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Soundtrack Board

Angus Gunn

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Alle Inhalte von Angus Gunn

  1. Auch von mir vielen Dank für die interessanten Interview-Ausschnitte! Andre Previn: BAD DAY AT BLACK ROCK Der Stromlinienzug hält in einem gottverlassenen, staubigen Provinznest in der US-amerikanischen Wüste. Kriegsversehrt, und im perfekt sitzenden Anzug, steigt ein Fremder aus, der sofort das Misstrauen der anwesenden Provinzler weckt. John MacReedy nimmt sich ein Zimmer im örtlichen Hotel, wird dabei von einem besonders unangenehmen Zeitgenossen bedrängt, läßt sicher aber nicht provozieren. Erst als MacReedy anfängt, unangenehme Fragen zu stellen und sich nach einem verschollenen Japaner erkundigt, droht die Situation zu eskalieren. STADT IN ANGST gibt sich mit seinen rund 80 Minuten Laufzeit und der reißerischen Eröffnungssequenz den äußeren Anschein eines typischen B-Movies aus jenen Tagen. Doch mit dem herausragenden Schauspieler-Ensemble und der wie immer glänzenden Regie von John Sturges, ist ein exzellenter Noir-Kriminalfilm gelungen, angesiedelt in einem Western-Kaff zur Nachkriegszeit, und zur Abwechslung mal in Farbe, der seine beträchtliche Spannung konsequent bis zum Ende durchhält. Unbedingt empfehlenswert! Eigentlich vertont Andre Previn hier fast ausschließlich Spannungsmomente. Das einzige Thema dieser Musik, eine nüchterne, die Beharrlichkeit des von Spencer Tracy gespielten Charakters wiedergebende, recht simple Tonfolge, durchzieht in mannigfaltigen Varianten den gesamten Score. Ausladende Melodien, schwelgerische Romantik oder gar imposante Westernmotivik sucht man hier vergebens. Es gibt kein Schurken-Thema, noch nichtmal eines für die niedliche Anne Francis, der einzigen Frauenfigur des Filmes. Previn bleibt ganz und gar bei der Hauptfigur, eröffnet den Film mit einem reißerisch-packenden Main Title, begleitet Tracys Außenseitertum unter feindseligen Fremden und geht dabei sehr sparsam zu Werke. Gerade mal 20 Minuten währt der komplette Score, der punktuell geschickt über die Laufzeit verteilt, und gerade deshalb so effektiv ist. Abgerundet wird die Rhino-CD von Auszügen aus drei weiteren Scores aus den Jahren 1949/50: In TENSION (Zum Zerreissen gespannt) rackert sich Quimby (Richard Basehart) jede Nacht im Drugstore ab, um seiner attraktiven Frau (Audrey Totter) ein besseres Leben bieten zu können. Doch die hat für seine kleinbürgerlichen Ambitionen nur Verachtung übrig und wirft sich dem wohlhabenden Unternehmer Deager an den Hals. Als der später ermordet wird, fällt der Verdacht auf Quimby, der eine solche Tat zwar schon geplant, aber dann doch nicht ausgeführt hat... Die Musik ist eher ruhig und auf die verführerische Famme Fatale zugeschnitten. Das laszive Hauptthema wird meist vom Saxophon vorgetragen und bestimmt fast jeden Track der Suite. SCENE OF THE CRIME (Sumpf des Verbrechens): Ein Detective (Van Johnson) klärt den Mord an einem Kollegen auf, der vorher der Korruption verdächtigt wurde. Diesen Film habe ich bisher nicht gesehen. Bei der knapp 8-minütigen Suite ist vor allem die Titelmusik zu erwähnen, die mit Fanfaren, Hörnern und Streichern auf zeittypische Weise eine Hardboiled-Kriminalgeschichte skizziert. Previns typischer Stil ist hier bereits deutlich auszumachen. Ein besonderes Highlight sind aber die abschließenden 12 Minuten aus CAUSE FOR ALARM (Grund zur Aufregung). George ist totkrank und wird zu Hause von seiner Frau gepflegt. Er neigt zur Paranoia und ist davon überzeugt, dass seine Frau ihn betrügt, und dass ein Mordkomplott gegen ihn im Gange ist. Er schreibt einen Brief an den Staatsanwalt, in dem er seine Frau des geplanten Mordes beschuldigt. Kurz darauf verstirbt George an einem Infarkt, und der Brief ist bereits auf dem Postweg. Ein kurzweiliger, kleiner Thriller, der im Detail zwar weniger glaubwürdig ist, sich aber dank Loretta Youngs überzeugender Darbietung über die Runden rettet. Schauplatz ist nicht die anonyme Großstadt, sondern sonnendurchflutetes Vorstadtmilieu, in dem nichts den neugierigen Blicken der Nachbarschaft verborgen bleibt, was dem Film einige interessante und ungewöhnliche Aspekte sichert. Die Musik ist melodramatisch-düster. In die kleinstädtische Pastorale drängen sich bedrückende, streicherlastige Passagen. Sehr gelungen auch die Einsätze der Solo-Violine, vor allem im intensiven NO HOPE. Ein amüsanteres Motiv gibt es in AUNT CLARA zu hören, das im Film so aber gar nicht vorkommt, wenn ich mich da jetzt nicht irre. Eine tolle Suite, und ein Höhepunkt der CD, mit der sich Previn mit damals gerade mal 20 Jahren bereits als versierter Tonsetzer für dramatische Stoffe empfiehlt.
  2. Ist es denn überliefert, warum die Zusammenarbeit nach PATHS OF GLORY endete? In einem Interview auf YT erzählt Fried von seiner Arbeit mit Kubrick. Demnach hatte er beim ersten Film noch völlig freie Hand, bis Kubrick dann von Film zu Film immer genauere Vorstellungen vom jeweiligen Score bekam. Warum es letzten Endes auseinanderging, erfahren wir aber nicht.
  3. EIN UNDING DER LIEBE Georg Bleistein ist nicht gerade vom Schicksal begünstigt. Er wächst bei seiner Tante und seiner Großmutter auf. Kindlich-naiv von Charakter, massig und übergewichtig von Statur, schlagen ihm oft Unverständnis und Aggressionen entgegen. Nach einer Auseinandersetzung mit dem Vorarbeiter verliert er seinen Job in einer Großküche. Seine puritanische Tante entdeckt beim Hausputz die Pornohefte in seinem Zimmer und setzt ihn vor die Tür. Er kehrt der Provinz den Rücken und macht sich in der großen Stadt auf die Suche nach seiner Mutter, die er noch nie kennengelernt hat. Bleistein ist ein Mensch, der in unserer Welt keinen Platz findet. Jeder Versuch, der tristen Isolation zu entkommen, endet im Fiasko. Sein Schicksal ist erschütternd, und bleibt konsequenterweise von der Gesellschaft letzten Endes unbeachtet. Das macht ihn zu einer der tragischsten Figuren der deutschen TV-Geschichte. Der aus dem Iran stammende Autor Sohrab Shahid Saless hat den Roman von Ludwig Fels adaptiert. Saless hatte eine Vorliebe für gebrochene, vereinsamte Charaktere in der modernen Kapitalgesellschaft. Mit EIN UNDING DER LIEBE ist erstmalig ein Film von Saless auf DVD zugänglich gemacht worden, obwohl der Autor in diesem Fall die Regie gesundheitsbedingt abgeben mußte. Das Ergebnis ist dennoch dank des erstklassigen Schauspieler-Ensembles, allen voran Erich Bar in der Hauptrolle, sehr eindringlich und zeigt mal wieder wie anspruchsvoll, radikal und fordernd deutsches Fernsehen vor gerade mal 30 Jahren noch sein konnte.
  4. TO HAVE AND HAVE NOT habe ich ungefähr seit meiner Jugend nicht mehr gesehen, könnte ich eigentlich mal wieder nachholen. Ich finde ihn auch stark, aber letzten Endes hinterläßt ein CRISS CROSS mit seiner tiefgreifenden Charakterentwicklung und natürlich dem niederschmetternden Ende bei mir den nachhaltigeren Eindruck. Gerald Fried: THE KILLING Unter Führung des erfahrenen Ganoven Johnny Clay schließen sich vier bisher unbescholtene Männer für einen Überfall auf die Kasse einer Pferderennbahn zusammen. So banal sich die Handlung liest, so brillant und fesselnd ist die filmische Umsetzung. Nach kurzen, aber präzisen Charakterskizzen widmet sich die zweite Filmhälfte in aller Ausführlichkeit der Ausführung des Coups, der aus verschiedenen Blickwinkeln und mit verschobener Zeitkontinuität erzählt wird. Ein Stilmittel, dass ein Tarantino ein paar Jahrzehnte später wieder aufgegriffen hat. Ein oft unbeachtetes, progressives, wildes Bravurstück das bereits auf Stanley Kubricks Status als Ausnahmeregisseur hindeutet. Den harschen Tonfall verdankt THE KILLING auch der ungewöhnlich schroffen, aggressiven Musik von Gerald Fried, die für romantische Zwischenspiele keine Atempausen vorsieht.
  5. Ich muß zugeben, ihn noch nie bewußt gehört zu haben. Wo wären denn außerdem noch Einflüsse von ihm in der Filmmusik zu finden? In dem zweiten verlinkten Stück mußte ich an manchen Stellen an Rosenthals Titelthema von ISLAND OF DR. MOREAU denken. Ist aber wahrscheinlich komplett falsch, nur eine spontane Assoziation.
  6. Franz Waxman: DARK PASSAGE / DIE SCHWARZE NATTER (1947) Dem unschuldig inhaftierten Vincent Parry gelingt die Flucht. Um unerkannt den wahren Schuldigen zu suchen, unterzieht sich Parry bei einem zwilichtigen Chirurgen (großartig: Housley Stevenson) einer plastischen Operation, die sein Gesicht völlig verändern wird. Doch bis die Narben verheilt sind, muß er Bandagen tragen, eine Weile wie Claude Rains in "Invisible Man" herumlaufen und so lange bei der ihm freundlich gesonnenen Irene Jansen (Bacall) untertauchen. Ein Film, der sich mit seinem ungewöhnlichen SF-Plot interessant machen möchte. Und dies schafft er dank Delmer Daves blendender Regie und zahlreicher visueller und dramaturgischer Spielereien auch ganz vorzüglich. So wird im ersten Drittel sehr viel mit subjektiver Kameraperspektive (aus Parrys Sicht) gearbeitet, und es dauert eine volle Stunde, bis die Verbände abgenommen werden und Parrys neues Gesicht (Bogart) zum Vorschein kommt. Unterhaltsam und spannend, wenn auch das letzte Drittel im Vergleich zu konventionell geraten ist und das hohe Niveau nicht ganz halten kann. Wer das Niveau auf jeden Fall hält ist Franz Waxman, der auch hier wieder mit den für ihn so typischen, schroffen und hitzigen Klängen glänzt. Die Titelmusik hat es, in recht ordentlicher Qualität vom Filmton gezogen, auf zwei Sampler geschafft. Ansonsten ist auch dies eine bisher unveröffentlichte Partitur.
  7. Miklos Rozsa: CRISS CROSS / GEWAGTES ALIBI (1949) Geldtransport-Fahrer Steve (Burt Lancaster) läßt sich von dem Gangster Slim Dundee in einen Raubüberfall auf seinen eigenen Transportwagen verwickeln. Auf diese Weise hofft Steve seine Ex-Frau Anna (Yvonne De Carlo) zurückzugewinnen, die inzwischen mit Slim verheiratet ist. Nach THE KILLERS ist dies der zweite Film, den Robert Siodmak mit Burt Lancaster gedreht hat. Und er steht seinem Vorgänger in nichts nach. CRISS CROSS nimmt sich Zeit für die Charakterstudie des äußerlich stämmigen, doch verletzlich wirkenden Steve, dessen verzweifelte Bemühungen um seine verflossene Liebe von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Einer der tragischsten Charaktere des klassischen Film Noir. Yvonne De Carlo gibt die berechnend handelnde Opportunistin, und Dan Duryea ist wie immer ein überzeugend schmieriger Schurke von unbehaglicher Brutalität. Was mir gar nicht so bewußt war, ist der Umstand, dass dies eine Filmmusik von Miklos Rozsa ist, die bis dato noch komplett unveröffentlicht geblieben ist. Nichtmal auf einen der einschlägigen Sampler hat es die Titelmusik geschafft. Die Handschrift des Meisters ist auch in dieser Komposition selbstverständlich unverkennbar.
  8. Meine CD enthielt die Suite tatsächlich nicht. Und ich kann mich auch nicht an diesen Interview-Anfang mit Klavier bei Track 1 erinnern. Leider habe ich mein Exemplar nicht mehr, kann es also nicht mehr genau verifizieren. Es handelte sich um diese Fassung: https://www.discogs.com/de/prova-d-orchestra/release/1411187
  9. Meine Güte, ist das kompliziert. Das heißt aber doch, dass sich die neue CD durchaus lohnt, denn diese Suite fehlt auf der alten CAM-CD ebenfalls. Also für mich beginnt dann der relevante Teil quasi erst mit den Bonustracks.
  10. Ach so, ich dachte immer, das wäre der Dirigent im Film, der sich mit seinen Musikern unterhält. Hört man da zwischendurch nicht auch Musikübungen, Taktstockgeklapper, "Da-Capo"-Rufe etc.? Ist zumindest auf meiner CAM-CD so. Aber wirklich angehört habe ich mir das nie. Von daher... Ja, viel erwarte ich jetzt auch nicht, aber die Stücke gefallen mir sehr gut und gerade auf das Piano Solo bin ich neugierig.
  11. Newly remastered and expanded edition supervised by Claudio Fuiano. 60 minutes of music, including 15 minutes of music never released before. 8-page CD booklet with liner notes by Gergely Hubai. In collaboration with Gruppo Sugar, Music Box Records presents extended premiere of the last Federico Fellini / Nino Rota collaboration - Orchestra Rehearsal (Prova d'orchestra). In the politically tumultuous late 1970s, a group of musicians gather at a church to rehearse a new piece under the baton of an anxious German conductor - all the while a documentary is filmed about them. The strained rehearsal eventually leads into an all-out revolt and orgy until one of the musicians fall victim to the debauchery. Only then can the orchestra truly play the beautiful pieces. The highly unorthodox score by Nino Rota effectively features a rehearsal and performance of three pieces. The original LP featured a sound collage on Side A and the pieces on Side B - but with dialogue inserts and instruction from the cinematic conductor. This marks the first ever complete release of all the music recorded for the film, some cues conducted by Carlo Savina, others by Armando Trovajoli. Supervised and produced by Claudio Fuiano, the CD album contains the original remastered LP program (including the audio collage of the interviews) as well as the 10-minute music only suite compiled for the 1991 CD release and present on all re-issues ever since. Additionally, there are about 16 minutes of previously unreleased material, featuring unused and alternate takes of Rota's cues (tracks 9 to 16). This present edition has been carefully remastered from the original recording sessions. The booklet features liner notes by Gergely Hubai, discussing the film, the score and the last ever collaboration between the legendary Federico Fellini and Nino Rota. This is a limited edition of 500 units. THE ORIGINAL ALBUM: 1. Prova d'orchestra – Le interviste (19:29) 2. I gemelli allo specchio (2:45) 3. Risatine maliziose (0:57) 4. Valzerino n°72 (2:36) 5. Attesa (1:26) 6. Galopp (3:21) 7. Risatine maliziose (2:37) BONUS TRACKS: 8. Prova d'orchestra (suite) (9:59) 9. Prova d'orchestra (piano solo) (2:57) 10. Prova d'orchestra (circense) (1:00) 11. Attesa (2:27) 12. Galopp (versione pochi strumenti) (2:09) 13. Prova d'orchestra (piccolo organico) (1:32) 14. I gemelli allo specchio (II) (1:22) 15. Risatine maliziose (III) (2:38) 16. Risatine maliziose (versione pochi strumenti) (2:08) Total Time • 59:53 Mit dem hätte ich gar nicht gerechnet. Das alte Album besteht zu einem Großteil aus italienischen Dialogen, und war für mich aus diesem Grunde immer recht uninteressant. Außerdem war ich der Meinung, es wären bereits alle "vollendeten" Musikstücke vertreten gewesen. Aber anscheinend ist dem nicht so. Wird gekauft.
  12. Irving Lerner - Ein vergessener Regisseur MURDER BY CONTRACT (1958) Um sich seinen Traum vom Eigenheim zu erfüllen, heuert der Buchhalter Claude bei dem zwilichtigen Mr. Noon als Auftragskiller an. Die Aufträge kommen von einem Gangster namens Vick, sind hochbezahlt, und Claude erfüllt sie kaltblütig und gewissenhaft. Als er eines Tages eine Frau beseitigen soll, die offenbar eine für Mr. Vick gefährliche Zeugin ist, rührt sich sein Gewissen. Vince Edwards verkörpert seinen Part als egomanischen Psychopathen, was schon im betont nüchtern gehaltenen Bewerbungsgespräch zu Beginn deutlich wird, und sich in der kaltblütigen Ausführung der ersten Aufträge fortsetzt. Ein Killer in der Tradition von Alan Ladds Philip Raven, und eine Vorwegnahme und vermutlich auch Inspirationsquelle von Allen Barons BLAST OF SILENCE. Mit seinem melancholischen und eingängigen Hackbrett- und Gitarren-Score von Perry Botkin steht MURDER BY CONTRACT stilistisch auch dem europäischen (vor allem dem französischen) Noir-Kino näher als dem amerikanischen. Ein kleiner, ungemein zynischer und bestechend im dramaturgischen Rhythmus gestalteter Noir-Thriller, der sich inzwischen (auch dank der Initiative von Martin Scorsese) einen Klassiker-Status erworben hat, und in einer exzellent restaurierten, amerikanischen DVD-Fassung zu haben ist. CITY OF FEAR (1959) Nach einem Überfall sind zwei Ausbrecher auf dem Weg nach Los Angeles. Einer von beiden stirbt an einer Schußverletzung, der andere, Ryker, setzt seine Flucht fort. Mit sich führt er einen erbeuteten Metallzylinder, der seiner Meinung nach Heroin enthält, tatsächlich aber mit radioaktivem Kobalt-60 gefüllt ist. Da ein Wissenschaftler, sollte der Behälter geöffnet werden, eine tödliche Gefahr für die ganze Stadt vermutet, wird fieberhaft nach Rykler gefahndet, der inzwischen langsam aber sicher selber vom Inhalt des Zylinders vergiftet wird. Mit dem selben Team (Lucien Ballard, Lerner, Edwards) realisiert, erweist sich CITY OF FEAR mit seinem skurrilen SF-Plot, der teils unausgegorenen Story und der wenig inspirierten Dramaturgie rund um die Polizeiermittlungen, als deutlich schwächer als sein Vorgänger. Trotzdem besitzt er noch genügend Potenzial, das Talent eines Regisseurs zu erkennen, der eine individuelle Handschrift besitzt und der leider in diesem Genre nicht weitergemacht hat. Der Score ist natürlich durch seinen berühmten Urheber weithin bekannt. Auf CD mag die halbe Stunde bisweilen etwas sperrig anmuten, aber tatsächlich erweist die Musik erst im Zusammenspiel mit dem Film ihre wahre Größe. Goldsmith´ ruppige Kompositionen sitzen wie angegossen und helfen der bisweilen holprigen Geschichte bravourös über die Runden.
  13. Noch einer, weil ich gerade so im Flow bin: ZEUGE GESUCHT (Phantom Lady, 1944) Dass es auch ganz ohne dramatischen Score geht, beweist Robert Siodmaks großartiger PHANTOM LADY. Um seiner kriselnden Ehe zu entfliehen verbringt der erfolgfreiche Ingenieur Scott Henderson seine Freizeit im New-Yorker Nachtleben. In einer Bar kommt er mit einer Frau ins Gespräch, mit der er die ganze Nacht in einer Musikshow verbringt. Am nächsten Morgen wird Scott zu Hause von der Polizei erwartet. Seine Frau ist ermordet worden, und er gilt als dringend tatverdächtig. Nur die Fremde aus der Bar könnte ihm ein Alibi geben, doch er kennt nichtmal ihren Namen. Scott kommt in Untersuchungshaft. Seine Sekretärin Carol ist entschlossen, seine Unschuld zu beweisen und macht sich im nächtlichen New York auf die Suche nach der Unbekannten. Neben der außerordentlich stilsicheren Regie ist es vor allem die wie immer hinreißende Ella Raines, die diesen Film zum Ereignis macht. Sie trägt einen Großteil der Handlung, reißt ihre Szenen allein durch ihre Präsenz an sich, inkarniert von der charmanten Büro-Schönheit zum durchtriebenen Nachtclub-Vamp und spielt ihre Kollegen dabei glatt an die Wand. Die Sequenz, in der sie dem schmierigen Drummer einer Jazzcombo die Schweißperlen auf die Stirn treibt, muß man gesehen haben. Filmmusik gibt es, wie schon erwähnt, keine (Hans J. Salter wird im Vorspann als "Musical Director" genannt). Ein Grund dafür mag sein, dass diegetischer Musik in Form von Nachtclub-Jazz bis zu Revue-Shows in PHANTOM LADY eine größere und auch dramaturgisch wichtige Rolle zukommt und man den Film nicht überladen wollte. So sind viele Szenen von beträchtlicher Spannung (Bahnhof-Sequenz und vor allem auch die letzte Viertelstunde!) und finden doch in aller Stille statt. Statt dessen werden geschickt platzierte Geräusche eingesetzt. So wird hier das schrille Klingeln des Telefons zum Signal für mörderische Umtriebe. Ähnlich verfährt Siodmak im deutschen Noir-Drama NACHTS WENN DER TEUFEL KAM. Dort ersetzt eine plötzlich losheulene Fliegeralarm-Sirene das Todesdrama, wenn Bruno Lüdke zur Tat schreitet. Ein in jeder Hinsicht erstklassiker Noir, bei dem sich vor allem eine Frage aufdrängt: Warum ist Ella Raines heute kaum noch jemandem ein Begriff?
  14. Und zwischendurch mal einen Filmtipp: DAS TODESHAUS AM FLUSS (House by the River, 1950) Der Schriftsteller Stephen Byrne lebt in einer viktorianischen Villa am Flußufer. Da es mit dem Beruf nicht mehr so gut läuft, greift er immer häufiger zur Flasche, bis er eines Tages im Suff das attraktive Dienstmädchen Emily erst bedrängt und dann tötet. In Panik zieht er seinen Bruder ins Vertrauen, und die beiden versenken die in einem Sack verschnürte Leiche nachts im Fluß. Aber dieser Fluß hat seine Launen und fördert manchmal Dinge ans Tageslicht, die eigentlich für immer auf dem Grund hätten verweilen sollen... Auch wenn die Auflösung vielleicht (aus heutiger Sicht?) etwas banal daherkommt, so ist hier doch ein sehr stimmiger und außerordentlich spannender Noir gelungen, der deutlich auf den Spuren Hitchcocks wandelt, und der als einer der wenigen diesem Vorbild auch das Wasser reichen kann. Fritz Lang vertrödelt keine Sekunde, geht von Anfang an in medias res, zeichnet seine Charaktere mit groben aber sorgfältig gesetzten Pinselstrichen und erlaubt sich inszenatorisch weder Schwächen noch Unkonzentriertheiten. Die Szenen nach dem Mord, als eine unbekannte Person ums Haus schleicht, die Licht- und Schattenkontraste am Türglas und das Auge, das hereinblickt. Und natürlich Byrnes nächtliche Irrfahrt über den Fluß - das sind Bilder für die Ewigkeit, und man muß sich doch sehr über den geringen Bekanntheitsgrad dieses Werkes wundern. Für mich war die ansprechend gestaltete deutsche DVD-Buchbox jedenfalls meine erste Begegnung mit diesem wenig beachteten Kleinod. Obwohl ich ein Anhänger der klassischen, deutschen Synchronkunst bin, muß ich hier allerdings ausdrücklich die exzellent restaurierte Originaltonspur empfehlen. Die deutsche Fassung verprellt nicht nur mit einer stimmlichen Fehlbesetzung der Hauptfigur, sondern auch mit einem dumpfen und leiernden Klang, der die dramatische Filmmusik von George Antheil zu einem undefinierbaren, scheppernden Tonbrei verformt.
  15. THREADS / TAG NULL (1984, Mick Jackson) Die 80er Jahre sind auch ein Jahrzehnt von ambitionierten Spielfilmen über den Atomschlag und den nuklearen Winter. THE DAY AFTER ist das vielleicht populärste Beispiel, das der Bevölkerung ihre großen, kollektiven Ängste in erschreckenden Szenarien vor Augen führte. THREADS von 1984 war mir bisher unbekannt. Er ist seit 35 Jahren nicht mehr ausgestrahlt worden, und dies mag an der außerordentlich realistischen und drastischen Inszenierung liegen, bei der man kaum glauben mag, dass es sich hierbei um eine britische TV-Produktion handelt. Ein wirklich unangenehmes und verstörendes Werk, das ein jahrelanges Überleben nach der Katastrophe ohne Aussicht auf Besserung schildert, und das irgendwann im größten Elend einfach aufhört. Und zwar mit einer schockierenden Schlußsequenz, die wahrlich ihres Gleichen sucht. Regisseur Mick Jackson drehte später in Amerika Kommerzkino, doch ist THREADS derjenige, mit dem er nach eigener Aussage in Erinnerung bleiben möchte. Wer sich belastbar genug fühlt, sollte sich diesen wichtigen Film nicht entgehen lassen. Alle anderen greifen zur Hollywood-Schmuse-Variante THE DAY AFTER.
  16. Ja, den Malberg kenne ich. Ich kann ihn ja mal dezent befragen bezüglich einer Vorführung des Films hier in Köln. Danke, Max, für den Tipp. Auf YouTube schaue ich Filme nur dann, wenn´s wirklich keine bessere Möglichkeit gibt. Von daher warte ich erstmal noch ab. Aber gut zu wissen, dass mir notfalls immernoch diese Option bleibt.
  17. Ach ja, das war ja YELLOW SKY Marsch... Hatte ich vergessen. Danke, Stefan!
  18. So habe ich das auch lange gehandhabt. Mache ich inzwischen aber nur noch in Ausnahmefällen. Man kann nicht immer alles behalten, und ich will nicht von jedem dritten Soundtrack mehrere Ausgaben im Regal haben. Irgendwo ist auch mal Schluß. Ist das so? Also im Fall von BLACK SWAN würde ich da auch zustimmen. Und bis zu einem gewissen Grad auch bei CASTILE. Aber alles andere klingt für mich hervorragend. Und noch eine Frage zu THE GUNFIGHTER: Die Trailer-Musik (Track 28) habe ich auch schon bei mindestens drei anderen Gelegenheiten gehört. Dieses Thema ist auch die Titelmusik von THE SILVER WHIP von 1953 und war Eröffnungsstück bei zeitgenössischen Wochenschauen. Ist der GUNFIGHTER-Trailer nun der Ursprung dieses Themas oder gibt es noch frühere Varianten?
  19. Oh, der hätte mich auch sehr interessiert. Reinl geht immer. Seine "Jerry Cotton"s sind die unterhaltsamsten der ganzen Reihe, seine Nibelungen-Saga halte ich für weithin unterschätzt, und gerade am Anfang seiner Regie-Karriere hat er mit "Bergkristall" ein unglaublich starkes Heimatdrama hingelegt, das ich ebenfalls und ohne Einschränkungen zu den schönsten deutschen Nachkriegsfilmen zählen würde. Ein großer Regisseur. Vielleicht findet ja die "Klostermauern"-Kopie irgendwann mal ihren Weg nach NRW. Ansonsten bleibt mir nur übrig, auf eine DVD-VÖ zu warten...
  20. So, ich konnte natürlich nicht widerstehen. Hauptgrund für den Kauf war für mich PRINCE OF FOXES, der zu meinen absoluten Golden-Age-Lieblingen gehört. Temperamentvoll, anrührend, vielseitig und nicht eine Sekunde beliebig oder gar langweilig. Und das Madonna-Thema...ja, was soll ich da noch schreiben? Es gibt nicht viel Vergleichbares. Die ca. 20 Minuten, die er nun verlängert wurde sind ebenfalls allererste Sahne, werten den Score entgegen meiner Bedenken tatsächlich nochmal auf. Die Tonqualität wurde hörbar verbessert. Als Fazit muß ich sagen: Ja, es ist viel Geld für relativ wenig Zugewinn, aber allein wegen des PRINCE-OF-FOXES-Updates hat es sich für mich gelohnt. Und außerdem bekommt man die Penunze zum Teil ja wieder rein, denn die alten Ausgaben kommen nun unter den Hammer. Da die anderen schon weg sind, bleibt noch CAPTAIN FROM CASTILE von SAE für 19 Euro abzugeben. Natürlich in tadellosem Zustand. Bei Interesse bitte Mail an mich.
  21. Alex North: THE 13TH LETTER Die Bewohner einer kanadischen Kleinstadt werden durch anonyme Briefe mit denunziatorischen Inhalten gegeneinander aufgehetzt. Dieser Film ist das Remake des französischen Klassikers LE CORBEAU von 1943, mit dem sich Regisseur Clouzot aufgrund der sehr negativen Darstellung der französischen Bevölkerung ein jahrelanges Berugsverbot einhandelte. Aber im Gegensatz zum Original ist Otto Premingers THE 13TH LETTER weitgehend von der Bildfläche verschwunden und scheint auch niemals ins Deutsche übersetzt worden zu sein. Ich habe ihn nie gesehen, aber wer die gefürchtete Public-Domain-Qualität nicht scheut, der kann ihn als DVD-R erwerben. Die Musik von Alex North deutet auf ein abgründiges, düsteres Thriller-Melodram hin, das mit einem kurzen, aber wirklich packenden, fanfarenartigen MAIN TITLE beginnt. Höchst romantisch geht´s dann in THE FERRY weiter, bevor allmählich die düsteren Klangfarben den Ton übernehmen. PEARSON ist ein großartiges Stück, ruhig dahingleitend und von hintergründigem Suspense. North bleibt in diesem Stil, erzählt von Zweifeln und seelischen Abgründen und wird dabei nie aufdringlich. Eine beeindruckende Musik, tiefschwarz und empfindsam, die gegen Ende in den Stücken ABOUT DOC PEARSON und DOC AND CORA ihren Höhepunkt findet, bevor sie dann in NO MORE MAIL zu optimistischeren Klängen zurückfindet. Eigentlich die formvollendete akustische Umsetzung des Begriffs "Noir". So in etwa stelle ich mir das Ergebnis vor, wenn North zu der Zeit mit Hitchcock zusammengearbeitet hätte. Auf der Varese-CD ist freilich VIVA ZAPATA das Aushängeschild und war seinerzeit auch für mich der alleinige Kaufgrund. Und das ist auch gut so, denn ansonsten wäre ich auf THE 13TH LETTER vielleicht nie aufmerksam geworden.
  22. Och, der ist ganz gut. Wer italienisches Actionscoring der 70er a la Franco Micalizzi mag, der wird hier seine Freude haben. Ich hatte mich sowieso schon lange gefragt, wann der denn endlich mal kommt.
  23. Kann ich mir gut vorstellen. Das ist ungefähr so, als würde man in eine Moschee gehen und dort lautstark über Allah herziehen. Ja, das FSM Board... Ein bißchen spleenig ist ja immer ganz nett, aber da drüben sind mir die Leute dann doch zu hart drauf. Du könntest jetzt natürlich Deinen alten Beitrag wieder hervorkramen und dem Lynchmob süffisant unter die Nase reiben. Denn jetzt wird wohl niemand mehr die Unterschiede leugnen können.
  24. Ein persönliches Fazit nach dem ersten Hördurchgang. Die Filmeinspielung von NEVADA SMITH unterscheidet sich in einigen Tracks erheblich von den LP-Versionen (z.B. "Going West"). Auch ist der Main Title hier weniger schaumgepolstert, wirkt griffiger und mitreißender. Allerdings findet sich auf den 51 Minuten auch die eine oder andere Suspense-Strecke, die für sich genommen wenig hergibt. EL DORADO hat sich als Score bereits gänzlich vom Golden Age entfernt, ist eher eine spröde Angelegenheit. Allerdings liebe ich die fulminante Titelballade, die nun endlich nicht mehr direkt dem Filmton entnommen wurde. Die Instrumentalversionen des Themas sind dann auch die Höhepunkte des Scores. Für WILL PENNY wurde es mal höchste Zeit. Der 6-minütige Titeltrack ist atemberaubend, anders kann man es nicht nennen. THE FURIES ist hochdramatischer Waxman in Vollendung und läßt schonmal den künftigen TARAS BULBA anklingen. STEETS OF LAREDO ist wieder ein sehr schwelgerisches Werk von Victor Young. Western-typische Elemente sind hier kaum zu finden. Die Orchestrierung ist ihm eine Spur zu blumig geraten, dass der Eindruck erweckt werden könnte, einem Disney-Trickfilm zu lauschen. Das ist aber nicht negativ gemeint, denn als 30-minütiges Höralbum kann man sich darin wunderbar verlieren. THREE VIOLENT PEOPLE besitzt einen ausgesprochen hitzigen, dramatischen Main Title, schlägt ansonsten hauptsächlich ruhigere Töne an. THE HANGMAN ist zwar nicht durchgehend überzeugend, hat im Mittelteil hier und da mal einen Durchhänger, begeistert aber mit einem tollen, westernkonformen Hauptthema und packenden Actionsequenzen. Mein heimlicher Überraschungsfavorit ist aber WALK LIKE A DRAGON von Paul Dunlap. Obwohl es im Film um chinesische Einwanderer im Californien der 1870er Jahre geht, verzichtet der Komponist auf exotische Instrumentierungen. Umrahmt von einer melancholischen (von Mel Thorme geschriebenen und gesungenen) Weise entfaltet sich ein kraftvoller, melodramatischer Score mit ruhigen, intimen Passagen, romantischen Orchestertutti und höchst eindringlicher, gerade zum Finale hin mit Hörnen und Pauken unterstützter Dramatik. Zum Klang: Sicher wäre es schöner gewesen, die 60er-Titel in Stereo zu haben, aber mit dem hier gebotenen Mono kann ich auch ganz gut leben. Die beiden Stereo-Titel (vor allem HANGMAN) sind tontechnisch hervorragend. 35-seitiges Booklet ist dabei.
  25. Pierre Raph: REQUIEM POUR UN VAMPIRE Auf ihrer Flucht durch das ländliche, französische Hinterland geraten zwei Mädchen, mal in greller Clownskostümierung und mal im Schulmädchen-Lolita-Look, in eine verwunschene Burgruine und dort in die Fänge einer vampirischen Sekte. Bei REQUIEM dürfte es sich um eines von Rollins surrealsten Werken handeln. Der Plot ist an den Haaren herbeigezogen und besitzt reinen Alibi-Charakter für eine Fülle von grandiosen Bildkompositionen und schrägen Handlungssträngen, die jeglicher rationalen Logik entbehren. Der durchschnittliche Mainstream-Konsument (und da kann man ihm eigentlich keinen Vorwurf machen) wendet sich verständnislos ab. Der Connaisseur hingegen wird sich einmal mehr in den absurd-imaginären Szenarien verlieren. Für Komponist Pierre Raph war es der erste von vier Filmscores, die er für Rollin schrieb. Raph kam, ebenso wie Acanthus, aus der pariser Underground-Musikszene und war dort beim Musiklabel Editions Musicales Delamarre für die Arrangements einiger Vinyl-Scheiben verantwortlich, darunter u.a. ein Opern-Projekt namens Romances Russes. Im Laufe der 70er Jahre scheint sich seine Spur zu verlieren, was sehr schade ist, denn seine Filmmusik unterstützt und begleitet mit persönlichem Stil mit viel Fingerspitzengefühl die jungen Darstellerinnen auf ihrer Reise durch Rollins wundersames, experimentelles Film-Labyrinth. Holzbläser und Gitarre erzeugen fragil-melancholische Stimmungen, wenn die Mädchen durch karge Landschaften wandeln und sich an einem Teich die Clownsschminke aus den Gesichtern waschen. Einschübe von klassischer Slapstick-Komik werden von einem beschwingten, aber nicht weniger fragil orchestrierten Menuett begleitet. Im Vampir-Domizil beherrschen düstere Motive, Beckenschläge, Orgelklänge, Flötentriller u.ä. die Szenerie. Zu wildem Orgel-Percussion-Rock geht´s hinab in schummrige Sado-Folterkeller (Rollins Zugeständnis an seinen Produzenten), gefolgt von stummfilmartigen Klavierpassagen. Eine Musik von eigenwilliger Schönheit und stilistischer Vielseitigkeit, die den richtigen Ton trifft. Quellmaterial mit separierter Musik war hierfür nicht aufzutreiben, und so griff man bei Finders Keepers zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Die Tracks wurde zur Gänze der DVD-Tonspur entnommen. Und das funktioniert dank der Dialogarmut des Films sogar ganz zufriedenstellend. Die Aufnahme wird zwar von meist dezenten Soundeffekten wie Schritte oder Wasserplätschern begleitet und leidet unter einem naturgemäß etwas unsauberen (Lichtton?)-Klangbild, und in CROTCH BATTERIE wird mächtig gestöhnt und mit den Ketten gerasselt, aber alles in allem kann man mit dieser Notlösung einigermaßen zufrieden sein. Die CD enthält außerdem Philippe d´Arams stilvolle Walzer- und Chororgel-Themen aus FASCINATION. Den sehr gut klingenden Tracks der Lucertola-Veröffentlichung (siehe oben) wurden ein paar (französische) Dialoge und Musikpassagen hinzugefügt, die wiederum direkt vom Filmton stammen. War nicht unbedingt nötigt, da sie den Hörfluß eher behindern und nichts Essenzielles beinhalten. Dennoch eine willkommene Wiederveröffentlichung und wertige Ergänzung zum REQUIEM-Score.
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