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Soundtrack Board

Eure aktuellen Top 5 der klassischen Musik...


Empfohlene Beiträge

Zur Zeit eigentlich fast nur Klassik:

 

- Konzert zu dritt (für Violine, Viola, Violoncello und Streichorchester) (Alfred Schnittke)

- Hymnus II für Violoncello und Kontrabass (Alfred Schnittke)

- 11. Streichquartett f-moll (Dmitri Schostakowitsch)

- Skythische Suite (Sergeij Prokofjew)

- 2. Klavierkonzert (Sergeij Prokofjew)

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Schostakowitschs Siebte, die Leningrader, hat bei mir immer noch einen schweren Stand. Ich mag den ersten Satz recht gern (das eröffende Sowjet-Thema noch mehr als den Boléro-artigen (Ein-)Marsch der Deutschen), und auch der schnelle zweite Satz ist nett und unterhaltsam anzuhören - aber irgendwie geht mir die Siebte von all seinen Sinfonien am wenigsten in die Tiefe. Mag an der heroisch-propagandistischen Grundkonzeption, an der Vordergründigkeit der Symbolik oder am Fehlen wirklich tragischer Elemente liegen, jedenfalls finde ich die Achte als Sinfonie zum Thema Krieg gut dreimal so eindrucksvoll.

 

Das bringt mich auf die Idee, im Schostakowitsch-Thread mal ein Sinfonien-Ranking zu veranstalten.

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Stichwort Schostakowitsch: Ich könnte ja schwören, dass Goldsmith sein FINAL-CONFLICT-Thema aus ner Schostakowitsch-Sinfonie hat. Ich weiß, dass es in der achten kurz bei den Streichern aufscheint, aber irgendwo sollte es doch noch einen prominenteren Auftritt geben. Hab ein bisschen nachgeforscht, bin aber nicht fündig geworden. Kennt sich da jemand besser aus oder bin ich komplett auf dem Holzweg?

(Und: Bin ich berechtigt, diese Frage in diesem Thread zu stellen?)

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  • 3 weeks later...

Momentane Dauerbrenner:

 

 

- Streichquartett G-Dur D 887 (Franz Schubert) ~ Schuberts letztes Quartett, ein musikalischer Monolith: wunderschön und verstörend abgründig zugleich

 

- 10. Streichquartett As-Dur (Dmitri Schostakowitsch) ~ zusammen mit dem kratzbürstigen 11. Quartett gehört das kontrastreiche 10. zu meinen Favoriten unter Schostakowitschs Quartetten

 

- Konzert für Klavier und Streichorchester (Alfred Schnittke) ~ gleicht einem fiebrigen Alptraum, in dem die kreischenden und tosenden Streicher den melancholisch-zurückhaltenden Klavierpart regelrecht überrennen

 

- Hymnus IV für Violoncello, Kontrabass, Fagott, Cembalo, Harfe, Pauken und Röhrenglocken (Alfred Schnittke) ~ mit drei Minuten Spieldauer die kürzeste der vier Hymnen; die rhythmische Vitalität erinnert fast ein wenig an Strawinsky

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  • 3 weeks later...
Gast BlasterBeam

Könnte mir durchaus vorstellen, dass das FINAL CONFLICT-Thema auf irgendeinem Schostakowitsch-Thema basiert, immerhin ist die Intervallstruktur und die punktierte Rhythmisierung ja relativ Schostakowitsch-like.

 

Symphonie Nr. 15 koennte es sein, vierter Satz (etwa ab der 7.Minute hereinhoeren, je nach Tempi Eurer Vorlagen), da gibt es auch dramatisches aus "Willow" zu hoeren :D.

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  • 5 months later...

Viel Zeitgenössisches momentan:

 

- City Noir (John Adams, 2009)

- Saxophone Concerto (John Adams, 2013)

- Konzert zu dritt, für Violine, Viola, Cello und Streichorchester (Alfred Schnittke, 1994)

- Fachwerk, für Bajan, Schlagzeug und Streicher (Sofia Gubaidulina, 2009)

- Onward and upwards, for choir and ensemble (Christopher Gordon, 2010)

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  • 11 months later...

Meine Top 5 

 

1) Beethoven Eroica Symphonie und Schicksalssymphonie 

2) Johannespassion von Bach 

3) Passacaglia und Fuge von Bach 

4) Toccata b-Minor von Vierne 

5) Türkischer March von Mozart 

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Eine biederere Auswahl wäre kaum möglich gewesen, was? :D

nja. ich habe mir die extravagante Musik aufgespart.. Arnold Schönberg, Gustav Mahler's Symphonie Nr. 3 oder Planeten von Holst finde ich ganz gut, Oder Soundtrack von 2001 finde ich nicht übel ... (was ich auch zU Klassik hinzufügen könnte) :D aber langweilig oder veraltet ist das nicht, was ich aufgelistet habe.. immerhin wird die 5. Symphonie von Beethoven einmal in 365 Tagen angespielt :D 

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"Aktuelle Top 5" lassen sich ja unterschiedlich zusammenstellen. Da ich jedoch häufig (große Teile) eines (auf Tonträger verfügbaren) Gesamtwerk eines jeweiligen Komponisten chronologisch höre, fallen bei mir die unterschiedlichen Kategorien "am meisten gehört", "das, meiner Meinung nach, beste Werk (des jeweiligen Komponisten) und "gefällt mir am besten" zusammen. Dieses Jahr begann mit einer Werkschau Felix von Weingartners (1863-1942), der eher als Dirigent denn als Komponist bekannt war und auch geblieben ist. Durch das hervorragende Label CPO liegen sämtliche Symphonien und weitere Orchesterwerke sowie ein großer Teil der Kammermusik vor.

 

Meine aktuellen Top 5, die also alle von Weingartner komponiert wurden, gliedern sich wie folgt: An der Spitze finden sich

 

1. Das Gefilde der Seligen, Op. 21

Diese wundervolle Tonschöpfung wurde von einem gleichnamigen Bild des Dekorationsmalers Arnold Böcklin inspiriert. Weingartner spielt hier mit der Form des Rondos, indem er die Couplets nach und nach übereinanderschichtet, sodass interessante polyrhythmische Kombinationen entstehen. Die Komposition überzeugt durch atemberaubend schöne Klangfarben, überall schillert und glänzt es, bevor ein heiterer Reigen im Orchester erwacht.

 

2. Sextett für Klavier, 2 Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass e-moll op. 33

Mein Favorit des kammermusikalischen Schaffens, der sämtliche spätromantischen Idiome harmonisch und melodisch enthält. Durch die Besetzung kann Weingartner seinem schier unerschöpflichen Themen- und Melodienreichtum in ein angemessenes Gewand kleiden - durch die üppigen Streicherklänge ziehen sich bewegte Flächen des Klaviers.

 

Das Mittelfeld wird besetzt von der

 

3. Sinfonie Nr. 5 in c-moll op. 71

Eine sehr "fassliche", aber gleichzeitig stimmungsvolle Komposition, deren Fokus eindeutug auf den melodischen Einfällen fußt. Weingartners Hang zum Akademismus, der einem häufig in den "anspruchsvollen" Gattungen (Streichquartette, Symphonien) begegnet, tritt erst im letzten Satz hervor in Form einer massiven Schlussfuge, die das Stück zu einem monumentalen Ende führt. Auch in dem Scherzo sowie dem in sich ruhenden Adagio lassen sich deutliche Einflüsse Bruckners ausfindig machen, obwohl Weingartner sich häufig negativ über den Symphoniker geäußert hat.

 

Mit etwas Abstand folgen dann zwei überzeugende Orchesterkompositionen:

 

4. Der Sturm, Suite für Orchester

entstand als Schauspielmusik und vermag aber auch losgelöst von Shakespeares Bühnenstück zu überzeugen. Weingartner zieht hier alle Register seines kompositorischen Könnens, um furiose und wahrhaft stürmische Passagen über den Hörer hinwegfegen zu lassen, lässt aber umgehend versöhnliche und einschmeichelnde Streicherklänge sowie ein geisterhaftes Scherzo folgen.

 

5. Lustige Ouvertüre, Op. 53

Ein heiteres, feines Orchesterstück von 10 Minuten dauer, formal geschlossen, sehr abwechslungs- und stimmungsreich sowie melodisch überaus reichhaltig. Ein kurzweiliges, aber intensives Vergnügen.

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