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Soundtrack Board

Nick M.

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Alle Inhalte von Nick M.

  1. Nick M.

    John Williams

    Das ist ja seltsam... scheint ja wirklich einfach der Sampler von 2011 zu sein - nur mit neuem Cover? Gibt's übrigens auch bei Spotify zu hören: Evan Christ – John Williams Greatest Hits
  2. Ich glaube, das habe ich auch nicht geschrieben Es ging mir nur darum die Musik für die Musiker interessant zu gestalten! Und das, wenn ich Musiker einsetze, ich denen das Gefühl gebe, dass ihre Stimme auch etwas zum Stück beiträgt (interessante Stimme!). Es war nicht so gemeint, dass sie durchgehend spielen sollen... (Gerade für die Bläser sind die Pausen sogar ziemlich wichtig.) Dazu zählt für mich auch die gute Spielbarkeit. Natürlich kann man von Profimusikern einiges erwarten, aber mann muss auch nicht alles unnötig schwer machen (schlecht zu greifen bei Streichern, zu hoher Einsatz bei Bläsern etc.)
  3. Das gilt allerdings nicht nur für's Orchestrieren, sondern doch generell für alle möglichen Teile des Kompositions/Scoring-Prozesses. Gibt doch genug Leute, die einfach beschließen, dass sie ab jetzt (Film)Komponist sind... einfach so... oder irgendwie da rein rutschen. (Was jetzt aber nicht heißen muss, dass alle Autodidakten per se schlechtere Komponisten sind.) Generell sollte man (schon beim Komponieren) darauf achten, dass jeder Musiker auch Spaß daran hat, die Musik zu spielen. Also wirklich versuchen, jeder Stimme eine Funktion zu geben und auch jede noch so kleine Nebenlinie spannend zu gestalten. (Genauso wie die Atmosphäre während der Session natürlich auch sehr wichtig ist...) Was das Dirigieren angeht: Wie hier ja schon gesagt wurde, gibt es viele Gründe warum ein Komponist nicht selber dirigiert. Dass das Dirigat von jemandem, der nur alle paar Monate vor einem Orchester steht nicht so ausgereift ist, wie von jemandem, der jeden Tag ein Orchester dirigiert ist sicherlich auch ein Grund. Trotzdem wollen viele Komponisten nicht selber dirigieren, weil sie lieber die komplette Kontrolle haben wollen. Im Regieraum hört man natürlich viel mehr als im Aufnahmeraum - und es ist natürlich auch viel näher am Endprodukt (ein aufgenommenes Orchester klingt eben anders, als live). Ansonsten ist es meistens so, dass wenn der Komponist dirigiert, er zwischendrin immerwieder zum Regieraum muss und sich das Ergebnis anhört - das kostet natürlich Geld, weil das komplette Orchester da sitzt und für's warten bezahlt wird. Wenn nicht grad ein Hollywood-Blockbuster mit riesem Musikbudget vertont wird, ist das auch ein häufiger Grund. Zudem kann man sich - gerade wenn man eben nicht so oft dirigiert - viel besser auf die Musik konzentrieren, als wenn man dabei noch dirigieren muss. Fehler (bzw. Kleinigkeiten) fallen einem viel schneller auf (dass das bei erfahrenen Dirigenten anders ist, ist klar). Und nicht zu vernachlässigen ist, dass Regisseur und/oder Produzent in der Tonregie sitzen, denen der Komponist u.U. gut zureden muss. Würde der Komponist auch noch am Dirigentenpult stehen, würde das alles wieder zusätzliche Zeit und Geld kosten - beides bekanntlich Mangelware
  4. Tatsächlich sollte das Meiste mit 33.000€ gedeckt sein. Ich habe leider gerade nicht im Kopf, wie viel Musik aufgenommen wird, aber normalerweise wird bei so Sessions (=3-4 Stunden) 15-20min Musik eingespielt (wenn's komplexer ist auch mal nur so gut 10 minuten). Das Prager Orchester (ist ja ein Pool aus ca. 300 Musikern aus den Orchestern der Stadt) hat sich in den letzten Jahren als ziemlich gefragtes Filmmusik/Recording-Orchester etabliert, weil es im vergleich zu den LA oder Londoner Orchestern wesentlich günstiger ist, aber qualitativ noch deutlich über den rumänischen, slowakischen etc. Untergrenze bei den osteuropäischen Orchestern ist ca. 5000$ pro Session. In LA/London muss man wahrscheinlich mit mindestens 30.000$-40.000$ pro Session rechnen. Ich weiß, dass die Prager da ziemlich im unteren Mittelfeld angesiedelt sind. (Ich glaube mich konkret an ca. 10.000$ zu erinnern.) Nehmen wir an, die brauchen 3-4 Sessions, dann sind wir so bei einer Größenordnung von 27-33k €. Bei den Preisen ist normalerweise Studiomiete, Dirigent etc. inbegriffen. Von daher passt das insgesamt ganz gut. Produzent ist der James Fitzpatrick ja selber, und da er den ganzen Laden da mehr oder weniger schmeißt, ist es für ihn bestimmt auch noch ein wenig günstiger... Die Musiker in Prag verdienen bei so einer Session übrigens 24,10$ pro Stunde (!) (nachzulesen hier: http://www.pianonanny.com/TAD-Film-Scoring/ftvmusicsurvey.pdf, Seite 13.) Zum Vergleich: in Bulgarien 18$ und in LA/London bis zu 120$. (Daten sind von 2011/2012)
  5. Normalerweise darf man laut deutschem Recht von allem was nicht offensichtlich illegal ist eine Privatkopie anfertigen (außer Noten). Deshalb sollte das hier eigentlich kein Problem sein. Genauso wie du ein Youtube-Video oder ein Soundcloud-File runterladen darfst. (Bei Youtube z.B. steht zwar in den AGB, das es nicht erlaubt ist, da man sich aber nicht anmelden muss um die Videos zu gucken [und in der Folge den AGB auch nicht zustimmen muss] ist der Punkt eigentlich hinfällig...)
  6. Puuuh... das ist ne fiese Frage, weil Musical-Filme natürlich ein ziemlicher Spezialfall sind. Dagegen spricht auf jeden Fall, dass die Musik (bis auf den Sänger, also Orchester-Begleitung etc.) ja nicht im Film verankert sind. Edit: Habe gerade mal in der englischen Wikipedia nachgeguckt, und da wird davon ausgegangen, dass die Charaktere nicht wirklich wissen, dass sie singen, bzw. es nicht als Gesang warnehmen. (non diegetic = nicht source musik) "In typical operas or operettas, musical numbers are non-diegetic; characters are not aware that they are singing. In contrast, when a song occurs literally in the plot, the number is considered diegetic. Diegetic numbers are often present in backstage musicals. For example, in The Sound of Music, the song "Do-Re-Mi" is diegetic, since the characters are aware they are singing. The character Maria is using the song to teach the children how to sing. In contrast, the song "How Do You Solve A Problem Like Maria?" is non-diegetic, since the musical material is external to the narrative." http://en.wikipedia.org/wiki/Diegesis#Film_sound_and_music
  7. Egal ob Person X bei dem Song aus dem Radio mitsingt oder nicht: Es bleibt Source Musik Insofern kann Source Musik auch durchaus Emotionen transportieren oder Einfluss auf die Handlung haben (siehe Guardians of the Galaxy). Immer wenn die Quelle (=Source) der Musik im Film zu sehen (oder zu erahnen) ist, handelt es sich um Source Musik - daher auch der Name Edit: Noch ein gutes Beispiel ist The Mission, wo die Musik ja ganz integraler Bestandteil der Handlung ist. Also auch wenn Gabriel auf seiner Oboe spielt, ist es Source Musik...
  8. Das was du meinst ist Temp Musik (oder Temp Tracks), die i.d.R. vom Cutter (manchmal auch vom Regisseur, selten auch vom Komponisten) angelegt werden, damit der Cutter schonmal zu Musik schneiden kann. Außerdem ermöglicht es dem Regisseur zu zeigen, in welche Richtung denn die Musik gehen soll (Tempo, Stimmung, Emotionen). Das kann dem Komponisten u.U. sehr helfen, blöd wird es nur, wenn er den Auftrag bekommt die Temp Musik einfach nur nachzukomponieren (und nur insofern abzuwandeln, dass es keine Probleme mit dem Urheberrecht gibt). Source-Musik ist in der obigen Quelle schon ganz gut beschrieben. Es handelt sich dabei immer um Musik, die im Film selber stattfindet, also auch durch die handelnden Figuren wahrgenommen wird. (Ist z.B. ein Punkt von Dogma 95... Lars von Trier etc. versuchen dementsprechend nur Source Musik zu verwenden.) EIne CD mit Songs muss deshalb aber nicht "Source Soundtrack" sein. Filme (siehe Til Schweiger etc.) werden ja auch immer wieder gerne auch einfach so mit Songs unterlegt. Source Musik ist es erst dann, wenn die Quelle der Musik im Film ist. (Z.B. wenn die Songs aus dem Autoradio kommen o.Ä.)
  9. Wenn so etwas geklaut und unoriginell ist, dann findet man heute keine tonale Musik mehr, bei der nichts geklaut ist (irgendein Melodiefetzen oder eine harmonische Wendung). Der Tonvorrat ist eben begrenzt und der "Klau" bei Wagner oben schon etwas an den Haaren herbei gezogen. Alles was wir hören nehmen wir irgendwie wahr und auf, wodurch natürlich auch späteres kompositorisches Schaffen geprägt wird. Insofern kann man vielleicht sagen, dass der Score zum Teil von Wagner inspiriert ist. "Geklaut und unoriginell" sind hier als Begriffe meiner Meinung nach jedoch völlig fehl am Platze. (Das merkt man auch schon daran, dass hier erst gepitcht und gestrecht werden muss, bis man irgendwann mal eine Ähnlichkeit erkennt. Und selbst dann finden sich in der Musik noch genügend unterschiede!)
  10. Ich glaube da hast du was falsch verstanden. Martin hat gesagt, dass das LSO (Gerüchten zufolge) aus dem Spiel ist. Sebastian hat dann nur nach Gründen gesucht: Warum ist das LSO aus dem Spiel? Weil John Williams in seinem Alter nicht mehr so lange fliegen, aber gleichzeitig auch nicht jemand anderem das Dirigieren überlassen will. Wie liest du da jetzt Kritik an Williams Dirigat raus?
  11. Intressant wie der Film zu polarisieren scheint. Auf der einen Seite viele Leute für die Interstellar "der beste Film seit 20 Jahren" ist und dann aber auch nicht wenige, die ihn furchtbar fanden. Allein deswegen werd ich ihn mir wohl angucken müssen ... und der Musik wegen natürlich
  12. So soll also angeblich das Hauptthema entstanden sein: http://www.businessinsider.com/how-hans-zimmer-wrote-the-interstellar-theme-2014-11
  13. Das ist die Frage. Schließlich will man ja Publikum locken und das geht am besten mit Namen wie Star Wars, Titanic und co. Dazu kommt außerdem noch, dass man relaitv schwer an Filmmusik-Partituren kommt. Von den Evergreens gibt es halt viele Suiten an die man auch als Normalo rankommt... Z.B. haben die Bremer Philharmoniker im Juni u.a. eine Suite aus Tod auf dem Nil von Nino Rota gespielt. Habe damals irgendwo gelesen, dass sie glaub ich 2 Jahre irgendwie nach Noten gesucht haben und daraus dann haben eine Suite machen lassen... Da kann ich dann irgendwie verstehen, dass sich nicht jeder diesen Aufwand macht. Edit: Habe noch nen Link zu nem Zeitungsartikel darüber gefunden: http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Grosse-Oper-fuer-einen-Film-_arid,868055.html
  14. Da ich noch nichts von Gordon habe, versuch ich auch mal mein Glück
  15. Ganz passend dazu ein Interview mit Cronenberg von Deutschlandradio Kultur: Hier das ganze Interview: http://www.deutschlandradiokultur.de/hollywood-verzweiflung-und-ambition.2168.de.html?dram%3Aarticle_id=297405
  16. Die Sache ist, dass Sebastian zunächst einmal nur seine eigene Meinung dargelegt hat. Und man wird ja wohl noch feststellen dürfen, dass man für sich eine Musik nicht schön (=unschön) findet. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass Sebastians Kommentare schon recht harsch geschrieben waren. Deshalb wurde das ganze dann auch als "Runterputzerei" aufgefasst. (Also eigentlich alles kein Grund zur Aufregung...)
  17. Bin ich der einzige, der hier das Gefühl hat, dass aus kleinen Missverständnissen (und Momenten des bewussten Missverstehens) riesige (zugegebenermaßen unnötige) Diskussionen produziert werden?!
  18. Ja... dann sind wir uns ja eigentlich einig... nur, dass das Beispiel mehr verwirrt als verdeutlicht hat
  19. Aber Dynamik ist ja nicht gleich Lautheit. Deshalb ist es ja klar, dass die Lautheit ansteigt (also nix mit entgegen dem dynamischen Vorsatz). Das eine ist ein musikalischer Parameter, das andere eine physikalische Größe. Wie du ja selbser andeutest, hängt die Lautheit von mehr als nur der Dynamik ab... was doch auch irgendwie das Beispiel hinfällig macht? Es wird nicht der Versuch gemacht die Lautheit niedrig zu halten. Ich werd das Gefühl nicht los, dass wir gerade total einfache Sachverhalte unnötig kompliziert machen
  20. Das nicht - aber deine letzten Kommentare erwecken eher den Eindruck, als wäre dieser Score die schlechteste Filmmusik die je geschrieben wurde. (Und wie schon im letzten Post geschrieben: Das mit der "dicken" Orchestration kann ich noch ganz gut nachvollziehen...)
  21. Oh Gott, was hab ich nur angerichtet Na gut... also bevor ich mich jetzt dumm und dämlich rede, will ich nur noch kurz voraus schicken, dass wenn ich sage: "das ist der beste Score seit langem", ich ihn mit Werken wie Guardians of the Galaxy vergleiche. (Der, wenn man den Film kennt, auch seinen Reiz hat, aber irgendwie kenne ich da nach 5 Minuten hören alles...) Bevor du also ganz vom guten Glauben abfällst - natürlich gibt es viele bessere Scores als "Dragon" (ne, Anne?), aber mir macht er trotzdem viel Spaß beim anhören. Und bei manchen Kommentaren von dir, Sebastian, hab ich mich gefragt, ob wir tatsächlich vom gleichen Score sprechen Naja... eins nach dem anderen... Also wenn ich mir andere aktuelle Scores (z.B. aus der RCP-Schmiede, Tyler Bates oder Brian Tyler oder so) anhöre, handelt es sich hier im Vergleich doch eher um hochfiligrane Orchestermusik ... also mal im Ernst - blasser und schlechter wird "der Bombast" durch diesen Score ganz sicher nicht. Also mich reizt so einiges an dem Score: • Einige sehr schöne Themen (ist schon ne weile her, dass ich Themen aus einem Score auch Tage danach noch hätte aufschreiben können... aber hier bleiben mir einige Sachen echt sehr gut im Ohr... Naja vor allem das aus Meet Drago) • Der Score hat mich oft überrascht - auch innerhalb eines Tracks. Er hat viele Wendungen genommen, die ich so nicht vorausgeahnt hätte. Ich fand ihn beim hören daher sehr spannend. • Ich fand ihn - ganz im Gegensatz zu dir wohl - recht abwechslungsreich. Mal schwungvoll, mal ruhig, bedrohlich, mal intim, mal "bombastisch" usw... (Es war schön mal wieder Holzbläser zu hören - wird ja immer weniger die Tage.) Auch einige harmonische Wendungen fand ich äußerst spannend (und überraschend)... Im Detail sowieso sehr vielseitig... mal etwas asiatisch angehaucht, mal ziemlich klassisch und auch einige choralähnliche Stellen lassen sich finden. In meinen Augen gibt es ganz schön viele ruhige Stellen?! Ich kann "größer, voller, lauter" irgendwie so gar nicht nachvollziehen. Klar greift der Score so einige male auch so richtig in die vollen, aber dazwischen hat man immer Gelegenheit wieder etwas runter zu kommen... Einige Solostellen oder Choreinlagen waren doch sehr schön (Übrigens höre ich auch gerne Coldplay - und das obwohl viele Songs ziemlich einfach gestrickt sind... ) John Powell hat übrigens (ganz klassisch) Bratsche und Komposition studiert - und ich glaube er findet seine Musik auch gar nicht mal so schlecht Das mit der zu dicken Orchestrierung kann ich noch am ehesten verstehen... Das ging mir an einigen Stellen ähnlich. Hyperaktiv und zu hohe Lautstärke kann ich hingegen nicht so richtig nachvollziehen. Wie oben schon gesagt gab es zwischendruch für meinen Geschmack genug ruhigere, transparente, leise Momente zum entspannen. Wie gesagt... Powell hat Komposition studiert. Also dieser Score ist meilenweit vom "Zimmersound" entfernt (obwohl ich Zimmer manchmal auch ganz gut finde... aber das sollte ich hier wohl lieber nicht laut sagen? ) Also naja.. zusammengefasst kann man wohl sagen, dass schon einige ziemlich überladene Tracks dabei sind... Aber auch viele (!) ruhige (und zwar auch innerhalb von "Bombast-Passagen"). Das macht es für mich insgesamt zu einem doch recht stimmigen Hörerlebnis. Eine schöne Abwechslung, wie ich finde Und manchmal macht es doch auch einfach Spaß etwas "bombastisches" zu hören (vielleicht keine 70 Minuten am Stück, aber das ist hier ja auch nicht der Fall...)
  22. Nick M.

    Howard Shore

    Weiß nicht, ob das hier schonmal irgendwo unterwegs war, aber hier kann man Howard Shore's Cello Concerto hören:
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