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Max Liebermann

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Über Max Liebermann

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  1. Mix aus grenzwertigem 80er-Pop und monotonem Orchestergeholze - und trotzdem, der Score hat was. Mindestens ein tolles Main Theme.
  2. Super Text! Habe teilweise sehr gelacht - was als Kompliment gemeint ist. Guck ich mir an.
  3. Frühwerk, vielleicht, aber das interessiert mich bei Chris Young am meisten. Gerade HIDER IN THE HOUSE ist so eigen: eine introvertierte, fast scheue, dunkel-meditative Musik für großes Orchester + Chor, flächig und feinnervig (das hat er ähnlich gelagerten Arbeiten von Howard Shore voraus) und um einiges avancierter als COPYCAT, den ich aber auch sehr schätze. HIDER IN THE HOUSE hört sich über weite Strecken an wie ein Konzertwerk. Für die meisten wahrscheinlich nicht gerade Liebe auf den ersten Blick, aber einer von Youngs besten Scores, ganz sicher! Auf Amazon gibts übrigens einen schönen Text zur alten CD, Zitat: "...in ihrem emotionalen und musikalischen Gehalt kaum mehr steigerbare Höchstleistung eines unheimlich begabten, sensitiven Mannes, der damals noch Vollbart trug und diesen unterbelichteten TV-Film mit Notenkunst veredelt hat, die dermaßen unverdient ist, dass einem beim Gefälle zwischen Film- und Musikwirkung schwindelig werden kann. Das 18-minütige "The Hider" ist ein differenziertes, zu Tränen rührendes Charakterportrait eines Loners, eingerahmt in das schönste Stück für Kinderchor, das ich jemals gehört habe. Das zentrale Hider-Thema, die unheimlichen Traumgeräusche, das insistierende Spieluhrmotiv, die blechbläsergetränkte Gewaltsequenz, das Ausruhen und Fallenlassen danach - diese Musik habe ich einst durchlebt, fast möchte ich sagen, dass ich damit auch ein wenig erwachsener geworden bin. Hier öffnet sich ein Zugang zu einem isolierten, traumatisierten Menschen, übersetzt in Musik, den man so in Filmscores nicht noch einmal findet. Nicht bei Alex North, nicht bei Goldsmith, selbst nicht bei Young, geschweige denn bei der neuen Generation, die eher im Strom mitschwimmt. (...) Wer Filmscores für Pop zweiter Ordnung hält, Begriffe wie "Gebrauchsmusik" benutzt oder Komponisten dieser Art für bemitleidenswerte Epigonen hält, Nachäffer und Haudrauf- und Hauruckschreiberlinge, der sollte sich "Hider in the House" konzentriert aussetzen, gerne auch "The Dark Half" oder "Bless the Child" auf ihr Gewicht hin überprüfen. Er oder sie wird seine Meinung ändern müssen." Toller Text, danke an den unbekannten Amazon-User! Guter Move jedenfalls von Intrada, den wieder rauszubringen.
  4. Das war sogar noch verwirrender. Im selben Jahr gab es auch noch DEEP STAR SIX und ein paar Kategorien drunter THE EVIL BELOW und LORDS OF THE DEEP. Warum diese ganzen Unterwasserfilme alle 1989 hochkamen, wer weiß.
  5. Freue mich auch über HIDER IN THE HOUSE.
  6. Was ich in dem Zusammenhang nie begriffen habe: Wieso ist "schlecht gemacht" gleich "Sicherheit"? Schau mir den Krempel aber auch nicht an. Inzwische denke ich, dass international gesehen das Kino so viel zu bieten hat, Trends, die an Marvel & Co komplett vorbei gehen, das CGI-Gewichse ist halt auch nur eine Blase. Meine Filme in der letzten Zeit: LOVELESS, THE SQUARE, UNDER THE SKIN, A QUIET PLACE, CERTAIN WOMEN, GOOD TIME - und da hinke ich noch hinterher. Schaffe es gar nicht, mir all die guten Sachen anzusehen.
  7. Max Liebermann

    Was habt ihr zuletzt gesehen?

    LOVELESS - Andrei Swjaginzew Seit LEVIATHAN ist Swjaginzew für mich einer der wichtigsten Filmemacher der Gegenwart. Die Filme, die ich von ihm kenne, sind kraftvolle, zutiefst tragische Panoramen der russischen Gesellschaft. Ließ sich LEVIATHAN noch als bildgewaltige Abrechnung mit Putins autokratischem System lesen, wirkt die Moskauer Gesellschaft in LOVELESS wie soziale Avantgarde, die den Westeuropäern um höchstens einen Schritt voraus ist. Je weniger man vom Inhalt weiß, desto besser. Nur so viel: Ein Kind verschwindet, die staatliche Exekutive hält sich raus, private Organisationen übernehmen (das Polizei-Pendant zur "Tafel" sozusagen). Drumherum ein Abriß der Gesellschaft: die Mittelklasse, gefangen in Bullshit Jobs, die Abgehängten, gefangen in der Provinz, Menschen, die auf Smartphones starren, und der Winter kommt. Swjaginzew macht da weiter, wo Haneke aufgehört hat. Sein Blick ist scharf und zugleich um einiges unterhaltsamer. Wie Haneke braucht Swjaginzew kein Endzeitszenario, um eine Dystopie zu erzählen. Die Gegenwart reicht aus. CITY BY THE SEA - Michael Caton Jones Middle of the road. Die Geschichte weist zu keiner Zeit über sich hinaus, was das Ganze eigentlich zum TV-Film macht, wären da nicht Robert DeNiro, James Franco und die aufwändige (aber konventionelle) Kameraarbeit. LE PROFESSIONNEL - Georges Lautner Belmondo-Klassiker, endlich mal gesehen. Überraschend gut gebautes Drehbuch, aber auch überraschend rassistisch & frauenfeindlich. Aber ok, Männerkino aus den 80ern, passt schon. Auf jeden Fall unterhaltsam und guter Morricone-Score. THE SQUARE - Ruben Östlund Satire, die einige große Fragen der Zeit anschneidet, ihr Ziel auch gut trifft, aber viel zu zahm und teilweise zerfasert ist. Hübsch beim Zuschauen, verblasst schnell.
  8. Mein Lieblings-Arnold-Bond auch. Schöne Melodien, streckenweise melancholisch, nicht so zugekleistert mit elektronischen Beats.
  9. Max Liebermann

    Randy Edelman

    Ich finde, er hat ein Händchen für Melodien. GETTYSBURG oder DRAGONHEART z. B. sind toll! Allerdings scheitert er für mich oft in der Ausarbeitung. Besonders den künstlichen Klang, den du erwähnst, finde ich schauderhaft. Vielleicht ist es auch eine Budgetfrage, aber der Synthiecharakter von GETTYSBURG beispielsweise schadet nicht zuletzt den Filmbildern. Südstaaten-Epos und Synthiemukke passen nur schwer zusammen. Unter Erich Kunzel wurden die beiden genannten neu mit Orchester eingespielt, da beginnt die Musik zu leben.
  10. Max Liebermann

    John Williams

    Die spielen Williams als wärs Beethoven. Die Deutschen wollen mal wieder alles richtig machen und marschieren korrekt und hölzern durch eine Musik, die eigentlich schweben sollte. Mir dreht sich da der Magen um bei so viel akademischer Langeweile.
  11. Max Liebermann

    TOLKIEN von Thomas Newman

    Ja, und Flöte wegen Tolkien.
  12. Max Liebermann

    TOLKIEN von Thomas Newman

    Kann mir irgendwie schon vorstellen, wies klingen wird...
  13. Naja, bei Goldenthal war in den letzten Jahren ein bisschen die Luft raus. Bin mal vorsichtig gespannt.
  14. Auf jeden Fall toll, wenn man das Album noch nicht hat. Großartige Musik!
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