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  1. Letzte Stunde
  2. Funktionalität ist meiner Meinung nach nicht nur Grundlage, sondern ein sehr wichtiger Aspekt, wenn man sich mit Filmmusik beschäftigt. Nur weil wir die auch außerhalb des Films hören, wird der ja nicht irrelevant. Irrelevant halte ich jedoch den Maßstab der angeblich objektiv "vorschreiben" will, wann sich eine Filmmusik auch außerhalb des Films lohnt bzw. eine separate Veröffentlichung rechtfertigt. Was nicht heißen soll, dass man über die Qualitäten der jeweiligen Musiken nicht diskutieren soll. Nur schließt diese Diskussion dann auch die Funktionalität mit ein.
  3. Also ich behaupte nicht mal, dass McDonald's Essen "Müll" ist. Selbst wenn mir bewusst ist, dass die Qualität in einem hochwertigen Restaurant natürlich besser ist. Ich sehe überhaupt keinen Sinn darin McDonald's Essen und RCP Musik generell als "Müll" oder "Dreck" zu bezeichnen, nur weil ich weiß, dass es in beiden Fällen qualitativ hochwertigeres gibt. Müll und Dreck sind letztlich Bodensatz. Darunter gibt es nichts. Man kann natürlich beides als Müll bzw. Dreck ansehen. Nur ist es schon recht merkwürdig sich Dinge reinzuziehen, die man als Müll und Dreck ansieht und letztlich noch sagt, dass das ab und zu schon geil ist, sich das mal reinzupfeifen. Wenn ich etwas als Müll oder Dreck ansehe, konsumiere ich das auch nicht.
  4. Funktionalität ist die absolute Grundlage, und nicht der Grund, warum wir uns mit Filmmusik beschäftigen. Gerade wir - Nerds, die Musik getrennt vom Film hören - sollten andere Maßstäbe anlegen.
  5. ONE BATTLE AFTER ANOTHER hat ein halbes dutzend Szenen, bei denen die Musik eine enorme Rolle spielt. So ganz verstehen kann ich das Argument nicht.
  6. Heute
  7. Selbstredend ist jemand wie Beltrami sehr viel besser in der Kompositionskunst als bspw Balfe. Nein, das ist nicht Geschmacksache sondern Fakt und objektiv messbar. Ansonsten könnte man ja auch daherkommen und behaupten, dass Balfe besser sei als Alex North..Das wäre ja noch schöner .. Geschmäcker sind verschieden, ja. Ich höre den ein oder anderen Balfe/Jackman/Zimmer/Jablonsky Müll auch mal ganz gerne - wieso auch nicht? Manchmal will sich das Gehirn ja auch mal entspannen bzw. erholen. Aber über die oftmals grenzwertige Qualität dieser Kandidaten (vor allem im direkten Vergleich zu den deutlich stärkeren Kollegen) braucht man wirklich nicht diskutieren. Wieso wird das hier überhaupt noch ernsthaft verteidigt ? Was ist so schwer daran mal zuzugeben, dass es zwar Müll ist, aber man es trotzdem gerne hört?! Wenn ich mal zu McDonald’s gehe weiß ich ja auch, dass es Müll ist (auch wenn es ganz geil schmeckt). Aber ihr geht dann ja auch nicht hin und behauptet, dass McDonald’s Müll dieselbe Qualität hat wie ein hochwertiges Restaurant oder ??
  8. Snow Files of the Week: "Chernobyl/Saviour" aus "MillenniuM", Episode "Maranatha" (1997). Diese Folge aus der ersten Staffel dringt weiter in den mystischen "story arc" der Serie ein. Frank Black sieht sich konfrontiert mit Yaponchik, dem russischen "schwarzen Mann" sozusagen. Der Anfang der Folge zeigt die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl 1986. Yaponchik verlässt kurz vor der Explosion das Gelände, scheinbar hat er sie verursacht. Später in der Folge erfüllt sich auch noch eine biblische Prophezeiung, als Yaponchik eine eigentlich tödliche Schussverletzung am Kopf überlebt. Am Ende kann er entkommen, er flieht in einem Hubschrauber, der die Kennnummer 666 trägt. Marks Musik ist episch und groß. Fast so, als wolle er den großen Bibel-Epen der 50er und 60er Jahre nacheifern, durchsetzt er seinen Score mit einem großen Chor, der den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse untermalt. Die meiste Zeit über benutzt er den großen Chor, um Yaponchiks Thema zu transportieren, während ein sanfter Chor Frank bei seinem Kampf gegen das Böse begleitet, wie man es zu Beginn des Tracks "Saviour" hören kann. Die Stücke stammen vom ersten Volume der Musik aus "MillenniuM", welches von LLL 2008 limitiert auf 2.000 Stück veröffentlicht wurde. Das Set war dann zwei Jahre später ausverkauft, bevor es limitiert auf 1.000 Stück noch einmal veröffentlicht wurde. Auch die zweite Auflage ist ausverkauft. Viel Spaß beim Hören!
  9. Was ja bedeutet, dass der abgelehnte Score "schlechter" war als der Ersatzscore von Balfe. "Minimum" hört sich immer so an, als ob es das einfachste der Welt ist. Ist es aber anscheinend ja nicht, wenn Balfe das angebliche "Minimum" retten muss. Randy Newmans Score für Air Force One ist musikalisch sicherlich auch "besser" als das was Balfe bisher komponierte. "Funktioniert" hat die Musik dennoch nicht im Film. Also selbst das "Minimum" nicht erreicht. Hat die "bessere" Musik Wolle Petersen am Ende auch nix gebracht.
  10. Funktionieren is halt das Minimum, was die Musik sein soll… ich würd mal sagen, selbst wenn Balfes Musik in den Filmen funktioniert, so könnte sie von wem Anders evtl. noch besser funktionieren. Aber das sind ja meistens auch Filme, bei denen einfach auch nicht mehr erwartet wird von den Machern. Gerne wurden Scores schon abgelehnt und da muss jetzt schnell was her was funktioniert, mehr nicht (mehr).
  11. Letztlich ist es das. Eigentlich müsste man erstmal definieren, was gut und schlecht bezüglich Filmmusik bedeutet.
  12. Naja nur weil sie "funktionieren" heisst es nicht, dass sie "gut" sind. Aber ist immer Geschmacksache, ne?
  13. Balfes Musik kann gar nicht schlecht sein, denn dann würde sie ja nicht mal in den jeweiligen Filmen und Serien funktionieren. Tut sie aber.
  14. Meiner Meinung nach nicht. Filmwirkung ist schon sehr entscheidend denke ich, vorausgesetzt die Abstimmenden haben den Film auch gesehen. Kann natürlich auch sein, dass einige nur die Musik gehört haben und dann nach "Coolness" entschieden haben. Dahingehend geht dann Görannssons Musik besser ins Ohr als Greenwoods, was schade für Greenwood ist.
  15. Sinners hat den Vorteil, dass es eine Szene gibt, die im Gedächtnis bleibt und untrennbar mit der Musik verwoben ist, weil Musik eben eine Rolle bei der Szene spielt. Ist das da am Ende so verwunderlich, dass das bei der Stimmenabgabe haften geblieben ist?
  16. Gestern
  17. Am Ende wollen wir doch jetzt einfach alle nur SCREAM 7 veröffentlicht haben…
  18. Dass die (starken) Beltrami-Musiken besser sind als das, was Balfe so schreibt, ist eigentlich keine Geschmackssache, sondern Fakt. Natürlich hat auch Beltrami schon Langweiliges, rein Funktionales geschrieben, aber dazu zählt SCREAM 7 nicht.
  19. Das ist aber alles noch immer Geschmacksache.
  20. Die Gewinner werden von allen gekürt, nicht nur von einer "Fachjury". Die Fachjurys - also die peers des jeweiligen Gewerkes - entscheiden nur über die Nominierungen. Deswegen sind die Gewinner oft auch so populistisch. Weil eben auch Schauspieler und Kameraleute über den besten Score entscheiden. Und "populistisch" sind eben auch die Scores von Görannsson: stylishe Sounds und "coole" Konzepte, die beim Publikum ähnlich gut verfangen wie Zimmer. Da geht es weniger um Komposition, als mehr um einen prägnanten Sound, der den Film bestimmt. Damit passt Görannsson halt hervorragend in die Zeit; für Kompositions-fokussierte Hörer ist das natürlich weniger attraktiv als ein klassischer Modernist wie Greenwood, der seine Tracks eher wie Sätze eines Konzertwerks konzipiert. Aber all das kapieren die US-Filmmusikfans meist gar nicht. Die haben nicht diesen europäischen Blick auf Instrumentalmusik wie wir...
  21. Ist denn dem tatsächlich so? Ich kenne die ganzen Filme aus diesem Jahr nicht und weiß daher auch nicht, wie die jeweiligen Scores in ihren funktioniert haben. Man weiß ja gar nicht, weshalb Greenwood und Görannsson nominiert waren. Lag es tatsächlich an der Komposition, der Filmwirkung oder weil der Film selbst nominiert war? Sind ja doch unterschiedliche Kompositionen. Wenn der Grund in dieser lag, wird man ja in beiden Qualitäten gesehen haben. Warum man sich dann für Sinners entschieden hat, müsste man mal die Jury fragen.
  22. Furchtbar, es ist echt ein Fluch. Auf Facebook wurde ich heute von der versammelten englischsprachigen Filmmusik-Community gegrillt, weil ich Görannsson als Blender bezeichnet und mich enttäuscht gezeigt habe, dass Greenwood - als viel originellerer Komponist - immer wieder um seine verdiente Auszeichnung gebracht wird. Es fallen halt alle auf die "Coolness" der Görannsson-Ästhetik rein, kann man nichts machen...
  23. Vor allem ist immer noch geklärt, weshalb es anscheinend problematisch ist, dass Stese sich bezüglich der Oscar Verleihung auf den nius Artikel verlässt. Ist in dem Artikel etwas falsch wiedergegeben? Bezüglich des Score Oscars. Schon beachtlich, dass Ludwig seinen dritten Oscar bekommen hat. Und dann auch noch in einem so kurzen Zeitraum.
  24. Ein ehemaliger Filmwissenschafts-Kommilitone von uns schreibt auch für Nius. Gibt halt für jede politische Position im Meinungskorridor ein publizistisches Organ. Das ist doch ganz normal in einer Demokratie. Über die taz regen wir uns doch auch nicht auf. Finde den Artikel übrigens auch angenehm kritisch und spitzzüngig, habe da nichts dran auszusetzen.
  25. Bitte vergib mir und meiner mangelnden Transferleistung. Es ist nur schwer verständlich für mich, warum die Notwendigkeit besteht jemand Unbeteiligten den Dreck vorhalten zu müssen, nur weil etwas anderes bislang noch nicht erschienen ist. Aber nun habe ich ja die Transferleistung und wende Sie auch mal an : Jeder verschimmelte oder obskure Goldsmith-Score aus den Untiefen der amerikanischen Fernsehlandschaft von vorvorgestern wird veröffentlicht oder neu eingespielt, aber Scream 7 nicht *mitdemfuß aufstampfundeineschutezieh* Ja, stimmt, es ist genau so sinnvoll 😁 Und es wird genauso wenig etwas am Status Quo ändern.
  26. Es muss sich aber auch nicht ständig auf Nebenschauplätze eingeschossen werden. Die Aussage war, dass jeder generische Allerwelts-Score veröffentlicht wird, aber ausgerechnet der neue Beltrami nicht. Aus Qualitäts-Perspektive ist das schon ziemlich ärgerlich und ungerecht.
  27. Na dass selbst die teils sehr schlechte Musik von Balfe eine Veröffentlichung erhält und der durchaus interessante Score von Beltrami zum neuen Scream 7 jedoch (bisher) nicht 🤷🏼. So schwer war die Transferleistung nun doch wirklich nicht..
  28. Eigentlich waren die Scream-Scores eher die Ausnahme bei Varese, sonst sind die bei Neu-Veröffentlichungen zu aktuellen Filmen & Serien doch schon seit Jahren raus. Bei Scream V wurden noch "Paramount Pictures under exclusive license to Varese Sarabande Records LLC, a Concord Company" Distributet by Concord" bei Spotify genannt. Während bei Scream 6 dort nur noch "Paramount Music" steht (auch wenn Varese dann die CD veröffentlicht hatte).
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