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Max Liebermann

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Über Max Liebermann

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    HAPPY END (Michael Haneke) Nicht viel erwartet und sehr positiv überrascht! Der Film erzählt vom Niedergang einer französischen Bauunternehmerfamilie (reich geworden durch den Tunnelbau unterm Ärmelkanal) und damit vom Zerfall der europäischen Gesellschaft. Im Vorfeld wurde HAPPY END oft als eine Art Haneke-Best-of abgekanzelt, was dem Film aber gar nicht gerecht wird. Die größte Überraschung war für mich, dass es sich um eine Komödie handelt. Die nüchterne Erzählweise macht aus dem Elend der Privilegierten eine subtile Farce, die leider Gottes ins Schwarze trifft. Darin liegt für mich aber auch das Tröstende und somit Gefühlvolle des Films: Man fühlt sich als Zuschauer erkannt und schließlich auch aufgehoben. Mir jedenfalls ging es so. Was ich bei vielen anderen Haneke-Filmen für eine Behauptung halte - hier trifft es für mich zu: Die elliptische, fragmentarische Form führt in einen Reichtum an Verweisen und Deutungsmöglichkeiten, mit denen man sich noch lange beschäftigen kann. Weil es sich lohnt, sich damit zu beschäftigen (im Gegensatz zum Lehrer-Liebling DAS WEISSE BAND). Neben DER SIEBENTE KONTINENT wohl mein liebster Haneke bisher.
  2. Mercury Classics: James Horner - PAS DE DEUX

    Ich war damals in der Wiener Gesprächsrunde im Max Reinhardt Seminar mit dabei, schon weil ich da um die Ecke wohnte. Auffällig war, wie körperlich schwach Horner bereits war, ein recht kleiner und fragiler Mann. Das Gespräch kreiste lange um bekannte Fragen und Antworten, die dem Fan eigentlich keine neuen Einsichten brachten, erst am Ende wurde es interessant, als er sich zu elektronischer Musik äusserte und von seinen Anfängen erzählte (Studium in London und Hamburg, Ligeti als Lehrer). Jean-Jacques Annaud war auf dem Zürich Film Festival 2015 ja der Überzeugung, Horner habe seinem Leben absichtlich ein Ende gesetzt. Durch die Runde im MRS teile ich den Eindruck. Es ist natürlich nur ein Eindruck.
  3. Mercury Classics: James Horner - PAS DE DEUX

    Immer das gleiche Missverständnis, ich frage mich, woher das kommt. Ich erwarte von Horner keine 12-Ton-Avantgarde oder ähnliches, natürlich soll er auch im Konzertsaal seinen Personalstil haben. Allerdings fehlen in der Philharmonie XY die Bilder, also sollte auch ein James Horner irgendeine musikalische Form finden, um einen strukturierten Ausdruck oder wenigstens eine Haltung anbieten zu können. Jetzt kann man natürlich sagen, zielloser Hollywood-Wohlklang ist auch eine Haltung. Und das ist es ja auch, aber eben auch eine vertane Chance, wenn man bedenkt, dass es hier vermeintlich um ein Doppelkonzert geht und Horner sich im Vorfeld in eine Linie mit Brahms gestellt hat. Bei Williams' Violinkonzert finde ich großartig, dass er seinen Stil mMn durchaus beibehalten hat, gleichzeitig aber in der Lage war, völlig neue Wege einzuschlagen. Denen muss ja nicht jeder folgen, allerdings habe ich hier zu jeder Sekunde das Gefühl, einer Herzensangelegenheit zu lauschen, im Gegensatz zu Horners Routinearbeit. Soweit ich weiß, widmete Williams das Werk auch seiner verstorbenen Frau. Lee Holdridge wiederum nahm wenigstens noch den Gattungsbegriff ernst und wußte sicher auch um die Tradition, in der er steht. Bei Horner bin ich mir da gar nicht so sicher. Wie gesagt, auch ich bin Horner-Fan, aber nicht bedingungslos, und gerade deshalb finde ich, dass seine Konzertwerke wirklich schwach sind.
  4. Mercury Classics: James Horner - PAS DE DEUX

    Wer "auf Horner" ist, kann kein schlechter Mensch sein. ^^ Mir gefällt die Musik ja auch, trotzdem bin ich hin und her gerissen. Ich finde, dass Horner in seinen Filmmusiken zum Teil viel origineller, manchmal sogar avanciert sein konnte. Mehr als Oberflächenglanz haben seine Konzertwerke leider nicht zu bieten, mir jedenfalls nicht, und die vertane Chance von künstlerischem Ausdruck jenseits des Filmbetriebs finde ich - gerade als Horner-Fan - sehr schade. Nur wenige Filmkomponisten haben einen so eigenen, wiedererkennbaren Stil vorzuweisen wie Horner (das sollte man ihm zugestehen, selbst wenn er viel geklaut hat). Dass es ihm nur unzureichend gelungen ist, seine Handschrift in die Bedingungen und Formen des Konzertsaals zu übertragen, ist für mich halt ein echter Wermutstropfen, auch wenns hübsch anzuhören ist. Filmkomponisten, die übrigens den Sprung in den Konzertsaal geschafft haben, wie ich finde, sind John Williams oder auch Lee Holdridge. Beide haben z. B. wundervolle Violinkonzerte geschrieben, wo ich mich als Hörer auch ernstgenommen fühle.
  5. Vorschlag: Score/Komponist der Woche

    Bei mir: JA.
  6. Intrada: James Horner - TROY (2CD)

    Vorhin mal die alte Platte eingelegt, und eigentlich gefällt mir die Musik ganz gut. Hatte sie als viel schlimmer in Erinnerung. Es gibt ein kraftvolles Hauptthema (nicht das Sanctus, das andere) und einige wirklich mitreißende Stellen. Vor allem die Blechbläser machen einen tollen Job! Auf das neue Album verzichte ich aber, TROJA ohne War Requiem, das ist doch kein TROJA ^^
  7. Intrada: James Horner - TROY (2CD)

    Gebe zu, den Director's Cut habe ich bisher nicht gesehen.
  8. Intrada: James Horner - TROY (2CD)

    Zum Beispiel. Man beachte die ungnädigen User-Kommentare :]
  9. Intrada: James Horner - TROY (2CD)

    Ah, I see!! Der Britten ist auf der alten CD in Track 2 vertreten. Tube-Clips suche ich mal.
  10. Intrada: James Horner - TROY (2CD)

    Haha, damit fiele dann auch noch eins der wenigen Highlights weg ^^ Yared hätte mich natürlich auch gefreut. Ich kann übrigens nachvollziehen, warum Yareds Musik damals abgeschossen wurde. Sie ist wunderschön, aber meines Erachtens formal oft zu geschlossen. Damit erdrückt sie die Bilder, und das ist wohl der Hauptgrund, warum das Testpublikum so gereizt reagiert hat (und es noch heute tut, siehe diverse YT-Clips, in denen TROY-Ausschnitte mit Yareds Musik unterlegt wurden). Der Hauptverantwortliche für das Dilemma ist für mich eigentlich Petersen, der das früher hätte merken können. Besonders bezaubernd fand ich immer den Song, den Yared für den Abspann vorgesehen hatte, für mich die Spitze seiner Zusammenarbeit mit Márta Sebestyèn. Wg. Horner: Vielleicht war TROY billig zu haben, ähnlich UNLAWFUL ENTRY.
  11. Freu mich auf den! Sowohl Film als auch Musik. Haynes wird ja immer besser, finde ich
  12. THE SIMPSONS von Bleeding Fingers Music

    War abzusehen. Wird wohl einer der letzten Sargnägel sein.
  13. Soundtrack Suiten

    Die frühen Antonionis sind mir zu formalistisch, ganz schlimm ist für mich da ROTE WÜSTE, der ich schon style over substance bescheinigen würde. Aber beim Spätwerk kann ich wunderbar mitgehen, BERUF: REPORTER etwa oder vor allem ZABRISKIE POINT. Ist natürlich alles Geschmackssache.
  14. Soundtrack Suiten

    Wobei "LIEBE 1962" für mich immer Arbeit war, ächz.
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