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  1. Heute
  2. …da passt der liebe Hansi ja dann ganz gut rein
  3. Ja, das ist nicht untypisch für asiatische Produktionen. Auch der letzte Zuschauer soll begreifen, wie dramatisch doch alles ist. Im Making Of zu Battle Royale 2 sieht mit Regisseur Kinji Fukasaku in den Proben eine junge Darstellerin anweisen, noch theatralischer zu agieren. Dem Zuschauer muss eingehämmert werden, wie dramatisch die Szene gerade ist, in der sich die Figuren gerade befinden.
  4. Die Scores zu indischen Blockbustern sind in der Regel nie "qualitativ gehaltvoll". Es gibt ordentlich laut auf die Zwölf, aber dafür regelmäßig mit prägnanten Themen. Optik, Sound und Musik sollen den Zuschauer betäuben. Und das können die Inder wirklich gut.
  5. Ich finde Satos Ansatz auch bemerkenswert wieder, wie er kein grosses Brimborium in den wenigen gescorten Actionszenen einsetzt, sondern nur langsam mit wenigen Noten den Horror steigert. Im ersten Track fliegen im Film wirklich die Fetzen, die Musik bleibt aber weitgehend monoton und einfach. Das Motiv für das Monster besteht im Grunde ja nur aus einer vibrierenden Note für die Streicher. das zieht einen aber schon gleich unter den Production Credits rein…
  6. Ja und was ne Power streckenweise. So grosses Orchester wird in Japan selten verwendet. Schade dass der Film in den letzten 10min soviel Geheule hat, die Musik allein reicht, um zu berühren, da riskiert der Film zumindest im Westen jetzt viel Fremdschämen… aber so is das halt mit asiatischen Filmen manchmal.
  7. Ich halte das auch für gewagt zu behaupten M hat das mit Absicht so geschrieben und inszeniert und ne Satire gemacht.
  8. Gestern
  9. Irgendwie interessiert es mich schon, wie der Film an Ende wirklich ist... Trailer find ich grauenhaft. Musik könnte was werden, aber was ich bisher gehört habe, hat man auch exakt so erwartet... nicht mehr und nicht weniger.
  10. Naja, das würde ich M. so aber nicht durchgehen lassen. Einen Film so schlecht zu inszenieren bzw „Schauspieler“ wie Mark Wahlberg („What? nooooo….“) so schlecht spielen zu lassen, dass man es als Satire werten kann, finde ich lahm.
  11. Das ist auch immer so ein bisschen der Blick durch die rosarote Brille der Filmmusik-Fans. Dabei wird völlig ignoriert, dass sich die Filmmusik in den letzten 20, 30 Jahren stark verändert hat. Und dass sich auch die Komponisten teilweise entsprechend angepasst haben. Ich erinnere mich da an die Fortsetzung von INDEPENDENCE DAY, wo es hieß, dass Emmerich doch wieder David Arnold hätte nehmen können. Natürlich in der Hoffnung, dass auch nur annährend sowas wie sein Score zum ersten Film dabei rauskommt. Auch da wurde völlig ignoriert, dass Filmmusik schon lange nicht mehr so wie 1996 geschrieben wird. Selbst David Arnold schreibt nicht mehr so wie 1996. Dann wäre die Enttäuschung wohl noch größer gewesen, aber es war nicht nur erwartbar, sondern eigentlich völlig klar, dass die Musik nicht mehr so wie vor 30 Jahren sein wird. Und das könnte nun auch hier bei JNH und Shyamalan passieren. Alles unter der Qualität von SIGNS, UNBREAKABLE oder THE HAPPENING wäre bei der Erwartungshaltung schon schlecht. Aber auch hier: Wann hat JNH zuletzt sowas in der Art noch geschrieben?
  12. Nochmals danke an Angus Gunn für den Tipp. Die Plaion-Box zu Keoma ist zwischenzeitlich eingetroffen. Die kommentieren ja offenbar wirklich einen Teil der Handlung mit dem Gesang. Ich werde den Film zeitnah mal schauen um herauszufinden, ob und wie das mit der Musik funktioniert und wie sich das in das Geschehen einfügt.
  13. Ja, das ist tatsächlich keine so unrealistische Befürchtung. Howard hat seine Mentalität im Laufe der Jahre immer weiter in Richtung Dienstleistung und "collaboration" verlagert (ich setze 'collaboration' in Anführungszeichen, weil es so gebetsmühlenartig als das Ideal kompositorischer Arbeit gepriesen wird; dabei ist die Aussage eigentlich nur: "ich mache genau das, was der Regisseur mir sagt - auch wenn er keinerlei Ahnung von Musik hat - und schraube meine eigene Kreativität auf ein absolutes Minimum zurück"). Ich bin gespannt, ob das nun ein Shyamalan-Score unter den Vorzeichen dieser neuen Arbeitskultur wird - oder ob uns vielleicht doch eine Zusammenarbeit "alter Schule" ins Haus steht, wo dem Komponisten einfach mal Freiraum gewährt wird. Der fehlt mir in der Tat noch, genau wie sein Spielfilmdebüt PRAYING WITH ANGER (1992). Bis einschließlich AFTER EARTH (Platz 12) mag ich übrigens alles ganz gerne von ihm. Nur SPLIT und TRAP haben mich echt angeödet.
  14. Da fehlt noch Last Airbender… mit das Schlimmste überhaupt 🤪 immerhin ein schönes Finale von JNH…
  15. Das is die andere Tochter. Kein Totalausfall aber total verschenkt. Buch war viel besser. ja score war gut. naja, Megaflop, darf auch keinen Film mehr machen…
  16. Das war seine andere Tochter. Saleka Night Shyamalan singt und spielt in TRAP, Ishana Shyamalan führte Regie und schrieb das Drehbuch bei THE WATCHERS. Aber auch hier sieht man, dass Shyamalan doch gerne auf interessante Komponisten setzt. Bei dem von ihm produzierten und geschriebenen (aber ebenfalls nicht selbst inszenierten) DEVIL durfte Fernando Velázquez ran. Auf der einen Seite ist es ja nicht verkehrt, dass er nach JNH auf junge Komponisten für seine Filme gesetzt hat. Auf der anderen Seite ist es schade, dass dabei dann so gesichtslose und als Hörerlebnis eher uninteressante Scores dabei rausgekommen sind. Daher bin ich auf die erneute Zusammenarbeit mit JNH auch gespannt. Im schlimmsten Fall passt sich JNH an die Musiken von Shyamalans letzten Filmen an.
  17. HEREDITARY und THE MENU sollte man schon mal gehört haben. Ersterer arbeitet - ungewöhnlich für Horror - mit Saxophonen, THE MENU ist postminimalistisch, ein bisschen wie die Kammermusik von John Adams.
  18. Mein Shyamalan-Ranking sähe übrigens so aus: SIGNS THE VISIT THE HAPPENING THE SIXTH SENSE UNBREAKABLE THE VILLAGE LADY IN THE WATER KNOCK AT THE CABIN OLD WIDE AWAKE GLASS AFTER EARTH SPLIT TRAP Bin gespannt, wo sich REMAIN eingliedern wird.
  19. Mit dieser Reaktion von dir habe ich ehrlich gesagt schon gerechnet. Alex fasst das oben sehr schön zusammen. THE HAPPENING ist eine satirische Spitze gegen die Erwartungen, die an ihn gestellt wurden, und sehr vom konkreten Zeitpunkt profitierend, als Shyamalan noch riesige Budgets hatte, obwohl sein Stern bereits am Sinken war. Hier konnte er es sich leisten, mit sehr viel Geld ein sehr seltsames trojanisches Pferd in die Kinos zu bringen. Ein Meisterstück der Irritation - zugleich aber auch ein sehr melancholischer und morbider Film, was sich auch in James Newton Howards sinistrem Score mit seinen Schostakowitsch-Einflüssen manifestiert. Wie gesagt: ein ganz besonderes, seltsam geformtes Schmuckstück in Shyamalans Filmographie.
  20. Ihr Regiedebüt THE WATCHERS fand ich aber gar nicht mal so schlecht. Ist ein recht atmosphärischer Film (mit einem tollen Korzeniowski Score) geworden.
  21. Ganz im Stile des Vorgängers und ich finde es stark. Hab ihn jetzt einmal gehört und bin begeistert.
  22. Mit null Talent die Gute 🤪 schlimm eigentlich wie ein Vater seiner Tochter sowas antun konnte hahaha
  23. Also ich fand TRAP gut. Der war zwar sehr konstruiert und auch etwas unlogisch, aber dennoch recht spannend und Josh Hartnett ein charistmatischer Antagonist. Habe den mit meinen Eltern im Kino geschaut. Im Gegensatz zu The Sixth Sense ist mein Vater diesmal nicht eingeschlafen.
  24. JNH war dann einfach zu teuer Außerdem gab es scheinbar Reibereien zwischen den beiden bei AFTER EARTH, nachdem JNH wohl große Teile seines Scores neu- oder umschreiben musste. Nachdem Shyamalan mit THE LAST AIRBENDER und AFTER EARTH zwei veritable Flops hingelegt hatte, war man bei den Studios wohl vorsichtig geworden, ihm nochmal so viel Geld für einen Film zu geben. THE VISIT finanzierte Shyamalan dann selbst mit dem Geld, das er für AFTER EARTH bekommen hattte. Der Film kostete um die fünf Millionen Dollar und Shyamalan tat sich ja auch mit Jason Blum von Blumhouse zusammen. Der hat sein Geschäftsmodell ja auf günstig produzierten Horrorfilmen aufgebaut, die an den Kinokassen aber große Erfolge waren (INSIDIOUS oder THE CONJURING). THE VISIT ist außerdem ein Found-Footage-Film und hat gar keinen Score. Und so produzierte Shyamalan dann wesentlich günstigere Filme wie SPLIT oder GLASS, die aber kommerziell wieder erfolgreich waren. Aber bei den geringeren Budgets war wohl kein Geld für einen Orchesterscore übrig. Zum Vergleich: SIGNS hatte ein Budget von über 70 Millionen Dollar. Für das gleiche Geld hat Shyamalan dann THE VISIT, SPLIT, GLASS, OLD und KNOCK AT THE CABIN gedreht. Jeder dieser Filme kostete zwischen fünf und 20 Millionen Dollar.
  25. THE HAPPENING ist ja eigentlich eine verkannte Satire. Shyamalan spielt hier auch deutlich mit den Erwartungen des Publikums beziehungsweise diesem Korsett, welches ihm die Studios auferlegt haben. Ein Shyamalan-Film muss immer Mystery sein und muss immer zwingend einen Twist am Ende haben, der alles auf den Kopf stellt. Bei THE HAPPENING torpediert Shyamalan das ja selbst, indem eine seiner Figuren bereits im ersten Drittel den Twist verrät. Als wolle Shyamalan sagen, dass es nicht um den Twist geht, sondern um die Geschichte. Die Inszenierung wirkt fast schon dokumentarisch und in Verbindung mit der Musik erzeugt er eine Stimmung, die 70er-Jahre-Katastrophenfilmen nicht unähnlich ist. Damit meine ich jetzt keine großen Effekt-Spektakel, sondern eher Filme wie THE CRAZIES (1973), dem THE HAPPENING auch thematisch nahe ist. Shyamalan baut zunächst durchaus eine unheimliche und verstörende Atmosphäre auf: Die Anfangsszene im Central Park, die Art, wie die Menschen sich von den Dächern stürzen, die Ungewissheit, was vor sich geht. In Verbindung mit JNHs Musik finde ich das schon ein sehr gelungenes Setup. Danach wird der Film allerdings eher eine groteske Satire. Das zeigt sich in den teils bescheuerten Dialogen, den überzeichneten Figuren oder eben dem chargierenden Spiel eigentlich aller Beteiligten. THE HAPPENING war Shyamalans erster Film nach seinem Karriereknick mit LADY IN THE WATER. Vorher steigerten sich seine Filme von Mal zu Mal, was das Einspielergebnis betrifft. Mit LADY IN THE WATER brach er dann auch an den Kinokassen ein. Ich finde den Film allerdings auch sehr prätentiös und selbstverliebt. Neben THE LAST AIRBENDER und AFTER EARTH ist LADY IN THE WATER für mich auch einer seiner schlechtesten Filme. TRAP ist nicht weit davon entfernt. Der Film wirkte eher wie ein Werbeprojekt für seine Tochter, die nicht nur einige Songs performen darf, sondern am Ende auch noch die Heldin der Geschichte wird.
  26. Ja da ist was dran… Zumal JNH ab einem gewissen Punkt ohnehin nicht mehr mit M. zusammengearbeitet hat - weiß jemand weshalb ?
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