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Ewigmorgig

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  1. Hast recht... Jener jaulende Streicherklang von ihm wurde aber offenbar wirklich in der Endfassung genommen, vgl. 57:42 (Youtube-Soundtrack) / 21:35 (Studiovideo). Und die Solo-Gitarre klingt mindestens verdammt ähnlich, vgl. 3:06 (Youtube) / 6:52 (Studio). Da glaube ich komplett dran. Ich glaub nicht, dass Künstler nur durch Professionalität zu ihrem Werk kommen. Wer Professionalität auf der einen und kindlich Spielerisches, ohne Regeln und innerem Zensor, auf der anderen Seite verbinden kann, ist mit Inspiration definitiv besser dran. Besser als der, der nur ernst / regelkonform / rational inspiriert sein will.
  2. Sensationell finde ich, wie er bisweilen völlig unprofessionell rangeht und das augenzwinkernd in seinem Studio-Video zeigt: Die Gitarre spielt er auf dem Keyboard ein und bastelt das so zurecht, dass es "plötzlich so klingt, als spielt da ein Gitarrist, der weiß, was er tut" (18:28). Dann hat er sich Streichinstrumente gekauft und nach ein paar Wochen Rumspielen damit Aufnahmen für den Score gemacht (21:12)... In beiden Fällen würden sich wohl nicht mal Schuljungen trauen, ihren GItarre- bzw. Streichinstrument-spielenden Freunden diese Ansätze zu präsentieren -- und Mr. Holkenborg bringt das einfach mal für einen 200 Millionen-Dollar-Film, statt sich Instrumentalisten zu holen.
  3. Finde den Soundtrack leider einfach zu generisch - die Anklänge an die Brad Fiedel-Originalscores können nicht darüber hinwegtäuschen. Ein wenig mit akustischer Gitarre zu arbeiten, mag ja stimmungsvoll sein (2:05), klingt aber auch sehr nach Gustavo Santaolalla-Kopie, und im großen Hauptthema zum Finale wirkt die Gitarre schlicht als Fremdkörper. Seltsam ist auch, wie das Orchester den Drums dort hinterherhinkt. Erste Episode mit EInblicken in die Produktion von Junkie XL / Tom Holkenborg:
  4. Many critics have noted distinct similarities between the Interstellar score and the work of Philip Glass, especially Koyaanisqatsi (1982). However, despite Interstellar's near-identical central melody and instrumentation, few have criticized Zimmer when drawing the comparison. Tim Robey of The Telegraph felt "With the vast sounds of a composer set loose on his grandest ever assignment. But it relies less on Straussian majesty à la 2001 than something rather more pointed: the hypnotic, metronomically surging, and oddly sacred homage Zimmer gives us to Koyaanisqatsi, by Philip Glass." https://en.wikipedia.org/wiki/Interstellar_(soundtrack)
  5. http://thequietus.com/articles/25810-moviedrone-review-of-the-year-film-soundtracks www.stereogum.com/2024310/best-movie-soundtracks-2018/franchises/2018-in-review
  6. Redaktionelle Auswahlen: https://acloserlisten.com/2018/12/08/acl-2018-the-years-best-film-scores https://www.avclub.com/the-best-film-soundtracks-of-2018-1830669719
  7. "Der Regisseur Stephen Nomura Schible hat den Komponisten Ryuichi Sakamoto fünf Jahre mit seiner Kamera begleitet - bei der Suche nach neuen musikalischen Impulsen. In dieser Zeit erkrankte Sakamoto an Krebs, was er auch musikalisch verarbeitete. ... Filmmusik - das sei Einschränkung und Inspiration zugleich, erklärt Sakamoto, der Anfang der 80er durch das Kriegsdrama "Merry Christmas, Mr. Lawrence" eher zufällig in dieser Branche landete und nur wenige Jahre später für seinen Soundtrack zu "Der letzte Kaiser" mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. ... wer verstehen möchte, wie Ryuichi Sakamoto arbeitet, woher er seine Inspiration bezieht und was ihn seit vielen Jahren antreibt – der wird an diesem Film viel Freude haben." https://www.deutschlandfunkkultur.de/neu-im-kino-ryuichi-sakamoto-coda-ein-legendaerer-komponist.2177.de.html?dram:article_id=422771 "... eine Musikdoku, die größtenteils anhand von Filmen erzählt wird und einen transgressiven Künstler zeigt, für den Bescheidenheit selbst im Angesicht des Todes die höchste Tugend geblieben ist." https://www.taz.de/!5521876 https://www.rottentomatoes.com/m/ryuichi_sakamoto_coda
  8. Mein neues Album Als je zuvor. File under... JazzNoir / Ambient Doom... mit Elektronik, Klavier, Trompete, Vocals Anders als bei meinen letzten beiden Alben, die Sound/Samples als Ausgangspunkt hatten, wurde hier die Essenz wieder (wie auf meinem 2015er-Album "Letzten Endes") am Klavier entworfen und dann in elektronische Klangwelten gekleidet, schließlich teils noch von meinen Kollaborateuren Maria Estrella aus den USA engelsgleich besungen bzw. famos erfinderisch von Tetsuroh Konishi aus Japan mit Trompete bespielt. Wie der stilistische Vorgänger erscheint auch dieses Album wieder auf Off Rec., Brüssel, als CD, Download und im Stream: https://ewigmorgig.bandcamp.com/album/als-je-zuvor https://soundcloud.com/morgenwurde/sets/morgen-wurde-als-je-zuvor
  9. Muss ja sagen, dass das hier alles überragt, was ich unter den gesamten "Beste Filmmusik des Jahres 2017"-Nennungen hier im Forum gefunden habe... Mal wieder ein Beispiel für mich, dass Filmmusik allgemein leider hinter filmischer Musik zurückbleibt. https://timgarland.bandcamp.com/album/weather-walker
  10. Habe mir vorgenommen, auf die Musik zu achten, kann mich aber nach dem Kinobesuch eben an keine Musik erinnern... Der Film war für mich neckisches unterhaltsames Popcorn-Kino, wie ich es mir nur selten ansehe, hat allemal Spaß gemacht. Viel Liebe zum Detail. Die irre Impro-Tanzszene z.B. war aus meiner Sicht als Tango-Tänzer fabelhaft choreografiert.
  11. Erster Eindruck sehr gut... Das Spektrum reicht von erhaben-klarer wenn auch konventioneller Neoklassik über majestätisch-ambivalente Zwischenwelten (Golgotha) bis zu monströs Verzerrtem (The Goats) (wie auf Johannssons Sicario-Soundtrack).
  12. Aus dem vielleicht spannendsten Interview des Jahres: "Der Dissident Schubert stellt [mit seinem Streichquartett G-Dur D 887] das Machtgefüge des reaktionären Metternich-Staats in Frage und gleichzeitig macht er deutlich, dass seine Musik nicht mehr dazu dienen will, eine Strukturierung des Zeitverlaufs zu besorgen. Im Grunde stellt Schubert hier sämtliche musikalischen Ordnungsprinzipien seiner Zeit auf den Prüfstand und schlägt statt dessen etwas radikales Neues vor. Natürlich kann ich das heute nur erkennen, wenn ich mich intensiv mit diesem Werk auseinandersetze, und dazu benötige ich musikalische Bildung. Die Zeitgenossen Schuberts und auch die Menschen, die das Werk ein paar Jahrzehnte später gehört haben, wurden direkt erschüttert, die haben sehr genau verstanden, worum es Schubert ging." www.jungewelt.de/artikel/329665.klassische-musik-ist-ein-fake.html
  13. Nach meiner Beobachtung ist das grundsätzlich anders. Filmmusik wird trotz ihrer hohen Präsenz kaum wahrgenommen, während die boomende "Neoklassik"-Szene in gefüllten Konzertsälen einen lebendigen Kontakt der Musik zu den Menschen herstellt - und das pur und nicht als Anhängsel zu einem anderen Medium wie Film. Auch auf z.B. Youtube teils mit Views im Millionenbereich und damit vor "großen" Hollywood-Komponisten, obwohl diese durch die Filme das Vieltausendfache an Werbung haben. http://www.zeit.de/kultur/musik/2017-10/neoklassik-piano-francesco-tristano-grandbrothers/komplettansicht Wenn ich nach einem Kinobesuch die Musik anspreche, ist die absolute Standardantwort von Mitbesuchern, dass sie gar keine spezifische Erinnerung an die Musik hätten. Entsprechend bekommt auch den Namen des Filmkomponisten in der Regel niemand mit.
  14. Gibt nur einen, dem ich aus der Auswahl noch meine Stimme geben kann, und finde es auch umständlich, so eine Abstimmung mit ohnehin schon wenig Beteiligung auch noch über mehrere Runden laufen zu lassen. Mein Fazit mal wieder: Wer Instrumentalmusik sucht, in der Komponisten bestmöglich ihre musikalische Vision zur Entfaltung bringen, nämlich als für sich stehendes Werk mit Zusammenhang, sucht bei Filmmusik im falschen Genre. Dazu ist Filmmusik einfach zu sehr Dienstleistungsmusik.
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