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Geschrieben

Snow Files of the Week: "Grow Up Superboy/Ferris Wheel" aus der Serie "Smallville" (2001).

Die Serie lief zehn Staffeln lang, aber nach der sechsten Staffel verliess Snow die Serie und Louis Febre, der bis dahin Snows Music Editor war, übernahm das Komponieren für die restlichen Staffeln. Snow wollte einfach mehr Zeit für seine Familie haben, komponierte er zur gleichen Zeit doch die Musik für die Serie "Ghost Whisperer", sowie für diverse Filme noch dazwischen (wie den zweiten X-Files-Film 2008).

Für "Smallville" komponierte Snow einen sehr melodiösen Score, der natürlich auch seine etwas düsteren Klangcollagen beinhaltet. Die Musik ist etwas wärmer als die der X-Akten beispielsweise. Ein Album wurde digital veröffentlicht, mit einem Querschnitt aller zehn Staffeln und beiden Komponisten. Kurze Zeit später veröffentlichte LLL ein Doppel-Album mit der Musik, das neben dem digitalen Album natürlich noch mehr Musik aus der Serie enthält. Die CD war auf 3000 Stück limitiert und ist ausverkauft.

Viel Spaß beim Hören!

 

Geschrieben

Für die neueste Ausgabe der Cinema Musica durfte ich einen Nachruf auf Mark Snow verfassen. Seine Musik begleitet mich nun seit fast drei Jahrzehnten und es war eine Freude, wenn auch mit einem weinenden Auge, so tief in sein Lebenswerk einzutauchen. 

 

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  • Thanks 4
  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Snow Files of the Week: "Pugilistic Attitude/All His Children" aus "MillenniuM", Episode "Force Majeure" (1997).

Nachdem viele Fans die Musik dieser Folge auf dem Wunschzettel hatten, erschien sie schließlich auf dem zweiten Volume MillenniuM-Musik von LLL. In dieser Folge untersucht Frank Black eine Reihe von Selbstmorden einer Gruppe junger Mädchen, die sich wie ein Ei dem anderen gleichen. Es geht um ein Klon-Experiment, als Frank auf Dennis Hoffman trifft. Hoffman wollte vor einiger Zeit in die MillenniuM-Gruppe aufgenommen werden und ist fasziniert von einer Planeten-Konstellation, die im Mai des Jahres 2000 auftrat. In der Folge spielt Brad Dourif die Rolle des Dennis Hoffman. Dourif tauchte bereits in einer Folge der X-Akten auf, als Luther Lee Boggs in "Beyond the sea".

"Pugilistic Attitude" beginnt mit der atmosphärischen Violine, bevor das Stück übergeht in ein weiteres wundervolles Piano-Thema von Mark. "All His Children" präsentiert dann das musikalische Hauptthema der Folge, bevor ein perkussiver Mittelteil ertönt und das Stück wieder mit dem Hauptthema endet.

Die Tracks stammen vom zweiten MillenniuM-Set von LLL. Es ist auf 2.000 Stück limitiert und ausverkauft.

Viel Spaß beim Hören!

 

  • Like 1
  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Snow Files of the Week: "Candy" aus "MillenniuM", Episode "Closure" (1998).

In dieser Staffel-Drei-Folge wird Special Agent Emma Hollis mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und mit dem gewaltsamen Tod ihrer jüngeren Schwester. Frank Black hilft ihr dabei, diesen Fall zu einem Abschluß zu bringen und ihre inneren Dämonen zu bekämpfen. Mark komponierte ein weiteres tolles Piano-Thema für Emmas seelische Reise. Dieses Thema wird in der Folge "Seven And One" wieder aufgegriffen.

Der Track stammt vom ersten Set mit MillenniuM-Musik, welches LLL veröffentlicht hat. Das Set war lange Zeit bereits ausverkauft, bevor es erneut aufgelegt wurde, limitiert auf 1.000 Stück. Aber auch die zweite Auflage ist mittlerweile ausverkauft.

Viel Spaß beim Hören!

 

Geschrieben

Am 14.08.2026 erscheint auf Hulu / Disney+ in den USA eine vollständig überarbeitete Version des zweiten Akte X Kinofilms "I want to believe" mit dem Zusatz "Vrach Frankenstheyn" welche vorallem die Horrorfilm-Elemente zurückbringen soll, welche Chris Carter 2008 auf Drängen der Verantwortlichen von Fox entfernen musste um ein PG-13 Rating zu erhalten. Wann die überarbeitete Version auch in Deutschland erscheinen wird und wie die Synchronisierung gestaltet sein wird, ist aktuell noch nicht bekannt. 

Hier ist der offizielle Trailer: 

Laut verschiedenen Quellen, wird teilweise auch andere / neue Musik aus dem Archiv von Mark Snow verwendet.

Quellen: https://www.pcgames.de/Akte-X-Jenseits-der-Wahrheit-Film-142600/News/The-X-Files-I-Want-to-Believe-Vrach-Frankenshteyn-trailer-streamen-1550369/

Geschrieben
Am 6.8.2026 um 22:20 schrieb Nightwalker:

Am 14.08.2026 erscheint auf Hulu / Disney+ in den USA eine vollständig überarbeitete Version des zweiten Akte X Kinofilms "I want to believe" mit dem Zusatz "Vrach Frankenstheyn" welche vorallem die Horrorfilm-Elemente zurückbringen soll, welche Chris Carter 2008 auf Drängen der Verantwortlichen von Fox entfernen musste um ein PG-13 Rating zu erhalten. Wann die überarbeitete Version auch in Deutschland erscheinen wird und wie die Synchronisierung gestaltet sein wird, ist aktuell noch nicht bekannt. 

Hier ist der offizielle Trailer: 

Laut verschiedenen Quellen, wird teilweise auch andere / neue Musik aus dem Archiv von Mark Snow verwendet.

Quellen: https://www.pcgames.de/Akte-X-Jenseits-der-Wahrheit-Film-142600/News/The-X-Files-I-Want-to-Believe-Vrach-Frankenshteyn-trailer-streamen-1550369/

Der Director's Cut wird tatsächlich kürzer sein als die Kinofassung. Und scheinbar wurde sogar Musik von Snow entfernt. So verstehe ich zumindest die Aussage von Chris Carter aus einem aktuellen Interview, transkribiert von der Fan-Seite Eat The Corn:

There is new music in. There is a Clannad song when Scully is performing surgery on the kid. There are other Mark Snow elements they have played with. Jeff Charbonneau [music editor since TXF pilot] was the music editor. [Does this mean that Snow's highlight track "The Surgery" is gone? I like Clannad, but I would be sad to see it go!]

Das wäre wirklich schade, wenn DER Leuchtturm-Track aus dem Score, "The Surgery", zugunsten eines Songs entfernt worden ist. 

 

 

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Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb Alexander Grodzinski:

Der Director's Cut wird tatsächlich kürzer sein als die Kinofassung. Und scheinbar wurde sogar Musik von Snow entfernt. So verstehe ich zumindest die Aussage von Chris Carter aus einem aktuellen Interview, transkribiert von der Fan-Seite Eat The Corn:

Ich habe den Film bis jetzt nur einmal gesehen und das obwohl ich Akte X mag aber damals war ich so enttäuscht von diesem Film. Jetzt wohl der passende Moment dem Film eine neue Chance zu geben. Ich kann verstehen das Cater etwas anders machen wollte. Ein X-Akten Horrorfilm und das Fox das so nicht wollte.

  • Like 2
Geschrieben

Ich habe den Film damals einmal im Kino und dann nie wieder gesehen. Weiß noch, in so einem großen Multiplexsaal in Düsseldorf mit nur fünf Leuten, war total schräg. Habe das damals auch nicht verfolgt, ob der gefloppt hat und habe auch nie eine Rezension dazu gelesen.

  • Like 1
Geschrieben

Geht mir ähnlich wie euch allen. Es könnte tatsächlich der perfekte Zeitpunkt sein, den Film "neu" zu entdecken. 

@Alexander Grodzinski: Ich bin Mal gespannt. Ich hatte das Zitat aus dem PC Games Artikel eventuell missverstanden.

Man könnte in dem Zusammenhang die Hoffnung haben dass Benjamin Völz für die Synchro zurückkehrt. Aber Franziska Pigulla kann ja leider keine neuen Aufnahmen machen.

  • Like 1
Geschrieben

Ich habe den Film damals im Kino gesehen und fand ihn etwas unausgegoren. Man merkte, dass die eigentliche Hauptgeschichte immer wieder Platz machen musste für das Philosophieren darüber, was Glauben bedeutet. Beides, die Frankenstein-Handlung und die Glaubensfragen, bremsten sich gegenseitig eher aus. Laut den aktuellen Aussagen von Carter sind nun wieder mehr Horrorelemente drin, allerdings keine wirklich neuen Szenen. Das Bestehende wurde einfach nur etwas anders montiert, Szenen verlängert oder verkürzt. 

Im Kino floppte der Film damals dezent. Er kostete um die 30 Millionen Dollar, spielte in den USA etwas mehr als 20 Millionen ein. Weltweit kam er auf knapp 70 Millionen. Allerdings war auch schon der erste Film, der immerhin auf dem Höhepunkt des Hypes entstand, kein großer Blockbuster. Bei einem Budget von 60 Millionen Dollar spielte er in den USA 83 Millionen ein, weltweit dann knapp 190 Millionen. 

Carters neuer Film QUEENS FOR A DAY, ein Horrorfilm nach einem Drehbuch seiner Frau, ist auch fertig. Viele der X-Files-Crew haben daran mitgearbeitet. Wäre Mark Snow noch hier, hätte er sicher die Musik dafür gemacht. 

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  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Ich habe den Director's Cut von I WANT TO BELIEVE nun gesehen. Im Endeffekt viel Rauch um (fast) nichts. Ja, es wirkt jetzt fokussierter auf die Frankenstein-Geschichte, weil doch einige der Scully-Mulder-Szenen gekürzt wurden. Aber es ist jetzt kein fundamental anderer Film. Sehr schade fand ich, wie man Snows Score zerschnitten hat. Nicht nur, dass tatsächlich das Stück „The Surgery" nicht mehr im Film ist, auch Snows restlicher Score wurde so getrimmt, dass er die düstere Stimmung stärker unterstützt. Sprich, viele der melodischen Sachen wurden ebenfalls gekürzt oder ganz entfernt. Aber vor allem das mit „The Surgery" schmerzt. Stattdessen hört man dort nun den Clannad-Song aus HARRY'S GAME. Was für mich überhaupt nicht ins restliche musikalische Konzept passte. Und es nimmt der Szene auch etwas an Wirkung. Denn das Thema, welches in „The Surgery" voll ausgespielt wird, taucht im Film ja auch an anderen Stellen immer wieder auf, wenn Scully um die Behandlung für den Jungen kämpft. In der OP-Szene kommt dann eben dieses Hoffen und ja, Glauben zusammen, was das Stück von Snow dann auch so stark unterstreicht. Das fehlt nun eben völlig. Aber gut, wenn dadurch die alten X-Akten wieder mehr Aufmerksamkeit bekommen, natürlich auch durch das bevorstehende Reboot, dann ist das eben so. ;)

 

Snow Files of the Week: "George is thinking/Life is so strange" aus dem französischen Film "Les Herbes Folles (aka "Wild Grass")" (2009).
 

Das Piano-Thema ist zweifellos eines der schönsten Themen, die Mark je geschrieben hat. Und im zweiten Track, "Life is so strange", kommt die Violine aus "MillenniuM" wieder zum Einsatz. Den Score gibt es als Download und auf einem sehr raren 2-CD-Set, welches nur in Frankreich veröffentlicht wurde.

Viel Spaß beim Hören!

 

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Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Alexander Grodzinski:

Ich habe den Director's Cut von I WANT TO BELIEVE nun gesehen. Im Endeffekt viel Rauch um (fast) nichts. 

Habs Dank Google KI gefunden, versteckt in den Extras bei Disney+ unter dem Titel Vrach Frankenshteyn. :D

Nur in der Originalversion ohne deutsche Synchronisation, zum Glück stört mich das nicht. Hatte gerade Zeit, die ersten 20 Minuten zu schauen. Fühlt sich an wie eine TV-Episode, es geht alles einfach viel zu schnell und zu einfach, Mulder aus der Isolation zurück ins FBI zu holen. Peng, eine Sekunde und er ist zurück.

Das mit der Musik von Snow stört mich vermutlich nicht, weil ich mit dem Film überhaupt nicht vertraut bin.

Geschrieben
vor 10 Minuten schrieb Trekfan:

Habs Dank Google KI gefunden, versteckt in den Extras bei Disney+ unter dem Titel Vrach Frankenshteyn. :D

Nur in der Originalversion ohne deutsche Synchronisation, zum Glück stört mich das nicht. Hatte gerade Zeit, die ersten 20 Minuten zu schauen. Fühlt sich an wie eine TV-Episode, es geht alles einfach viel zu schnell und zu einfach, Mulder aus der Isolation zurück ins FBI zu holen. Peng, eine Sekunde und er ist zurück.

Das mit der Musik von Snow stört mich vermutlich nicht, weil ich mit dem Film überhaupt nicht vertraut bin.

Der Anfang ist allerdings auch in der Kinoversion so gewesen. Hat mich ebenfalls damals gestört. Die Serie endet damit, dass Mulder wegen Mordes zum Tode verurteilt wird. Scully und Skinner helfen Mulder, aus dem Gefängnis zu entkommen. Scully und Mulder fliehen zusammen, gejagt vom FBI und den Supersoldaten. Im Film ist dann plötzlich alles vergeben und vergessen. Und dass niemand vom FBI Mulder gefunden hat, der von Scully in einem abgelegenen Haus versteckt wird, ist ebenfalls schwer zu glauben. Es war im Grunde wie der Beginn der dritten Staffel von MillenniuM. Die zweite Staffel endet quasi mit der Apokalypse, also wie soll man da anknüpfen? Richtig, man erzählt, dass alles gar nicht so schlimm war und macht einfach weiter. ;) 

Geschrieben

Was sind bei Akte X schon Handlungsbögen? Ich habe auch die Nachfolgeserien geschaut, die alles immer schlimmer gemacht haben. Ich glaube, Carter hat nach Staffel 5 kein Konzept mehr gehabt. Hat es jetzt Aliens gegeben oder nicht? Nach allen Staffeln blicke ich da nicht mehr durch. :D

Im ersten Spielfilm haben wir dieses Raumschiff aus dem Eis starten sehen, dass hat aber außer uns nur Mulder gesehen. ;)

 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Trekfan:

Was sind bei Akte X schon Handlungsbögen? Ich habe auch die Nachfolgeserien geschaut, die alles immer schlimmer gemacht haben. Ich glaube, Carter hat nach Staffel 5 kein Konzept mehr gehabt. Hat es jetzt Aliens gegeben oder nicht? Nach allen Staffeln blicke ich da nicht mehr durch. :D

Im ersten Spielfilm haben wir dieses Raumschiff aus dem Eis starten sehen, dass hat aber außer uns nur Mulder gesehen. ;)

 

Bis zur sechsten Staffel läuft das alles eigentlich mehr oder weniger Hand in Hand. Dann sterben die Verschwörer, bis auf den Raucher, der sie verraten hat. Ab dann wird die Alien-Geschichte immer verworrener und unlogischer. Tatsächlich sah es damals danach aus, dass Staffel 7 die letzte hätte sein können. Daher werden da auch viele lose Enden aufgenommen, wie die Entführung von Mulders Schwester, und hastig mehr schlecht als recht beendet. Doch dann kam Staffel 8 und mit ihr Supersoldaten, aber auch zwei neue Agenten mit Doggett und Reyes, die ich wirklich sehr mochte. Die Geschichte um den Raucher wurde halt immer blöder. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft der schon gestorben und dann doch wieder aufgetaucht ist. Und in den beiden Nachklappstaffeln wird das alles nur noch schlimmer. Mittlerweile ist der Raucher der Vater von allem und jedem. Die Geschichte um William, dem Sohn von Mulder und Scully, ist blöde und aufgeblasen.

Bezeichnenderweise sind die Folgen der Nachklappstaffeln, die von Carter sind, die schlechtesten. Also nicht nur die Alien-Plot-Folgen, sondern auch die Einzelfolgen, die er noch gemacht hat. In aktuellen Interviews erzählt er ja gerne, dass das Publikum diese vier „My Struggle"-Folgen, die die Staffeln 10 und 11 umrahmen, einfach nicht verstanden hat und er den großen Masterplan in der Hinterhand hatte, den er aber eben nicht mehr ausbreiten konnte. ;) Und er hofft natürlich doch noch auf eine Weiterführung seines Masterplans und einen dritten X-Files-Film. Aber im Grunde ist aus diesen Vorhaben nie was geworden. Seit dem Ende von Akte X hat Carter ja leider nicht mehr wirklich viel auf die Beine gestellt. Ein Projekt, FENCEWALKER, welches nie veröffentlicht wurde. Ein Pilotfilm für eine Serie, die nie produziert wurde. Ein MillenniuM-Film, der nie kam. Ich bin ja erstaunt, dass er mit QUEENS FOR A DAY tatsächlich mal wieder einen Film fertiggestellt hat. Mal abwarten, wo der dann zu sehen sein wird. ;)

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Geschrieben
Am 6.8.2026 um 22:20 schrieb Nightwalker:

Am 14.08.2026 erscheint auf Hulu / Disney+ in den USA eine vollständig überarbeitete Version des zweiten Akte X Kinofilms "I want to believe" mit dem Zusatz "Vrach Frankenstheyn" welche vorallem die Horrorfilm-Elemente zurückbringen soll, welche Chris Carter 2008 auf Drängen der Verantwortlichen von Fox entfernen musste um ein PG-13 Rating zu erhalten. 

Nachdem ich das jetzt in dieser "überarbeiteten" Version gesehen habe, weiß ich wieder, weshalb ich damals so gelangweilt aus dem leeren Kino kam. Ein Gruselfaktor stellt sich hier überhaupt nicht ein, da waren manche der damaligen "stand alone"-Folgen um Längen gruseliger und vor allem auch spannender. Der Film wirkt einfach wie ein müder Zusammenschnitt einer Doppelfolge für die Kinoverwertung, wie es das in den 70ern oder 80ern gegeben hat. Das schleppt sich auch in dem Neuschnitt alles zäh dahin. Da hätte man sich besser zwei alte Folgen der Serie als TV-Unterhaltung raussuchen können. ;)

 

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Geschrieben
vor 56 Minuten schrieb Trekfan:

Nachdem ich das jetzt in dieser "überarbeiteten" Version gesehen habe, weiß ich wieder, weshalb ich damals so gelangweilt aus dem leeren Kino kam. Ein Gruselfaktor stellt sich hier überhaupt nicht ein, da waren manche der damaligen "stand alone"-Folgen um Längen gruseliger und vor allem auch spannender. Der Film wirkt einfach wie ein müder Zusammenschnitt einer Doppelfolge für die Kinoverwertung, wie es das in den 70ern oder 80ern gegeben hat. Das schleppt sich auch in dem Neuschnitt alles zäh dahin. Da hätte man sich besser zwei alte Folgen der Serie als TV-Unterhaltung raussuchen können. ;)

 

Weil eben auch in der gerafften Fassung diese Frankenstein-Geschichte zu kurz kommt. Nur, weil man ein bisschen mehr Blut sieht, wird das Ganze nicht spannender. Man erfährt so gut wie nichts über diese Frankenstein-Leute. Am Ende wird noch eine Verbindung zu dem Hellseher-Priester hergestellt, aber man weiß nicht, wer diese Leute sind. Daher wirken die einfach nur wie ein Mittel zum Zweck, weil eben „neues Leben erschaffen" und Krankheit heilen, was parallel zu der Stammzellen-Geschichte von Scully läuft. Aber der wirkliche Thrill dabei fehlt, weil sich diese Handlungsstränge, also die Frankenstein-Leute, die Heilung von Scullys Patienten und der Hellseher-Priester, gegenseitig das Wasser abgraben.

Carter ging es eher um die Frage, was Glauben bedeutet. Daher auch der zweideutige Titel I WANT TO BELIEVE, in Anspielung auf Mulders Alien-Poster in seinem Büro. Nur dass es hier nicht um den Glauben an Aliens geht, sondern um den individuellen Glauben jeder Person und was das für sie bedeutet. Und daran entlang hangeln sich mehr oder weniger diese Handlungsstränge. Aber es ergibt eben kein wirklich spannendes Ganzes. Die Sache mit dem Priester und seinen Visionen hätte gut eine Folge der Serie abgegeben. Zumal auch schon in der Serie Scullys Glauben eine Rolle spielte, wie auch die Frage, ob diese Visionen tatsächlich von Gott kommen oder vom Teufel, da der Priester ein vorbestrafter Pädophiler ist. Es gab auch Stimmen, die meinten, dass das Ganze eher ein guter MillenniuM-Film gewesen wäre. Weil dort eben diese Themen mit Glauben und Visionen viel stärker eine Rolle spielen, sowie natürlich die Verbindung des Ganzen mit Serienmördern. Aber auch dafür hätte das Drehbuch spannender sein müssen. Da finde ich eher, dass die Folge „Daemonicus" aus der neunten Staffel der X-Akten eine bessere Crossover-Folge mit MillenniuM hätte sein können als die tatsächliche Crossover-Folge in der siebten Staffel, die nicht nur das Ende der Serie MillenniuM abschwächt, sondern die ganze Mythologie der Serie ad absurdum führt.

Geschrieben

Man merkt, dass du richtig in der Materie bist. :)

Dem Film hätten vermutlich 30 Minuten längere Laufzeit und ein komplett überarbeitetes Drehbuch gutgetan. Für die Exposition mit Mulder und um aus den Frankenstein-Leuten mehr zu machen als Karikaturen im Hintergrund, die nur durchs Bild huschen und für den Zuschauer keinerlei Tiefe haben. Tiefe bekommt noch  nicht einmal der von Callum Keith Rennie verkörperte Charakter, der auch nur wie Folklore wirkt. Aber ich fürchte, selbst mit einem ausgefeilteren Drehbuch hätte das niemals Stoff für die große Leinwand hergegeben. 

 

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Geschrieben
vor 23 Stunden schrieb Trekfan:

Man merkt, dass du richtig in der Materie bist. :)

Dem Film hätten vermutlich 30 Minuten längere Laufzeit und ein komplett überarbeitetes Drehbuch gutgetan. Für die Exposition mit Mulder und um aus den Frankenstein-Leuten mehr zu machen als Karikaturen im Hintergrund, die nur durchs Bild huschen und für den Zuschauer keinerlei Tiefe haben. Tiefe bekommt noch  nicht einmal der von Callum Keith Rennie verkörperte Charakter, der auch nur wie Folklore wirkt. Aber ich fürchte, selbst mit einem ausgefeilteren Drehbuch hätte das niemals Stoff für die große Leinwand hergegeben. 

 

Ich habe beide Serien, Akte X und MillenniuM, tatsächlich mehrmals gesehen :D Obwohl ich in den 90ern kein Fan von Akte X war. Ich habe es nur sporadisch mal geschaut. Ganz anders bei MillenniuM. Das hat mich sofort gepackt, als das 1996 dann auf Sat1 lief. Und im Zuge dessen habe ich mir mal bewusst Akte X angesehen und wurde dann auch da zum Fan. Geholfen haben die Veröffentlichungen gesamter Staffeln, damals noch auf VHS. Das kam ja auch erst so Mitte der 90er auf und war vorher undenkbar, dass es komplette Staffeln einer Serie zu kaufen gibt. Aber von Akte X gab es dann Staffelboxen auf VHS und Ende der 90er dann auf DVD. So konnte ich mir die Serie chronologisch anschauen. Zuletzt habe ich sie komplett gesehen, als sie dann eben auf Blu-ray veröffentlicht wurde. 

MillenniuM ist heute leider ziemlich vergessen. Liegt wohl auch daran, dass es die Serie nicht mehr zu kaufen gibt (nur noch gebraucht, die DVD-Boxen werden schon lange nicht mehr produziert) und auch im Stream ist sie nicht zu finden. Nicht mal eine Blu-ray-Veröffentlichung gibt es. In einem Artikel, den ich vor vielen Jahren mal gelesen habe, hieß es sinngemäß, dass es viele Serien aus den 90ern wohl nie auf Blu-ray geben wird, weil die Restauration einfach zu teuer ist. Konkret ging es da um Star Trek - The Next Generation. Das wurde damals ja liebevoll restauriert und auf Blu-ray in HD veröffentlicht. Aber die Verkaufszahlen waren wohl nicht zufriedenstellend. Daher gibt es bis heute die anderen Trek-Serien dieser Zeit, also DS9 und Voyager, nicht auf Blu-ray. Denn für die HD-Abtastung müsste man von jeder Folge das Negativ im Archiv finden und es müssten alle Effekte überarbeitet werden, da diese damals nur in SD produziert wurden.

Bei MillenniuM gibt es jetzt nicht so viele Effektaufnahmen, aber doch ein paar. Laut aktuellen Aussagen von Carter liegt es aber bei MillenniuM eher an den Musiklizenzen. Da kommen einige Songs in der Serie vor und das ist Disney wohl zu teuer, die alle neu für Streaming zu lizenzieren. Was aber irgendwie auch eigenartig ist, denn bei Akte X gibt es ebenfalls viele Songs und da war es ja scheinbar kein Problem, davon Blu-rays zu machen und die Serie in den Stream zu stellen. Laut Carter betrifft das auch das Akte-X-Spin-off The Lone Gunmen. Auch da soll es an den Musiklizenzen scheitern, dass die Serie nicht in den Stream kommt. 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Alexander Grodzinski:

In einem Artikel, den ich vor vielen Jahren mal gelesen habe, hieß es sinngemäß, dass es viele Serien aus den 90ern wohl nie auf Blu-ray geben wird, weil die Restauration einfach zu teuer ist. Konkret ging es da um Star Trek - The Next Generation. Das wurde damals ja liebevoll restauriert und auf Blu-ray in HD veröffentlicht. Aber die Verkaufszahlen waren wohl nicht zufriedenstellend. Daher gibt es bis heute die anderen Trek-Serien dieser Zeit, also DS9 und Voyager, nicht auf Blu-ray. Denn für die HD-Abtastung müsste man von jeder Folge das Negativ im Archiv finden und es müssten alle Effekte überarbeitet werden, da diese damals nur in SD produziert wurden.

(...)

Was aber irgendwie auch eigenartig ist, denn bei Akte X gibt es ebenfalls viele Songs und da war es ja scheinbar kein Problem, davon Blu-rays zu machen und die Serie in den Stream zu stellen. Laut Carter betrifft das auch das Akte-X-Spin-off The Lone Gunmen. Auch da soll es an den Musiklizenzen scheitern, dass die Serie nicht in den Stream kommt. 

Ich habe das damals jahrelang auf den großen Fanseiten wie Trekcore verfolgt, da wurde alles bin ins kleinste diskutiert. In der Tat ist es nicht nur aufwendig, sondern auch enorm kostspielig, diese Serien digital aufzubereiten. Star Trek hat bei Musiklizenzen traditionell den Vorteil, dass bei den Speilfilmen und den Serien immer gern auf Songs aus dem Rechtekatalog von Paramount zurückgegriffen und neu eingespielt wurde. Deshalb ist so ein 40s Jazzstandard wie "That Old Black Magic" auch im 24. Jahrhundert noch beliebt. ;)

Bei Akte X ist vermutlich gar nichts eigenartig. Eine Kultserie mit einer großen Anhängerschaft, und da hat man sich beim Studio noch im richtigen Zeitfenster dazu aufraffen können. Würde ich vermuten. Bei MillenniuM und The Lone Gunmen ist es schade. Letztere habe ich damals bei der Ausstrahlung nur sporadisch gesehen, MillenniuM lief ja öfter. Gunmen ist total verschwunden, ist mir auch schon aufgefallen. https://www.fernsehserien.de/die-einsamen-schuetzen/im-tv

 

Geschrieben
vor 21 Minuten schrieb Trekfan:

Ich habe das damals jahrelang auf den großen Fanseiten wie Trekcore verfolgt, da wurde alles bin ins kleinste diskutiert. In der Tat ist es nicht nur aufwendig, sondern auch enorm kostspielig, diese Serien digital aufzubereiten. Star Trek hat bei Musiklizenzen traditionell den Vorteil, dass bei den Speilfilmen und den Serien immer gern auf Songs aus dem Rechtekatalog von Paramount zurückgegriffen und neu eingespielt wurde. Deshalb ist so ein 40s Jazzstandard wie "That Old Black Magic" auch im 24. Jahrhundert noch beliebt. ;)

Bei Akte X ist vermutlich gar nichts eigenartig. Eine Kultserie mit einer großen Anhängerschaft, und da hat man sich beim Studio noch im richtigen Zeitfenster dazu aufraffen können. Würde ich vermuten. Bei MillenniuM und The Lone Gunmen ist es schade. Letztere habe ich damals bei der Ausstrahlung nur sporadisch gesehen, MillenniuM lief ja öfter. Gunmen ist total verschwunden, ist mir auch schon aufgefallen. https://www.fernsehserien.de/die-einsamen-schuetzen/im-tv

 

Natürlich spielt die Popularität auch eine Rolle. MillenniuM war ja nie auch nur annährend so groß wie Akte X. In älteren Interviews hat Carter eher erzählt, dass damals noch bei 20th Century Fox einfach niemand mehr Interesse hat an MillenniuM. Geschweige denn da nochmal einen Film oder vielleicht auch so eine Mini-Serie zu machen. Und mittlerweile ist der Zug einfach abgefahren. Lance Henriksen ist 86 Jahre alt, Mark Snow lebt nicht mehr und Carter bekommt eben außerhalb von Akte X kaum noch was zustande. 

Ja, The Lone Gunmen habe ich damals auf RTL gesehen. Da lief es aber auch nur einmal und dann nie wieder. Irgendwann habe ich mir die englische DVD-Box davon geholt. Denn diese Serie gibt es hierzulande nicht mal auf DVD. Genau wie Carters vierte Serie Harsh Realm. Die lief wohl auch nur mal nachts auf Vox oder so, aber eine Heimkinoauswertung gab es bei uns nicht. Beide Serien waren allerdings auch keine großen Quotenhits. The Lone Gunmen lief quotenmäßig gut an, brach dann aber rasch ein. Und Harsh Realm lief so schlecht, dass nur neun Folgen produziert wurden, aber die Serie bereits nach der zweiten Folge von Fox aus dem Programm genommen wurde.

Genau, in dem Bericht über Star Trek TNG meinte einer der Verantwortlichen auch, dass die Kosten und die Manpower für so eine Restauration so hoch sind, dass man davon besser was Neues produziert. Mittlerweile hat die KI ja weitere Möglichkeiten eröffnet. Auf YouTube gibt es ja schon die Vorspänne von DS9 und Voyager in 4k, von einer KI gerechnet. Sieht zumindest nicht so verkehrt aus. Ist dann eben kein echtes 4k, weil es nicht neu abgetastet wurde, aber in Zukunft könnte das durchaus Praxis werden. Spart man eben auch das Abtasten alter Filmrollen. 

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Geschrieben

Immerhin hat LLL uns mit Snows Musiken versorgt. The Lone Gunmen / Harsh Realm war eine schöne Kopplung als Album. Leider habe ich die Musik zu Realm nie im Kontext der Serie erlebt. Da sind bestimmt Episoden irgendwo online, muss mal schauen. 

  • Like 1
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Trekfan:

Immerhin hat LLL uns mit Snows Musiken versorgt. The Lone Gunmen / Harsh Realm war eine schöne Kopplung als Album. Leider habe ich die Musik zu Realm nie im Kontext der Serie erlebt. Da sind bestimmt Episoden irgendwo online, muss mal schauen. 

Harsh Realm habe ich auch nicht gesehen, als das bei uns lief. Kenne die Serie nur auf englisch, weil ich mir eben auch da die DVD-Box aus England geholt habe. Ist allerdings schon lange her, seit ich sie gesehen habe. Ich weiß nur noch, dass Lance Henriksen in der ersten Folge auch dabei ist. Und dass Terry O'Quinn aus MillenniuM (und später natürlich noch bekannt als Locke aus Lost) den Antagonisten General Santiago spielt. 

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