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Max Liebermann

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Alle erstellten Inhalte von Max Liebermann

  1. Bernhard Wicki hätte man in der Ankündigung ruhig richtig schreiben können.
  2. Hier mein Dreierpack-Dreierpack: 2010 - LA PRINCESSE DE MONTPENSIER (Philippe Sarde), NEVER LET ME GO (Rachel Portman), AN EDUCATION (Paul Englishby) 2011 - BLACK GOLD (James Horner), WAR HORSE (John Williams), THE ADVENTURES OF TINTIN (John Williams), 2012 - LINCOLN (John Williams), THE MASTER (Johnny Greenwood), ANNA KARENINA (Dario Marianelli) Lobende Erwähnung: A ROYAL AFFAIR (Gabriel Yared, 2012) THE GHOSTWRITER (2010) überlasse ich Sebastian.
  3. ALL IS TRUE ist super! Zurückhaltend zwar, altmodisch sicher, aber die Musik erzählt etwas. Eben kein unverbindlicher Klangteppich.
  4. John Patrick Shanley, ausgezeichneter Autor!
  5. Für Ungeduldige: "Hinter Klostermauern" gibts komplett auf YT. Harald Reinls bester Film, könnte auch von Fritz Lang sein!
  6. Naive Frage: Früher gabs mal die Federal Trade Commission, eine Bundesbehörde, die in etwa dem Kartellamt entspricht - müssten die bei solchen Verklumpungen nicht aktiv werden? Betrifft ja nicht nur Disney.
  7. LONELY ARE THE BRAVE, ACE IN THE HOLE, PATHS OF GLORY - das sind so meine Favoriten.
  8. Meiner Meinung nach hat Teil 2 das alte Problem, dass die Musik unter Sound Effects begraben wurde und wenig auffällt.
  9. Song gefällt mir, Stimme gefällt mir. Bond interessiert mich zwar so medium, aber Billie Eilish passt doch wie angegossen.
  10. Mit dem Konzept, dass der Sprössling von der bösen Seite zum Hoffnungsträger, der Sprössling von der guten Seite zum bösen Verführer wird, war zumindest ich sehr zufrieden. Umso schöner, wenn Kylo Ren in THE LAST JEDI der Rey die Hand reicht und sagt: "Scheiß auf die anderen, wir machen unser eigenes Ding!" Dass eingeschliffene Strukturen plötzlich angezweifelt und fatalistisch über Bord geworfen werden - das ist total auf der Höhe der Zeit! Sozusagen Fridays for Future + Shakespeare. Star Wars war auf dem besten Wege, den 70er-Jahre-Muff abzustreifen und in der Gegenwart anzukommen. Von den Möglichkeiten dieses großartigen und - ja - komplexen Konflikts mal ganz abgesehen. Und was machen die verschreckten Hühner bei Disney daraus? Nix. Ein hohles Spektakel. Das ist ja das Traurigste an der ganzen Sache.
  11. Cool, eine Flipchart-Grafik! Bin grad fertig mit meiner Sparkassenbroschüre und suche neuen Lesestoff. Danke!
  12. Wo gibt's denn in Star Wars komplexe Figuren? Im Angriff der Klonenkrieger? Jar Jar Binks? Lando Calrissian? Ewoks?
  13. LAST JEDI wird verabscheut, weil Rian Johnson es wagte, das Epos ein bisschen zu entrümpeln, neue (wahrscheinlich zu schrullige) Wege einzuschlagen, das war den Fans alles ein Dorn im Auge. Ausserdem wurden Logiklöcher bemängelt, aber mein Gott, siehe RISE OF SKYWALKER. Zu guter Letzt wird bis heute Kathleen Kennedys feministische Agenda geschmäht, neuerdings auch hier mit dem Schlachtruf "get woke, go broke". Mir geht diese hüftsteife Volkserziehung zwar auch auf die Nerven, finde aber die zaghaften Versuche der Kennedy-Crew alles andere als schlimm. Wenn's reinpasst, dann soll sein. Für mich hat's gepasst. Die maulende Druidin in SOLO war für mich sogar der beste Charakter im Film. Aber ja, LAST JEDI hat sich Zeit gelassen, wenigstens mehr als der Nachfolger.
  14. FAST & FURIOUS ist aber ein ganz anderes Genre, da gehört rumprollen doch zum guten Ton. Und bei Marvel ist mein Eindruck, dass sich zumindest die letzten Filme durchaus um seriöses Pastiche (mehr ist es ja nicht) bemüht haben. Bin allerdings kein Marvel-Kenner, ich gucke da nur stichprobenartig rein, ist nicht meine Welt. Allerdings hätte ich nie gedacht, dass ich sowas wie INFINITY WAR mal über Star Wars einstufen würde. Die Einnahmen tragen dem ja auch Rechnung, RISE bleibt jedenfalls hinter den Erwartungen zurück.
  15. Ich glaube, das Publikum wird unterschätzt, wie gesagt. Es hat ja nicht die gesamte Bevölkerung ADHS. RISE OF SKYWALKER trägt vor allem die Angst vor weiteren Shitstorms mit sich herum. In WOLF TOTEM gibt's eine Szene, wo ein Steppenbewohner von Wölfen umzingelt wird und panisch auf Kochgeschirr klopft, um sie zu verwirren und in die Flucht zu schlagen. So in etwa auch das Verhalten des letzten Star-Wars-Films.
  16. Michael Giacchino. ... RISE OF SKYWALKER gesehen: ein filmischer Totalausfall, der in ständiger Panik vor dem Publikum lebt. Den Zuschauern wird kein Milimeter über den Weg getraut, alles fällt der Gleichmacherei von Tempo und Lärm zum Opfer, nirgends kann sich die Geschichte entfalten. Ich hätte gern in einigen Szenen mal eine Träne verdrückt, aber nein, weiter weiter, schneller schneller. Dabei hat der Bundespräsident Hetzen verboten! RISE OF SKYWALKER ist nicht so schlimm wie EPISODE 1, aber weit entfernt ist er nicht (Jar Jar Binks fehlt). Ein desaströses Ende für eine filmisch ohnehin durchwachsene Saga. Muss allerdings einräumen, dass ich zu den wenigen Leuten gehöre, die den Vorgänger LAST JEDI mochten. Und noch eine Einschränkung: Rey hat sich für mich zu einer großartigen Figur entwickelt, die mit John Williams' wunderbarem Thema eine perfekte Einheit abgibt. Rey und ihr Theme, aus dem Williams nochmal alles rausholt, sorgen im Film für die wenigen (kurzen) emotionalen Momente. Aber sonst: Alles, was Scorsese den Marvel-Filmen vorwirft ("Theme Parks") trifft hier zu.
  17. Ich hoffe mal, dass Christopher Willis nicht zu stark ins Rachel-Portman-Minimal-Music-Fahrwasser gerät. Da wurden ja schon andere Talente versenkt, Dario Marianelli oder Jocelyn Pook. Wäre schade.
  18. Franglen hat bei TM7 den Horner-Touch eigentlich nicht wirklich hinbekommen, in der Melodik vielleicht ein bisschen, im harmonischen Gefüge aber war Horner kaum noch zu spüren. Viel zu steif auch das Ganze, vielleicht aus der wohlmeinenden Ehrfurcht heraus. Bin aber schon froh, dass AVATAR nicht bei Zimmer gelandet ist.
  19. TOWERING INFERNO hat das auch. Der kratzbürstige POSEIDON ist für mich auf jeden Fall der interessanteste von den dreien. Weiß noch nicht, ob das einen Kauf lohnt.
  20. Wenn man mal JNHs Violinkonzert mit dem "Double Concerto" von Horner vergleicht, vielleicht gar nicht so erstaunlich.
  21. Ich glaube, hier liegt eine Verwechslung vor. Es geht nicht um die "Message". Abgesehen von Deutschlehrern und Fördergremien interessiert sich niemand für "Botschaften". Kino ist super, wenn wir an die Erzählung andocken und eine sinnliche Erfahrung machen können, je intensiver, desto besser. Voraussetzungen dafür sind normalerweise ein Mindestmaß an Originalität und Genauigkeit. THE PROPHECY hat eklatante Schwächen, das bestreitet niemand, Frankenheimer konnte mit dem Monster offenbar überhaupt nicht umgehen. Dafür kann man die Produktion nun auslachen. Man kann aber auch feststellen, dass der Film in der Beschreibung der Charaktere und der Milieus erstaunlich genau ist und damit eine ganz eigene Stimme, einen eigenen Ton hat. Alles in allem habe ich den Eindruck, dass der Film mich als Zuschauer ernst nimmt. Während ich bei der generischen Dutzendware von heute das Gefühl nicht loswerde, dass das Publikum im Grunde verachtet wird (siehe Marvel, siehe Till Schweiger, siehe bis runter zur SOKO Donau). Und um diesen Unterschied gehts.
  22. Das Monster fand ich bei PROPHECY immer am uninteressantesten. Tatsächlich ist die erzählerische Einbettung aber sehr gelungen: die Großstadt, die Demos, das gutbürgerliche Paar, er sozial engagierter Arzt, sie Cellistin im Orchester, später dann die Konflikte der Ureinwohner mit der ortsansässigen Papierfabrik. In den sozialen Details, die einen Großteil der Atmosphäre ausmachen, ist der Film im Grunde ein typischer New-Hollywood-Vertreter. Würde man einen Monsterfilm heute so aufziehen, wäre man im tiefsten Indie-Kino unterwegs (Kelly Reichardt remaked THE PROPHECY, das wär mal was). Von Zeit zu Zeit schaue ich mir den Film jedenfalls gerne an, vor allem das erste Drittel ist großartig! *Und die Musik ist klasse!!!
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