits an 1981 auf LP gekauft - ein Jahr, das eigentlich gestopft voll war mit (für mich besseren) Sarde-Musiken - und das ist einer der wenigen Sarde-Fälle, wo ich die LP bereits nach wengien Jahren wieder abgegeben hatte. Mir haben nur ein paar wenige Tracks zugesagt, der Rest ging mir dann doch zu sehr in Pop bzw. Country & Western- Richtung - auch haben mich die vielen, teils etwas abgedrehten Harmonika-Solos genervt. HORS-LA-LOI gehört für mich zu den schwächsten Sarde-Arbeiten aus den 80ern mit recht starkem Rock-Anteil und überzogener E-Gitarrre - zum Großteil ziemlich modisch aufgemacht und passend zur damaligen Zeit eben an 1985. Die LP hatte ich damals schon nicht mal gekauft nach Reinhören bei einem Freund. Die rund 20 Minuten, die auf der Sarde/Robin Davis-CD von Universal France (gekoppelt mit den weitaus interessanteren LE CHOC und J´AI EPOUSÉ UNE OMBRE) oben sind, reichen mir daher schon völlig aus. Es ist vor allem auch witzig, daß Sarde selbst mit einem Teil seiner Musik dann später unzufrieden war. Das ist der Grund, warum mehrere Rock-Tracks auf der Universal-Edition fehlen, zu deren Wiedereingliederung sich Sarde jetzt wohl für die Music Box-CD hat doch noch überreden lassen. Im Booklet der Universal-CD äußerte er sich an 2009 nämlich noch so: "It´s a schizophrenic score divided between some rock cues that date a lot, very heavy, and a more lyrical part that´s bolder, a part that I´ve kept on this album... HORS-LA-LOI remains a little-known score that´s worth rediscovering, but I can´t say I´m entirely happy with it."
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Vor rund 20 Jahren hat FSM das ja vorgemacht mit den drei Morricone-Western-Scores 5 MAN ARMY, GUNS FOR SAN SEBASTIAN und NAVAJO JOE: Da waren jeweils auch bei MGM in den USA noch Kopien vorhanden, die genutzt werden konnten. Und die waren meist sogar in besserem Zustand als das, was in Italien zuvor vorgelegen hatte. Damals war es aber auch noch recht einfach, die Titel bei MGM zu lizenzieren. Heutzutage gehört MGM jedoch zu Amazon und man begegnet deshalb auch kaum noch Veröffentlichungen älterer MGM-Scores aus den 50ern und 60ern auf CD. Von BSX ist da nichts zu erwarten, aber selbst für Intrada oder LLL dürfte das nicht mehr so ganz einfach sein.
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Klar meine ich die Original-Aufnahme. Das, was die kuriosen selbsternannten "Solisti e Orchestre del Cinema Italiano" so machen, kann man ja nicht als "orchestrale" Neueinspielung bezeichnen. Es handelt sich da keinesfalls um ein richtiges Orchester, sondern das ist fast alles nur gesampelt und nur ein paar wenige akustische Instrumente mit dabei. Wer würde für so was auch ein komplettes Orchester zahlen? Kommt ja logischerweise schon von den Kosten her in Italien gar nicht in Frage. Das haben die ja mit mehreren Morricone-Scores in den letzten rund 10-12 Jahren bereits so gemacht wie z.B. DANGER DIABOLIK oder THRILLING. Das ist von daher nicht wirklich zu vergleichen mit der rein orchestralen Originalaufnahme - es handelt sich also keinesfalls um eine aufwendige Neuaufnahme à la Tadlow oder Intrada. Davon ist das weit weg und das ist alles nur in einem Heimstudio produziert. Die künstliche Elektronik fällt vor allem bei Streichern und Holzbläsern natürlich ganz gehörig auf. Das hört man wie üblich schon deutlich genug im auf Youtube verfügbaren Trailer zu der "Solisti e Orchestre"-Aufnahme.
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Ich glaube eher nicht, daß es so wie von Dir oben beschrieben gelaufen ist, da es sich ja bei den meisten BSX-CDs mehr oder weniger um Bootlegs handelt, wo oft Fantasienamen als Rechteinhaber mit draufgeschrieben werden. In den USA geht das dann fast immer durch und fällt nicht weiters auf, weil sich um diese älteren und gerade bei BSX ja auch recht obskuren US-Scores kaum mehr jemand kümmert. Die Studios wissen ja manches mal selber nicht mehr, was ihnen gehört und müßten da erst lang und ausführlich nachschauen, um es herauszubekommen. Im Falle Morricone und speziell bei dem jetzigen Titel sieht das aber völlig anders aus, da sämtliche europäische Labels seit Jahrzehnten bereits vergeblich versucht haben, den bislang unveröffentlichten LA RAGAZZA E IL GENERALE auf CD zu bringen. Da in Italien kein Bandmaterial mehr verfügbar ist, ging das natürlich alles nicht. Man kann sich ja nun leibhaftig vorstellen, daß, wenn jemand in den USA hier plötzlich so wie jetzt passiert dazwischen funkt und die Musik noch nicht mal korrekt irgendwo lizenziert hat, die in Italien vor Wut schäumen.
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Wo soll die offizielle CD-Version denn jetzt sein? Die wurde gestern Abend ganz einfach gecancelt und gibt es somit für niemanden mehr. Morricone-Fans können daher überhaupt nicht aufatmen, denn die erhalten nichts mehr. Es war schon eine ziemliche Frechheit von Ford Thaxton, diese CD komplett unlizenziert als Bootleg bringen zu wollen. Ein einziger Blick aufs Back Cover hat schon ausgereicht, um zu sehen, daß kein einziger Rechteinhaber (weder EMI Music Publishing in Italien noch MGM in den USA) da angeführt wurde. Ist logisch, daß da sofort jemand dagegen eingeschritten ist, dem das natürlich ein Dorn im Auge war.
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Die in sich kreisende Snare Drum-Passage am Ende des "Le tunnel"-Stücks wie es auf der CD erscheint geht auf der Barclay-Single dann einfach nochmals eine ganze Minute schlicht so weiter - ist also rein repetitiv und auf der Single deshalb auch zu lang, so daß es musikalisch durchaus sinnvoll war, bei der CD-Version dieses Tracks hier etwas früher abzubrechen. Ich habe den JUGE FAYARD-Film zwar schon länger nicht mehr gesehen, glaube aber kaum, daß da noch viel mehr Musik über das auf der CD Gebotene zu hören ist.
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Es ist durchaus auch verblüffend, wie Sarde das Thema aus LE JUGE FAYARD rund zwei Jahre später an 1979 zu einem langsamen Walze in seinem wunderbaren Score für Jeanne Moreaus L´ADOLESCENTE verarbeitet hat:
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In der Tat hat Sarde für den Bresson-Film LANCELOT DU LAC auch gar nicht mehr komponiert gehabt als eben die Musik für den Main Title und dann noch das Finale. Mehr hätte Bresson sowieso gar nicht erlaubt. Witzigerweise hat er aber genau dieses Dudelsack-Thema dann noch sehr raffiniert später immer wieder verwendet - im Track "Les noces de Caylus" von LE BOSSU zum Beispiel, aber wohl am auffälligsten an 1982 in LE CHOC, wo es als vom Sopran-Saxophon interpretiertes Hauptthema erscheint. Hier bitte zum Vergleich:
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In der Tat ist LA TENTATION D´ISABELLE eine ganz starke Musik, die ich seit 1985 ab LP kenne und von der ich ja auch schon ganz oft geschwärmt habe. Dachte mir schon, daß diese intensive Kammermusik gerade bei Dir, Sebastian, durchaus zünden würde, wenn Du Sie denn mal zu hören bekommst. Es wäre langst an der Zeit, daß diese herausragende Filmmusik mal auf CD käme, denn für mich ist es eine der besten und feinsinnigsten von Sarde aus den 80ern. Damals nicht umsonst auf einer LP vom Klassik-Label Erato erschienen, aber danach auf CD eben nur mit dem 8-Minuten-Auszug auf dem Sarde/Doillon-CD-Sampler Mitte 90er. Den Film selbst habe ich auch nie gesehen, da er in Deutschland früher nie gezeigt wurde. Aber man kann auf jeden Fall davon ausgehen, daß Sarde deutlich mehr für den Film komponiert hat als dann von Jacques Doillon schlußendlich verwendet wurde. Denn bei Doillon gibt es auch sonst meist nur sehr wenig Musik in seinen Filmen. Trotzdem könnte zumindest ein Teil des dritten Satzes im Film drin sein. Im übrigen ist das ein Stück, das Sarde wohl selbst sehr mochte, denn er hat es mindestens zweimal mit etwas anderem Arrangement recycelt - zum einen 1997 für LE BOSSU (und das Stück ist in dem Mantel und Degen-Film zu hören) und zum anderen 2006 für LE GRAND MEAULNES:
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Holy Grails - gibt es sie noch?
Stefan Schlegel antwortete auf Osthunters Thema in Filmmusik Diskussion
Da der Song in genau der gleichen Art auch in einer der Anfangssequenzen im Film zu hören ist, glaube ich gar nicht mal, daß der extra für die Single nochmals neu arrangiert wurde. Ich vermute eher, daß man ihn so wie für den Film eingespielt dann auch für die Single übernommen hat. -
Holy Grails - gibt es sie noch?
Stefan Schlegel antwortete auf Osthunters Thema in Filmmusik Diskussion
Über Universal-Produzent Jennings Lang und den Leiter der Musikabteilung Stanley Wilson, die ihm das vermittelt hatten. Zudem konnte Williams ein wenig Urlaub in Rom machen, da die Musikaufnahmen nämlich dort stattfanden.